Der pazifistische Klassiker des Erasmus von Rotterdam liegt als Neuausgabe vor – nebst einem aktuellen Vorwort von Eugen Drewermann
Umschlagbild edition pace
„Alle müssen sich gegen den Krieg verschwören und ihn gemeinsam verlästern“, so ruft uns der Christ und Humanist Erasmus von Rotterdam (gest. 1536) in seiner pazifistischen Hauptschrift „Die Klage des Friedens“ (1517) zu. Der antimilitaristische Schweizer Pfarrer, Theologe und religiöse Sozialist Rudolf Liechtenhan (1875-1947) legte fünf Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg in banger Sorge seine jetzt neu edierte Übersetzung der „Querela Pacis“ vor.
Wie ein paar Krautrocker die Popwelt revolutionierten – ein Lesetipp
Das Buch habe ich mir in der Bibliothek ausgeliehen, die Doppel-LP gehört mir seit ewigen Zeiten. (foto: zoom)
Wer in den 50er Jahren des letzten Jahrtausends geboren wurde und in seiner Jugend die Musik von Tangerine Dream, Can, Kraftwerk, Amon Düül o.ä. hörte, für den kann Christoph Dallachs 512-seitiges Buch eine berührende und aufwühlende Reise in die Vergangenheit werden, ein Flashback, der das Heute unvermittelt und Neu! mit dem Gestern zurückkoppelt.
Wandbild in der Hall of Fame unter dem Holländischen Platz in Kassel (foto: zoom)
In den letzten Tagen habe ich es nicht zu meinem Computer geschafft, um das Blog aktuell zu halten. In der nächsten Woche wird es wahrscheinlich weitergehen. Es sind keine dramatischen Gründe, die mich am Schreiben hindern, allerdings ist im „Real Life“ einfach zu viel los.
Hochsauerlandkreis. Auf Einladung des Arnsberger Sauerland-Museums und des „Arbeitskreis für Dorfgeschichte Niedereimer“ hält die Politikwissenschaftlerin Katrin Himmler einen Vortrag im Blauen Haus des Sauerland-Museums, in dem es um die Ziele der „Neuen Rechten“ und ihre Anknüpfungspunkte zum Nationalsozialismus geht.
Erklärtes Ziel der „Neuen Rechten“ ist es, die demokratische Gesellschaft im Kern zu verändern. Dafür nutzen sie u. a. die Stimmung der „Wutbürger“ und unterwanderten in den letzten Jahren immer wieder erfolgreich die Proteste von „Querdenkern“ oder „Pegida“.
Der Hagener Geschichtsverein und das Rahel-Varnhagen-Kolleg stellen am 18. Juni um 16:00 Uhr in der Aula des Christian-Rohlfs-Gymnasium das Buch „Ausgegrenzt, weggesperrt, ermordet. Hagener Opfer des NS-Terrors“ vor. Es beinhaltet zahlreiche Biographien Hagener Opfer.
Schüler des Rahel-Varnhagen-Kollegs werden mithilfe einer Powerpoint-Präsentation über drei der Schicksale anschaulich berichten. Die AG-Geschichte hat sich in den letzten Jahren in Rahmen von Schülerprojekten mit einigen der Opfer befasst.
Das Buch ist aus zwei Gründen außergewöhnlich und lesenswert:
Es werden in Hagen bisher wenig oder gar nicht bekannte Opfergruppen vorgestellt: Homosexuelle, Wehrmachtsdeserteure, „Feindsenderhörer“ (BBC-Hörer), ein katholischer Pfarrer, Euthanasie- und Zwangssterilisierungsopfer…
Ein Großteil der Beiträge sind von Hagener Opferangehörigen geschrieben worden, z.B. Michael Eckhoff über seinen von der Gestapo gefolterten Großvater, Frau Stern über ihre jüdische Tante Margot aus Hohenlimburg, ermordet in Weißrussland im Alter von 14 Jahren, oder Herr Troost über seinen Onkel, von einem Wehrmachtsgericht wenige Tage nach seinem 23. Geburtstag hingerichtet.
Opferangehörige werden an der Veranstaltung teilnehmen und über ihre Familiengeschichte berichten.
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Das Pionierwerk des US-Amerikaners David Low Dodge (1774-1852). – Zum 250. Geburtstag hat Ingrid von Heiseler die erste deutsche Ausgabe vorgelegt
In der edition pace neu und übersetzt erschienen: David Low Dodge, Krieg ist mit der Religion Jesu Christi unvereinbar
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David Low Dodge: Krieg ist mit der Religion Jesu Christi unvereinbar.
Eine pazifistische Pionierschrift aus dem Jahr 1812, mit einer Einführung von Edwin D. Mead – aus dem Englischen von Ingrid von Heiseler. (= edition pace / Regal: Geschichte der Friedensbewegung). Norderstedt: BoD 2024. (ISBN: 978-3-7597-3038-1 ; Paperback; 168 Seiten; 8,90 Euro). Inhaltsverzeichnis, Leseprobe & portofreies Angebot beim Verlag (auch überall im Buchhandel vor Ort bestellbar): https://buchshop.bod.de/krieg-ist-mit-der-religion-jesu-christi-unvereinbar-david-low-dodge-9783759730381
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Fotografieausstellung „Aus der Bilderflut – Kunst mit dem iPhone“: Galerie Torhaus Rombergpark zeigt experimentelle Arbeiten von Klaus Pfeiffer … nordstadtblogger
Drei neue Bände zur pazifistischen Lektüre bei der DFG-VK NRW und in einer Buchreihe
Cover der drei Bände (s.u.) zur pazifistischen Lektüre
Im Vorfeld des ersten und zweiten Weltkrieges wurden Pazifisten in deutschen Landen verlästert, ausgegrenzt oder verfolgt. Wer sich auf eine Zeitreise begibt, wird das beklemmende Gefühl nicht los, dass die gegenwärtigen Kampagnen zur Kriegsertüchtigung der Gesellschaft und die Hetze gegen Friedensarbeiter*innen nach altbekannten Mustern ablaufen.
(Ein Gastbeitrag von Peter Bürger)
Drei Neueditionen im Online-Regal zur Geschichte der Friedensbewegung bei der DFG-VK Nordrhein-Westfalen laden zur Erkundigung historischer Kontexte ein (https://nrw.dfg-vk.de/veroeffentlichungen/ ). Inzwischen sind diese in Kooperation mit dem Alois Stoff Bildungswerk herausgegebenen Publikationen auch als preiswerte Taschenbücher erhältlich:
Fatih Çevikkollu ist als Kabarettist Stammgast bei den Ruhrfestspielen. Beim Kulturvolksfest am 01. Mai 2024 stellt er als Autor sein autobiographisches Buch,,Kartonwand“ vor.
Alle Arbeitsmigrant:innen kennen sie, denn sie steht symbolisch für den Traum vom baldigen Glück in der Heimat: eine ganze Wand aus Kartons, in denen alles verstaut wurde, was schön und wertvoll war – für das spätere Leben in der Türkei. Willkommen war man in Deutschland nicht, doch was hält man nicht alles aus, wenn es nur von kurzer Dauer ist? Es lohnte sich weder, die deutsche Sprache zu lernen, noch sich ein Zuhause zu schaffen, schließlich sollte es bald zurückgehen. Die Kinder wurden als Kofferkinder hin- und hergeschickt. Was macht es mit Menschen, wenn sie irgendwann merken: Der Traum zurückzukehren hat sich nicht erfüllt?