Das Abitur am Berufskolleg – ein möglicher Weg zum Ziel

Neugierde und Spaß an Problemen sind auch im Berufskolleg von Vorteil: Schüler*innen bei Messversuchen. (Foto: BK am Eichholz)

Am Montag, 24. Oktober, laden die fünf Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs im HSK um 18 Uhr zu einem Infoabend in das Berufskolleg am Eichholz ein. Zwei weitere Termine finden an den folgenden Tagen Dienstag und Mittwoch in den Berufskollegs Brilon und Meschede statt.

(Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)

Für viele Jugendliche mit einem Mittlerem Schulabschluss mit Qualifikationsvermerk stellt sich die Frage, ob sie eine Ausbildung beginnen oder doch weiter zur Schule gehen. Sollte der Wunsch bestehen, das Abitur zu erwerben, denken immer noch wenige an das Berufliche Gymnasium. Doch auch das Berufskolleg bietet Deutschlands höchsten Bildungsabschluss erfolgreich an. Im Jahr 2020 haben in NRW 32,8% des Abiturjahrgangs den Abschluss am Berufskolleg erworben.

Circa 500 Schülerinnen und Schüler haben den Neuanfang gesucht und besuchen derzeit das Berufliche Gymnasium an einem der fünf Berufskollegs im HSK. Das Interesse am Abitur mit beruflichen Kenntnissen steigt stetig.

Fakt ist: An einem Beruflichen Gymnasium starten alle neu und die Lehrkräfte sind darauf eingestellt, den Lernenden den Einstieg in die Oberstufe mit ihren gymnasialen Anforderungen zu erleichtern. Dass die Lehrkräfte völlig unvoreingenommen ihren neuen Schülerinnen und Schülern begegnen können, wird oftmals als ein großer Vorteil empfunden. So auch von Chris, der sich auf einen Neuanfang mit vielen verschiedenen Schülerinnen und Schülern aus den verschiedenen Schulen im Umkreis gefreut hat. „Mir gefällt die Vielfalt an Schülern, die ich hier stärker als am Gymnasium wahrnehme“, ergänzt Konstantin, ein Schüler des BKaE. Der Schulwechsel und die damit verbundene „andere“ Lernatmosphäre, der Unterricht im Klassenverband und ein stärkerer Bezug zur Arbeitswelt werden stets als positiv empfunden.

Jedes der fünf Berufskollegs hat ein bis drei berufliche Schwerpunkte im Angebot. Diese liegen in den Bereichen Maschinenbautechnik, Erziehungswissenschaften, Sport, Ernährung, Gesundheit, Ingenieurwissenschaften oder Wirtschaft und Verwaltung. In dieser Auswahl steckt ein großer Vorteil für die künftigen Abiturientinnen und Abiturienten: Sie können sich ganz nach ihrem persönlichen Interesse für einen der Schwerpunkte entscheiden. Daraus resultiert eine höhere Lernbereitschaft und die Lernenden treffen in ihrer neuen Klasse auf Mitschülerinnen und Mitschüler mit gleichen Interessen. Das verbindet.

Leichter ist das Abitur am Berufskolleg aber nicht. Auch hier warten am Ende die Abschlussprüfungen des Zentralabiturs auf die Absolventinnen und Absolventen. Im Beruflichen Gymnasium werden fachwissenschaftliche Kenntnisse vermittelt und die verschiedenen Kompetenzen gefördert, die für das Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife Voraussetzung sind. Darüber hinaus ist es für das Berufliche Gymnasium ein typisches Anliegen immer auch echte Bezüge zur Arbeitswelt herzustellen und sehr realitätsbezogen zu unterrichten. Denn neben der Allgemeinen Hochschulreife erwerben die Lernenden bereits elementare berufliche Kenntnisse im gewählten Schwerpunkt.

Die Schülerinnen und Schüler können in den drei Jahren bis zum Erwerb ihres Abiturs ausführlich prüfen, ob sie die schulisch eingeschlagene Richtung beruflich – in einer Ausbildung oder in einem Studium – weiter verfolgen wollen oder nicht. Wenn die Jugendlichen in der Fachrichtung bleiben möchten, weil sich der Berufswunsch in der Zeit bis zum Abitur weiter konkretisiert hat, kann schon begründeter die genaue Studienausrichtung gewählt werden. Auch Ausbildungsbetriebe wissen die mit dem Abitur gleichzeitig erworbenen beruflichen Kenntnisse ihrer Auszubildenden zu schätzen. Dank der beruflichen Vorkenntnisse aus der Schule werden Ausbildung oder Studium deutlich leichter fallen.

An drei Informationsveranstaltungen können sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 10, oder auch der Klasse 9 am Gymnasium, und ihre Eltern über die Angebote der Beruflichen Gymnasien des HSK genauer informieren:

  • Montag, 24.10.2022, Ort: Berufskolleg am Eichholz, Féauxweg 24, 59821 Arnsberg
  • Dienstag, 25.10.22, Ort: Berufskolleg Brilon, Zur Jakobuslinde 30, 59929 Brilon
  • Mittwoch, 26.10.22, Ort: Berufskolleg Meschede, Dünnefeldweg 5, 59872 Meschede

Veranstaltungsbeginn ist jeweils um 18:00 Uhr.

Neben allgemeinen Informationen werden an allen drei Abenden die Schwerpunkte

  • Technik (Maschinenbautechnik) (BK Berliner Platz),
  • Wirtschaft und Verwaltung (BK Berliner Platz, BK Brilon)
  • Gesundheit (BK am Eichholz),
  • Erziehungswissenschaften (BK am Eichholz),
  • Ingenieurwissenschaften (BK Meschede)
  • Freizeitsportleiter/in (BK Olsberg)
  • Erzieher/in (BK Olsberg)
  • Ernährung (BK Olsberg)

vorgestellt. Eine persönliche Beratung ist ebenfalls möglich.

Landgericht beginnt Vorverfahren gegen den Ex-Papst

Grafik-Tool: wortwolken.com

Essen, 26.09.2022. Das Landgericht Traunstein hat ein zivilrechtliches Vorverfahren in einem Missbrauchsfall der katholischen Kirche eingeleitet. Die Feststellungsklage vor einem Zivilgericht richtet sich auch gegen Papst Emeritus Benedikt XIV., dem eine Mitverantwortung vorgeworfen wird.

(Pressemitteilung von CORRECTIV)

Das Landgericht Traunstein beginnt das Vorverfahren für eine Feststellungsklage gegen den Papst Emeritus Benedikt XVI. sowie gegen das Erzbistum München und Freising, den Kardinal Friedrich Wetter und den ehemaligen Priester Peter H. zu. CORRECTIV, dem Bayerischen Rundfunk und der Zeit liegen Unterlagen vor, wonach der ehemalige Papst Benedikt XVI. eine „Notfrist“ von einem Monat hat, die anderen Beklagten von zwei Wochen haben, um „die Absicht der Vereidigung anzuzeigen“.

Im Juni hatte der Berliner Rechtsanwalt Andreas Schulz für ein Opfer des notorischen Missbrauchstäters Peter H. aus der oberbayerischen Gemeinde Engelsberg/Garching an der Alz die zivilrechtliche Feststellungsklage eingereicht, wie CORRECTIV, BR und Zeit exklusiv berichteten.

Der Anwalt will für seinen Mandanten erreichen, dass das Gericht den „Ersatz eines entstandenen Schadens” in einem Zivilprozess feststellt, der durch den Missbrauch verursacht wurde. Damit würde vor einem weltlichen Gericht über die Verantwortung innerhalb der Kirche entschieden, auch wenn Fälle des Missbrauchs schon verjährt sind.

Der ehemalige Priester H. hatte in den 1990er Jahren den Kläger sexuell missbraucht. Der Kläger war Messdiener bei dem Täter H., der die Tat in einem geheimen Kirchenurteil bereits eingestanden hatte. In dem Urteil wurde dem Ex-Papst zudem eine Pflichtverletzung vorgeworfen.

Erzbistum setzte verurteilten Täter als Priester ein

H., der ursprünglich aus dem Bistum Essen stammt, wurde bereits wegen Kindesmissbrauch 1980 von Essen nach München versetzt, durfte aber weiter in Gemeinden mit Kindern tätig sein. Zu der Zeit der Versetzung war Joseph Ratzinger Erzbischof von München und für die Versetzung in die bayerische Gemeinde mitverantwortlich.

Recherchen zeigten, dass H. auch in der bayerischen Gemeinde bis in die 1990er Jahre Jugendliche missbraucht hat. Da die bisher bekannten Taten strafrechtlich verjährt sind, geht es in diesem Zivilprozess nun um die Anerkennung des entstandenen Schadens und damit um die Mitverantwortung der Bischöfe. 

Ein Missbrauchsgutachten, das das Erzbistum München in Auftrag gegeben hatte, stellte im Januar für die damaligen Verantwortlichen des Erzbistums München und Freising sowie für den Kardinal Wetter „Beihilfe zum sexuellen Missbrauch“ fest. Ratzinger ließ damals über seine Anwälte mitteilen, dass er auch als Erzbischof von München und Freising nichts von der Vorgeschichte des Priester H. gewusst habe. 

Sollte die Frist versäumt werden, kann das Gericht auf Antrag des Klägers ein „Versäumnisurteil“ verhängen. Vor dem Landgericht besteht Anwaltspflicht, daher müssen sich die Beklagten von einem Anwalt vertreten lassen.


Über CORRECTIV
CORRECTIV wurde 2014 gegründet und ist das erste spendenfinanzierte Recherchezentrum in Deutschland. Als vielfach ausgezeichnetes Medium steht CORRECTIV für investigativen Journalismus. Die Redaktion bringt systematische Missstände ans Licht und will Veränderung anstoßen. Mit unabhängigen Recherchen und Faktenchecks schafft sie das informative Fundament für Debatten und Meinungsbildung und stärkt eine demokratische und offene Zivilgesellschaft.

Impfstellen in Schmallenberg und Brilon öffnen. Impfen von 18 bis 19 Uhr auch ohne Termin.

Die Koordinierende COVID-Impfeinheit macht den Bürgern und Bürgerinnen wieder ein umfassendes Impfangebot gegen COVID-19. Dazu wurden stationäre Impfstellen in Brilon und Schmallenberg eröffnet. Alle Impfstoffe sind inzwischen verfügbar. Der Hochsauerlandkreis möchte Bürgerinnen und Bürgern damit einen umfassenden Schutz ermöglichen.

(Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)

In der nächsten Woche wird das Impfen entsprechend der aktuellen Erlasslage am Dienstag, 04. Oktober und am Mittwoch, 05. Oktober in Schmallenberg, Oststr. 3a, von 15-19 Uhr angeboten.

Die stationäre Impfstelle in Brilon, Steinweg 5,  öffnet am Donnerstag, 6. Oktober und am Freitag, 7. Oktober, von 15-19 Uhr.

Für die Hauptzeiten von 15-18 Uhr können online Termine über das Buchungsportal auf www.hochsauerlandkreis.de gebucht werden. In der Zeit von 18-19 Uhr ist das Impfen ohne Termin möglich.

Das Angebot richtet sich an alle Impfwilligen ab 5 Jahre. Es werden alle Impfungen gemäß STIKO-Empfehlung von der Erst- bis zur 2. Auffrischungsimpfung angeboten. Als Impfstoffe sind BionTech, Moderna, Novavax und Valneva vorrätig. Auch die auf die Omikron-Variante BA1 und BA4/BA5 angepassten Impfstoffe stehen gemäß STIKO-Empfehlung zur Verfügung.

Mitzubringen sind Personalausweis, Impfausweis und Gesundheitskarte bzw. die Impfmappe mit den Unterlagen der bisherigen Impfungen. Weitere Informationen und Impftermine finden Sie unter www.hochsauerlandkreis.de.

Außerdem steht die Hotline unter 0291/ 946500 für Fragen zur Verfügung.

BZgA: Für immer mehr Menschen sind Impfungen grundsätzlich wichtig

Neue Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Infektionsschutz zeigt auch deutliche Zunahme des Wissens über grundlegende Hygienemaßnahmen

Müsste! Hätte! Könnte! Hilft leider nicht! Mach’s einfach! Der HSK-Impfbus (hier Meschede) während der vergamgenen Impfkampagne. (archivfotofoto: zoom)

Köln, 28. September 2022. Immer mehr Menschen in Deutschland haben eine positive Einstellung zum Impfen: Hielten vor zehn Jahren nur 61 Prozent der Bevölkerung Impfungen für wichtig oder sehr wichtig, sind es heute 81 Prozent.

(Pressemitteilung BZgA)

Das zeigen die aktuellen Studiendaten zu „Einstellungen, Wissen und Verhalten von Erwachsenen und Eltern gegenüber Impfungen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) von 2021 im Vergleich zum Jahr 2012. Die Ergebnisse belegen ebenfalls, dass in der Corona-Pandemie das Wissen über grundlegende Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Lüften, richtiges Husten und Niesen deutlich zugenommen hat.

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), betont: „Die positive Entwicklung in der Einstellung zum Impfen ist erfreulich: Denn Impfen ist nach wie vor der bestmögliche Schutz vor einigen ansteckenden und schwer verlaufenden Infektionskrankheiten. Auch die positiven Veränderungen im Hygieneverhalten der Menschen sind zu begrüßen. Dies kann im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie als wichtiges Ergebnis der gemeinsamen Gesundheitskommunikation verstanden werden. Impfaufklärung und Information über gutes und angemessenes Hygieneverhalten bleiben auch weiterhin ein thematischer Schwerpunkt der Arbeit der BZgA.“

Schutzimpfungen

Schutzimpfungen für Erwachsene werden von der großen Mehrheit der Befragten als wichtig eingestuft. Dies gilt sowohl für die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Standardimpfungen als auch für die seit Ende 2020 verfügbare Corona-Schutzimpfung: 87 Prozent der Befragten bezeichnen diese als (sehr) wichtig.

Bei den Standardimpfungen steht die Impfung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) mit 96 Prozent Zustimmung an erster Stelle, gefolgt von den Impfungen gegen Polio (Kinderlähmung) (93 Prozent), Masern (88 Prozent), Röteln (82 Prozent) und Diphtherie (80 Prozent).

Informiertheit bezüglich Erwachsenenimpfungen

Fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) fühlten sich in 2021 (sehr) gut über Impfungen im Erwachsenenalter informiert. Dieser Anteil ist seit 2014 (53 Prozent) kontinuierlich angestiegen.

Hygieneverhalten

Auch das Hygieneverhalten der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren teilweise deutlich verändert:

  • 90 Prozent der Befragten halten regelmäßiges Lüften für hilfreich, um Infektionen zu verhindern (2019: 71 Prozent).
  • Rund 87 Prozent der Befragten wissen, dass man sich oder andere vor einer Ansteckung schützt, wenn man bei Begrüßungen auf Berührungen, beispielsweise Händeschütteln, Umarmungen und Küsse, verzichtet (2012: 67 Prozent).
  • Die Empfehlung, in die Ellenbeuge oder den Ärmel zu husten oder zu niesen, wird häufiger als in den Vorjahren beachtet (2021: 45 Prozent, 2014: 27 Prozent).

Die aktuelle repräsentative Befragung zum Infektionsschutz von 5.007 Bürgerinnen und Bürgern im Alter von 16 bis 85 Jahren erfolgte zwischen Juli und September 2021. Die Daten werden seit 2012 regelmäßig bundesweit erhoben.

Der BZgA-Forschungsbericht „Einstellungen, Wissen und Verhalten von Erwachsenen und Eltern gegenüber Impfungen – Ergebnisse der Repräsentativbefragung 2021 zum Infektionsschutz“ steht online zur Verfügung unter:
www.bzga.de/forschung/studien/abgeschlossene-studien/studien-ab-1997/impfen-und-hygiene/

Zeitgleich mit dem Forschungsbericht erscheint im Deutschen Ärzteblatt als Zusammenfassung der Ergebnisse der Artikel „Einstellungen der Allgemeinbevölkerung (16–85 Jahre) zum Impfen vor und während der COVID-19-Pandemie: Trends aus den repräsentativen Bevölkerungsbefragungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Thema Impfen (2012-2021)“ unter: https://www.aerzteblatt.de/archiv/artikel?nocache=1&id=227753

Weiterführende Informationen der BZgA zu Impfungen und aktuellen Impfempfehlungen unter: www.impfen-info.de

Statistik zum Weltvegetariertag am 1. Oktober 2022: NRW-Importe von Pflanzen-Drinks haben sich in den letzten vier Jahren versiebenfacht

2021 importierte NRW 19,2 Millionen Liter Pflanzendrinks im Wert von 8,7 Millionen Euro. Hauptlieferanten waren Schweden und Österreich.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2021 importierte die NRW-Wirtschaft 19,2 Millionen Liter Pflanzendrinks im Wert von rund 8,7 Millionen Euro.

(Pressemitteilung IT.NRW)

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, hat sich damit die Importmenge gegenüber 2020 um 1,6 Prozent verringert: Im Vergleich zum Jahr 2017 (damals: 2,7 Millionen Liter) hat sich die Importmenge von Pflanzendrinks allerdings mehr als versiebenfacht (+604,0 Prozent). Hauptlieferanten von Pflanzendrinks auf Basis von Soja, Hafer, Mandeln oder Reis, waren im Jahr 2021 Schweden (14,8 Millionen Liter) und Österreich (1,7 Millionen Liter).

Auch die Importmengen von Sojabohnen und Hafer nach Nordrhein-Westfalen nahmen weiter zu: Im Jahr 2021 wurden 141 787 Tonnen Hafer nach NRW importiert. Die Importmenge war damit um 9,5 Prozent höher als 2017 (damals: 129 429 Tonnen). Hauptlieferant von Hafer war im letzten Jahr Finnland mit 118 074 Tonnen und einem Anteil von 83,3 Prozent an der Gesamtimportmenge. Auf den zweiten und dritten Plätzen folgten Schweden mit 13 707 Tonnen (9,7 Prozent) und Estland mit 2 601 Tonnen (1,8 Prozent). Die Ausfuhr von Hafer hat sich im Jahr 2021 mit 9 678 Tonnen im Vergleich zu 2017 vervierfacht (damals: 2 313 Tonnen).

Der Import von Sojabohnen nach NRW hat sich zwischen 2017 (95 074 Tonnen) und 2021 um 14,9 Prozent auf 109 260 Tonnen erhöht. Die höchsten Anteile am Gesamtimport NRWs hatten Sojabohnen aus Brasilien (34 406 Tonnen; Anteil: 31,5 Prozent) und aus den Vereinigten Staaten von Amerika (24 057 Tonnen; 22,0 Prozent). Die aus NRW ausgeführte Menge von Sojabohnen hat sich dagegen binnen vier Jahren von 7 411 Tonnen um 94,1 Prozent auf 437 Tonnen im Jahr 2021 verringert.

Die nordrhein-westfälischen Landwirte bauten mehr Hafer und Sojabohnen an: Die Erntemenge von Hafer ist nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2022 mit 43 600 Tonnen um 24,6 Prozent höher als 2021 (35 000 Tonnen). Ausschlaggebend für den Anstieg ist ein um 23,8 Prozent höherer Hektarertrag (5,72 Tonnen je Hektar). Nach vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung 2022 war die Anbaufläche 7 600 Hektar groß.

Mit 2 300 Tonnen liegt die vorläufige Erntemenge von Sojabohnen in NRW in diesem Jahr 4,2 Prozent über der des Vorjahres (2021: 2 200 Tonnen). Die geerntete Menge an Sojabohnen hat sich gegenüber 2016 mehr als verdreifacht (damals: 700 Tonnen).

Weitere Ergebnisse zum Außenhandel mit Hafer und Sojabohnen in der Landesdatenbank NRW.

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden.

Sauerland-Herbst startet mit Venezuelan Brass in Schmallenberg

Der Sauerland-Herbst steht in den Startlöchern. Vom 30. September bis 30. Oktober wird die Elite der internationalen Blechbläserszene wieder das Sauerland im Glanze des goldenen Blechs erstrahlen lassen. Nach dem ersten Open-Air-Sommerfestival auf der Freilichtbühne in Arnsberg-Herdringen stehen nun die bekannten Herbstkonzerte vor der Tür.

(Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)

Das internationale Brass-Festival macht gleich zum Auftakt seinem Namen alle Ehre. Mit dem Venezuelan Brass Ensemble tritt am 30. September das Ensemble mit der weitesten Anreise des gesamten Festivals in der Schmallenberger Stadthalle auf. Unter der Leitung von Prof. Thomas Clamor, ebenfalls künstlerischer Leiter des Festivals, wird das Ensemble das Publikum in die musikalische Welt Südamerikas entführen.

Am 1. und 2. Oktober ist das größte Ensemble des Festivals zu Gast. Fast 200 Posaunistinnen und Posaunisten werden am Samstag an verschiedenen Orten in der Arnsberger Altstadt spielen. Am Sonntagnachmittag werden sie als gemeinsamer großer Klangkörper in der Abteikirche Königsmünster in Meschede zu hören sein – es erwartet die Besucher Musik wie im Himmel.

Das erste Wochenende wird abgeschlossen durch das Ensemble Generell5. Die Schweizer werden ihr Programm „Heidi und der Wolff – ein russisch-helvetisches Crossover“ spielen. Das Konzert findet am 3. Oktober im Autohaus Witteler in Brilon statt.

Für alle Konzerte gibt es noch Restkarten an der Abendkasse. Alle weiteren Termine und Informationen zum Kartenvorverkauf sind unter www.sauerland-herbst.de zu finden.

Live in Brilon: STOPPOK solo = Echter Klang statt Fake Noise!

STOPPOK macht Alltagsprache zu Poesie, die Bilder von berührender Direktheit schafft. (Pressefoto)

Stefan Stoppok kommt solo und unplugged auf Einladung des Konzertveranstalters Gisbert Kemmerling erneut ins Sauerland. Nach seinen letzten erfolgreichen Auftritten packt er erneut seine Klampfe im Bürgerzentrum Kolpinghaus Brilon am Freitag, 25. November 2022 ab 20 Uhr aus.

(Pressemitteilung Konzertagentur Gisbert Kemmerling)

STOPPOK ist Sänger, Musiker – Deutschsprachiger Singer-/Songwriter und großartiger Gitarrist. Seine Musik ist eine eigenständige Mischung aus Folk, Rock, Rhythm’n‘Blues und Country. Er singt mit feinem Humor über die Widrigkeiten des Alltags und profiliert sich dabei immer wieder neu als kritischer Betrachter seiner Umwelt. Stoppok versteht es in seinen Liedern grundsätzliche Fragen und Probleme unserer Zeit in oft persönlich gefärbten Geschichten zu erzählen und damit eine natürliche Verbindung des Privaten mit dem Allgemeinen herzustellen.

STOPPOK macht Alltagsprache zu Poesie, die Bilder von berührender Direktheit schafft. In den Songs und in den Konzerten geht es dem ganz und gar nicht stillen Beobachter um Haltung und Werte. Etwas, was unserer gleichgeschalteten, multimedialen Gesellschaft auf der Suche nach dem schnellen Erfolg großflächig abhanden gekommen ist.

Ebenso wichtig wie die Texte ist ihm seit jeher die perfekte rhythmische Verbindung der Sprache mit der Musik. Stoppok trifft stets den angemessenen Ton und fasziniert sein Publikum als glänzender Entertainer. Mit seiner leicht nasal gesungenen Stimme gehört er seit über 30 Jahren zu den besten, witzigsten und vor allem menschlichsten im deutschsprachigen Raum. Es ist inzwischen also ein gewaltiges und einzigartiges Repertoire, aus dem Stoppok auswählen kann.

Stoppok überlässt vieles seiner Stimmung, und der des Publikums. Das ist die vielleicht wichtigste Lektion, die er vor vielen Jahren als Straßenmusiker auf Tour durch ganz Europa gelernt hat: Ehrlich zu bleiben, sich einzulassen auf die Situation, auf den Moment und auf die künstlerische Freiheit. Deshalb kann man sich immer sicher sein, bei einem Stoppok-Konzert auch den echten und ganzen Stoppok zu bekommen. Seine Fans sind textsicher, und können viele seiner Songs wie z.B. „Dumpfbacke“ mitsingen.

Karten gibt es zum Vorverkaufspreis beim CTS –Ticketservice unter www.eventim.de, sowie bei Reservix, oder direkt bei der BWT- Brilon Wirtschaft u. Tourismus, und den Touristik-Büros Meschede, sowie Olsberg.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen erhält man unter www.kemmerling-konzerte.de

Informationen zum Künstler unter www.stoppok.de

Verdeckte Gazprom-Lobby in Deutschland

Grafik: Correctiv

Das gemeinnützige Recherchezentrum CORRECTIV legt erstmals ein umfassendes Bild der russischen Lobbyarbeit für Gasimporte nach Deutschland vor: Die Recherche macht ein Netz aus Vereinen, Konferenzen und Gesprächsrunden sichtbar, das Politikerinnen und Politiker mit Lobbyisten zusammenbrachte, um für russische Energie vor allem von Gazprom zu werben. 

(Presssemitteilung Correctiv)

Es geht um gesponserte Musikfestivals, Gesprächsforen und letztlich um die offene Vereinnahmung von Spitzenpolitikern – und einer Landeschefin. Mit dem Ergebnis, dass rund die Hälfte des in Deutschland importierten Gases aus Russland stammte. 

Vertreter russischer Firmen und des russischen Staates gründeten auch mit Hilfe von deutschen Politikern der SPD und CDU und deutscher Anwälte eine Fülle von ähnlich klingenden Vereinen und Foren, etwa das Deutsch Russische Rohstoff-Forum, die Deutsch Russische Rohstoff-Konferenz, das Deutsch-Russische Forum. Die Anzahl täuscht darüber hinweg, dass sich immer wieder dieselben Interessenvertreter und Politiker treffen, zu großer Mehrzahl Männer. 
 
Auch der Leipziger Energiekonzern VNG, der inzwischen Staatshilfen beantragen musste, hat mehrere prorussische Lobbyorganisationen betrieben, die sich für deutsch-russische Beziehungen im Energiesektor einsetzten. VNG-Vertreter besetzten Positionen in Vereinen und Konferenzen, ohne dass der Bezug zum Konzern offensichtlich gewesen wäre. VNG bezog bislang sein Gas vor allem aus Russland.

Viele Protagonisten wie Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder sind bereits bekannt. Neu sind die Personen, die aus der zweiten Reihe heraus die russische Lobbyarbeit orchestrierten. Eine wichtige Figur ist etwa Heino Wiese: Der SPD-Mann war als Wahlkampfleiter von Gerhard Schröder und Sigmar Gabriel eng mit beiden verbunden, später dann Bundestagsabgeordneter. Nach seiner Zeit im Bundestag wurde er in Hannover zum russischen Honorarkonsul ernannt.

Nach CORRECTIV-Recherchen vereinnahmte das Netzwerk auch gemeinnützige Organisationen. Etwa die zweifelhafte Gesprächsrunde der „deutsch-russischen Zukunftsforen“, die regelmäßig auf Schloss Wackerbarth bei Dresden abgehalten wurde. Gegründet 2008 von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und unterstützt vom Leipziger Gaslieferanten VNG, treffen sich auch hier regelmäßig Vertreter der russischen Gasinteressen mit der Politik. Die Adenauer-Stiftung erklärt auf CORRECTIV-Anfrage, sie habe noch bis zum erneuten Überfall Russlands auf die Ukraine „Gesprächsfäden unter schwierigsten Bedingungen beibehalten und eigene Positionen verdeutlichen wollen“.

Diese Recherche ist ein Auftakt: CORRECTIV wird das enge Russland-Netzwerk weiter analysieren. Die Recherche entstand in Zusammenarbeit mit dem Policy Network Analytics (PNA), einer privaten Initiative für Transparenz in der Politik.

Die ganze Recherche lesen Sie unter folgendem Link: https://correctiv.org/?p=124179

Im Jahr 2021 verunglückten in NRW fast drei mal so viele Personen mit E-Scootern wie 2020

Mit 1 449 verunglückten 2021 in Nordrhein-Westfalen 943 Personen mehr mit E-Scootern als ein Jahr zuvor. Mit Pedelecs verunglückten 4 763 Personen; das waren 867 mehr als 2020.

Düsseldorf (IT.NRW) Im Jahr 2021 verunglückten bei Straßenverkehrsunfällen in Nordrhein-Westfalen 1 449 Personen, die mit einem E-Scooter unterwegs waren. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 186,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2020: 506 Personen). 1 192 Fahrer*innen[1] oder Mitfahrer*innen (82,3 Prozent der Verunglückten) erlitten leichte Verletzungen. 257 Personen (17,7 Prozent) verletzten sich schwer aber niemand wurde getötet.

Verunglückte Fahrer*innen oder Mitfahrer*innen von E-Scootern und Fahrrädern in NRW

Die Zahl der verunglückten Fahrer*innen oder Mitfahrer*innen von Pedelecs lag in NRW im Jahr 2021 bei 4 763; das waren 22,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2020: 3 896 Personen). Der Anteil der schwer verletzten und tödlich verunglückten Personen war bei den Unfällen mit Pedelecs höher als bei E-Scootern: 3 684 Personen (77,3 Prozent) wurden leicht verletzt, 1 047 (22,0 Prozent) Personen schwer verletzt und 32 Personen (0,7 Prozent) getötet. Die Zahl der verunglückten Pedelec-Fahrer*innen oder -Mitfahrer*innen hatte einen Anteil von 26,3 Prozent an allen bei Fahrradunfällen (inkl. Pedelecs) Verunglückten (2021: 18 102 Personen, ?3,8 Prozent gegenüber 2020).

Verunglückte Fahrer*innen oder Mitfahrer von E-Scootern und Fahrrädern in NRW 2021 nach Altersgruppen

82,1 Prozent der im Jahr 2021 mit einem E-Scooter verunglückten Personen waren unter 45 Jahre alt; bei den Pedelec-Verunglückten lag dieser Anteil bei 28,8 Prozent. Bei Unfällen mit Fahrrädern (inkl. Pedelecs) entfiel etwa die Hälfte (48,9 Prozent) der der Verunglückten auf unter 45-Jährige.

Verunglückte Fahrer*innen oder Mitfahrer*innen von E-Scottern und Fahrrädern in NRW

Im Jahresverlauf 2021 war das Unfallaufkommen mit Personenschäden bei Pedelecs und E-Scootern jeweils im Juni am höchsten. Die wenigsten Fahrer oder Mitfahrer von E-Scootern und Pedelecs verunglückten jeweils im Januar bzw. im Februar.

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, sind E-Scooter seit Inkrafttreten der Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge am 15. Juni 2019 zum Straßenverkehr in Deutschland zugelassen. Elektrokleinstfahrzeuge sind Kraftfahrzeuge und somit versicherungspflichtig. Fahrerinnen und Fahrer von E-Scootern benötigen keinen Führerschein, müssen aber mindestens 14 Jahre alt sein. Bei Pedelecs handelt es sich um Fahrzeuge mit Elektromotor, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Geschwindigkeit progressiv verringert. Der elektrische Motor wirkt zusätzlich zur Muskelkraft und nur unterstützend. Solche Fahrzeuge sind verkehrsrechtlich den Fahrrädern gleichgestellt.

[1] Gendersternchen im gesamten Text von mir eingefügt, da ich davon ausgehe, das unter den verunglückten Personen auch Frauen oder Mädchen waren.

Am Fahrrad-Klima-Test beteiligen!

Derzeit läuft wieder der bundesweite Fahrrad-Klima-Test des ADFC. Alle Bürgerinnen und Bürger können bis zum 30. November einen Online-Fragebogen ausfüllen und darin eine Bewertung zur Situaiton des Fahrradfahrens in ihrer Gemeinde abgeben.

(Der Artikel ist zuerst auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen, eine Vorberichterstattung hier im Blog.)

Voraussetzung für die Aufnahme in die Auswertung ist allerdings, dass (für Gemeinden bis zu 100.000 Einwohnern) mindestens 50 Bewertungen eingehen.

Hier gibt es im HSK – außer in Medebach – noch Nachholbedarf, wie der Stand zum 15.09.2022 zeigt:

Vorbildliches Medebach; Eslohe, Hallenberg und Winterberg sind die Schlusslichter.

Aktuelle Zwischenstände werden auf der Website des ADFC veröffentlicht: https://fahrradklima-test.adfc.de/fileadmin/BV/FKT/Download-Material/Material_2022/ADFC-FKT_Teilnehmerzahlen220915.pdf

Der Zwischenstand zeigt, wie viele Online-Fragebögen inzwischen für eine Stadt oder Gemeinde eingegangen sind.

Dieses Mal wird ein besonderer Fokus auf den ländlichen Raum gelegt, denn dort gibt es viel Potential für den Radverkehr und einen hohen Nachholbedarf beim Infrastrukturausbau.

Im Jahr 2020 bewerteten knapp 230.000 Radfahrerinnen und Radfahrer die Fahrradfreundlichkeit in über 1.000 Städten und Gemeinden. Der ADFC-Fahrradklima-Test fragt in 27 gleichbleibenden Fragen die Fahrradfreundlichkeit vor Ort ab. Dazu kommen dieses Jahr fünf Zusatzfragen, die besonders auf die Bedürfnisse von kleineren Orten im ländlichen Raum abzielen.

Dabei geht es darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind, wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen, ob für Pendler:innen Fahrradparkplätze an Bahnhöfen vorhanden sind und um die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen.

Der ADFC-Fahrradklima-Test findet bereits zum zehnten Mal statt und ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit. Eine Förderung erfolgt durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 vorgestellt.

Zum Fragebogen geht es hier:
https://isi.equip-surveys.com/adfc-fahrradklima-test/