Die Testinfrastruktur an Schulen bricht zusammen!

GEW NRW zur Schulmail vom 25. Januar 2022

Am späten Dienstagabend erreichte die Grundschulen in NRW eine Schulmail, die Veränderungen des bisherigen Testverfahrens mitteilt. Im Besonderen geht es um einen neuen Umgang mit den Pooltestungen.

Ab sofort wird im bekannten Rhythmus weitergetestet, aber es werden keine Rückstellproben mehr genommen. Daraus ergibt sich für die positiven Pooltestungen notwendigerweise eine Veränderung des Verfahrens: Schüler*innen eines positiv getesteten Pools werden schultäglich mit Antigenschnelltests getestet, bis das nächste negative Pooltestergebnis vorliegt. Das bedeutet konkret, dass Kinder eines positiven Pools so lange in die Schulen kommen sollen und dort getestet werden, bis entweder ein Schnelltest positiv anschlägt oder der nächste Pooltest negativ ist. 

„Was als Optimierung gedacht war und die Schulleitungen entlasten sollte, entpuppt sich in der Schulwirklichkeit als Mehrbelastung und führt zu Ratlosigkeit bei Eltern und Beschäftigten. Das was Eltern, Kinder und Beschäftigte in dieser herausfordernden Situation brauchen, ist die Zuversicht, dass mit Weitsicht agiert wird. Das Fahren auf Sicht verunsichert und macht Angst. Einmal mehr müssen die Schülerinnen und Lehrkräfte die Rechnung für eine nicht sichergestellte Testinfrastruktur tragen. Kolleginnen sind empört, dass versprochene Entlastungen regelmäßig zu Mehrbelastungen werden,“ so die Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW NRW, Ayla Çelik zu der Schulmail vom 25. Januar 2022.

„Eltern und Beschäftigte verstehen nicht, warum positiv getestete Pools in die Schulen gehen sollen. Dieses Vorgehen bedeutet eine Inkaufnahme weiterer Ansteckungen und Verbreitung des Virus. Um das zu verhindern, gibt es kein tragfähiges Konzept. Deshalb sehe ich folgende Probleme – Erstens: Weitere Ansteckungen werden in Kauf genommen. Zweitens: Kinder, die einen positiven Kontrolltest haben, laufen Gefahr stigmatisiert zu werden. Drittens: Schon jetzt herrscht in den Schulen Personal- und Raummangel. Die Verantwortung dafür, wie die Aufsicht positiv getesteter Kinder vor Ort ablaufen soll, wurde einmal mehr an die Schulen delegiert. Das ist unnötige Mehrbelastung!“

Sollte ein Schnelltest in der Schule positiv ausfallen, haben sich die Schüler*innen in häusliche Quarantäne zu begeben, was bei den Grundschulen zunächst bedeutet, dass die Schulen die Schüler*innen bis zur Übergabe an die Eltern begleiten müssen.  Hierin sieht die GEW NRW ein unnötiges Risiko für die Beschäftigten: „In jedem Testzentrum haben die Personen Schutzausrüstung zur Verfügung, das müsste dann auch der Mindeststandard in den Schulen sein. Außerdem müssen wir nun schnellstmöglich über die Anerkennung einer Coronaerkrankung als Arbeitsunfall reden. Wenn sich eine Lehrkraft bei der Aufsicht von positiv getesteten Schüler*innen ansteckt, muss das besonders abgesichert sein“, so die Landesvorsitzende der GEW NRW abschließend.

Kommunales Integrationszentrum lädt zur Grundlagenschulung ein – Ehrenamtliche Sprachmittler gesucht.

In unserem Briefkasten

Das Team vom ehrenamtlichen Sprachmittler-Pool des Kommunalen Integrationszentrums des Hochsauerlandkreises sucht neue ehrenamtliche Sprachmittlerinnen und Sprachmittler und lädt Interessierte zur nächsten zweitägigen online Grundlagenschulung ein. Die Veranstaltung findet am 21. und 22. Februar, 8 bis 13 Uhr, statt und ist kostenlos. Anmeldungen nimmt das Kommunale Integrationszentrum bis zum 14. Februar entgegen.

Eingesetzt werden die Sprachmittler für Übersetzungen u.a. bei Gesprächen in Schulen, Kitas oder den Beratungsdiensten der Wohlfahrt. Mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz in bislang 30 Sprachen ermöglichen die über 90 Sprachmittlerinnen und Sprachmittler, dass Menschen mit geringen Deutschkenntnissen wichtige Informationen verstehen. Außerdem sind sie eine große Unterstützung bei der gesellschaftlichen Teilhabe dieser Personen, aber auch für die Fachkräfte in den Organisationen vor Ort.

Gerade für die Stadt- und Gemeindegebiete Winterberg, Hallenberg, Medebach, Marsberg und Brilon wird noch mehr Unterstützung von ehrenamtlichen Sprachmittler benötigt. Darüber hinaus fehlen dem Kommunalen Integrationsteam noch Sprachmittler im gesamten HSK, welche die Sprachen Tigrinya, Polnisch und Französisch beherrschen.

Kontakt: Ehrenamtlicher SprachmittlerInnen-Pool HSK, Telefon: 02931/94-4128 oder 02931/94-4151, Email: sprachmittlerpool(at)hochsauerlandkreis.de.

Corona-Virus im HSK: 750 Neuinfizierte, 25 Genesene, 25 stationär. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 650,5.

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz (RKI) seit dem 5. Januar 2022 (Quelle: Corona-Dashboard HSK)

Im Vergleich zum Vortag verzeichnet die Statistik des Kreisgesundheitsamtes mit Stand von Mittwoch, 26. Januar, 9 Uhr, 750 Neuinfizierte und 25 Genesene. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 650,5 (Stand 26. Januar, 0 Uhr).

An dieser Stelle weist das Gesundheitsamt daraufhin, dass sich die erhebliche Steigerung des Inzidenzwertes und der bestätigten Fälle auf die landesweite Anpassung im Vorgehen bei der Index- und Kontaktpersonennachverfolgung beruht und sich noch einige Tage so fortsetzen wird.

Aktuell gibt es somit 1.210 Infizierte, 17.119 Genesene sowie 241 Sterbefälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Stationär werden 25 Personen im Krankenhaus behandelt, fünf Personen werden intensivmedizinisch betreut und zwei beatmet.

Die Zahl aller bestätigen Fälle beträgt 18.570.

Alle 1.210 infizierten Personen verteilen sich insgesamt wie folgt auf die Städte und Gemeinden: Arnsberg (313), Bestwig (68), Brilon (200), Eslohe (24), Hallenberg (13), Marsberg (66), Medebach (26), Meschede (76), Olsberg (52), Schmallenberg (100), Sundern (123) und Winterberg (149).

Kinderimpfungen im HSK am 26. und 28. Januar ohne Termine

In unserem Briefkasten

Zum „Impfen ohne Termine“ lädt die Koordinierende Impfeinheit des Hochsauerlandkreises Kinder am 26. Januar und 28. Januar in der Zeit von 15 bis 19 Uhr ein. Das Angebot richtet sich an alle Kinder zwischen fünf und elf Jahren.  

Mittwoch, 26. Januar:
26.01.2022 Meschede, Schützenhalle St.Georg, Schützenstr. 37,
26.01.2022 Arnsberg-Hüsten, Kulturzentrum, Berliner Platz 5,
26.01.2022 Brilon, Schützenhalle. Altenbürener Str. 19,

Freitag, 28. Januar:
28.01.2022 Arnsberg-Hüsten, Kulturzentrum, Berliner Platz 5,
28.01.2022 Schmallenberg, Stadthalle, Paul-Falke Platz 6,
28.01.2022 Brilon, Schützenhalle. Altenbürener Str. 19.

Unter www.hochsauerlandkreis.de finden Erziehungsberechtige die Einwilligungserklärung und einen Kalender für weitere Kinder-Impftermine.

Die Radfahrsaison ist eröffnet.

Ausflug zu Beginn des phänomenologischen Vorfrühlings (foto: zoom)

Ich habe gestern die Radfahrsaison mit einem Ausflug zum Kahlen Asten eröffnet. Hin und zurück sind das um die 30 Kilometer.

Die Straßen waren frei von Schnee und Eis, die Temperaturen lagen im Plus. Dicke Jacke, Winterhandschuhe, Sturmhaube, obendrauf den Helm und die Kälte blieb erträglich.

Es herrschte Nebel, am schlimmsten in Altastenberg. Der Kahle Asten und die Kernstadt Winterberg war voller Touristen, die Skilifte sind in Betrieb.

Mir ist das alles zu eng. Das Schwimmen im Hallenbad ist für mich zur Zeit gestrichen. Ich habe keine Lust, mir im Umkleidebereich das Omikron-Virus einzufangen. Leider kann man beim Schwimmbad im Oversum von außen nicht sehen, ob es voller Menschen ist oder ob man es riskieren kann, ein paar Bahnen zu ziehen.

Radfahren ist eine prima Alternative solange das Wetter mitspielt. Der Winter im Hochsauerland war nicht immer gnädig mit mir. Carpe Diem, bis der nächste Schnee- oder Kälteeinbruch kommt.

Corona-Virus im HSK: 368 Neuinfizierte, 27 stationär. 60 Schulen sowie 17 Kindertagesstätten betroffen.

In unserem Briefkasten

Nach dem Wochenende verzeichnet das Gesundheitsamt mit Stand von Montag, 24. Januar, 9 Uhr, im Hochsauerlandkreis kreisweit 368 Neuinfizierte. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nach Angaben des RKI 436,6 (Stand 24. Januar, 0 Uhr).

Die Statistik weist damit 949 Infizierte, 17.618 bestätigte Fälle sowie 241 Sterbefälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Die Zahl der Genesenen wird statistisch erst für morgen bereinigt.

Stationär werden 27 Personen behandelt, fünf intensivmedizinisch und davon werden zwei Personen beatmet.

Vom Infektionsgeschehen sind aktuell ein Krankenhaus, drei Pflegeeinrichtungen, eine Einrichtung der Eingliederungshilfe, drei sonstige Einrichtungen, 60 Schulen sowie 17 Kindertagesstätten betroffen.

Alle 949 infizierten Personen verteilen sich insgesamt wie folgt auf die Städte und Gemeinden: Arnsberg (264), Bestwig (34), Brilon (111), Eslohe (19), Hallenberg (23), Marsberg (37), Medebach (41), Meschede (60), Olsberg (56), Schmallenberg (58), Sundern (107) und Winterberg (139).

Bei positivem PCR-Test: Quarantäne gilt ohne Anordnung. Keine Kontaktpersonennachverfolgung. Zahlen aus Schulen und Kindertageseinrichtungen können nicht mehr veröffentlicht werden.

Testet euch doch selbst. Der Staat macht einen schlanken Fuß und nennt es Eigeninitiative der Bürger:innen. (foto: zoom)

Hochsauerlandkreis. Positiver Corona-Test – und jetzt? Neben der Sorge um die Gesundheit tauchen viele organisatorische Fragen auf. Was muss ich tun? Klar ist: Es ist mehr Eigeninitiative nötig. Auch ohne Bescheid einer Behörde muss man sich bei einem positiven PCR-Test isolieren und seine Kontaktpersonen schnellstmöglich informieren.

Beim Freitesten gelten ebenfalls neue Regeln, auch hier läuft nun vieles automatisch nach den Vorgaben der NRW-Corona-Test-und-Quarantäne-Verordnung. Darauf weist der Hochsauerlandkreis hin.  

Wer einen positiven PCR-Test hat, wird künftig in aller Regel keinen Anruf mehr vom Gesundheitsamt bekommen. “Aufgrund der hohen Fallzahlen ist eine Kontaktpersonennachverfolgung ab sofort nicht mehr möglich”, erklärt Gesundheitsamtsleiter Dr. Klaus Schmidt. Nach neuer Rechtslage sei dies auch nicht mehr nötig. Das Land setze klar auf die Eigenverantwortung und die aktive Mitarbeit der Bürgerinnen und Bürger.

Auch eine mündliche oder schriftliche Anordnung der Isolierung ist nach der neuen und seit dem 16. Januar geltenden Verordnung nicht mehr vorgesehen. Diese wurde früher vom Gesundheitsamt verschickt. Jetzt nicht mehr. Wenn ein PCR-Test positiv ausgefallen ist, wird das Ergebnis zwar nach wie vor dem Gesundheitsamt gemeldet, Betroffene müssen sich aber selbstständig in Isolierung begeben.

Positiv Getestete bekommen vom Kreisgesundheitsamt künftig nur noch eine “Quarantäne- und Genesenenbescheinigung” per Post zugeschickt, in dem die geltenden Regeln ausführlich erläutert sind.

Unter dem Motto “Zusammen gegen Corona” haben sich die Kreise Olpe, Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, der Kreis Unna, der Kreis Siegen-Wittgenstein und der Kreis Soest in der Umsetzung der geänderten Quarantäne-Maßnahmen miteinander abgestimmt.

Dr. Schmidt appelliert: “Die Omikron-Variante ist sehr, sehr ansteckend. Verhalten Sie sich verantwortungsvoll und halten Sie sich an die geltenden Regeln, um sich und Ihre Mitmenschen zu schützen.”

Konkret gilt laut NRW-Corona-Test-und-Quarantäneverordnung folgendes: Wer wegen Erkältungssymptomen, eines positiven Schnell- oder PCR-Pooltests einen PCR-Test macht und auf das PCR-Testergebnis wartet, muss in Isolierung. Diese endet automatisch mit einem negativen PCR-Test.

Wer einen positiven PCR-Test hat, also selbst infiziert ist, muss sich automatisch zehn Tage (gerechnet ab dem Tag nach der ersten positiven PCR- oder vorherigen Schnelltestung) lang isolieren. Nach zehn Tagen endet die Isolierung automatisch.

Ein Freitesten ist nach sieben Tagen per Schnelltest oder PCR-Test möglich, wenn man mindestens 48 Stunden symptomfrei ist. Mit dem negativen Testergebnis endet die Isolierung automatisch. Das Testergebnis muss mindestens einen Monat aufbewahrt und auf Verlangen vorgelegt werden.

Achtung: Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeheimen müssen Sonderregeln beachten (PCR-Test).

Wenn eine Person im selben Haushalt positiv getestet ist, gilt für Haushaltsangehörige automatisch eine zehntägige Quarantäne. Ein Freitesten ist nach sieben Tagen möglich, Schul- und KiTa-Kinder können sich nach fünf Tagen freitesten. Auch hier endet die Quarantäne dann automatisch mit einem negativen Test.

Die Quarantäne für Haushaltsangehörige kann durch das PCR-Ergebnis des Indexfalles nachgewiesen werden.

Nicht in Quarantäne müssen alle Kontaktpersonen, die eine Auffrischungsimpfung haben, also geboostert sind, geimpfte Genesene, Personen mit zwei Impfungen, deren Zweitimpfung mindestens 14 Tage und weniger als 90 Tage zurückliegt, sowie Genesene, bei denen der positive Test mindestens 28 Tage und weniger als 90 Tage zurückliegt.

Sonstige Kontaktpersonen der positiv getesteten Person außerhalb des Haushaltes (z.B. Freunde, Bekannte) haben auch Pflichten, wenn sie nicht geboostert sind: Dann müssen auch sie sich bestmöglich von anderen absondern, Kontakte vermeiden, bei unvermeidbaren Kontakten mit anderen Personen Maske tragen und sich beim Auftreten von Symptomen ebenfalls umgehend testen lassen.

Ein Testnachweis gilt immer auch als Nachweis gegenüber dem Arbeitgeber. Eine gesonderte Bescheinigung ist nicht erforderlich und wird deshalb auch nicht durch das Gesundheitsamt ausgestellt.

Alle rechtlichen Regelungen des Landes NRW zur COVID-19-Pandemie finden sich auf den Internetseiten des NRW-Gesundheitsministeriums unter: https://www.mags.nrw/coronavirus-rechtlicheregelungen-nrw.

Zahlen aus Schulen und Kindertageseinrichtungen werden nicht mehr in den Presse-Infos veröffentlicht.

Das Kreisgesundheitsamt weist darauf hin, dass auch Schulen, Kindertageseinrichtungen und der berufliche Bereich von den Neuerungen betroffen sind. Dementsprechend stehen künftig Zahlen aus Schulen, Kindertageseinrichtungen und auch Quarantänen nicht mehr zur Verfügung und können beispielsweise nicht mehr in den Presse-Infos veröffentlicht werden.

Eine Ausnahme bilden Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser. Hier wird weiterhin, wie bei anderen Infektionserkrankungen auch, ein Ausbruchsmanagement stattfinden.

„Stolpersteine NRW“: Neues digitales WDR-Angebot gegen das Vergessen

Das Projekt Stolpersteine (fotoarchiv: zoom)

Die rund 15 000 Stolpersteine in Nordrhein-Westfalen stehen im Mittelpunkt des innovativen digitalen WDR-Angebots „Stolpersteine NRW – Gegen das Vergessen“. Der WDR macht die Geschichte der Menschen hinter den Steinen des Künstlers Gunter Demnig jetzt auch digital zugänglich: mit Texten, Fotos, Audios, Illustrationen und Augmented-Reality-Elementen. „Stolpersteine NRW” ist ab sofort als App auf dem Smartphone und am PC/Laptop im Desktop-Browser (stolpersteine.wdr.de) nutzbar.

WDR-Intendant Tom Buhrow: „Wir dürfen die Menschen, an deren furchtbares Leid mit den Stolpersteinen erinnert wird, niemals vergessen. ,Stolpersteine NRW‘ regt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den Opfern des Nationalsozialismus vor der eigenen Haustür und im ganzen Land an. Mit unserem einzigartigen Angebot ist es erstmals digital möglich, jeden einzelnen Stein in Nordrhein-Westfalen anzusteuern und mehr über die Menschen dahinter zu erfahren. Damit wollen wir vor allem Jüngeren auf ganz neue Art ermöglichen, sich mit dem Lebens- und Leidensweg dieser Menschen auseinanderzusetzen.“

© WDR/Jan-Philipp Behr

Mit der App erfahren Smartphone-Nutzer:innen zu jedem Stein, vor dem sie stehen, welcher Mensch sich dahinter verbirgt. Auf Basis von Namen oder Adressen lassen sich die Stolpersteine gezielt finden. Auf der Internetseite kann man auch zuhause am PC auf einem größeren Bildschirm ortsunabhängig in der Datenbank recherchieren. Interaktiv nutzbare Filter machen es möglich, die mehr als 15.000 Biografien komfortabel zu durchsuchen.

Umfangreiches Unterrichtsmaterial für Lehrer:innen

Der WDR macht die Geschichte der Menschen hinter den Steinen jetzt auch digital zugänglich.
© WDR/Jan-Philipp Behr

Anfang 2020 hatte der WDR alle Städte und Gemeinden, in denen seit den 1990er Jahren die Messingtafeln in den Bürgersteigen verlegt worden sind, kontaktiert und um Kooperation gebeten. Gemeinsam mit Expert:innen aus mehr als 200 nordrhein-westfälischen Kommunen, Initiativen und Aktionsbündnissen wurden Archive durchforstet, historische Dokumente gesichtet, Berichte von Überlebenden ausgewertet und Quellen abgeglichen. Der WDR hat alle Informationen gesammelt und multimedial aufbereitet. Zudem gibt es umfangreiches Unterrichtsmaterial für Lehrkräfte, das zusammen mit den Kolleg:innen von „Planet Schule“ erarbeitet wurde.

Stolpersteine-Initiator und Künstler Gunter Demnig unterstützt das Projekt von Anfang an. Zum neuen WDR-Angebot sagt er: „Ich bin fasziniert von dem, was da entstanden ist. Besonders gelungen finde ich, dass ein pädagogisches Konzept mit eingebaut wurde mit der Absicht, sich an junge Menschen, an Schülerinnen und Schüler zu wenden. Das wird ein ganz anderer, neuer Geschichtsunterricht. Die App und die Website werden es leichter machen, in dieses Thema einzusteigen. Ich bin dem WDR sehr dankbar für das Engagement und für das gelungene Projekt.“

Neben biografischen Texten, die teilweise auch als Audios zur Verfügung stehen, dienen historische Fotos, Mini-Hörspiele und Videos aus dem WDR-Archiv dazu, die Geschichte der Opfer, ihrer Wohnorte und ihrer Zeit so gut wie möglich nachvollziehbar zu machen. An ausgewählten Orten werden mit Hilfe von „Augmented Reality“ alte Aufnahmen in die heutige Umgebung eingebettet. Zudem lassen sich zum Gedenken virtuelle Kerzen an den Steinen entzünden. Das digitale WDR-Angebot enthält auch mehr als 200 gezeichnete Kurzgeschichten, die sich mit den Biografien der Menschen auseinandersetzen. Diese wurden in Zusammenarbeit mit jungen Illustrator:innen der Kunsthochschule Kassel produziert.

Die Projektleitung: Pina Dietsche und Stefan Domke
© WDR

Die Projektleitung von „Stolpersteine NRW – Gegen das Vergessen“ liegt bei Stefan Domke und Pina Dietsche, verantwortlicher WDR-Redakteur ist Michael Kaes. App und Webangebot werden fortlaufend aktualisiert und sind Teil des Bildungsangebots des WDR – zu dem aus diesem Themenfeld auch die History-App „WDR AR 1933 – 1945“ inkl. des Projekts „Meine Freundin Anne Frank“ gehören.

Hexenprozesse im Sauerland – Vortrag im Sauerland-Museum Arnsberg

Zur Krim, das ehemalige Wohnhaus des Hexenrichters Schultheiß (Foto: Axel Thomas)

Als Vorschau auf die kommende Sonderausstellung zur Hexenverfolgung in Westfalen, die Ende März im Sauerland-Museum beginnt, hält bereits im Januar Werner Neuhaus aus Sundern einen Vortrag zu den Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert und den Hexenprozessen in der Region.

Er geht dabei vor allen Dingen auf die Ursachen der Hexenverfolgungen in Balve in den Jahren 1628-30 ein, der mehr als 250 Menschen zum Opfer fielen. Aber auch der berüchtigte Arnsberger Hexenkommissar Heinrich von Schultheiß ist Gegenstand des Vortrags.

Werner Neuhaus war von 1976 bis 2009 Lehrer für Englisch und Geschichte am Städtischen Gymnasium Sundern. Seit seiner Pensionierung widmet er sich der lokalen Geschichte in Sundern und Umgebung.

Der Vortrag findet am Dienstag, 25. Januar 2022, 18 Uhr, im Blauen Haus des Sauerland-Museums statt. Der Eintritt ist frei. Bei der Veranstaltung gilt die 2G-Regelung und Maskenpflicht, auch am Sitzplatz.

Weitere Informationen und Anmeldungen telefonisch unter 02931/94-4444, per E-Mail an sauerlandmuseum(at)hochsauerlandkreis.de oder auf der Homepage www.sauerland-museum.de

Nicht nur zur Weihnachtszeit … von hinten durch die Brust zum #MediaCampNRW

Im Hochsauerland ist die Weihnachtsmann immer noch auf dem Sprung. (foto: zoom)

Früher habe ich mich über Leute lustig gemacht, die ihre Weihnachtsdeko bis in den Februar hinein blinken und leuchten ließen. In diesen pandemisch-grauen Zeiten hebt der in den Vorgarten schwebende rot-grüne Weihnachtsmann meine Laune. Warum nicht Farbe in die trüben Tage bringen? Nicht nur zur Weihnachtszeit …

Mein Kopf brummt, denn heute fand das #MediaCampNRW 2022 in Duisburg statt. Ok, das ist ein bisschen gelogen, denn keiner der gut 50 Teilnehmer:innen aus vielen Teilen Deutschlands hatte auch nur einen Fuß vor die Tür gesetzt. Wir trafen uns in der großen weiten virtuellen Welt der Konferenzsoftware Zoom, unterstützt von Duisburg ist echt und den JournalistenTools. Die Veranstaltungsleitung hatten Kai Rüsberg (MediaLab) und Christina Quast (JournalistenTools).

Ein Barcamp, so die Veranstaltungsform, besteht aus jeweils 45-minütigen parallel stattfindenden Sessions. Die Themen dieser Sessions werden von den Teilnehmer*innen vorgeschlagen.

Das endgültige Programm des #MediaCampNRW wurde also heute Morgen zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam festgelegt.

Zwei Themen, die schon im Vorwege vorgeschlagen waren, hatten mich zur Teilnahme bewegt:

Fake News und Desinformation – wie sie entstehen und wie wir sie entlarven können – Daniel Fitzke
Mehrspurbearbeitung für Podcasts – Kai Rüsberg

Meine eigene Fragestellung habe ich dann “todesmutig” selbst eingebracht:

Wie mit begrenzten Ressourcen ein Lokalblog herausgeben bzw. optimieren?

Sowohl die Präsentationen Daniel Fitze als auch von Kai Rüsberg waren interessant und werden hoffentlich hier im Blog ihre Spuren hinterlassen. Eine inhaltliche Wiedergabe erspare ich mir, auch weil ich jetzt müde bin und ein Buch lesen will.

Die Session zum Lokalblog war für mich sehr aufschlussreich. Viele Tipps, Hinweise und Vorschläge der anderen Teilnehmer:innen müssen erst einmal sacken, sortiert werden und dann ihren Weg in den Blog-Alltag finden.

Soweit so unvollständig. Nehmt es als Tagebucheintrag.