Arnberger Wald und Eggegebirge: Die Kommunalpolitik vergibt durch die Ablehnung eines Nationalparks Chancen für den Wald

Schade für die Region, schade für Westfalen.

Am Lörmecke-Turm im Arnsberger Wald Ende 2020. Hier war mal sehr viel Wald. (archivfoto: zoom)

In der letzten Umweltausschusssitzung des Hochsauerlandkreises wurde noch einmal über einen Nationalpark beraten. Hintergrund: Die nordrhein-westfälische Landesregierung beabsichtigt, neben dem Nationalpark Eifel einen 2. Nationalpark in NRW zu errichten. Dafür wurden sechs geeignete Räume in NRW ausgesucht und in die regionale Diskussion gegeben. Zielsetzung eines Nationalparks ist es, auf einer möglichst großen unzerschnittenen Fläche einen Wildnessbereich zu entwickeln. Touristische Nutzung und Umweltpädagogik sind ausdrücklich erlaubt.

(Der Bericht ist am 7. Juni auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Im Bereich des Hochsauerlandkreises sind es: der Arnsberger Wald (der auch im Kreis Soest liegt) und ein Nationalpark Eggegebirge, der überwiegend in den Kreisen Paderborn und Höxter liegt, aber mit 800 ha in den HSK hineinreicht.

Ein Nationalpark Arnsberger Wald wurde bereits von den Kreistagen in Meschede und Soest abgelehnt. Ein initiiertes Bürgerbegehren scheiterte im Hochsauerlandkreis an der nötigen Stimmenzahl. Die Kreistage in Paderborn und Höxter haben sich ebenfalls gegen einen Nationalpark Eggegebirge ausgesprochen. Allerdings war dort ein Bürgerbegehren erfolgreich und es findet noch bis zum 12.6. ein Bürgerentscheid statt.

Aus diesem Grunde hatte die Sauerländer Bürgerliste (SBL) für den Kreisumweltausschuss nochmal eine Diskussion zum Thema beantragt, um sich positiv zur Ausweisung eines NP Egge im Gebiet des HSK auszusprechen, bzw. eine Informationsveranstaltung zum Thema NP Egge durchzuführen. Beide Ansinnen wurden im Umweltausschuss mit Stimmen von CDU, SPD und FDP abgelehnt. Am 21. Juni wird sich der Kreistag mit dem Thema beschäftigen.

Die weiteren Flächen für einen NP, die in Westfalen liegen, sind: Ebbegebirge (südlich Lüdenscheid) und der Rothaarkamm nördlich von Bad Berleburg. Der NP Ebbegebirge wurde von den betroffenenen Gemeinden Herscheid und Meinerzhagen abgelehnt. Gegen einen Nationalpark Rothaarkamm hat sich der Kreistag in Siegen ausgesprochen.

Somit stehen die Chancen derzeit schlecht, dass ein Nationalpark in Westfalen errichtet wird. Dabei würde es gerade der Region Westfalen gut anstehen, einen Nationalpark, neben dem NP Eifel, zu entwickeln. Westfalen ist eine touristisch gut entwickelte Region, die einige Vorteile dadurch hätte.

Zudem ist Westfalen auch eine alte (Ur)waldregion: Schon Tacitus beschrieb 100 nach Christus die Region als eine aus undurchdringlichen Wäldern bestehenden Landstrich. Die Römer scheiterten an diesen Wäldern. Aus dem Mittelalter gibt es viele Sagen und Märchen aus diesem dunklen westfälischen Wald. Auch das Nibelungenlied weiss davon zu berichten.

Was ist aus diesem Wald geworden? Eine rein ökonomische Forstwirtschaft mit absterbenden Fichtenwäldern, Weihnachtsbaum- und Schnittgrünkulturen. Zukünftig überwachsen von Windkraftanlagen. Alte ursprüngliche Wälder gibt es so gut wie kaum noch. Und Urwälder die ihren Namen verdienen gar nicht.

Dem Privatbesitz kann diese ökonomische Betrachtungsweise niemand verwehren, doch bei den Flächen, die vom Land als Nationalpark vorgeschlagen wurden, handelt es ausschließlich um Landesflächen. Privater Grundbesitz ist nicht betroffen.

Ein Nationalpark in der Region Westfalen wäre hervorragend geeignet, ein Gegenstück zu der überwiegend gescheiterten ökonomischen forstwirtschaftlichen Entwicklung zu geben. Von daher ist es vollkommen unverständlich, wie die Kreistage und Kommunalparlamente in der Region bisher mit dem Thema umgegangen sind. Statt sich fachkundig zu machen wird es abgelehnt sich mit dem Thema zu beschäftigen. Es werden lediglich Scheinargumente wiedergegeben, die vor allem von Lobbyverbänden der Jagd kommen. Eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema findet nicht statt. Die Chance einen Nationalparks in Westfalen für die Region werden gar nicht gesehen. Schade für die Region, schade für Westfalen.

Matthias Schulte-Huermann (Vertreter der SBL im Umweltausschuss des HSK)

Hochsauerlandkreis: Europawahlen 2024 und 2019

Screenshot HSK gesamt 2024

Ich habe heute Abend keine Zeit, eine ausführliche Wahlanalyse vorzulegen; daher nur kurz die Gegenüberstellung der Ergebnisse der größeren Parteien und Gruppen bei den Europawahlen 2024 (oben) und 2019 (unten).

Screenshot HSK gesamt 2019

Sämtliche Ergebnisse aus den Gemeinden, Stimmbezirken und Wahllokalen kann man sich auf der folgenden Website ansehen:

https://wahlen.kdvz.nrw/production/EW2024/05958000/praesentation/index.html

Viele Erfolg beim Klicken!

Als Nachtrag die Ergebnisse für Gesamt-Deutschland. Die 2,6 Prozent für Volt (sollten wegen ihrer Zugewinne hier auch genannnt werden) sind auf der ersten Seite nicht zu sehen.

Screenshot: Deutschland

Stadtradeln läuft…

Nach dem Foto habe ich das Rad wieder umgedreht und bin links herum hinunter ins Sorpetal gerollt. (foto: zoom)

Aus dem Fenster schauen. Sonne oder Regen? Kleine oder große Runde? In den drei Wochen des Stadtradelns versuche ich alle mir bekannten und sympathischen Radtouren im hohen Hochsauerland neu zu sehen.

Am liebsten rolle ich über den glatten Asphalt von Radwegen jenseits des Autoverkehrs. Leider gibt es gerade auf meinen Alltagsrouten, wie zwischen Siedlinghausen und Olsberg, keine sicheren Radwege. Auch der Feldweg Richtung Winterberg ist wieder voller Schotter, Schlaglöcher und Schlamm.

Für MTB-Abenteurer*innen sind die Forstwege bestimmt ein Abenteuer, für mich nicht mehr.

Genug gejammert. Gestern bin ich die Landstraße zum Großen Bildchen hinauf geradelt. Dreizehn Motoradfahrer*innen haben mich überholt, drei sind mir entgegengekommen, dazu ein Trecker mit Anhänger hin und zurück sowie eine größere Anzahl von Autos. Außer mir waren hier keine Radfahrer*innen unterwegs.

Die L 742 ist ziemlich kaputt und eigentlich nur beim langsamen Hochfahren zu ertragen, hinunter sind die Schlaglöcher gerade ab Jagdschloss Richtung Siedlinghausen nur schwer zu bewältigen, zumal man auf der schmalen Straße auf Gegenverkehr gefasst sein muss.

Irgendwann ist der Aufstieg geschafft. Ich bin dann das Sorpetal hinuntergerollt. Sehr angenehm und entspannend, wenn kein Berufs- oder Wochenendverkehr (Motorräder!) herrscht.

In Niedersorpe biege ich am Ortsausgang rechts am Bauernhof auf einen asphaltierten Landwirtschafts- und Radweg nach Holthausen ab. Nach diesem sehr schönen Abschnitt über den Berg rumpelt man auf einem schlechten Radweg (Wurzelschäden) neben der Straße von Holthausen nach Bad Fredeburg.

Hier erreicht man den wunderbar zu fahrenden Bahntrassenradweg über Heiminghausen, Mailar, Dorlar nach Bremke. Rast im Bäckerei-Café.

Ab dort die neue Radroute über Beisinghausen nach Reiste; weiter bis Herhagen, um dort auf der Landstraße nach Remblinghausen zu fahren. Kurz vor Remblinghausen, rechts über Ennert hoch zu den Windrädern bei Einhaus.

Auf dem Weg nach Einhaus. Blick zurück über Remblinghausen. (foto: zoom)

Von der Höhe mit den vier Windrädern geht es am neuen Umspannwerk vorbei hinunter nach Köttinghausen.

Eines von vier Windrädern oberhalb von Einhaus. (foto: zoom)

Der Rest ist Routine, eine Kombination aus Radweg und Landwirtschaftswegen bringt mich zurück nach Siedlinghausen.

In Westernbödefeld ist es vom Verkehr abhängig, ob ich die „offizielle“ Radroute über die Straße nach Bödefeld oder einen kleinen unbefestigten Fahrweg entlang der Palme nehme.

Eine grobe Übersicht als Screenshot:

Screenshot der Tour

Gesundheitsamt plant im Juni Masern-Impfkampagne für alle Kinder und Jugendlichen

Je mehr Kinder geimpft werden, desto besser stehen die Chancen, diese Krankheit endlich auszurotten

Die Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes, Hedi Maier-Dessureault und Miriam Schneider, impfen gegen Masern. (Foto: HSK)

Für Kinder, die Schulen besuchen oder in Kindergärten betreut werden, ist in Deutschland die Masernschutzimpfung nach § 20 des Infektionsschutzgesetzes verpflichtend. Wer bisher versäumt hat, sein Kind impfen zu lassen, kann dies nun nachholen.

Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des HSK-Gesundheitsamtes bietet hierzu im Rahmen einer Impfkampagne drei Termine in den Kreishäusern Meschede, Brilon und Arnsberg an. Dabei folgt das Gesundheitsamt der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) und verwendet den Dreifachimpfstoff gegen Mumps, Masern und Röteln (MMR).

Termine, jeweils vormittags:

Arnsberg (Eichholzstraße 9): Dienstag, 18. Juni

Meschede (Steinstraße 27): Mittwoch, 19. Juni

Brilon (Am Rothaarsteig 1): Donnerstag, 20. Juni

Unter https://www.hochsauerlandkreis.de/Masernimpfung können online Termine gebucht werden.

Sollte Interesse an einer wohnortnahen Impfung bestehen bzw. in der Schule, bittet das Gesundheitsamt um Rückmeldung unter https://www.hochsauerlandkreis.de/Impfangebot

Bei der Impfung der Kinder/Jugendlichen muss mindestens ein Sorgeberechtigter des Kindes anwesend sein. Außerdem sollte der Impfausweis mitgebracht werden.

„Wir hoffen sehr, dass viele Eltern, die es bisher versäumt haben, ihr Kind gegen Masern impfen zu lassen, unser Impfangebot annehmen“, so Andrea Gerbracht, Sachgebietsleiterin für Kinder-, Jugend- und Zahngesundheit. „Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können zu schweren Komplikationen führen. Je mehr Kinder geimpft werden, desto besser stehen die Chancen, diese Krankheit endlich auszurotten.“

Das Stadtradeln 2024 im Hochsauerlandkreis hat begonnen

Die HSK-Kommunen radeln vom 1. – 21. Juni

Rast im Schatten am Eppendorfer Moor (foto: zoom)

In Winterberg sollte das Stadtradeln eigentlich mit einer Auftakt-Tour am Nordhang beginnen. Die Veranstaltung wurde wegen des erwarteten schlechten Wetters kurzfristig abgesagt. Mir ist das egal, denn ich habe bei schönstem sonnigen Wetter und viel Wärme meinen individuellen Stadtradel-Auftakt in Hamburg absolviert.

Seit gestern geht es im Sauerland weiter.

Winterberg ist mit seinen 14 Ortsteilen nicht gerade das Musterstädtchen unter den radelnden Gemeinden und wird auch dieses Jahr keinen Blumentopf gewinnen. Bis heute Abend verzeichnet das Stadtradel-Portal 34 aktive Radelnde, welche in 12 Teams Kilometer sammeln.

Wer sich keiner Gruppe zuordnet, landet automatisch im offenen Team Winterberg. Die zurückgelegten Strecken kann man oder frau mit der Stadtradel-App aufzeichnen.

Zur Anmeldung ist es nie zu spät. Hier geht es lang: https://www.stadtradeln.de/winterberg.

Ich bin gespannt, ob ich dieses Jahr neue Strecken entdecken werde.

Eine Runde auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Heute habe ich es mit Ach und Krach auf den Kahlen Asten geschafft. Die faule Runde. Hin über’s Große Bildchen und zurück über die Kernstadt. Mehr als 28 Kilometer waren nicht drin.

Über dem Kahlen Asten scheint ein Fluch zu schweben, denn erneut liegt die Restauration des Astenturms brach.

Der Astenturm ist nicht mehr sehr einladend. (foto: zoom)

Der Kahle Asten ist zwar der bekannteste Berg des Sauerlandes, aber gleichzeitig auch der trostloseste. Wer dem Trubel der Stadt und den Winterberger Attraktionen (Erlebnis…xyz) entkommen will, ist dort gut aufgehoben. Eine Top-Location für Melancholiker*innen.

Ich bin jedenfalls gern dort oben.

Meldet euch zum Stadtradeln an. Jeder Kilometer zählt. Man sieht sich.

Für die Radfahrer*innen außerhalb Winterbergs und allgemeine Informationen:
https://www.stadtradeln.de/home

Direkt zum Link für die App:
https://www.stadtradeln.de/app

Europawahl: Stimmenauszählung kann online verfolgt werden

Hochsauerlandkreis. Zur Europawahl am Sonntag, 9. Juni, wird es wieder möglich sein, die aktuellen Wahlergebnisse im Internet zu verfolgen. Die Ergebnisse der Auszählungen aus den Wahllokalen in den zwölf Städten und Gemeinden des Hochsauerlandkreises werden unmittelbar nach ihrer Meldung an das jeweilige Rathaus online gestellt.

Die kreisweiten Hochrechnungen, Wahlergebnisse sowie ersten Wahlanalysen können interessierte Bürgerinnen und Bürger direkt und live im Internet verfolgen. Hier können auch die Zahlen aus allen Kommunen und allen Wahllokalen einzeln eingesehen werden.

Der Link wird rechtzeitig auf der Homepage des Hochsauerlandkreises unter www.hochsauerlandkreis.de erscheinen. Wie bereits bei den letzten Wahlen praktiziert, bleibt das Kreishaus Meschede am Wahltag für die Öffentlichkeit geschlossen.

„Sprache macht Politik“

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Niehr an der Volkshochschule Hochsauerlandkreis

Prof. Dr. Thomas Niehr ist Sprachwissenschaftler an der RWTH Aachen University mit den Forschungsschwerpunkten Sprachkritik, Diskursanalyse und Öffentlicher Sprachgebrauch. (Pressefoto)

Zu einem Vortrag „Sprache macht Politik“ lädt die Volkshochschule Hochsauerlandkreis am Samstag, 15. Juni, 16 Uhr, in den großen Sitzungssaal Sauerland des Kreishauses Meschede ein.  

Das Thema legt den Fokus auf Sprache und Politik – sie stehen in einem sehr engen Verhältnis. Dieses enge Verhältnis von Sprache und Politik wissen auch Populisten und Extremisten für sich auszunutzen. Ihre Kommunikation ist durch Tabubrüche gekennzeichnet, die in einer demokratischen Gesellschaft und ihren Massenmedien häufig für empörte Reaktionen sorgen.

Dass diese Empörung von Extremisten jedoch gezielt provoziert und für die eigenen Zwecke instrumentalisiert wird, wird im Vortrag an Beispielen gezeigt werden. Populisten und Extremisten verfolgen Sprachstrategien, um Grenzen des Sagbaren gezielt zu verschieben. Im Vortrag wird abschließend die Frage aufgeworfen, inwieweit skandalisierte Äußerungen von Extremisten durch die im Grundgesetz verankerte Meinungsfreiheit gedeckt sind. Prof. Dr. Thomas Niehr ist Sprachwissenschaftler an der RWTH Aachen University mit den Forschungsschwerpunkten Sprachkritik, Diskursanalyse und Öffentlicher Sprachgebrauch.

Der Vortrag findet im Rahmen des „Aktionsprogramms Kommune – Frauen in die Politik!“ statt. In Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten des Hochsauerlandkreises, Karin Schüttler-Schmies, bietet die Volkshochschule Hochsauerlandkreis den Vortrag aufgrund der Projektförderung entgeltfrei an.

Samstag, 15.06.2024, von 16:00 bis 17:30 Uhr

Kreishaus Meschede, Steinstraße 27, Raum: F1 Sauerland

Anmeldung erforderlich über www.vhs-hsk.de oder Tel.: 0291 94-1147

Mit Rad in den 1. Mai nach Meschede

Mein Pedelec vor Slogans und Parolen (foto: zoom)

Vorweg ein Geständnis: ich habe den Redner*innen auf der Mai-Veranstaltung des DGB kaum zugehört. Das lag nicht an der Qualität der Beiträge sondern an zwei Umständen: erstens habe ich viele politische Bekannte wiedergesehen und mit ihnen gequatscht. Zweitens war es auf dem asphaltierten Platz bei schwülen Sonnenwetter einfach zu warm. Ich bin sehr hitzeempfindlich und habe gelitten. Der einen Freud ist des anderen Leid.

Soviel sei notiert: neben dem DGB-Kreisverbandsvorsitzenden Dietmar Schwalm mit seiner Begrüßungsrede hielten alle Gewerkschaftsvertreter*innen kurze Ansprachen. Zu dem, was ich mitbekommen habe, siehe am Ende des Artikels, unter dem letzten Bild.

Aber beginnen wir am Anfang des Tages, als ich über die Höhen und durch die Tiefen des Sauerlands von Siedlinghausen aus mit dem Rad Richtung Meschede sauste, in der Summe mehr bergab als bergauf.

Kurz hinter Altenfeld (foto: zoom)

Zu meinen Lieblingswindrädern oberhalb von Einhaus ging es allerdings noch einmal steil hoch.

Windrad auf der Hühe zwischen Einhaus und Remlinghausen.

Die Energiewende ist die Zukunft, passt also auch zum 1. Mai, als Tag des Aufbruchs in eine bessere Zukunft.

Daniel Garnier mit Gitarre und beeindruckender Stimme (foto: zoom)

Genug des platten Optimismus‘. Schnell war ich auf dem Von-Stephan-Platz, wo Daniel Gardenier kämpferische Arbeiter[sic]-Lieder „I’m a man of the union“ sang und ich bei mir dachte, dass nicht nur Pippi-Langstrumpf sprachlich an die Moderne angepasst werden muss. Ein wenig mehr Geschlechtergerechtigkeit sollte auch in das männerdominierte Liedgut der Gewerkschaften einziehen.

„Unter dem Pflaster, Ja da liegt der Strand“ (foto: zoom)

„Unter dem Pflaster,
Ja da liegt der Strand,
Komm reiß auch du
Ein paar Steine aus dem Sand.
Komm lass dir nicht erzählen,
Was du zu lassen hast.
Du kannst doch selber wählen,
Nur langsam, keine Hast.“

Die Liegestühle der IG-Metall passten zum Wetter. Man meint geradezu die Hitze der Steinplatten zu spüren. Schneewittchen kennt ihr noch, oder?
https://lyricstranslate.com/de/schneewittchen-unter-dem-pflaster-liegt-der-strand-lyrics.html

Der „schwarze Block“ der IGM war selbstverständlich auch vor Ort. 😉 „Millionen sind stärker als Millionäre.“ Wie wird daraus ein politisches Programm?

Am IG-Metall-Stand (foto: zoom)

Dietmar Schwalm hob in seiner Begrüßung die Bedeutung der Europawahlen im nächsten Monat hervor. Ein starkes europäisches Parlament hätte positive Einflussmöglichkeiten. Als Beispiel nannte er Artikel 25 aus der Charta der Grundrechte der Europäischen Union: „Rechte älterer Menschen. Die Union anerkennt und achtet das Recht älterer Menschen auf ein würdiges und unabhängiges Leben und auf Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben.“

Es brauche, so Schwalm, gerade für die Senior*innen ein Recht auf digitale Teilhabe, kostenloses öffentliches WLAN, aber auch ein Recht auf analoges Leben, wie persönliche Beratungen vor Ort. Weitere Forderungen seien flächendeckende Ermäßigungen, eine Norm für die Bahnsteighöhen im ÖPNV, eine EU-weite Pflegestrategie sowie verbindliche Mitwirkungsgesetze für Senior*innen.

Die vergangene Rentenerhöhung reiche nicht aus, um die Verluste der letzten beiden Jahre auszugleichen.

Der Aufschrei gegen den Rechtsextremismus zu Beginn des Jahres wäre wichtig gewesen, aber auch und gerade im Allltag sei es wichtig Positionen gegen Rassismus und Rechts zu beziehen und zu handeln.

Als ausgebildeter Sozialarbeiter wisse er, dass man Menschen nicht pauschal ausgrenzen dürfe, es seien nicht alle an die Rechten verloren. Die Politik müsse die Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen.

Zum Schluss forderte Dietmar Schwalm zur Solidarität mit den Stahlbeschäftigten in Duisburg auf: „Thyssen-Krupp darf nicht zu einem neuen Karstadt werden!“

Sauerländer Bürgerliste wirft der Kreisverwaltung Manipulation vor

SBL: “Ökostrom” ist nicht das Gleiche wie Strom aus regenerativen Energien

Liefert das Windrad auf der Anhöhe bei Einhaus „Ökostrom“ oder Strom aus regenerativen Energien? Die SBL hat sich schlau gemacht. (archivfoto: zoom)

Auf ihrer Website berichtet die Sauerländer Bürgerliste, dass auf der letzten Sitzung des Kreistags auch die Einleitung der Ausschreibung für den Strombezug für die kreiseigenen Gebäude angestanden hätte; darüber hinaus der Strombezug fast aller kreisangehörigen Gemeinden und weiterer Behörden im Kreisgebiet. Die Vergabe erfolge für drei Kalenderjahre. Daraus hätte sich sich beim letzten Mal ein Volumen der Ausschreibung von ca. 38,7 Mio. kWh/Jahr für 1.872 Entnahmestellen mit einer Gesamtsumme von 8.853.544 € brutto ergeben, in drei Jahren also etwa 26,5 Mio Euro.

In der Sitzungsdrucksache von Landrat und Kreisverwaltung wurde die zu treffende Entscheidung erläutert:

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Trinkwassereinzugsgebieteverordnung: Gesundheitsamt und Untere Wasserbehörde des HSK erläutern das Konzept zur Risikoabwägung

Christian Susewind (Fachdienstleitung Untere Wasserbehörde am Rednerpult), Diplom-Geologe Christoph Sailer (Ing.-Büro ahu, Aachen), Marc-Oliver Klung (Sachgebietsleiter Hygiene u. Infektionsschutz des Gesundheitsamtes); Christine Mehwald (Dipl.-Ing. untere Wasserbehörde). (Bild: PresseHSK)

Meschede/Hochsauerlandkreis. Am 12. Dezember 2023 trat die neue Trinkwassereinzugsgebieteverordnung in Kraft. Fortan sind alle Wasserversorger verpflichtet, der Unteren Wasserbehörde ein Konzept zur Risikoabwägung vorzulegen.

„Trinkwassereinzugsgebieteverordnung: Gesundheitsamt und Untere Wasserbehörde des HSK erläutern das Konzept zur Risikoabwägung“ weiterlesen