Verlegung der Stolpersteine am 12. März 2026 für Rosa und Paul Winterberger in der Sierichstraße 98, Hamburg. (Fotos: Sabine Brunotte)
Am 12.3. wurden die Stolpersteine für Rosa und Paul Winterberger vor dem Haus Sierichstraße 98 in Hamburg-Eppendorf verlegt. Rosa Winterberger, geb. Spangenthal, kam am 2. Oktober 1888 als Tochter von Aron Spangenthal und Jeanette, geb. Goldschmidt in Spangenberg zur Welt. Sie hatte zwei Brüder und zwei Schwestern. Vermutlich machte sie eine Ausbildung zur Schneiderin. 1912 heiratete sie Paul Winterberger (*11. Oktober 1881) aus Winterberg, 1913 wurde der gemeinsame Sohn Horst Albrecht in Winterberg geboren.
(Gastbeitrag von Sabine Brunotte, Hamburg)
Paul betrieb seit 1909 zusammen mit seinem Bruder Julius die Gesellschaft „S&M Winterberger Branntwein- und Liquörfabrik mit Dampfbetrieb – Getreide en gros“. Schon die vorige Generation war wirtschaftlich erfolgreich, so dass die Familie auch über Häuser und Grundbesitz verfügte.
Energiewende: Kein Platz für Erneuerbare? … klimareporter
Komoot: Wie Kapital die Community in die Irre führt … netzpolitik
Klarnamen im Netz: Das Thema Identifikationspflicht im Netz gewinnt wieder an Fahrt. Seit Jahren wird sie immer wieder diskutiert. Klingt erst einmal für einige charmant und nachvollziehbar, wird aber „so“ schnell nicht kommen … robertsblog
Digitale Gewalt gegen die HateAid-Chefinnen gezielt an Weihnachten 2025: Vor vier Jahren erlebten meine Frau Zehra & ich zum Jahreswechsel 2021 / 2022 einen brutalen Angriff auf unsere Integrität und Familie … scilogs
Warum ich meinen Paypal-Acccount gelöscht habe: Das Problem ist, dass Paypal mich kein Geld kostet. Das bedeutet, dass Geld muss woanders herkommen … unkreativ
Hoffnungslauf: ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu, eine weitere Runde zwischen ungläubigem Staunen, was wir als Wirklichkeit sehen, und dunklem Fatalismus angesichts der Bestätigung, dass auch das nicht von Dauer sein dürfte … zynaesthesie
Angebot für Familienforschung oder zur Dortmunder Stadtgeschichte: Das Stadtarchiv Dortmund stellt auf dem Portal „Archive in NRW“ rund 80.000 digitalisierte Namensverzeichnisse online. Das neue Angebot richtet sich an alle, die sich für Familienforschung oder Dortmunder Stadtgeschichte interessieren – unabhängig von Ort und Zeit … nordstadtblogger
Wow, ein Erlebnis in Brilon-Wald! Nachmittags losgefahren zum Wandern, wohin? Ach, gehen wir mal von Brilon-Wald los. Oh, wo ist denn der Parkplatz am Bahnhof? Wow, die Metallübergänge zu den Bahnsteigen sind ja fertig! Lass uns mal rübergehen … brilonblog (27.12.2025)
Eingang zum provisorischen Museumsgebäude (foto: zoom)
Falls ihr in der nächsten Zeit zufällig in Hamburg vorbeikommt, schaut euch die Ausstellung American Cycles an. Der Fotograf Philip Montgmery (Mexiko/USA) zeigt in fünf Themenblöcken mit über 100 Schwarz-Weiß-Bildern die Umbrüche in der US-amerikanischen Gesellschaft von 2014 bis heute.
Jedes Foto erzählt seine eigene kleine Geschichte und derer gibt es viele: Drogentote, Rassismus, Klimawandel (Brände, Stürme und Fluten), Gefängnissystem, Razzien, Wohnungsnot (bitter: Chrismas Eviction), Demonstrationen, Kunst, Medien, Politik und ihre Akteure …
Im Inneren des temporären Hauses der Photographie (foto:zoom)
Die Themenkreise lauten Fragmente der Gegenwart, Risse und Allianzen, Kontrollräume, Nervöse Systeme, American Mirror.
Ja, auch Trump, seine Ermöglicher*innen und Anhänger*innen kommen selbstverständlich vor. Aber schon beim Betrachten der Milizversammlung von bewaffneten Teilnehmern auf einem offenen Feld, diesem disziplinierten Schauspiel bewaffneter Bereitschaft, ahnt man, dass die Probleme der US-amerikanischen Gesellschaft historisch tiefer liegen als im gegenwärtigen Autoritarismus/Faschismus des Trump-Systems.
Der provisorische Container-Bau von außen (foto: zoom)
Zwei nebeneinander gehängte Fotos möchte ich kurz vorstellen.
Photo Nr. 28 und Nr. 29: Constance Wynn und George Floyd Square (foto: zoom)
Auf dem kleinen Bild oben links ist Constance Wynn am Wahltag 2024 im vorderen Wohnzimmer ihres Hauses in Wilkes-Barre, das von ihrem Urgroßvater erbaut wurde, zu sehen. Wynns Vorfahren entkamen der Sklaverei, indem sie vor dem Bürgerkrieg nach Pennsylvania flohen. „Das macht mir Angst“, sagte Constance Wynn. „Ich muss verstehen, was er [Donald Trump] vorhat.“
Speedway, George Floyd Square, Minneapolis, Minnesota, June 2020 lautet der Titel des größeren Fotos. Auch wenn sich die Proteste gegen rassistische Gewalt und für Gleichberechtigung nach dem Mord an George Floyd durch Derek Chauvin , einen weißen Polizisten, weltweit ausbreiteten, blieb die Verkehrskreuzung, an der er in Minneapolis starb, das Epizentrum der Bewegung. Demonstrant*innen besetzten den Bereich monatelang, auch während des Prozesses gegen Chauvin, in dem er im April 2021 für schuldig befunden wurde. Montgomery belichtet die Details dieses Versammlungsortes, an dem Menschen sich auf Sofas ausruhen, sowie das Dach der Speedway-Tankstelle auf der anderen Straßenseite, wo die Tage seit Floyds Tod gezählt wurden.
Beide Beschreibungen habe ich dem unverzichtbaren Booklet entnommen, welches kostenlos am Ticket-Schalter ausliegt. Es enthält weiterführende Informationen zu den einzelnen Bereichen und Bildern der Ausstellung. Für mich war es zum Verständnis unverzichtbar.
Die letzten Septembertage habe ich in Hamburg verbracht. Der Anlass war traurig, aber auf langen Spaziergängen konnten wir ein wenig Licht einfangen. Schatten, Trauer, Sonne und Nachdenklichkeit.
Freitag 1. September 2023, 19:00–21:00 in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, ehem. Klinkerwerk
Das Veranstaltungsplakat
Das Konzert des Johannes-Brahms-Chors Hamburg mit dem Kanemaki-Chor mit Gästen, begleitet von der Hamburger Kammerphilharmonie unter Leitung von Kazuo Kanemaki wird am 1. September um 19 Uhr im Klinkerwerk der KZ-Gedenkstätte Neuengamme aufgeführt.
The Armed Man ist eine Messe für den Frieden des walisischen Komponisten Sir Karl Jenkins. Er verknüpft in seinem Werk religiöse und historische Quellen. Die Messe stellt den Schrecken des Krieges dar und endet mit der Hoffnung auf Frieden, wenn Leid, Schmerz und Tod überwunden werden können.
Karl Jenkins hat die Friedensmesse zur Jahrtausendwende geschrieben und den Opfern des Kosovokriegs gewidmet.
Schon vor Jahren zur Erinnerung an die Opfer des 2. Weltkriegs und den Atombombenabwurf auf Hiroshima geplant, hat die Friedensmesse heute eine erschreckende Aktualität, doch endet sie versöhnlich mit einem „Better is peace“.
Der Veranstaltungsort ist folgendermaßen zu erreichen:
S-Bahnhof Bergedorf (S2/S21), anschließend Bus 127, 227 (bis KZ-Gedenkstätte, Ausstellung)oder
Autobahn A 25, Ausfahrt Curslack, dann Ausschilderung folgen.
Es gibt im Hochsauerland asphaltierte Wege ohne viel Verkehr, auch wenn die Radwegsstruktur insgesamt sehr zu wünschen übrig lässt. Blickrichtung Bödefeld. (foto: zoom)
Heute bin ich eine meiner Morgenrunden durchs Sauerland geradelt: Kleines Bildchen, Sorpetal, Holthausen, Fredeburg, Bremke, Herhagen, Einhaus, Bödefeld und wieder nach Haus – 68 Kilometer mit dem Pedelec (aka E-Bike).
Das Radfahren an sich war gut, aber die Myriaden von Motorrädern haben mich nervös gemacht. Seit dem Tag als zwischen Brunskappel und Wiemeringhausen ein Radfahrer und ein Motorradfahrer zusammenprallten und beide starben, sind mir die motorisierten Zweiräder unheimlich. Außer den Motorrädern waren viele Autos unterwegs, die auf ihren Heckträgern Fahrräder, meist Mountainbikes, spazieren fuhren. Nun ja, ich habe die Tour überlebt, werde aber als bekennender Asphalt-Radler kein Fan des Pedalierens im Hochsauerland mehr werden.
Soweit der Tag, der mit einem ordentlichen Regenguss endete. Zum Abend noch ein paar Lesehinweise:
Quatsch mit Blackouts, fossile Reiche und die Plurv-Klaviatur: Die politischen Gegner der Grünen sind mit allen Wassern gewaschen, die Grünen offenbar nicht, meint Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Sie ist für Verbesserungen am Gebäudeenergiegesetz, aber dagegen, es zu verschieben … klimareporter
Forschende warnen vor von Klimaskeptikern eingeschleusten Forschungsergebnissen in renommierten Fachzeitschriften: Seit langem bestehen Zweifel an dem Geschäftsmodell von Zeitschriften, die Gebühren von Akademikerinnen und Akademikern nehmen, die auf Veröffentlichungen angewiesen sind. Nun wurde der Vorwurf laut, dass voreingenommene Autorinnen und Autoren das System ausnutzten, um den Klimaschutz zu untergraben … afp
Verschwörungstheorien: Dissonanzen zwischen Wissen und Glauben … endoplast
„Vereinte Patrioten“: Von der Corona-Leugnung zum Reichsbürger-Terror … endstationrechts
Neue App arbeitet Hamburgs Kolonialgeschichte auf: Die neue kostenfreie App „Koloniale Orte“ soll Menschen in Hamburg die koloniale Geschichte der Hansestadt nahebringen. In der App werden drei verschiedene Rundgänge angeboten … ndr
Warum Politik oft nicht macht, was Politik machen sollte: Manchmal erscheint das Handeln der Politik merkwürdig. Da wird vehement für oder gegen die sexuelle Selbstbestimmung diskutiert oder über das Gendern. Während wirklich große Herausforderungen scheinbar unbeachtet bleiben, wie z. B. das Sozialsystem oder der Klimawandel … unkreativ
Mord als schrecklich groteskes Kinderspiel: Shakespeares „Macbeth“ in Bochum … revierpassagen
Gedenken an verstorbenen Radfahrer: Das fünfte Ghostbike wird in Brackel aufgestellt … nordstadtblogger
Profundes Desinteresse: Nur ein Ratsmitglied bei einer Veranstaltung zum klimagerechten Stadtumbau … doppelwacholder
Polizei Hochsauerlandkreis: Verursacher flüchtet nach Verkehrsunfall mit Radfahrer … polhsk
Die offiziele DGB-Maikundgebung hatte ich am Morgen geschwänzt und stattdessen die Freibadsaison im Holthusenbad eröffnet.
Als wir später im Touri-Modus durch die Hafencity, diesem teuren Wohn- und Lebenstraum in Beton, schlenderten, hat mich doch noch eine der heute zahlreichen Demos zum 1. Mai erwischt.
Demonstrationswagen kurz vor dem Start des Demonstrationszugs. (foto: zoom)
„Tausende Menschen sind am heutigen Sonntag den Aufrufen linker und linksextremer Gruppen zu drei größeren Demonstrationen in Hamburg gefolgt“, beschreibt der NDR.
Am frühen Nachmittag zogen rund 2000 Menschen unter dem Motto „Wer hat, der gibt“ von der Elbphilharmonie zur Warburg Bank an der Binnenalster. Die Demonstrant:innen forderten soziale Gerechtigkeit auch in Krisenzeiten.
Das Thema „Wohnen“ spiele eine große Rolle. (foto: zoom)
Nicht erst seit Corona und dem Krieg in der Ukraine würden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer. Viele Menschen litten unter den steigenden Lebenshaltungskosten und hohen Mieten. Wohnraum in der Stadt wäre für normale Bürger:innen fast unbezahlbar. Quadratmetermieten von 15/16 Euro seien nicht selten.
Ironische Aktion: In der Hafencity konnte man heute nicht nur teuren Wohnraum, sondern gleich auch den Protest dagegen mieten. (foto: zoom)
Die Vermögenden des Landes sollten für die Kosten der Krisen bezahlen. In Sprechchören wurde „Wer hat, der gibt. Wer nicht gibt, wird enteignet“ skandiert.
Die Kulisse einiger Gebäude der Hafencity (foto: zoom)
Wohnen sei ein Grundbedürfnis und keine Ware, meinten die Aktivisten und Aktivistinnen.
Ob das die „starken Polizeikräfte“ sind? (foto: zoom)
Der Demonstrationszug wurde von „starken Polizeikräften begleitet“, hieß es in den Medien. Zwischenfälle gab es nicht.
Wolfgang Borchert während eines Fronturlaubs in Hamburg (1945) (Bild: CC BY Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg)
Das 100. Geburtsjahr Wolfgang Borcherts feiert Hamburg, die Heimatstadt des frühverstorbenen Autors, mit einem großen Festival. Die Staats- und Universitätsbibliothek trägt dazu neben einer Reihe von Veranstaltungen und der kürzlich eröffneten Dauerausstellung Dissonanzen – Wolfgang Borchert (1921-1947) noch ein weiteres Highlight bei: Alle Briefe, Manuskripte, Fotos und Grafiken von Wolfgang Borchert, dessen Nachlass Borcherts Mutter Hertha der Stabi 1976 übergeben hatte, sind digitalisiert worden und stehen fortan allen Interessierten weltweit zur Verfügung.
Über die Stabi-Website einsehbar sind nun handschriftliche Fassungen bekannter Prosatexte wie Die Hundeblume und Nachts schlafen die Ratten doch oder eine Arbeitsfassung von Borcherts berühmtem Manifest gegen den Krieg mit dem Titel Dann gibt es nur eins. Eine Besonderheit in der Sammlung sind zweifellos die Aquarelle und Zeichnungen des Autors. „Vielen Menschen, die mit den Texten Borcherts vertraut sind, ist nicht bewusst, dass er auch gemalt hat“, führt Mark Emanuel Amtstätter aus, der die Digitalisierung betreut hat. Das bildnerische Werk stehe in engem Zusammenhang mit dem erzählerischen. Borcherts Briefe, mit knapp 330 Dokumenten der größte Posten im Nachlass, ermöglichen zudem einen Einblick in das Verhältnis Borcherts zu seinen Eltern und in seine Freundschaften.
Eine Überraschung ist übrigens selbst für Borchert-Kenner*innen dabei: Die Stabi konnte den Nachlass jüngst um vier Briefe Borcherts an Karl-Ludwig Schneider ergänzen, die ebenfalls online zur Verfügung stehen. Schneider, während der Naziherrschaft in der Widerstandsgruppe Weiße Rose Hamburg aktiv und später mit einer Professur für Germanistik an der Universität seiner Heimatstadt betraut, war als verantwortlicher Redakteur der Hamburger Akademischen Rundschau mit Borchert in Kontakt getreten und hatte sich mit dem schwerkranken Autor angefreundet.
Das Grab Wolfgang Borcherts und seiner Eltern befindet sich am Stillen Weg beim westlichen Ende des Friedhofs Ohlsdorf. (foto: zoom)
So autoritär wie bedrohlich: Der WDR, sein Kulturradio und der öffentlich-rechtliche Auftrag … medienkorrespondenz
Mordversuch an jüdischem Studenten: Vor dem Landgericht Hamburg hat der Prozess um einen Angriff auf einen jüdischen Studenten begonnen … bnr
Das Risiko, sich über Aerosole mit Corona zu infizieren, ist im Klassenraum extrem hoch – Lauterbach: Luftfilter anschaffen! … news4teachers
Lobby für Schul- und Kitaöffnungen: Wer und was steckt hinter der Initiative „Familien in der Krise“? … uebermedien
Die Spielregeln der Pandemie: falsche FFP2-Masken … spielfeld
Spahns Resterampe: Alle Welt erregt sich über den Mangel an Impfstoff. Nun stellt sich heraus: An jedem Impftag bleibt ein Rest der knappen, schnell verderblichen Ware übrig … postvonhorn
Über Palindrome und magische Quadrate: Von der banalen „Anna“ über den trivialen „Otto“, weiter zum verwunderlichen „Gnudung“, dem „Reittier“ und erst recht hin zum völlig überraschenden, fast irrwitzigen „Reliefpfeiler“ – schillernde Wortblüten knospen in der Welt der Palindrome … scilogs
„Open Source braucht öffentliche Finanzierung“: Der Innovationsforscher Knut Blind sieht in Open-Source-Software einen Wachstumsmotor für kleine und mittlere Unternehmen in Europa … netzpolitik
Lebensbild mit Leerstellen: Monika Helfers Familienroman „Vati“ … revierpassagen
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