Abfalleimer am Rundweg durch das Naturschutzgebiet Südlicher Priwall (foto: zoom)
Gestern sind wir bei Sturm, Gewitter und heftigen Regenschauern ins Sauerland zurückgekehrt. Welch‘ ein Empfang!
Heute Morgen sieht die Lage schon wesentlich entspannter aus. Momentan scheint sogar die Sonne und die Herbstblätter funkeln im Licht.
Die erste Ladung Urlaubswäsche ist bereits gewaschen und hängt zum Trocknen an der Leine. Jetzt muss im Kopf aufgeräumt werden. Siedlinghausen, Hamburg, Travemünde, Kassel… überall interessante Details und Eindrücke. Parallel zu unseren Spaziergängen, Radtouren und Begegnungen mit alten Freund*innen und Verwandten drehte sich die große Weltpolitik weiter.
Serbien und Brasilien sind weit voneinander entfernt. In dem einen europäischen Land krallte sich ein Autokrat an die Macht, in Südamerika wollte der Sohn eines rechtsradikalen Autokraten mit Hilfe von Meta, Musk und Trump an die Fleischtöpfe der Macht. Die Wahlergebnisse habe ich erleichtert zur Kenntnis genommen. Während Vucic seine Niederlage zügig eingeräumt hat, scheint Bolsenaro das Trump-Playbook von der gestohlenen Wahl durchspielen zu wollen.
Solange die großen Schiffe ihre Abgase in Travemünde ausstoßen, wird der bekannte Ferienort in der Lübecker Bucht niemals den Titel „Bad“ bekommen, allerhöchstens in der englischen Übersetzung.
Für die Nacht war eine Sturmflut angekündigt, aber die gemessenen Pegelstände waren letztendlich nicht so hoch wie teilweise vorhergesagt. Jetzt: Lage entspannt, Pegel sinken.
Das Frühschwimmen (flaches Gebäude links zwischen den beiden Hotels) ist ein Schnäppchen: 8,50 €.
Zu Fuß gehen ist auch nicht schlecht und preiswerter.
Dem Sturm standgehalten. Nicht umgefallen. (foto: zoom)
Beim Spaziergang warfen wir einen Blick auf die Passat (Museumsschiff) und die inzwischen mit hässlichen Gebäuden (Ferienwohnungen, Beton-Invest, Butiken) bebaute Wasserseite des Priwalls.
Blick zum Priwall (foto: zoom)
Wir werden trotzdem mit der Fähre hinüber fahren, denn das Hinterland ist stellenweise recht beschaulich.
Das Motto von Jan van Egmond lautet: Menschen unterstützen, die es wirklich brauchen. Jan und der Kölner Musiker Andrew Joy Anfang 2026 auf der achten Hilfsreise gemeinsam mit Soldaten pflegenden Frauen im Krankenhaus in Lviv. (foto: kipepeo)
In einer Woche reisen Gerda und ich wieder in die Westukraine. Zwei Bekannte aus den Niederlanden kommen mit (Arie und Hennie).
(Autor: Jan van Egmond)
„Warum fahrt ihr denn schon wieder hin? Es ist doch jetzt viel zu gefährlich“, werden wir oft gefragt.
Es kommen auch viele politische Fragen auf, beispielsweise zur Korruption. Natürlich haben wir dazu auch unsere Meinung, aber uns geht es einfach darum, die Menschen zu unterstützen, die es wirklich brauchen. Mit Geld für Projekte, Sachspenden, aber vor allem, damit sie das Gefühl haben, dass sie nicht vergessen werden.
Echte Solidarität und Nächstenliebe sind so dringend nötig. In jede Ecke der Ukraine, spürt man diesen schrecklichen Krieg, und solch eine Reise ist nie ohne Gefahr. Wir werden aber dort so gut wie möglich geschützt und reisen nicht in die Nähe wirklicher Kriegsgebiete.
Wir haben vor, wieder täglich einen Blogbeitrag zu schreiben. So könnt ihr unsere Reise gut mitverfolgen.
VCD veröffentlicht Umfrage-Ergebnisse zu Bus und Bahn in Deutschland
Hamburg-Dammtor. Kommt er oder kommt er nicht? Wenn der ICE ausfällt ist zwar die Zugbindung aufgehoben, aber die Fahrradplätze in einem anderen ICE sind dann häufig schon ausgebucht. (foto: zoom)
Der ökologische Verkehrsclub VCD hat rund 7.500 Menschen in ganz Deutschland befragt, wie sie das ÖPNV-Angebot einschätzen, womit sie zufrieden sind und was dringend besser werden muss. Jetzt hat der Verband die Ergebnisse dieses Online-Checks veröffentlicht. Über 90 Prozent der Befragten glauben demnach, dass mehr Menschen Bus und Bahn nutzen würden, wenn das Angebot besser wäre. Als wichtigste Kriterien nennen sie gute Erreichbarkeit, ein dichter Takt und verlässliche Abfahrtszeiten. Der VCD fordert Konsequenzen für die ÖPNV-Finanzierung.
(Pressemitteilung VCD)
Berlin, 27. September 2026. „Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, müssen mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen – das ist unstrittig“, sagt Alexander Kaas Elias, der ÖPNV-Experte des ökologischen Verkehrsclubs VCD. „Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen jetzt, wie das gelingen kann: Durch ein besseres Angebot, also durch gute Erreichbarkeit, einen dichten Takt und mehr Verlässlichkeit.“
Blick von der Elbphilharmonie auf das Rathaus und vier Hamburger Kirchen
Könnt ihr diese fünf Türme spontan benennen? (foto: zoom)
Noch bis zum 5. Oktober kann man den Anblick der Türme von drei Hamburger Hauptkirchen, einem Mahnmal und Rathaus kostenlos vom Balkon der Elbphilharmonie bewundern. Dann ist Schluss mit „Umme“, auch wenn der damalige Bürgermeister Olaf Scholz den Bürger*innen etwas anderes versprochen hatte.
„Versprechen geben, Versprechen brechen“ scheint inzwischen das politische Normalwerkzeug deutscher Politiker*innen zu sein. Kein Wunder, dass es leicht geworden ist, Misstrauen gegen den Staat zu säen. In welch brauner Erde diese Saat aufgeht, sehen wir zur Zeit bei den Wahlen im Osten der Republik.
Wie dem auch sei, die fünf Türme von links nach rechts: Rathaus, Mahnmal St. Nicolai, Hauptkirche St. Petri, Hauptkirche St. Jacobi und Hauptkirche St. Katharinen. Siehe: https://poi.elbphilharmonie.de/de/photo/e
Bei der Auswertung meines Fotos habe ich gelernt, dass Hamburg insgesamt fünf Hauptkirchen hat:
St. Michaelis (in der Neustadt, bekannt als „Michel“)
St. Petri (ältester Altstadtkern zwischen Rathaus und Domplatz)
St. Nikolai (ursprünglich in der Alsterschleife, seit 1962 im Stadtteil Harvestehude)
Spaziergang durch die Hafencity. Im Hintergrund ist die Elbphilharmonie zu sehen. (foto: zoom)
Bevor am 5. Oktober der Besuch des Aussichtsbalkons der Elbphilharmonie kostenpflichtig wird, habe ich mir noch einmal die Aussicht auf Elbe, Hafen und Hafencity gegönnt.
Wenn ihr im Link https://poi.elbphilharmonie.de/de/photo/a den letzten Buchstaben a sukzessive durch b bis g ersetzt, habt ihr einen Live-Blick von den verschiedenen Balkonstandorten. Wenn ihr auf die blauen Punkte klickt, wird erklärt, was dort zu sehen ist.
Ich hoffe, dass dieser kleine Trick noch eine Zeit lang funktioniert.
Nach einigen Tagen auf Reisen besuche ich heute Abend erneut andere Blogs und Websites:
Jubiläum für Verschwörungserzählungen und Antisemitismus: Der Terror vom 11. September 2001 war die Geburtsstunde von Verschwörungserzählungen, die bis heute in unterschiedlichen politischen Szenen kursieren … belltower
Umkreisen, umwerben und anbiedern: Im Licht ihrer steigenden Umfragewerte wird die AfD von BSW und Teilen der FDP und CDU umworben. Nach dem erwartbaren Fall der Brandmauer kommt die Einbindung der AfD in Regierungsverantwortung … derrechterand
Landtag darf verfassungsfeindlichen Mitarbeitern Zahlungen verweigern: Die AfD-Fraktion hatte gegen die Neugestaltung der gesetzlichen Regelungen vor dem Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz geklagt. Hintergrund ist die Grundentscheidung für eine wehrhafte Demokratie … endstationrechts
In Lingen: Ein Regenbogen für die Demokratie … robertsblog
Der Faschismus und die Seele des Menschen: Der Ressentimentmensch ist in seine Verbitterung verliebt. Er muss ständig die Bedingungen reproduzieren, unter denen sich diese Bitterkeitsstörung weiter etabliert … misik
Opi go home! (Satire): „Wir müssen das jetzt einfach noch viel mal besser kommunizieren.“ „Heilige Scheiße, wie viel besser denn noch!?“ „Also mindestens so viel besser, dass die Regierungsmehrheit für uns auf Dauer…“ „Sind die Kokspreise mittlerweile echt so im Keller?“ … zynaesthesie
So wird das Eigenheim klimarobust: Hitze, Sturm, Überschwemmungen und Starkregen stellen Gebäude zunehmend vor große Herausforderungen. Hohe Temperaturen führen zur Überhitzung von Innenräumen, während Starkregen die Kanalisation überlasten und Überflutungen verursachen kann … doppelwacholder
Die neue Initiative Vinylstadt Dortmund will Plattenfans aus ganz Deutschland anlocken: Elf Plattenläden, zahlreiche Händler auf Börsen und eine wachsende Szene … nordstadtblogger
Immer und immer weiter: Peter Handke in Berlin für seine „Kreuz-und-Quer-Gehenden“ umjubelt … revierpassagen
Computertechnik – welch ein Gefuckel: Ich hatte Anfang des Jahres schon mal über mein Selfhosting geschrieben. Und ich dachte, es ist Zeit für ein Update. Hintergrund war die Geschichte mit dem kaputten Word-Dokument, dass mich bei meinem Nachfolger für Evernote wahnsinnig gemacht hat … unkreativ
Carl Constantin Weber: Schleswigerin (2008, Bronze), Schleistraße/Strandweg, 24837 Schleswig (alle Fotos: zoom)
Bei trübem und regnerischen Wetter bin ich mit Rückenwind nach Kappeln geradelt.
Säße ich an einer vernünftigen Tastatur, würden die Wörter leichthin in den Blog-Editor perlen. Doch so verhält es sich leider nicht.
Bei der Richtung Wasser tänzelnden Bronzeskulptur handelt es sich um eine 1,70 m große Figur, die den Titel Schleswigerin trägt. Dieses Kunstwerk wurde vom Rotaryclub Schleswig-Gottorf anlässlich der Landesgartenschau Schleswig beim Potsdamer Bildhauer Carl Constantin Weber in Auftrag gegeben und in Anwesenheit des Künstlers am Sonnabend, dem 12. April 2008, feierlich enthüllt.
Das Fahrrad am Wanderparkplatz Nekropole abgestellt (foto: zoom)
Von Kirchditmold über Harleshausen mit dem „Bio-Bike“ die Ahnatalstraße zum Wanderparkplatz Nekropole hinauf – ganz schön anstrengend. Die Straße scheint gegen Ende stetig steiler zu werden. Die Totenstadt am Blauen See im Habichtswald kannte ich bis Ende letzter Woche noch nicht.
Ich habe das Fahrrad am Baum abgeschlossen, mich mit Hilfe der Wandertafel orientiert und die großen Grabdenkmäler auf der kleinen 1,5-km-Runde zu Fuß erkundet.
Orientierung. Der Rundweg um den blauen See (rechts) ist nicht sehr lang (ca. 1,5 km) (foto: zoom)
Bei Wikipedia lese ich: Die Künstler-Nekropole ist ein Friedhof, eine Parkanlage und ein Kunstwerk des öffentlichen Raums mit Wanderweg im Gebiet des Kasseler Stadtteils Harleshausen. Geschaffen wurde die Nekropole von documenta-Künstlern, die sich zu Lebzeiten testamentarisch verpflichten, sich dort beerdigen zu lassen. Der documenta-Künstler Harry Kramer initiierte mit ihr eine neue Ausdrucksform der Kunst im öffentlichen Raum.
Gleich am Anfang des Wegs steht das Denkmal für Manfred Schneckenburger (2021), entworfen von Ugo Dossi.
Am 3. Dezember 2019 starb Manfred Schneckenburger zwei Tage nach seinem 81. Geburtstag in Köln. Am 18. Juni 2021 wurde in der Nekropole am Blauen See dieses Denkmal für den zweifachen documenta-Leiter eingeweiht.
Denkmal für Manfred Schneckenburger (2021) entworfen von Ugo Dossi (foto: zoom)
Wenn man auf die Skulptur blickt, soll in ihrem Umriss das Profil Manfred Schneckenburgers erscheinen. Mir ist dieses Vexierbild verschlossen geblieben.
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