Read around the clock in Denmark

Lesen und Medienausleihe in Nykøbing und Rørvig: Jeg elsker de danske biblioteker.

Blick aus dem Sessel in den Lesesaal der öffentlichen Bücherei in Nykøbing/Sjælland (foto: zoom)

Seit vielen Jahren habe ich die Angewohnheit, mir am Urlaubsort in Dänemark einen Bibliotheksausweis zu besorgen. Damit kann ich Medien wie Bücher, Musik und Filme ausleihen.

Selbst ohne Ausweis könnte ich die großen regionalen und überregionalen dänischen Tageszeitungen in den bequemen roten Sesseln lesen. Meist bleibt es beim Studium der Überschriften von Politiken, Information oder Berlinske Tidene. Zu mehr reichen meine Sprachkenntnisse (noch) nicht.

Bücher kann ich mir aus dem Regal holen und selbstständig digital auschecken, wie das inzwischen auch in Deutschland bei größeren und modernen Bibliotheken möglich ist.

In Nykøbing/Sjælland sind die Öffnungszeiten fix, bspw. Mo, Di, Mi 9 – 17 Uhr, Do 9 – 18 Uhr, Fr 9 – 15 Uhr, Samstag 10 – 13 Uhr und Sonntag geschlossen.

Dieses Jahr habe ich herausgefunden, dass mein Ausweis auch für die Bibliothek in Rørvig gilt und dass diese Zweigstelle etwas Besonderes ist. Sie ist täglich von 6 Uhr bis Mitternacht geöffnet. Personal kommt, soweit ich es gesehen habe, nur zum Einsortieren der abgegebenen Medien und zum Austausch der Tageszeitungen ein (?) Mal täglich vorbei.

Fantastische Öffnungszeiten, die ich fleißig ausgenutzt habe. (foto: zoom)

Als Leser*in mache ich den Rest. Die Tür zur Bibliothek öffne ich mit Karte und Geheimzahl. Der Rest läuft wie in Nykøbing: Ausleihe und Rückgabe erfolgen automatisch digital. Eine Quittung über die Vorgänge erhält man auf Papier oder per E-Mail.

Der Eingang zur 6 bis 24 Uhr-Bibliothek in Rørvig. Rechts neben der Tür sind der Ausweis-Scanner und die PIN-Code Eingabe.

Was habe ich als deutscher Urlauber benötigt? Meinen Personalausweis und eine gültige E-Mail Adresse. Nachdem die Bibliothekarin in Nykøbing meine Daten in ihren Computer eingegeben hatte, schob sie mir die Plastikkarte = Ausweis über den Tisch.

Das „Kinderzimmer“ der Bibliothek in Rørvig. (foto: zoom)

Kosten: für mich unglaubliche 0,00 Euro/Kronen.

Zum Testen und Lesen habe ich, wie gestern erwähnt, ein Kinderbuch ausgeliehen. Es geht voran.

Jeg elsker de danske biblioteker.

Alles hat einmal ein Ende

Leider auch die Tage in Dänemark

K2 titscht Steine beim Sonnenuntergang am Strand von Rørvig/Sjælland (foto: zoom)

Der Urlaub ist zu Ende. Schade eigentlich. Die Zeit war zu kurz, um meine rudimentären Dänisch-Kenntnisse weiter zu entwickeln.

Außerdem: Dansk er et meget svært sprog.

Kein Wort wird gesprochen, wie es geschrieben steht. Laute werden geschliffen. Buchstaben, Silben und ganze Lautgruppen fallen einfach weg. Gefühlt 70 Prozent des Dänischen bestehen aus verlorener Sprache, die nicht gesprochen wird. Tricky.

Immerhin sprechen weltweit 5 bis 6 Millionen Menschen Dänisch als Muttersprache. Andererseits beherrschen die meisten Däninnen und Dänen ein vorzügliches Englisch.

Aber was hilft’s. Zu Hause werden demnächst die Ärmel hochgekrempelt, der Bleistift gespitzt und das Lehrbuch Vi snakkes ved! unerbittlich weiter bearbeitet.

Ein methodischer Kniff hat mich hier in Dänemark ein wenig weiter gebracht: Kinderbücher aus der Bibliothek ausleihen. Dänisch buchstabieren und lesen.

Aus dem Buch: TOVE, EN LILLE DIGTER (foto: zoom)

Jetzt kenne ich immerhin die Biografien von Tove Ditlevsen, H.C Andersen und Astrid Lindgren in kindgerechter Sprache.

Über die dänischen Bibliotheken werde ich in einem anderen Beitrag erzählen, denn die Sonne ist schon lange untergegangen. Seeluft macht müde.

Måske drømmer jeg på dansk i nat?

Pausenbild: Kirche am Abend

Die Reste der Abendsonne scheinen auf eine Kirche in Rørvig/Seeland (foto: zoom)

Mildes Abendlicht fällt auf die ockergelbe Kirche am Rande von Rørvig. Wenige Minuten später sind die Schatten verblasst.

Ich radele zum Meer.

Die Blogpause ist beendet.

Mit dem Rad an der Ostsee in der Nähe des Dybesø (foto: zoom)

Ruhrtalradweg zwischen Winterberg und Olsberg: Umleitung über die Bundesstraße 480


„Vor Gericht, auf hoher See und mit dem Rad auf der B 480 bist du allein in Gottes Hand“

Sperrung beim Netto in Niedersfeld, Blickrichtung Olsberg (foto: zoom)

Ab dem Frühjahr 2026 wird der RuhrtalRadweg in mehreren Etappen ausgebaut. Voraussichtliche Bauzeit bis Ende 2026. Die Sperrungen sowie Informationen zur Anreise werden auf der Webseite des Radwegs angezeigt.

Inzwischen hat der Ausbau zwischen Niedersfeld am Nettoparkplatz und Haus Wildenstein begonnen.  

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Das Käthe Kollwitz Museum in Köln

Ein Besuch nach der Neueröffnung

Bild-Text-Collage im vierten Stock am Rundgang vor dem Eingang zum Käthe Kollwitz Museum (foto: zoom)

Am vergangenen Wochenende haben wir das nach dreijähriger Renovierung neu eröffnete Käthe Kollwitz Museum am Kölner Neumarkt besucht.

Ein ungewöhnlicher Eingang: mit einem gläsernen Röhrenaufzug schwebten wir im Inneren einer Einkaufspassage auf die vierte Etage. Dort mussten wir uns auf einem Rundgang orientieren, um die Eingangstür zum Museum zu entdecken.

Vorab: Einen Besuch der aktuellen Kollwitz-Ausstellung kann ich nur empfehlen. Alle Informationen zu Öffnungszeiten, Eintritt und Adresse: https://www.kollwitz.de/besuch

Der gesamte Bestand des Käthe Kollwitz Museum Köln umfasst neben dem kompletten plastischen Werk über 300 Zeichnungen sowie mehr als 550 druckgraphische Blätter.

In der Ausstellung wird eine Auswahl der Werke der Künstlerin, sortiert nach einzelnen Themen vorgestellt: https://www.kollwitz.de/sammlung

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W.I.M: Wenders in Motion

Im Lauf der Zeit – eine Wim Wenders Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum

Exponat am Eingang zur Ausstellung (foto: zoom)

Vom 11. März bis zum 18. Oktober 2026 ist im DFF, dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main, eine sehr interessante Ausstellung über den Filmemacher Wim Wenders zu sehen.

Ich habe W.I.M. Im Lauf der Zeit am Samstagnachmittag besucht und gedacht, dass ich in zwei Stunden alles gesehen und aufgenommen haben sollte – ein Irrtum. Als das Museum um 18 Uhr schloss, hatte ich höchstens die Hälfte bewältigt.

Mit Hilfe eines Audio-Guides konnte man sich die Lebens- und Filmgeschichte von Wenders, die er persönlich auf Deutsch oder wahlweise Englisch eingelesen hat, an den einzelnen Stationen anhören.

Musik spielte für den jungen Wim Wenders eine große Rolle (foto: zoom)

Die vielen erzählten Geschichten waren an sich schon interessante Miniaturen. Es hätte gereicht, mich in eine dunkle Ecke zu verziehen und auf einem bequemen Sitz, den Guide von vorn bis hinten durchzuhören. Aber dann sind dort noch die vielen Bilder, Filmausschnitte, Texttafeln und Figuren zu entdecken.

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Kipepeo e.V. und Gora Dobra stellen im Rathaus Winterberg ihre UKRAINE-Hilfsprojekte vor

Jan van Egmond (links) berichtete von seiner achten Hilfsreise in die Ukraine. Oksana Andriievska (Winterberg) und Tanya Emelyanenko (Ukraine) referierten über die Arbeit der Hilfsorganisationen.

Am vergangenen Mittwochnachmittag haben Jan van Egmond und Oksana Andriievska (Kipepeo e.V.) sowie Tanya Emelyanenko (Gora Dobra) ihre Ukraine-Hilfsprojekte im Rathaus Winterberg vorgestellt. Anlass war die einwöchige Hilfsreise von Jan van Egmond (Kipepeo), die er gemeinsam mit dem Kölner Musiker Andrew Joy Anfang Februar unternommen hatte.

Mit Bildern, Blumen und bunten Stoffen präsentierten die Winterberger Ukrainerinnen ihre traditionellen Mohnkuchen.

Bilder, Filme, kleine Vorträge, Akkordeonmusik, ukrainische Mohnkuchen und Gespräche mit den Aktiven aus der Flüchtlingshilfe zeigten die vielen Facetten an Hilfe für das von Putins Russland mit Krieg überzogene Land sehr eindrücklich und aus erster Hand auf.

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Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine

Tag 6: Unser letzter Tag in der Ukraine. Auf nach Leshkiv!

„Das Wichtigste wäre allerdings das Gefühl, nicht vergessen zu werden“

Auf dem Weg nach Leshkiv

Jan van Egmond und Andrew Joy sind für Kipepeo fair und sozial e.V. zu einer neuen Hilfsreise vom 1. bis 8. Februar in die Ukraine aufgebrochen. Sie berichten hier täglich über ihre Erlebnisse.

Wir sind unseren letzten Tag in der Ukraine unterwegs. Wir machen eine Reise zu einem Heim, und was für ein Heim!

Unser Ziel ist heute das Psychoneurologische Internat in Leshkiv.

Ein dreigeschossiger Gebäuderiegel. Der Putz ist gelb-ockerfarben. Alter Schnee um das Haus herum. Fahrspuren im Schnee.
Das Heim im Schnee, fernab von anderen menschlichen Siedlungen, Orten und Städten

In April 2023 waren wir schon einmal hier. Damals gab es ein Sponsor-Konzert des gemischten Pop-Chors Singing Circle aus Winterberg. Aus den Erlösen dieses Konzerts konnten Hilfsgüter für das Heim angeschafft werden.

Wir hatten die Reise von damals über die letzten 25 Kilometer kaputter Straßen noch gut in Erinnerung. Das Tauwetter heute und die teilweise noch vereiste Strecke weckte diese alten Erinnerungen. Aber auch heute werden wir, aller Hindernisse zum Trotz, das Ziel mit unserem vollgeladenen Caddy erreichen.

Ein Mann und eine Frau entladen ein Auto. Die geöffnete Heckklappe zeigt blaue Säcke. Schnee. Links ein hellockerfabenes Gebäude. Links ein Mann der etwas in sein Smartphone eingibt.
Beim Ausladen unserer Hilfsgüter
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Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine

Tag 5: Zukunftsmusik!?

„Das Wichtigste wäre allerdings das Gefühl, nicht vergessen zu werden“

Der Rucksack Nr. 529 ist beim Arzt an der Front angekommen

Jan van Egmond und Andrew Joy sind für Kipepeo fair und sozial e.V. zu einer neuen Hilfsreise vom 1. bis 8. Februar in die Ukraine aufgebrochen. Sie berichten hier täglich über ihre Erlebnisse.

Heute verlief unser Tag ganz anders als die vorherigen Tage dieser Woche. Zum ersten Mal während unserer Reise besuchten wir eine kulturelle Veranstaltung in der Ukraine. Ein Konzert der Musikschulen in der Philharmonie von Lviv.

(Jan van Egmond und Andrew Joy)

Weil Andrew Joy mehr als 40 Jahre Musiker bei der Kölner Philharmonie war, hatten wir die Idee, ein Konzert in der Philharmonie Lviv zu besuchen.

Ein wunderbares Konzert in der Philharmonie in Lviv

Das Lied im Video, von dem wir alle die Melodie kennen, stammt übrigens von einem ukrainischen Komponisten.

Besser konnten wir es mit dieser Veranstaltung nicht treffen: Wir waren mehr als angetan beim Anschauen und Anhören so vieler talentierter junger Menschen. Nach allem, was wir in dieser Woche erlebt hatten, tat uns die hervorragende Musik sehr gut.

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Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine

Tag 4:   Höhen und Tiefen

„Das Wichtigste wäre allerdings das Gefühl, nicht vergessen zu werden“

Wieder unterwegs. Ein Ziel: Das Psychoneurological Internat in Horokhiv (s.u.). Zum Glück gibt es Navis. (Alle Fotos und Filme: Jan van Egmond, Andrew Joy & Friends)

Jan van Egmond und Andrew Joy sind für Kipepeo fair und sozial e.V. zu einer neuen Hilfsreise vom 1. bis 8. Februar in die Ukraine aufgebrochen. Sie berichten hier täglich über ihre Erlebnisse.

Welch ein Tag, mit so vielen unterschiedlichen  Begegnungen! Unser Kopf musste zuerst einmal alles in Ruhe verarbeiten, bevor wir mit der Beschreibung beginnen konnten.

(Jan van Egmond und Andrew Joy)

Unser erstes Reiseziel ist heute Yoshipivka, ein kleines Heim für alte Menschen, welches Gerda und Jan schon sechs Mal besucht hatten. Für Jan ist es heute der siebte Besuch.

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