Übertourismus? Da hilft nur frühes Aufstehen

Ein Fahrrad mit roter Satteltasche am Großen Bildchen, ein Bildstock oberhalb von Rehsiepen und Siedlinghausen. Rechts ein Hinweisschild Altastenberg 3 km. Im Vordergrund eine Straße, die nach links abbiegt. Im Hintergrund hohe Laubbäume
Heute Morgen um kurz nach 7 am Großen Bildchen (foto: zoom)

Gestern habe ich auf Mastodon meinen Gefühlen freien Lauf gelassen:

Der permanente Lärm, dem ich hier in Siedlinghausen ausgesetzt bin, kommt übrigens nicht von den Windrädern, sondern vom stetigen Fluss der Motorradkolonnen auf den Landstraßen.

Ich lokalisiere Hassgefühle tief in meinem Inneren.

Üble Gemengelage beobachtet: Autos, Motorradgruppen, Rennradfahrende, Familien mit kleinen Kindern. Alle auf der L742.

Ich würde hier nie Urlaub machen

https://ruhr.social/@hskzoom/116630024474263074

Nun ja, die feine englische (Ausdrucks-)Art und Weise ist das nicht, aber mir war der Tourist*innen-Rummel und vor allem der Motorradlärm einfach zu viel.

Statt mich heute weiter zu ärgern, bin ich früh aufgestanden und saß um 7 Uhr bereits auf dem Rad. Die Motorradfahrer*innen und Autofahrer*innen schliefen noch und auf der Straße hoch zum Kahlen Asten war es schön ruhig und angenehm zu fahren.

Der Kahle Asten ist bei den Menschen mit Wohnmobilen und Campern sehr beliebt. Der untere Parkplatz ist inzwischen zum Übernachtungsstellplatz mutiert.

Bester Platz mit Aussicht für die Übernachtung auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Ich „freue“ mich schon heute auf die anschwellende Blechlawine, wenn wie geplant mehr als 1000 neue Parkplätze rund um den Bremberg entstehen sollten.

Dann stehe ich halt noch ein paar Stunden früher auf, um in Ruhe das Sauerland zu genießen.

Wann ist ein Urlaub beendet?

Windmühle in Rørvig/Sjælland (foto: zoom)

Aus dem Urlaub zurückkehren, das ist kein Problem. Schwieriger ist es, wieder zu Hause anzukommen.

Mindestens eine Woche dauert die Zeit des melancholischen Nachklangs: die Dünen, das Meer, die Schiffe im Hafen, das Eis, die Radtouren, das Essen, Lesen und die fremdsprachigen Zeitungen in der kleinen Bibliothek; und dazu Zeit ohne Ende.

„Ist es nicht langweilig in Dänemark?“, haben mich mehrere Bekannte gefragt.

Dem will ich keinesfalls widersprechen. Fahrt woanders hin. Dänemark ist langweilig, insbesondere in der Vorsaison.

Ich habe allerdings einen kleinen Tick: was für andere als öde Langeweile erscheint, sehe und fühle ich als Mußezeit.

Im Sauerland bin ich erst nach dem ersten Abendspaziergang auf dem Kahlen Asten angekommen – also heute.

Die Bäume standen erhaben im Abendlicht und die Tourist*innen schienen den Berg zu meiden. Kaum jemand zu sehen. Nichts los. Langweilig.

Mußezeit auf dem Kahlen Asten. Wieder im Lande. Tschüss Sjælland. Hallo Sauerland!

Heute Abend auf dem Kahlen Asten (foto:zoom)

Guten Morgen, genießt den Tag so gut es geht

Eine Tour über den Kahlen Asten (foto: zoom)

Das Wetter ist seit vielen Tagen ungewöhnlich warm und trocken. Heute Morgen hat mich zum ersten Mal die Amsel mit ihrem Gesang geweckt. Sie beginnt ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang zu trällern. Singdrossel und Rotkehlchen stimmten ebenfalls mit ein.

Apropos Temperaturen: der Niedergang des Skitourismus hat an der Peripherie Winterbergs begonnen: Züschen, Küstelberg, Gellinghausen …

Seit einiger Zeit steht auch der sogenannte Sahnehang am Kahlen Asten zum Verkauf. Wenn ich das Geld hätte, ich würde es anders anlegen.

Nun ja, ich bin kein Unternehmer. Wer weiß, was man aus dem Sahnehang noch machen kann …

Skihang zu verkaufen (foto: zoom)

Unter dem Lavendel und auf dem Kahlen Asten

Feuerwanzen unter dem Lavendel (foto: zoom)

Noch nie habe ich es geschafft, rechtzeitig im Jahr mit der sogenannten Gartenarbeit zu beginnen. Meist war mir die Natur voraus, mit dem Ergebnis, dass ich den Pflanzen stets hinterherhechelte.

Heute habe ich zumindest das Laub des letzten Jahres vom Rasen entfernt sowie den ein oder anderen Strauch gestutzt – hoffentlich diesmal nicht zu früh.

Unter dem Lavendel vor dem Haus hielten sich die sehr geselligen Feuerwanzen auf. Laut Kosmos Tierführer dauert ihre Saison von April bis Oktober. Aber es ist doch erst Februar! Nun ja, die frühe Wanze findet ein Weibchen. Diese sondern Sexuallockstoffe ab, die von den Männchen erkannt werden. Eine Feuerwanzenpaarung kann einen ganzen Tag dauern. Die ausgewachsenen Tiere überwintern.

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Die beiden letzten Weihnachtsbilder

Der eitle und der kahle Baum

Der eitle Baum auf dem kahlen Asten (foto: zoom)

So lassen sich die Feiertage aushalten. Morgens 1000 Meter schwimmen und danach ein wenig spazieren gehen.

Heute war es wesentlich wärmer (+3 °C) als gestern (-8 °C). Bei reichlich Sonnenschein strömten die Tourist*innen nach Winterberg.

Der Kahle Asten war sehr belebt. Es herrschte allerorten Smartphone-Hoch! Fotostimmung.

Aus welchem Grund ich den Baum auf dem oberen Bild spontan eitel genannt habe, kann ich jetzt nicht mehr mit Sicherheit sagen. Es war halt der erste Eindruck. Vielleicht fällt euch etwas anderes ein.

Der kahle Baum auf dem unteren Bild hat mir ebenfalls sehr gefallen. Erst als ich das Foto am Computer genauer betrachtete, sah ich die vielen Windräder in der Ferne auf den blauen Höhen.

Interessant: spiky mountains

Kahler Baum und weite Landschaft (foto: zoom)

Die Chancen auf ein weißes Silvester und Schnee im neuen Jahr wachsen, wenn ich meiner DWD-Wetter-App traue, täglich.

Zeit für antizyklisches Handeln. Ich denke mir etwas aus. Ein bisschen weiß ich schon.

Kalter Asten

Zu frostig, um länger zu verweilen

Blick vom anderen Ende des kleinen Rundwegs (foto: zoom)

Für den heutigen 24. Dezember 2025 sei notiert, dass es am Nachmittag auf dem Kahlen Asten frostig kalt war. Der eisige Wind ließ uns trotz Wollmützen und Winterhandschuhen keine Chance zum gemütlichen Bummeln.

Das Thermometer zeigte zwar nur -6 °C, doch die gefühlte Temperatur war arktisch. Ich hätte gerne noch mehr Bilder gemacht, aber mit gefrorenem Zeigefinger konnte ich den Auslöser nicht mehr ertasten.

Bis auf den Kunstschnee und den Rauhreif an den Bäumen der allerhöchsten Lagen ist das Sauerland zur Zeit grün. Laut Wetterbericht bleibt es in der nächsten Zeit weiterhin kalt und trocken. Die Sonne wird täglich ca. fünf Stunden scheinen.

Entlang der Pisten arbeiten die Schneekanonen unermüdlich. Viele Lifte laufen. Ich rechne daher mit vielen Tourist*innen. Zieht euch warm an.

Blick in die Ferne mit frostigem Vordergrund (foto: zoom)

Moin! Novemberwetter im Dezember

Außerdem ein paar Bemerkungen zu Weihnachtsmärkten

Baum auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Es sind doch stets die selben(!) Bäume, die ich bei trübem Wetter auf dem Kahlen Asten fotografiere.

Wir haben Novemberwetter im Dezember. Die Tage sind kurz und nebelig-trüb. Die Temperaturen steigen weit über Null und selbst der Nachtfrost bleibt aus. Weit und breit ist kein Schnee zu sehen – bis auf den Kunstschnee, der auf dem Grau-Grün der Skihänge liegt.

Simulation von Winter. Gestern habe ich große Gruppen von Menschen zu Fuß gesehen, die es alle zum Winterberger Weihnachtsmarkt, hier Wintermarkt genannt, gezogen hat.

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Mit dem Rad zum Kahlen Asten

Nach acht Kilometern am Großen Bildchen (foto: zoom)

Wenn die Temperatur Ende November am Morgen bei +8 °C liegt, werde ich schon einmal nervös. Soll ich mich warm anziehen und das Rad aus dem Keller holen?

Bis auf den Nebel gab es heute keinen Niederschlag, und da ich sowieso etwas in Winterberg zu erledigen hatte, habe ich schließlich in die Pedalen getreten.

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Der erste Schnee auf dem Kahlen Asten

Es war windig, kalt und ungemütlich

Auf dem Parkplatz (foto: zoom)

Heute Morgen sind wir vor dem Einkaufen kurz zum Kahlen Asten hinauf gefahren. Ich hatte mir vorgestellt, gemütlich im ersten Schnee des Jahres spazieren zu gehen.

Der Schnee war da, aber es war leider windig, kalt und ungemütlich. Mit klammen Händen konnte ich gerade einmal ein paar Bilder machen, bevor uns der Windchill hinunter in die schneefreien und weniger stürmischen Lagen trieb.

Die Schneedecke ist noch sehr dünn. (foto: zoom)

Die Aktion war keinesfalls vergnügungssteuerpflichtig. Die übliche Runde zu Fuß ließen wir ausfallen. Es kommen auch wieder andere, ruhige und sonnige Schnee-Tage.

An Tagen wie diesen…

gehe ich gern auf dem Kahlen Asten spazieren

Kahle-Asten-Stimmung am 22. Oktober 2025 (fotos: zoom)

Trübes Herbstwetter muss kein Grund für Depressionen sein. Bei Nebel und Trübsal zieht es mich häufig auf den Kahlen Asten.

Wie ein Mantra schleicht sich jedesmal die erste Zeile eines Gedichts von Hermann Hesse in meine Synapsen. Es ist nicht zu verhindern. Seltsam im Nebel zu wandern!

Im Nebel
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Hesse zu lesen war damals, lang ist es her, quasi Pflicht, Teil unserer Jugendkultur. Mindestens Siddhartha und den Steppenwolf. Das Glasperlenspiel habe ich ebenfalls geschafft. Wir haben Bücher gefressen. Ich war eher ein Dostojewsky-Fan. Schuld und Sühne, heute neu übersetzt mit Verbrechen und Strafe. Die Zeit der Ironie und Satire begann, als mir die zehnbändige Tucholsky-Augabe in die Hände fiel. Danke, liebe Stadtbücherei.

Hesse ist eine Randnotiz geworden.

Eigentlich wollte ich die Bäume zeigen. Der nächste erinnert mich an einen raffgierigen, verbrecherischen und großmäuligen US-amerikanischen Politiker. Seht ihr es auch?

Bei den unteren beiden habe ich noch keine deutlichen Assoziationen.

Seltsam im Nebel zu wandern!