Blick vom KölnTriangle auf die „richtige“ Rheinseite (foto: zoom)
Gestern hatten wir mit dem Wetter Pech. Kaum waren wir in Köln angekommen, plästerte es aus dicken grauen Wolken.
Für den Blick vom KölnTriangle auf der Deutzer Seite (der Schäl Sick) klarte der Himmel kurz auf und ich konnte ein Foto durch die dicken Plexiglas-Scheiben machen.
Blende 7.1, ISO 100, Belichtung 4 sec (fotos: zoom)
Das haben bestimmt schon viele vor mir getan: wenn die Bilder verwackeln und unscharf sind, wenn das Stativ zu Hause steht und einem im Touristen-Gewusel der Kragen platzt, dann kann man das Foto auch gleich ganz verreißen.
Das obere Bild ist noch nicht sehr aussagekräftig, aber vielleicht ist das nächste Foto deutlicher: Wo bin ich?
Das wechselblättrige Milzkraut an der Namenlose (foto: zoom)
Das wechselblättrige Milzkraut blüht jedes Jahr gemeinsam mit den Hohen Primeln und den Buschwindröschen entlang der Namenlose zwischen Bahn-Viadukt und Silbacher Hundetrainingsverein.
Die Tage sind kalt, aber die ersten Frühblüher haben es im feuchten, schattigen Wald auch in diesem Jahr wieder geschafft. Am späten Nachmittag hatten die Buschwindröschen allerdings ihre weißen Blüten schon wieder zusammengefaltet. Die Primeln gedeihen auf der sonnigen Seite des Weges.
Die Kapelle Maria zur Gilgegaike in der Nähe des Parkplatzes Krämerhöhe (foto: zoom)
Wie schnell sich doch innerhalb einer halben Stunde vor Sonnenuntergang das Licht verändert.
Gerade noch lag die Kapelle Maria zur Gilgaike im grellen Sonnnenlicht, das Blau des Himmels bleich hinter den Bäumen, da erglühte der Holzpolter auf der Höhe.
Ein Holzpolter auf der Höhe „Am Eggenberg“ (foto: zoom)
Vor dem dunklen, satten Blau im Osten schienen die hoch aufragenden Bäume um ihre zersägten ehemaligen Mitbewohner des Waldes ihre Häupter zu neigen.
Ehe ich mich versah, ging die Sonne auf der anderen Seite des Tals hinter dem Bergkamm unter.
Die Jagdkanzel habe ich um 17:11 Uhr aufgenommen. Der offizieller Sonnenuntergang war heute 17:29 und das Tal lag schon länger im Schatten.
Jagdkanzel im Gegenlicht der untergehenden Sonne (foto: zoom)
Wie man auf den Bildern erahnen kann, liegt zwar Schnee auf den Höhen, aber er ist alt und verharscht. In den Fahrspuren und Fußpfaden ist der Schnee geschmolzen und dann wieder vereist. Es ist nicht angenehm hier herzugehen.
Wandern kann man momentan am besten auf geräumten Wegen und in den meist grünen Tälern.
Den Jogger, der sich zur gleichen Zeit wie ich auf der Krämerhöhe herumtrieb, habe ich heute bedauert. Aber vielleicht hat er im Gegensatz zu mir seinen Weg gefunden.
Goethe schaut in den verschneiten Stadthallengarten (foto: zoom)
Der Sonntag neigt sich dem Ende zu. Ich sichte die Fotos des Kassel-Ausflugs. Für thematische Ausflüge reicht die Zeit heute nicht mehr. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
In meinem alten Faust I/II plus Urfaust schlage ich zufällig die Seite 92 auf. Die Zeilen passen noch nicht, aber wartet nur ein paar Wochen. Ich freue mich schon.
Faust: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick; Im Tale grünet Hoffnungsglück; Der alte Winter, in seiner Schwäche, Zug sich in rauhe Berge zurück. Von dorther sendet er, fliehend, nur Ohnmächtige Schauer körnigen Eises In Streifen über die grünende Flur;
Quelle: Johann Wolfgang Goethe, Faust, Berlin und Weimar, 4. Auflage 1977
„Liebesschlösser“ an einem Brückengeländer im Rombergpark (foto: zoom)
Was ich mich Anblick der unzähligen sogenannten „Liebesschlösser“ an den Brücken dieser Welt häufig denke: „Euer Schloss ist verrostet. Seid ihr noch zusammen?“
Ich werde es wahrscheinlich nie erfahren, es sei denn, irgendein schlauer Mensch schreibt demnächst seine Dissertation über dieses Thema.
Falls du schon an dieser wissenschaftlichen Studie strickst, bitte ich um einen statistischen Vergleich mit denjenigen Paaren, die KEINE Schlösser an Brückengeländer anbringen.
Es wäre gerade zu Beginn einer Beziehung wichtig zu wissen, ob Schlösser die Verbindung verlängern oder verkürzen.
Das Elektro-Schiff EMS Hennesee heute Nachmittag bei der Fahrt auf dem gleichnamigen See (foto: zoom)
Alle paar Monate schauen wir am Hennesee vorbei und jedes Mal merke ich, dass mir die Landschaft nicht zusagt. Selbst im Sommer ist mir dort eher düster zumute. Woran es liegt? Keine Ahnung. Normalerweise sind Seen doch ein Selbstgänger.
Vielen unserer Bekannten gefällt der Hennesee hingegen sehr. Man kann spazieren gehen, Rad fahren, schwimmen oder mit dem elektrischen Motorschiff über den See tuckern. Dazu gibt es eine beliebte Restauration an der Berghäuser Bucht, einen Spielplatz und nicht zu vergessen, den mächtige Staudamm mit der eisernen Himmelstreppe.
Die Himmelstreppe am Staudamm des Hennesees in Meschede (archivfoto: zoom)
Also kein Grund, am Hennesee miesepetrig umherzuschleichen. Ab dem Frühjahr werde ich häufiger mit dem Rad den asphaltierten Weg am Ostufer des Stausees nutzen, um von Reiste nach Meschede zu gelangen.
Vielleicht wird mir dann, wenn die Sonne scheint und die Vögel zwitschern, auch an der Hennetalsperre heiter zumute.
Ich werde schon noch herausfinden, warum der Hennesee und ich noch(?) keine dicken Freunde geworden sind.
Ich bin die Zusammenfassung unserer Kölner Silvesterparty schuldig geblieben. Sie verlief sehr übersichtlich in angenehmer Atmosphäre.
Zwei Mal habe ich fürchterliche Niederlagen beim Kickern erlitten. Es folgte eine Verlustpartie Backgammon, die ich mit Ach und Krach durch einen Sieg ausgleichen konnte.
Gespräche beim Raclette. Daraus erwuchs der stille Vorsatz, mich im Jahr 2026 zumindest oberflächlich mit Arnold Schönberg zu beschäftigen. Hatten wir das Thema nicht in der Schule? Keine Ahnung. Vergessen. Vielleicht hat der Scheibenbeißer in Kassel Schönberg auf Vinyl gepresst. Erst die zwölf Töne hören, dann lesen. Habe schon bei Wikipedia gelünkert.
Knall! Peng! Puff! 2026 erschien am Horizont über den Dächern von Kalk. Prost! Niemand schien Vorsätze zu haben oder wollte sie nicht aussprechen. Magisches Denken.
Im Bücherregal der Gastgeberin schaute mich die Autobiografie von John Peel, Margrave of the Marshes, an. „Darf ich mir das Buch ausleihen?“ „Ja, klar!“
Danke sehr. Ich gebe es spätestens zurück, wenn wir nach Köln zurückkehren, um erstens endlich den Melaten-Friedhof und zweitens das Käthe Kollwitz Museum zu besuchen.
Vor der Party ein Spaziergang durch den Kölner Stadtteil Humboldt/Gremberg
Köln Humboldt/Gremberg: Blick in die Nassaustraße (foto: zoom)
Ich wundere mich jedes Jahr zu Silvester aufs Neue, woher ich die geheime Kraft habe, im Kölner Stadtteil Humboldt in kürzester Zeit eine Parklücke zu finden. Es ist schon verrückt, wie viele Autos die Wohngebiete unserer Städte verstopfen. Wenn wir dann ein Mal im Jahr unsere Freunde in Köln besuchen, um das Neue Jahr gemeinsam zu begrüßen, werden wir selbst zum Teil des Problems.
In diesem Jahr waren wir zwei Stunden zu früh in Köln und hatten noch etwas Zeit, durch Humboldt/Gremberg zu streifen.
Hoffnungslos optimistisch haben wir uns auf die Suche nach einem Café begeben. Schwierig. Ein Kiosk hatte geöffnet, aber ohne einen gemütlichen Sitzplatz.
Kiosk in der Rolshover Straße (foto: zoom)
Weiter ging’s. Interessante Aspekte der Kölner Abfallbeseitigung waren links und rechts am Wegesrand zu beobachten.
Volpertusstraße (foto: zoom)
Am Ende der Volpertstraße steht ein sogenannter Offener Bücherschrank.
Offener Bücherschrank am Stadtpark Humboldt-Gremberg (foto: zoom)
Die Dämmerung hatte bereits eingesetzt und die Smartphone-Bilder wurden immer pixeliger. Ich mag den Blick auf eine wild zusammengesetzte Stadtarchitektur.
Kölner Stadtarchitektur: im Vordergrund das Vereinshaus des SV Gremberg Humboldt 60/62 e. V. (foto: zoom)
Den Spielplatz (Parkour) kenne ich noch vom letzten Jahr Silvester. Er ist weder gemütlicher noch einladender geworden.
Park an der Lenzwiese: Spielplatz/Parkour (foto: zoom)
Haben wir ein Café gefunden? Ein eingeschränktes Ja! Am Ende sind wir beim REWE To Go in der Aral-Tankstelle an der Rolshover Straße gelandet, 24/7 geöffnet.
An diesem späten Silvesternachmittag fanden wir es richtig gemütlich, dort auf den hohen Stühlen am Bistro-Tisch zu sitzen, den Geschäftsbetrieb zu beobachten und dabei unseren heißen Kaffee aus Porzellan-Tassen zu trinken.
Danach haben wir entspannt bei unseren Freunden geklingelt. Die Silvester-Party konnte beginnen.
Nach Heiligabend ist auch der erste Weihnachtstag vorbei. Er begann mit 1000 Metern im Winterberger Hallenbad und endete bei einem veganen Braten aus Dresden.
Zwischendrin habe ich eine kleine Runde über die Dörfer gemacht. Wie ich es gestern vorhergesagt hatte, schien heute die Sonne, der Himmel war blau und es blies erneut ein kalter Wind.
Drei Bilder habe ich für heute ausgewählt.
Baum, Kreuz, Bank und ein Windrad bei Einhaus (foto: zoom)
In den nächsten Tagen soll es etwas wärmer werden. Ob es um Neujahr herum schneien wird, ist noch nicht sicher.
Bis dahin: geht spazieren und genießt die Sonne.
Scheune hinter Walbecke (foto: zoom)
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