Guckst du! Kleine Abendrunde zum Krähenstein

Die Ziegen weiden wieder am Krähenstein (foto: zoom)

Gestern Abend bin ich zu einer Mini-Radtour aufgebrochen. Bis zum Krähenstein waren es trotz Umwegs durch die Schlade 3,95 km.

Nachdem mich die Ziegen neugierig angeschaut hatten, biss mir eine von ihnen in die Hosentasche. Weder mein Portemonnaie noch der Objektivdeckel waren essbar und so ließen sie mich in Ruhe zum Kreuz hinauf und wieder hinunter klettern. Grass und Blätter rupfen war interessanter und leckerer.

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Wann ist ein Urlaub beendet?

Windmühle in Rørvig/Sjælland (foto: zoom)

Aus dem Urlaub zurückkehren, das ist kein Problem. Schwieriger ist es, wieder zu Hause anzukommen.

Mindestens eine Woche dauert die Zeit des melancholischen Nachklangs: die Dünen, das Meer, die Schiffe im Hafen, das Eis, die Radtouren, das Essen, Lesen und die fremdsprachigen Zeitungen in der kleinen Bibliothek; und dazu Zeit ohne Ende.

„Ist es nicht langweilig in Dänemark?“, haben mich mehrere Bekannte gefragt.

Dem will ich keinesfalls widersprechen. Fahrt woanders hin. Dänemark ist langweilig, insbesondere in der Vorsaison.

Ich habe allerdings einen kleinen Tick: was für andere als öde Langeweile erscheint, sehe und fühle ich als Mußezeit.

Im Sauerland bin ich erst nach dem ersten Abendspaziergang auf dem Kahlen Asten angekommen – also heute.

Die Bäume standen erhaben im Abendlicht und die Tourist*innen schienen den Berg zu meiden. Kaum jemand zu sehen. Nichts los. Langweilig.

Mußezeit auf dem Kahlen Asten. Wieder im Lande. Tschüss Sjælland. Hallo Sauerland!

Heute Abend auf dem Kahlen Asten (foto:zoom)

Aus der Fotokiste: Louisiana Museum of Modern Art

Fortlaufendes Update: Vier Bilder ohne Text

Elmgreen & Dragset, Powerless Structures, Fig. 11, 1997, überbelichtet (foto: zoom)

Bauarbeiten im Blog. Heute veröffentliche ich vier Fotos, zu denen mir noch die Geschichte einfallen soll.

Sicher ist, dass sie alle etwas gemein haben.

Aus der Ausstellungssammlung Jean-Michel Basquiat, Headstrong (foto: zoom)

Die vier Fotos sind im Louisiana Museum of Modern Art entstanden. Das Museum befindet sich an der Küste nördlich von Kopenhagen. Wenn ich auf Seeland bin, versuche ich es eigentlich immer zu besuchen.

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Des Rätsels Lösung: Hier war ich

Blick vom KölnTriangle auf die „richtige“ Rheinseite (foto: zoom)

Gestern hatten wir mit dem Wetter Pech. Kaum waren wir in Köln angekommen, plästerte es aus dicken grauen Wolken.

Für den Blick vom KölnTriangle auf der Deutzer Seite (der Schäl Sick) klarte der Himmel kurz auf und ich konnte ein Foto durch die dicken Plexiglas-Scheiben machen.

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Rätsel: Wo bin ich?

Blende 7.1, ISO 100, Belichtung 4 sec (fotos: zoom)

Das haben bestimmt schon viele vor mir getan: wenn die Bilder verwackeln und unscharf sind, wenn das Stativ zu Hause steht und einem im Touristen-Gewusel der Kragen platzt, dann kann man das Foto auch gleich ganz verreißen.

Das obere Bild ist noch nicht sehr aussagekräftig, aber vielleicht ist das nächste Foto deutlicher: Wo bin ich?

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Gelbe Blüten, Kanadagänse und ein Entenpaar

Ein kleiner Spaziergang entlang der Namenlose

Flache grün-gelbe Blüten sitzen auf runden, gekerbten Blättern.
Das wechselblättrige Milzkraut an der Namenlose (foto: zoom)

Das wechselblättrige Milzkraut blüht jedes Jahr gemeinsam mit den Hohen Primeln und den Buschwindröschen entlang der Namenlose zwischen Bahn-Viadukt und Silbacher Hundetrainingsverein.

Die Tage sind kalt, aber die ersten Frühblüher haben es im feuchten, schattigen Wald auch in diesem Jahr wieder geschafft. Am späten Nachmittag hatten die Buschwindröschen allerdings ihre weißen Blüten schon wieder zusammengefaltet. Die Primeln gedeihen auf der sonnigen Seite des Weges.

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Abendspaziergang am Eggenberg

Eine kleine Kapelle liegt zwischen Bäumen im Wald. Direkt vor der Kapelle rechts ist eine weiße Bank. Der Schnee zwischen den Bäumen ist löchrig; brauen Flecken mit Wiese. GAnz vorn rechts steht noch eine braune Holzbank, mit Flechten überzogen.
Die Kapelle Maria zur Gilgegaike in der Nähe des Parkplatzes Krämerhöhe (foto: zoom)

Wie schnell sich doch innerhalb einer halben Stunde vor Sonnenuntergang das Licht verändert.

Gerade noch lag die Kapelle Maria zur Gilgaike im grellen Sonnnenlicht, das Blau des Himmels bleich hinter den Bäumen, da erglühte der Holzpolter auf der Höhe.

Ein breiter Holzpolter im Abendlicht. Davor ein schmaler Streifen Schnee, Dahinter fünf große, schlanke, kahle Bäume. Dann folg der Wald und der blaue Abendhimmel.
Ein Holzpolter auf der Höhe „Am Eggenberg“ (foto: zoom)

Vor dem dunklen, satten Blau im Osten schienen die hoch aufragenden Bäume um ihre zersägten ehemaligen Mitbewohner des Waldes ihre Häupter zu neigen.

Ehe ich mich versah, ging die Sonne auf der anderen Seite des Tals hinter dem Bergkamm unter.

Die Jagdkanzel habe ich um 17:11 Uhr aufgenommen. Der offizieller Sonnenuntergang war heute 17:29 und das Tal lag schon länger im Schatten.

Eine Jagdkanzel ragt in den dunklen Abendhimmel. Am Fuß der Treppe ist noch ein Teil der untergehenden Sonne zu sehen.
Jagdkanzel im Gegenlicht der untergehenden Sonne (foto: zoom)

Wie man auf den Bildern erahnen kann, liegt zwar Schnee auf den Höhen, aber er ist alt und verharscht. In den Fahrspuren und Fußpfaden ist der Schnee geschmolzen und dann wieder vereist. Es ist nicht angenehm hier herzugehen.

Wandern kann man momentan am besten auf geräumten Wegen und in den meist grünen Tälern.

Den Jogger, der sich zur gleichen Zeit wie ich auf der Krämerhöhe herumtrieb, habe ich heute bedauert. Aber vielleicht hat er im Gegensatz zu mir seinen Weg gefunden.

Pausenbild: Goethe im Stadthallengarten

Ein Dichter-Büste von halb-rechts-hinten fotografiert. Der Blick ist in den unscharfen Hintergrund, eine Mischung aus Schnee und Sträuchern, gerichtet.
Goethe schaut in den verschneiten Stadthallengarten (foto: zoom)

Der Sonntag neigt sich dem Ende zu. Ich sichte die Fotos des Kassel-Ausflugs. Für thematische Ausflüge reicht die Zeit heute nicht mehr. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

In meinem alten Faust I/II plus Urfaust schlage ich zufällig die Seite 92 auf. Die Zeilen passen noch nicht, aber wartet nur ein paar Wochen. Ich freue mich schon.

Faust: Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zug sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;

Quelle: Johann Wolfgang Goethe, Faust, Berlin und Weimar, 4. Auflage 1977

Gute Nacht miteinander!

Fundstücke: Alte Liebe rostet doch

„Liebesschlösser“ an einem Brückengeländer im Rombergpark (foto: zoom)

Was ich mich Anblick der unzähligen sogenannten „Liebesschlösser“ an den Brücken dieser Welt häufig denke: „Euer Schloss ist verrostet. Seid ihr noch zusammen?“

Ich werde es wahrscheinlich nie erfahren, es sei denn, irgendein schlauer Mensch schreibt demnächst seine Dissertation über dieses Thema.

Falls du schon an dieser wissenschaftlichen Studie strickst, bitte ich um einen statistischen Vergleich mit denjenigen Paaren, die KEINE Schlösser an Brückengeländer anbringen.

Es wäre gerade zu Beginn einer Beziehung wichtig zu wissen, ob Schlösser die Verbindung verlängern oder verkürzen.

Danke im Voraus und Gute Nacht!

Was vom Tag bleibt

Ein Foto vom Hennesee

Das Elektro-Schiff EMS Hennesee heute Nachmittag bei der Fahrt auf dem gleichnamigen See (foto: zoom)

Alle paar Monate schauen wir am Hennesee vorbei und jedes Mal merke ich, dass mir die Landschaft nicht zusagt. Selbst im Sommer ist mir dort eher düster zumute. Woran es liegt? Keine Ahnung. Normalerweise sind Seen doch ein Selbstgänger.

Vielen unserer Bekannten gefällt der Hennesee hingegen sehr. Man kann spazieren gehen, Rad fahren, schwimmen oder mit dem elektrischen Motorschiff über den See tuckern. Dazu gibt es eine beliebte Restauration an der Berghäuser Bucht, einen Spielplatz und nicht zu vergessen, den mächtige Staudamm mit der eisernen Himmelstreppe.

Die Himmelstreppe am Staudamm des Hennesees in Meschede (archivfoto: zoom)

Also kein Grund, am Hennesee miesepetrig umherzuschleichen. Ab dem Frühjahr werde ich häufiger mit dem Rad den asphaltierten Weg am Ostufer des Stausees nutzen, um von Reiste nach Meschede zu gelangen.

Vielleicht wird mir dann, wenn die Sonne scheint und die Vögel zwitschern, auch an der Hennetalsperre heiter zumute.

Ich werde schon noch herausfinden, warum der Hennesee und ich noch(?) keine dicken Freunde geworden sind.