Morgens zwischen Beringhausen und Heggen

Mit dem Fahrrad im Bogen nach Meschede

Alte Scheune in Beringhausen (foto: zoom)

Falls ihr häufiger mit dem Fahrrad auf dem Bogen Baldeborn, Löllinghausen, Beringhausen, Heggen und Löttmaringhausen unterwegs seid, schaut doch einmal die Gebäude links und rechts im Tal der kleinen Henne an.

Die zerfallende Scheune erinnert mich stets an das Auenland der tolkinschen Hobbits. Seit Jahren warte ich auf die perfekten Lichtverhältnisse. Sie kommen nie.

Das ländliche Fachwerk-Ensemble habe ich merkwürdigerweise erst am vergangenen Sonntagmorgen, also vor vier Tagen, entdeckt. Dabei ist es sehr auffällig. Nach vielen Jahren selektiver Wahrnehmung habe ich nun auch diese Lücke geschlossen.

Ensemble mit Fachwerk bei Heggen (foto: zoom)

Schon häufiger bin ich vor dem Gutshof Pohl abgestiegen und habe auf die Hexe mit dem schwarzen Kater auf der Schulter gewartet, damit sie mir das verwunschene Anwesen zeige.

Diese Lücke ist noch offen.

Alter Gasthof in Beringhausen (foto: zoom)

Die Strecke gefällt mir wesentlich besser als der Radweg zwischen Remblinghausen und Meschede entlang der Hauptstraße. Er verläuft, immerhin getrennt von Leitplanken, direkt neben der Straße und dort herrscht ein unangenehmer Verkehrslärm. Ob E-Auto, Benziner oder Diesel – es sind die Abrollgeräusche der Reifen, die den Krach veranstalten. Außerdem setzen sie große Mengen an Feinstaub frei.

Der kleine Umweg über Beringhausen lohnt sich.

Guckst du! Kleine Abendrunde zum Krähenstein

Die Ziegen weiden wieder am Krähenstein (foto: zoom)

Gestern Abend bin ich zu einer Mini-Radtour aufgebrochen. Bis zum Krähenstein waren es trotz Umwegs durch die Schlade 3,95 km.

Nachdem mich die Ziegen neugierig angeschaut hatten, biss mir eine von ihnen in die Hosentasche. Weder mein Portemonnaie noch der Objektivdeckel waren essbar und so ließen sie mich in Ruhe zum Kreuz hinauf und wieder hinunter klettern. Grass und Blätter rupfen war interessanter und leckerer.

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Der Winterberger Handelsmann als Lobbe-ist

Jetzt ist er platt, der Handelsmann am Extrablatt

Die Handelsmann-(und Frau- und Kind-) Figurengruppe heute neben dem Schrottcontainer (foto: zoom)

Als ich heute mit dem Fahrrad den steilen Weg zum Rauhen Busch hinauf fuhr, traute ich meinen Augen nicht. Eingezäunt stand dort neben dem Container des Entsorgungsunternehmens Lobbe der Winterberger Handelsmann mit Frau und Kind.

Sollte der frischgebackene Lobbe-ist nicht auf dem Marktplatz stehen?

Auf der Website der Stadt Winterberg habe ich sofort nach der Rückkehr nachgelesen:


Statue Handelsmann, Marktplatz „Untere Pforte“

Entdecke die historische Statue Handelsmann…

…das Herzstück der Altstadt am Marktplatz Untere Pforte. Einst zogen die Winterberger als sogenannte Kiepenkerle bis nach Holland, um ihr karges Einkommen mit handgemachten Holz- und Eisenwaren aufzubessern. Heute erinnert dieses beeindruckende Denkmal an den fleißigen Berufsstand vergangener Jahrhunderte. Erlebe den Kaufmann in typischer Tracht mit Hut, Mantel und schwerem Warenbündel hautnah. Der Platz ist ein lebendiger Begegnungsort mit gemütlicher Gastronomie, was ihn zu einem idealen Ausflugsziel im Sauerland macht. Schnapp dir deine Kamera, denn die Statue gilt als beliebtes Fotomotiv. Verbinde deinen Ausflug mit einem entspannten Stadtbummel und tauche in die spannende Geschichte dieser Sehenswürdigkeit in Winterberg ein.

Screenshot der Winterberger Website von heute 20.30 Uhr

„Schnapp dir deine Kamera, denn die Statue gilt als beliebtes Fotomotiv.“

Das beliebte Fotomotiv steht, wie auf dem Bild von heute Abend zu sehen ist, nicht mehr auf seinem Platz. Das „Herzstück der Altstadt am Marktplatz Untere Pforte“ sei vor ungefähr ein bis zwei Monaten abgebaut worden, sagte mir eine Mitarbeiterin der Restaurationskette.

Dort, inmitten der Außengastronomie, müsste der Handelsmann mit Frau und Kind eigentlich stehen. (foto: zoom)

Wäre ich heute nicht zufälligerweise am Lobbe-Container vorbeigeradelt und hätte sich mir in der Nachmittagshitze nicht der (müde) Kalauer vom Handelsmann als Lobbe-isten aufgezwungen, wer weiß ob ich im gastronomischen Gewusel an der Unteren Pforte das Fehlen „dieses beindruckende[n] Denkmal[s]“ bemerkt hätte.

Oder noch flacher: Jetzt ist er platt, der Handelsmann am Extrablatt.


Zehn Jahre sind vergangen: der Lincoln Memorial Reflecting Pool kurz vor Trump I

Der „Reflecting Pool“ spiegelt im Jahr 2016 den Obelisken (foto: zoom)

Im August 2016 schien die Welt noch in Ordnung. Der Lincoln Memorial Reflecting Pool lag fotogen vor unseren Füßen. Wir waren auf der Reise von Dallas nach New York in Washington D.C. angekommen.

Den Parteitag der Republikaner hatten wir live im TV bei Freunden miterlebt und gemeinsam kommentiert. Niemals hätten wir gedacht, dass der Narziss und Grifter, der Boss des Familien-Clans Trump, die Wahlen gewinnen würde.

Seine Ehefrau Melania hatte sich bei ihrer Unterstützungsrede großzügig an der Rede von Michelle Obama bedient. Wie sich herausstellen sollte, war dies noch ein geringfügiger Diebstahl, verglichen mit dem mafiösen Ausschlachten des Staates in den darauf folgenden Jahren.

Mein Verhältnis zu den USA hat mit Trump I einen ersten tiefen Riss bekommen, der seit Trump II schmerzhaft weiter klafft.

Der gleiche Standpunkt, nur mit Weitwinkel (foto: zoom)

2016 war unser letzter Besuch in den United States of America. Gern hätte wir das Land, unsere Freunde, noch einmal besucht, aber nicht unter den herrschenden Bedingungen.

Kassel-Kirchditmold: Photostübchen adé

Die Frontseite eines Ladenlokals. Links eine brauen, hölzerne Eingangstür, rechts das Fenster, blauer Rahmen, mit buntem Blumenkasten unten. Dazwischen ein silberner Briefkasten. Über dem Fenster ein großes hölzernes Schild mit der dunklen Inschrift "Photostübchen". 

Im Vordergrund als Rahmen unscharf Zweige mit hellgrünen Blättern.
Das Photostübchen wird anscheinend umgebaut. (foto: zoom)

Es sind fast sechs Jahre vergangen, seit ich ein Bild am „Photostübchen“ in Kassel-Kirchditmold fotografiert hatte.

Nach der Pandemie wollte ich nachschauen, ob der Ladenbesitzer sein Geschäft in der Mergellstraße wieder eröffnet hat. Aber gestern war ich zu spät. Vor mehr als zwei Jahren hat Gerhard Schöttner sein Photostübchen endgültig geschlossen.

Die HNA berichtete: https://www.hna.de/kassel/kirchditmold-ort160820/sogar-ein-wm-held-kaufte-bei-ihm-92716917.html

Das große hölzerne Geschäftsschild hängt noch über dem Fenster. Aber anscheinend wird drinnen umgebaut.

Beim nächsten Kassel-Besuch werde ich sehen, wie sich das Photostübchen weiterentwickelt.



Das Ende der Hitzewelle auf dem Kahlen Asten

Dtramatisch anmutender Wolkenfächer vor blauem Himmel auf dem Kahlen Asten. Unten eine Baumreihe auf der grünen Heidelandschaft. Hinter den Wolken geht die Sonne unter.
Heute Abend auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Nur noch 26 °Celsius herrschten heute Abend auf dem Kahlen Asten. Es wehte ein leichter Wind.

Endlich wieder befreit. Für die nächsten Tage muss ich nicht mehr in die Kellerräume fliehen, um so der Hitze auszuweichen.

Ein Vorteil hatte die Bewegungslosigkeit: Ich habe die Philosophie Magazin Sonderausgabe zu Habermas in einem Rutsch durchgelesen und weitgehend verstanden.

Weiter geht es mit Auch eine Geschichte der Philosophie von Habermas selbst, allerdings nicht so leicht verdaulich wie das Magazin.

Ab in den Lese-Sessel!


Hitzefrei

Das Blog macht Pause

Windenergieanlage bei Einhaus (foto: zoom)

Nicht nur, aber auch wegen der Hitzewelle macht das Blog Pause.

Ich bin nicht für die momentan herrschende hohen Temperaturen gemacht. Priorität haben die alltäglichen Verpflichtungen und Aufgaben im Offline.

Blick auf Remblinghausen (foto: zoom)

Ich stelle euch noch eine paar Fotos vom letzten Samstag vor. Danach habe ich sowohl das Stadtradeln einen Tag vor dem offiziellen Ende am 21. Juni als auch das Fotografieren eingestellt.

Da drunter muss ich her – hilft ja alles nix.

Nächste Woche soll es etwas abkühlen. Bis spätestens dahin .

Bleibt Cool!

Der Sommer kommt: abends auf dem Kahlen Asten

Abends auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Es wird in den nächsten Tage auch im Hochsauerland sehr warm. In Winterberg sollen die Temperaturen morgen auf 31 Grad Celsius klettern. Für die einen heißt es „endlich Sommer“, für die anderen „Vorsicht Hitze!“.

Der Kahle Asten ist bei hohen Temperaturen am Abend ein angenehmer Ort, um bspw. spazieren zu gehen. Wer geduldig ist, kann auf den Sonnenuntergang warten. Bequeme Bänke stehen bereit.

Der längste Tag ist in diesem Jahr der 21. Juni. Die Sonne geht dann in Winterberg um 5:10 Uhr auf und um 21:46 Uhr wieder unter. Rechnet mal aus, wieviele Stunden und Minuten das sind. Von da an dann geht es wieder bergab – sagen die Pessimist*innen.

Für die Optimist*innen geht es erst richtig los: der exakte Sommeranfang ist am 21. Juni um 10:24 Uhr. Dann erreicht die Sonne ihren höchsten Stand. Der kalendarische Sommer nimmt Fahrt auf.

Stadtradeln: Königswege und lausige Pfade

Auf der Höhe zwischen Ramsbeck, Wasserfall und Heinrichsdorf (foto: zoom)

Mit Ausnahme des letzten Jahres habe ich seit 2022 stets beim dreiwöchigen Stadtradeln in Winterberg mitgemacht. Ich bin jeweils über 1000 km geradelt, um möglichst viele Straßenradtouren zu absolvieren: Nebenstraßen, asphaltierte Wirtschaftswege und gut zu befahrene Forstwege.

Für das Freizeitradeln habe ich mir inzwischen viele entspannte Runden rund um Winterberg und darüber hinaus zusammengebastelt. Allein bei den Alltagsradwegen hapert es noch. So vermisse ich seit über zwei Jahrzehnten einen Radweg zwischen Siedlinghausen und Olsberg. Die Bahnstrecke führt durch das sogenannte Negertal, die Landstraße 742 schlängelt sich nebenher durch eine wunderschöne Landschaft. Leider herrscht auf der Straße im Alltag viel Verkehr.

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Müde – Sonnenuntergang – Gute Nacht!

Ein dreigeteiltes Bild: unten die schwarze Hügelkette, darüber der blaugelbe Abendhimmel von leichten Wolken und Kondensstreifen durchzogen. Zum Abschluss oben eine bedrohlich wirkende dunkelrote Wolkendecke.
Sonnenuntergang in Siedlinghausen (foto: zoom)

Vor drei Tagen habe ich diesen Sonnenuntergang über dem Hochsauerland im Vorübergehen aufgenommen.

Heute komme ich dazu, ihn vorzuzeigen.

Es ist spät. Die vergangenen Tage waren anstrengend. Müde. Gute Nacht!