Die Radfahrsaison ist eröffnet.

Ausflug zu Beginn des phänomenologischen Vorfrühlings (foto: zoom)

Ich habe gestern die Radfahrsaison mit einem Ausflug zum Kahlen Asten eröffnet. Hin und zurück sind das um die 30 Kilometer.

Die Straßen waren frei von Schnee und Eis, die Temperaturen lagen im Plus. Dicke Jacke, Winterhandschuhe, Sturmhaube, obendrauf den Helm und die Kälte blieb erträglich.

Es herrschte Nebel, am schlimmsten in Altastenberg. Der Kahle Asten und die Kernstadt Winterberg war voller Touristen, die Skilifte sind in Betrieb.

Mir ist das alles zu eng. Das Schwimmen im Hallenbad ist für mich zur Zeit gestrichen. Ich habe keine Lust, mir im Umkleidebereich das Omikron-Virus einzufangen. Leider kann man beim Schwimmbad im Oversum von außen nicht sehen, ob es voller Menschen ist oder ob man es riskieren kann, ein paar Bahnen zu ziehen.

Radfahren ist eine prima Alternative solange das Wetter mitspielt. Der Winter im Hochsauerland war nicht immer gnädig mit mir. Carpe Diem, bis der nächste Schnee- oder Kälteeinbruch kommt.

Nicht nur zur Weihnachtszeit … von hinten durch die Brust zum #MediaCampNRW

Im Hochsauerland ist die Weihnachtsmann immer noch auf dem Sprung. (foto: zoom)

Früher habe ich mich über Leute lustig gemacht, die ihre Weihnachtsdeko bis in den Februar hinein blinken und leuchten ließen. In diesen pandemisch-grauen Zeiten hebt der in den Vorgarten schwebende rot-grüne Weihnachtsmann meine Laune. Warum nicht Farbe in die trüben Tage bringen? Nicht nur zur Weihnachtszeit …

Mein Kopf brummt, denn heute fand das #MediaCampNRW 2022 in Duisburg statt. Ok, das ist ein bisschen gelogen, denn keiner der gut 50 Teilnehmer:innen aus vielen Teilen Deutschlands hatte auch nur einen Fuß vor die Tür gesetzt. Wir trafen uns in der großen weiten virtuellen Welt der Konferenzsoftware Zoom, unterstützt von Duisburg ist echt und den JournalistenTools. Die Veranstaltungsleitung hatten Kai Rüsberg (MediaLab) und Christina Quast (JournalistenTools).

Ein Barcamp, so die Veranstaltungsform, besteht aus jeweils 45-minütigen parallel stattfindenden Sessions. Die Themen dieser Sessions werden von den Teilnehmer*innen vorgeschlagen.

Das endgültige Programm des #MediaCampNRW wurde also heute Morgen zu Beginn der Veranstaltung gemeinsam festgelegt.

Zwei Themen, die schon im Vorwege vorgeschlagen waren, hatten mich zur Teilnahme bewegt:

Fake News und Desinformation – wie sie entstehen und wie wir sie entlarven können – Daniel Fitzke
Mehrspurbearbeitung für Podcasts – Kai Rüsberg

Meine eigene Fragestellung habe ich dann “todesmutig” selbst eingebracht:

Wie mit begrenzten Ressourcen ein Lokalblog herausgeben bzw. optimieren?

Sowohl die Präsentationen Daniel Fitze als auch von Kai Rüsberg waren interessant und werden hoffentlich hier im Blog ihre Spuren hinterlassen. Eine inhaltliche Wiedergabe erspare ich mir, auch weil ich jetzt müde bin und ein Buch lesen will.

Die Session zum Lokalblog war für mich sehr aufschlussreich. Viele Tipps, Hinweise und Vorschläge der anderen Teilnehmer:innen müssen erst einmal sacken, sortiert werden und dann ihren Weg in den Blog-Alltag finden.

Soweit so unvollständig. Nehmt es als Tagebucheintrag.



Umtauschpflicht für Führerscheine – Verzicht auf Bußgeld

Bin mit allem durch. Die alte Fahrlizenz ist entwertet und die neue schon in meiner “Scheckkartensammlung”. (foto: zoom)

Hochsauerlandkreis. Seit Mittwoch, 19. Januar, greift die erste Umtauschpflicht von Papierführerscheinen in Deutschland.

(Pressemitteilung Kreisverwaltung und Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis)

Auch im Hochsauerlandkreis kommt es durch viele Umtauschersuchen zu einem hohen Arbeitsaufkommen in den Führerscheinstellen. 2021 wurden dort rund 6.500 Führerscheine umgetauscht. Das ist das fünffache der Fälle der vorherigen Jahre. Allein im aktuellen Monat beträgt die Zahl der bisher umgetauschten Führerscheine bereits rund 600 (Stand: 19. Januar).

Die Bürgerinnen und Bürger im Hochsauerlandkreis, die ihren abgelaufenen Führerschein umtauschen wollen, erhalten im Rahmen der Antragstellung ein drei Monate gültiges Dokument, mit dem die Fahrerlaubnis bis zum Erhalt des neuen Kartenführerscheins nachgewiesen werden kann. Somit muss niemand befürchten, über einen längeren Zeitraum ohne Papiere unterwegs zu sein.

Der hohe Andrang führt jedoch dazu, dass einige Anträge, trotz fristgerechter Einreichung der Betroffenen, noch nicht bearbeitet werden konnten.

Die Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis wird aus diesem Grund bei Verkehrskontrollen auf diese Besonderheit in den betroffenen Fällen Rücksicht nehmen. In Anwendung des Opportunitätsprinzips wird von einer Ahndung des Verstoßes gegen die Umtauschpflicht in den kommenden Wochen abgesehen, es wird also grundsätzlich kein Verwarngeld verhängt (siehe Anmerkung).

Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass derzeit vorrangig die Anträge der aktuell betroffenen Geburtsjahrgänge 1953 bis 1958 bearbeitet werden. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass nur die Inhaberinnen und Inhaber von Papierführerscheinen (grau oder rosa) von der Umtauschpflicht betroffen sind.


Anmerkung: Das Bayerische Innenministerium teilte am schon am Montag mit, dass Verstöße gegen die Umtauschpflicht wegen der aktuellen Belastungen durch die Corona-Pandemie vorerst nicht sanktioniert werden. Das habe die Innenministerkonferenz unter dem Vorsitz von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) beschlossen.

Umleitung: Wo kommen die ganzen Millionär*innen her? Heißzeit, Volksseele, Kultur mit Kick, Fliegen ist für’n Ar****, Vorfahrt fürs Fahrrad und mehr …

Container am Bergsee zwischen Siedlinghausen und Silbach (foto: zoom)

Wo kommen die ganzen Millionär*innen her? Allein in Deutschland zählte die Unternehmensberatung Capgemini in ihrem letzten World Wealth Report von Mitte 2021 1.535.100 (meist männliche) Millionär*innen … analyse&kritik

Die Heißzeit – eine SciFi-Erzählung: “Meine aktuelle Science-Fiction-Geschichte „Der Gast“ geht von der Annahme aus, dass mehrere Kippelemente des Klimas sich zu einer Katastrophe aufschaukeln und eine Temperaturerhöhung von mehr als 11 °C auslösen. Ist das nicht etwas übertrieben? Sehen wir mal …” … scilogs

Volksseele (Satire): „Länd of the Frühaufstehers, verstehen Sie? Das war in Deutschland immer schon so, deshalb kann man das auch nicht mehr ändern. Wenn man das nämlich ändern würde, hätten wir sofort wieder eine Revolution, und wir sind mit der letzten noch nicht fertig geworden … zynaesthesie

Wer war Signe Brander? Ein Ausflug ins örtlich sowie zeitlich weit entfernte Finnland des beginnenden 20. Jahrhunderts. Dort fotografierte vor über hundert Jahren Signe Brander als erste Museumsfotografin unter anderem das Stadtbild sowie die Menschen in Helsinki … kwerfeldein

Digitale-Dienste-Gesetz: Wie die Datenindustrie ein Verbot von Überwachungswerbung verhinderte … netzpolitik

Kultur mit Kick: Martin Suter legt Roman über „Schweinis“ Leben vor … revierpassagen

Fliegen ist doch für’n Ar****: Es kann sein, dass ich Ende August nach Spitzbergen muss. Dummerweise ist Spitzbergen in realistischer Zeit nur mit dem Flugzeug zu erreichen … unkreativ

Alles klar beim Pfand? Irrtümer rund um Rückgabe und Verwertung von Getränkeverpackungen … doppelwacholder

Vorfahrt fürs Fahrrad? Auch im HSK bleibt noch viel zu tun, damit sich die Bedingungen für das Radfahren deutlich verbessern … sbl

Die Ermittlungen laufen

Auf meinem Wanderweg … (foto: zoom)

Manchmal wird es mir doch langweilig bis zum Überdruss, wenn ich immer wieder dieselben Strecken um unseren Ort zurücklege.

In fast zwei Jahren Pandemie habe ich fast alle Wege durchgespielt.

Höchste Spannung herrscht allerdings, wenn Teile eines Skeletts auf dem Weg herumliegen.

Wer war der Täter? Wer kennt das Opfer?

Ihr seid dran.

Umleitung: selbstsichere Dumme, antisemitischer Antizionismus, Luca-App, Batterieautos, Denkmäler, ein Vernichtungsort, Achternbusch, die Obrigkeit und eine Reise in die Bretagne

Spaziergänger auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Die Vereindeutigung der Welt: Die Dummen sind selbstsicher, die Klugen voller Zweifel. Das ist ein Malheur, aber in sich auch logisch … misik

Antizionismus als Antisemitismus: gegen deutschsprachige Medien – in Filderstadt … scilogs

Luca-App: Eine Kündigungswelle rollt los … netzpolitik

Batterieautos sind nicht die Lösung: Der ÖPNV ist sie … unkreativ

Die Geschichte eines Vernichtungsortes: Wanderausstellung macht Station im MKK … nordstadtblogger

Denkmäler, die rumstehen: Ein normales Denkmal von einem örtlichen Sportverein, das irgendwann vor Ewigkeiten aufgestellt wurde und jetzt trotz enorm faschistischem Sprachduktus weiterhin rumsteht … schmalenstroer

Zum Tod von Herbert Achternbusch: Bayerischer Suff – auch im alten Griechenland … revierpassagen

Obrigkeit verordnet Maulkorb: Schülerin kritisiert laschen Umgang mit Corona an Schulen – Das geht ja gar nicht! … doppelwacholder

Wenn einer eine Reise tut: Bretagne 2021 – Bilder … MHerbst

Heute getauscht: Blau gegen Grau. Dortmunder Zoo.

Es kommt mir vor, als hätte die Schneeeule einen leichten Silberblick. (foto: zoom)

Ab und zu überfällt mich eine Unruhe, und ich halte es im Hochsauerland nicht mehr aus. Heute war es wieder soweit. Kassel, Marburg, Paderborn, Dortmund, Dinslaken?

Paderborn langweilig, Marburg zu klein, Kassel zu oft, Dinslaken zu weit. Die Wahl fiel auf Dortmund und eine romantische Vorstellung von Tieren, die sich nichts sehnlicher wünschen als von mir fotografiert zu werden. Ich falle immer wieder darauf rein. Ab in den Zoo. Aus dem blauen und sonnigen Hochsauerland ins graue Ruhrgebiet.

Tiere in Gefangenschaft machen mich traurig und trübsinnig. Ich sollte mir das ein für alle Male hinter die Ohren schreiben. Nach dem Besuch bleibt stets ein schales Gefühl.

Hinter Gittern (foto: zoom)

Wäre die Welt ohne Großkatzen hinter Gittern kulturell ärmer? Was machen die den ganzen Tag außer fressen, schlafen sowie hin und her tapern?

In Umrissen Kolonialismus? (foto: zoom)

Vielleicht denken wir in naher Zukunft über eingesperrte Tiere aus “fernen Kontinenten” genau so, wie wir heute über die Menschenzoos und sogenannte Völkerschauen der letzten Jahrhunderte urteilen.

Menschelnd würde ich die Szene euphemistisch “gepflegte Langeweile” nennen. (foto: zoom)

Wie wäre es, wenn wir begännen, die Tierarten außerhalb der gepflegten Zoos nicht länger auszurotten? Das klappt anscheinend nicht. Ich meine nicht nur augenfällige Großsäuger, sondern auch die Insekten, Würmer, Fische, Spinnen …

Wenn ich das nächste Mal Hummeln unterm Hintern habe, fahre ich lieber zum Rombergpark. Die wunderbaren Bäume dort sind nicht hinter Gittern und Eintritt kostet es auch nicht.

Tiere zum Fotografieren haben wir im Hochsauerland ebenfalls. Beweise demnächst wieder hier im Blog.



Damit Omikron nicht oben bleibt: Gute Nacht vom Kahlen Asten!

Heute Abend am Kahlen Asten (foto: zoom)

Die Pressemeldung zu den heutigen Corona-Zahlen im Hochsauerlandkreis soll nicht oben im Blog stehen bleiben. Deswegen poste ich vor dem Gute-Nacht-Lesen den Blick vom Kahlen Asten heute um Viertel nach vier.

Bis zum Sonnenuntergang dauerte es noch eine Dreiviertelstunde. Da ich schon einmal oben war, habe ich mir die Zeit mit einem Spaziergang vertrieben und zum Schluss auf den Auslöser gedrückt. Nicht perfekt, aber bunt.

Licht, Schatten und Farben auf dem Kahlen Asten. (foto: zoom)

Schlaft gut! Ich gehe jetzt lesen.

Umleitung: Haftstrafe für CDU-Mann, Virus, medizinische Infos, kritische Infrastruktur, Verschwörungsszene und früher war einfach mehr Kneipe …

Spaziergang am Hennesee (foto: zoom)

Getrieben von Rassismus: Haftstrafe für CDU-Mann … blicknachrechts

Was heißt eigentlich: „Mit dem Virus leben“? … misik

Seriöse medizinische Informationen finden: (Online-)Zeitungen, Fernsehen, Radio, Podcasts, YouTube Kanäle von Redaktionen … scilogs

Kritische Infrastruktur (Satire): „Und wenn die Feuerwehr nicht kommt?“ „Die Polizei ist meistens schneller.“ „Aber es kann ja mal brennen.“ … zynaesthesie

Telegram blockiert Inhalte der Verschwörungsszene: Äußerst selten greift Telegram in Inhalte von Nutzer:innen ein. Jetzt blockiert Telegram in Einzelfällen Gruppen und Kommentare, in denen gegen Corona-Maßnahmen gehetzt wird … netzpolitik

Jeden zweiten Tag Demo: Was Impfgegner:innen in Dortmund aktuell unternehmen … nordstadtblogger

Früher war einfach mehr Kneipe! Ach, wo sind sie nur geblieben, die vielen Eckkneipen Westfalens, zumal im Ruhrgebiet? … revierpassagen

Dinslaken: Keinen Millimeter nach Rechts! … unkreativ

Steinchen vor die Fenster: WPWR macht gegen Kinder mobil – dabei geht es auch anders … doppelwacholder

Neuer digitaler Tarif im HSK bisher weitgehend unbekannt: Seit Anfang 2022 gilt in NRW ein neues digitales Tarifsystem, als Alternative zu den bisherigen Fahrscheinen, die auch weiterhin angeboten werden. Nun können sich die Fahrgäste – wenn sie die entsprechende App installiert haben – beim Einstieg in Bus oder Bahn einchecken und beim Ausstieg auschecken. Der Fahrpreis wird dann nach der zurückgelegten “Luftlinie” automatisch berechnet und abgebucht. Das kann besonders im Sauerland zu deutlich günstigeren Fahrpreisen führen … sbl

Die kleine Welt

Blätter, Reif und Knospen (foto: zoom)

Heute habe ich nur wenig Zeit für das Blog übrig. In der Offline-Welt gab es viel zu tun.

Dazu schien draußen von einem unverschämt blauen Himmel herab die Sonne über die Schneelandschaft. Das ist Freizeitstress pur, denn eigentlich müsste man hinaus und den Tag genießen. Müsste, müsste. Gar nichts muss man.

Ein kleiner Spaziergang in den Ort. Keine Schneebilder. Verweigerung. Stattdessen ein paar Blätter und eine Flechte geknipst.

Es ist gar nicht so einfach mit einem Makro-Objektiv die kleinen Dinge am Wegrand scharf zu bekommen. Das Stativ ist eigentlich Pflicht. Schon kleinste Wackler führen zu großer Unschärfe. Der Autofokus macht, was er will. Nun ja – Versuch soll angeblich klug machen. Bei der nächsten Makro-Runde probiere ich es mit der manuellen Scharfstellung.

In diesem Jahr läuft der Bioblitz. Hier im Blog hatte ich das Projekt beschrieben. Der Winter ist eigentlich ganz dankbar für die Artensuche in der Umgebung, denn die Lage ist zwar nicht schön, dafür aber sehr übersichtlich.

Nichts kriecht, nichts blüht. Flechten findet man hingegen allerorten, und das sind ebenfalls Organismen, Symbionten aus Pilz und Alge. Raffiniert. Der Pilz liefert der Alge Wasser und Mineralien und bekommt im Gegenzug die Glukose aus der Fotosynthese der Alge. Gemeinsam können die beiden die unwirtlichsten Stellen als Pioniere besiedeln.

Das dürfte eine Flechte sein. (foto: zoom)

Registriert bin ich inzwischen bei http://www.observation.org/. Die beiden Apps auf dem Smartphone funktionieren ebenfalls. Jetzt freue ich mich mich, bei aller Liebe zu den Flechten, auf den Frühling, die Blütenpflanzen und die Krabbeltiere.