Morgens zwischen Beringhausen und Heggen

Mit dem Fahrrad im Bogen nach Meschede

Alte Scheune in Beringhausen (foto: zoom)

Falls ihr häufiger mit dem Fahrrad auf dem Bogen Baldeborn, Löllinghausen, Beringhausen, Heggen und Löttmaringhausen unterwegs seid, schaut doch einmal die Gebäude links und rechts im Tal der kleinen Henne an.

Die zerfallende Scheune erinnert mich stets an das Auenland der tolkinschen Hobbits. Seit Jahren warte ich auf die perfekten Lichtverhältnisse. Sie kommen nie.

Das ländliche Fachwerk-Ensemble habe ich merkwürdigerweise erst am vergangenen Sonntagmorgen, also vor vier Tagen, entdeckt. Dabei ist es sehr auffällig. Nach vielen Jahren selektiver Wahrnehmung habe ich nun auch diese Lücke geschlossen.

Ensemble mit Fachwerk bei Heggen (foto: zoom)

Schon häufiger bin ich vor dem Gutshof Pohl abgestiegen und habe auf die Hexe mit dem schwarzen Kater auf der Schulter gewartet, damit sie mir das verwunschene Anwesen zeige.

Diese Lücke ist noch offen.

Alter Gasthof in Beringhausen (foto: zoom)

Die Strecke gefällt mir wesentlich besser als der Radweg zwischen Remblinghausen und Meschede entlang der Hauptstraße. Er verläuft, immerhin getrennt von Leitplanken, direkt neben der Straße und dort herrscht ein unangenehmer Verkehrslärm. Ob E-Auto, Benziner oder Diesel – es sind die Abrollgeräusche der Reifen, die den Krach veranstalten. Außerdem setzen sie große Mengen an Feinstaub frei.

Der kleine Umweg über Beringhausen lohnt sich.

Hitzeschutz vor Ort: Städte und Gemeinden und wir alle müssen konsequent handeln

Entwicklung der Hitze in Dortmund von 1850 bis 2025 (Grafik: https://showyourstripes.info/l/europe/germany/dortmund)

Angesichts zunehmender Hitzeperioden wächst der Handlungsdruck auf die Kommunen. Fachleute fordern mehr Grünflächen, weniger Versiegelungen sowie verbindliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Dafür müssen die Kommunen auch mit ausreichenden Finanzmitteln versehen werden und wir alle müssen uns der Hitze anpassen, betont die Landessenior*innenvertretung NRW (LSV NRW).

(Pressemitteilung LSV NRW)

Seit dem Jahr 2003 hat sich die Wahrscheinlichkeit für extreme Hitzetage verzehnfacht. Karl-Josef Büscher, der Vorsitzende der LSV: „Immer wieder hören wir dennoch den Satz ‚Früher war es auch heiß‘. Aber Temperaturen über 40 Grad, so oft und langanhaltend – das gab es in der Vergangenheit nicht.“ (siehe Grafik)

Wie gehen wir nun damit um? Sicher müssen die Menschen sich an die Hitze anpassen. Maßnahmen dazu sind bekannt, nicht zuletzt auch, weil viele Senior*innenvertretungen vor Ort dazu vorbildlich und präventiv informieren. „Machen Sie bitte so weiter!“, unterstützt der Vorstand der LSV NRW seine Mitglieder auf diesem guten Weg, die Menschen mit den notwendigen Maßnahmen wie etwa Hitzetelefone und vieles mehr zu erreichen. Wichtig ist und bleibt, so banal es klingen mag, ausreichend zu trinken und möglichst kühle Orte aufzusuchen. Konkrete Handlungshinweise und umfassende Informationen auch für Multiplikatoren, wie es die kommunalen Seniorenvertretungen sind, finden sich auf der Website des Landesamtes für Gesundheit und Arbeitsschutz.

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Lesehinweis: Der Klimawandel wird zum Brandbeschleuniger

Symbolbild: Waldbrand im Umatilla National Forest, Oregon, United States (Quelle: wikimedia)

Frankreich und Spanien evakuieren Hunderttausende wegen Waldbränden. Die vom Klimawandel verstärkten Katastrophen in Europa sind nicht mehr zu übersehen. Wann wachen Friedrich Merz und Katherina Reiche auf?

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Hitzewelle, Blitzdürre, Waldbrand

Nicht allein fehlender Regen sorgt dafür, dass die Waldbrände in Südeuropa immer extremer werden. Die Klimakrise lässt Böden und Pflanzen in immer kürzerer Zeit austrocknen. Zur Brandbekämpfung gehört deshalb auch, die fossile Verbrennung zu beenden.

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Der Seniorenbeirat der Stadt Winterberg informiert  … 

Die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. „Magnifica humanitas“

Mit der Enzyklika „Magnifica humanitas“ hat Papst Leo XIV. einen wegweisenden Text zur Menschheit im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) vorgelegt. Er sieht die Auswirkungen der „KI“ als besondere Herausforderung für die Menschheit.

(Pressemitteilung Seniorenbeirat)

Mit diesem großen Lehrschreiben legt der Papst die erste umfassende Antwort der katholischen Kirche vor. Er tut dies in einer Sprache, die weit über kirchliche Kreise hinaus verstanden werden will; dies in einer Zeit, in der im Zusammenhang mit „KI“ oft vom Untergang der Menschheit gesprochen wird.

Der Seniorenbeirat möchte sich am Mittwoch, 16. September, ab 14.30 Uhr bei Kaffee und Kuchen mit der Enzyklika näher beschäftigen und auseinandersetzen.

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Guckst du! Kleine Abendrunde zum Krähenstein

Die Ziegen weiden wieder am Krähenstein (foto: zoom)

Gestern Abend bin ich zu einer Mini-Radtour aufgebrochen. Bis zum Krähenstein waren es trotz Umwegs durch die Schlade 3,95 km.

Nachdem mich die Ziegen neugierig angeschaut hatten, biss mir eine von ihnen in die Hosentasche. Weder mein Portemonnaie noch der Objektivdeckel waren essbar und so ließen sie mich in Ruhe zum Kreuz hinauf und wieder hinunter klettern. Grass und Blätter rupfen war interessanter und leckerer.

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Der Winterberger Handelsmann als Lobbe-ist

Jetzt ist er platt, der Handelsmann am Extrablatt

Die Handelsmann-(und Frau- und Kind-) Figurengruppe heute neben dem Schrottcontainer (foto: zoom)

Als ich heute mit dem Fahrrad den steilen Weg zum Rauhen Busch hinauf fuhr, traute ich meinen Augen nicht. Eingezäunt stand dort neben dem Container des Entsorgungsunternehmens Lobbe der Winterberger Handelsmann mit Frau und Kind.

Sollte der frischgebackene Lobbe-ist nicht auf dem Marktplatz stehen?

Auf der Website der Stadt Winterberg habe ich sofort nach der Rückkehr nachgelesen:


Statue Handelsmann, Marktplatz „Untere Pforte“

Entdecke die historische Statue Handelsmann…

…das Herzstück der Altstadt am Marktplatz Untere Pforte. Einst zogen die Winterberger als sogenannte Kiepenkerle bis nach Holland, um ihr karges Einkommen mit handgemachten Holz- und Eisenwaren aufzubessern. Heute erinnert dieses beeindruckende Denkmal an den fleißigen Berufsstand vergangener Jahrhunderte. Erlebe den Kaufmann in typischer Tracht mit Hut, Mantel und schwerem Warenbündel hautnah. Der Platz ist ein lebendiger Begegnungsort mit gemütlicher Gastronomie, was ihn zu einem idealen Ausflugsziel im Sauerland macht. Schnapp dir deine Kamera, denn die Statue gilt als beliebtes Fotomotiv. Verbinde deinen Ausflug mit einem entspannten Stadtbummel und tauche in die spannende Geschichte dieser Sehenswürdigkeit in Winterberg ein.

Screenshot der Winterberger Website von heute 20.30 Uhr

„Schnapp dir deine Kamera, denn die Statue gilt als beliebtes Fotomotiv.“

Das beliebte Fotomotiv steht, wie auf dem Bild von heute Abend zu sehen ist, nicht mehr auf seinem Platz. Das „Herzstück der Altstadt am Marktplatz Untere Pforte“ sei vor ungefähr ein bis zwei Monaten abgebaut worden, sagte mir eine Mitarbeiterin der Restaurationskette.

Dort, inmitten der Außengastronomie, müsste der Handelsmann mit Frau und Kind eigentlich stehen. (foto: zoom)

Wäre ich heute nicht zufälligerweise am Lobbe-Container vorbeigeradelt und hätte sich mir in der Nachmittagshitze nicht der (müde) Kalauer vom Handelsmann als Lobbe-isten aufgezwungen, wer weiß ob ich im gastronomischen Gewusel an der Unteren Pforte das Fehlen „dieses beindruckende[n] Denkmal[s]“ bemerkt hätte.

Oder noch flacher: Jetzt ist er platt, der Handelsmann am Extrablatt.


Mit dem Rad zur Künstler-Nekropole am Blauen See im Habichtswald

Das Fahrrad am Wanderparkplatz Nekropole abgestellt (foto: zoom)

Von Kirchditmold über Harleshausen mit dem „Bio-Bike“ die Ahnatalstraße zum Wanderparkplatz Nekropole hinauf – ganz schön anstrengend. Die Straße scheint gegen Ende stetig steiler zu werden. Die Totenstadt am Blauen See im Habichtswald kannte ich bis Ende letzter Woche noch nicht.

Ich habe das Fahrrad am Baum abgeschlossen, mich mit Hilfe der Wandertafel orientiert und die großen Grabdenkmäler auf der kleinen 1,5-km-Runde zu Fuß erkundet.

Orientierung. Der Rundweg um den blauen See (rechts) ist nicht sehr lang (ca. 1,5 km) (foto: zoom)

Bei Wikipedia lese ich: Die Künstler-Nekropole ist ein Friedhof, eine Parkanlage und ein Kunstwerk des öffentlichen Raums mit Wanderweg im Gebiet des Kasseler Stadtteils Harleshausen. Geschaffen wurde die Nekropole von documenta-Künstlern, die sich zu Lebzeiten testamentarisch verpflichten, sich dort beerdigen zu lassen. Der documenta-Künstler Harry Kramer initiierte mit ihr eine neue Ausdrucksform der Kunst im öffentlichen Raum.

Gleich am Anfang des Wegs steht das Denkmal für Manfred Schneckenburger (2021), entworfen von Ugo Dossi.

Am 3. Dezember 2019 starb Manfred Schneckenburger zwei Tage nach seinem 81. Geburtstag in Köln. Am 18. Juni 2021 wurde in der Nekropole am Blauen See dieses Denkmal für den zweifachen documenta-Leiter eingeweiht.

Denkmal für Manfred Schneckenburger (2021) entworfen von Ugo Dossi (foto: zoom)

Wenn man auf die Skulptur blickt, soll in ihrem Umriss das Profil Manfred Schneckenburgers erscheinen. Mir ist dieses Vexierbild verschlossen geblieben.

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Kultur-Radtour durch Kassel

Auf einer Brücke in der Karlsaue, klein im Hintergrund die Orangerie (foto: zoom)

Bei warmem Wetter ist ein Fahrrad das ideale Fortbewegungsmittel in der Stadt: Fahrtwind und eine relativ hohe Fluchtgeschwindigkeit von überhitzten Asphaltplätzen an schattige Orte.

Das Kasseler Auebad war überfüllt, aber in der Karlsaue ließ es sich entspannt – trotz Warnungen vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners – radeln.

In der Caricatura habe ich die Ausstellung „Haben Juden nichts zu lachen?“ ganz allein für mich gehabt. Internationale Cartoonist*innen geben Einblick in jüdisches Leben, positionieren sich gegen Antisemitismus und schauen auf die Lage in Nahost.

Beeilt euch! Die Präsentation jüdischen und nichtjüdischen Humors läuft nur noch bis zum 19. Juli 2026 und regt zum Nachdenken an.

Großer Aufsteller am Eingang zur Ausstellung (foto: zoom)

Kassel, Fulda, Spitzhacke – von hier aus kommt man mit dem Rad bequem zum HoPla

Die Spitzhacke an der Fulda (foto:zoom)

Die Spitzhacke soll laut Website der Stadt Kassel eine Hommage an die „Achsen“ der documenta-Stadt sein.

„Wie vom Himmel gefallen, steckt am Ufer der Fulda eine zwölf Meter hohe Spitzhacke im Boden, als hätte sie der gigantische Herkules im hohen Bogen bergab in die Stadt geschleudert. Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen schufen das überdimensionale Werkzeug als Beitrag zur documenta 7 im Jahr 1982.“

Weiter geht es zur Universitätsbibliothek. Zur Fahrradkultur gehört für mich unbedingt ein gutes Buch.

Erste Informationen zur Gründung der Universität 1971 als Gesamthochschule am Holländischen Platz (HoPla) kann man bei Wikipedia finden.

Der Eingangsbereich der Universitätsbibliothek Kassel (foto: zoom)

Die Tunnel unter der riesigen Verkehrskreuzung am HoPla gelten als Hall of Fame und ich schaue mir regelmäßig die Graffiti an.

Eines von vielen Wandbildern in den Tunneln unter dem HoPla (foto: zoom)

Mehr kann ich gerade nicht berichten, weil um 11 Uhr das Fridericianum öffnet.

Heute steht die Ausstellung „CATHERINE OPIE –
THE PAUSE THAT DREAMS AGAINST ERASURE“ auf dem Kultur-Radtour-Programm. Sie ist ebenfalls nur noch bis zum 19. Juli 2026 zu sehen. Die Ankündigung liest sich sehr interessant: https://fridericianum.org/de/ausstellungen/catherine-opie/

Computer aus! Auf’s Rad! Hinunter in die Innenstadt!

Gewerkschaften demonstrieren in Neheim für einen starken Sozialstaat

„Sauerland – Widerstand – Danke!“

Ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di (Dirk) auf dem Podium (foto: zoom)

Unter dem Motto Politik für die Menschen – Wir sind das Sauerland demonstrierten am vergangenen Freitag die IG Metall, ver.di und weitere DGB-Gewerkschaften auf dem Marktplatz in Arnsberg-Neheim gegen den momentan stattfindenden Sozialabbau, für einen starken Sozialstaat.

Ein starker Sozialstaat, so die Gewerkschaften sei kein Luxus. Er sei Grundlage für Würde, Demokratie, Produktivität, Sicherheit und Leistung.

Eltern, Sozialstaat, Zukunft, Ausbildung – unsere Zukunft werde heute gestaltet

Justus, Matz und Marie (12, 10, 14): Familien brauchen Zeit (foto: zoom)

Auch auf der Rednerbühne waren Justus, Matz und Marie. Ihre Forderungen: Familien brauchen Zeit und auch wir, die Kinder und Jugendlichen, wollen noch eine sozial sichere Zukunft haben.

Ein Vertreter von ver.di betonte, dass das Thema Sozialstaat alle Generationen angehe: „Ich bin richtig sauer, wenn die Kleinsten der Kleinen hier mit Tränen in den Augen stehen“

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Die Winterberger Ukraine-Hilfe geht weiter

In dieser Woche wurde der 18. Transport-LKW fertig gestellt

In Siedlinghausen wird der Anhänger beladen. (Foto: Jan van Egmond)

„Wir hatten eine gute Truppe zum Helfen“, sagt Jan van Egmond vom Leitungsteam des Winterberger Solidarvereins Kipepeo e.V. Ein wenig stolz weist er darauf hin, dass es schon der 18. Hilfstransport in die vom russischen Angriffskrieg überzogene Ukraine sei.

Diesmal wurde der LKW samt Anhänger mit Spenden des letzten Monats beladen, vor allen Dingen mit Bettwäsche, Decken, Handtüchern, Kleidung, Medikamenten und Hygieneartikeln.

„Unsere Partnerverein „Gora Dobra“ in Lviv wird die Sachen an Heime, Krankenhäuser und in die Notgebiete weiterverteilen“, so Jan van Egmond.

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