Kultur-Radtour durch Kassel

Auf einer Brücke in der Karlsaue, klein im Hintergrund die Orangerie (foto: zoom)

Bei warmem Wetter ist ein Fahrrad das ideale Fortbewegungsmittel in der Stadt: Fahrtwind und eine relativ hohe Fluchtgeschwindigkeit von überhitzten Asphaltplätzen an schattige Orte.

Das Kasseler Auebad war überfüllt, aber in der Karlsaue ließ es sich entspannt – trotz Warnungen vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners – radeln.

In der Caricatura habe ich die Ausstellung „Haben Juden nichts zu lachen?“ ganz allein für mich gehabt. Internationale Cartoonist*innen geben Einblick in jüdisches Leben, positionieren sich gegen Antisemitismus und schauen auf die Lage in Nahost.

Beeilt euch! Die Präsentation jüdischen und nichtjüdischen Humors läuft nur noch bis zum 19. Juli 2026 und regt zum Nachdenken an.

Großer Aufsteller am Eingang zur Ausstellung (foto: zoom)

Kassel, Fulda, Spitzhacke – von hier aus kommt man mit dem Rad bequem zum HoPla

Die Spitzhacke an der Fulda (foto:zoom)

Die Spitzhacke soll laut Website der Stadt Kassel eine Hommage an die „Achsen“ der documenta-Stadt sein.

„Wie vom Himmel gefallen, steckt am Ufer der Fulda eine zwölf Meter hohe Spitzhacke im Boden, als hätte sie der gigantische Herkules im hohen Bogen bergab in die Stadt geschleudert. Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen schufen das überdimensionale Werkzeug als Beitrag zur documenta 7 im Jahr 1982.“

Weiter geht es zur Universitätsbibliothek. Zur Fahrradkultur gehört für mich unbedingt ein gutes Buch.

Erste Informationen zur Gründung der Universität 1971 als Gesamthochschule am Holländischen Platz (HoPla) kann man bei Wikipedia finden.

Der Eingangsbereich der Universitätsbibliothek Kassel (foto: zoom)

Die Tunnel unter der riesigen Verkehrskreuzung am HoPla gelten als Hall of Fame und ich schaue mir regelmäßig die Graffiti an.

Eines von vielen Wandbildern in den Tunneln unter dem HoPla (foto: zoom)

Mehr kann ich gerade nicht berichten, weil um 11 Uhr das Fridericianum öffnet.

Heute steht die Ausstellung „CATHERINE OPIE –
THE PAUSE THAT DREAMS AGAINST ERASURE“ auf dem Kultur-Radtour-Programm. Sie ist ebenfalls nur noch bis zum 19. Juli 2026 zu sehen. Die Ankündigung liest sich sehr interessant: https://fridericianum.org/de/ausstellungen/catherine-opie/

Computer aus! Auf’s Rad! Hinunter in die Innenstadt!

Gewerkschaften demonstrieren in Neheim für einen starken Sozialstaat

„Sauerland – Widerstand – Danke!“

Ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di (Dirk) auf dem Podium (foto: zoom)

Unter dem Motto Politik für die Menschen – Wir sind das Sauerland demonstrierten am vergangenen Freitag die IG Metall, ver.di und weitere DGB-Gewerkschaften auf dem Marktplatz in Arnsberg-Neheim gegen den momentan stattfindenden Sozialabbau, für einen starken Sozialstaat.

Ein starker Sozialstaat, so die Gewerkschaften sei kein Luxus. Er sei Grundlage für Würde, Demokratie, Produktivität, Sicherheit und Leistung.

Eltern, Sozialstaat, Zukunft, Ausbildung – unsere Zukunft werde heute gestaltet

Justus, Matz und Marie (12, 10, 14): Familien brauchen Zeit (foto: zoom)

Auch auf der Rednerbühne waren Justus, Matz und Marie. Ihre Forderungen: Familien brauchen Zeit und auch wir, die Kinder und Jugendlichen, wollen noch eine sozial sichere Zukunft haben.

Ein Vertreter von ver.di betonte, dass das Thema Sozialstaat alle Generationen angehe: „Ich bin richtig sauer, wenn die Kleinsten der Kleinen hier mit Tränen in den Augen stehen“

„Gewerkschaften demonstrieren in Neheim für einen starken Sozialstaat“ weiterlesen

Die Winterberger Ukraine-Hilfe geht weiter

In dieser Woche wurde der 18. Transport-LKW fertig gestellt

In Siedlinghausen wird der Anhänger beladen. (Foto: Jan van Egmond)

„Wir hatten eine gute Truppe zum Helfen“, sagt Jan van Egmond vom Leitungsteam des Winterberger Solidarvereins Kipepeo e.V. Ein wenig stolz weist er darauf hin, dass es schon der 18. Hilfstransport in die vom russischen Angriffskrieg überzogene Ukraine sei.

Diesmal wurde der LKW samt Anhänger mit Spenden des letzten Monats beladen, vor allen Dingen mit Bettwäsche, Decken, Handtüchern, Kleidung, Medikamenten und Hygieneartikeln.

„Unsere Partnerverein „Gora Dobra“ in Lviv wird die Sachen an Heime, Krankenhäuser und in die Notgebiete weiterverteilen“, so Jan van Egmond.

„Die Winterberger Ukraine-Hilfe geht weiter“ weiterlesen

Hillebachsee ohne Wakeboard und Wasserski

„Wie, wann und ob die Anlage diese Saison noch in Betrieb genommen wird, wissen wir leider nicht…“

Aushang vor dem Café am Hillebachsee (foto: zoom)

Obwohl der Hillebachsee nicht weit von Siedlinghausen entfernt ist, habe ich erst am vergangenen Sonntag bemerkt, dass die Wasserski-Anlage zur Zeit still gelegt ist.

Das Start-Häuschen ist verschlossen und der Trägermast für den Antrieb ragt still über den See.

„Hillebachsee ohne Wakeboard und Wasserski“ weiterlesen

Wir sind das Sauerland! Demonstrationsaufruf der Gewerkschaften gegen Sozialabbau

Freitag, den 10. Juli 2026 um 17 Uhr auf dem Marktplatz in Neheim

Demo-Aufruf der IG Metall und ver.di

Unter dem Motto Politik für die Menschen – Wir sind das Sauerland findet am kommenden Freitag um 17 Uhr auf dem Marktplatz in Arnsberg-Neheim eine Demonstration gegen Sozialabbau, für einen starken Sozialstaat statt.

Ein starker Sozialstaat, so die Gewerkschaften IG-Metall und ver.di, sei kein Luxus. Er ist Grundlage für Würde, Demokratie, Produktivität, Sicherheit und Leistung. Weitere Einzelgewerkschaften wie die GEW Hochsauerlandkreis folgen ebenfalls dem Aufruf.

Die Forderungen lauten:

  • Finger weg vom 8-Stunden-Tag
  • Rente erst ab 70? Nein danke!
  • Teilzeit ist kein Lifestyle
  • Keine Kürzungen in der Krankenversicherung
  • Der 1. Mai muss Feiertag bleiben

Wir sind dabei!

Zehn Jahre sind vergangen: der Lincoln Memorial Reflecting Pool kurz vor Trump I

Der „Reflecting Pool“ spiegelt im Jahr 2016 den Obelisken (foto: zoom)

Im August 2016 schien die Welt noch in Ordnung. Der Lincoln Memorial Reflecting Pool lag fotogen vor unseren Füßen. Wir waren auf der Reise von Dallas nach New York in Washington D.C. angekommen.

Den Parteitag der Republikaner hatten wir live im TV bei Freunden miterlebt und gemeinsam kommentiert. Niemals hätten wir gedacht, dass der Narziss und Grifter, der Boss des Familien-Clans Trump, die Wahlen gewinnen würde.

Seine Ehefrau Melania hatte sich bei ihrer Unterstützungsrede großzügig an der Rede von Michelle Obama bedient. Wie sich herausstellen sollte, war dies noch ein geringfügiger Diebstahl, verglichen mit dem mafiösen Ausschlachten des Staates in den darauf folgenden Jahren.

Mein Verhältnis zu den USA hat mit Trump I einen ersten tiefen Riss bekommen, der seit Trump II schmerzhaft weiter klafft.

Der gleiche Standpunkt, nur mit Weitwinkel (foto: zoom)

2016 war unser letzter Besuch in den United States of America. Gern hätte wir das Land, unsere Freunde, noch einmal besucht, aber nicht unter den herrschenden Bedingungen.

Kassel-Kirchditmold: Photostübchen adé

Die Frontseite eines Ladenlokals. Links eine brauen, hölzerne Eingangstür, rechts das Fenster, blauer Rahmen, mit buntem Blumenkasten unten. Dazwischen ein silberner Briefkasten. Über dem Fenster ein großes hölzernes Schild mit der dunklen Inschrift "Photostübchen". 

Im Vordergrund als Rahmen unscharf Zweige mit hellgrünen Blättern.
Das Photostübchen wird anscheinend umgebaut. (foto: zoom)

Es sind fast sechs Jahre vergangen, seit ich ein Bild am „Photostübchen“ in Kassel-Kirchditmold fotografiert hatte.

Nach der Pandemie wollte ich nachschauen, ob der Ladenbesitzer sein Geschäft in der Mergellstraße wieder eröffnet hat. Aber gestern war ich zu spät. Vor mehr als zwei Jahren hat Gerhard Schöttner sein Photostübchen endgültig geschlossen.

Die HNA berichtete: https://www.hna.de/kassel/kirchditmold-ort160820/sogar-ein-wm-held-kaufte-bei-ihm-92716917.html

Das große hölzerne Geschäftsschild hängt noch über dem Fenster. Aber anscheinend wird drinnen umgebaut.

Beim nächsten Kassel-Besuch werde ich sehen, wie sich das Photostübchen weiterentwickelt.



Guten Morgen! Hitzewelle überstanden

Heute Morgen lag der Nebel über dem Tal. (foto: zoom)

Das Außenthermometer zeigt um 9 Uhr morgens 19,5 °C. Ich habe die Hitzewelle überstanden.

Es war nicht angenehm, und selbst das ist noch ein Euphemismus. Schönrednerei.

Was mir auffällt: Es wurde und wird viel über Hitzeanpassung geschrieben und diskutiert, aber der weiße Elefant im Raum wird dabei häufig übersehen.

Das extreme Wetter wird, da ist sich die Wissenschaft einig, durch die Klimagase CO2, Methan, Lachgas, u.a. angetrieben.

Solange das Zeug in der Atmosphäre ist, werden die Temperaturen steigen und der menschliche Körper kann sich nicht unbegrenzt an steigende Temperaturen anpassen.

Momentan erleben wir einen Vorgeschmack der Klimakrise. Schulen, Pflegeheime, Krankenhäuser sind in der Regel nur mangelhaft gewappnet (Klimaanlagen!).

Die Fossilindustrie treibt weiterhin die Erderhitzung an, die Energiewende wird aktiv (Katharina Reiche) behindert. Lügen und Leugner*innen haben Konjunktur. Der Kanzler entpuppt sich in der Krise als Minderleister. Nazi-Ideologien erfassen große Teile der Gesellschaft. Krise allerorten. Nutznießer ist die AfD.

Wenn wir, unsere Kinder, Enkelkinder und weitere Generationen eine Zukunft haben wollen, ist der Ausstieg aus der Fossilwirtschaft zwingend notwendig. Die Technik ist da. Die Erneuerbaren sind die Zukunft.

Wir brauchen beides: Energiewende und Klimaanpassung.

Die Sonne hat den Nebel vetrieben. Ich muss los. Man sieht oder schreibt sich.

Bis bald!



Nachgefragt: der Fahrradunfall fand auf der Umleitung des Ruhrtalradwegs über die Bundesstraße 480 statt

Mein Tipp: Ruhrtalradweg zwischen Winterberg und Olsberg bis zur Fertigstellung meiden

Der rote Pfeil zeigt ungefähr auf den Bereich, wo nach Angaben der Polizei der schwere Radunfall stattfand. Unten im Anschnitt Niedersfeld, oben im Anschnitt Wiemeringhausen. (grafik: openstreetmap bearbeitet)

Vorgestern hatte ich hier im Blog über einen schweren Fahrradunfall auf der B 480 zwischen Niedersfeld und Wiemeringhausen berichtet. Dem Polizeibericht war nicht zu entnehmen, wo genau dieser Unfall stattgefunden hat.

Zitat: „Am Donnerstagvormittag kam es um 11:45 Uhr auf der B 480 zwischen Winterberg-Niedersfeld und Olsberg-Wiemeringhausen zu einem schweren Verkehrsunfall. Eine 59-jährige Frau aus Leipzig befuhr mit ihrem Pedelec die Straße aus Niedersfeld kommend in Fahrtrichtung Wiemeringhausen.“

Siehe: https://www.schiebener.net/wordpress/radfahren-und-mtb-unfaelle-im-hsk/

Im Gespräch mit der Pressestelle der Polizei konnte ich heute den genaueren Unfallort eingrenzen: etwa mittig zwischen der Einfahrt zum ehemaligen Steinbruch (rechts) und der alten Fabrik (längliches Gebäude links).

„Nachgefragt: der Fahrradunfall fand auf der Umleitung des Ruhrtalradwegs über die Bundesstraße 480 statt“ weiterlesen

Demenznetzwerk HSK sucht Ehrenamtliche zur Ausbildung als Gedächtnistrainer oder-trainerinnen

Kostenfreie Ausbildung im Herbst

Hellgrüne, hellblaue und weiße Strukturen auf einem verwischt (Kamera von links nach rechts gezogen) mit langer Belichtungszeit aufgenommenen Bild. Ein Wald? Ein Spiegelbild im See?
Symbolbild: Wahrnehmungsstörungen als Symptom beginnender Demenz (foto: zoom)

Das Demenznetzwerk HSK möchte im Zuge einer neuen Initiative das Angebot an Gedächtnistrainingskursen im Hochsauerlandkreis ausbauen und sucht dazu Personen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Ziel ist es, in jeder Stadt oder Gemeinde des HSK mindestens einen Gedächtnistrainingskurs zu etablieren.

(Pressemitteilung HSK)

Mit diesen Kursen soll ein wertvoller Beitrag zum Erhalt und zur Förderung der Gehirngesundheit geschaffen werden: sie fördern auf abwechslungsreiche und spielerische Weise Konzentration, Merkfähigkeit sowie die geistige Beweglichkeit. Gleichzeitig schaffen die Kurse Raum für Begegnung und Austausch und bereichern so das Sozialleben der Teilnehmenden.

„Demenznetzwerk HSK sucht Ehrenamtliche zur Ausbildung als Gedächtnistrainer oder-trainerinnen“ weiterlesen