Vordergrund unscharf – ein Weg hinauf zum Gipfel (foto: zoom)
Eigentlich wollte ich gestern im AquaOlsberg 1000 Meter schwimmen, aber von außen sah es mir im Becken zu wuselig aus. Warum nicht den Eintritt sparen und für umsonst einen Spaziergang hinauf auf den Olsberg machen?
Vertut euch nicht: die Höhe zwischen Fuß und Gipfel ist eine der größten in der Umgebung und der Anstieg von der Heidfeldstraße/dem Drosselweg ist nicht ganz einfach. Entweder schlängelt man/frau sich in langen Serpentinen hinauf oder nimmt die sehr steilen Abkürzungen.
Spaziergang am Schmantel in Winterberg (foto: zoom)
Heute war einer dieser Tage voller kleiner und großer Geschäftigkeiten. Man hat keine Zeit und fragt sich trotzdem am Abend, was man eigentlich getan hat.
Ist ja auch egal. Zumindest für das Blog. Immerhin habe ich einen kleinen Spaziergang am Schmantel gemacht und konnte später, kurz vor der Dämmerung – und die tritt nach der Zeitumstellung ungewohnt früh ein – (m)einen Blick auf die Windräder aka WEA auf dem Olsberger Mannstein werfen.
Die sieben Windenergieanlagen auf dem Mannstein (foto: zoom)
Die Flügel drehen sich meist und beleben den Blick in die Ferne.
Lektüre für die nächsten Tage: Naomi Klein, Astra Taylor, End Times Fascism And The Fight For The Living World. Fix lesen, bevor die Lage schlimmer wird.
Abfalleimer am Rundweg durch das Naturschutzgebiet Südlicher Priwall (foto: zoom)
Gestern sind wir bei Sturm, Gewitter und heftigen Regenschauern ins Sauerland zurückgekehrt. Welch‘ ein Empfang!
Heute Morgen sieht die Lage schon wesentlich entspannter aus. Momentan scheint sogar die Sonne und die Herbstblätter funkeln im Licht.
Die erste Ladung Urlaubswäsche ist bereits gewaschen und hängt zum Trocknen an der Leine. Jetzt muss im Kopf aufgeräumt werden. Siedlinghausen, Hamburg, Travemünde, Kassel… überall interessante Details und Eindrücke. Parallel zu unseren Spaziergängen, Radtouren und Begegnungen mit alten Freund*innen und Verwandten drehte sich die große Weltpolitik weiter.
Serbien und Brasilien sind weit voneinander entfernt. In dem einen europäischen Land krallte sich ein Autokrat an die Macht, in Südamerika wollte der Sohn eines rechtsradikalen Autokraten mit Hilfe von Meta, Musk und Trump an die Fleischtöpfe der Macht. Die Wahlergebnisse habe ich erleichtert zur Kenntnis genommen. Während Vucic seine Niederlage zügig eingeräumt hat, scheint Bolsenaro das Trump-Playbook von der gestohlenen Wahl durchspielen zu wollen.
In alten Zeiten bin ich gern vom Wanderparkplatz auf dem Stimmstamm zum Lörmecketurm spazieren gegangen. Auf der Website der Naturfreunde lese ich: „Die hügeligen Landschaftsformen der Nadel- und Laubwälder des Arnsberger Waldes sind immer wieder von herrlichen Tälern mit plätschernden Bächen unterbrochen.“
Das war einmal. Heute sind große Teile des Waldes verschwunden. Klimakrise. Der breite geschotterte Forstweg zum Turm gefällt mir nicht mehr. Ein gewisse Ödnis ist auf der Hochebene östlich des Stimmstamms spürbar.
In Blickrichtung Stimmstamm ist noch eine ganze Menge Wald zu sehen. (foto: zoom)
Früher lief ich tatsächlich durch einen lauschigen Wald, besser Forst oder Wirtschaftswald. Der Lörmecketurm mit seiner wie Mikadostäbe verdrehten Baustammstruktur tauchte im letzten Moment – nur noch wenige Meter waren zu durchmessen – wie aus dem Nichts auf einer Lichtung auf. Ein „Oh!-Moment“. Da stand er plötzlich jedes Mal unerwartet vor mir und der Aufstieg konnte beginnen.
Spaziergang durch die Hafencity. Im Hintergrund ist die Elbphilharmonie zu sehen. (foto: zoom)
Bevor am 5. Oktober der Besuch des Aussichtsbalkons der Elbphilharmonie kostenpflichtig wird, habe ich mir noch einmal die Aussicht auf Elbe, Hafen und Hafencity gegönnt.
Wenn ihr im Link https://poi.elbphilharmonie.de/de/photo/a den letzten Buchstaben a sukzessive durch b bis g ersetzt, habt ihr einen Live-Blick von den verschiedenen Balkonstandorten. Wenn ihr auf die blauen Punkte klickt, wird erklärt, was dort zu sehen ist.
Ich hoffe, dass dieser kleine Trick noch eine Zeit lang funktioniert.
Nach einigen Tagen auf Reisen besuche ich heute Abend erneut andere Blogs und Websites:
Jubiläum für Verschwörungserzählungen und Antisemitismus: Der Terror vom 11. September 2001 war die Geburtsstunde von Verschwörungserzählungen, die bis heute in unterschiedlichen politischen Szenen kursieren … belltower
Umkreisen, umwerben und anbiedern: Im Licht ihrer steigenden Umfragewerte wird die AfD von BSW und Teilen der FDP und CDU umworben. Nach dem erwartbaren Fall der Brandmauer kommt die Einbindung der AfD in Regierungsverantwortung … derrechterand
Landtag darf verfassungsfeindlichen Mitarbeitern Zahlungen verweigern: Die AfD-Fraktion hatte gegen die Neugestaltung der gesetzlichen Regelungen vor dem Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz geklagt. Hintergrund ist die Grundentscheidung für eine wehrhafte Demokratie … endstationrechts
In Lingen: Ein Regenbogen für die Demokratie … robertsblog
Der Faschismus und die Seele des Menschen: Der Ressentimentmensch ist in seine Verbitterung verliebt. Er muss ständig die Bedingungen reproduzieren, unter denen sich diese Bitterkeitsstörung weiter etabliert … misik
Opi go home! (Satire): „Wir müssen das jetzt einfach noch viel mal besser kommunizieren.“ „Heilige Scheiße, wie viel besser denn noch!?“ „Also mindestens so viel besser, dass die Regierungsmehrheit für uns auf Dauer…“ „Sind die Kokspreise mittlerweile echt so im Keller?“ … zynaesthesie
So wird das Eigenheim klimarobust: Hitze, Sturm, Überschwemmungen und Starkregen stellen Gebäude zunehmend vor große Herausforderungen. Hohe Temperaturen führen zur Überhitzung von Innenräumen, während Starkregen die Kanalisation überlasten und Überflutungen verursachen kann … doppelwacholder
Die neue Initiative Vinylstadt Dortmund will Plattenfans aus ganz Deutschland anlocken: Elf Plattenläden, zahlreiche Händler auf Börsen und eine wachsende Szene … nordstadtblogger
Immer und immer weiter: Peter Handke in Berlin für seine „Kreuz-und-Quer-Gehenden“ umjubelt … revierpassagen
Computertechnik – welch ein Gefuckel: Ich hatte Anfang des Jahres schon mal über mein Selfhosting geschrieben. Und ich dachte, es ist Zeit für ein Update. Hintergrund war die Geschichte mit dem kaputten Word-Dokument, dass mich bei meinem Nachfolger für Evernote wahnsinnig gemacht hat … unkreativ
Carl Constantin Weber: Schleswigerin (2008, Bronze), Schleistraße/Strandweg, 24837 Schleswig (alle Fotos: zoom)
Bei trübem und regnerischen Wetter bin ich mit Rückenwind nach Kappeln geradelt.
Säße ich an einer vernünftigen Tastatur, würden die Wörter leichthin in den Blog-Editor perlen. Doch so verhält es sich leider nicht.
Bei der Richtung Wasser tänzelnden Bronzeskulptur handelt es sich um eine 1,70 m große Figur, die den Titel Schleswigerin trägt. Dieses Kunstwerk wurde vom Rotaryclub Schleswig-Gottorf anlässlich der Landesgartenschau Schleswig beim Potsdamer Bildhauer Carl Constantin Weber in Auftrag gegeben und in Anwesenheit des Künstlers am Sonnabend, dem 12. April 2008, feierlich enthüllt.
Leben in diesen Zeiten – eine Anleitung in 90 Minuten
Lebensphilosophie Live: Referent Norbert Kremser vermittelte in Winterberg viele kluge Gedanken, Anstöße und Einsichten zum Thema „Zuversicht“. (foto: zoom)
Die Kulturgruppe KuKuK hatte am Donnerstag, 20. August, zu einem Vortrag zum Thema „Zuversicht! – Wie leben in Zeiten wie diesen?“ eingeladen.
Referent Norbert Kremser gab den mehr als 30 Zuhörer*innen philosophische, psychologische und auch theologische Hinweise, um das eigene Leben zuversichtlicher zu gestalten. Es ginge, so Norbert Kremser, an diesem Abend darum, einen anderen Blick auf das Leben zu bekommen und in die Lage versetzt zu werden, danach zu handeln.
Als Bildungsreferent und Krankenhausseelsorger verfügt der studierte Theologe über viele Zugänge zu lebenspraktischen und philosophischen Fragen.
Persönlich habe ich Norbert über die Winterberger Klima-Initiative kennengelernt. Ehrenamtlich engagiert er sich als Bürgerbusfahrer und ist auch im Ruhestand vor allem in der kirchlichen Bildungsarbeit (St. Bonifatius, Elkeringhausen) tätig. Ein wacher, warmherziger, aber auch analytischer Geist, der mich oft mit seinem Lesepensum überrascht.
Soweit die Vorrede.
Wir fürchten immer noch den Säbelzahntiger, evolutionär seien wir auf Negatives fixiert. „Machen Sie sich nicht zum Steinzeitmenschen!“, mahnt Norbert Kremser.
Fleißiger Schmetterling in der Mittagshitze: Nahrungssuche an einer Baumrinde (foto: zoom)
Wochenende am Niederrhein. Der Schmetterling war einer von Tausenden. Sie flatterten in der Mittagshitze um die Bäume am Rheinufer und ließen sich für Augenblicke auf der Baumrinde nieder.
Ich hatte nicht viel Zeit, ihre nervösen Bewegungen zu beobachten. Die Sonne schien unerbittlich heiß. Hastig ein Foto geknipst und dann in die schattige Gartenwirtschaft geflüchtet.
Am Abend habe ich mich gewundert, dass das Bild nicht schlecht geworden ist, auch wenn die Unterseite des linken die Oberseite des rechten Flügels verdeckt.
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