Zehn Jahre sind vergangen: der Lincoln Memorial Reflecting Pool kurz vor Trump I

Der „Reflecting Pool“ spiegelt im Jahr 2016 den Obelisken (foto: zoom)

Im August 2016 schien die Welt noch in Ordnung. Der Lincoln Memorial Reflecting Pool lag fotogen vor unseren Füßen. Wir waren auf der Reise von Dallas nach New York in Washington D.C. angekommen.

Den Parteitag der Republikaner hatten wir live im TV bei Freunden miterlebt und gemeinsam kommentiert. Niemals hätten wir gedacht, dass der Narziss und Grifter, der Boss des Familien-Clans Trump, die Wahlen gewinnen würde.

Seine Ehefrau Melania hatte sich bei ihrer Unterstützungsrede großzügig an der Rede von Michelle Obama bedient. Wie sich herausstellen sollte, war dies noch ein geringfügiger Diebstahl, verglichen mit dem mafiösen Ausschlachten des Staates in den darauf folgenden Jahren.

Mein Verhältnis zu den USA hat mit Trump I einen ersten tiefen Riss bekommen, der seit Trump II schmerzhaft weiter klafft.

Der gleiche Standpunkt, nur mit Weitwinkel (foto: zoom)

2016 war unser letzter Besuch in den United States of America. Gern hätte wir das Land, unsere Freunde, noch einmal besucht, aber nicht unter den herrschenden Bedingungen.

Das Ende der Hitzewelle auf dem Kahlen Asten

Dtramatisch anmutender Wolkenfächer vor blauem Himmel auf dem Kahlen Asten. Unten eine Baumreihe auf der grünen Heidelandschaft. Hinter den Wolken geht die Sonne unter.
Heute Abend auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Nur noch 26 °Celsius herrschten heute Abend auf dem Kahlen Asten. Es wehte ein leichter Wind.

Endlich wieder befreit. Für die nächsten Tage muss ich nicht mehr in die Kellerräume fliehen, um so der Hitze auszuweichen.

Ein Vorteil hatte die Bewegungslosigkeit: Ich habe die Philosophie Magazin Sonderausgabe zu Habermas in einem Rutsch durchgelesen und weitgehend verstanden.

Weiter geht es mit Auch eine Geschichte der Philosophie von Habermas selbst, allerdings nicht so leicht verdaulich wie das Magazin.

Ab in den Lese-Sessel!


Hitzefrei

Das Blog macht Pause

Windenergieanlage bei Einhaus (foto: zoom)

Nicht nur, aber auch wegen der Hitzewelle macht das Blog Pause.

Ich bin nicht für die momentan herrschende hohen Temperaturen gemacht. Priorität haben die alltäglichen Verpflichtungen und Aufgaben im Offline.

Blick auf Remblinghausen (foto: zoom)

Ich stelle euch noch eine paar Fotos vom letzten Samstag vor. Danach habe ich sowohl das Stadtradeln einen Tag vor dem offiziellen Ende am 21. Juni als auch das Fotografieren eingestellt.

Da drunter muss ich her – hilft ja alles nix.

Nächste Woche soll es etwas abkühlen. Bis spätestens dahin .

Bleibt Cool!

Stadtradeln: Königswege und lausige Pfade

Auf der Höhe zwischen Ramsbeck, Wasserfall und Heinrichsdorf (foto: zoom)

Mit Ausnahme des letzten Jahres habe ich seit 2022 stets beim dreiwöchigen Stadtradeln in Winterberg mitgemacht. Ich bin jeweils über 1000 km geradelt, um möglichst viele Straßenradtouren zu absolvieren: Nebenstraßen, asphaltierte Wirtschaftswege und gut zu befahrene Forstwege.

Für das Freizeitradeln habe ich mir inzwischen viele entspannte Runden rund um Winterberg und darüber hinaus zusammengebastelt. Allein bei den Alltagsradwegen hapert es noch. So vermisse ich seit über zwei Jahrzehnten einen Radweg zwischen Siedlinghausen und Olsberg. Die Bahnstrecke führt durch das sogenannte Negertal, die Landstraße 742 schlängelt sich nebenher durch eine wunderschöne Landschaft. Leider herrscht auf der Straße im Alltag viel Verkehr.

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Müde – Sonnenuntergang – Gute Nacht!

Ein dreigeteiltes Bild: unten die schwarze Hügelkette, darüber der blaugelbe Abendhimmel von leichten Wolken und Kondensstreifen durchzogen. Zum Abschluss oben eine bedrohlich wirkende dunkelrote Wolkendecke.
Sonnenuntergang in Siedlinghausen (foto: zoom)

Vor drei Tagen habe ich diesen Sonnenuntergang über dem Hochsauerland im Vorübergehen aufgenommen.

Heute komme ich dazu, ihn vorzuzeigen.

Es ist spät. Die vergangenen Tage waren anstrengend. Müde. Gute Nacht!

Stadtradeln Tag 3 und 4: zwischen den Schauern

Hinter dem Astenturm türmen sich am Horizont die Wolken auf. (foto: zoom)

Die beiden letzten Tage des Stadtradelns wären fast ins Wasser gefallen, aber irgendwie hatte ich Glück und die größeren Schauer haben mich verschont.

Die Runde am Mittwoch war von bescheidener Länge und brachte mich zum Kahlen Asten und zurückt. Die Augen blieben zwar voller Sorgen auf den Himmel und den Regenradar geheftet, aber letztendlich störten nur die Schlaglöcher auf der L 742 vom Jagdschloss drei Kilometer bergab meine ansonsten entspannte Fahrt.

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Tag 2 des Stadtradelns: Birotarii, cavete procyonibus!

Radfahrende, nehmt euch vor Waschbären in Acht!

Ein breiter Radweg verläuft rechts neben einer Starße die auf eine Ampelkreuzung zuläuft. Auf dem Radweg eine mutmaßliche Unfallzeichnung: ein P und je zwei parallele Striche diagonal zum Weg.
Der mutmaßliche Unfallort. Zusammenprall einer Radfahrer*in mit einem Waschbären. Resultat: mehrere Knochenbrüche u.a. ein Trümmerbruch (foto: zoom)

Die Geschichte ist mir am Dienstag beim Zwischenstopp in Ostwig erzählt worden. Eine Radfahrer*in sei auf dem Ruhrtalradweg in der Nähe des Autobahnzubringers auf dem Radweg Richtung Bigge mit einem Waschbären zusammengestoßen. Ein übler Unfall mit mehreren Knochenbrüchen.

Dass die Waschbärenpoplation im Hochsauerland zunimmt, hatte ich schon erfahren, aber ein Zusammenstoß mit dem Rad war mir neu.

Wir sind, liebe Mitradelnde, nun also mit einer weiteren Gefahr neben Schlaglöchern, Motorrädern, PKW, LKW, u.a. konfrontiert: kreuzende Waschbären.

Augen auf! Besonders in der Dämmerung.

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Das dreiwöchige Stadtradeln hat im Hochsauerlandkreis begonnen

Winterberg ist mit bislang 56 aktiven Radler*innen gestartet.

Hineingeschaut: Vor der Pilgerkirche in Altastenberg habe ich das Rad geparkt. (foto: zoom)

Das Stadtradeln findet deutschlandweit statt. Die Gemeinden des Hochsauerlandkreises sind mit dem heutigen Tag gemeinsam in die drei sportlichen Wchen vom 1. bis zum 21. Juni gestartet.

STADTRADELN ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob man bereits jeden Tag fährt oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs ist. Jeder Kilometer zählt – erst recht wenn man ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hätte.

Fahrrad vor einer grünen Heidelandschaft auf dem Kahlen Asten. Im Hintergrund vereinzelt Bäume und der Astenturm. Blauer Himmel mit dicken Schönwetterwolken.
Der Kahle Asten war eines der ersten Ziele meines heutigen Stadtradel-Ausflugs. (foto: zoom)

Die Stadt Winterberg ist mit 167 bislang registrierten Radler*innen dabei. 56 von ihnen haben heute schon 1.818 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt.

Wer Lust darauf hat, mitzuradeln, kann sich immer noch anmelden, z.B. für Winterberg hier: https://www.stadtradeln.de/winterberg

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Übertourismus? Da hilft nur frühes Aufstehen

Ein Fahrrad mit roter Satteltasche am Großen Bildchen, ein Bildstock oberhalb von Rehsiepen und Siedlinghausen. Rechts ein Hinweisschild Altastenberg 3 km. Im Vordergrund eine Straße, die nach links abbiegt. Im Hintergrund hohe Laubbäume
Heute Morgen um kurz nach 7 am Großen Bildchen (foto: zoom)

Gestern habe ich auf Mastodon meinen Gefühlen freien Lauf gelassen:

Der permanente Lärm, dem ich hier in Siedlinghausen ausgesetzt bin, kommt übrigens nicht von den Windrädern, sondern vom stetigen Fluss der Motorradkolonnen auf den Landstraßen.

Ich lokalisiere Hassgefühle tief in meinem Inneren.

Üble Gemengelage beobachtet: Autos, Motorradgruppen, Rennradfahrende, Familien mit kleinen Kindern. Alle auf der L742.

Ich würde hier nie Urlaub machen

https://ruhr.social/@hskzoom/116630024474263074

Nun ja, die feine englische (Ausdrucks-)Art und Weise ist das nicht, aber mir war der Tourist*innen-Rummel und vor allem der Motorradlärm einfach zu viel.

Statt mich heute weiter zu ärgern, bin ich früh aufgestanden und saß um 7 Uhr bereits auf dem Rad. Die Motorradfahrer*innen und Autofahrer*innen schliefen noch und auf der Straße hoch zum Kahlen Asten war es schön ruhig und angenehm zu fahren.

Der Kahle Asten ist bei den Menschen mit Wohnmobilen und Campern sehr beliebt. Der untere Parkplatz ist inzwischen zum Übernachtungsstellplatz mutiert.

Bester Platz mit Aussicht für die Übernachtung auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Ich „freue“ mich schon heute auf die anschwellende Blechlawine, wenn wie geplant mehr als 1000 neue Parkplätze rund um den Bremberg entstehen sollten.

Dann stehe ich halt noch ein paar Stunden früher auf, um in Ruhe das Sauerland zu genießen.

Wann ist ein Urlaub beendet?

Windmühle in Rørvig/Sjælland (foto: zoom)

Aus dem Urlaub zurückkehren, das ist kein Problem. Schwieriger ist es, wieder zu Hause anzukommen.

Mindestens eine Woche dauert die Zeit des melancholischen Nachklangs: die Dünen, das Meer, die Schiffe im Hafen, das Eis, die Radtouren, das Essen, Lesen und die fremdsprachigen Zeitungen in der kleinen Bibliothek; und dazu Zeit ohne Ende.

„Ist es nicht langweilig in Dänemark?“, haben mich mehrere Bekannte gefragt.

Dem will ich keinesfalls widersprechen. Fahrt woanders hin. Dänemark ist langweilig, insbesondere in der Vorsaison.

Ich habe allerdings einen kleinen Tick: was für andere als öde Langeweile erscheint, sehe und fühle ich als Mußezeit.

Im Sauerland bin ich erst nach dem ersten Abendspaziergang auf dem Kahlen Asten angekommen – also heute.

Die Bäume standen erhaben im Abendlicht und die Tourist*innen schienen den Berg zu meiden. Kaum jemand zu sehen. Nichts los. Langweilig.

Mußezeit auf dem Kahlen Asten. Wieder im Lande. Tschüss Sjælland. Hallo Sauerland!

Heute Abend auf dem Kahlen Asten (foto:zoom)