Hochsauerlandkreis: Der Landrat und die Verkehrswende

Sehr vielen Bürgerinnen und Bürgern ist bewußt, dass der Verkehrssektor erheblichen Einfluss auf Klimawandel und Erderwärmung hat. Besonders der Flugverkehr und der individuelle motorisierte Verkehr tragen durch ihren hohen Schadstoffausstoss dazu bei.

(Der Beitrag ist am Mittwoch auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Nun wird Mobilität in ländlichen Räumen auch in den nächsten Jahrzehnten nicht ganz ohne Kfz möglich sein. Gerade deswegen braucht es intelligente Konzepte, um den “modal split”, also die Anteile der einzelnen Verkehrsmittel an der Mobilität, zu verändern. Bahn, Bus und Fahrrad müssen dafür attraktiver werden. Es gibt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich damit befassen.

Einer von ihnen ist Prof. Dr. Andreas Knie, der am Wissenschaftszentrum in Berlin tätig ist. Ende August veranstaltete die Südwestfalenagentur in Menden das “Südwestfalenfestival”, und dort war Prof. Knie einer der eingeladenen Referenten. In der Südwestfalenagentur arbeiten die fünf südwestfälischen Kreise zusammen, also auch der HSK. Prof. Knie stammt selbst aus Südwestfalen, kennt sich also gut mit den Verhältnissen in unserer Region aus.

Ein Mitglied der SBL-Kreistagsfraktion hörte den Vortrag von Prof. Knie in Menden. Dort wurden viele neue und kreative Ideen vorgetragen. Also beschloss die SBL-Kreistagsfraktion den Antrag zu stellen, den Punkt “Überlegungen zur künftigen Mobilität in ländlichen Regionen” in die Tagesordnung des für Verkehrsangelegenheiten zuständigen Fachausschusses des HSK aufzunehmen mit Herrn Prof. Knie als Referenten. Nachdem es zunächst Terminschwierigkeiten gab, gab Prof. Knie nun die Zusage, zu einem der ersten beiden Sitzungstermine des Ausschusses im neuen Jahr zu kommen.

Damit sollte eigentlich alles geklärt sein, denn jede Kreistagsfraktion hat das Recht, Anträge zur Tagesordnung eines Ausschusses zu stellen. Falls das Thema zum Aufgabenbereich des Ausschusses gehört, MUSS der Vorsitzende den Punkt in die Tagesordnung aufnehmen.

Doch das gefällt offenbar dem Landrat nicht. Er ließ für die Ausschusssitzung am 28.11. eine Vorlage erstellen, dass der Ausschuss diesen TO-Antrag der SBL-Fraktion ablehnen soll. In der Sitzungsdrucksache 10/610 heisst es u.a.: “Zudem hält es der Unterzeichner … für sinnvoll, zunächst … eine tiefergehende Betrachtung der Mobilität zu tätigen und zudem die Ausführungen von Herrn Winterberg (Südwestfalen Agentur GmbH) in der Sitzung am 13.03.2023 zur Kenntnis zu nehmen.” Wir haben nicht gegen Herrn Winterberg, der eine engagierte Arbeit leistet. Er ist Geschäftsführer der Südwestfalenagentur, und auch er kann selbstverständlich einen Vortrag in diesem Ausschuss über seine Arbeit für Südwestfalen halten. Aber sein Aufgabenbereich ist ein ganz anderer als die wissenschaftliche Betrachtung von Mobilitätskonzepten.

So geht das nicht! Denn es gehört nicht zu den Aufgaben des Landrats, entgegen der eindeutigen Regelungen der Geschäftsordnung einen Ausschuss zur Ablehnung eines Fraktionsantrags zur Tagesordnung aufzufordern. Wir werden das nicht akzeptieren und sind gespannt, ob sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder einem derartigen Verstoß des Landrats gegen die Geschäftsordnung des Kreistags anschließt.

Hochsauerlandkreis: Impfangebote in der 48. Kalenderwoche (Montag, 28. November bis Sonntag, 4. Dezember)

Die staatlichen Impfangebote werden Ende 2022 eingestellt. Das Impfangebot der Koordinierenden COVID-Impfeinheit (KoCI) des Hochsauerlandkreises wird noch bis zum 19. Dezember aufrechterhalten.

(Pressemitteilung HSK)

Insbesondere der Personenkreis der Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren sollte dieses niedrigschwellige Angebot nutzen, um gut geschützt mit der zweiten Auffrischungsimpfung durch den Winter zu kommen.

Die KoCI bietet in der 48. Kalenderwoche folgende Impftermine an:

Schmallenberg, Oststraße 3a

Montag bis Freitag von 12 bis 18.30 Uhr

Sonntag von 13.30 bis 20 Uhr (Weihnachtsmarkt)

Brilon, Steinweg 5

Montag bis Donnerstag von 12 bis 18.30 Uhr

Samstag von 13.30 bis 20 Uhr (Weihnachtsmarkt)

Das Impfen ist mit und ohne Termin möglich. Termine sind online über das Buchungsportal www.hochsauerlandkreis.de buchbar.

Das Angebot richtet sich an alle Impfwilligen ab 5 Jahre gemäß STIKO-Empfehlung. Als Impfstoffe sind BionTech, Moderna, Novavax und Valneva vorrätig. Auch die auf die Omikron-Variante BA1 und BA4/BA5 angepassten Impfstoffe stehen gemäß STIKO-Empfehlung zur Verfügung. Mitzubringen sind Personalausweis, Impfausweis und Gesundheitskarte bzw. die Impfmappe mit den Unterlagen der bisherigen Impfungen.

Weitere Informationen und Impftermine sind zu finden unter www.hochsauerlandkreis.de. Für Fragen und Antworten – auch zum Genesenenstatus – steht die Hotline unter 0291/94-6500 gerne zur Verfügung.

Pausenbild: Dämmerung in Olsberg und ein Hinweis

Blick vom Generationenspielplatz auf die Turnhalle (foto: zoom)

Zum heutigen Tag kann ich in meinem Webtagebuch lediglich die Abenddämmerung in Olsberg vermelden.

Das Motiv ist vielleicht merkwürdig, aber nach dem Schwimmen im AquaOlsberg blieb mir nichts anderes übrig, keine Blumen, keine Berge, keine romantischen Sonnenuntergänge. Ein Tag wie jeder andere.

Eine Kleinigkeit noch: falls ihr die Dokumentation zum Massaker im Arnsberger Wald gesehen habt, dann schaut euch doch bitte den aktuellen Kommentar von Nadja-Thelen-Khoder an, direkt am Beitrag oder in der Kommentarspalte rechts.

Wenn ihr die Doku nicht gesehen habt, dann ist noch reichlich Gelegenheit, denn der Film steht, vom Zeitpunkt der Ausstrahlung Ende Oktober, ein Jahr in der ARD-Mediathek bereit.

Hochsauerland: Vermehrter Nachweis von Legionellen in Trinkwasser-Erwärmungsanlagen

Legionella pneumophila, microscopie électronique (Foto: CDC (PHIL #1187) – CDC Public Health Image Library.

Derzeit gehen im Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises vermehrt Meldungen mit Nachweisen von Legionellen in Trinkwasser-Erwärmungsanlagen ein.

(Pressemitteilung HSK)

Legionellen sind Krankheitserreger, die über feinste zerstäubte Wassertröpfchen, die zum Beispiel beim Duschen entstehen, bis in tiefe Lungenabschnitte eingeatmet werden. Sie können zu schweren Lungenentzündungen führen, die aufgrund der Schwere in den meisten Fällen zu einem Krankenhausaufenthalt führen und in ca. zehn Prozent der Fälle tödlich verlaufen. Bei der Infektion mit Legionellen handelt es sich um eine vermeidbare Gesundheitsgefährdung.

Zu einer Vermehrung von Legionellen in Trinkwasser-Erwärmungsanlagen kann es kommen, wenn die Temperaturen im Warmwasser zu niedrig gehalten werden und das Wasser über längere Zeit in den Leitungen steht. Ab 60 Grad Celsius im Warmwasser werden Legionellen abgetötet. Daher ist es aus den Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes erforderlich, an jeder Stelle einer Trinkwasser-Erwärmungsanlage eine Mindesttemperatur von 55 Grad Celsius einzuhalten.

Dass die Warmwassertemperatur in Trinkwassererwärmungsanlagen aktuell aufgrund der Energiekrise gedrosselt wird, fördert das Wachstum von Legionellen. Statt die Temperatur zu verringern, bieten sich andere Maßnahmen zur Energieeinsparung in der Trinkwasser-Erwärmungsanlage an: Eine regelmäßige Wartung der Anlage spart Energie ebenso wie eine Überprüfung und Verkleinerung des Warmwasservorratsspeichers. Mittels eines hydraulischen Abgleichs kann sichergestellt werden, dass bei den einzelnen Zirkulationsrückläufen Temperaturen oberhalb von 55 Grad Celsius eingehalten werden.


Weitere Infos:

Wikipedia (mittelschwer):

https://de.wikipedia.org/wiki/Legionellen

RKI (schwer):

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Legionellose.html

Apotheken Umschau (leicht):

https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/infektionskrankheiten/legionellen-so-beugen-sie-vor-719329.html

Impfungen in der 47. Kalenderwoche – Sonder-Impfaktion in der Abtei Königsmünster

Die öffentlichen Impfangebote des Landes NRW werden zum Jahresende eingestellt.

Ensemble mit Benediktiner-Abtei Königsmünster im Hintergrund. (archivfoto: zoom)

Während des Adventsmarktes der Abtei Königsmünster in Meschede bietet die Koordinierende COVID-Impfeinheit des Hochsauerlandkreises in der Pausenhalle des Gymnasiums der Benediktiner, Klosterberg 7, am Samstag, 26. November, von 10 bis 18 Uhr, und am Sonntag, 27. November, von 11 bis 18 Uhr, Impfungen an.

Weitere Impfangebote gibt es in den Impfstellen in der Woche vom 21. bis 25. November:

  • Schmallenberg, Oststraße 3a, von 9 bis 15 Uhr am Montag, Mittwoch und Donnerstag
  • Brilon, Steinweg 5, von 9 bis 15 Uhr von Dienstag bis Freitag

Das Impfen ist mit und ohne Termin möglich. Termine sind online über das Buchungsportal www.hochsauerlandkreis.de buchbar.

Das Angebot richtet sich an alle Impfwilligen ab 5 Jahre gemäß STIKO-Empfehlung. Als Impfstoffe sind BionTech, Moderna, Novavax und Valneva vorrätig. Auch die auf die Omikron-Variante BA1 und BA4/BA5 angepassten Impfstoffe stehen gemäß STIKO-Empfehlung zur Verfügung. Mitzubringen sind Personalausweis, Impfausweis und Gesundheitskarte bzw. die Impfmappe mit den Unterlagen der bisherigen Impfungen.

Weitere Informationen und Impftermine sind zu finden unter www.hochsauerlandkreis.de. Außerdem steht die Hotline unter 0291/94-6500 für Fragen zur Verfügung.

Die öffentlichen Impfangebote des Landes NRW werden zum Jahresende eingestellt.

Gelungene Mitgliederversammlung des Werkkreis Kultur Meschede, erstmals im CAMPUS

Der aktuelle Vorstand von links oben: Kai Kroggel, Christiane Arens, Jürgen Alliger, Josef Lödige; von links unten: Josef Grawe, Alexander Schneider, Rolf Schlinkert, Gregor Lange; es fehlen: Thomas Gierse, Claudia Kotthoff, Carl Lötters-Viehof (Foto: Christoph Gmyrek)

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des WERKKREIS KULTUR MESCHEDE (WKM) am 13.11.22 konnte der 1. Vorsitzende Josef Lödige 16 Mitglieder*innen im Bürgertreff CAMPUS begrüßen. Wahlen standen nicht an, allerdings wechselte der Schriftführer Jürgen Alliger aus beruflichen Gründen seinen Vorstandsposten mit dem Beisitzer Alexander Schneider.

(Pressemitteilung WKM)

Der WKM ist bisher ganz gut durch die Pandemie gekommen. Den Blick konsequent nach vorne zu richten hat sich ausgezahlt. Insgesamt neun Kulturveranstaltungen konnte der Verein im letzten und laufenden Jahr durchführen. Darunter endlich den oft verschobenen Auftritt von Konstantin Wecker, oder das gemeinsame Interkulturelle Stadtfest mit dem Stadtmarketing. Alle Veranstaltungen wurden gut besucht.

Fünfzehn neue Mitglieder*innen sind gewonnen worden, so viel wie lange nicht mehr. Somit kann der WKM jetzt auf 150 Kulturinteressierte setzen. Weiterhin wirbt der Verein um Neuaufnahmen und tatkräftige Unterstützung.

Fünf Events sind fest gebucht, sowie vier weitere in Planung. Hinzu kommen noch einige Veranstaltungen des „Newcomer Forum Kultur“ in der TRÖTE im Wechsel mit Live-Session, Improtheater und Lesung. Somit kann der WERKKREIS KULTUR endlich wieder Fahrt aufnehmen und zu großen Entdeckungen in der Kulturszene starten.

Fahrerlaubnis-Umtausch im HSK: Sonderöffnungszeiten der Führerscheinstellen am 3. Dezember

Der Umtausch von alten Papier-Führerscheinen (grau oder rosa) in neue EU-Kartenführerscheine für Fahrerlaubnisinhaberinnen und Fahrerlaubnisinhaber der Geburtsjahrgänge von 1953 bis 1964 ist nochmals am Samstag, 3. Dezember, in der Zeit von 8 bis 12 Uhr in den Führerscheinstellen Arnsberg, Brilon und Meschede ohne Termin möglich.

(Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)

Bereits beim ersten Samstagstermin am 22. Oktober haben 550 Personen das Angebot wahrgenommen. Die Frist läuft noch bis zum 19. Januar 2023, weitere Sondertermine sind nicht mehr geplant.

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sollten Kunden mit Umtauschwunsch ihren Personalausweis, den alten Führerschein sowie ein aktuelles biometrisches Passfoto (35×45 mm) mitbringen. Der Umtausch kostet mindestens 30,40 Euro.

Sollte der bisherige Führerschein von einer anderen Behörde ausgestellt worden sein, so ist vorab eine Karteikartenabschrift bei der ausstellenden Behörde zu beantragen. Diese Karteikartenabschrift muss bei der Führerscheinstelle vorliegen.

Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter:

fcld.ly/umtausch_fuehrerschein

Die Kreisverwaltung weist darauf hin, dass während der Sonderöffnungszeiten ausschließlich Führerschein-Umtauschanträge möglich sind. Für alle anderen Anliegen stehen die Führerscheinstellen nach vorheriger Online-Terminvereinbarung zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung.

Blühende Kräuter im November

Malven am Wegrand (foto: zoom)

Wenn mir vor Jahren jemand erzählt hätte, dass ich im November im Hochsauerland Blütenpflanzen bestimmen werde, hätte ich gelacht.

Da sind wir heute. Ich habe gequält gelacht. Kaum fünfhundert Schritte aus dem Haus und mal eben mehr als zwei Hände voller blühender Kräuter entdeckt und ich weiß nicht, ob das normal ist, weil ich noch nie im November im Hochsauerland spazieren gegangen bin, um Blütenpflanzen zu bestimmen.

Kleine Blüte – Ehrenpreis (foto: zoom)

Gänsedistel, Rot-Klee, Springkraut, Wassermiere, Kamille, Feinstrahl, Malve, Storchenschnabel, Ehrenpreis, Pippau, Hahnenfuß, Labkraut … irgendwann habe ich nicht mehr hingeschaut, sonst wäre ich vor lauter Bestimmerei nicht nach Hause gekommen.

Ist das die Wassermiere? (foto: zoom)

Die Luft war drückend schwül. Derart unangenehm, dass ich meinen Plan, eine Runde mit dem Rad zu drehen, wegen Mattheit verworfen habe.

Stattdessen bin ich am Waldrand entlanggeschlichen. Mein Gefühl kann ich nicht in Worte fassen: Erstaunen, Verwunderung, Entsetzen? Von allem etwas mit einer Prise Hysterie?

Unverwüstlich – der Storchschnabel (foto:zoom)

Früher hätte ich das, was mich heute bewegte, schönes Wetter genannt und mich gefreut. Heute habe ich kurz aufgelacht und den Kopf geschüttelt.

Ratlos.

Hochsauerlandkreis: Kinder-Impfungen in der nächsten Woche

Die Koordinierende COVID-Impfeinheit des Hochsauerlandkreises (KoCI) bietet neben den regelmäßigen Impfterminen in Brilon, Steinweg 5, und Schmallenberg, Oststraße 3a, zusätzliche Termine mit oder ohne Terminbuchung für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren an:

  • Donnerstag, 17.November, von 17 bis 18.30 Uhr in Brilon
  • Freitag, 18. November, von 17 bis 18.30 Uhr in Schmallenberg

Termine sind online über das Buchungsportal www.hochsauerlandkreis.de buchbar.

Mitzubringen sind Personalausweis, Impfausweis und die Einwilligung der Eltern für die Kinder.

Die STIKO empfiehlt Kindern von fünf bis elf Jahren ohne Vorerkrankungen zur Basisimmunisierung nur eine Impfstoffdosis. Bei individuellem Wunsch können auch zwei Impfstoffdosen verabreicht werden.

Weitere Informationen und Impftermine sind zu finden unter www.hochsauerlandkreis.de. Außerdem steht die Hotline unter 0291/94-6500 für Fragen zur Verfügung.

Diemel- und Hoppecketal: Das europäische Vogelschutzgebiet kommt.

Die Bemühungen des Briloner und des Marsberger Bürgermeisters, unterstützt vom Landrat und von CDU und SPD im HSK, das neue Vogelschutzgebiet bei Brilon und Marsberg zu verhindern, sind gescheitert.

Das ergibt sich aus einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung der Pressestelle des HSK.
https://www.presse-service.de/data.aspx/static/?ID=1115715.html

(Der Artikel ist zuerst auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Wenn man den rhetorischen “Nebel” aus der Überschrift ignoriert, ergibt sich daraus:

Grundlage der Gebietskulisse des geplanten Vogelschutzgebietes (VSG) „Diemel- und Hoppecketal mit Wäldern bei Brilon und Marsberg“ soll weiterhin die 2021 von der Bezirksregierung in das Verfahren gebrachte Fläche sein. Sie soll um Fichten- und Ackerflächen reduziert, gleichzeitig aber um naturnahe Waldflächen im angrenzenden Kreis Paderborn erweitert werden. Dies ist das Ergebnis eines Gespräches, an dem der NRW-Umweltminister, der Landrat, die beiden Bürgermeister, der IHK-Geschäftsbereichsleiter, der Kreisgeschäftsführer des Landwirtschaftsverbandes und weitere Vertreter des Umweltministeriums sowie der Bezirksregierung Arnsberg teilgenommen haben.

Bemerkenswerterweise waren zu diesem Gespräch weder VertreterInnen der Naturschutzverbände noch der Fraktionen, die die Ausweisung des Vogelschutzgebietes unterstützt haben, eingeladen, sondern nur Gegner des VSG.

Es wurde bei dem Treffen der aktuelle Stand des Ausweisungsverfahrens des EU-Vogelschutzgebietes „Diemel- und Hoppecketal mit Wäldern bei Brilon und Marsberg“ erörtert. Danach sollen primär Raubwürger, Grauspecht und Neuntöter als sogenannte wertgebende Arten geschützt werden (wie vom VNV beabsichtigt). Nach Angaben des Ministers beharrt die EU-Kommission auf einer Meldung des Schutzgebietes, droht andernfalls mit einem EU-Vertragsverletzungsverfahren.

Bleibt zu hoffen, dass sich nun auch die heimischen Behörden und die GroKo-Fraktionen (CDU und SPD) konstruktiv am Vogel- und Artenschutz beteiligen. Dann könnte es gelingen, eine Vereinbarung über die Gebietskulisse und die Schutzinstrumente herbeizuführen, unter Beteiligung von Kommunen, Wirtschaft, Land- und Forstwirtschaftlichen Betrieben sowie VNV und NABU. In der „Medebacher Bucht“ sind (fast) alle Beteiligten mit den dabei erzielten Ergebnissen zufrieden.