Umleitung: nach der Reise …

Spaziergang durch die Hafencity. Im Hintergrund ist die Elbphilharmonie zu sehen. (foto: zoom)

Bevor am 5. Oktober der Besuch des Aussichtsbalkons der Elbphilharmonie kostenpflichtig wird, habe ich mir noch einmal die Aussicht auf Elbe, Hafen und Hafencity gegönnt.

Wenn ihr im Link https://poi.elbphilharmonie.de/de/photo/a den letzten Buchstaben a sukzessive durch b bis g ersetzt, habt ihr einen Live-Blick von den verschiedenen Balkonstandorten. Wenn ihr auf die blauen Punkte klickt, wird erklärt, was dort zu sehen ist.

Ich hoffe, dass dieser kleine Trick noch eine Zeit lang funktioniert.

Nach einigen Tagen auf Reisen besuche ich heute Abend erneut andere Blogs und Websites:

Jubiläum für Verschwörungserzählungen und Antisemitismus: Der Terror vom 11. September 2001 war die Geburtsstunde von Verschwörungserzählungen, die bis heute in unterschiedlichen politischen Szenen kursieren … belltower

Umkreisen, umwerben und anbiedern: Im Licht ihrer steigenden Umfragewerte wird die AfD von BSW und Teilen der FDP und CDU umworben. Nach dem erwartbaren Fall der Brandmauer kommt die Einbindung der AfD in Regierungsverantwortung … derrechterand

Landtag darf verfassungsfeindlichen Mitarbeitern Zahlungen verweigern: Die AfD-Fraktion hatte gegen die Neugestaltung der gesetzlichen Regelungen vor dem Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz geklagt. Hintergrund ist die Grundentscheidung für eine wehrhafte Demokratie … endstationrechts

In Lingen: Ein Regenbogen für die Demokratie … robertsblog

Der Faschismus und die Seele des Menschen: Der Ressentimentmensch ist in seine Verbitterung verliebt. Er muss ständig die Bedingungen reproduzieren, unter denen sich diese Bitterkeitsstörung weiter etabliert … misik

Opi go home! (Satire): „Wir müssen das jetzt einfach noch viel mal besser kommunizieren.“ „Heilige Scheiße, wie viel besser denn noch!?“ „Also mindestens so viel besser, dass die Regierungsmehrheit für uns auf Dauer…“ „Sind die Kokspreise mittlerweile echt so im Keller?“ … zynaesthesie

So wird das Eigenheim klimarobust: Hitze, Sturm, Überschwemmungen und Starkregen stellen Gebäude zunehmend vor große Herausforderungen. Hohe Temperaturen führen zur Überhitzung von Innenräumen, während Starkregen die Kanalisation überlasten und Überflutungen verursachen kann … doppelwacholder

Die neue Initiative Vinylstadt Dortmund will Plattenfans aus ganz Deutschland anlocken: Elf Plattenläden, zahlreiche Händler auf Börsen und eine wachsende Szene … nordstadtblogger

Immer und immer weiter: Peter Handke in Berlin für seine „Kreuz-und-Quer-Gehenden“ umjubelt … revierpassagen

Computertechnik – welch ein Gefuckel: Ich hatte Anfang des Jahres schon mal über mein Selfhosting geschrieben. Und ich dachte, es ist Zeit für ein Update. Hintergrund war die Geschichte mit dem kaputten Word-Dokument, dass mich bei meinem Nachfolger für Evernote wahnsinnig gemacht hat … unkreativ

Hörtipp: Zwischen Fulda und Forschung

„Argentinien und Chile werden den Golf als Rohstoff-Großmacht ablösen“

Symbolbild für Wissen und Wissenschaft: Hauptstandort der Universitätsbibliothek Kassel am HoPla (archivfoto: zoom)

Ich empfehle ein kurzes und prägnantes Interview mit dem Kasseler Wissenschaftler Hans-Jürgen Burchardt.

Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt ist Co-Leiter des Käte-Hamburger-Kollegs „Rohstoffwelten“ in Kassel.

Er erklärt, warum die Dekarbonisierung der Welt das globale Mächteverhältnis fundamental verändern wird – und welche Rolle der Wissenschaftsstandort Kassel bei der Erforschung dieser Veränderung spielt.

Hier geht es zur Podcast-Website der Uni Kassel:

https://uni-kassel-im-o-ton.podigee.io/12-argentinien-und-chile-werden-den-golf-als-rohstoff-grossmacht-ablosen

Netzfund: Deutschlandfahne

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=UcuwSRWX5aU

Einige sagen, sie lieben Deutschland, und wettern dann gegen E-Autos, Wärmepumpen und Windkraft.

So bleiben wir aber abhängig von Öl-, Gas- und Kohleimporten und überweisen Milliarden ins Ausland. Wer Zukunftstechnologien bekämpft und damit seinem Land schadet, sollte die Deutschlandfahne wegpacken.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Hier weiterlesen: https://klimareporter.de/deutschland/quaschning-erklaert-deutschlandfahne

Von Brandstiftern, Öl-, Gas-, Kohle und Biedermännern

Grafik: mitwelt.org

Die Auswirkungen des menschen- und konzerngemachten Klimawandels werden immer deutlicher. Menschen sterben in Hitzesommern, Flüsse trocknen aus, Extremwetterlagen nehmen zu. Eine der Folgen der Klimakatastrophe sind Feuer und extreme Waldbrände

(Gastbeitrag Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein)

Waldbrände im Klimawandel
Waldbrände gab es immer schon. Doch im Klimawandel sind sie länger andauernd und vielerorts extremer. Steigende Temperaturen, häufigere Hitzewellen, Dürren und ausgetrocknete Böden entziehen der Vegetation Feuchtigkeit und schaffen ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Mega-Feuern. Der IPCC stellt fest, dass der Klimawandel bereits die Feuerwettersaison verlängert hat und für zahlreiche Regionen eine weitere Zunahme des Feuerrisikos erwartet wird. Besonders gefährdet sind unter anderem der Mittelmeerraum, Australien, der Westen Nordamerikas, der Amazonas und boreale Wälder, aber auch Europa und Deutschland werden nicht verschont.

Berichte über Brandstifter und Brandstiftung füllen die Medien.
Es gibt tatsächlich Brandstiftung aus Dummheit und Brandlegung aus Bosheit. Doch auch ein gelegtes Feuer braucht geeignete Bedingungen für Ausbreitung und Intensität. Der Klimawandel selbst ist kein Zünder, sondern ein massiver Risiko- und Brandverstärker. Doch die intensive Berichterstattung über die Brandstifter lenkt vom Grundproblem des Klimawandels und von der Verantwortung der Fossil-Industrie ab. Hier spielen auch Fake-News von konzernnahen fossilen Klimawandelleugnern eine zunehmende Rolle.

Über die Verantwortlichen für die zunehmend heftigeren Brände wird selten berichtet.
Die fossile Industrie (Öl-, Gas, Kohle …) und ihre Lobbyisten in Politik und Medien tragen die zentrale Verantwortung für den konzern- und menschengemachten Klimawandel und damit auch für die Waldbrände. Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Folgen der Erderhitzung waren in Teilen der Branche früh bekannt. Dennoch wurden Risiken aggressiv heruntergespielt, Zweifel an der Klimawissenschaft gefördert und politische Maßnahmen gegen steigende Emissionen behindert. Bis heute investiert die Branche weltweit in neue Öl-, Gas- und Kohleprojekte und in die Kampagnen der Klimawandelleugner und Energiewendegegner. Sie unterstützt rechtslibertäre Fossil-Lobbyisten in der Politik und sie lässt von Lobby-Bürgerinitiativen die Energiewende bekämpfen. Damit trägt sie wesentlich dazu bei, dass die Abhängigkeit von fossilen Energien fortbesteht. Ihre Verantwortung betrifft daher nicht nur vergangene Emissionen, sondern auch heutige Geschäftsentscheidungen. Eine Begrenzung der Klimakrise erfordert den schnellen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. Während Wälder brennen und Menschen an den Folgen des konzern- und menschengemachten Klimawandels sterben, macht die Fossil-Industrie unvorstellbare Übergewinne. Diese Summen müssen, auch zur Schadensregulierung, endlich abgeschöpft werden.

Max Frischs Parabel „Biedermann und die Brandstifter“ zeigt, wie ein wohlhabender Bürger Brandstifter in sein Haus aufnimmt, obwohl er deren Absichten erkennt. Aus Bequemlichkeit, Angst und Selbsttäuschung verdrängt Biedermann die Wahrheit – und ermöglicht so seine eigene Katastrophe. Wir haben die fossilen Brandstifter nicht nur ins Haus geholt, wir haben sie auch unendlich reich gemacht und verharren im Zustand der Apokalypse-Blindheit. Die Umweltbewegung muss endlich anfangen, die Brandstifter, Klimatäter und Klimawandel-Verantwortlichen laut und öffentlich zu benennen.

Autor: Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Aktuell: Flächenbrand in Marsberg-Helminghausen

Update I, II und III am Ende des Artikels

Die Waldbrandgefahr laut DWD heute Morgen in Deutschland (Screenshot)

Am gestrigen Donnerstag um 14.41 Uhr wurde das höchste Alarmstichwort für den Flächenbrand in Marsberg-Helminghausen ausgelöst. Seit gestern 18 Uhr sind der Stab für Sonderlagen und die Einsatzleitung des Hochsauerlandkreises im Zentrum für Feuerwehr und Rettungsdienst in Meschede-Enste im Einsatz, um die Kräfte vor Ort zu unterstützen. Grund dafür sind mehrere Einsatzlagen im Kreisgebiet und die Koordination überörtlicher Kräfte.

(Pressemitteilung HSK)


Infos Stadt Marsberg und Hochsauerlandkreis mit Stand Freitag, 14. August, 05:40 Uhr, in Stichpunkten:

Nach wie vor sind Einsatzkräfte in den betroffenen Gebieten in Marsberg-Helminghausen mit umfangreichen Maßnahmen vor Ort.

Der Bereich sollte weiterhin weiträumig umfahren werden, um die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Folgende Strecken sind weiterhin gesperrt: L800/912 Diemeltalsperre Am See 1, Diemelseestraße ab Hausnummer 25, L912 Messinghausen in Richtung Helminghausen.

Aufgrund der Lichtverhältnisse können aktuell keine Aussagen zur Rauchentwicklung getroffen werden. Bitte halten Sie vorsorglich in Madfeld, Ratinghausen und Rösenbeck weiterhin Fenster und Türen geschlossen und schalten Sie Lüftungen und Klimaanlagen ab.

Aktuell kam es aufgrund von Funkenflug zu weiteren Wipfelfeuern. Aufgrund der aktuellen Wetter- und Windlage kann es zu einer weiteren Ausbreitung des Feuers kommen.

Wir bitten die Bevölkerung, das betroffene Gebiet weiträumig zu meiden, um die Einsatzmaßnahmen nicht zu behindern und die eigene Sicherheit nicht zu gefährden. Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten bereits im Rahmen des Einsatzes ärztlich behandelt werden.

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit bitten wir außerdem die Bevölkerung, besondere Vorsicht in unseren Wäldern walten zu lassen und Warnhinweise wie Grill- und Rauchverbote im Wald zu beachten.

Update I Freitag 10 Uhr:

Seit dem Nachmittag des 13. August läuft im Bereich zwischen Marsberg und Messinghausen ein umfangreicher Waldbrandeinsatz.

Derzeit sind aktuell noch über 400 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Straßensperrungen bleiben aufrecht erhalten und der Bereich muss weiträumig umfahren werden.
Folgende Strecken sind weiterhin gesperrt:

Landstraße 800/912 Diemeltalsperre Am See 1, Diemelseestraße ab Hausnummer 25 sowie die Landstraße 912 Messinghausen in Richtung Messinghausen.

Die Warnhinweise, vorsorglich in Madfeld, Radlinghausen und Rösenbeck weiterhin Fenster und Türen geschlossen zu halten, bleiben bestehen.

Update II Freitag 21 Uhr:

Seit dem Nachmittag des 13. August läuft im Bereich zwischen Marsberg, Helminghausen und Messinghausen ein umfangreicher Waldbrandeinsatz. Die Einsatzkräfte arbeiten weiterhin intensiv an der Bekämpfung des Feuers und der zahlreichen Glutnester.

Aktuelle Lage
Derzeit sind rund 500 Einsatzkräfte auf einer betroffenen Fläche von etwa 40 Hektar im Einsatz.

Die Brandbekämpfung dauert weiterhin an. Insbesondere zahlreiche Glutnester erschweren die vollständige Ablöschung des betroffenen Waldgebietes.
Zusätzlich kommt es durch Funkenflug immer wieder zu neuen Brandstellen, die unmittelbar bekämpft werden müssen.

Die Wasserversorgung ist über ein Hochleistungsfördersystem (HFS) sichergestellt. Ergänzend wurde ein Pendelverkehr zur Wasserversorgung eingerichtet.
Im Bereich der Löschwasserversorgung ergeben sich derzeit keine wesentlichen Änderungen zur letzten Lagebesprechung.

Besondere Herausforderungen
Einige Brandstellen befinden sich in schwer zugänglichem Gelände. Dadurch ist der Einsatz schwerer Technik nur eingeschränkt möglich. An vielen Stellen ist die Bekämpfung der Glutnester aufwändige Handarbeit mit Hacke und Schaufel.
Zur Unterstützung wurde bei Wald und Holz NRW ein sogenannter Fire-Fighter angefordert, der sich bereits auf dem Weg zur Einsatzstelle befindet. Dabei handelt es sich um ein modernes Spezialfahrzeug zur Brandbekämpfung in schwer zugänglichem Gelände.

Straßensperrungen
Die Straßensperrungen bleiben weiterhin bestehen. Die Bevölkerung wird gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Folgende Strecken sind derzeit gesperrt:

Landstraße L 800 / L 912
Bereich Diemeltalsperre, Am See 1
Diemelseestraße ab Hausnummer 25
Landstraße L 912 von Messinghausen in Richtung Helminghausen

 Entwarnung für die Bevölkerung
Die vorsorglich herausgegebenen Warnhinweise für die Ortsteile Madfeld, Radlinghausen und Rösenbeck, Fenster und Türen geschlossen zu halten, werden mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Entsprechend können auch die über die Warn-App NINA veröffentlichten Warnmeldungen zurückgenommen werden.

Ausblick
Nach aktueller Einschätzung des zuständigen Führungsstabes muss weiterhin mit einer längeren Einsatzdauer gerechnet werden. Derzeit wird von einem Einsatz bis mindestens Sonntagabend ausgegangen.

Die Einsatzleitung bedankt sich bei allen Einsatzkräften, Hilfsorganisationen, unterstützenden Unternehmen sowie der Bevölkerung für die große Unterstützung und das entgegengebrachte Verständnis. Bürgerinnen und Bürger werden weiterhin gebeten, die abgesperrten Bereiche nicht zu betreten und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten.

Update III Samstag 6 Uhr:

Flächenbrand Marsberg-Helminghausen – Einsatzstäbe aufgelöst

Marsberg-Helminghausen. Der Stab für Sonderlagen und die Einsatzleitung haben am Samstag, 15. August, um 6 Uhr ihre Arbeit im Zentrum für Feuerschutz und Rettungswesen in Meschede-Enste beendet. Die Lage in Marsberg-Helminghausen zeigt sich ähnlich wie in Sundern entspannter. Die Koordination liegt nun wieder komplett bei den kommunalen Feuerwehren.

Nach wie vor werden in Marsberg-Helminghausen Glutnester gefunden und gelöscht, derzeit befinden sich Züge aus Hessen im Anmarsch. Im Einsatz vor Ort ist das Wechselladerfahrzeug des HSK eingesackt und ein Container abgerutscht. Fahrzeug und Container wurden beschädigt, der Schaden wird derzeit aufgenommen.

Umleitung: Atomstrom, AfD, RWE, Pedro Sánchez, Odyssey, Karussellbetrug und T. C. Boyles Dystopie

Gestern: Blick auf den Rhein bei Götterswickerham. Hier werden viele fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Gas transportiert (foto: zoom)

Atomstrom auf dem Trockenen: Atomkraftwerke und auch fossile Kraftwerke benötigen Kühlung. Die kommt oft von Flüssen und Seen. Mit den klimawandelbedingt steigenden Temperaturen im Sommer steht diese Kühlung immer häufiger nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung. Auch Lieferprobleme bei der Kohle für Kohlekraftwerke entstehen durch niedrige Fluss-Pegelstände … klimareporter

Kapitulation ist kein Konzept: Auf die Phase der Verharmlosung folgt jetzt die nächste Stufe der Normalisierung der AfD. Die Forderung nach Dialog suggeriert politische Vernunft, ist aber ein Akt der Selbstaufgabe und bereitet den Rechtsextremen den Weg zur Macht … belltower

„After careful consideration“ – RWE raus aus erneuerbarer, rein in fossile Energie: Die Trump-Regierung wird dem deutschen Energiekonzern RWE 1,22 Milliarden US-Dollar zahlen, damit dieser seine Pläne zum Bau von Windparks vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana aufgibt … robertsblog

Pedro Sánchez, Anführer der freien Welt: Der spanische Premier knickt vor mächtigen Schulhofschlägern nicht ein. Kein Wunder, dass er viele Feinde hat … misik

Karussellbetrug (Satire): Und weil’s so schön war, noch eine Runde. Diesmal aber nicht mit Cum-Ex, sondern international … zynaesthesie

Ein (un)komplizierter Held: Christopher Nolan saniert die Antike … GeschichteDerGegenwart

Kernprobleme oder warum man nicht nur Symptome bekämpfen sollte: Es ist aktuell heiß in Deutschland und das bedeutet, dass Millionen Menschen in völlig überhitzten Dachgeschosswohnungen leiden. Das Internet ist voll mit Beschwerden von Menschen, die eine Klimaanlage möchten, bei denen aber der Vermieter blockiert … schmalenstroer

Strompreise, Kraftwerke, Klima: Unsere Bundeswirtschaftsministerin Reiche (CDU) ist aktuell in der Presse mit der Aussage, dass sich sinkende Strompreise leider ein paar Jahre verzögern … unkreativ

Nichts mehr zu retten: T. C. Boyles dystopische Storys „Das Ende ist nur ein Anfang“ … revierpassagen

Vorbild Biber: Wasserrückhaltung in Zeiten von Hitzesommern, Dürre, Starkregen & Klimawandel

Grafik: mitwelt.org

Die Hitze- und Trockensommer 2003, 2018, 2022, 2023, 2024 und aktuell 2026 zeigen Folgen: Flüsse wie Rhein und Donau, Seen und Quellen führen deutlich weniger Wasser, viele Bäche wie z. Bsp. die Dreisam trocknen aus.

(Gastbeitrag Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein)

Gewässer erwärmen sich, Sauerstoffmangel und Fischsterben nehmen zu. Die Grundwasserstände sinken und die Trinkwasserversorgung gerät regional unter Druck. Landwirtschaft, Schifffahrt und Kraftwerke leiden unter Wassermangel. Atomkraftwerke werden abgestellt. Gleichzeitig steigen Waldbrandgefahr, Ernteausfälle und der Stress für Natur und Ökosysteme deutlich an. Der von Fossil-Lobbyisten geleugnete und von der Wissenschaft und der Umweltbewegung angekündigte menschengemachte Klimawandel ist (nicht erst) im Hitzesommer 2026 in Deutschland angekommen.

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NRW: Zahl der Sterbefälle während der Hitzewelle im Juni 2026 erreicht neuen Höchststand seit 2000

  • 6.335 Gestorbene in der Woche vom 22. bis 28. Juni 2026
  • Neues Maximum der Sterbefälle pro Tag am 28. Juni 2026
  • Sterbefallkalender NRW veranschaulicht den Einfluss von Wärmebelastung auf die Mortalität

Düsseldorf (IT.NRW). In der zweiten Junihälfte des Jahres 2026 lagen in Nordrhein-Westfalen an 11 aufeinanderfolgenden Tagen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor, darunter 8 Tage mit der höchsten Warnstufe. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Daten mitteilt, erreichte die Zahl der Sterbefälle in der zweiten Woche dieser langanhaltenden Hitzephase den zweithöchsten Wert seit Januar 2000. In der betreffenden Kalenderwoche starben vom 22. Juni 2026 bis zum 28. Juni 2026 insgesamt 6.335 Menschen aus NRW.

Bisheriger Höchstwert der Sommermonate Juni bis August wird um gut 1.400 Sterbefälle überschritten

Die Zahl der Sterbefälle überschritt damit deutlich den bisherigen saisonalen Höchstwert für die Sommermonate seit Januar 2000. In den Monaten Juni bis August der Jahre 2000 bis 2025 lag die höchste wöchentliche Sterbefallzahl bei 4.883.

Doch nicht nur im Vergleich zu bisherigen Sommermonaten, in denen das Niveau der Sterbefälle typsicherweise niedriger liegt, war die Zahl der Todesfälle in der 26. Kalenderwoche dieses Jahres außergewöhnlich hoch. Selbst in den Wintermonaten während Grippe- und COVID-19-Wellen wurden derartig hohe Sterbefallzahlen historisch nur vereinzelt erreicht. Der wöchentliche Höchstwert in diesem Jahrhundert wurde in der 51. Kalenderwoche des Jahres 2022 mit 6.349 Gestorbenen gemessen. Der aktuelle Wert unterschreitet diesen lediglich um 14 Fälle. Eine ähnlich hohe wöchentliche Sterbefallzahl wurde zuletzt während der Grippewelle im Februar 2018 in der 10. Kalenderwoche mit 6.179 Gestorbenen registriert.

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Hitzeschutz vor Ort: Städte und Gemeinden und wir alle müssen konsequent handeln

Entwicklung der Hitze in Dortmund von 1850 bis 2025 (Grafik: https://showyourstripes.info/l/europe/germany/dortmund)

Angesichts zunehmender Hitzeperioden wächst der Handlungsdruck auf die Kommunen. Fachleute fordern mehr Grünflächen, weniger Versiegelungen sowie verbindliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Dafür müssen die Kommunen auch mit ausreichenden Finanzmitteln versehen werden und wir alle müssen uns der Hitze anpassen, betont die Landessenior*innenvertretung NRW (LSV NRW).

(Pressemitteilung LSV NRW)

Seit dem Jahr 2003 hat sich die Wahrscheinlichkeit für extreme Hitzetage verzehnfacht. Karl-Josef Büscher, der Vorsitzende der LSV: „Immer wieder hören wir dennoch den Satz ‚Früher war es auch heiß‘. Aber Temperaturen über 40 Grad, so oft und langanhaltend – das gab es in der Vergangenheit nicht.“ (siehe Grafik)

Wie gehen wir nun damit um? Sicher müssen die Menschen sich an die Hitze anpassen. Maßnahmen dazu sind bekannt, nicht zuletzt auch, weil viele Senior*innenvertretungen vor Ort dazu vorbildlich und präventiv informieren. „Machen Sie bitte so weiter!“, unterstützt der Vorstand der LSV NRW seine Mitglieder auf diesem guten Weg, die Menschen mit den notwendigen Maßnahmen wie etwa Hitzetelefone und vieles mehr zu erreichen. Wichtig ist und bleibt, so banal es klingen mag, ausreichend zu trinken und möglichst kühle Orte aufzusuchen. Konkrete Handlungshinweise und umfassende Informationen auch für Multiplikatoren, wie es die kommunalen Seniorenvertretungen sind, finden sich auf der Website des Landesamtes für Gesundheit und Arbeitsschutz.

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Lesehinweis: Der Klimawandel wird zum Brandbeschleuniger

Symbolbild: Waldbrand im Umatilla National Forest, Oregon, United States (Quelle: wikimedia)

Frankreich und Spanien evakuieren Hunderttausende wegen Waldbränden. Die vom Klimawandel verstärkten Katastrophen in Europa sind nicht mehr zu übersehen. Wann wachen Friedrich Merz und Katherina Reiche auf?

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Hitzewelle, Blitzdürre, Waldbrand

Nicht allein fehlender Regen sorgt dafür, dass die Waldbrände in Südeuropa immer extremer werden. Die Klimakrise lässt Böden und Pflanzen in immer kürzerer Zeit austrocknen. Zur Brandbekämpfung gehört deshalb auch, die fossile Verbrennung zu beenden.

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