Mit dem Rad zur Künstler-Nekropole am Blauen See im Habichtswald

Das Fahrrad am Wanderparkplatz Nekropole abgestellt (foto: zoom)

Von Kirchditmold über Harleshausen mit dem „Bio-Bike“ die Ahnatalstraße zum Wanderparkplatz Nekropole hinauf – ganz schön anstrengend. Die Straße scheint gegen Ende stetig steiler zu werden. Die Totenstadt am Blauen See im Habichtswald kannte ich bis Ende letzter Woche noch nicht.

Ich habe das Fahrrad am Baum abgeschlossen, mich mit Hilfe der Wandertafel orientiert und die großen Grabdenkmäler auf der kleinen 1,5-km-Runde zu Fuß erkundet.

Orientierung. Der Rundweg um den blauen See (rechts) ist nicht sehr lang (ca. 1,5 km) (foto: zoom)

Bei Wikipedia lese ich: Die Künstler-Nekropole ist ein Friedhof, eine Parkanlage und ein Kunstwerk des öffentlichen Raums mit Wanderweg im Gebiet des Kasseler Stadtteils Harleshausen. Geschaffen wurde die Nekropole von documenta-Künstlern, die sich zu Lebzeiten testamentarisch verpflichten, sich dort beerdigen zu lassen. Der documenta-Künstler Harry Kramer initiierte mit ihr eine neue Ausdrucksform der Kunst im öffentlichen Raum.

Gleich am Anfang des Wegs steht das Denkmal für Manfred Schneckenburger (2021), entworfen von Ugo Dossi.

Am 3. Dezember 2019 starb Manfred Schneckenburger zwei Tage nach seinem 81. Geburtstag in Köln. Am 18. Juni 2021 wurde in der Nekropole am Blauen See dieses Denkmal für den zweifachen documenta-Leiter eingeweiht.

Denkmal für Manfred Schneckenburger (2021) entworfen von Ugo Dossi (foto: zoom)

Wenn man auf die Skulptur blickt, soll in ihrem Umriss das Profil Manfred Schneckenburgers erscheinen. Mir ist dieses Vexierbild verschlossen geblieben.

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Kultur-Radtour durch Kassel

Auf einer Brücke in der Karlsaue, klein im Hintergrund die Orangerie (foto: zoom)

Bei warmem Wetter ist ein Fahrrad das ideale Fortbewegungsmittel in der Stadt: Fahrtwind und eine relativ hohe Fluchtgeschwindigkeit von überhitzten Asphaltplätzen an schattige Orte.

Das Kasseler Auebad war überfüllt, aber in der Karlsaue ließ es sich entspannt – trotz Warnungen vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners – radeln.

In der Caricatura habe ich die Ausstellung „Haben Juden nichts zu lachen?“ ganz allein für mich gehabt. Internationale Cartoonist*innen geben Einblick in jüdisches Leben, positionieren sich gegen Antisemitismus und schauen auf die Lage in Nahost.

Beeilt euch! Die Präsentation jüdischen und nichtjüdischen Humors läuft nur noch bis zum 19. Juli 2026 und regt zum Nachdenken an.

Großer Aufsteller am Eingang zur Ausstellung (foto: zoom)

Kassel, Fulda, Spitzhacke – von hier aus kommt man mit dem Rad bequem zum HoPla

Die Spitzhacke an der Fulda (foto:zoom)

Die Spitzhacke soll laut Website der Stadt Kassel eine Hommage an die „Achsen“ der documenta-Stadt sein.

„Wie vom Himmel gefallen, steckt am Ufer der Fulda eine zwölf Meter hohe Spitzhacke im Boden, als hätte sie der gigantische Herkules im hohen Bogen bergab in die Stadt geschleudert. Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen schufen das überdimensionale Werkzeug als Beitrag zur documenta 7 im Jahr 1982.“

Weiter geht es zur Universitätsbibliothek. Zur Fahrradkultur gehört für mich unbedingt ein gutes Buch.

Erste Informationen zur Gründung der Universität 1971 als Gesamthochschule am Holländischen Platz (HoPla) kann man bei Wikipedia finden.

Der Eingangsbereich der Universitätsbibliothek Kassel (foto: zoom)

Die Tunnel unter der riesigen Verkehrskreuzung am HoPla gelten als Hall of Fame und ich schaue mir regelmäßig die Graffiti an.

Eines von vielen Wandbildern in den Tunneln unter dem HoPla (foto: zoom)

Mehr kann ich gerade nicht berichten, weil um 11 Uhr das Fridericianum öffnet.

Heute steht die Ausstellung „CATHERINE OPIE –
THE PAUSE THAT DREAMS AGAINST ERASURE“ auf dem Kultur-Radtour-Programm. Sie ist ebenfalls nur noch bis zum 19. Juli 2026 zu sehen. Die Ankündigung liest sich sehr interessant: https://fridericianum.org/de/ausstellungen/catherine-opie/

Computer aus! Auf’s Rad! Hinunter in die Innenstadt!

Kirche ist bunt – zumindest wenn es um die Bestuhlung geht

Die „AiRlebniskirche“ in Amecke

Blick in den Innenraum einer Kirche Richtung Altar. Links und rechts Stuhlreihen mit rot, grün und blau gepolstertem Gestühl. Der Boden ist schwarz, die Wände sind weiß.
Rot, Grün, Blau – nicht nur die Bestuhling macht die „AiRlebniskirche“ bund. (Foto: Norbert Kremser)

Es war eine Zufallsbegegnung. Bei einer Fahrt zum Sorpesee kamen wir vom Parkplatz her an der katholischen Kirche St. Hubertus in Amecke vorbei.

(Gastbeitrag Norbert Kremser)

Das Schild draußen „AiRlebniskirche“ machte neugierig. Also führte der Weg direkt ins Innere. Welch eine Überraschung! Die Bestuhlung – statt der üblichen Kirchenbänke – nicht im einheitlichen Grau oder Schwarz, sondern in bunten Farben. Das macht Eindruck. So kann oder so soll es sein. Dass – typisch für eine Lichterkirche – auch die Beleuchtung über ein mediales System bunt gesteuert werden kann, sei ehrlicherweise auch noch erwähnt. Also: Nicht nur die Bestuhlung macht die Kirche bunt.

Umleitung: Chronologie des Klimawandels, Sterbebegleiter des WDR, AfD, Summerwinds und mehr

Wirtschaftsweg und Radroute zwischen Altenfeld und Bödefeld (foto: zoom)

Chronologie des Klimawandels: Der Geograf Rüdiger Glaser schildert in seinem Buch „Klimadämmerung“ die Veränderungen des Klimas in Deutschland von der Kleinen Eiszeit bis in die neue Warmzeit. Er beschreibt auch, wie sich die Lebensbedingungen der Menschen wandeln – und wie sie darauf reagieren … klimareporter

Die Sterbebegleiter des WDR: Das von mehreren ARD-Sendern betriebene Radioprogramm Cosmo, das „den öffentlich-rechtlichen Auftrag auf einzigartige Weise erfüllt“ („Süddeutsche Zeitung“), wird es 2027 nicht mehr geben. Wie kann das sein? Heute kommentiert René Martens die Medienberichterstattung … altpapier

So funktioniert inszenierte Ausgrenzung: Die AfD-Fraktion lädt zum „Demokratiekongress“ in den Bundestag. Auf der Gästeliste stehen nicht nur Parteipolitiker von AfD und FPÖ, sondern auch bekannte Stimmen aus Wissenschaft und Publizistik wie Ulrike Guérot und Michael Meyen. Die Partei inszeniert sich als Sammelpunkt angeblich ausgegrenzter Positionen … belltower

Demokratische Selbstsorge? Als der Autor und Psychologe Jürgen Fuchs 1995 das Buch Zersetzung der Seele herausgab, beschäftigte er sich u.a. mit der Frage, wie autokratische Systeme die Persönlichkeit von Menschen zerstören wollen, indem sie sie dazu zwingen, sich permanent mit sich selbst zu beschäftigen … GeschichteDerGegenwart

Antisemitismus: Vor allem israelbezogener Antisemitismus laut RIAS auf Versammlungen angestiegen … nordstadtblogger

Klima-Migration (Satire): Die größte Errungenschaften der Zivilisation scheint der Sonnenstich als Kunstform zu sein. Es ist nicht anders zu erklären, dass sich Deppen aus dem reichen Norden zur Hautkrebsförderung auf heiße Sandflächen des Südens packen, bis Epithel und Frontallappen knusprig sind … zynaesthesie

Summerwinds 2026: Das Münsterland bläst … robertsblog

Windkraft versus Naturschutz? Landrat wiegelt ab – Naturschutzbeirat und Gerichte legen Finger in die Wunde … sbl

Diversitätsbewusster Kita Alltag – Umgang mit Diversität, Diskriminierung und Rassismus in Kita, Schule und Gesellschaft

Kostenlose digitale Veranstaltung am Donnerstag, 25.06.2026, von 10 – 14 Uhr

(Pressemitteilung HSK)

Hochsauerlandkreis. „Wussten Sie, dass fast jedes zweite Kind in Deutschland mehrsprachig aufwächst und viele eine internationale Familiengeschichte mitbringen?“ Lena Welzel und Zainab Albayrak vom Kommunalen Integrationszentrum des Hochsauerlandkreises wissen, welche Chancen und Herausforderungen Vielfalt mit sich bringt. Und auch, dass es noch immer Diskriminierung und Rassismus gibt.

Wie wirkt sich all das auf das Aufwachsen der Kinder aus und welche Probleme können daraus resultieren? Diese und andere Fragen werden durch Frau Heike Kasch von der Integrationsagentur Diakonie Düsseldorf beantwortet.

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Aus der Fotokiste: Louisiana Museum of Modern Art

Fortlaufendes Update: Vier Bilder ohne Text

Elmgreen & Dragset, Powerless Structures, Fig. 11, 1997, überbelichtet (foto: zoom)

Bauarbeiten im Blog. Heute veröffentliche ich vier Fotos, zu denen mir noch die Geschichte einfallen soll.

Sicher ist, dass sie alle etwas gemein haben.

Aus der Ausstellungssammlung Jean-Michel Basquiat, Headstrong (foto: zoom)

Die vier Fotos sind im Louisiana Museum of Modern Art entstanden. Das Museum befindet sich an der Küste nördlich von Kopenhagen. Wenn ich auf Seeland bin, versuche ich es eigentlich immer zu besuchen.

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Umleitung: Antisemitismus, ein rechter Ex-Burschenschafter, Tech-Konzerne, Manifeste und ein Politthriller in Bonn

Auf einem weißen Strand am Meer steht eine Metallstange mit rot-weißem Rettungsring. Links im Anschnitt Dünen, in der Mitte das Meer im oberen Drittel blauer Himmel mit weißen Schönwetterwolken.
Rettungsring (foto: zoom)

Bedrohung sichtbar – Solidarität brüchig: Antisemitische Vorfälle nehmen zu, jüdisches Leben wird unsichtbarer. Warum bleibt Unterstützung aus und welche Rolle spielen politische Debatten und blinde Flecken, auch im linken Spektrum? … belltower

Er wollte töten: Rechter Ex-Burschenschafter zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt … endstationrechts

Verfahren gegen Tech-Konzerne: EU-Kommission zögert, Abgeordnete verlieren Geduld … netzpolitik

Die Macht des Manifesten in Zeiten der Hyperpolitik: Jüngst erregte ein Post des Techunternehmens Palantir Aufsehen, das in Form eines Manifests für die „Technologische Republik“ abgefasst war … GeschichteDerGegenwart

„Alptraum für Deutschland“: Volker Lösch inszeniert in Bonn einen Politthriller unter Verwendung des „Freischütz“ …revierpassagen

Gewalt und Kriegstheologie in der Hebräischen Bibel

Ein neues Lesebuch der Schalom-Bibliothek

Gewalt und Kriegstheologie in der Hebräischen Bibel
Ein Lesebuch der Schalom-Bibliothek – Mit Texten von Peter Bürger (Hg.), Friedrich Erich Dobberahn, Jürgen Ebach, Bruno Kern, Ansgar Moenikes, Bernhard Lang, Thomas Nauerth, Egon Spiegel und Jochen Vollmer. (edition pace: Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien, 16). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6963-9675-6; Paperback; 400 Seiten; 16,99 Euro).
https://buchshop.bod.de/gewalt-und-kriegstheologie-in-der-hebraeischen-bibel-9783696396756

Buchcover: Menorah in Jerusalem, David mit dem Kopf Goliaths

Die Hebräische Bibel, eine Sammlung höchst unterschiedlicher, z.T. geradezu gegensätzlicher Bücher aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung, gehört für mehr als zwei Milliarden Menschen zum anerkannten Kanon „Heiliger Schriften“. Sie enthält eine zivilisatorische Friedensperspektive für den Erdkreis, die angesichts der Möglichkeit eines selbstmörderischen Weltkriegs der Gattung „Homo sapiens“ mehr denn je höchste Beachtung verdient.


(Von: Redaktion ‚Schalom-Bibliothek.org‘)

Zugleich überliefert die Bibel (https://schalom-bibliothek.org/biblische-fiktionen-zu-krieg-und-genozid/) einen Fundus an Ausrottungsbefehlen und Gewaltszenarien, der zum Abgründigsten in der Weltliteratur gehört. Ein humanistischer Kritiker listet beispielhaft allein mehr als eine Millionen Opfer bei angeblich gottwohlgefälligen Massakern und militärischen Massenmorden auf. Einige biblische Autoren waren offenbar bemüht um geradezu phantastische Angaben zu Tötungsquoten. Das Skandalöse an den betreffenden Texten ist nicht etwa eine ausgesprochene Einzigartigkeit, sondern im Gegenteil der Umstand, dass sie sich trotz mancher Eigentümlichkeiten einreihen in den Bilderbogen der bronze- und eisenzeitlichen Kriegsideologie bzw. Kriegspropaganda Westasiens. Eine lange Wirkungsgeschichte ließ die Staats- und Kriegsgottheiten nie aussterben.

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Das Käthe Kollwitz Museum in Köln

Ein Besuch nach der Neueröffnung

Bild-Text-Collage im vierten Stock am Rundgang vor dem Eingang zum Käthe Kollwitz Museum (foto: zoom)

Am vergangenen Wochenende haben wir das nach dreijähriger Renovierung neu eröffnete Käthe Kollwitz Museum am Kölner Neumarkt besucht.

Ein ungewöhnlicher Eingang: mit einem gläsernen Röhrenaufzug schwebten wir im Inneren einer Einkaufspassage auf die vierte Etage. Dort mussten wir uns auf einem Rundgang orientieren, um die Eingangstür zum Museum zu entdecken.

Vorab: Einen Besuch der aktuellen Kollwitz-Ausstellung kann ich nur empfehlen. Alle Informationen zu Öffnungszeiten, Eintritt und Adresse: https://www.kollwitz.de/besuch

Der gesamte Bestand des Käthe Kollwitz Museum Köln umfasst neben dem kompletten plastischen Werk über 300 Zeichnungen sowie mehr als 550 druckgraphische Blätter.

In der Ausstellung wird eine Auswahl der Werke der Künstlerin, sortiert nach einzelnen Themen vorgestellt: https://www.kollwitz.de/sammlung

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Konzertabsage ROCKPOMMEL´S BAND in Meschede

Meschede. Schweren Herzens muss Konzertveranstalter Gisbert Kemmerling das geplante Revival mit der Hagener Rock-Prominenz in der Stadthalle Meschede für den 16.05.2026 absagen.

(Pressemitteilung Kemmerling Konzerte)

Leider blieben die Vorverkaufszahlen unter den gesteckten Erwartungen einer großen Rock-Show zurück. Daher hat sich Kemmerling, mit Einklang der Bandmitglieder entschieden, die Show abzusagen. „Wir bedauern diese Entscheidung sehr, da wir uns sehr auf das Event gefreut haben“ , so der Tenor aller Beteiligten.

Bereits erstandene Tickets werden an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurückerstattet. Bitte löst die Konzertkarten dort ein, wo sie gekauft wurden. Online-Tickets bitte ebenfalls über das Portal von CTS-Eventim einlösen.

Gisbert Kemmerling bittet um Verständnis und hofft, in irgendeiner Form einer seiner Lieblingsbands mit Admiral Top Sahne, Milla Kapolke oder Toni Moff Mollo nochmals auf den Sauerländer Bühnen präsentieren zu können.