Schule: Lebenswege von NS-Verfolgten nachzeichnen

Screenshot Unterrichtsmaterial Arolsen Archives
Was verraten persönliche Gegenstände über das Leben ihrer früheren Besitzer*innen? Im neuen Lernmodul „Die Geschichte hinter den Dingen“ gehen Jugendliche dieser Frage nach, indem sie persönliche Gegenstände und Erinnerungsstücke von NS-Verfolgten erkunden.

(Mitteilung Arolsen Archives)

Die Jugendlichen entdecken Hinweise zu den Lebensgeschichten dieser Menschen, beantworten Fragen und schalten Schritt für Schritt Graphic Novels frei, die den Lebensweg der verfolgten Personen nachzeichnen. Diese wurden von Jugendlichen auf Basis eigener Recherchen gemeinsam mit Künstler*innen gestaltet.

Das Modul verbindet biografisches Lernen mit historischer Quellenarbeit. Anhand von drei Biografien werden verschiedene Dimensionen der NS-Verfolgung deutlich. Mit einem künstlerischen Zugang und partizipativ gestalteten Graphic Novels, gibt das Lernmodul Impulse für ein eigenes Erinnerungsprojekt. Einsetzbar ist das Modul ab Jahrgangsstufe 9 in den Fächern Geschichte, Politik, Kunst, Ethik, Philosophie und Sozialwissenschaften.  

Zum Start des Moduls haben die Arolsen Archives das Mitmach-Projekt „Deine Geschichte hinter den Dingen“ ins Leben gerufen: Jugendliche recherchieren die Biografie einer verfolgten Person und gestalten ein eigenes Erinnerungsprojekt. Hier finden Sie mehr Informationen zum Projekt und zur Anmeldung.
  Zum neuen Lernmodul

Umleitung: Nazi-Kontinuitäten, KGB, Ukraine, Faschismus, Brandmauer, GerechtigkeitsCheck24 und mehr

Nebel am Morgen (foto: zoom)

Das Vermächtnis von Reinhard Strecker: Er zeigte die Kontinuitäten des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik auf. Nun ist Reinhard Strecker verstorben. Wegen seiner Arbeit wurde er von gleich zwei deutschen Geheimdiensten beschattet … fragdenstaat

Die Schaffung des „ukrainischen Nationalisten“: Der KGB und die Konstruktion eines Feindbildes … geschichtedergegenwart

Die Ankunft des Endzeit-Faschismus: Die Leugnung der Klimakatastrophe ist nicht bloß ein bizarrer Spleen von Rechtsextremisten wie Herbert Kickl und Co. … misik

Umkreisen, umwerben und anbiedern – #Schutthaufen: Im Licht ihrer steigenden Umfragewerte wird die AfD von BSW und Teilen der FDP und CDU umworben. Nach dem erwartbaren Fall der Brandmauer kommt die Einbindung der AfD in Regierungsverantwortung … derrechterand

Freiwillige wollen öffentliche Daten in Sachsen-Anhalt sichern: In Sachsen-Anhalt steht die Machtübernahme durch eine als rechtsextrem eingestufte Partei bevor. Das Projekt „Safeguarding Research and Culture“ will nun vorsorglich Daten sichern und ruft zur Mithilfe auf. Vorbild sind ähnliche Aktionen zur Datenrettung aus den USA … netzpolitik

Niederlande beenden stationäre Grenzkontrollen: Eingeführt hatte die festen Kontrollen am 9. Dezember 2024 die damalige Asylministerin Marjolein Faber von der niederländischen Rechtsaußenpartei PVV um den Vorsitzenden Geert Wilders. Ziel war es, den Zustrom von Asylsuchenden zu begrenzen und die niederländische Asylverwaltung zu entlasten. Die Maßnahme wurde mehrfach verlängert. Genützt hat sie – das ist das Ergebnis nach fast zwei Jahren – praktisch nichts … robertsblog

GerechtigkeitsCheck24 (Satire): „… das Gerechtigkeitsempfinden der Deutschen in vielen Punkten gestört sei. Der Kanzler wolle daher mit der Arbeit der Bundesregierung das Augenmerk auch jenseits der Parteipolitik auf die…“ … zynaesthesie

Schöne Bilder – gute Bilder: Dortmunder Augenblicke sind wirklich sehenswert … dortmunderaugenblicke

Verblüffend schlüssig: Wie die KI alte Songlisten durchforstet … revierpassagen

Vom achtsamen Mörder bis zur „Schachnovelle“: Freie Theatergruppe im Kino des Dortmunder U – AustroPott zeigt in der neuen Spielzeit vier Stücke … nordstadtblogger

Lesehinweis: Die Zeit der Hemmungen ist vorbei

René Martens kommentiert beim MDR die Medienberichterstattung

Die einen sagen, die Nazis seien human gewesen, jedenfalls verglichen mit der Hamas. Die anderen suggerieren, unter den KZ-Häftlingen habe es auch Schuldige gegeben. Die Verharmlosung des Nationalsozialismus ist in den etablierten Medien angekommen.

Alles lesen: https://www.mdr.de/altpapier/hape-kerkeling-ulf-poschardt-,das-altpapier-nationalsozialismus-verharmlosung-medien-100.html

Fundstücke aus der Geschichte: Die Enteignung der Familie des Musikers Billy Joel zur NS-Zeit

Wie Josef Neckermann von der „Arisierung“ der jüdischen Textilmanufaktur Karl Joel profitierte

Das Ehepaar Joel befindet sich ausgerechnet an Bord des Passagierschiffs St. Louis, das auf dem Weg nach Kuba nach einer mehrwöchigen Irrfahrt nach Europa zurückkehren muss. (Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, Bildnummer 88358, Wikimedia Commons, Public Domain.)

Anfang der 1930er Jahre zählte die Nürnberger Wäschemanufaktur Karl Joel zu den Großen der Branche. Im Zuge der systematischen Verdrängung von Jüdinnen und Juden aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben im Nationalsozialismus musste Karl Amson Joel, Großvater des bekannten US-Musikers Billy Joel, seinen Betrieb weit unter Wert verkaufen – an den Versandhändler Josef Neckermann. Das Schicksal der Joels zeigt, wie nichtjüdische Firmen von der Verfolgung und Enteignung jüdischer Familien profitierten.

(Zitiert aus den Arolsen Archives)

Ein paar Zeilen zu Josef Neckermann: „Neckermann war zum 1. Oktober 1933 der Reiterstaffel der SA beigetreten, am 14. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.516.510).

„Fundstücke aus der Geschichte: Die Enteignung der Familie des Musikers Billy Joel zur NS-Zeit“ weiterlesen

Lehrer*innen aufgepasst! Arolsen School: „Deine Geschichte hinter den Dingen“

Mitmach-Projekt zum Launch eines neuen Lernmoduls. Online-Infoveranstaltung am 15.9.2026 um 15:30 Uhr

Grafik: Arolsen School

Zur Veröffentlichung des neuen Lernmoduls „Die Geschichte hinter den Dingen“ am 21.9. startet die Arolsen School (Arolsen Archives) ein kostenfreies Mitmach-Projekt für Schüler*innen ab Klasse 9 für eine lebendige Erinnerungskultur.

(Mitteilung Arolsen Archives)

Worum geht es im Projekt?

Die Arolsen Archives bewahren persönliche Gegenstände von Menschen auf, die im Nationalsozialismus verfolgt und in Konzentrationslagern inhaftiert wurden – sogenannte Effekten. Sie geben Einblicke in das Leben vor der Verfolgung.

„Deine Geschichte hinter den Dingen“ lädt Jugendliche dazu ein, diese Biografien kennenzulernen: Ihre Schüler*innen recherchieren das Leben einer verfolgten Person und machen es in einem eigenen kreativen Erinnerungsprojekt sichtbar. Das Projekt verbindet Quellenarbeit, kreatives Gestalten und die Frage, wie wir heute an NS-Verfolgung erinnern.

Die Arolsen School unterstützt die Unterrichtenden mit einem Materialpaket und einem Leitfaden. Als Dankeschön fürs Mitmachen erhalten diese die Graphic Novel „Wo ist Lotte?”

Alles zum Projekt

Online-Infoveranstaltung am 15.9.2026 um 15:30 Uhr

In ca. 60 min erfahrt ihr alles über das Mitmach-Projekt und lernt schon vor der Veröffentlichung das neue Lernmodul „Die Geschichte hinter den Dingen“ kennen.

Auf einen Blick

• Ab Klasse 9, fächerübergreifend, alle Schulformen
• Projektzeitraum: 21.9.2026 bis 31.1.2027
• Für drei Doppelstunden bis hin zur Projektwoche
• Einreichungen sind ab 28.9. auf dieser Seite über ein Formular möglich.

Zum Anmeldeformular

https://arolsen-archives.org/anmeldung-arolsen-school-event/

Neuer Direktor für die Arolsen Archives

Moritz Wein übernimmt Leitung

Ein mittelalter Mann schaut mit geschlossenem Mund lächelnd in die Kamera. Dunkle Haare, schwarzes Jacket, blaues Hemd, Kragen leger geöffnet. Er steht in einem Raum (Schulungsraum?) vor einem Flipchart/einer mobilen Pinwand, die Arme eng seitlich am Körper.  Seine Haltung wirkt entspannt.
Moritz Wein, neuer Direktor der Arolsen Archives (Pressefoto)

Die Arolsen Archives haben einen neuen Direktor: Moritz Wein übernimmt die Leitung des weltweit größten Archivs über Opfer und Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung.

(Pressemitteilung Arolsen Archives)

Mit Moritz Wein gewinnen die Arolsen Archives einen ausgewiesenen Experten für Holocaust Education und Antisemitismus-Prävention mit breiter internationaler Vernetzung. Zuletzt war er im österreichischen Bundesministerium für Bildung stellvertretender Leiter der Abteilung „Bilaterale internationale Angelegenheiten – Holocaust Education“. Darüber hinaus bringt er umfangreiche Erfahrung aus internationalen Gremien mit: unter anderem als Vorsitzender des Ausschusses „Holocaust, Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ der International Holocaust Remembrance Alliance sowie als Vice-Chair der European Holocaust Research Infrastructure. Zuvor war Moritz Wein stellvertretender Geschäftsführer von ERINNERN:AT. Er folgt auf Floriane Azoulay, die die Arolsen Archives von 2016 bis 2025 geleitet hat.

„Neuer Direktor für die Arolsen Archives“ weiterlesen

Dr. Ulrich Schneider: Solidarität und Widerstand von Häftlingen am Beispiel des KZ Buchenwald

Ein älterer Mann mit langem grauen Bart und halblangen grauen Haaren, hellbraunes Jacket, steht an einem Pult und schaut nach links zum nicht sichtbaren Publikum. Rechts im Hintergrund eine Präsenationsfolie: "Die internationale Militärorganisation (IMO)"
Vor 24 Zuhörern berichtet Dr. Ulich Schneider von KZ-Häftlingen, die selbst unter den drückendsten Bedingungen faschistischer Haft noch koordiniert und solidarisch gehandelt haben. (Foto: BiF)

Am Donnerstag, dem 26. März 2026, war Dr. Ulrich Schneider aus Kassel zu Gast im Bürgerzentrum Alte Synagoge in Meschede. Er ist Generalsekretär der Fédération Internationale des Résistants (Fédération Internationale de la Résistance, F.I.R.) und hat seit den 1970er Jahren zahlreiche Überlebende von Konzentrationslagern zu ihren Erfahrungen befragt.

(Pressemitteilung Verein Bildung und Freizeit Meschede (BiF))

Vor 24 Zuhörern berichtete er von KZ-Häftlingen, die selbst unter den drückendsten Bedingungen faschistischer Haft noch koordiniert und solidarisch gehandelt haben. Oft waren es politische Häftlinge, denen es aufgrund ihrer Organisationserfahrungen in den Arbeiterparteien und ihres Internationalismus gelang, von der SS unbemerkt ein Internationales Lagerkomitee aufzubauen. Sie konnten Schlüsselpositionen in der Lagerverwaltung einnehmen, welche die SS den Gefangenen zu deren „Arbeitserleichterung” nur zu gern übertrug. Von dort aus konnten sie immer wieder Mithäftlinge informieren, versorgen, in Sicherheit bringen und vor der Ermordung retten.

„Dr. Ulrich Schneider: Solidarität und Widerstand von Häftlingen am Beispiel des KZ Buchenwald“ weiterlesen

Stolpersteine für Rosa und Paul Winterberger aus Winterberg

Verlegung der Stolpersteine am 12. März 2026 für Rosa und Paul Winterberger in der Sierichstraße 98, Hamburg. (Fotos: Sabine Brunotte)

Am 12.3. wurden die Stolpersteine für Rosa und Paul Winterberger vor dem Haus Sierichstraße 98 in Hamburg-Eppendorf verlegt. Rosa Winterberger, geb. Spangenthal, kam am 2. Oktober 1888 als Tochter von Aron Spangenthal und Jeanette, geb. Goldschmidt in Spangenberg zur Welt. Sie hatte zwei Brüder und zwei Schwestern. Vermutlich machte sie eine Ausbildung zur Schneiderin. 1912 heiratete sie Paul Winterberger (*11. Oktober 1881) aus Winterberg, 1913 wurde der gemeinsame Sohn Horst Albrecht in Winterberg geboren.

(Gastbeitrag von Sabine Brunotte, Hamburg)

Paul betrieb seit 1909 zusammen mit seinem Bruder Julius die Gesellschaft „S&M Winterberger Branntwein- und Liquörfabrik mit Dampfbetrieb – Getreide en gros“. Schon die vorige Generation war wirtschaftlich erfolgreich, so dass die Familie auch über Häuser und Grundbesitz verfügte.

„Stolpersteine für Rosa und Paul Winterberger aus Winterberg“ weiterlesen

Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede: Überlebenskampf und Widerstand im KZ

Vortrag von Dr. Ulrich Schneider, Kassel

Veranstaltungsplakat. Oberes Drittel Abbildung eines Lagerzauns mit Wachturm. In der Mittel Weiß auf Blau Text:

Solidarität und Widerstand
von Häftlingen am Beispiel 
des KZ Buchenwald

Vortrag von
Dr. Ulrich Schneider
Kassel

Unten Weiß auf dunkelrot
Links Zeichnung der Alten Synagoge von vorn stilisiert

Rechts Veranstaltungsdetails wie im Artikel
Veranstaltungsplakat

In der NS-Zeit wurden Hunderttausende Menschen in Konzentrationslagern eingekerkert, misshandelt, gequält und ermordet. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass in vielen Lagern die Häftlinge für ihr Überleben geheime Gruppen aufgebaut haben, um dem Terror der Wachmannschaften widerstehen zu können.

Im KZ Buchenwald entstand unter den Bedingungen der Haft ein internationales Lagerkomitee, in dem politische Häftlinge aus verschiedenen Ländern gemeinsam um ihr Überleben gekämpft haben.

Dr. Ulrich Schneider, Autor mehrerer Bücher zur NS-Verfolgung und dem KZ Buchenwald, konnte noch Überlebende befragen und wird über diese fast vergessene Form der Solidarität und des Lagerwiderstandes sprechen.

Vortrag: Donnerstag, 26. März 2026, 19 Uhr
Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede
Eintritt frei

„Riefenstahl: Influencerin des Bösen“ – Ein WDR Podcast in fünf Teilen

„Riefenstahls Blick auf die Welt ist antihuman, gefühllos, anti-aufklärerisch, todesgeil und faschistisch“ (Georg Seeßlen)

Vor zehn Jahren wurde die Ausstellung „Mythos Leni Riefenstahl“ in Hallenberg eröffnet. Siehe dazu auch die Links unter dem Beitrag. (archivfoto: zoom)

Sie war berühmt, gefeiert, stilprägend – und eine der wichtigsten Propagandistinnen des NS- Regimes. Leni Riefenstahl gilt bis heute als Ausnahmeerscheinung der Filmgeschichte. Ihre größten Erfolge feierte sie mit Filmen für Adolf Hitler. Und doch behauptete sie bis zu ihrem Tod mit 101 Jahren: Sie habe von den Verbrechen der Nazis nichts gewusst. Nichts geahnt. Immer zu spät von allem erfahren. Mitschuld ausgeschlossen.

(Artikelgrundlage: Pressemitteilung WDR)

Der Podcast „Riefenstahl: Influencerin des Bösen“ nimmt diese Selbstinszenierung auseinander. Host Katja Paysen-Petersen rekonstruiert Riefenstahls Leben neu – mit bislang unveröffentlichten Tonaufnahmen aus ihrem Nachlass, abgeglichen mit historischen Quellen. Die Serie erzählt vom Aufstieg einer ehrgeizigen Künstlerin, von Nähe zur Macht, von Lügen, Selbstmythen – und davon, wie Propaganda funktioniert. Damals wie heute.

Pressefoto WDR (© picture alliance/Everett Collection/David Jayne)

Was hat Leni Riefenstahl dazu bewogen, direkt nach Hitlers Machtübernahme mit ihren Filmen Propaganda für die Nazis zu machen? Wie konnte sie sich bis zu ihrem Tod 2003 als unpolitische Künstlerin vermarkten, die jede Verantwortung für ihr Tun in der Nazi-Zeit von sich wies? Über 100 Stunden Audiomaterial aus ihrem Nachlass hat Katja Paysen-Petersen für die Podcast-Serie gehört und Riefenstahls Behauptungen mit anderen Quellen abgeglichen. Was bleibt, ist das nackte Gerüst eines Lügenpalastes, den Riefenstahl sich selbst gebaut hat.

Ab 20. März 2026 in der neuen ARD Sounds App im Podcast „Alles Geschichte“: ardsounds.de | mehr


Ältere Artikel zu Riefenstahl hier im Blog:

Mythos Leni Riefenstahl – Fotografie. Film. Dokumentation. Ausstellung im Infozentrum Kump vom 31. März bis 29. April 2016

Mit Riefenstahl bin ich noch nicht durch … Ausstellung im Kump Hallenberg

Um zwei Wochen verlängert: „Riefenstahls Blick auf die Welt ist antihuman, gefühllos, anti-aufklärerisch, todesgeil und faschistisch“ (Georg Seeßlen)

Weltpremiere von WDR-Koproduktion „RIEFENSTAHL“ auf dem Filmfestival in Venedig