Weltkindertag in Brilon: Mal- und Kunstaktion noch bis zum 12. Oktober.

Stand auf dem Wochenmarkt (Foto: BBL)

Zum diesjährigen Weltkindertag ist in Brilon eine Kinderzeitung erschienen. Sie wurde Ende September an alle Haushalte verteilt.

Außerdem gab es einen Stand auf dem Wochenmarkt, an dem sie auslag. Herausgeber der Kinderzeitung sind der Ortsverband Brilon der Grünen und die Briloner Bürger-Liste. Sie steht auch zum Download bereit:

http://briloner-buergerliste.de/pdfs/KinderzeitungBrilon-20210918.pdf .

Am Stand gab es außerdem nicht nur eine Kinderschminkaktion, sondern die Rats- und Vorstandsmitglieder von BBL und Grünen kamen auch mit vielen Eltern und Kindern ins Gespräch. Dabei konnten sich alle Besucher des Standes dazu äußern, welche Themen für sie besonders wichtig ist.

Bei einem „Wahlomat einmal anders“ erhielten die Themen Klima und Gesundheit die meisten Stimmen, knapp dahinter folgte das Thema Bildung.

Die Kinder äußerten diese konkreten Wünsche:

L. (7 Jahre), M. (4 Jahre):
Mehr Luftfilter in städtischen Schulen
Attraktive Spielplätze
Mehr Radwege bzw. breitere Gehwege zur Fahrrad-Mitbenutzung

M. (10 Jahre):
Ein Einkaufszentrum, ein H & M
Mehr Fahrradwege

N.N. (10 Jahre):
Spielplätze, einschließlich Instandhaltung und Pflege
Schulstandort stärken, größere Attraktivität
Barrierefreiheit an Schulen
Luftfilter, dafür ausreichende elektr. Anlagen

N.N. (2 und 4 Jahre):
Mehr Spielgeräte für Kleinkinder auf den Spielplätzen

A. (13 Jahre):
Schnelle Entscheidungen und schnelles Bauen beim neuen Gymnasium in Brilon

L. (11 Jahre):
Auf dem neuen großen Kurparkspielplatz auch Spielgeräte für Kleine
Auf dem Kurparkspielplatz am Kindergarten auch Spielgeräte für Große

P (6 Jahre):
Weniger Müll am Wegrand

M. (11 Jahre):
Fahrradwege  zu den Schulen (z.B. zur Engelbertschule und zum Gymnasium)

T. (9 Jahre):
Mehr für die Umwelt tun.

S. (11 Jahre):
Bubble Tea Laden,  Royal Donut-Laden, H & M-Laden

E. (7 Jahre):
Gut ausgestattete Spielplätze
Möglichkeiten für Kindergeburtstage
Tanzschule für Kinder

R. (5 Jahre)
Indoor-Spielplatz
Museum, wo man selber Experimente machen kann, selbst etwas ausprobieren kann

Mit der Kinderzeitung wurde auch eine Mal- und Kunstaktion gestartet. Darin können alle Kinder und Jugendlichen ihre Vorstellungen äußern:

„Was wünscht ihr euch in der Stadt Brilon?
Wie soll Brilon in Zukunft aussehen?“

Die Bilder, Fotos, Basteleien oder Collagen können noch bis zum Dienstag, 12. Oktober, im „Bioladen am Tor“ und in der „Schatzkiste“, beide in der Derkere Straße, abgegeben werden. Alle eingereichten Werke erhalten einen kleinen Preis und werden in mehreren Schaufenstern in Brilon ausgestellt. Außerdem wird unter allen eingereichten Arbeiten als Hauptpreis ein Briloner Einkaufsgutschein über 50 Euro verlost.

Weltlehrer*innentag: „Eine Trendwende muss her!“

Ayla Çelik Vorsitzende der GEW NRW. (Foto: Alena Wischolek)

Zum morgigen Weltlehrer*innentag erklärt Ayla Çelik, Vorsitzende der GEW NRW:

„Wir brauchen eine echte Trendwende im Bildungssystem. Seit Jahren gelingt es uns immer weniger, die offenen Stellen an den Schulen zu besetzen. Das trifft insbesondere die Grund- und Förderschulen; auffällig häufig in den sozial benachteiligten Stadtteilen.

Der Grund ist klar: Wir machen Lehrer*innen zu Mangelverwalter*innen. Mangelhafte Ausstattung, stetig zunehmende Aufgaben, fehlende Kolleg*innen – die Liste ließe sich fortsetzen. So wird der Beruf als Lehrer*in immer weniger attraktiv.

Deshalb danke ich ausdrücklich allen Lehrer*innen, die sich trotz der widrigen Rahmenbedingungen jeden Tag für die Lebenschancen junger Menschen engagieren und einsetzen. Die Politik muss dazu ihren Teil beitragen. Die strukturellen Rahmenbedingungen müssen umfassend verbessert werden, um den Abwärtstrend umzukehren: Wir brauchen mehr junge Menschen, die sich für den Beruf als Grund- oder Förderschullehrer*in entscheiden. Wir brauchen gut ausgestattete Schulen, in denen die Kinder und Jugendlichen individuell gefördert werden, weil ausreichend Zeitressourcen für die pädagogische Arbeit zur Verfügung gestellt werden.

Die Maßnahmen der Landesregierung reichen dafür nicht aus. An den Schulassistent*innen lässt sich das genau nachvollziehen. Grundsätzlich ist jede Entlastung für Lehrkräfte wichtig, damit bei ihnen mehr Zeit für die Schüler*innen übrigbleibt. Für Schulassistent*innen sind aber Lehrerstellenanteile abzugeben. Damit wird nur der Mangel umverteilt, statt ihn tatsächlich zu lösen. Zusätzliche finanzielle, personelle und sachliche Ressourcen sind für Bildungseinrichtungen unerlässlich.

NRW hat im Vergleich der Bundesländer bei den pro Kopf Ausgaben die rote Laterne – und das dauerhaft. Wegen dieser chronischen Unterfinanzierung fahren wir im Bildungsbereich seit Jahren auf Verschleiß: Die Gebäude werden maroder, aufgrund des seit Jahren herrschenden Mangels an Lehrkräften werden immer mehr Aufgaben von wenigen Schultern getragen. Die Lösung kann nur sein: Mehr Investition in gute Bildung, denn Bildung ist mehr wert, weil uns unsere Kinder und Jugendlichen mehr wert sind.“

Startschuss für ein MINT-Schulnetzwerk im Hochsauerlandkreis

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Auftaktveranstaltung für das MINT-Schulnetzwerk im Hochsauerlandkreis. / Foto: HSK

Hochsauerlandkreis. Am 16. September wurde der Startschuss für ein MINT-Schulnetzwerk im Hochsauerlandkreis gegeben.

(Pressemitteilung HSK)

Lehrkräfte von insgesamt sechs Schulen (St. Walburga-Hauptschule Meschede, Gymnasium der Stadt Meschede, Realschule Eslohe, Gymnasium Sundern, Gymnasium Petrinum Brilon, Berufskolleg Olsberg) trafen sich dazu im MediaLab des Medienzentrums unter Beteiligung des zdi-Netzwerks der Bildungsregion Hochsauerlandkreis sowie des Regionalen Bildungsbüros des Hochsauerlandkreises zu einem ersten Austausch.

Die Anregung zu einer Vernetzung der MINT-Schulen im Kreisgebiet ging von Dr. Barbara Schäfer, Lehrerin der Realschule Eslohe aus, die schon Erfahrungen im MINT-Netzwerk des Kreises Olpe sammeln konnte.

Bereits in der Auftaktveranstaltung wurden viele Ideen entwickelt, die MINT-Förderung im Hochsauerlandkreis zu verstärken. So könnte die Infrastruktur des Berufskollegs Olsberg auch Schülergruppen von Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I zur Verfügung gestellt werden, um den lehrplanmäßigen Unterricht durch regelmäßige praktische Übungen im Labor zu ergänzen, die Kooperation mit weiteren außerschulischen Lernorten im Hochsauerlandkreis (z.B. das F.LUX-Schülerlabor in Arnsberg-Neheim) verstärkt oder bundesweite Wettbewerbe für Schulen, wie z.B. die Chemie-Olympiade, auf regionale Ebene heruntergebrochen werden.

Es wurde zudem festgestellt, dass die Kosten des Bustransfers zu den außerschulischen Lernorten für viele Schulen nicht zu finanzieren sind. Hier wäre ein MINT-Fonds hilfreich, der solche Aktivitäten finanziell unterstützt. Die Verantwortlichen streben an, die Kooperation mit heimischen Unternehmen zu stärken, für die eine Zusammenarbeit mit dem MINT-Schulnetzwerk auch ein Beitrag zur Fachkräftesicherung darstellen kann. Über eine zu schaffende zentrale Plattform (Website) des MINT-Schulnetzwerkes sollen alle Aktivitäten und Informationen sichtbar gemacht werden.

Künftig soll es zwei Netzwerktreffen pro Schulhalbjahr geben. Dabei stehen immer der Austausch und die Besprechung von Problemen, aber auch ergänzende Informationen durch externe Partner, z.B. außerschulische Lernorte, auf der Agenda. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 16. November, um 14 Uhr in der Realschule Eslohe statt. Schwerpunkt wird dabei die Akquise von Fördermitteln für schulische Ausstattung sein. Dazu sind interessierte Lehrkräfte aller Schulen im Hochsauerlandkreis eingeladen. Im zweiten Schulhalbjahr sind dann ein Besuch des Berufskollegs Olsberg mit Besichtigung der dortigen Labore und eine Besichtigung des F.LUX-Schülerlabors geplant.

Anmeldungen zu den Netzwerktreffen sind online möglich über https://www.regionale.bildungsnetzwerke.nrw.de/Regionale-Bildungsnetzwerke/Anmeldung/?MB_RBN_05958&erId=13066

Umleitung: „Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden“, Rote Linien gegen die AfD, Wählertäuschung, Lehe in Bremerhaven, alte neue Rektorin der FU-Hagen sowie Beuys-Fotografien in Wuppertal.

Spaziergang oberhalb von Siedlinghausen (foto: zoom)

September 1941 – Beginn der Kennzeichnung der jüdischen Bevölkerung im Deutschen Reich: Am 19. September 1941 trat im Deutschen Reich die von Reinhard Heydrich unterzeichnete „Polizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden“ in Kraft – auf den Tag sechs Jahre nachdem mit den Nürnberger Gesetzen eine Trennung der Bevölkerung in jüdisch und nicht-jüdisch eingeführt worden war … ghwk

Rote Linien ziehen: Wie umgehen mit der »Alternative für Deutschland« in den Parlamenten? Diese Frage wird seit ihrem Einzug kontrovers diskutiert. Die Bundestagsabgeordnete Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) hat die AfD-Bundestagsfraktion fast vier Jahre lang erlebt. Sascha Schmidt hat im Juni 2021 mit ihr für »der rechte rand« gesprochen … derrechterand

Wählertäuschung (Satire): … gehe man auch im Konrad-Adenauer-Haus davon aus, dass es sich bei der Wahl leidlich um eine Momentaufnahme der politischen Meinung einer Minderheit handle, die an der Abstimmung teilgenommen habe … zynaesthesie

Lehe im Wandel: Der Stadtteil Lehe in Bremerhaven wird in einigen Medien als ärmster und asozialster Ort Deutschlands stilisiert. Doch Lehe ist im Wandel. Miriam Klingl hat die Menschen vor Ort portraitiert und sie gefragt, wie sie selbst Lehe wahrnehmen … kwerfeldein

Hagen: Ada Pellert bleibt Rektorin der FernUniversität … doppelwacholder

Joseph Beuys auf der Spur: Aktions-Fotografien von Ute Klophaus in Wuppertal … revierpassagen

Rezension: Streikende Kinderseelen

Wenn die Kinderseele streikt (Buchcover)

Dieses Buch war dringend notwendig! Nicht wegen Corona – Kinder- und Jugendpsychiater Michael Elpers hatte es schon vor der Pandemie konzipiert.

Im Nachwort begründet er: „Meine Motivation resultiert vielmehr daraus, dass in den letzten Jahren immer mehr Familien unsere Praxis aufgesucht haben – … Hinzu kommt, dass sich der Schweregrad vieler Erkrankungen verstärkt hat“ (S. 269). Als Praktiker mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung will der Autor also unabhängig von der Pandemie seine Einsichten an Eltern sowie Betreuungs- und Erziehungsprofis weitergeben – und das gelingt ihm hervorragend!

In sieben Kapiteln breitet er die ganze Fülle der seelischen Probleme von Kindern und Jugendlichen aus: von AD(H)S, Autismus und Depression über Mobbing und Leistungsdruck bis zur stark gestiegenen Spielsucht und dem Risikofaktor „soziale Medien“. In der Praxis, die er gemeinsam mit zwei Kolleginnen führt, suchen jährlich rund 4.000 Familien Rat und Hilfe. Rund ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland hat psychische Probleme – vor rund 20 Jahren war es noch ein Fünftel! Und aktuell hat die Corona-Pandemie zu einer weiteren Steigerung dieser Quote beigetragen.

Diese gravierende Steigerung liegt an den gesellschaftlichen Quellen für psychische Erkrankungen: instabile Familienstrukturen, konfliktreiche Trennungen oder Suchterkrankungen der Eltern; schulischer Leistungsdruck; soziale Ausgrenzung und Mobbing; übermäßiger Handy- und Medienkonsum. Daneben gibt es „natürlich“ organische Ursachen und Erbfaktoren, die seelische Erkrankungen auslösen. Wie Michael Elpers das alles beschreibt, ist ganz konkret. An seinen Fallbeispielen kann man sich nicht nur Auffälligkeiten wie beispielsweise Tic-Störungen oder Autismus sehr gut vorstellen, sondern versteht auch, warum und in welcher Weise derartige Probleme die schulische Unterrichtssituation beeinflussen. So wächst das Verständnis bei Leserinnen und Lesern für die Belastung von Schulklassen und die enormen Anforderungen an ihre Lehrkräfte.

Michael Elpers gelingt es dank seiner klaren, auch für Laien verständlichen Sprache, komplexe Sachverhalte wie die Arbeitsweise der Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie oder aktuelles neurobiologisches Grundwissen anschaulich zu vermitteln. Reaktionen wie ein „Ach so ist das!“ oder „Endlich begreife ich, warum …“ werden häufig die Lektüre begleiten. Und Eltern werden erleichtert sein, in einem der immer wieder in den Text eingestreuten Kästen zu lesen: „Die Annahme, dass psychische Erkrankungen zum allergrößten Teil auf mangelnder oder falscher Erziehung beruhen, trifft nicht zu“ (S. 154). Und ein paar Zeilen weiter: „Was aber zutrifft: Unser Erziehungsverhalten hat sehr wohl einen Einfluss auf den Verlauf einer psychischen Erkrankung“ (ebd.). Derartige Zusammenhänge werden so konkret und anschaulich erläutert, dass Jede und Jeder sie versteht. Nur selten gelingt es Fachautoren, wissenschaftliche Sachverhalte derart gut verständlich und dennoch differenziert aufzubereiten wie in diesem Buch. Es ist nicht nur informativ, sondern auch sehr hilfreich und leicht lesbar – ein Bestseller in spe!

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*) Dr. med. Michael Elpers: Wenn die Kinderseele streikt. Warum immer mehr Kinder psychisch erkranken und wie wir sie schützen können, Weinheim (Beltz) 2021, 278 S., € 20,-

Briloner Kinderzeitung zum Weltkindertag

Titelbild der Briloner Kinderzeitung (foto: presse)

Wie jedes Jahr, wird auch in diesem Jahr in Deutschland am 20. September wieder der Weltkindertag gefeiert.

(Pressemitteilung)

Dieser besondere Tag soll auf die speziellen Rechte der Kinder aufmerksam machen und ihre individuellen Bedürfnisse in den Blick rücken. In diesem Jahr steht der Weltkindertag unter dem Motto “Kinderrechte jetzt!”. Das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland unterstreichen damit im Wahljahr, dass es dringend an der Zeit ist, die Weichen für ein kinderfreundlicheres Deutschland zu stellen: Kinder und Jugendliche sollten den Stellenwert bekommen, den sie verdienen.

Aus Anlass des Weltkindertags ist in Brilon eine Kinderzeitung erschienen. Sie informiert über Themen wie Borkenkäfer, Vogelschutz, Wahlsystem, Schulsystem, Freizeitmöglichkeiten und Beratungsangebote.

Außerdem wird eine Mal- und Kunstaktion gestartet. Darin können alle Kinder und Jugendlichen ihre Vorstellungen äußern:
„Was wünscht ihr euch in der Stadt Brilon? Wie soll Brilon in Zukunft aussehen?“

Mal- und Kunstaktion: Wie soll Brilon in Zukunft aussehen?  (foto: presse)

Die Bilder, Bastelwerke, Fotos oder Collagen können bis zum Montag, 4. Oktober in zwei Geschäften in der Derkere Straße abgegeben werden. Alle eingereichten Werke erhalten einen kleinen Preis und werden in mehreren Schaufenstern in Brilon ausgestellt. Außerdem wird unter allen eingereichten Arbeiten als Hauptpreis ein Briloner Einkaufsgutschein über 50 Euro verlost.

Herausgeber der Kinderzeitung sind die Briloner Bürger-Liste (BBL) und Bündnis 90/Die Grünen, Ortsverband Brilon. Die Verteilung erfolgt am Wochenende an alle Briloner Haushalte. Erhältlich ist die Kinderzeitung am Samstag auch auf einem Stand am Briloner Markt.

Corona-Virus im Hochsauerlandkreis: 26 Neuinfizierte, 50 Genesene, 13 stationär. Freitestung gilt nur bei Kontaktpersonen.

In unserem BriefkastenDie Statistik des Kreisgesundheitsamtes verzeichnet am Mittwoch, 08. September, 9 Uhr, kreisweit 26 Neuinfizierte und 50 Genesene. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 90,0 (Stand 08. September, 0 Uhr).

(Pressemitteilung HSK)

Insgesamt sind es damit aktuell 341 Infizierte, 10.296 Genesene, 10.841 bestätigte Fälle sowie 204 Sterbefälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Stationär werden 13 Personen behandelt, fünf intensivmedizinisch und davon werden drei Personen beatmet.

Die Infizierten verteilen sich insgesamt wie folgt auf die Städte und Gemeinden: Arnsberg (106), Bestwig (8), Brilon (32), Eslohe (8), Hallenberg (2), Marsberg (26), Medebach (3), Meschede (62), Olsberg (31), Schmallenberg (3), Sundern (50) und Winterberg (10).

Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass eine Freitestung von unter Quarantäne stehenden Schülerinnen und Schülern (5-Tage-Regel) ausschließlich für Kontaktpersonen möglich ist. Eine Verkürzung der 14-tägigen Quarantäne für positiv getestete Schülerinnen und Schüler ist nicht möglich.

„Quarantäneregeln bedeuten weniger Sicherheit, sind vage und intransparent.“ Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft bewertet Änderungen der Quarantäneregelungen in Kita und Schule in NRW.

Ayla Çelik Vorsitzende der GEW NRW. (Foto: Alena Wischolek)

Zur gestern bekannt gewordenen Änderung der Quarantäne-Regelung in Kita und Schule in NRW erklärt Ayla Çelik, Vorsitzende der GEW NRW:

(Pressemitteilung GEW NRW)

„Die Landesregierung will bei den Quarantäneregeln mit dem Kopf durch die Wand, auch wenn bundesweit andere Regelungen verabredet wurden. Die neuen NRW-Regeln bringen weniger Sicherheit, sind vage und intransparent.

Jetzt sollen doch nur infizierte Kinder- und Jugendliche in Quarantäne. Gleichzeitig nutzt man lediglich Selbsttest, die eine hohe Fehlerquote haben, beispielsweise in Kitas,. Das ist ein äußerst riskanter Weg. Zumindest sollte man hier auf tägliche PCR-Tests setzen, um wenigstens ein Mindestmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Wann von einem ‚erkennbar höheren Infektionsgeschehen‘ gesprochen werden kann, ist intransparent und vage. Damit wird keine Handlungssicherheit geschaffen.

Das Vorgehen ist befremdlich: Erst richtete die Landesregierung einen Hilferuf nach Berlin, einheitliche Quarantäneregeln zu verabschieden. Jetzt, wo das Ergebnis nicht das gewünschte ist, weicht sie davon ab. So schafft man keine Akzeptanz.“

Gesundheitsamt Hochsauerlandkreis: Quarantäne in Schulen neu geregelt.

In unserem BriefkastenDas Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises orientiert sich ab Dienstag (07.09.) am Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) zur Regelung der Quarantäne an Schulen.

(Pressemitteilung HSK)

Danach können Schülerinnen und Schüler, die einer Quarantäneanordnung unterliegen, künftig frühestens ab dem sechsten Tag nach Quarantänebeginn durch Vorlage eines negativen Schnelltests oder PCR-Testes (Ausstellung des negativen Testergebnisses durch Arzt, Apotheke oder Bürgerteststelle) am Unterricht wieder teilnehmen. Voraussetzung ist, dass die Schülerinnen und Schüler symptomfrei sind. Der negativ bestätigte Testnachweis ist vor Wiederaufnahme des Schulbesuchs der Schule vorzulegen.

5-Tage-Regelung schließt Altfälle ein

Die neue 5-Tage-Regelung schließt auch alle Schülerinnen und Schüler ein, die jetzt bereits von Quarantäneanordnungen betroffen sind (Altfälle). Das bedeutet, dass ab sofort auch allen derzeit bereits unter Quarantäne stehenden Schülerinnen und Schülern ein Freitesten nach den vorgenannten Kriterien möglich ist. Eine vorherige Absprache mit dem Gesundheitsamt ist nicht erforderlich.

Dieses Vorgehen wurde aufgrund der noch ausstehenden Regelungen durch das Land Nordrhein-Westfalen bis auf Weiteres in einer Telefonkonferenz mit der Bezirksregierung Arnsberg und den übrigen Gesundheitsämtern im Regierungsbezirk am heutigen Tag (07.09.) abgestimmt.

Das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises wird bei der Nachverfolgung einer Corona-Infektion im Interesse eines verlässlichen Schulunterrichts wie bisher nach der sogenannten “Flugzeugregelung” verfahren – gibt es einen Infektionsfall in einer Schulklasse, wird grundsätzlich nicht mehr der gesamte Klassenverband eine Quarantäneanordnung erhalten. Je nach Dauer und Nähe des Kontaktes werden die unmittelbaren Sitznachbarn vorn, hinten und jeweils seitwärts in die Betrachtung einbezogen.

Nach wie vor ist das Gesundheitsamt gehalten, jeden Einzelfall zu betrachten und individuell zu bewerten und zu beurteilen, ob Maßnahmen wie eine anschließende Quarantäne erforderlich sind. Dieses kann auch weiterhin dazu führen, dass in besonderen Einzelfällen auch Quarantänemaßnahmen über die unmittelbaren Sitznachbarn hinaus getroffen werden müssen.

Corona-Virus im Hochsauerlandkreis: 78 Neuinfizierte, 100 Genesene, 14 stationär. Die Anzahl der betroffenen Schulen ist auf 45 (+2) gestiegen.

In unserem BriefkastenÜber das Wochenende gab es mit Stand von Montag, 06. September, 9 Uhr, kreisweit 78 Neuinfizierte und 100 Genesene. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 94,6 (Stand 06. September, 0 Uhr).

(Pressemitteilung HSK)

Damit sind es aktuell 346 Infizierte, 10.228 Genesene sowie 204 Sterbefälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Stationär werden 14 Personen behandelt, sechs Personen werden intensivmedizinisch betreut und davon werden zwei Personen beatmet.

Die Zahl aller bestätigten Fälle beträgt 10.778.

Betroffen sind aktuell ein Krankenhaus und zwei Pflegeeinrichtungen. Die Anzahl der Schulen ist auf 45 (+2) gestiegen und auch eine weitere Kindertagesstätte ist hinzugekommen, sodass es vier betroffene Einrichtungen gibt.

Alle 346 infizierten Personen verteilen sich insgesamt wie folgt auf die Städte und Gemeinden: Arnsberg (105), Bestwig (8), Brilon (30), Eslohe (9), Hallenberg (2), Marsberg (32), Medebach (6), Meschede (65), Olsberg (28), Schmallenberg (4), Sundern (46) und Winterberg (11).