Landrat Thomas Grosche radelt zur Arbeit: Infrastruktur-Check auf dem Ruhrtalradweg

3317 aktive Fahrer sammeln für Stadtradeln bereits über 362.000 Kilometer

Landrat Thomas Grosche und HSK-Radverkehrsbeauftragter Christoph Hester sind gestern mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. (Foto: HSK)

Hochsauerlandkreis. Ein klares Bekenntnis zum klimafreundlichen Pendeln und zur Verbesserung der Radinfrastruktur: Landrat Thomas Grosche ist gestern gemeinsam mit dem HSK-Radverkehrsbeauftragten Christoph Hester auf dem Fahrrad zur Arbeit gefahren.

Thomas Grosche startete in Küstelberg und traf in Niedersfeld am Ruhrtalradweg den Radverkehrsbeauftragten Christoph Hester. Gemeinsam radelten sie rund 30 km über den Ruhrtalradweg zum Kreishaus Meschede.

Ziel der Fahrt war nicht nur das Sammeln von Kilometern in der Stadtradeln-App, sondern auch eine praktische Bestandsaufnahme der Verkehrssituation und der aktuellen Radinfrastruktur.

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Tag 2 des Stadtradelns: Birotarii, cavete procyonibus!

Radfahrende, nehmt euch vor Waschbären in Acht!

Ein breiter Radweg verläuft rechts neben einer Starße die auf eine Ampelkreuzung zuläuft. Auf dem Radweg eine mutmaßliche Unfallzeichnung: ein P und je zwei parallele Striche diagonal zum Weg.
Der mutmaßliche Unfallort. Zusammenprall einer Radfahrer*in mit einem Waschbären. Resultat: mehrere Knochenbrüche u.a. ein Trümmerbruch (foto: zoom)

Die Geschichte ist mir am Dienstag beim Zwischenstopp in Ostwig erzählt worden. Eine Radfahrer*in sei auf dem Ruhrtalradweg in der Nähe des Autobahnzubringers auf dem Radweg Richtung Bigge mit einem Waschbären zusammengestoßen. Ein übler Unfall mit mehreren Knochenbrüchen.

Dass die Waschbärenpoplation im Hochsauerland zunimmt, hatte ich schon erfahren, aber ein Zusammenstoß mit dem Rad war mir neu.

Wir sind, liebe Mitradelnde, nun also mit einer weiteren Gefahr neben Schlaglöchern, Motorrädern, PKW, LKW, u.a. konfrontiert: kreuzende Waschbären.

Augen auf! Besonders in der Dämmerung.

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Das dreiwöchige Stadtradeln hat im Hochsauerlandkreis begonnen

Winterberg ist mit bislang 56 aktiven Radler*innen gestartet.

Hineingeschaut: Vor der Pilgerkirche in Altastenberg habe ich das Rad geparkt. (foto: zoom)

Das Stadtradeln findet deutschlandweit statt. Die Gemeinden des Hochsauerlandkreises sind mit dem heutigen Tag gemeinsam in die drei sportlichen Wchen vom 1. bis zum 21. Juni gestartet.

STADTRADELN ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob man bereits jeden Tag fährt oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs ist. Jeder Kilometer zählt – erst recht wenn man ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hätte.

Fahrrad vor einer grünen Heidelandschaft auf dem Kahlen Asten. Im Hintergrund vereinzelt Bäume und der Astenturm. Blauer Himmel mit dicken Schönwetterwolken.
Der Kahle Asten war eines der ersten Ziele meines heutigen Stadtradel-Ausflugs. (foto: zoom)

Die Stadt Winterberg ist mit 167 bislang registrierten Radler*innen dabei. 56 von ihnen haben heute schon 1.818 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt.

Wer Lust darauf hat, mitzuradeln, kann sich immer noch anmelden, z.B. für Winterberg hier: https://www.stadtradeln.de/winterberg

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Streit um Meldung beim Kreisjugendamt Hochsauerlandkreis

Ein Fall zwischen Kinderschutz, Datenschutz – und offenen Fragen

Hochsauerlandkreis. Was als Hinweis auf mögliche Kinderarbeit begann, hat sich zu einem komplexen Streitfall entwickelt. Im Mittelpunkt: eine Familie, ein anonymer Hinweisgeber – und die Frage, wie transparent Behörden arbeiten müssen, wenn sich ein Verdacht nicht bestätigt.

(Ein Gastbeitrag von Silke Nieder, Brilon)

Ein schwerer Vorwurf – und schnelle Entwarnung

Ende Juli 2024 erreichen das Kreisjugendamt in Meschede zwei telefonische Meldungen. Der Vorwurf: Ein zwölfjähriger Junge soll täglich bis zu zwölf Stunden auf einer Baustelle arbeiten. Zunächst wird der Unternehmer benannt, am Folgetag auch das Kind selbst.

Die Behörde reagiert, prüft – und entwarnt. Es gebe keine Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung, heißt es. Das Verfahren wird Anfang August abgeschlossen.

Doch für die betroffene Familie ist der Fall damit nicht erledigt. Im Gegenteil: Für sie beginnt an diesem Punkt erst die eigentliche Auseinandersetzung.

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Nationales Referenzlabor bestätigt Verdacht auf Geflügelpest bei verendeter Wildgans in Sundern

Dritter Geflügelpest-Fall bei einem Wildvogel im HSK

Symbolbild: Wildgänse hauptsächlich Grau- und Blässgänse am Niederrhein. (Foto: Ralf Hüsges, wikimedia)

Hochsauerlandkreis./Sundern. Bei einer in der Stadt Sundern verendet aufgefundenen Wildgans wurde die Geflügelpest (Aviäre Influenza) festgestellt. Das nationale Referenzlabor des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) hat den Nachweis am 05.01.2026 abschließend bestätigt.

(Pressemitteilung HSK)

Nach dem Auffinden der verendeten Wildgans auf einem Privatgrundstück in der Stadt Sundern (Kernstadt) wurde der Tierkörper von der Stadt Sundern geborgen und nach Abstimmung mit dem Kreisveterinäramt am 22.12.2025 zur Untersuchung zum Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen in Arnsberg verbracht. Dort verliefen die ersten Tests auf Geflügelpest mit positivem Ergebnis, woraufhin Proben zur Bestätigung des Untersuchungsergebnisses an das nationale Referenzlabor geschickt wurden.

 Es handelt sich um den dritten bestätigten Fall von Geflügelpest bei einem verendeten Wildvogel im Hochsauerlandkreis. Bei den anderen beiden Fällen handelte es sich um einen Kranich und einen Bussard, bei denen im November 2025 eine Infektion mit dem Erreger der Geflügelpest nachgewiesen wurde. Da es sich auch bei dem aktuellen Fall um einen Wildvogel handelt, ist die Einrichtung von Restriktionszonen nicht vorgesehen.

Indes empfiehlt Das Kreisveterinäramt allen Geflügelhaltern, aktuell insbesondere im Bereich der Stadt Sundern, ihr Geflügel zum Schutz vor Infektionen eigenverantwortlich vorsorglich aufzustallen.

Außerdem bittet das Kreisveterinäramt nochmals alle Geflügelhalter, auch Hobbyhalter, die allgemeinen und rechtlich vorgeschriebenen Biosicherheits- und Hygienemaßnahmen konsequent zu beachten, um einen Eintrag des Geflügelpesterregers in ihre Bestände zu verhindern. Nähere Informationen zu wichtigen Maßnahmen zur Biosicherheit sind auf der Internetseite des Hochsauerlandkreises (www.hochsauerlandkreis.de – Bürgerservice – Tierhaltung/Lebensmittel – Tiergesundheit/-seuchenbekämpfung – Geflügelpest) zu finden.

Die Bevölkerung im Hochsauerlandkreis wird nochmals gebeten, verendet aufgefundene Wildvögel, insbesondere wilde Wasservögel, Greifvögel, Rabenvögel, Reiher und Zugvögel, wie Kraniche oder Gänse, dem Veterinäramt zu melden, damit die Tierkörper abgeholt und auf Geflügelpest untersucht werden können. Die Untersuchung dient der Abklärung auf das Vorliegen der Geflügelpest und der Risikobeurteilung im Hinblick auf die Verbreitung des Erregers in der Region.

Werktags ist das Veterinäramt unter der Telefonnummer 0291/941143 oder per E-Mail veterinaeramt@hochsauerlandkreis.de erreichbar. An den Wochenenden ist der Kontakt zum Veterinäramt über die Kreisleitstelle möglich.

Umleitung: Nazi-Schmierereien im HSK, Kampf gegen Rechtsextremismus, AfD, Abschiebung in Osnabrück und mehr

Das Bild passt zufällig zum Thema Umleitung: Baustelle am Alsterfleet in Hamburg (foto: zoom)

Rechtsradikalismus im Hochsauerland: Kurz vor Weihnachten sorgt eine Serie von Sachbeschädigungen und rechtsradikalen Graffiti in Siedlinghausen für Entsetzen. Polizei und Staatsschutz sind eingeschaltet … sauerlandkurier

Ermüdungserscheinungen vor einem Jahr der Entscheidungen: Statt Strategie, Haltung und politischem Willen im Kampf gegen Rechtsextremismus zu beweisen, haben die ersten schon aufgegeben. Dabei ist Gegenwehr so wichtig wie nie … belltower

Die AfD als „fünfte Kolonne“ autoritärer Regierungen? In Europa sollen „patriotische Parteien“ durch die Trump-Regierung gefördert werden, zumindest wird eine solche Praxis in einem neuen Strategiepapier vorgeschlagen. Wird die AfD dadurch „objektiv“ zu einer „fünften Kolonne“ der Trump-Regierung? … endstationrechts

Wie AfD-Historiker den deutschen Überfall auf Polen umdeuten: Mythen und bewusste Falschdarstellungen über die Ursachen des Zweiten Weltkriegs bilden einen zentralen Bestandteil geschichtsrevisionistischer Argumentationen. Besonders verbreitet ist die Behauptung, der deutsche Überfall auf Polen sei in Wahrheit ein von Polen provozierter Krieg gewesen … geschichtestattmythen

Osnabrück: Landkreis schiebt integrierte Pflegerin ab … robertsblog

Entsorgung im öffentlichen Raum (Satire): Kein Tag vergeht, ohne dass der Stadtbewohner an allerlei gut einsehbaren Plätzen im Straßenbild von Kisten und Kästen voller Konvolut angefallen wird … zynaesthesie

Die Zeiten ändern sich: Neue Chefin im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte … revierpassagen

Mit dem LLM zum WriterDeck aus Papier: In den letzten beiden Blogbeiträgen habe ich über meinen Versuch geschrieben, ein möglichst portables Schreibsetup zu erlangen und über KI-Modelle, die mittlerweile brauchbare Ergebnisse in der Transkription historischer Handschriften liefern … schmalenstroer

Zukunftsperspektiven für Frieden im Nahen Osten – Dr. Aref Hajjaj zu Gast bei der Volkshochschule Hochsauerlandkreis

Dienstag, 11. November, 19 Uhr, im Bürgerzentrum Alte Synagoge in Meschede

Vor drei Jahren, am 1. Oktober 2022, war Dr. Aref Hajjaj schon einmal, damals zur Vorstellung seines Buchs „Heimatlos mit drei Heimaten. Prosatexte über das Anderssein“, im Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede zu Gast. (foto: zoom)

Mit den neueren Entwicklungen im Nahen Osten ist ein vorsichtiger Optimismus entstanden, die verfahrene Lage zwischen Israel und den Palästinensern schrittweise verbessern und möglicherweise Aussicht auf Frieden erarbeiten zu können. Wie lässt sich für die Menschen im Nahen Osten eine nachhaltige Friedensregelung finden? Und wie können die Voraussetzungen für Frieden geschaffen werden?

(Pressemitteilung HSK)

Geographisch gesehen ist das Gebiet, um das es geht, sehr klein. Die Bevölkerung ist ethnisch gemischt. Den kulturellen und sicherheitspolitischen Interessen beider Seiten muss Rechnung getragen werden, und es braucht neutrale Vermittler für den Friedensprozess. Wie könnte beispielsweise die Vision zweier friedlich koexistierender Staaten, die eine konföderative oder gar föderative Einheit bilden, verwirklicht werden

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Kipepeo: Der Krieg in der Ukraine geht in den vierten Winter

Ihre Hilfe ist weiter gefragt!

Spenden aus dem Hochsauerland unterwegs in die Kriegsregionen der Ukraine (Foto: Kipepeo)

Der Krieg in der Ukraine geht in den vierten Winter und es ist kein Ende
abzusehen. Täglich werden uns schreckliche Bilder von Bombardierungen und Drohnenabwürfe ins Haus geliefert. Wir können den schrecklichen Krieg nicht beenden. Aber wir können nach unseren Möglichkeiten den Menschen, die um ihr Leben und ihre Zukunft bangen, helfen.

(Pressemitteilung Kipepeo e.V. Winterberg)

Zehn Lkw haben bereits seit November 2022 Hilfsmittel aus Winterberg und Olsberg in die Ukraine gebracht. Gerade für den nahenden Winter benötigen die Menschen Decken, warme Kleidung, und andere Hilfsmittel. Bei unseren Besuchen in der Ukraine haben wir immer wieder gespürt, dass die Menschen nicht über den Krieg und Politik reden möchten, sondern menschliche Unterstützung für ihren Alltag brauchen.

Auch die Ukrainer und Ukrainerinnen, die seit über drei Jahren fern von ihrer Heimat und ihren Familien bei uns leben, brauchen unser Wohlwollen und unsere Solidarität. Viele von ihnen engagieren sich hier vor Ort für ihre Landsleute in der Ukraine.

Besonders die alten und kranken Menschen bedürfen unserer Unterstützung. Seniorenheime und Krankenhäuser in der Umgebung helfen hier durch Abgabe von Medikamenten, Rollstühlen, Rollatoren und Hygieneartikeln. Für die Projekte und die Transportfahrten der Lkw werden Geldspenden benötigt.

Spendenkonten:

IBAN DE94 4606 2817 5191 0311 00 Volksbank Sauerland eG oder
IBAN DE44 4665 0005 0000 0042 75 Sparkasse Mitten im Sauerland

Kontoinhaber: Kipepeo – fair und sozial e.V.
Verwendungszweck: Spende Ukraine Aktion


Weitere Info: Jan van Egmond E-Mail: verein@kipepeo-fair-sozial.de

Kipepeo fair-und sozial e.V., Marktstraße 4, 59955 Winterberg in Zusammenarbeit mit Gora Dobra, Lviv, Ukraine, Heimen, Vereine und Kirchen im Hochsauerland und vielen in Winterberg und Olsberg wohnenden ukrainischen Helferinnen und Helfern

Zur Veranstaltung der Sauerländer Bürgerliste (SBL): „Sauerländische Vorbilder: Botschafter des Lebens“

Die Sauerländer Bürgerliste hatte am 4. September 2025 zu einem gutbesuchten Vortrag „Sauerländische Vorbilder“ mit dem Heimatforscher und Autor Peter Bürger eingeladen. Der Abend im Museum Eslohe war Lebenswegen des 20. Jahrhunderts gewidmet: Geschichten von Mut und Menschlichkeit aus dem Hochsauerland sowie Nachbargebieten.


Veröffentlichungen zu Themen dieses Abends sind im Internet abrufbar – und können für die Arbeit in Schulen oder Gruppen frei genutzt werden:

daunlots Nr. 77
Friedenslandschaft Sauerland
:
Beiträge zur Geschichte von Pazifismus und Antimilitarismus
in einer katholischen Region [525 S.].
http://www.sauerlandmundart.de/pdfs/daunlots%2077.pdf

daunlots Nr. 78
Bürger, Peter: Sauerländische Botschafter des Lebens
und Märtyrer 1933-1945 [200 S.].
http://www.sauerlandmundart.de/pdfs/daunlots%2078.pdf

daunlots Nr. 75
Peter Bürger (Bearb.): „Das Leben zum Guten wenden“
Über die Meschederin Irmgard Rode (1911-1989),
zugleich ein Beitrag zur Geschichte der katholischen
Friedensbewegung im Sauerland.
http://www.sauerlandmundart.de/pdfs/daunlots%2075.pdf

daunlots Nr. 76
P. Bürger / J. Hahnwald / G. D. Heidingsfelder:
„Zwischen Jerusalem und Meschede“.
Die Massenmorde an sowjetischen und polnischen
Zwangsarbeitern im Sauerland während der Endphase des
2. Weltkrieges & die Geschichte des „Mescheder Sühnekreuzes“.
http://www.sauerlandmundart.de/pdfs/daunlots%2076.pdf

daunlots Nr. 87
Georg D. Heidingsfelder (1899-1967):
Gesammelte Schriften. Eine Quellenedition zum
linkskatholischen „Nonkonformismus“ der Adenauer-Ära.
http://www.sauerlandmundart.de/pdfs/daunlots%2087.pdf


Eine Zusammenstellung von Büchern zur Geschichte des Sauerlandes ist aufrufbar beim Sauerland-Blog „Schiebener“:
https://www.schiebener.net/wordpress/sauerland-buecher-antifaschismus-frieden-gerechtigkeit/
oder auch beim Lebenshaus Schwäbische Alb:
https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015371.html

Alternativen zum “Abschalten” der benachbarten Bahnhöfe Oeventrop und Freienohl

Zu den Planungen für die Bahnhöfe Oeventrop und Freienohl hat die SBL-Kreistagsfraktion die folgende Anfrage an den Landrat gestellt:

(Der Beitrag ist am 24. August auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

“Sehr geehrter Herr Landrat,

nach aktuellen Berichten der Lokalpresse sollen bald die Züge, die von und nach Dortmund durch den HSK fahren, nicht mehr in den Bahnhöfen Oeventrop und Freienohl halten, also in zwei benachbarten Bahnhöfen im Kreisgebiet. Beide Bahnhöfe wurde vor kurzem aufwendig modernisiert. Gründe für die angekündigte Einschränkung sind mehrere marode Bahnbrücken auf der Strecke, die zu Langsamfahrstellen und damit zu Verzögerungen im Fahrplan führen. Im Ergebnis wird sich dadurch die Qualität des SPNV-Angebots im HSK weiter verschlechtern. Dazu trägt auch die völlig mißglückte Planung für die Sanierung des Elleringhauser Tunnels bei, die für mindestens 8 Jahre zu drastischen Einschränkungen des Bahnverkehrs führen wird.

Die Situation der ÖPNV im Kreisgebiet wird bereits dadurch verschlechtert, dass gerade erst vom Kreistag – auf Vorschlag des Landrats und der Kreisverwaltung – der größte Kahlschlag im Linienbusangebot in der Geschichte des HSK beschlossen wurde (z.B. Linien 382, 391, 335, S50, R74, R21).

Der VCD Hochsauerland hat sich auf seinem letzten Treffen mit der Situation an den beiden Bahnhöfen befasst und folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

  • Brücken schneller sanieren.
  • Einzelne Sanierungsmaßnahmen vorziehen.
  • Parallelstrecke als Umleitung für Röhrbrücke in Hüsten einrichten (Nutzung der vorhandenen WLE-Strecke).
  • Fahrplan von und nach Dortmund anpassen (Wendezeit verkürzen durch spätere Ankunft und frühere Abfahrt).
  • Auch Halte im Bahnhof Wickede ausfallen lassen, als Alternative zum Ausfall der Halte nur in Oeventrop UND Freienohl.

Dazu stelle ich folgende Fragen:

  1. Wie waren Landrat und Kreisverwaltung in diese Maßnahme eingebunden?
  2. Wie hat sich der Landrat gegenüber NWL und Deutscher Bahn dazu geäußert?
  3. Unterstützt der Landrat den Vorschlag des VCD, die Haltausfälle auf Bahnhöfe in den Kreisen Soest und HSK gleichmäßig zu verteilen statt nur im HSK, und was unternimmt er deswegen?
  4. Wie steht der Landrat zu den anderen Vorschlägen des VCD Hochsauerland?”