Am 15. Juni 1926 wurde Hans Frankenthal in einer alteingesessenen jüdischen Familie in Schmallenberg im Sauerland geboren. Dieses Jahr würde er hundert Jahre alt werden.
Für die diesjährige Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten nach Hans Frankenthal benannten Preises können Vorschläge und Bewerbungen bis zum 8. Mai 2026 eingereicht werden. Die Ausschreibung richtet sich an Gruppen, Initiativen und Institutionen, die im Sinne der Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung Aufklärungs-, politische und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten.
Energiewende: Kein Platz für Erneuerbare? … klimareporter
Komoot: Wie Kapital die Community in die Irre führt … netzpolitik
Klarnamen im Netz: Das Thema Identifikationspflicht im Netz gewinnt wieder an Fahrt. Seit Jahren wird sie immer wieder diskutiert. Klingt erst einmal für einige charmant und nachvollziehbar, wird aber „so“ schnell nicht kommen … robertsblog
Digitale Gewalt gegen die HateAid-Chefinnen gezielt an Weihnachten 2025: Vor vier Jahren erlebten meine Frau Zehra & ich zum Jahreswechsel 2021 / 2022 einen brutalen Angriff auf unsere Integrität und Familie … scilogs
Warum ich meinen Paypal-Acccount gelöscht habe: Das Problem ist, dass Paypal mich kein Geld kostet. Das bedeutet, dass Geld muss woanders herkommen … unkreativ
Hoffnungslauf: ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu, eine weitere Runde zwischen ungläubigem Staunen, was wir als Wirklichkeit sehen, und dunklem Fatalismus angesichts der Bestätigung, dass auch das nicht von Dauer sein dürfte … zynaesthesie
Angebot für Familienforschung oder zur Dortmunder Stadtgeschichte: Das Stadtarchiv Dortmund stellt auf dem Portal „Archive in NRW“ rund 80.000 digitalisierte Namensverzeichnisse online. Das neue Angebot richtet sich an alle, die sich für Familienforschung oder Dortmunder Stadtgeschichte interessieren – unabhängig von Ort und Zeit … nordstadtblogger
Wow, ein Erlebnis in Brilon-Wald! Nachmittags losgefahren zum Wandern, wohin? Ach, gehen wir mal von Brilon-Wald los. Oh, wo ist denn der Parkplatz am Bahnhof? Wow, die Metallübergänge zu den Bahnsteigen sind ja fertig! Lass uns mal rübergehen … brilonblog (27.12.2025)
Auf unserem Familienbesuch in Hamburg begleitete mich – oh wie spießig – ein Rollenkoffer, statt eines Rucksacks. Das hing damit zusammen, dass ich als Teilnehmer eines Online-Kurses viel Zeug mitschleppen musste.
Wir hatten ein Quartier in Hamburg-Altona und unsere Rückfahrt von ebendort gebucht. In einem Rutsch von Altona nach Kassel – dachten wir, aber die Deutsche Bahn setzte unsere Bahn kurzfristig erst ab Dammtor/Hauptbahnhof ein.
Dort waren zwei von drei Gepäckaufbewahrungen außer Betrieb und sämtliche Fächer belegt, weil alle die gleiche Idee wie wir hatten: Koffer einschließen und noch ein paar Stunden durch Hamburg bummeln.
Am Alsterfleet, Blick zurück Richtung Jungfernstieg (foto: zoom)
Die zweitbeste Idee war es, die Innenstadt schleunigst zu verlassen und den klackernd rumpelnden Rollenkoffer am Alsterfleet entlang bis zu den Landungsbrücken zu ziehen.
Eine Ausstellung von Regina Schmeken im Altonaer Museum
Süleyman Tasköprü wurde am 27. Juni 2001 in seinem Lebensmittelladen in der Schützenstraße in Altona von zwei Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermordet. Er war eines von zehn Todesopfern einer brutalen Anschlagsserie, die zwischen 2000 und 2007 in acht deutschen Städten von Mitgliedern des NSU verübt wurde.
(Infotext nach dem Ausstellungsflyer)
Die Opfer waren neun Männer türkischer und griechischer Abstammung sowie eine Polizistin. Bei zwei Sprengstoffanschlägen des NSU in Köln gab es zudem viele Verletzte und Schwerverletzte.
Das Altonaer Museum und die Fotokünstlerin Regina Schmeken erinnern mit dieser Ausstellung an Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kiliç, Mehmet Turgut, Ismail Yasar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubasik, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter.
Eingang zum provisorischen Museumsgebäude (foto: zoom)
Falls ihr in der nächsten Zeit zufällig in Hamburg vorbeikommt, schaut euch die Ausstellung American Cycles an. Der Fotograf Philip Montgmery (Mexiko/USA) zeigt in fünf Themenblöcken mit über 100 Schwarz-Weiß-Bildern die Umbrüche in der US-amerikanischen Gesellschaft von 2014 bis heute.
Jedes Foto erzählt seine eigene kleine Geschichte und derer gibt es viele: Drogentote, Rassismus, Klimawandel (Brände, Stürme und Fluten), Gefängnissystem, Razzien, Wohnungsnot (bitter: Chrismas Eviction), Demonstrationen, Kunst, Medien, Politik und ihre Akteure …
Im Inneren des temporären Hauses der Photographie (foto:zoom)
Die Themenkreise lauten Fragmente der Gegenwart, Risse und Allianzen, Kontrollräume, Nervöse Systeme, American Mirror.
Ja, auch Trump, seine Ermöglicher*innen und Anhänger*innen kommen selbstverständlich vor. Aber schon beim Betrachten der Milizversammlung von bewaffneten Teilnehmern auf einem offenen Feld, diesem disziplinierten Schauspiel bewaffneter Bereitschaft, ahnt man, dass die Probleme der US-amerikanischen Gesellschaft historisch tiefer liegen als im gegenwärtigen Autoritarismus/Faschismus des Trump-Systems.
Der provisorische Container-Bau von außen (foto: zoom)
Zwei nebeneinander gehängte Fotos möchte ich kurz vorstellen.
Photo Nr. 28 und Nr. 29: Constance Wynn und George Floyd Square (foto: zoom)
Auf dem kleinen Bild oben links ist Constance Wynn am Wahltag 2024 im vorderen Wohnzimmer ihres Hauses in Wilkes-Barre, das von ihrem Urgroßvater erbaut wurde, zu sehen. Wynns Vorfahren entkamen der Sklaverei, indem sie vor dem Bürgerkrieg nach Pennsylvania flohen. „Das macht mir Angst“, sagte Constance Wynn. „Ich muss verstehen, was er [Donald Trump] vorhat.“
Speedway, George Floyd Square, Minneapolis, Minnesota, June 2020 lautet der Titel des größeren Fotos. Auch wenn sich die Proteste gegen rassistische Gewalt und für Gleichberechtigung nach dem Mord an George Floyd durch Derek Chauvin , einen weißen Polizisten, weltweit ausbreiteten, blieb die Verkehrskreuzung, an der er in Minneapolis starb, das Epizentrum der Bewegung. Demonstrant*innen besetzten den Bereich monatelang, auch während des Prozesses gegen Chauvin, in dem er im April 2021 für schuldig befunden wurde. Montgomery belichtet die Details dieses Versammlungsortes, an dem Menschen sich auf Sofas ausruhen, sowie das Dach der Speedway-Tankstelle auf der anderen Straßenseite, wo die Tage seit Floyds Tod gezählt wurden.
Beide Beschreibungen habe ich dem unverzichtbaren Booklet entnommen, welches kostenlos am Ticket-Schalter ausliegt. Es enthält weiterführende Informationen zu den einzelnen Bereichen und Bildern der Ausstellung. Für mich war es zum Verständnis unverzichtbar.
Die Aufnahmen waren bislang fehlerhaft als Evakuierungsfotos interpretiert worden
Das Foto zeigt die Ankunft der Deportierten am 24. Oktober 1941 am Logenhaus. Auf dem Gehweg vor dem Logenhaus in der Hamburger Moorweidenstraße 36 stehen Menschen zwischen beschriftetem Gepäck in kleinen Gruppen, sie begrüßen sich, unterhalten sich und warten. Das Foto wurde aus erhöhter Position vermutlich aus dem Gebäude aufgenommen. (Mit freundlicher Genehmigung des United States Holocaust Memorial Museum, Link zur Quelle)
Am 25. Oktober 1941 wurden mehr als 1.000 jüdische Hamburgerinnen und Hamburger ins Ghetto Litzmannstadt deportiert. Bekannte fotografische Dokumente darüber gab es bislang nicht. Nun ist es Forschenden der Freien Universität Berlin und der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte gelungen, drei Fotografien dieser Deportation zu identifizieren.
Die Aufnahmen zeigen die Ankunft der verfolgten Menschen an der Sammelstelle und den Abtransport mit Mannschaftswagen zum Hannoverschen Bahnhof – dem Ausgangspunkt für Deportationen während der NS-Zeit. Die Forschenden hoffen nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung, um die abgebildeten Personen identifizieren zu können.
An Ida Levy (geb. Winterberger) wird vor dem Haus Haynstr. 13 in Hamburg-Nord, Eppendorf erinnert
Inzwischen ist der Stolperstein für Ida Levy, geb. Winterberger, unter dem Stein ihres Ehemann ebenfalls verlegt worden. (archivfoto 24. Juni 2023: zoom)
Stolperstein Ida Levy, Haynstr. 13, Hamburg (Foto: Wikipedia)
Der Stolperstein für Ida Levy (geb. Winterberger) ist seit Oktober 2023 unter dem Stein ihres Ehemann Ludwig Levy verlegt. Der ausführlich recherchierte Eintrag von Sabine Brunotte zu den beiden Stolpersteinen ist kürzlich (Mai 2025) auf der Website Stolpersteine Hamburg (Landeszentrale für politische Bildung) erschienen.
Die Autorin stellt uns ihren Text (siehe auch Copyright Sabine Brunotte unten) für das Blog und damit für unsere Winterberger Leser*innen zu Verfügung:
************** Beginn des Gastbeitrags *************
Ludwig Levy, geb. am 10.3.1875 in Altona, am 15.7.1942 nach Theresienstadt deportiert, am 21.9.1942 in das Vernichtungslager Treblinka weiterdeportiert
Ida Levy, geb. Winterberger, geb. am 3.10.1883 in Winterberg, am 15.7.1942 nach Theresienstadt deportiert, am 21.9.1942 in das Vernichtungslager Treblinka weiterdeportiert
Haynstraße 13
Der letzte frei gewählte Wohnsitz von Ida und Ludwig Levy war das Haus Isestraße 67. Da dort aber schon sehr viele Stolpersteine liegen, wurden die Steine für das Ehepaar Levy vor dem Haus Haynstraße 13 verlegt, das von 1917 bis 1932 das Zuhause der Familie war.
Blick von der Barmbeker Straße auf den Goldbekkanal (foto: zoom)
Das laute, stinkende Hamburg hat ruhige Ecken, Parks, Seen, Kanäle und Fließgewässer, aber der unablässige Verkehr, die vielen Baustellen und der Abgasgeschmack auf der Zunge vermiesen mir manchmal meine Touren durch die Großstadt im Norden.
Der Stadtpark gehört für mich, wie übrigens der Ohlsdorfer Friedhof, zu den großen ruhigen Grünflächen, wo man sich von der Hektik der Großstadt erholen kann: Joggen, Schwimmen, Fußball spielen, Spazierengehen, auf der Bank sitzen und lesen …
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