Vier Bilder ohne Text

Bauarbeiten im Blog. Heute veröffentliche ich vier Fotos, zu denen mir noch die Geschichte einfallen soll.
Sicher ist, dass sie alle etwas gemein haben.



das Sauerland und mehr

Bauarbeiten im Blog. Heute veröffentliche ich vier Fotos, zu denen mir noch die Geschichte einfallen soll.
Sicher ist, dass sie alle etwas gemein haben.




Vom 11. Mai bis zum 12. Juni 2026 ist im Kreishaus Olpe die Fotoausstellung „Tiere vor unserer Haustür“ zu sehen. Präsentiert werden eindrucksvolle Naturaufnahmen des jungen Fotografen Philipp Geisler aus Lennestadt, der mit viel Geduld und einem besonderen Blick fürs Detail die heimische Tierwelt in Szene setzt.
(Pressemitteilung Naturpark Sauerland)
Der 16-jährige Schüler der Naturpark-Schule Gymnasium Maria Königin beschäftigt sich bereits seit seiner Kindheit intensiv mit dem Thema Naturschutz. Vor rund zweieinhalb Jahren entdeckte er durch seinen Vater die Fotografie und begann, Tiere aus seiner unmittelbaren Umgebung mit Begeisterung festzuhalten. Ein Großteil seiner Aufnahmen entsteht direkt vor der eigenen Haustür – im naturnah gestalteten Garten seiner Familie sowie im Umfeld seines Wohnortes Grevenbrück.
„„Tiere vor unserer Haustür“ – Fotoausstellung im Kreishaus Olpe“ weiterlesenMildes Abendlicht fällt auf die ockergelbe Kirche am Rande von Rørvig. Wenige Minuten später sind die Schatten verblasst.
Ich radele zum Meer.
Die Blogpause ist beendet.
Gestern hatten wir mit dem Wetter Pech. Kaum waren wir in Köln angekommen, plästerte es aus dicken grauen Wolken.
Für den Blick vom KölnTriangle auf der Deutzer Seite (der Schäl Sick) klarte der Himmel kurz auf und ich konnte ein Foto durch die dicken Plexiglas-Scheiben machen.
„Des Rätsels Lösung: Hier war ich“ weiterlesenDas haben bestimmt schon viele vor mir getan: wenn die Bilder verwackeln und unscharf sind, wenn das Stativ zu Hause steht und einem im Touristen-Gewusel der Kragen platzt, dann kann man das Foto auch gleich ganz verreißen.
Das obere Bild ist noch nicht sehr aussagekräftig, aber vielleicht ist das nächste Foto deutlicher: Wo bin ich?
„Rätsel: Wo bin ich?“ weiterlesenWie schnell sich doch innerhalb einer halben Stunde vor Sonnenuntergang das Licht verändert.
Gerade noch lag die Kapelle Maria zur Gilgaike im grellen Sonnnenlicht, das Blau des Himmels bleich hinter den Bäumen, da erglühte der Holzpolter auf der Höhe.
Vor dem dunklen, satten Blau im Osten schienen die hoch aufragenden Bäume um ihre zersägten ehemaligen Mitbewohner des Waldes ihre Häupter zu neigen.
Ehe ich mich versah, ging die Sonne auf der anderen Seite des Tals hinter dem Bergkamm unter.
Die Jagdkanzel habe ich um 17:11 Uhr aufgenommen. Der offizieller Sonnenuntergang war heute 17:29 und das Tal lag schon länger im Schatten.
Wie man auf den Bildern erahnen kann, liegt zwar Schnee auf den Höhen, aber er ist alt und verharscht. In den Fahrspuren und Fußpfaden ist der Schnee geschmolzen und dann wieder vereist. Es ist nicht angenehm hier herzugehen.
Wandern kann man momentan am besten auf geräumten Wegen und in den meist grünen Tälern.
Den Jogger, der sich zur gleichen Zeit wie ich auf der Krämerhöhe herumtrieb, habe ich heute bedauert. Aber vielleicht hat er im Gegensatz zu mir seinen Weg gefunden.

Ein Blick, ein Innehalten – und manchmal dieser Moment, in dem etwas anklingt, das man selbst kennt, ohne es benennen zu müssen. Die Ausstellung „Ich + Ich – Vielleicht ganz. Ein Porträt innerer Welten“ lädt dazu ein, sich auf genau solche Begegnungen einzulassen. Vom 29. Januar bis 25. Februar 2026 ist sie im LenneAtelier in Schmallenberg zu sehen.
(Der Beitrag wurde mit Genehmigung des Sozialwerk St. Georg übernommen: https://www.sozialwerk-st-georg.de/aktuelles/ich-ich-vielleicht-ganz-ein-portraet-innerer-welten.html Dort sind weitere interessante und berührende Porträts zu entdecken.)
Gezeigt werden 78 großformatige Fotografien von 35 Menschen, die sich offen mit ihrer psychischen Erkrankung auseinandersetzen und sich bewusst haben porträtieren lassen. Die Bilder erzählen von Verletzlichkeit und Stärke, von Rückzug und Präsenz – ohne zu erklären, ohne festzuschreiben.
Initiiert und begleitet wurde das Projekt von Anne Möx, Projektleiterin im Bildungsatelier des Sozialwerks St. Georg. Für die fotografische Umsetzung arbeitete sie mit der externen Fotografin und Künstlerin Esther Posala zusammen, deren Bildsprache die Ausstellung maßgeblich prägt. Anne Möx beschreibt den Ausgangspunkt des Projekts als den Wunsch, „Räume zu schaffen, in denen Menschen sich zeigen können – ohne erklärt zu werden“.
Bilder statt Zuschreibungen
Die Ausstellung verzichtet bewusst auf begleitende Texte, Namen oder Diagnosen. Die Fotografien stehen für sich. Sie sollen keine Antworten liefern, sondern Wahrnehmung ermöglichen. Anne Möx versteht die Bilder als Einladung, eigene Gefühle und Assoziationen zuzulassen. Die Emotionen, die sichtbar werden – Unsicherheit, Offenheit, Stolz oder Zurückhaltung – seien keine besonderen, sondern zutiefst menschliche Erfahrungen.
Die Bildsprache von Esther Posala arbeitet mit Spiegelungen, Unschärfen sowie Licht und Schatten. Sie schafft Nähe, ohne zu vereinnahmen. Immer wieder, so berichtet Anne Möx, entstehe beim Betrachten der Eindruck, Menschen neu zu sehen – auch solche, die man zu kennen glaubt. Genau darin liege eine besondere Kraft der Ausstellung.
Das Projekt hatte eine lange Vorbereitungszeit. Bereits vor anderthalb Jahren begann der offene Aufruf zur Teilnahme. Das Interesse war groß – größer, als es die vorhandenen Ressourcen zuließen. Letztlich entschieden sich 35 Menschen für eine Teilnahme, darunter Menschen mit Assistenzbedarf aus dem Sozialwerk St. Georg ebenso wie externe Teilnehmende.
Vor den Fototerminen standen intensive Gespräche. Es ging um persönliche Geschichten, um Grenzen, um die Frage, wie viel Sichtbarkeit sich gut anfühlt. Für Anne Möx ist dieser Prozess ein zentraler Bestandteil des Projekts. Viele Teilnehmende hätten beim ersten Blick auf die fertigen Fotografien innegehalten, seien berührt oder überrascht gewesen und hätten sich selbst anders wahrgenommen als erwartet.
Kunst als Brücke
Erstmals öffentlich gezeigt wurden die Fotografien im Mai 2025 im Rahmen des Fotofestivals Schmallenberg, verbunden mit einem Gesprächsabend zu psychischer Gesundheit, Kunst und gesellschaftlicher Teilhabe. Nach Einschätzung von Anne Möx nahmen rund 50 Besucher:innen an diesem Abend teil. Der Austausch sei offen und intensiv gewesen – getragen von dem Wunsch, ins Gespräch zu kommen.
Dass die Ausstellung nun erneut in einem öffentlichen Kunstraum gezeigt wird, ist bewusst gewählt. Für Anne Möx gehört es zum Gedanken von Inklusion, bestehende kulturelle Orte zu nutzen und keine Sonderräume zu schaffen. Kunst kann Brücken bauen, weil sie nicht erklärt, sondern berührt.
Möglich wurde das Projekt durch Kooperationen und Förderung, unter anderem durch Aktion Mensch. In Schmallenberg arbeitet das Projekt zudem mit der Stadt Schmallenberg zusammen, die im Rahmen des Programms Dritter OrtRäume für Kunst und Begegnung eröffnet.
Begleitend zur Ausstellung finden mehrere Veranstaltungen statt, die Austausch und Vertiefung ermöglichen:
Öffnungszeiten der Ausstellung:
mittwochs, freitags, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr
Ort:
LenneAtelier
Unter der Stadtmauer 4
57392 Schmallenberg
Nach Heiligabend ist auch der erste Weihnachtstag vorbei. Er begann mit 1000 Metern im Winterberger Hallenbad und endete bei einem veganen Braten aus Dresden.
Zwischendrin habe ich eine kleine Runde über die Dörfer gemacht. Wie ich es gestern vorhergesagt hatte, schien heute die Sonne, der Himmel war blau und es blies erneut ein kalter Wind.
Drei Bilder habe ich für heute ausgewählt.
In den nächsten Tagen soll es etwas wärmer werden. Ob es um Neujahr herum schneien wird, ist noch nicht sicher.
Bis dahin: geht spazieren und genießt die Sonne.
Süleyman Tasköprü wurde am 27. Juni 2001 in seinem Lebensmittelladen in der Schützenstraße in Altona von zwei Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermordet. Er war eines von zehn Todesopfern einer brutalen Anschlagsserie, die zwischen 2000 und 2007 in acht deutschen Städten von Mitgliedern des NSU verübt wurde.
(Infotext nach dem Ausstellungsflyer)
Die Opfer waren neun Männer türkischer und griechischer Abstammung sowie eine Polizistin. Bei zwei Sprengstoffanschlägen des NSU in Köln gab es zudem viele Verletzte und Schwerverletzte.
Das Altonaer Museum und die Fotokünstlerin Regina Schmeken erinnern mit dieser Ausstellung an Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kiliç, Mehmet Turgut, Ismail Yasar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubasik, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter.
„Ausstellungstipp: Blutiger Boden – die Tatorte des NSU“ weiterlesenFalls ihr in der nächsten Zeit zufällig in Hamburg vorbeikommt, schaut euch die Ausstellung American Cycles an. Der Fotograf Philip Montgmery (Mexiko/USA) zeigt in fünf Themenblöcken mit über 100 Schwarz-Weiß-Bildern die Umbrüche in der US-amerikanischen Gesellschaft von 2014 bis heute.
Jedes Foto erzählt seine eigene kleine Geschichte und derer gibt es viele: Drogentote, Rassismus, Klimawandel (Brände, Stürme und Fluten), Gefängnissystem, Razzien, Wohnungsnot (bitter: Chrismas Eviction), Demonstrationen, Kunst, Medien, Politik und ihre Akteure …
Die Themenkreise lauten Fragmente der Gegenwart, Risse und Allianzen, Kontrollräume, Nervöse Systeme, American Mirror.
Ja, auch Trump, seine Ermöglicher*innen und Anhänger*innen kommen selbstverständlich vor. Aber schon beim Betrachten der Milizversammlung von bewaffneten Teilnehmern auf einem offenen Feld, diesem disziplinierten Schauspiel bewaffneter Bereitschaft, ahnt man, dass die Probleme der US-amerikanischen Gesellschaft historisch tiefer liegen als im gegenwärtigen Autoritarismus/Faschismus des Trump-Systems.
Einige Bilder und Texte kann man sich vor dem Ausstellungsbesuch auf der Website des Museums anschauen: https://www.deichtorhallen.de/de/ausstellungen/philip-montgomery/
Zwei nebeneinander gehängte Fotos möchte ich kurz vorstellen.
Auf dem kleinen Bild oben links ist Constance Wynn am Wahltag 2024 im vorderen Wohnzimmer ihres Hauses in Wilkes-Barre, das von ihrem Urgroßvater erbaut wurde, zu sehen. Wynns Vorfahren entkamen der Sklaverei, indem sie vor dem Bürgerkrieg nach Pennsylvania flohen. „Das macht mir Angst“, sagte Constance Wynn. „Ich muss verstehen, was er [Donald Trump] vorhat.“
Speedway, George Floyd Square, Minneapolis, Minnesota, June 2020 lautet der Titel des größeren Fotos. Auch wenn sich die Proteste gegen rassistische Gewalt und für Gleichberechtigung nach dem Mord an George Floyd durch Derek Chauvin , einen weißen Polizisten, weltweit ausbreiteten, blieb die Verkehrskreuzung, an der er in Minneapolis starb, das Epizentrum der Bewegung. Demonstrant*innen besetzten den Bereich monatelang, auch während des Prozesses gegen Chauvin, in dem er im April 2021 für schuldig befunden wurde. Montgomery belichtet die Details dieses Versammlungsortes, an dem Menschen sich auf Sofas ausruhen, sowie das Dach der Speedway-Tankstelle auf der anderen Straßenseite, wo die Tage seit Floyds Tod gezählt wurden.
Beide Beschreibungen habe ich dem unverzichtbaren Booklet entnommen, welches kostenlos am Ticket-Schalter ausliegt. Es enthält weiterführende Informationen zu den einzelnen Bereichen und Bildern der Ausstellung. Für mich war es zum Verständnis unverzichtbar.