Übernachtungserlebnis unter freiem Himmel

Sechs Trekkingplätze rund um Hallenberg ab sofort online buchbar

Der erste Vorsitzende des Naturparks Sauerland Rothaargebirge, Bernd Fuhrmann (r.) sowie Hallenbergs Bürgermeister Enrico Eppner auf einer der neuen Trekkingplattformen. (Foto: Naturpark Sauerland Rothaargebirge e.V.)

Übernachten unter freiem Himmel in der heimischen Natur – das ist ab sofort auf insgesamt sechs Trekkingplätzen rund um Hallenberg im Naturpark Sauerland Rothaargebirge möglich. „Es ist toll, dass dieses nachhaltige Naturerlebnis nun an den Start geht – dafür gebührt allen Beteiligten mein herzlicher Dank“, erklärte Bernd Fuhrmann.

(Pressemitteilung Naturpark Sauerland-Rothaargebirge)

Der Vorsitzende des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge besichtigte kürzlich einen von insgesamt sechs dieser Plätze im Hallenberger Stadtgebiet – gemeinsam mit Bürgermeister Enrico Eppner.

„Das Resultat kann sich sehen lassen – nach vielen Gesprächen im Vorfeld haben wir gemeinsam ein attraktives Angebot geschaffen“, war auch der Hallenberger Bürgermeister begeistert. Die Trekkingplätze sind ein Pilotprojekt für den Naturpark. „Wir wollen die Idee nun innerhalb unseres Gebietes in die Fläche tragen“, erklärte Bernd Fuhrmann.

Die Plätze liegen zum Teil im Einzugsbereich des Qualitätswanderweges Sauerland-Höhenflug und des Hallenberger Wanderrauschs, der als verbindendes Element gilt – und damit auch in direkter Nähe zu den Weitwanderwegen im Sauerland und in Siegen-Wittgenstein liegt. Dort steht nun eine naturnahe Übernachtungsalternative für Wandernde zur Verfügung. Denn alle Trekkingplätze sind mit einer Holzplattform zur Aufstellung der Zelte und einer Komposttoilette ausgestattet. Buchbar sind sie von April bis Oktober im Internet unter www.naturpark-trekking.de. Von November bis März stehen sie nicht zur Verfügung, um in der Zeit der Winterruhe die heimischen Wildtiere nicht zu stören.

Um diesen außergewöhnlichen Naturgenuss möglich zu machen, war die Beteiligung und Abstimmung unter vielen Partnern erforderlich. Der Naturpark Sauerland Rothaargebirge war dabei Initiator. Vorsitzender Bernd Fuhrmann verwies auf den verabschiedeten Naturparkplan, in dem das Projekt bereits 2019 verankert wurde. Die Stadt Hallenberg stand als Partner zur Erstumsetzung zur Verfügung – eine große waldbesitzende Kommune. Bürgermeister Enrico Eppner hatte darüber hinaus großes Interesse an der Umsetzung dieses Angebotes im Stadtwald. Er hat das Projekt daher von Beginn an aktiv begleitet und forciert.

Von Seiten der Partner wurden mehrere Standortvorschläge gemacht, die dann mit den anderen Landnutzern – etwa der Landwirtschaft, dem ehrenamtlichen Naturschutz und den Jagdausübungsberechtigten – abgestimmt wurden. Der Hochsauerlandkreis und das zuständige Forstamt erteilten hernach die Genehmigungen. Das Projekt stieß und stößt auf breite Zustimmung bei allen Interessengruppen – entsprechend haben der Naturpark Sauerland Rothaargebirge und die Stadt Hallenberg gemeinsam in den Bau der sechs Trekkingplätze investiert.

Die Resonanz auf die Plätze ist bereits in der Startphase positiv – erste Rückmeldungen und Buchungen sind bereits eingegangen. Ein weiteres Signal dafür, den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben – und die Idee weiter in die Breite zu tragen. Um Nutzungskonflikte direkt zu vermeiden, geben der Naturpark und die Stadt Hallenberg ihre gesammelten Erfahrungen an andere Kommunen weiter – der Wissenstransfer soll das Angebot dabei zugleich dauerhaft noch attraktiver gestalten. Die Buchungsplattform kann ab sofort unter www.naturpark-trekking.de aufgerufen werden. Eine Trekkingplattform kostet 15 Euro pro Nacht – und bietet dann ungestörten Genuss. Die Plattformen reichen für bis zu zwei kleine Zelte aus.

Weitere Informationen zur Nutzung und hilfreiche Tipps und Infos gibt es auch im Internet unter www.npsr.de.

Pausenbilder: Wanderung nach Winterberg

Nach den ersten Kilometern schaut man ins Tal der Namenlose. (foto: zoom)

Eine Wanderung im Winter? Das kannte ich in den Anfangsjahren im Hochsauerland nicht.

Der Schnee ging oft bis zum Knie oder sogar bis zur Hüfte. Zum Joggen oder Wandern, musste man sich geräumte Winterwanderwege oder tief liegende Talwege, wie beispielsweise entlang der Orke, suchen.

Ende Januar 2020 spazieren wir von Siedlinghausen nach Winterberg. Kein Schnee auf den Wegen, dunkel-grüne Fichten und auf den Minenplätzen ein spärlicher Naturschneebelag.

Es war warm und sonnig. An den Minenplätzen habe ich meine Winterjacke ausgezogen. (foto: zoom)

Es war ruhig im Wald, obwohl die Kernstadt mit ihren (zur Zeit) überwiegend mit Kunstschnee bedeckten weißen Pistenbändern im grünen Wald nicht weit entfernt liegt.

Stundenlang konnten wir unseren Gedanken nachhängen.

Kaum waren wir am Nordhang des Kahlen Asten, begann der Trubel. Skitourismus dank Schneekanonen.

Blauer Himmel, grüne Bäume, Wiese und weißer Kunstschnee (foto: zoom)

Winterberg erscheint wie ein riesiger Parkraum. Menschen schieben sich den Waltenberg hoch und runter. Wuselig, obwohl das Skigebiet nicht ausgelastet war.

Mit dem Sessellift hoch zum Brembergkopf. Es ist noch viel Platz. (foto: zoom)

Die Winterberger Hektik und Fülle werde ich ein anderes Mal fotografieren. Wir wollten einen ruhigen Samstag verbringen und haben uns am frühen Nachmittag in den Bus S50 zurück nach Siedlinghausen gesetzt.

Für die achteinhalb Straßenkilometer haben wir zu zweit 8,20 Euro bezahlt. Ein Preis für den wir in Kassel von Freitag 14 Uhr bis Sonntag Nacht die öffentlichen Verkehrsmittel nach Lust und Laune benutzen können, und es bleibt dann sogar noch etwas übrig.

Das MultiTicket für zwei Erwachsene kostet dort 7,80 Euro und umfasst die Stadt Kassel, Ahnatal, Baunatal, Calden, Espenau, Fuldabrück, Fuldatal, Habichtswald, Kaufungen, Lohfelden, Nieste, Niestetal, Schauenburg, Staufenberg und Vellmar.

Ach ja, das Hochsauerland und der öffentliche Nahverkehr! Von den Radwegen will ich erst gar nicht anfangen …

Schluss mit dem Gejammer. Es war eine schöne Wanderung an einem wunderschönen milden Wintertag im Januar.

Umleitung: Kunst, Fußwege und Geschichte, Bloggen und Blocken, Funke wird Anwalts Liebling und warum es den lokalen Handel braucht.

Immer wieder am Wegesrand – der Stausee zwischen Brunskappel und Siedlinghausen. (foto: zoom)

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Mit 35 Millimetern von Siedlinghausen nach Winterberg: Wandern sehr gut, Ski und Rodel – Kunstschnee

Welch ein Name für den Einstieg in meine Wandertour nach Winterberg: Meistersteinweg (foto: zoom)

Heute war das Schwimmbad in Olsberg geschlossen und ich habe die Marzipankugeln auf einer Wanderung nach Winterberg verbrannt.

Ich liebe die Strecke, aber inzwischen hat fast jeder Stein unter meinen Sohlen einen Namen. Joggen, Tourenrad, Mountainbike und Wandern – alles geht auf diesem Weg.

Um mich auszutricksen, habe ich ein Objektiv mit Festbrennweite 35 mm auf meine DX geschraubt. Das entspricht den „normalen“ 50 mm unserer alten Filmkameras.

Kein Zoomen auf dem weiten Weg durch den Fichtenwald. Wenn das Motiv nicht zum Fotografen kommt, muss der Fotograf zum Motiv. Gewöhnungsbedürftig.

Mit einem lichtstarken Festbrennweitenobjektiv lässt sich die Schärfentiefe besser reduzieren als mit einem 08/15 Zoom. (foto: zoom)

Einen weiteren Vorteil hat das 35-mm Objektiv: es ist kleiner und leichter als das Zoom-Objektiv und außerdem preiswerter.

Wegweiser kurz nach den „Marktplätzen“ (foto: zoom)

Von den „Marktplätzen“ bin ich dann den langen Ziehweg zu den Minenplätzen gegangen. Schnee war nur in homöopathischen Dosen zu sehen. Die Piste neben dem Landal Ferienpark zeigt, wie die Situation ohne Kunstschnee wäre: Ski und Rodel nicht möglich.

Hier lohnt es sich noch nicht, die Schneelanzen und -kanonen anzuwerfen. (foto: zoom)

Eine Viertelstunde lang spielte in meinem Kopfstudio Colosseum „The Grass is Greener“ aus der Valentyne Suite. Es ist eine angenehme Eigenschaft von Musik, dass man sie auch ohne Equipment hören kann.

Bei Möppis Hütte, am Poppenberg,  hatten die Schneekanonen und Pistenraupen dann doch ganze Arbeit geleistet.

Der Poppenberg war fest in holländischer Hand. (foto: zoom)

Frei raus und nach subjektivem Hören geschrieben: Die Hauptsprache in Winterberg und in den Skigebieten ist niederländisch. Polnisch habe ich ebenfalls wahrgenommen und Ruhrgebietsdeutsch.

Am Poppenberg kann man sehen, wie effektiv mit Schneekanonen und Raupen Pisten präpariert werden können, ganz ohne Schneetage. Das Gras in der Mitte übersehen wir mal.

„Lazy“ am Fuß der Sprungschanze neben dem Quick-Jet Lift (foto: zoom)

Unzählige Schneekanonen lauern im Skigebiet auf ihren Einsatz bei Temperaturen unter Null Grad Celsius. Energie und Wasser gibt es nicht „für umme“.

Fehlender Schnee vor Weihnachten ist normal, in den nächsten Tagen sollte der Kunstschnee von Naturschnee bedeckt werden.

Die Lifte fahren, der Kunstschnee trägt, aber rundherum ist das Gras grün-braun. (foto: zoom)

Wenn alle Gräser grünen, gibt es auf dem 841 Meter hohen Kahlen Asten immer noch Hoffnung auf ein winterliches Ambiente.

Sieht trotz dünner Schneedecke nach Winter aus: der „Kahle Asten“ (foto: zoom)

Pausenzeichen: Winterwanderung von Siedlinghausen nach Bödefeld

Auf der Wanderung von Siedlinghausen nach Bödefeld am Krauseholz (foto: zoom)

Momentan ist das Wetter einfach zu schön, um am PC sitzen zu bleiben.

Blauer Himmel, Sonnenschein, kühle Temperaturen – ideale Bedingungen für kleine Winterwanderungen.

Heute ging es von Siedlinghausen über Wirtschaftswege abseits der Straßen nach Bödefeld. Ich hätte die Strecke in anderthalb Stunden geschafft, aber leider habe ich eine schneebedeckte Abzweigung übersehen und mich verlaufen.

Fast geschafft! Der letzte markante Baum vor Bödefeld (foto: zoom)

So schlitterte ich erst kurz nach Sonnenuntergang über vereiste Nebenwege nach Bödefeld, wo wir mit netten Menschen im Gasthof Albers zum Essen verabredet waren.

Hat wie immer gut geschmeckt.

Vorweihnachten …

Die Vorweihnachtszeit macht mich nervös … (foto: zoom)

Bevor mich die Vorweihnachtszeit ins Rotieren bringt, gehe ich heute lieber wandern.

Vielleicht schaffe ich es bis Winterberg. Schuhe an, Jacke übergeworfen, Kamera umgehängt. Kein Smartphone, kein Tablet. Das Internet bleibt zu Hause.

… und irgendwann fahre ich auch noch an den Rhein, aber das ist eine andere Geschichte.

Tschüss!