Baustopp am Henne-Ruhr-Markt – der große Kladderadatsch*?

Eröffnung noch in diesem Jahr? Baustopp am ehemaligen Hertie-/Karstadtkaufhaus in Meschede (archivfoto: zoom)

Entsetzen, Erstaunen, Schadenfreude – die Reaktionen auf die Meldungen vom Baustopp am Henne-Ruhr-Markt in Meschede sind vielfältig.

Ich rate dazu, die Klärung der Sachlage abzuwarten. Mehr als eine Unstimmigkeit bei den Zahlungen zwischen Investor und Baufirma lassen sich der Berichterstattung in den Lokalmedien nicht entnehmen.

Die kostenlose Reklamezeitung Sauerlandkurier hat bislang gegenüber der Westfalenpost die Nase vorn:

Sauerlandkurier: https://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/meschede/baustopp-henne-ruhr-markt-jetzt-spricht-investor-10493518.html

Westfalenpost: https://www.wp.de/staedte/meschede-und-umland/geld-nicht-gezahlt-baustopp-am-henne-ruhr-markt-in-meschede-id215723083.html

Das Bild oben stammt vom 4. September, danach war ich noch mehrmals in Meschede. Der Bau machte Fortschritte, aber ich hatte doch meine Zweifel, ob die Eröffnung, wie geplant, Mitte November stattfinden würde:

https://www.schiebener.net/wordpress/meschede-im-bild-eroeffnung-des-henne-ruhr-markts-im-herbst/

Jetzt warte ich erst einmal ab, wie sich das anscheinende Gezerre zwischen Investor und Baufirma entwickelt und ob noch neue Tatsachen ans Licht kommen.

Mein Tipp: keine Eröffnung Mitte November, aber Eröffnung irgendwann. Auf dieses Jahr würde ich nicht wetten, obwohl der Zeitraum vor Weihnachten für die Beteiligten einen versöhnlichen Ausgang böte.

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*Kladderadatsch: https://de.wikipedia.org/wiki/Kladderadatsch

Umleitung: Vom R1 entlang der Fulda über Sprache, AfD, historische Denkmäler und den Klimawandel zu den Revier-Fotografien von Albert Renger-Patzsch und mehr ….

Melsungen an der Fulda, im Vordergrund das Rathaus, haben wir am Sonntag mit dem Rad besucht. (foto: zoom)

Das Wetter ist zur Zeit fantastisch und für das Radfahren sogar besser geeignet als im Sommer. Am Sonntag hat uns eine kleine Tour auf dem R1 von Kassel nach Melsungen gebracht.

Obwohl die Strecke entlang der Fulda verläuft, haben wir es geschafft, uns zu verfahren und uns orientierungslos auf einem Berg wiederzufinden.

Ein zufällig vorbeifahrender Mountainbiker konnte uns schließlich den Weg zurück auf den R1 weisen. Der unfreiwillige Umweg hatte einen großen Mehrwert, nämlich einen fantastischen Ausblick über das Fuldatal.

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Doch was ist in der Zeit in den Nachbarblogs und anderen Websites passiert?

Anatol Stefanowitsch: Unsere Sprache ist weniger diskriminierend geworden … planetinterview

Christoph Butterwegge: „Die Agenda 2010 war ein Nährboden für den Rechtspopulismus“ … zeitonline

Climate change: We have 12 years to limit climate change catastrophe, warns UN … guardian

IPCC Sonderbericht zu 1,5 Grad Erwärmung: Es lohnt sich, die SPM (Zusammenfassung für Entscheidungsträger) und FAQs (häufig gestellte Fragen) zu lesen, bevor man sich meinungsstark über den Nutzen oder die Auswirkungen dieses Berichts äußert … scilogs

Naziszene-Vernetzungen im Nordosten: Die Zahl der Rechtsextremisten in Mecklenburg-Vorpommern ist leicht angestiegen, knapp die Hälfte davon gilt als gewaltorientiert – zu beobachten ist zunehmend der Aufbau eigener Wirtschaftsstrukturen insbesondere aus NPD-Kreisen … bnr

AfD – keine Alternative für Juden! Gemeinsame Erklärung jüdischer Verbände gegen die Gründung der Bundesvereinigung „Juden in der AfD“ … doppelwacholder

Auf ein Neues mit Ex-Kanzler Schröder: Die Kaste der Politiker zerfällt in drei Gruppen: die Standardvariante ohne Mandat, die Prämiumvariante mit Mandat und die Oldtimer, die einmal ein Mandat hatten. Sie alle verbindet eines: Sie brauchen Öffentlichkeit, um sich zur Geltung zu bringen. Sie hilft ihnen, prominent zu werden und zu bleiben. Einer deckt alle drei Kategorien von Politikern ab: der Ex-SPD-Chef und Ex-Kanzler Schröder … postvonhorn

“Vergangenheit” entfernen: Debatten über staatliche Erinnerungsorte. Wie sollen Regierungen mit den Forderungen, historische Denkmäler zu entfernen und Erinnerungsorte umzubenennen, umgehen? Welche Rolle könnte Geschichtsbewusstsein in diesen Debatten spielen? … publicHistory

USA: Abschusserlaubnis für private Drohnen. Nach einem neuen Gesetz wird es für US-Behörden künftig erheblich leichter, unbemannte Flugobjekte abzuschießen, wenn sie als gefährlich angesehen werden … netzpolitik

Brett Kavanaugh has lied his way onto the Supreme Court: The House has a duty to do what the Senate has failed to do: investigate this shameful jurist and hold him to account … nation

Dinslakens Menschen bewegte in der 40. Woche 2018: Wolfsgebiet Kreis Wesel, Feinstaub … fotoaufnahme

Stadt Bochum steigt im Kulturranking zum vierten Mal in Folge: jetzt auf Platz 12 von 30 Städten in ganz Deutschland … pottblog

Wie eine späte Heimkehr: Essener Ruhr Museum zeigt stilbildende Revier-Fotografien von Albert Renger-Patzsch … revierpassagen

„Der Andere“ von Anton Svensson: Nach “Der Vater” von Anton Svensson kam jetzt “Der Andere” zur Tage. Ein Thriller Buch welches Lust versprühte gelesen zu werden aber es nur auf den ersten Seiten schaffte ein Thriller zu bleiben … rebrob

Sorgenkind ÖPNV: Hier geht es um eine Anfrage der Sauerländer Bürgerliste (SBL/FW) vom 18.08.2018 zur Einstellung der Buslinie S80 (Brilon – Paderborn) und die Antworten der Kreisverwaltung und des Nahverkehrsverbunds Paderborn/Höxter … sbl

Thema verfehlt! Westfalenpost scheitert an Kachelmann-Tweet: Sauerlandemotion statt Feinstaubdebatte

Es ist traurig zu lesen, wie die Westfalenpost das wichtige Thema „Feinstaubbelastung durch Holzfeuerung“ mit ihrem gestrigen Artikel „Kachelmann ätzt auf Twitter gegen Kamin-Nutzer im Sauerland“ verhunzt.

Das zugrunde liegende eigentliche Problem ist die Feinstaubbelastung vieler Orte durch die Holzverbrennung in Kaminöfen. Punkt.

Was macht die Westfalenpost daraus? Eine Unterstellung, dass der Meteorologe Jörg Kachelmann gegen Kamin-Nutzer im Sauerland ätze.

„Kachelmann ätzt auf Twitter gegen Kamin-Nutzer im Sauerland“, schreit die Schlagzeile der Westfalenpost Meschede, um den dann folgenden Artikel hinter einer Bezahlschranke zu verbergen.

Der schlechte Witz ist, dass sich Jörg Kachelmann auf Twitter gar nicht speziell zum Sauerland geäußert hatte. Sein Ursprungstweet lautete:

„Alle gängigen Alternativen sind deutlich, sehr deutlich gesünder für die Nachbarn als das Verbrennen von Holz. Holzverbrennen ist eine dumme Steinzeittechnologie, die durch eine nicht weiter adjektivierbare Gruppe von bildungsfernen Menschen zu Unrecht zum Leben erweckt wurde.“

Quelle: https://twitter.com/Kachelmann/status/1047920916162928641

Kein Sauerland, aber auftaucht ein gewisser Olli Sch., ein Twitter-User unbekannter Identität. Olli Sch. fragt nun anscheinend unschuldig:

„Im Sauerland haben wir noch viel mit Holz geheizt. Sind mit dem Trecker in den Wald gefahren und haben Holz gesammelt. Ist das schädlicher als eine Nachtspeicherzeizung? Was wären die Alternativen umweltfreundlich zu Heizen? Denke Deutschland hat generell ein Energieproblem,“

Quelle: https://twitter.com/OlliSch1/status/1047920239952969729

Es äußern sich nun andere Twitterer, aber Olli Sch. lässt nicht nach. Er hat ja nun -„reim dich oder stirb“- Kachelmann mit dem Sauerland verknüpft. Olli Sch.:

„Sie bezeichnen #Sauerländer als bildungsfern? @WPMeschede @WPArnsberg“

Quelle: https://twitter.com/OlliSch1/status/1047923665235525632

Was passiert hier? Olli möchte jetzt auch noch von Kachelmann hören, dass die Sauerländer bildungsfern seien und „petzt“ gleichzeitig an die Westfalenpost Redaktionen Meschede und Arnsberg.

Kachelmann selbst ist verblüfft, da er ja weder die Sauerländer noch deren angebliche Bildungsferne ins Spiel gebracht hat, und er twittert zurück:

„Haben die Sauerländer den Kölnern und Düsseldorfer[n] [ge]sagt, dass sie in ihren Villen Komfortkamine einbauen sollen? Interessant. Erzählen Sie mehr von sich. Unser Experte @PostelGert hilft gerne.

https://twitter.com/Kachelmann/status/1047924141981159425

Jeder, der lesen kann, weiß nun, dass es Kachelmann nicht um das Sauerland ging, sondern (auch) um die gut situierten Holzverfeuerer in den Metropolen, die mit ihren Kachelöfen die gesundheitsgefährdende Feinstaubbelastung in die Höhe treiben.

Das alles scheint unseren Twitterer Olli nicht zu interessieren. Er hat jetzt die nötigen Fährten gelegt, damit die Westfalenpost ihren Aufreger-Artikel „Kachelmann ätzt auf Twitter gegen Kamin-Nutzer im Sauerland“ bringen kann.

Journalistisch interessant wäre es gewesen, wenn die Westfalenpost Meschede ihre Leser über die Hintergründe der Feinstaubbelastung durch Holzfeuerung aufgeklärt hätte. Daten und Fakten dazu gibt es genug.

Jörg Kachelmann engagiert sich sehr in der Feinstaubfrage. Es gibt inzwischen einen Feinstaubradar für Deutschland und Bastelanleitungen für eine eigene Feinstaub-Station, die man per Internet in diesen Radar einhängen kann.

Dazu siehe: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.feinstaubradar-stuttgart-so-viel-feinstaub-ist-an-ihrem-ort-in-der-luft.91348ea0-3c1d-48b0-abbb-7bd8d399c223.html

Zum Schluss noch meine eigenen Beobachtungen im Sauerland:

Wenn ich an kälteren Abenden, meist bei ruhigen Hochdruckwetterlagen, mit dem Fahrrad oder Auto durch das Sauerland fahre, kann ich die Luftverschmutzung in einigen Tal-Lagen schmecken und riechen.

Wenn ich dann zur Nacht, wie ich es gewohnt bin, das Schlafzimmerfenster öffne, zieht der Gestank der Kamine auch in die Wohnung; und ich denke dann: War es eigentlich in Hamburg abends genau so gesundheitsschädlich einzuschlafen?

Der ätzende Westfalenpostartikel hat jedenfalls nicht aufgeklärt, sondern verdummt. Das sieht man auch an den Kommentaren unter dem auf Facebook geposteten Link zum Artikel mit Bezahlschranke.

Beispiel gefällig?

„Warum sollte sich irgendwer im Sauerland über seine Aussagen echauffieren? Diesem Blender [i.e. Kachelmann, zoom] hört doch schon seit Jahren keiner zu und irgendwie muss er ja(immer wieder mal) die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sonst verfällt er ja komplett in Depression.“

Jede Zeitung hat es in der Hand, ihre Leser aufzuklären oder aufzustacheln.

Monatszeitschrift „konkret“ nicht an Zeitschriftenhandel in Siedlinghausen ausgeliefert

Ein Satz mit „x“, das war wohl nix. Keine „konkret“ erhältlich. Grossist verweigert anscheinend die Lieferung. (foto: zoom)

Weder heute noch in der letzten Woche konnte ich bei meinem lokalen Buch- und Zeitschriftenhändler in Siedlinghausen die neue Monatsausgabe der „konkret“ kaufen. Sie war nicht im Regal. Der Grossist hatte nicht geliefert. Grund war das Titelbild mit sieben Hakenkreuzen auf der grünen Krawatte eines Brustbildes, mutmaßlich von Alexander Gauland (AfD).

Eigentlich sollte die „konkret“ heute, am 5. Oktober, an die Zeitschriftenhändler gehen, nachdem das Pressegrosso, Monopolist für die Auslieferung von Zeitschriften, sich ursprünglich geweigert hatte, die Zeitschrift, die auf dem Titelbild die Schlagzeile „Deutschlands Nazis“ und den Untertitel „Die Schläfer erwachen“ mit besagten Hakenkreuzen auf der Krawatte eines „Naziführers“ illustriert, auszuliefern.

Auf der Verlagsseite von „konkret“ heißt es dazu:

„Begründung: „Der Gebrauch des Kennzeichens einer verfassungswidrigen Organisation verstößt gegen § 86 a StGB. Für den nicht politisch bewanderten, das Magazin nicht kennenden Beobachter ist nicht auf Anhieb eine eindeutige Gegnerschaft zu der Organisation und die Bekämpfung ihrer Ideologie zu erkennen.“

Das Gesetz, beschlossen um die Werbung für nationalsozialistische Organisationen mit NS-Kennzeichen zu verhindern, wird hier gegen Kritiker und Gegner von Nazis in Stellung gebracht. (Zur Information über die rechtliche Bewertung des „Vertriebsverbots“ siehe die Stellungnahme des konkret-Anwalts Oliver Tolmein, die hier eingesehen werden kann.)

Heute, am 28.9. haben sich die Anwälte des Grossos nach Prüfung der Ausführungen unseres Anwalts entschlossen, das Heft für den Verkauf freizugeben, stellen es aber ins Ermessen der Grossisten, ob sie dies tun. Das bedeutet faktisch, dass das Heft nicht überall zu haben sein wird. Wir haben in unserer Not noch eine zweite Titelseite zum Überkleben an den Handel geschickt – ohne Hakenkreuze. Nach Aussage des Vertriebs MZV soll konkret jetzt ab dem 5.10. in der einen oder anderen Fassung im Handel erhältlich sein.“

Anscheinend hat sich also der Grossist, welcher unseren Ortshändler beliefert, entschieden die Oktober-Ausgabe nicht auszuliefern. Um die Sache aufzuklären, hat der Inhaber versucht, den Grossisten zu erreichen, doch waren die Mitarbeiter „leider zur Zeit alle im Gespräch“ und der Anruf blieb in einer Warteschleife.

Die Grossisten sind, so sagte es unser örtlicher Händler, Monopolisten, die Deutschland in Großbereiche aufgeteilt hätten. Er könne nicht einfach den Grossisten wechseln. Es gebe keine Konkurrenz.

Wie dem auch sei, hoffe ich trotzdem, dass es mir in den nächsten Tagen noch möglich sein wird, die „konkret“ hier vor Ort zu erwerben.

Hörprobe: Oscar Romero „Aber es gibt eine Stimme die Stärke ist und Atem …“

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=-TGvnCbxcL0

 
 
Am 27. September hatte Peter Bürger hier im Blog unter anderem sein Hörbuch zu Oscar Romero vorgestellt. Ich hatte ihn damals nach einer Hörprobe gefragt, denn wer will schon die Katze im Sack kaufen.

Seit Anfang Oktober ist ein zehnminütiger Ausschnitt auf Youtube eingestellt, den ich oben verlinkt habe. Hört ihn euch an und überlegt, ob ihr 10 Euro für ein Stück interessanter Zeitgeschichte übrig habt.

Die Hörprobe habe ich ebenfalls in den Ursprungsartikel eingebaut, aber wer scrollt schon in einem Blog über mehrere Seiten. 😉

Umleitung: von der Talbrücke Nuttlar über die Bildzeitung, Feyerabend, @die_reklame, RWE, Sojabohnen, eine Stadtführung für Geflüchtete in Hagen zu Haus Hövener in Brilon und mehr …

Die Talbrücke der A46 bei Nuttlar ist nahezu fertiggestellt. (foto: zoom)

In den letzten Wochen habe ich die Verlinkung zu anderen Blogs und Websites vernachlässigt. Dabei war der Vernetzungsgedanke gerade ein Grundpfeiler der Blog-Szene. Lang, lang scheint es her.

Viele Blogs frönen inzwischen ein solitäres Dasein und die Diskussionen sind zu Facebook abgewandert. Dort ist es ja auch leichter, mal eben seine Meinung zu hinterlassen, ohne die vielen Extra-Eingaben auf einem Blog. Name? E-Mail? Einverstanden mit xy? Hat man dann den ganzen Prozess durchlaufen, muss irgendein Admin den Kommentar auch noch freischalten oder gar löschen, denn die Herausgeberin des Blogs haftet nicht nur für die Artikel, sondern auch für die Kommentare. Übel wollende Mitmenschen werden eher den kleinen Blogger/die kleine Bloggerin um die Ecke anpissen, als sich mit den Rechtsabteilungen von Facebook & Co anzulegen.

Sei’s drum. Hier ein Blick in benachbarte Blogs, wobei Nachbarschaft nicht nur geografisch gemeint ist.

Ein Letztes noch. Die Talbrücke Nuttlar (Bild oben) habe ich heute Abend auf einem kleinen Spaziergang fotografiert:

Die im Grundriss gekrümmte Brücke ist insgesamt 660 Meter lang. Sie hat sieben Felder mit Stützweiten von 77,00 m + 95,00 m + 95,00 m + 115,00 m + 97,50 m + 97,50 m + 83,00 m. Die Breite beträgt 28,60 Meter.[3] Der Überbau ist eine Stahlverbundkonstruktion.

Es wurden sechs Pfeilerpaare errichtet. Die Pfeiler sind maximal 108 Meter hoch. Sie sind paarweise leicht zueinander geneigt und durch Querriegel verbunden.

Der Schlebornbach wird an der höchsten Stelle bei 115 Metern überbrückt. Dies ist die höchste Überbrückung in Nordrhein-Westfalen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Talbr%C3%BCcke_Nuttlar

Sechs Wochen als Gehbehinderter – oder: Von der Zerrissenheit der Gesellschaft … welchering

BILD – Vorfeldorganisation der AfD: Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Bild-Zeitung nicht versucht, die Institutionen und Repräsentanten des Staates verächtlich zu machen und ihre Leser gegen sie aufzuhetzen … sprengsatz

Aguma, Harburg und die Sojabohne: „Lebensmittel“ aus Harburg …harbuch

Now we’re done! (It’s time for Feyerabend) / Jetzt aber Feyerabend: Paul Feyerabends Essay “Against Method” von 1975 taucht selten auf, wenn Wissenschaftler*innen versuchen, ihr jeweiliges spezifisches Forschungsprojekt zu kontextualisieren und zu begründen. Ich meine, es als positiven Bezug in einem zu begutachtenden Antrag noch nicht gelesen, in einem Vortrag noch nie gehört zu haben … publicHistory

Ein paar Gedanken zur @die_reklame: Nach einigen Monaten @die_reklame und tausenden Werbeanzeigen haben sich ein paar Erkenntnisse angesammelt. Zuerst die wichtigste: Das Projekt entwickelt sich durchaus erfolgreich und steht momentan bei ca. 1300 Followern auf Twitter. Das sind mehr als wir gedacht haben und es macht auch immer noch richtig Spaß … schmalenstroer

RWE gegen den Rest der Welt: der Hambacher Forst und die Braunkohle-Debatte … demokratiefsinn

Lachen und lernen vom Weinberg bis in den Weltraum: ein kleines Loblied auf die unverwüstliche „Sendung mit der Maus” … revierpassagen

Hagen kennenlernen – Stadttour für Geflüchtete: Zu einer Stadttour, um Hagen kennenzulernen und sich besser zu orientieren, lädt die Volkshochschule Hagen (VHS) geflüchtete Menschen am Donnerstag, 11. Oktober, von 16 bis 18 Uhr ein. Der Treffpunkt ist vor dem Eingang des Ratskellers und die Teilnahme kostenfrei … doppelwacholder

SBL/FW besucht das Museum Haus Hövener: Wer ein Faible für Altes hat … sollte sich einen Besuch im Museum Haus Hövener in Brilon auf keinen Fall entgehen lassen, und auch nicht die Führung durch Carsten Schlömer, den jungen wissenschaftlichen Mitarbeiter des Hauses! Klasse! … sbl

Paul McCartney gibt „Überraschungskonzert“ in Grand Central Station

Anlässlich der Veröffentlichtung seines neuen Albums „Egypt Station“ gab Paul McCartney ein Konzert in der Grand Central Station (NY). Der Gig war am 08.09.2018 ab 02:00 Uhr (Ortszeit) als Livestream zu verfolgen und ist mittlerweile auch als YouTube-Clip verfügbar. Okay, die Stimme zollt dem Alter ein wenig Tribut … – aber Sir Paul hat einmal mehr eine grandiose Band am Start 😉

https://www.youtube.com/watch?v=76xXqCSn-PQ

Pausenfüller … von Chemnitz zu Stefan Heym

Abendspaziergang am Hillebachsee (foto: zoom)

Die Blogpause -sie wird noch ein bisschen andauern- nutze ich um ein paar Dinge zu tun, die mir in letzter Zeit gefehlt haben: Lesen, Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen, Arbeiten, Ausruhen, Nichtstun.

Die Politik habe ich von „hinter den Sauerländer Fichten“ auf Twitter und anderen sozialen Medien verfolgt. Twitter ist momentan mein Hauptstartpunkt zur Rezeption anderer Medien und natürlich auch der Gedanken einzelner kluger Mitmenschen.

Facebook spielt kaum noch eine Rolle, und von vielen anderen sogenannten sozialen Medien habe ich mich schon lange verabschiedet. An erster Stelle sei hier (obwohl schon etwas länger her) der Rauswurf von WhatsApp genannt, der von einer Sekunde auf die andere mehr Ruhe und Gelassenheit in meinen Tag gebracht hatte.

Der Nazi-Aufmarsch in Chemnitz an diesem Wochenende erscheint mir als Verdichtung einer Diskussionskultur, die auch hier im Hochsauerland in den sozialen Medien und Teilen der Einheitslokalzeitung zu beobachten war und ist. Hass auf Angela Merkel, Emotionalisierung mit Hilfe von Lügen, Trollen und gezielten Versuchen, sogenannte „Angsträume“ zu erzeugen.

Warum Chemnitz?

Absurd, dass Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gerade dort blühen, wo die wenigsten Flüchtlinge und MigrantInnen leben. Wie viel Selbsthass und Selbstzweifel hausen in den Köpfen der Nazis?

Zur Zeit lese ich die Memoiren von Stefan Heym. Ein Twitterfreund hatte geschrieben: „Zur Geschichte des politischen Klimas in #Chemnitz empfehle ich übrigens die Lektüre der ersten Kapitel aus Stefan Heyms „Nachruf“.“

Da ich das Buch mit seinen über achthundert Seiten schon vor vielen Jahren gelesen hatte, bin ich jetzt dabei es zu „re-readen“. Allein dafür benötige ich Zeit, die ich mir über die „Blogpause“ hereinhole.

Nach den ersten Seiten ist mir übrigens aufgefallen, dass ich erstens nichts mehr vom Inhalt erinnere und zweitens Stefan Heym ein großartiger Stilist ist. Also wird statt lediglich der ersten empfohlenen Kapitel das Buch zu Ende gelesen.

Jetzt bin ich schon am Ende meines kleinen Eintrags. Die anderen Gedanken müssen in die Warteschleife …

Der Kölner Stadt-Anzeiger versagt im Hochsauerland: Teich statt Bergsee – billig zusammen getackerter Artikel.

Das ist nicht der Bergsee, sondern der Teich hinter Hotel Marleen. Wikimedia – kostet nix, aber doof, wenn man nicht weiß, was man da billig in die Zeitung hebt. (screenshot)

Im Kölner Stadt-Anzeiger sind heute in einem Artikel von Ina Henrichs „Zehn außergewöhnliche Orte und Lieblingsplätze in NRW“ beschrieben worden. Zur Bebilderung hat man/frau sich üppig bei Wikimedia bedient, leider nicht zum Vorteil der Berichterstattung, was ich anhand von Punkt 7 „Verdon am Meisterstein“ erläutere.

Vorbemerkung: Unsere Familie besteht aus Experten in doppelter Hinsicht. Wir haben den Gorges du Verdon mit dem Fahrrad durchfahren/durchlitten und wohnen heute am Meisterstein, den wir wie unsere Westentasche kennen.

Im Text des Kölner Stadt-Anzeigers heißt es:

„Ein französisches Postkarten-Panorama: dichter Wald, klares Wasser, ein Traum für Wanderer und Taucher. Die Augen ein wenig zusammenkneifend, sieht man sich doch am Rande einer der Schluchten in der Provence stehen. Das findet Jordan auch. Dafür muss man nicht weit fahren. Nur bis nach Siedlinghausen in Winterberg. Der Bergsee liegt am Berg Meisterstein und ist ein Überbleibsel des Schieferabbaus.“

Gorges du Verdon = Steinbruchsee am Meisterstein? Könnte man zur Not zusammenzwingen, wenn der/die LeserIn weiß, dass bei solchen Artikeln der Mindestübertreibungsfaktor x 100 herausgerechnet werden muss.

Das Bild zeigt allerdings nicht den Bergsee am Meisterstein, sondern einen Teich hinter dem heutigen Hotel Marleen im Ort Siedlinghausen.
Da schwimmen die Enten, da streunen Rentner, Katzen und Hunde, aber von Schlucht, dichtem Wald und klarem Wasser wird der/die LeserIn des Kölner Stadt-Anzeigers dort nichts bemerken.

Das Bild -billig von Wikimedia- ist im Zusammenhang mit dem Text falsch.

Lustigerweise hätten die Kölner „Sauerlandspezialisten“ das merken können, wenn sie einfach dem Link gefolgt wären, den sie selbst unter das Bild gesetzt haben:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Siedlinghausen_DSCN8753WP.jpg

Dort hätte die rheinische Redaktion folgende Beschreibung gefunden: „Siedlinghausen, backyard with pond of hotel Marleen“ und irgendwer beim Kölner Stadt-Anzeiger wird doch wohl Englisch sprechen, oder?

So kommt es, wenn man seine Artikel zusammentackert, ohne zu lesen und zu wissen, was man da gemacht hat.

Der Kölner Stadtanzeiger sollte lieber über Köln als über Siedlinghausen und den Gorges du Verdon schreiben … und Bilder vor dem Druck genauer angucken, prüfen und verstehen oder besser noch: selber fotografieren – da weißt du, was du hast, auch wenn es Geld kostet.

Umleitung: Le Siffleur sowie die SPD, Facebook, Radfahren und nachts kein Taxi …

Die vierte Figur aus der Bigfoot Familie: Le Siffleur (foto: zoom)

Bevor ich auf andere Blogs verlinke, möchte ich noch auf die vierte Skulptur von Idan Zareski aus der Bigfoot Familie aufmerksam machen:

Dieser pfeifende Tunichtgut steht ebenfalls nicht weit entfernt von Emmanuel Macrons Zweitwohnsitz in Le Touquet. Die Ganzkörperaufnahme (Totale) werde ich in den nächsten Tagen bei Gelegenheit im Blog veröffentlichen, damit man sehen kann, dass Le Siffleur wie seine Verwandten sehr große Füße hat.

Ach ja, dann ist mir noch aufgefallen, dass die Website „endoplast“ nicht mehr erreichbar ist: Weiß jemand, was da los ist? Ich habe die originellen Beiträge des Blogs von Ralf Wasselowski immer mit Vergnügen gelesen und verlinkt … endoplast

SPD: Im Miniformat … postvonhorn

Facebook löscht vor allem nach eigenen Regeln statt nach dem NetzDG: Die großen sozialen Netzwerke mussten erstmals seit Wirksamwerden des Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Deutschland die Zahl der gelöschten rechtswidrigen Inhalte bekanntgeben. Dabei zeigt sich: Facebook handelt hauptsächlich nach den firmeneigenen Gemeinschaftsstandards … netzpolitik

Aufruhr in der Provinz: Das Jahr 1968 in Westfalen … revierpassagen

Das Ding mit dem Deutscher sein: Ich denk den ganzen Tag über vieles nach – darüber, was deutsch ist, nie … ruhrbarone

Mein Ali – dein Ali: Der Rassismusvorwurf gegen die SPD-Führung mag übertrieben sein – ganz von der Hand zuweisen ist er aber nicht … doppelwacholder

Radfahren: Wenn Recht zu Unrecht wird … unkreativ

Geographie von oben: Landschaft als menschengeformte, manchmal sogar menschengemachte Natur erschliesst sich meinem Verstehen von unterschiedlichster Warte: Beim Wandern, Fahrradfahren, beim Spaziergang, beim Klettern oder von Rand eines Bootes, wenn es nicht gerade eines diese supermotorisierten Schnellboote ist … paralimpomena

Aus der Provinz: Nachts kein Taxi? … sbl