27 von 27 Millionen: Meschede, den 20. August 2021.

„Hier ruhen 27 sowjetische Bürger, die in der schweren Zeit 1941 – 1945 fern von ihrer Heimat starben.“ (foto: thelen-khoder)

„Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, sagt der berühmt-berüchtigte Volksmund, und am 20.8.2021 hat es mir gleich mehrfach die Sprache verschlagen.

Noch immer fällt es mir schwer, für meine Eindrücke Ausdrücke zu finden, und dieser Artikel will sich weitgehend auf Bilder beschränken.

Es sind Photos, die ich in den vergangenen sechs Jahren gemacht habe, als ich mein schweres Erbe antrat, von zwei Steinen, die mir – wie einige andere – mehr an Herz, Verstand und Seele liegen, die mein Leben mehr verändert haben als ich es jemals für möglich gehalten hätte:

der eingangs abgebildete Stein mit der Aufschrift

„Hier ruhen 27
sowjetische Bürger,
die in der schweren Zeit
1941 – 1945
fern von ihrer
Heimat starben.“

und die Suttroper Stele, deren Schwester in Warstein vergraben wurde, mit den auf den drei Seiten in Russisch, Englisch und Deutsch angebrachten Aufschriften und

Die Suttroper Stele, deren Schwester in Warstein vergraben wurde. (foto: thelen-khoder)

HIER
RUHEN RUSSISCHE
BÜRGER BESTIALISCH
ERMORDET
IN FASCHISTISCHER
GEFANGENSCHAFT.
EWIGER RUHM
DEN GEFALLENEN HELDEN
DES GROSSEN
VATERLÄNDISCHEN
KRIEGES
1941 – 1945

„Hier ruhen
27 sowjetische Bürger, die in der schweren Zeit 1941 – 1945 fern von ihrer Heimat
starben.“

„Hier ruhen
russische Bürger, bestialisch ermordet in faschistischer Gefangenschaft. Ewiger Ruhm
den gefallenen Helden des großen vaterländischen Krieges 1941-1945.“

Hier liegen, aber „ruhen“ nicht.

Alles (PDF) lesen:

27 von 27 Millionen. Meschede, den 20.8.2021

„Hagens Opfer der NS-Militärjustiz“: Schüler*innen des Rahel-Varnhagen-Kollegs stellen Opferbiographien vor. Ausstellungseröffnung am 1.9.2021 um 17 Uhr

Veranstaltungsplakat
„Hagen-Halden, Dezember 1945. In einem Bombentrichter im Wald werden zwölf Leichen gefesselt gefunden, anscheinend von der Gestapo ermordet. Darunter ist der junge Soldat Eduard Dunker. Wer ist er?

Wie Eduard Dunker wurden tausende Wehrmachtssoldaten als Staatsfeinde erklärt und verfolgt. Allein in Hagen waren es mindestens 50, von denen die meisten den Krieg nicht überlebten. Nach 1945 galten sie als Verbrecher, nicht als Opfer. Warum?

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wendet sich dieses Buch an die ,vergessenen Opfer’ der NS-Militärjustiz in Hagen.“

So schreibt Pablo Arias Meneses auf dem Umschlag seines Buches „Das kurze Leben des Eduard Dunker. Hagener Opfer der Militärjustiz“3, das er am 1.9.2021 („Anti-Kriegstag“) in der Katholischen St. Michaelskirche, Pelmkestraße 12 (Wehringhausen) vorstellt.

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Siehe dazu auch das PDF Hagens Opfer der NS-Militärjustiz’.

Neue Grabsteine für die sowjetischen Zwangsarbeiter auch in Siedlinghausen. Ein Plädoyer zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion.

Grabstein für Andrej Sergejew, geboren 1912,
gestorben laut „obd.memorial“ am 7.11.1941 (1)

Dieser Grabstein kann allein schon wegen des Datums nicht so bleiben; der Überfall deutscher Soldaten auf die Sowjetunion begann am 22. Juni 1941, und ich meine, daß der heutige 80. Jahrestag gutes Datum wäre, um den sowjetischen Zwangsarbeitern würdige Grabsteine zu geben – mit ihren Vornamen und ihren Geburtstagen. Ich denke am Geburtstag meiner toten Mutter an sie, und am Todestag zünde ich eine Kerze an; beides gilt auch für meinen Vater. Und genau das sollte man auch an den Gräbern der 29 tun können!

(Datei als PDF)

Andrej Sergeew einer der fünf „Unbekannten“ der sowjetischen Kriegsgefangenen auf dem Friedhof in Siedlinghausen, die Zwangsarbeiter von „Dietrich Krämer & Co.“ in Siedlinghausen und der „Firma Josef Hütemann“ in Bigge waren. Auf seiner „Personalkarte I: Personelle Angaben“ (2) vom „Kriegsgefangenen-Stammlager: Stalag 326 Forellkrug“, also Stukenbrock, sieht sein Todesdatum wie „17.XI.41“ aus, und es wird vermerkt: „Gem. m. Abg. Liste No v. 10.11.-20.11.41“. Leider habe ich diese „Abgangsliste“ nicht gefunden, aber Andrej Sergejew trägt die „Erkennungsmarke Nr. 16190“, und mit dieser Nummer steht er auf der Skizze zu „Grabstätten russ. Kriegsgefangener in Siedlinghausen – kath. Friedhof“ (3), wo nur die ersten fünf Toten von Dietrich Krämer & Co. (4) noch begraben wurden. Alle weiteren verschwanden auf dem Viehfriedhof „Am Röbbecken“(5), und weil Andrej Sergeew unter den ersten Fünf war, muß er bis zum 15.11.1944 gestorben sein (6).

Die Skizze zum Katholischen Friedhof gibt zu den fünf Gräbern an: „Montschuk“, „Schur“, „Tschainikow“, „10913“ und „16190“. ??????? ????????, dem Kriegsgefangenen Nr. 7242 (7), hatte man wenigstens noch seinen Nachnamen „Tschainikow“ gelassen; er wurde am 26.9.1941 „auf der Flucht erschossen“ und am 31.1.1950 beurkundet.

Auch ????? ???, Kriegsgefangener Nr. 10921 (8), steht noch mit seinem Nachnamen „Schur“ auf der Skizze, ebenso wie ??????? ??????, der Kriegsgefangene Nr. 10817 (9), der noch mit „Montschuk“ verzeichnet wird. Die nächsten beiden aber sind völlig entmenschlicht, völlig entpersonifiziert; sie sind nur Nummern: „10913“ und „16190“ auf der Skizze.

„10913“ ist „Peter“ Glasurenko (10), geboren 25.11.1915 in Lwow, gestorben am 3.10.41. Als „Todesursache“ wird im „Nachweis über Sterbefall eines russischen Kriegsgefangenen“ (11) „Ruhr“ angegeben. Für diese vier liegen Steine mit ihren Nachnamen und ihren Todestagen. Aber nicht für Andrej Sergejew; der 29jährige blieb entpersonifiziert und namenlos begraben mit definitiv falschem Todestag.

„Hier ruhen 6 russische Bürger, gestorben
in der schweren Zeit von 1943-1945“ (12)

Es gibt viele Gräber, auf denen Namen fehlen, wo „Unbekannte“ liegen. In Warstein auf dem Friedhof an der Bilsteinstraße liegen Gregoriy Jakowlew – 1893 bis 2.8.1943 -, Michael Pamasenko – 27.7.1912 bis 2.9.1944 -, Nikolai Karpenko – 20.8.1927 bis 13.2.1944 -, Jan Sadowski – 1.5.1894 bis 9.1.1945 -, Iwan Popow – 1923 oder 1924 (21 Jahre) bis 2.3.1945 – und Nikolei Pezimachow – 3.3.1912 bis 31.12.1944. Alle wurden regulär beurkundet, und seit 1949 (13) wurden immer wieder Grabsteine verlangt. Aber erst am 7. Juni 2021, nach einer Zeitungsveröffentlichung (14) und zahlreichen Anschreiben (15), bekamen diese Sechs ihre Namen zurück.

Es gibt viele Grabsteine, auf denen die Geburts- und Sterbetage fehlen, wie sie vom „Gräbergesetz“ vorgeschrieben sind. Dort steht in Paragraph 2 Absatz 6: „ … Auf dem Grabzeichen sollen in gut lesbarer, dauerhafter Schrift mindestens Vor- und Familienname, Geburts- und Todestag des Bestatteten, bei Ausländern auch die Staatsangehörigkeit angegeben sein.“ (16) Jeder, der schon einmal in einem Archiv oder einer Datenbank nach einem Toten gesucht hat, weiß um die Wichtigkeit des Geburts- und Sterbedatums – sowohl, um schneller fündig zu werden als auch, um Verwechslungen auszuschließen zu können.

Grabstein für Twitalka Stadnik und Anna Tscherewko
auf Meschedes Waldfriedhof, Oktober 2020 (17)

Und es gibt Grabsteine, die widersprechen so dermaßen allen Vorschriften des „Gräbergesetzes“, daß ich mich als Deutsche in Grund und Boden schäme, daß so etwas in meiner Republik möglich sein konnte. In Paragraph 2 Absatz 7 steht: „Die Gräber sind gegen Beschädigung und Verfall zu schützen. Sie sind so zu pflegen, daß die Grabflächen als solche erkennbar und von Unkraut frei bleiben. Die Bepflanzung und die Grabzeichen sind in gutem Zustand zu erhalten. Die Beschriftung der Grabzeichen muß leserlich bleiben.“ (16)

Kein Geburts- oder Todestag, unleserliche Beschriftungen, Kissensteine
und keine Wege im Winter 2018 und Herbst 2020 in Meschede

Was bedeuten solche Grabsteine?

„Neue Grabsteine für die sowjetischen Zwangsarbeiter auch in Siedlinghausen. Ein Plädoyer zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion.“ weiterlesen

Neue Grabsteine für die Toten in Siedlinghausen – Ein Plädoyer zum 8. bzw. 9. Mai 1945+76

In Siedlinghausen “Unbekannt”?

Hiermit fasse ich die Informationen zu den 29 sowjetischen Zwangsarbeitern zusammen, die auf dem Friedhof in Siedlinghausen liegen. Fast alle verdanke ich Frau Marmontowa, die auch die Namensliste von 1945 der in Suttrop und Warstein Ermordeten gefunden hat.

Die Tabelle (siehe PDF unten) soll Grundlage für weitere Recherchen sein und erfordert m.E. neue Grabsteine, da die jetzigen – bis auf zwei – keine Vornamen und keine Geburtsdaten aufweisen, die laut „Bekanntmachung der Neufassung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Gräbergesetz. Vom 21. Mai 1969“ in §2 (6) gefordert sind: „Auf dem Grabzeichen sollen in gut lesbarer, dauerhafter Schrift mindestens Vor- und Familienname, Geburts- und Todestag des Bestatteten, bei Ausländern auch die Staatsangehörigkeit angegeben sein.“

Grabstein von Wassilij Sergejew. 1903 – 23.04.1942

Von den sechs „Unbekannten“ stehen fünf mit Namen und Daten auf dieser Liste; nur der 1965 aus Madfeld Hinzugelegte steht noch aus.

Und so bitte ich mit dieser Datei sowohl um Grabsteine für die nun nicht mehr „Unbekannten“ als auch um die Ergänzung der Vornamen und Geburtsdaten sowie um Korrekturen einiger Nachnamen und um eine Informationstafel, die auch darüber berichtet, wie viele russische Kriegsgefangene „Auf der Flucht“ erschossen wurden. Die beiden „Gedenktafeln“, die zudem nur auf Russisch sind, reichen m.E. nicht aus.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Dieser wunderschöne erste Satz unseres Grundgesetzes ist mir ewige Verpflichtung und gebietet mir, mich auch für die Würde der Toten auf dem Friedhof in Siedlinghausen einzusetzen.

Möge diese Liste dafür dienlich sein, ebenso wie die Dateien 241 bis 250 auf der Liste meiner Arbeiten!

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Ausführlich mit Tabelle:

Neue Grabsteine für die Toten in Siedlinghausen. Ein Plädoyer

Kein Pausenbild: Wer ist das?

Grabsteine von Alexej Tschainiko und – na? (Photo von Hans Schiebener vom 2.1.2021)

„Wo ist Sensen-Willi?“ heißt ein Spiel in den Siedlinghauser Heimatstuben, und ich beginne hiermit mit einem neuen Spiel:

Wo ist Petr Glasurenko, geboren am 25.11.1915 in Lwow, gestorben am 3.10.1941 in Siedlinghausen, „Erkennungsmarke Nr. Stalag 326 Nr. 10913“, beigesetzt am 4.10.1941 auf dem Katholischen Friedhof?

Zu einfach?
Ist die Frage zu einfach oder braucht ihr einen Hinweis?

https://collections.arolsen-archives.org/archive/2-2-2-2_02020202-oS/?p=1&doc_id=76747240

https://collections.arolsen-archives.org/archive/76747239/?p=1&s=Glasurenko%20Petr&doc_id=76747239

https://obd-memorial.ru/html/info.htm?id=300144705

Weitere Informationen auf

https://www.schiebener.net/wordpress/siedlinghausen/

(http://www.hpgrumpe.de/ns_verbrechen_an_zwangsarbeitern_suttrop,_warstein,_meschede/Artikel_von_Nadja_Thelen-Khoder.pdf, Datei 241-250)

Nadja Thelen-Khoder
Jugend forscht im ITS (siehe Datei 182)

Fröhliche Weihnacht überall? Der Schatten unter dem Weihnachtsbaum

„Quelle: WikiLeaks“ geben Sönke Neitzel und Harald Welzer in ihrem Buch „Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben“ (Frankfurt am Main 2012) zu diesem Bild auf S. 396 an.

Es gibt Sätze, die ich nie vergesse. Einer dieser Sätze ist die Überschrift eines Zeitungsartikels vom 18.11.1959 in der „Westfalenpost“: „Der Schatten eines Toten [1] saß mit auf der Anklagebank. Lebenslanges Zuchthaus im zweiten Fremdarbeiter-Prozeß“, nannte Werner Diederichs seinen Artikel zum Prozeß in Hagen [2]. Dieses Jahr liegt über meinem geliebten Weihnachten der Schatten eines (noch) Lebenden.

(Artikel als PDF: Der Schatten unter dem Weihnachtsbaum – Free Assange)

Im Internet kann man sich den Film „die story: Jagd auf Edward Snowden“ von John Goetz und Poul-Erik Heilbuth [3] ansehen, der in der ARD am 23.3.2015 gesendet wurde. In diesem Film sieht man Julian Assange, wie er Edward Snowden hilft, 2013 aus Hongkong herauszukommen. Wir haben ihm also sehr viel zu verdanken, und ich hoffe, daß möglichst viele die Petition von amnesty international für Julian Assange [4] inzwischen unterschrieben haben.

„In der nun folgenden Geschichte geht es um diesen Australier, Sex in Schweden, eine Botschaft in London, einen US-Hubschrauber im Irak und eine Menge überraschender Wendungen. Klingt erst ’mal lustig, ist es aber ganz und gar nicht, im Gegenteil:

Es beginnt 2010, als auf der Enthüllungsplattform Wikileaks dieses Video erscheint: Ein US-Hubschrauber feuert im Irak auf Menschen, zwei davon sind Journalisten. In diesem Bus sitzen Kinder. Am Ende sind mindestens zwölf Menschen tot und die Hubschrauberbesatzung feiert die eigene Treffsicherheit.

Bald nach der Veröffentlichung beginnen die Ermittlungen, allerdings – überraschende Wendung 1 – nicht gegen die Hubschrauberbesatzung, sondern gegen Julian Assange, Chef/ Boss von Wikileaks. Und auch nicht in den USA, sondern – überraschende Wendung 2 – in Schweden. Der Vorwurf: Vergewaltigung – was die dritte Überraschung ist, denn das angebliche Opfer hat nie von Vergewaltigung gesprochen.

Assange wird von der Staatsanwaltschaft wochenlang nicht befragt. Als er aber nach Berlin weiterreist, wird – überraschende Wendung Nummer 4 – Haftbefehl erlassen. In London wird Assange unter Hausarrest gestellt, aber aus Schweden kommt niemand vorbei, neun Jahre lang.

2012 flieht Assange aus Angst vor einer Auslieferung an die USA in die Botschaft Ecuadors. Dort wird er überwacht, heimlich gefilmt, immer weiter isoliert.

2019 stellt Schweden das Verfahren ein. Dafür – überraschende Wendung 5 – holen nun die Briten Assenge aus der Botschaft. Vorwurf: Verletzung der Kautionsauflagen. Statt zu der üblichen Geldstrafe wird Assange – überraschende Wendung 6 – zu 50 Wochen im Hochsicherheitsgefängnis verurteilt.

Er ist inzwischen psychisch und körperlich so am Ende, „daß es auch das Leben kosten könnte. Das ist keine Übertreibung. Psychologische Folter ist nicht ,Folter light’.“ Dieser Mann hier ist übrigens der Folter-Beauftragte der Vereinten Nationen.

Aktuell geht es in London vor Gericht darum, ob Assange an die USA ausgeliefert wird. Dort drohen ihm 175 Jahre Haft. Von der Hubschrauberbesetzung stand bislang niemand vor Gericht.

Und wozu das Alles? Der Folterbeauftragte hat da so eine Ahnung: ,Der Zweck ist, ein Exempel zu statuieren, um die Öffentlichkeit und vor allem die Medien abzuschrecken.’

Einen Menschen ruinieren, um Journalisten und Journalistinnen einzuschüchtern. Wie gesagt: Die Geschichte ist nicht komisch. Dafür hat sie aber ein ganz einfaches Fazit: FREE ASSANGE!“

So hieß es in „Der satirische Jahresrückblich 2020“ von Werner Doyé und Andreas Wiemers; das Video ist bis zum 19.12.2021 im Internet verfügbar [5]. Begleittext: „2020 zeigt: Auch kleine Sachen können groß herauskommen – zum Beispiel das kleine Arschloch Coronavirus. Es stellen sich wichtige Fragen: Wann wird Verkehrsminister Andreas Scheuer unter Quarantäne gestellt? Hält Ex-Kanzler Gerhard Schröder den Mindestabstand zu seinem Freund Wladimir Putin ein? Und wie reagiert Finanzminister Scholz, wenn ihm Christian Lindner die FDP zum Kauf anbietet?

Die Frontal21-Satireautoren Werner Doyé und Andreas Wiemers zeigen die Höhepunkte menschlichen Zusammenlebens 2020, mit eindrucksvollen Bildern und in verständlicher Form. Für die Satire-Serie ,Toll!’, ihren ,Satirischen Jahresrückblick’ und andere Satire-Formate waren sie bereits sechsmal für den Adolf-Grimme-Preis nominiert. Bekommen haben sie ihn noch nie.“

„2020 zeigt: Auch kleine Sachen können groß herauskommen – zum Beispiel das kleine Arschloch Coronavirus.“ Gott gebe, daß auch große Menschen herauskommen! Es stellen sich wichtige Fragen …

Nous sommes Charlie!
Wir sind alle Hrant Dink!
Nous sommes Olof Palme!
Wir sind alle Julian Assange!
FREE ASSANGE!

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Anmerkungen:

[1] „Vom wundersamen Auftauchen eines Generals und eines Generalrichters“ auf www.hpgrumpe.de/ns_verbrechen_an_zwangsarbeitern_suttrop,_warstein,_meschede/177_Vom_wundersamen_Auftauchen_eines_Generals_und_eines_Generalrichters.pdf

[2] Vollständige Abschrift in „Narrativ 7: Dr. Kammler als ,die eigentliche Schlüsselfigur’“ auf https://www.schiebener.net/wordpress/wp-content/uploads/2018/10/114.-Narrativ-7.-Dr.Kammler-als-die-eigentliche-Schl%C3%BCsselfigur.pdf

[3] https://www.youtube.com/watch?v=ymKcefjlwhQ

[4] http://upgr.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Links/NTK-20200226Petition-f-Julian-Assange.pdf

[5] https://www.zdf.de/politik/frontal-21/der-satirische-jahresrueckblick-2020-vom-19-dezember-2020-100.html

Anmerkungen zu Peter Bürgers „Possenspiel um Lorenz Jaeger“ [1]

„Verschwörung“ ist ein diskreditiertes Wort, das meist nur noch als Kompositum „Verschwörungstheorie“ in Erscheinung tritt. Die Originalausgabe des Buches von 1995 heißt denn auch „Das Geheimnis der Ritter vom Heiligen Grabe“, und schon 2002 erschien dem Orbis-Verlag das Wort wohl „reißerischer“.

Der in Peter Bürgers Beitrag erwähnte „Ritterorden vom Heiligen Grab“ heißt genau „Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem“, lateinisch „Ordo Equestris Sancti Sepulcri Hierosolymitani“, Ordenskürzel „OESSH“, und benennt auf seiner Internetseite http://www.oessh.net heute noch den Schlachtruf von 1099 als sein Motto: „Deus lo vult“ („Gott will es“).

(Artikel als PDF:  Anmerkungen zu Peter Bürgers Artikel Possenspiel)

Die deutsche „Statthalterei“ wurde im Dezember 1933 in Köln gegründet. Am 9.5.1954 wurde Friedrich August Freiherr von der Heydte zusammen mit Hans Filbinger von Lorenz Jaeger in Freiburg investiert; drei Jahre später war mein Freiherr [2] „Statthalter der deutschen Statthalterei“.

Seit 1951 war er im CEDI aktiv, war Mitglied der „Abendländischen Akademie“, Mitbegründer der Organisation „Rettet die Freiheit“ und neben sehr vielem anderen auch Professor für Völkerrecht sowie bayerisches Staatsrecht an der Universität Würzburg. Er war es auch, der durch seine Anzeige wegen „Landesverrat“ die „Spiegel-Affäre“ genannte Staatsaffäre auslöste, daraufhin von seinem Verteidigungsminister zum Brigadegeneral der Reserve ernannt wurde und den dann wegen seiner Lügen „zurückgetretenen“ Franz-Josef Strauß ein Jahr später mit nach Spanien nahm, wo er vor Franco und vielen anderen „katholischen“ Militärs und ihrer Regierungen im CEDI über „Europa in der NATO“ sprach.

Immer, wenn ich jemanden auf das „Centro Europeo de Documentación e Información (CEDI)“ anspreche, ernte ich fragende Blicke – selbst in Spanien, wo seine Mitglieder sich alljährlich mit Vorliebe im Escorial (!) und im Vaille le los Caídos versammelten – , und auch Friedrich August Freiherr von der Heydte ist wenigen Demokraten bekannt. Wie ist das möglich, bei solch geballter Macht, bei solchen Versammlungen der Mächtigen an solchen Orten?

Lorenz Jaeger war von 1950 bis 1965 Großprior der deutschen Statthalterei der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Friedrich August Freiherr von der Heydte von 1958 bis 1965 der Statthalter der Deutschen Statthalterei. 1965 wurde Lorenz Jaeger Kardinal. Der Freiherr zeigt in seinen überaus lesenswerten Memoiren „Muß ich sterben, will ich fallen“ – gewidmet „Dem Vorkämpfer für die Einheit eines christlichen Europas Dr. Otto von Habsburg in Treue und Ergebenheit“ (Otto von Habsburg war als letzter Thronerbe Ehrenvorsitzender des CEDI auf Lebenszeit) – auch das Photo „Im Gespräch mit Kardinal Jäger, dem früheren Erzbischof von Paderborn, in Rom“. Der Freiherr veröffentlicht seine Lebenserinnerungen zur „Spiegelaffäre“, der Geburtstagsfeier mit Franz-Josef Strauß in Angola, seiner Lehrtätigkeit in Südafrika u.v.a.m. 1987 und erhält im gleichen Jahr das Bundesverdienstkreuz. Viele andere Photos sind auch darin, z.B. „Der griechische Koordinationsminister, Oberst N. Makarezos, begrüßt meine Frau und mich zu einem Dinner der ,Auberge’ am 28.5.1970 in Athen“ und „Der Sohn Tschiang Kai-scheks, Oberbefehlshaber der National-Chinesischen Armee, bei einer Parade zu meinen Ehren“.

„Anmerkungen zu Peter Bürgers „Possenspiel um Lorenz Jaeger“ [1]“ weiterlesen

„ ,Die Gedanken sind frei!’ Damit ist jetzt Schluß! Das ist nicht Science Fiction. Das ist kein Witz.“
Das Bildungspaket von Digitalcourage

Rena Tangens bei ihrer Laudatio bei den „BigBrotherAwards 2020“ für die Firma BrainCo., ein Tech-StartUp aus dem Dunstkreis der Harvard Universität und des MIT (Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA). „BrainCo stellt EEG-Stirnbänder und die Software dazu her und propagiert die Nutzung dieser Stirnbänder im Klassenzimmer.“

Unvorstellbar? Sehen, hören und lesen Sie bitte auf den Seiten von „Digitalcourage e.V. zum Bildungspaket auf
https://digitalcourage.de/bildungspaket

Der Text der Laudatio von Rena Tangens auf
https://bigbrotherawards.de/2020/bildung-brainco-und-leibniz-wissenschaftscampus-tuebingen

Das Video auf
https://media.ccc.de/v/bba20#t=1860
„Spannend, unterhaltsam und gut verständlich werden die ‚Oscars für Überwachung’ (Le Monde) an die größten Datensünder des letzten Jahres vergeben. Eine Jury aus prominenten Bürgerrechtlern verleiht jährlich diesen Datenschutz-Negativpreis an Firmen, Organisationen und Politiker. Die BigBrotherAwards bewirken viel: Sie machten zum Beispiel Rabattkarten, Scoring, Mautkameras, Farbkopierer und Handyüberwachung als Gefahr für Grundrechte und Privatsphäre bekannt. Sie warnten schon früh vor der Gesundheitskarte, der Steuer-ID und der Vorratsdatenspeicherung. Schon lange vor den Skandalen bei Lidl, Telekom, Bahn und Co. wurden die BigBrotherAwards an diese Konzerne verliehen. Ein Abend der gelebten Politik mit den Mitteln des Theaters, geschliffener Rede, Musik und Tanz“

Die ganze Veranstaltung mit dem Grußwort von Bundesinnenminister a.D. Gerhart Baum auf
https://mirror.netcologne.de/CCC/events/BigBrotherAwards/2020/mp3/ife-2-deu-BigBrotherAwards_2020_mp3.mp3

– gegen „Überwachungskapitalismus“ und eine „smarte Diktatur“ (Gerhart Baum)!

Zum „Volkstrauertag“ – Der Prozeß in der Siedlinghausener Schützenhalle

Beschriftung in einer Sauerländer Schützenhalle: “Glaube. Sitte. Heimat.”
Diesem Leitspruch folgt der Sauerländer Schützenbund. (foto: zoom)

„Die Zwangsarbeiter/innen wurden in allen notwendigen Bereichen eingesetzt, in der Waffenproduktion, in der Landwirtschaft und – wie in Siedlinghausen – auch in Steinbrüchen.

(Auszug aus dem aktuellen Recherchebericht, insgesamt 28 Seiten.)

In einem der beiden Steinbrüche behandelte man die jungen Menschen laut mehrerer Zeugenaussagen so schlecht, dass sie an den Strapazen früh verstarben oder auf der Flucht erschossen wurden. Die Menschenverachtung ging sogar so weit, dass man sie außerhalb des Dorfes in der Nähe der Müllkippe verscharrte. Ihre sterblichen Überreste wurden erst später auf dem Friedhof in einem eigenen Gräberfeld beigesetzt.“

Zunächst war ich nicht sicher, ob er vielleicht einen anderen Friedhof meinte und habe ihn gefragt. Aber mit „außerhalb des Dorfes in der Nähe der Müllkippe“ meinte er den „Friedhof Röbbecken“.

„Laut mehrerer Zeugenaussagen“ – was mögen das für „Zeugen“ gewesen sein? Wo haben Menschen „Aussagen“ zum Steinbruch der „Fa. Krämer & Co.“ gemacht?

Carl Caspari schreibt in „Unser Dorf Siedlinghausen“: „Im Jahr 1948 fand ein großer Prozeß gegen Dietrich Krämer, wohnhaft in Dortmund, in unserer Schützenhalle statt. Die Gerichtsverhandlung gegen ihn und noch einige andere Männer war am 20.6.1948 in der Schützenhalle. Die Verhandlung wurde von dem englischen Militärgericht aus Arolsen geleitet. Aber wie dieser Prozeß endete, konnte ich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.“

Nun muß natürlich nicht alles stimmen, was geschrieben steht. So schreibt Carl Caspari in „Unser Dorf Siedlinghausen“ auch: „Auf dem Viehfriedhof wurde bei 4 russischen Soldaten kein Name auf die Holztafel geschrieben, auch der Sterbetag ist unbekannt. Die Toten hatte man wohl, kurz bevor die beiden Gefangenenlager aufgelöst wurden, dort eingegraben. Den Verantwortlichen blieb sicher keine Zeit mehr, die Gräber zu registrieren und eine Holztafel mit Namen aufzustellen.“

Und diese vier „Unbekannt“ sind es ja nun nicht mehr – waren es eigentlich nie -, und sie starben am 4.12.1941 (Stepan Üschakow, geb. 28.3.1914), am 2.2.1942 (Andrej Borodanow, geb. 30.4.1918), am 16.5.1942 (Kiril Nowikow, geb. 26.4.1920, gestorben am gleichen Tag im gleichen „Arbeitskommando“ „tot aufgefunden“, an dem Iwan Safronow „auf der Flucht erschossen“ wurde) und am 8.12. (oder – laut Sterbeurkunde – am 24.12.) 1942 (Karapet Tschuwadjan, geboren 1904).

Aber auch Franz Mickus spricht von „Zeugenaussagen“, und „ein großer Prozeß gegen Dietrich Krämer … in unserer Schützenhalle … am 20.6.1948 … von dem englischen Militärgericht aus Arolsen geleitet“ ist eine sehr konkrete Spur, zu der manche Dokumente der „Arolsen Archive“ passen, in denen von „Murder and mistreatment of forced laborers and Allied POW’s in Germany“ and „Place of Offence: Siedlinghausen, Germany. Date: 1941-1944. Offence: Murder of Russian Ps/W.“ geschrieben ist.

In einem Dokument stehen besondere Hinweise auf die Anzahl und die Namen der Toten:

„He remembers five Russians buried in the town-cementery and some twenty-four buried in the field, two of which were sent up from a firm Huttemann in Olsberg. (An actual count of the graves on the field gave a total of twenty-six or twenty-seven, therefore thirty-one or thirty-two graves altogether.) The names of the buried PW’s and the dates of their death can be ascertained at the Police Administration in Bigge.“

Und so stellt sich mir wieder die Frage: Was bedeutet die 26. Angabe in der Friedhofsliste zum „Friedhof Röbbhecken“ von 1970, die vorne „25 Gräber“ angibt, und was ist mit diese Lücke zwischen den Grabsteinen von „Sabronow“ und „Boltutschow“?

Und so ist es für mich höchst wahrscheinlich, daß es stimmt, was Carl Caspari in „Unser Dorf Siedlinghausen“ schrieb:

„Im Jahr 1948 fand ein großer Prozeß gegen Dietrich Krämer, wohnhaft in Dortmund, in unserer Schützenhalle statt. Die Gerichtsverhandlung gegen ihn und noch einige andere Männer war am 20.6.1948 in der Schützenhalle. Die Verhandlung wurde von dem englischen Militärgericht aus Arolsen geleitet. Aber wie dieser Prozeß endete, konnte ich leider nicht mehr in Erfahrung bringen.“

Zwar ist sein Buch ja von 1999 und unter den o.a. Dokumenen ID 120848333 120848335 der „Arolsen Archigves“ steht „Declassified per Executive Order 12356, Section 3.3, NND 775032 by RB/Brust NARA, Date Jan. 21, 1993“. Aber erst seit wenigen Monaten werden die Dokumente online gestellt, und so konnte Carl Caspari vieles wohl noch nicht „in Erfahrung bringen“.

Heute ist vieles anders als noch bis vor ein paar Jahren. Am schönsten und kürzesten sagt es die Direktorin Floriane Azoulay: „Es kann doch nicht sein, dass nach 75 Jahren immer noch so viele Namen nicht digital erfasst sind. Die Archive gehören uns nicht, die Namen müssen raus in die Welt!“

[…]

Alles lesen, mit Bildern, Anmerkungen und Quellenverweisen (28 Seiten PDF)

Siedlinghausen: Die Kerze für die fünf „Unbekannten“ und die Sprache der Toten Andrej und Wasilij Sergeew („Serkow“)

Gedenkstein, Kranz und Licht auf dem Gräberfeld der sowjetischen Zwangsarbeiter in Siedlinghausen. (fotoarchiv: zoom)

Auf dem Friedhof in Siedlinghausen liegen sechs Grabsteine mit der Angabe „UNBEKANNT“, davon zwei mit den Daten „7.11.1940“ und „April 1945“.

1. „UNBEKANNT + April 1945“
Hier wurde jemand 1965 „aus Madfeld (inmitten der Feldflur)“ zu den anderen 24 auf dem Viehfriedhof, dem späteren „Ehrenfriedhof“ „Am Röbbecken“ ohne Zugang, gelegt – und jedes Mal, wenn ich an diesen Grabstein denke, fällt mir auch Jagos Ze?evi? ein; am 16.10.1980 stellte die Gemeinde Meschede für den „Waldfriedhof Fulmecke“ eine „Ergänzungs-Meldung zur Kriegsgräberliste (§ 6 des Kriegsgräbergesetzes vom 27. Mai 1952 – Bundesgesetzbl. I Seite 320)“ auf.

In dieser fünften Ausfertigung der Gräberliste für den Waldfriedhof steht zur lfd. Nr.56: „JAGOS ZE?EVI?, geboren 10.08.1902 in Vinicka, Jugoslawien. Umgebettet von einer Weide in Schederberge lt. Erlaß des IM NW vom 13.02.79, I C 4/ 18 – 86.12“. Er ist der einzige Jugoslawe auf Meschedes Waldfriedhof und hat den einzigen Grabstein mit Geburtsdatum und Sterbedatum.

Aber auf seiner Sterbeurkunde mit dem „Nur gültig zum amtlichen Gebrauch“- Stempel in der Zentralen Namenskartei (ZNK) des ITS steht, von wo genau er umgebettet wurde: „Der jugoslawische Kriegsgefangene Jagos Zecevic, wohnhaft in Schederberge, ist am 8. April 1945 in Schederberge verstorben. Der Verstorbene war geboren am 20. August 1902 in Vinicka in Jugoslawien. Meschede, den 17. November 1950. Der Standesbeamte [Stempel und Unterschrift]“ Und auf der Rückseite: „Bezeichnung der Grabstelle: Ortschaft Schederberge in einer Weide des Gutspächters H. Meschede, den 23. November 1950. Der Amtsdirektor“ [Stempel und Unterschrift]. Ob es solch eine Sterbeurkunde auch für den „UNBEKANNT“ aus Madfeld gibt?

2. „UNBEKANNT + 7.11.1940“
Dieser „Unbekannte“ war es nie. Denn auf der Skizze zum Katholischen Friedhof in Siedlinghausen stehen die Namen „Montschuk“, „Schur“ und „Tschainikow“ und die Zahlen „10913“ und „16190“. „10913“ ist „Peter“, also Petr Glasurenko, geboren 25.11.1915 in Lwow, und „16190“ ist Andrej Sergeew, dessen „Personalkarte I: Personelle Angaben“ des „Kriegsgefangenen-Stammlagers Stalag 326 Forellkrug“ die „Beschriftung der Erkennungsmarke“ mit „Nr. 16190“ angibt – und den Vornamen und den des Vaters und der Mutter und und und.

  • „Montschuk“ bekam einen Eintrag ins Sterbebuch und einen Grabstein.
  • „Schur“ bekam einen Eintrag ins Sterbebuch und einen Grabstein.
  • „Tschainikow“ bekam einen Eintrag ins Sterbebuch und einen Grabstein.
  • „Glasurenko“ bekam einen Eintrag ins Sterbebuch und einen Grabstein.

Nur Andrej Sergeew bekam keinen Grabstein mit seinem Namen, und hier ist sie wieder, die Sprache der Toten! Denn daß dieser Grabstein ein so offen-sichtlich falsches Datum enthält, ist so auffällig, daß ich sicher war, daß mehr dahintersteckt als ein „einfacher“ Fehler…

[…]

Alles lesen, mit Quellen und Anmerkungen:

https://www.schiebener.net/wordpress/wp-content/uploads/2020/11/247.-Die-UNBEKANNT-der-30-auf-dem-Friedhof-in-Siedlinghausen.pdf