Siedlinghausen: Single-Trail des ehemaligen Sh 5 zugeschüttet

Der obere Einstieg in den Single-Trail wurde wahrscheinlich gestern zugeschüttet. (foto: zoom)

Vor acht Tage hatte ich hier im Blog unter der Überschrift „Spazieren gehen in Siedlinghausen: von naturschön zu asphalt-hässlich“ über die Verlegung eines Teilstücks des Wanderwegs Sh5 vom Wald an die Straße berichtet:

https://www.schiebener.net/wordpress/spazieren-gehen-in-siedlinghausen-von-naturschoen-zu-asphalt-haesslich

Wie in dem Artikel ebenfalls zu lesen ist, hatte ich beim Forstamt der Stadt Winterberg nachgefragt, ob man die alte Strecke noch betreten dürfe.

Darüber, so in der vergangenen Woche, könne man mir noch nichts sagen, ich solle in dieser Woche noch einmal anrufen.

Das habe ich heute getan.

Am Telefon erfuhr ich, dass man mir immer noch nichts sagen könne. Die letzte Woche sei sehr arbeitsintensiv gewesen. Um die Sache zu klären, müsse man vor Ort fahren. Das ginge nicht mal eben so nebenbei.

Ich solle doch in der nächsten Woche wieder anrufen.

Ich habe mich nach dem Telefonat an den gestrigen Krach im Wald erinnert. Und tatsächlich war heute der obere Einstieg in den Single-Trail, der dann weiter zum Viadukt führt, zugeschüttet (siehe Bild).

Wer auch immer hat Fakten geschaffen.

Hat das Winterberger Forstamt mich lediglich vertröstet und mehr gewusst als es mir verraten wollte?

Samstag, Sonntag und Montag

Bruchhauser Steine, Georg-Viktor-Turm und der Kahle Asten

Bruchhauser Steine: zwischen Bornstein und Goldstein auf dem Weg zum Feldstein (foto: zoom)

Als wir am Samstagmittag die Bruchhauser Steine besuchten, schien anfangs noch die Sonne (siehe Bild). Später zog sich der Himmel zu und es wurde bitterkalt.

Der Feldstein ist mit 45 m der kleinste der Steine, aber er liegt an der höchsten Stelle (756 m) und man kann auf Felsstufen bis hinauf zum Gipfelkreuz klettern.

Der Abstecher zum Georg-Viktor-Turm bei Goldhausen fand am Sonntag bei sonnigem Wetter statt. Bei guter Sicht ist der Turm immer einen Umweg auf der Strecke nach Korbach wert.

Der Georg-Viktor-Turm in Goldhausen

Der Turm ist in der Regel vom 1. März bis zum 31. Oktober täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Der nächste Abstecher führte heute Mittag zum Kahlen Asten, wo ich das Weitwinkelobjektiv ausprobiert habe.

Hartes Licht: der Kahle Asten am Mittag (foto: zoom)

Den Sonnenstern erhält man bei stark geschlossener Blende, in diesem Fall 14.

Falls jemand den Eindruck haben sollte, ich wäre das ganze Wochenende auf den Gipfeln des Hochsauerlandes herumgekraxelt, so ist das eine Täuschung. Für die Bruchhauser Steine rechne ich ab Parkplatz Feuereiche zwei Stunden, für den Georg-Viktor-Turm und den Kahlen Asten jeweils eine Stunde.

Spaziergang im Winterberger Vorfrühling

Baumstümpfe, Skipisten, weite Blicke und Dramawolken

Blick zum Sendemast auf dem Kreuzberg (foto: zoom)

Heute Abend belasse ich es bei ein paar Bildern vom Spaziergang um den Schmantel in Winterberg.

Die Tage werden länger, die Tagestemperaturen steigen nur allmählich. Sonnentage wechseln sich mit diesigen, bewölkten Perioden ab. Nachts sinken die Temperaturen unter Null. Es fällt kaum Niederschlag.

Die Frühblüher lassen sich Zeit. Während die gelben Zungenblüten des Huflattich im letzten Jahr am 6. März erschienen, sind sie in diesem Jahr, zumindest im hohen Hochsauerland, noch nicht zu sehen.

Gehen Sie weiter. Suchen Sie den Frühling.

Blick auf die Ski-Abfahrt an der Kappe (foto: zoom)
Einstieg zum Siebentäler-Weg und Blick Richtung Hessen (foto: zoom)
Was vom Wald blieb (foto: zoom)

Pausenbild: Blick über die Alster

Blick vom Ost zum Westufer der Außenalster (foto: zoom)

Vor kurzem habe ich noch am Ostufer der Außenalster in Hamburg gestanden und mit meinem Smartphone zum Fernsehturm und CCH hinüber fotografiert.

Könnte ich mich „beamen“, würde ich gleich durch Planten und Blomen zu den Landungsbrücken gehen und die Elbe bis Teufelsbrück entlang spazieren.

Leider steht „können“ im Konjunktiv II.

Dann putze ich eben hier im Sauerland das Badezimmer, was zumindest etwas mit Wasser zu tun hat. 😉

Ab Küstelberg entspannt und leicht zum Rösberg (781 m)

Den höheren Nachbarn der Alten Grimme habe ich erst jetzt entdeckt

Am Schilderbaum in Küstelberg. Zum Rösberg 2,8 Kilometer rechts (foto: zoom)

Nun lebe ich fast 28 Jahre in Winterberg und seinen Dörfern – kurz in der Kernstadt und später in Siedlinghausen – und habe erst am letzten Wochenende den Rösberg mit seiner wunderbaren Aussicht kennengelernt.

Seinen spektakulären Nachbarn, die Alte Grimme, habe ich dabei schon häufiger vom Orketal aus erwandert (siehe hier im Blog), bin aber nie auf die Idee gekommen den 30 Meter höheren Rösberg zu besuchen.

Am Samstag war mir nach einer kurzen, leichten Wanderung ohne große Anstiege zumute. Am Wanderparkplatz in Küstelberg ging es los.

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Spazieren gehen in Siedlinghausen: von naturschön zu asphalt-hässlich

Das Waldteilstück des Wanderwegs Sh 5 von der Schnickemühle zum Viadukt wird an die Straße verlegt

So schön war der Sh5 bislang: Beschilderung und Single-Trail. Das Sh5-Schild wurde heute entfernt. (foto: zoom)

Es war seit längerer Zeit für mich nur ein Gerücht, aber heute wurde es zur Gewissheit: Ein Teilstück des lokalen Wanderwegs Sh 5 wird vom Wald zwischen Schnickemühle und Viadukt an die Durchgangsstraße L 740 verlegt.

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Am Hohen Dörnberg

Die letzten Bilder meines Zoom-Objektivs

Blick auf Friedrichstein und Zierenberg (foto: zoom)

Den Aufstieg zum Hohen Dörnberg kann man sehr gut in der Ortschaft Dörnberg (Busverbindung) oder am Gehöft Friedrichstein/Parkplatz Bergcafé beginnen.

Los ging es gestern am Bergcafé. Nach einer Linkskurve hat man einen weiten Blick über Zierenberg mit dem Kirchturm im Zentrum.

In der Höhe waren die Wege weiß und stellenweise unter einer dünnen Schneeschicht vereist.

In der Höhe wurde der Weg stellenweise glatt. (foto: zoom)

Vorsichtig stapfte ich nach oben. Links ein wunderbarer Blick über die Helfensteine.

Ein Hauch „Wilder Westen“: die Helfensteine (foto: zoom)

Das Gebiet um den Dörnberg erinnert mich an Reisebilder aus dem „Wilden Westen“ der USA. Verwitternde Gesteine, die sich aus einer sanft modulierten Landschaft erheben.

Die Kuppe des Hohen Dörnberg ist unspektakulär. Keine Spitze, kein Kreuz. Die höchste Stelle kann man kaum erahnen.

Tanzende Bäume auf der Kuppe des Hohen Dörnberg (foto: zoom)

Trotzdem lohnt sich der Weg hinauf zur gewölbten Hochebene. Der Blick ist weit. Bänke laden zum Verweilen ein, Baumgruppen tanzen über den Schnee.

Die Bilder vom Hohen Dörnberg sind die letzten Aufnahmen meines Zoom-Objektivs. Aus irgendeinem Grund ließ es sich nicht mehr über die 30 mm Brennweite hinaus bewegen. Zurück am Parkplatz habe ich die Suchmaschine angeworfen und festgestellt, dass verklemmte Objektive keine Seltenheit sind. Um es mit George Harrison zu sagen: All Things Must Pass.

Pausenbild: Spaziergang zur Namenlose

Der Weg hinter der Schnickemühle, hinunter zur Namenlose (foto: zoom)

Spaziergänge sind die beste Therapie. Man benötigt keine Ausrüstung. Alltagsklamotten reichen aus. Schuhe an, Haustür auf und los!

In letzter Zeit fällt es mir schwer, einen kühlen Kopf zu bewahren: zuviele schlechte Nachrichten in immer kürzeren Zeitabständen aus Zeitungen, Radio und in sozialen Medien. Die Welt im Schleudergang.

Kriege, Wahlkampf, Attentate, Trump, Putin, Ukraine, Klimakrise, soziale Verwerfungen. Auf die Wahlergebnisse am nächsten Sonntag bin ich überhaupt nicht gespannt. Am liebsten wäre es mir, die Zeit bliebe stehen, das Universum bekäme einen Riss und ich schlüpfte hindurch in eine bessere Welt. Alles auf Null.

Im Wald ist es still, nur ein paar Tannenmeisen zwitschern. Neben dem Weg plätschert die Namenlose. Die Gedanken verlaufen sich. Ruhe, Entspannung, Einsamkeit.

Am Ende des Spaziergangs treffe ich Bekannte aus der Siedlung, die mir erzählen, wie sie Migrant*innen helfen und Essen an Bedürftige ausgeben. Ein kleiner Riss im Raum-Zeit-Kontinuum. Vielleicht ist die Welt doch noch nicht verloren.

Vor dem Sonnenaufgang auf dem Krähenstein

Gleich geht die Sonne hinter den Bergen auf. (foto: zoom)

Wenn du am Sonntagmorgen um 6 Uhr aufwachst, wollen dir Kopf und Körper sagen: Geh‘ raus und guck‘ dir den Sonnenaufgang an!

Also bin ich auf den Krähenstein geklettert, um das Morgenrot zu erwarten. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Sonne in einem fahlen Gelb-Orange aufscheinen würde.

Am Fuß des Krähensteins (foto: zoom)

Immerhin habe ich lernen dürfen, dass die Vorgeschichte des Krähensteins vor 385 Mio. Jahren begonnen hat. 85 Mio. Jahre später wurde das Rheinische Schiefergebirge aufgefaltet.

Eigentlich müsste ich die Tafel schon auswendig hersagen können, denn ich bin häufig dort oben – erst gestern mit dem Rad.

Der Trick ist, dass ich zwischen meinen Besuchen mindestens die Hälfte des Gelesenen vergesse und so, voilà, lerne ich beim nächsten Mal wieder etwas dazu.

Erklärtafel am Krähenstein (foto: zoom)

Wenn es euch wirklich interessiert, könnt ihr auf das Bild klicken und die Schrift vergrößern.

Zum Schluß noch ein Foto vom Kreuz im gelben Licht der Morgensonne. Nachts kann es beleuchtet werden. In der Dunkelheit sehe ich das strahlende Kreuz vom Wohnzimmerfenster.

Das Sauerland – Land der 1000 Berge und 10.000 Kreuze, gefühlt 100.000 – k.a.

Das Kreuz auf dem Krähenstein (foto: zoom)