Postkartenwetter im Freibad Siedlinghausen

Vor drei Tagen im Freibad Siedlinghausen. (foto: zoom)

Falls jemand eine regelmäßige sportliche und die Gelenke schonende Bewegung sucht, kann ich ihr oder ihm das neu renovierte Freibad in Siedlinghausen empfehlen.

Gerade wenn kein Postkartenwetter herrscht, lässt es sich im 24° warmen Wassser auf 25-m-Bahnen entspannt schwimmen, denn bei Regen kommen nicht so viele Besucher:innen und als Schwimmer:in wird man so oder so nass.

Ich habe mir, sobald es möglich war, eine Saisonkarte gekauft. Runter vom Berg, ins Wasser springen, bis mindestens 20 (Doppelbahnen) zählen, 1000 m fertig und wieder rauf auf den Berg.

Schwimmen kann zur Angewohnheit werden. Eine der wenigen Süchte, die ich vorbehaltlos unterstütze.

Alles zu Öffnungszeiten, Preisen und mehr findet ihr auf der Website des Bädervereins Siedlinghausen:

https://www.baederverein-siedlinghausen.de/oeffnungszeiten-preise/

Keine Utopie: das Freibad Siedlinghausen

Die Sanierung des Freibads Siedlinghausen geht voran. (foto: zoom)

Im letzten Sommer habe ich nicht geglaubt, dass das Freibad zur Saison 2022 wiedereröffnet werden könnte. Zu viele Bauprojekte (Berlin, Hamburg, Stuttgart, …) haben sich in der Vergangenheit verzögert.

Gestern habe ich einen kleinen Dorfspaziergang gemacht und voller Freude das Wasser im neuen Becken gesehen.

Jochen Susewind, Bernd Loffing, Hans Walter Schneider und Dirk Wiese würde heute das Wasser bis zum Hals oder gar zum Scheitel stehen, was ausnahmsweise positiv wäre.

Siehe dazu den Artikel vom 17. Juni 2021: https://www.schiebener.net/wordpress/siedlinghausen-dirk-wiese-vor-ort/

Meine Hoffnung ist groß, dass wir im Sommer nach einem Jahr Pause erneut unsere Bahnen schwimmen können. Wenn mich meine Augen nicht täuschen, ist auf dem Bild rechts die mit Spenden finanzierte Rutsche am Beckenrand zu sehen.

Siedlinghausen: Dirk Wiese vor Ort

Im Schwimmerbecken mit Corona-Abstand vor dem roten Grundstein: Jochen Susewind, Bernd Loffing, Hans Walter Schneider und Dirk Wiese. (foto: zoom)

Die Bundestagswahlen rücken näher und die Politiker:innen kehren verstärkt in ihre Wahlkreise zurück. Am vergangenen Dienstag schaute sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese nach Assinghausen und Hoppecke in Siedlinghausen um. Es werden Fleckenberg, Grafschaft, Winterberg (s.u.), Niedersfeld, Brilon und Meschede folgen.

Wiese kandidiert im Hochsauerlandkreis als Direktkandidat gegen Friedrich Merz. Er gehe mit Selbstbewusstsein in den den Wahlkampf, sein Ziel sei es, den Wahlkreis Hochsauerland gegen den Favoriten von der CDU zu gewinnen. Holstein Kiel habe im Pokal immerhin den großen FC Bayern München herausgeworfen.

Merz sei mit seinen gesellschaftspolitischen Vorstellungen nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Die heutige Gesellschaft sei vielfältiger geworden. Steuer- und finanzpolitisch vertrete Merz den klassischen Neoliberalismus, Stand 2003. Eine Senkung der Unternehmenssteuern halte er, Wiese, für falsch. Der Markt regele nicht alles. Das sehe man heute deutlich an der Gesundheitsversorgung. Krankenhäuser dürften nicht dem freien Markt überlassen werden. Es brauche mehr staatlichen Einfluss statt der Dominanz der Fallpauschalen.

Die staatliche, umlagefinanzierte Rente müsse gestärkt, die Einzahlerbasis müsse verbreitert werden. Riester sei nicht mehr reparabel. Allerdings müsse eine Lösung für die Altverträge gefunden werden.

Zusammen mit den beiden SPD-Lokalpolitikern Hans Walter Schneider und Christoph Stoetzel geht es zum Standpunkt-Verlag in der Ortsmitte, in den Räumen des ehemaligen Getränkemarkts, der sich am Ortsausgang vergrößert hat. Der Verlag hat sich mit seiner Produktfamilie „Heimatliebe“, Sonderausgaben für Vereine und Schulen sowie als Vermarktungsdienstleister für Winterberg etabliert. Sechs feste Mitarbeiter:innen plus Freie erläutert Projektkoordinator Lennart Krüger. Das Gespräch bewegt sich sprichwörtlich durch Wald und Flur, vom Thema Holz zum Wohnungsmangel in Siedlinghausen.

Es geht entlang leerstehender und umgewidmeter Ladenlokale weiter Richtung Freibad. Der heutige Vorsitzende des Bädervereins Jochen Susewind und Bernd Loffing (ehemaliger Vorsitzender) schließen sich unserer Gruppe an. Mit großem ehrenamtlichen Engagement haben die Mitglieder des Bädervereins in den letzten Jahren den Betrieb des Frei- und Hallenbads aufrecht erhalten.

In dieser Saison bleibt das Freibad geschlossen. Die Bausubstanz und Technik sind mit den Jahrem marode geworden. Jetzt wird die Anlage mit mindestens 1,5 Millionen Euro saniert. Das Geld fließt aus dem Topf des Innenministeriums. Dirk Wiese hat die Förderung vermittelt. Eines müsse man  Horst Seehofer lassen, so Wiese, „bei der Unterstützung kommunaler Bäder rennt man bei ihm offene Türen ein.“ Seehofer kenne als bayerischer Landespolitiker die Bedeutung von Sportstätten für die Attraktivität von Dörfern und Gemeinden.

Für den Bäderverein hat sich der Kontakt mit der „großen Politik“ ausgezahlt. „Wir allein wären niemals auf die Idee gekommen, dass derartige Fördertöpfe und Möglichkeiten existieren“, so Jochen Susewind. Die Stahlwanne solle möglichst noch in diesem Jahr eingebaut werden. Mit Hilfe lokaler Handwerksbetriebe werden die riesigen Tanks der Wasseraufbereitungsanlage demontiert. Er sei froh, dass es eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Winterberg und den Technikern des Oversum-Bads gebe. Das Renovierungsprojekt sei durch ehrenamtliche Arbeit nicht zu bewältigen. Man sei auch auf die Sachkenntnis von Profis angewiesen.

Der Ortsrundgang endet im Biergarten des Traditionsgasthofs Lingenauber. Ein paar Fragen zur großen Politik. Dirk Wiese wünscht sich nach den Bundestagswahlen einen knappen Vorsprung vor den Grünen. Die Linkspartei werde zu kämpfen habe, um überhaupt den Einzug in den Bundestag zu schaffen. Dann bliebe für ihn die Wunschkoalition wie bei Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz: Rot, Grün, Gelb.

Windenergie? Wenn der Zubau von erneuerbaren Energien bleibe wie bisher, könnten die klimapolitischen Ziele nicht erreicht werden. Eine Möglichkeit bestünde darin, Waldschadensflächen zu nutzen. Es gebe schon Überlegungen bei den Waldeigentümern. Allerdings müssten Gesetze geändert werden, damit Windräder auf Waldflächen errichtet werden dürften.

Warum er für den „Staatstrojaner“ gestimmt habe? „Warum sollte ich nicht?“, lautete die Gegenfrage. Sowohl beim Bundespolizeigesetz als auch beim Verfassungsschutzgesetz seien die nötigen Kontrollmechanismen vorhanden (Richtervorbehalt bzw. G10-Kontrollkommission). Keines der Gesetze würde darüber hinaus anlasslos angewandt. Es handele sich um enge Bereiche wie schwerer Menschenhandel und Schleuserkriminalität bzw. terroristische Bedrohungslagen. Einige Abgeordnete der SPD hätten gegen das Gesetz gestimmt. Das akzeptiere er. Unverständlich sein ihm aber das Verhalten der SPD-Bundesvorsitzenden Saskia Esken. In der Fraktion habe sie den Gesetzen zugestimmt und am darauffolgenden Tag dagegen „getwittert“. Bei der Abstimmung im Bundestag sei sie dann krank gewesen.

Frauen in der Lokalpolitik der SPD? Es sei nicht leicht, erläutert Hans Walter Schneider. Die ehemalige Bürgermeisterkandidatin sei inzwischen aus der Partei ausgetreten. Hauptgrund seien inhaltliche Differenzen bei der Corona-Politik und die Wahrnehmung der Pandemie. Nachrückerinnen seien nicht gefunden worden.

Zum Schluss eine typische Männerfrage: Wie wird das Spiel gegen Frankreich ausgehen. Dirk Wiese: 2:0 für Deutschland. Ich 3:2 für Frankreich.

Das Ergebnis ist inzwischen ermittelt.

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Falls jemand morgen mit „Dirk Wiese auf Sauerlandtour“ in Winterberg sprechen möchte, hier eine Pressemitteilung der SPD:

„Am 18. Juni 2021 ab 14:00 Uhr können Winterberger Bürgerinnen und Bürger den heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten und Fraktionsvize, Dirk Wiese, an der Zufahrt zur neuen Mitte beim roten Pavillon der Winterberger SPD zu persönlichen Gesprächen treffen. Ab etwa 15:30 Uhr wird Dirk Wiese dann einen ausführlichen Dorfspaziergang im Ortskern von Niedersfeld unternehmen. Auch hier freut Wiese sich auf den Austausch in persönlichen Gesprächen.“

Siedlinghausen positiv: Freibadsaison eröffnet

Postkartenwetter für das Freibad in Siedlinghausen (foto: zoom)

Heute habe ich meine persönliche Siedlinghäuser Freibadsaison eröffnet. Wunderbares Wetter, blaues Wasser, Sonne und ein Eis.

Normalerweise beginnt für mich die Freibadsaison im AquaOlsberg, aber die Olsberger haben es bis dato nicht geschafft, das Außenbecken zu öffnen.

Wegen Personalmangels … lauten die Gerüchte. Schade. Dort konnte ich die letzten Jahre spätestens Mitte Mai meine Bahnen an der frischen Luft ziehen. Dieses Jahr wird das nix vor Mitte Juni.

Die Touristenstadt Winterberg besitzt bekanntlich seit der Schließung des eigenen Freibads kein Bad mehr für den Sommerspaß. Auf dem Gelände des ehemaligen Winterberger Freibads wird jetzt eine Ferienhaussiedlung gebaut.

Die Bäder in Siedlinghausen, Freibad und Hallenbad,  wurden vor vielen Jahren für den berüchtigten 1€ an einen Bäderverein übergeben, der seitdem im Ortsteil das letzte verbliebene Freibad Winterbergs mit viel Engagement und Ehrenamtsstunden betreibt.

Klar, es gibt noch Zuschüsse, auch ein Bademeister wird zeitweise gestellt, aber das ganze Projekt beruht letztendlich auf Frischluft und Liebe.

Genug gejammert. Es zählen in diesem Sommer die Bahnen, die wir schwimmen können. Die Politiker, die diesen Rückzug aus den öffentlichen Infrastrukturen verantworten, wähle ich sowieso nicht mehr. Andere sind am Horizont noch nicht zu sehen.

Gegen den Frust helfen 1000 Meter im wunderschönen Siedlinghäuser Freibad.  Bei der 13. Bahn fragte ich mich heute, in welcher Tasche das viele Geld landet, welches die unzähligen Touristen nach Winterberg spülen.

Eine ärgerliche Pressemitteilung zum Hillebachsee: „Unbeschwerter Badespaß“ – Halbwahrheiten und Unwahrheiten.

Ich habe heute Abend den Hillebachsee besucht. (foto: zoom)

Auf der Titelseite der Sonntagsausgabe des Sauerlandkurier vom 3. Juni 2017 ist ein ärgerlicher PR-Artikel zum Hillebachsee in Niedersfeld erschienen. „Unbeschwerter Badespaß – Hillebachsee vom Landesumweltamt top bewertet“, heißt es in der Titel- und Unterzeile des Beitrags, der ohne Nennung eines Autoren/ einer Autorin in der unteren Hälfte platziert ist.

Immerhin hat das Foto einen Nachweis. Auf dieses technische Gedöns komme ich weiter unten zurück, denn was mich eigentlich ärgert, ist die Werbesprache der Artikelautorin.

„Bei schönem Wetter lädt die Badebucht zum Sonnen und Schwimmen ein. Kids spielen am seichten Ufer mit Eimerchen und Sandförmchen.“

Das ist nicht gelogen, aber auch nicht die ganze Wahrheit, denn der Ausdruck „mit Sandförmchen“ impliziert, dass da auch Sand am seichten Ufer der Badebucht ist.

 

So sieht der „Sand“ der Badebucht aus. Aua! (foto: zoom)

Ich habe mir heute die ganze Anlage angeschaut und ein paar Fotos gemacht. Den Vater mit dem Kind in der Hängematte, den die PR-Fotografin so schön in Szene gesetzt hat, habe ich nicht gesehen.

Die Badebucht ist mit Kies gefüllt. Sand ist einzig in einer Sandkiste neben der Rutsche und weiter hinten auf der Beach-Volleyball-Anlage zu finden.

Der Sand ist nicht in der Badebucht, sondern in der Kiste. (foto: zoom)

Mich hat gewundert, dass die Sandkiste schon zu Beginn der Saison sehr ungepflegt und mit Gras bewachsen ist.

Grasbewuchs in der Sandkiste. (foto: zoom)

Die Wassertemperatur betrug heute am frühen Abend 14° Celsius. Ob die Gäste da „unbeschwert schwimmen, schnorcheln und planschen“ können, wage ich zu bezweifeln.

Nach den heißen Tagen eine „schöne“ Abkühlung. (foto: zoom)

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz habe dem Hillebachsee „ausgezeichnete Wasserqualität“ bescheinigt, schreibt die nicht genannte Autorin. Das „vom Fluss Hille gespeiste, von Wiesenhängen umrahmte Gewässer“ sei „klar sauber und frei von jeglichen Verunreinigungen“.

Starke Worte, denn gerade die landwirtschaftlich genutzten Hänge können mit ihren Einträgen aus beispielsweise Düngung und Tierhaltung ein Problem für den flachen Wasserkörper bilden. Dies wird auch im Bericht des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz erwähnt:

Screenshot aus dem Bericht des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz.

Vor ein paar Jahren musste der See wegen der giftigen Cyanobakterien gesperrt werden, immer wieder sind zwar harmlose aber unangenehme Algenblüten und fädiger Algenbewuchs zu beobachten.

Der PR-Artikel der Stadt Winterberg spricht von „nachweislich (sic!) kristallklarem Wasser“. Das ist eine klare Falschaussage, denn im Bericht des Landesamtes lese ich:

„Die Gewässertiefe ist in der Badebucht mit max. 1,4m sehr gering. Aufgrund des Eintrages von feinen Sedimenten aus Absetzbecken eines oberhalb gelegenen Steinbruchbetriebes ist der Untergrund im See feindispers.

Beim Betreten werden Feinsedimente aufgewirbelt, die die Sichttiefe zum Teil erheblich vermindern können. Der See neigt gelegentlich zu Algenblüten.

Im Jahr 2013 wurde der Zufluss zur Badebucht sowie die Badebucht selbst bautechnisch vom Rest des Sees getrennt.“

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich mag den Hillebachsee. Man kann dort entspannt um den See spazieren, Wakeboard fahren, an schönen Sommertagen auch wunderbar abhängen, Beach-Volleyball spielen, Grillen und Party machen, aber als Badesee eignet sich das Gewässer nur bedingt.

Erst am Ende des Artikels wird DAS „Gewässer“ in Winterberg , in dem man wirklich schwimmen kann, nämlich das Freibad Siedlinghausen, nur mit einem lapidaren Satz erwähnt.

Zur Erinnerung: die Stadt Winterberg hat vor Jahren das Siedlinghauser Freibad an den örtlichen Bäderverein abgestoßen, um Kosten zu sparen. Das eigene Freibad oberhalb des Rathauses mit Edelstahlwanne und 50-Meter Becken  ist inzwischen zugeschüttet.

Die Pressemitteilung der Winterberger Tourismuszentrale ist ursprünglich im sogenannten Newsroom für Journalisten und Blogger erschienen.

Als Blogger würde ich mir wünschen, dass dort weniger dick aufgetragen wird und die Gewichtungen stimmten. Ich mag keine gestellten Fotos, die die Realität verzerren, und ich mag keine gestelzte  PR-Sprache, die die Wahrheit immer gerade so verbiegt, dass sie gerade noch keine Lüge ist.

New York – Siedlinghausen. Erfrischt. Sorry Frank, I could not resist raiding the fridge!

Die "Statue of Liberty" von der Fähre nach Staten Island aus gesehen. (foto: zoom)
Die „Statue of Liberty“. Blick von der Fähre nach Staten Island. (foto: zoom)

Nach mehr als drei Wochen Urlaub in den USA sind wir gestern wieder in Siedlinghausen eingetroffen.

3127 Meilen sind wir auf mehr oder weniger geraden Wegen mit dem Mietwagen von Dallas nach New York gefahren.

Die (Übernachtungs-)Stationen waren:

  • Shady Shores/Texas
  • Eureka Springs/Arkansa
  • Springfield/Illinois
  • Chicago/Illinois
  • Marquette/Michigan
  • Houghton Lake/Michigan
  • Detroit/Michigan
  • Somerset/Pennsylvania
  • Charlottsville/Virginia
  • Arlington/Virginia mit Washington DC
  • Philadephia/Pennsylvania
  • New York City/New York

Mit jedem Ort und jeder Fahrt verbinden sich nach dem Urlaub viele Geschichten, und -keine Angst- die werde ich hier nicht erzählen, denn in meinem Kopf ist die Reise noch lange nicht „Blog-gerecht“ aufbereitet.

Die eigentliche Motivation für unsere Reise war der Wunsch, alte Freunde wiederzusehen, und die wohnen halt etwas verstreut über die USA.

Flug und Mietwagen haben wir über die reiselaube in Olsberg gebucht, der Rest wurde in Heimarbeit oder spontan auf dem Weg geplant.

Trump, RNC und DNC

Von uns völlig ungeplant, fanden während unseres Aufenthalts die Parteitage der Republikaner und anschließend der Demokraten statt. Wir haben die Reden und die Berichterstattung in den Medien sehr intensiv verfolgen können. Ein Glücksfall, denn die US-Medien sind besser als ihr Ruf, nein besser als die bundesdeutschen Zeitungen und Fernsehsendungen.

Wenn man ein paar Tage die New York Times gelesen hat, kann man die taz/FAZ/Welt nur noch zum Einwickeln von Fisch verwenden. Die Talkshows in ARD und ZDF sehen nach MSNBC aus wie Gymnasiasten-TV aus der Provinz.

Klar gibt es in den US-Medien auch unendlich viel Müll, aber niemand zwingt mich den Mist anzugucken oder zu lesen.

Erschrocken war ich über die Ähnlichkeiten von Trump und der AfD. Der gleiche Bullshit[1], die selbe Verdrehung der Realitäten. Willkommen in der globalen Parallelwelt der Lügen.

Am 5. August hatte dieses Blog seinen 8. Geburtstag.

Ich überlege mir von Jahr zu Jahr, von Rechtsanwalt zu Rechtsanwalt, ob ich mir das Hobby überhaupt noch leisten soll, aber irgendwie habe ich den Ehrgeiz die ZEHN zu erreichen.

Was habe ich am Blog-Geburtstag gemacht?

  • Wir haben bei Freunden in Charlottsville/VA übernachtet. Ein schwül-heißer Tag, der mit Platzregen begann.
  • Im Violet Crown haben wir uns für 11 Dollar „Jason Bourne“ angeguckt. Action. Daumen hoch.
  • Danach bin ich zu Fuß zum besten Schwimmbad des Urlaubs gegangen(!): Washington Park Pool. Endlich ein 25-Meter Becken mit zwei abgetrennten Schwimmbahnen. 1500 Meter = 30 Doppelbahnen.
  • Dr. Seuss Musical im Live Arts Theater.
  • Burger und Beer bei Miller’s in der Fußgängerzone von Charlottsville.
  • DIE Bier-Entdeckung: Vienna Style Lager. Sorry Frank, I could not resist raiding the fridge!

Ich denke, dass dies eine würdige Geburtstagsfeier war.

Schluss jetzt. Der Flug von New York nach Frankfurt war anstrengend, mehr Käfig-Haltung als Reise, aber zum Glück haben wir in Siedlinghausen ein wunderschönes Freibad. Dort bin ich nach der Landung (fast) tout suite ins Wasser gesprungen.

Hilft gegen Jetlag: Freibad Siedlinghausen. (foto: zoom)
Hilft gegen Jetlag: Das Freibad Siedlinghausen gestern, nach meinen 1000 Metern. (foto: zoom)

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[1] How we let the phoneys take control and debase the language of politics: http://www.theguardian.com/politics/2016/aug/13/political-lies-donald-trump-post-truth-politics

Dilettantismus, Absicht oder Freudsche Fehlleistung? „Ferien in der Ferienregion Winterberg-Hallenberg“ ohne das Freibad Siedlinghausen

Das einzige beheizte Freibad in Winterberg liegt in Siedlinghausen (foto: zoom)
Das einzige beheizte Freibad im Winterberger Stadtgebiet findet man in Siedlinghausen (foto: zoom)

Vor mir liegt das Mitteilungsblatt  der Stadt Winterberg vom heutigen Freitag.

Auf Seite 8 lese ich unter der Rubrik „Informationen aus Rathaus und Stadt“ den Artikel „Ferien in der Ferienregion Winterberg-Hallenberg“ mit der Unterzeile „Erlebnisse für junge Entdecker, Sportskanonen und Wasserratten“.

Im Absatz „Wasserspaß draußen und drinnen“ (3. Spalte) werden folgende Badegelegenheiten gelobt:

  1. Hillebachsee: „Dort oben lädt auch eine wunderschöne Badebucht zum Entspannen ein.“
  2. Schwimmbad Winterberg: „Mit Blick ins romantische Helletal schwimmen Badegäste im Schwimmbad Winterberg.“
  3. Naturbad Hallenberg: „Dort schwimmen Besucher chlorfrei, und die ganz Kleinen bauen Burgen im Sand.“

Keine Erwähnung des Freibads Siedlinghausen.
Keine Erwähnung des Freibads Siedlinghausen.

Die Autoren „aus Rathaus und Stadt“ schaffen es nicht, das einzige(!) beheizte(!) Freibad im Winterberger Stadtgebiet zu erwähnen:

Das beheizte Freibad Siedlinghausen kommt mit keinem einzigen Wort in der „Lobhudelei“ auf die „Ferienregion Winterberg-Hallenberg“ vor.

Dilettantismus, Absicht oder Freudsche Fehlleistung?

Ich für meinen Teil gehe morgen trotz der frostigen Außentemperaturen wieder ins beheizte Siedlinghäuser Freibad – in das Bad, dessen Namen man im Winterberger Rathaus anscheinend nicht mehr nennen darf/kann.

Ihr könnt ja im Hillebachsee oder im Naturbad Hallenberg schwimmen.

Schickt mir ein Bild und vergesst nicht die Angabe der Wassertemperatur.

Winterberger Schwimmbad öffnet am 4. Juli nach vierwöchiger Umbau- und Renovierungspause

Putzig: Freibad mit Außensauna in Winterberg am Oversum. (foto: zoom)
Putzig: Freibad mit Außensauna in Winterberg am Oversum. (foto: zoom)

Nach vierwöchigen „Revisionsarbeiten“, so heißt es auf der Website des Bades,  öffnet das Schwimmbad Winterberg am kommenden Montag zur Feriensaison.

Neben der neuen Außensauna befindet sich dann das wahrscheinlich höchstgelegene kleinste öffentliche Freibad (siehe Bild) Nordrhein-Westfalens.

Spaß beiseite. Draußen schwimmen kann man in der näheren Umgebung im privatisierten Freibad Siedlinghausen (25-Meter-Becken, bei schlechtem Wetter um 14 Uhr geschlossen) oder im AquaOlsberg (20-Meter-Becken) bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Ist übrigens auch bei schlechtem Wetter angenehm, weil es dann „entspannt leerer“ ist ;-)

Angeschwommen – Freibad Siedlinghausen

Kurz den Berg hinunter und ab ins Wasser. (foto: zoom)
Kurz den Berg hinunter und ab ins Wasser. (foto: zoom)

Heute hatte ich zum ersten Mal in diese Saison Zeit, um im Freibad Siedlinghausen zu schwimmen.

Saison- oder Zehnerkarte? Ich habe mich für die Zehnerkarte zu 27 Euro entschieden. Die Varianten Familienkarte (90 Euro) und persönliche Saisonkarte (70 Euro) habe ich nach einigem Abwägen verworfen.

Wie dem auch sei – es hat wieder einmal viel Spaß gemacht, im einzigen Freibad der Stadt Winterberg zu schwimmen und die netten Menschen zu treffen, die ich im Winter kaum gesehen hatte.

So kam es, dass die Gespräche -sowohl ernsthaft als auch Klatsch & Tratsch- doppelt so viel Zeit einnahmen wie die 20 Doppelbahnen.

Worum ging es?

Die bevorstehende Schulschließung der Verbundschule im Ort zugunsten der Kernstadt Winterberg. Einwände waren die langen Wege der Schülerinnen und Schüler innerhalb der Kernstadt zur Turnhalle an der Grundschule und zum Schwimmbad im Oversum.

Der Zustand der Schulgebäude in Winterberg. Das Gymnasium ohne Mensa und ohne Aula, das Gebäude selbst wäre wohl renovierungsbedürftig.

Der Bürgermeister hätte nicht nur das Bahnhofsgebäude, das Freibad und die Eislaufhalle abgerissen, sondern auch die Stadthalle und damit dem Schützenverein die ursprüngliche Heimat genommen. Erbitterte Worte über die mangelnde Gegenwehr und Durchsetzungskraft des Schützenvereins, die ich nicht beurteilen kann. Der Verein habe in der Kernstadt nicht die Bedeutung der Schützen in den Dörfern.

Auch die Rolle der wenigen Parteien im Rat der Stadt war Gesprächsthema. Kein eigenes Profil hätten sie. Ratsfraktionen und Parteien seien über weite Strecken nicht unterscheidbar.

Gibt es eine Position der SPD zu den Schulschließungen? Nicht bekannt.

Die Befürchtung, dass eine seit längerem spürbare Unzufriedenheit mit Bürgermeister und Rat nicht von demokratischen Parteien aufgegriffen werde, sondern Wasser auf die Mühlen der AfD sein könnte, wurde gestreift.

Dann noch ein wenig Klatsch & Tratsch, der aber nicht ins Blog gehört.

Hillebachsee heute: 16,5°C, Algenfischer und 2,5 Sportler auf dem Wakeboard

Die Wassertemperatur  in der Badebucht betrug heute Nachmittag 16,5° Celsius. (foto: zoom)
Die Wassertemperatur in der Badebucht des Hillebachsees in Niedersfeld betrug heute Nachmittag 16,5° Celsius. (foto: zoom)

Als ich heute Nachmittag eine kleine Runde um den Hillebachsee drehte, befanden sich anfangs 2,5 Freizeitsportler auf dem Wasser.

Den armen Kerl, der ins Wasser gefallen war und am Haken durch Wasser geschleift wurde, habe ich nur halb gezählt.

Es war nicht viel los auf dem See. Vielleicht komme ich immer zur falschen Zeit.
Es war nicht viel los auf dem See. Oben rechts ein einsamer Wakeboarder. Vielleicht komme ich immer zur falschen Zeit.

Vielleicht ist ein Samstag Nachmittag der falsche Zeitpunkt, um auf dem Stausee bei Niedersfeld Betriebsamkeit zu erleben. Jedenfalls habe ich auf den Anlagen an der Lahn, am Alfsee und in Norderstedt mehr Geschäftigkeit gesehen.

An der Badebucht fischte ein netter Mensch Algen aus dem Wasser. Es handelte sich wahrscheinlich um eine „Geringfügige Beschäftigung [..], deren Aufgabeninhalt es insbesondere sei, den Strand der Badebucht und die Liegewiese in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten.“ (Mitteilungsblatt Winterberg, 26. Juni 2015, S. 43)

Über die Algen im Wasser und den Kot auf der Wiese hatten wir vor einem Monat berichtet.

Heute war der Algenteppich im Badebereich schon sehr reduziert und auch die zahlreichen Hundehaufen waren verschwunden.

Schwimmen war ich trotzdem zum Glück um 14 Uhr im Siedlinghäuser Freibad: 24°C, algenfrei, Umkleidekabinen, Toiletten, Duschen, Saisonkarte 70 Euro.

Wenn die Wassertemperaturen im Hillebachsee bei 20°C liegen, werde ich einen Schwimmbericht liefern – versprochen.

(Disclaimer: Falls dieser Artikel etwas bitter klingt, so liegt dies in meiner Absicht.)