Sieg beim Landeswettbewerb: Projekt von „Mitmach-Naturpark“ soll Schule machen

Der Vorsitzende Bernd Fuhrmann (l.) und der Geschäftsführer Detlef Lins (r.) des Naturparks Sauerland Rothaargebirge nehmen die Auszeichnung durch die Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser in Düsseldorf entgegen. (pressefoto)

Die Herausforderungen der Zukunft sind immens – der Naturpark Sauerland Rothaargebirge will den Folgen des Klimawandels deshalb in der Gegenwart begegnen. Und sich dabei die Vergangenheit zunutze machen.

(Pressemitteilung Naturpark Sauerland Rothaargebirge)

„Klimawandel und Borkenkäferkalamität, Veränderung der biologischen Vielfalt – das sind nur zwei wesentliche Faktoren. Wir wollen diese Herausforderungen durch nachhaltige und konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz meistern. Dabei verstehen wir uns buchstäblich als Mitmach-Naturpark“, erklärte der Vorsitzende des Naturparks Sauerland Rothaargebirge, Bernd Fuhrmann. Ein Engagement, das das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen ausgezeichnet hat – mit dem ersten Preis beim Wettbewerb „Naturpark.2024.Nordrhein-Westfalen“.

Gemeinsam mit Geschäftsführer Detlef Lins nahm Bernd Fuhrmann die Auszeichnung am heutigen Montag, 7. Februar, von NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser im Rahmen einer Feierstunde im Ministerium in Düsseldorf entgegen – sie bezeichnete den siegreichen Beitrag als „großartige Leistung“. Der Naturpark Sauerland Rothaargebirge verbucht damit den nächsten großen Erfolg bei diesem Landeswettbewerb: Es war die insgesamt dritte Teilnahme – und der zweite Sieg neben einem zweiten Platz.

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Naturpark Sauerland Rothaargebirge will Naturerlebnis nachhaltig sichern

Die Mitgliederversammlung des Naturparks Sauerland Rothaargebirge fand auf-
grund der Corona-Pandemie digital statt – der Rückenwind für die Arbeit der Verantwortlichen war
dennoch spürbar. (Foto: NPSR)

Das Naturerlebnis steht hoch im Kurs – nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie. Gleichwohl verstärkt sie den Wunsch der Menschen, in die Natur zu gehen.

(Pressemitteilung Naturpark Sauerland Rothaargebirge)

Der Naturpark Sauerland Rothaargebirge (NPSR) erfüllt diesen Bedarf zielgerichtet
– ebenfalls nicht erst seit der Auszeichnung durch den Verband Deutscher Naturparke zum Qualitätsnaturpark. Diese erhielt der NPSR allerdings erstmals – mit 434,75 von 500 möglichen Punkten. „Das ist ein unglaublicher Sprung, der nur dank der strukturierten Zusammenarbeit aller möglich war. Deshalb geht mein herzlicher Dank an alle Beteiligten“, erklärte Bernd Fuhrmann jetzt im Rahmen der Mitgliederversammlung, die unter Corona-Bedingungen digital stattfand.

Der NPSR-Vorsitzende wusste um die Wirkung der Auszeichnung: „Wir sind mit viel Fahrt in der Umsetzung unserer Projekte. Deshalb ist das ein tolles Ergebnis, aber auch Verpflichtung zugleich. Wir wollen der erste digitalisierte Naturpark in ganz Deutschland werden – und wir wollen in allen 43 Mitgliedskommunen mindestens eine Naturparkschule etablieren“, konstatierte Bernd Fuhrmann.

Tatsächlich treffen Angebot und Strukturen des NPSR den Zeitgeist. Allein die Zugriffszahlen auf die Internetseite www.npsr.de der ersten zehn Monate im Jahr
2021 (115.310 Zugriffe) sind ein Beweis für die Lust auf Natur. „Die Natur und der Wunsch in die Natur zu gehen, sind noch näher als bisher in den Fokus der Menschen gerückt“, wusste auch Detlef Lins. Der NPSR-Geschäftsführer betonte zugleich, dass das Interesse am Angebot weit über die regionalen Grenzen hinaus reicht: Die meisten Interessenten kommen aus Köln, Dortmund, Düsseldorf, Berlin und Hamburg. „Viele Besucher stammen aus den Ballungszentren“, erklärte Detlef Lins. Das große Interesse am qualitativ hochwertigen NPSR-Angebot ist letztlich auch Anerkennung für die Arbeit des gesamten Teams.

Zugleich ist es gelungen, die NPSR-Arbeit auf Landesebene zu etablieren. Mit Maja Röse hat die Koordinatorin für Naturparkarbeit in NRW im Vorjahr ihre zunächst befristete Tätigkeit aufgenommen. „Es ist wichtig, dass diese Stelle, diese Arbeit verstetigt und institutionalisiert wird“, forderte der Geschäftsführer.

Das Angebot des NPSR ist ganzheitlich aufgestellt – insgesamt sechs Infozentren bieten Anlaufpunkte für Menschen aus nah und fern. Zudem setzen die Verantwortlichen auf generationenübergreifende Umweltbildung – auch und gerade als Beitrag gegen Klimawandel und für eine nachhaltige Lebensweise. „Das Interesse an Naturparkschulen und -kitas wächst weiter, gerade deshalb wollen wir sie in der Fläche etablieren“, freute sich Detlef Lins.

Flankierend dazu veranstaltet der NPSR Naturaktions- und Naturentdeckertage, um Kindern die natürliche Vielfalt in all ihren Facetten vor Augen zu führen. Ebenso wie den gegenseitigen Austausch, den die erste Naturparkschule im NPSR – die Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schulein Bad Berleburg – auf eine neue Ebene hebt. Im Rahmen einer seit 2019 bestehenden Kooperation im Rahmen des EU-Projektes ERASMUS+ besteht eine Zusammenarbeit mit dem Gymnasium aus Konitsa, der Partnerschule aus dem griechischen Geopark Vikos Aoos. Lehrkräfte aus dem Süden Europas waren jüngst in der Stadt der Dörfer vor Ort, um einen Schüleraustausch vorzubereiten – ein Gegenbesuch aus Bad Berleburg ist für das kommende Frühjahr geplant. Dabei steht vor allem eines im Vordergrund: Nachhaltigkeit. Denn nur auf diese Weise bleibt das Naturerlebnis im NPSR dauerhaft erhalten, „daran wollen und werden wir mit unserem tollen Team weiter arbeiten“, konstatierte Bernd Fuhrmann.

INFOS zum Naturpark
Zahlreiche Projekte hat der Naturpark Sauerland Rothaargebirge (NPSR) angestoßen. Im gesamten Gebiet sind und werden Trekkingplätze entstehen, die Camping-begeisterten Menschen ein Erlebnis direkt im NPSR bieten. Im Rahmen des Landeswettbewerbs „Naturparke.2024.NRW“ geht es unter dem Motto „Natürlich. Regional. Wunderschön“ um Naturschutz und Biodiversität. Im Wald-Klima-Lernort Hohe Bracht wollen die Verantwortlichen Samen von alten Bäumen aus dem Naturpark sichern, um unter dem Brennglas des Klimawandels die biologische Vielfalt durch Erhalt der Genressourcen der ältesten Bäume zu sichern. Dabei will der NPSR möglichst viele Menschen zum Mitmachen bewegen, um das Thema nachhaltig zu etablieren. Eine wissenschaftliche Begleitung erfolgt dabei durch die Universität Siegen.

Weitere Informationen unter: www.naturpark-sauerland-rothaargebirge.de.

Vorstand des Naturparks Sauerland Rothaargebirge personell verändert. Verdiente Mitglieder verabschiedet.

Der neue Vorstand (v.l.n.r.): Bernd Fuhrmann, Barbara Dienstel-Kümper, Arno Wied, Klaudia Witte, Björn Jarosch, Andrea Kramer Pabst, Frank Linnekugel, Thomas Weber, Hubertus Mühling, Thomas Grosche (es fehlen Monika Dombrowsky und Ferdinand Funke). Rechts: Detlef Lins (Geschäftsführer). (Beide Fotos: Naturpark Sauerland Rothaargebirge/Kerstin Prutti)

Bereits im Februar diesen Jahres fand die Mitgliederversammlung des Naturparks Sauerland Rothaargebirge digital statt. Hierin wurden neben weiteren Formalien auch Neuwahlen zum Vorstand nach Beendigung der letzten Wahlperiode vorgenommen.

(Pressemitteilung Naturpark Sauerland)

Bei den Wahlen wurde der bisherige Vorsitzende Bernd Fuhrmann sowie dessen Stellvertreterin Barbara Dienstel-Kümper in ihren Ämtern bestätigt. Darüber hinaus verbleiben im Vorstand Frank Linnekugel, Arno Wied, Hubertus Mühling, Ferdinand Funke, Monika Dombrowsky und Thomas Weber.

Durch berufliche Neuorientierung bzw. Pensionierung stellten sich folgende bisherige Vorstandsmitglieder nicht wieder zur Wahl: Theo Melcher, Michael Kronauge, Andreas Reinèry und Friedrich Henstorf.

Für diese ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden nachgewählt Andrea Kramer-Pabst, Thomas Grosche, Björn Jarosch sowie Prof. Klaudia Witte.

Vorsitzender Bernd Fuhrmann (l) mit stellv. Vorsitzender Barbara Dienstel-Kümper (r.) mit den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Friedrich Henstorf, Theo Melcher und Michael Kronauge (es fehlt Andreas Reinèry).

Gut ein halbes Jahr nach der Mitgliederversammlung konnten nunmehr die ehemaligen Vorstandsmitglieder in würdigem Rahmen in Saalhausen verabschiedet werden. Vorsitzender Bernd Fuhrmann blickte zurück auf die Anfänge nach der Fusion der drei ehemaligen, kleineren Naturparke Rothaargebirge, Homert und Ebbegebirge in den größten Naturpark in NRW, den Naturpark Sauerland Rothaargebirge und dankte allen ausgeschiedenen Personen „der ersten Stunde“ auf das Herzlichste für ihr engagiertes Mitwirken nach der Fusion.

Insbesondere der heutige Landrat des Kreises Olpe, Theo Melcher, hatte sich seinerzeit im Vorfeld vehement für die Fusion und damit die Professionalisierung der Naturparkstrukturen in der Region eingesetzt. Alle ehemaligen Vorstandsmitglieder haben dann nach der Fusion aus ihren jeweiligen Aufgabengebieten heraus fachlich fundiert und zielgerichtet am Fortkommen der Naturparkarbeit mitgewirkt.

Ein großer Bildband der aktuell 104 Naturparke in Deutschland soll die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder immer an ihre erfolgreiche Arbeit im Naturparkverein erinnern und gleichzeitig als Vorlage für wunderbare Urlaube in Deutschland dienen.

Weitere Informationen unter: www.naturpark-sauerland-rothaargebirge.de.

Naturpark Sauerland Rothaargebirge setzt auf nachhaltige Entwicklung
Naturraum gewinnt zunehmend an Bedeutung

Georg Schmitz, Bernd Fuhrmann und Detlef Lins (v.l) leiteten die digitale Mitgliederversammlung aus dem Sitzungssaal des Bad Berleburger Rathauses heraus. (Foto: Timo Karl, Stadt Bad Berleburg)

Bad Berleburg/Südwestfalen. Neue Wege zu beschreiten ist in Zeiten der Corona-Pandemie unumgänglich. Erstmals ging die Mitgliederversammlung des Naturparks Sauerland Rothaargebirge daher digital über die Bühne – und dies reibungslos.

(Pressemitteilung Naturpark Sauerland-Rothaargebirge)

Folgerichtig stellte Bernd Fuhrmann nicht nur deshalb einen „deutlichen Digitalisierungszuwachs“ fest. Eine positive Entwicklung, wie der Naturpark-Vorsitzende und Bad Berleburger Bürgermeister in Personalunion mit Blick auf die nachhaltige Entwicklung der Naturpark-Strukturen, aber eben auch die Mitgliederversammlung als solcher befand. Denn der Pandemie und dem Borkenkäfer-Befall in den heimischen Wäldern zum Trotz, hat der Naturpark Sauerland Rothaargebirge im Vorjahr eine positive Entwicklung verbucht. „Die Menschen entdecken den Naturraum als Erholungsraum – dies spricht für einen enormen Bedeutungszuwachs“, wusste Fuhrmann.

Die digitale Mitgliederversammlung war technisch aufwendig konzipiert. Ein Aufwand, den der Naturpark Sauerland Rothaargebirge allerdings gerne betrieb. „Es lohnt sich, das gesamte Projekt im Sinne einer globalen und lokalen Nachhaltigkeit für unsere Kinder voranzutreiben“, konstatierte Fuhrmann. Der alte und neue Naturpark-Vorsitzende hob damit noch einmal klar die Bedeutung des vor einigen Jahren aus der Taufe gehobenen Zusammenschlusses hervor.

Gerade in Zeiten der Pandemie sowie des Borkenkäferbefalls in den heimischen Wäldern ist die Arbeit der Mitglieder wichtiger denn je. Beide Faktoren, dies verhehlte Fuhrmann nicht, sind nicht spurlos an den Verantwortlichen vorbeigegangen: „Der Borkenkäferbefall wird Folgen haben – und er hat schon jetzt Folgen für die Waldbesitzer, aber auch den Tourismus.“

Durch Corona seien zudem Veranstaltungen zuletzt zudem nicht mehr möglich gewesen. Gerade dies steht in krassem Kontrast zum im vergangenen Jahr deutlich gestiegenen Interesse der Menschen am Naherholungsraum Natur allgemein und dem Naturpark Sauerland Rothaargebirge speziell. Ein klarer Beleg dafür: Die Anzahl der Aufrufe der Internetseite des Naturparks hat sich 2020 (335.489 Zugriffe) im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Ob dieses Bedeutungszuwachses planen die Verantwortlichen für diesen Sommer wieder öffentlichen Führungen an verschiedenen Stellen. Geplant sind derer 54, für die 18 Naturparkführerinnen und -führer parat stehen – weitere sollen ausgebildet werden, Interessenten sind stets willkommen.

Die Sitzung leitete Fuhrmann gemeinsam mit dem Naturpark-Geschäftsführer Detlef Lins und dessen Stellvertreter Georg Schmitz aus dem Sitzungssaal des Rathauses in Bad Berleburg heraus – Corona-konform, weil getrennt durch Plexiglasscheiben, mit genügend Abstand und bei permanenter Lüftung. Ihnen gegenüber saßen digital – jeweils an ihren eigenen Bildschirmen – rund 100 Teilnehmer, unter anderem zahlreiche Bürgermeister und die beiden Landräte Karl Schneider und Theo Melcher. Eine überwältigende Teilnehmerquote, immerhin vereinten die anwesenden Mitglieder 98,11 Prozent aller Stimmen bei Abstimmungen auf sich. Das Interesse ist also ungebrochen im gesamten Naturpark-Netzwerk. „Wir können all die Herausforderungen nur partnerschaftlich bewältigen – durch unser Netzwerk innerhalb des Naturparks“, betonte Detlef Lins. Und dieses Netzwerk ist inzwischen deutlich gewachsen, das jüngste Mitglied ist der LWL. Eine weitere positive Entwicklung: Inzwischen kooperiert der Naturpark Sauerland-Rothaargebirge nicht nur regional etwa mit Schulen oder Institutionen der Erwachsenenbildung, sondern auch international: mit dem griechischen Geopark Vios-Aoos.

Geplant ist in diesem Kontext – wenn es wieder möglich ist – ein Schüleraustausch über ERASMUS+ zwischen der Ludwig-zu-Sayn-Wittgenstein-Schule Bad Berleburg, selbst Naturpark-Schule, und Schüler*innen aus dem griechischen Konitsa. „Es ist wichtig, den Schülerinnen und Schülern auf diese Weise den Horizont noch weiter zu öffnen“, sagte Lins. Bislang allerdings beschränke sich die noch junge Kooperation mit dem Geopark naturgemäß auf Videokonferenzen. Regional passen in dieses Konzept derweil auch die Naturaktionstage 2021, an denen je zwei Schulen aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe teilnehmen wollen.

Zahlreiche Projekte hat der Naturpark Sauerland Rothaargebirge im Vorjahr umgesetzt, genauan dieser Stelle wollen die Verantwortlichen nun anknüpfen. Und auf diese Weise eine nachhaltige Entwicklung des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge gewährleisten. Geplant ist die dauerhafte Einrichtung von Trekking-Plätzen, die ein Natur-Erlebnis vor der Haustür ermöglichen sollen. Zudem liegt ein Fokus auf regionalen Produkten und nicht zuletzt auf der Umweltbildung. Die Umsetzung des Landeswettbewerbs Naturparke.2021.NRW, die avisierte Zertifizierung als Qualitätsnaturpark durch den Verband Deutscher Naturparke und die Einrichtung von Entdeckerorten sprechen dafür, dass die Naturpark-Verantwortlichen die Strukturen permanent verbessern wollen und werden. Die geplanten Entdeckerorte etwa – diese sollen in Kooperation mit dem Naturpark Arnsberger Wald und dem Naturpark Diemelsee zur Umsetzung kommen – haben bereits im August den ersten Stern im Rahmen der Regionale 2025 erhalten, der Antrag für den zweiten Stern ist eingereicht, bis zum Ende des Jahres soll der dritte stehen. Im kommenden Jahr sollen bereits die ersten Entdeckerorte realisiert werden.

„Das Interesse der Kommunen ist da, da sind die Ampeln auf Grün“, berichtete Lins. Basis für sämtliche Vorhaben ist die intakte Infrastruktur innerhalb des Einzugsgebiets: „Die Infrastruktur ist ein wichtiges Thema, die werden wir weiterhin sukzessive instandsetzen und -halten“, verriet Georg Schmitz mit Blick auf die Fortsetzung der Qualitätsoffensive Infrastruktur. Weitere Informationen zur Arbeit des Naturpark Sauerland-Rothaargebirge gibt es im Internet unter www.naturpark-sauerland-rothaargebirge.de.

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Information zu den Wahlen

Bernd Fuhrmann als Vorsitzender wiedergewählt

Das Votum der Mitglieder war eindeutig: Bernd Fuhrmann bleibt weiterhin Vorsitzender des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge. „Mir liegt die nachhaltige Entwicklung von Südwestfalen sehr am Herzen. Und deshalb ist dieses Amt für mich eine Herzensangelegenheit“, konstatierte Fuhrmann, der zugleich Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg ist.

Im Amt bleibt auch seine Stellvertreterin Barbara Dienstel-Kümper. „Wir haben noch ganz viele Ideen für die kommenden fünf Jahre. Wir sind derzeit zwar durch Corona etwas ausgebremst, aber wir kriegen das hin“, erklärte die Kreisdirektorin des Märkischen Kreises. Im Vorstand selbst kam es indes zu einigen Veränderung, alle Kandidaten erhielten dabei breite Zustimmung.

Die Delegierten der Mitgliederversammlung bestätigten in ihren Ämtern Barbara Dienstel-Kümper, Frank Linnekugel, Arno Wied, Bernd Fuhrmann, Hubertus Mühling, Ferdinand Funke, Monika Dombrowsky und Thomas Weber. Neu im Vorstand sind Andrea Kramer-Pabst (folgt auf Theo Melcher), Thomas Grosche (folgt auf Michael Kronauge), Björn Jarosz (folgt auf Andreas Reinèry) und Prof. Klaudia Witte (folgt auf Friedrich Henstorf).

Gemeinsam aktiv für den „Wald der Zukunft“.
Naturpark Sauerland Rothaargebirge führt Baumpflanz-Aktion mit der Katholischen Grundschule Hallenberg durch.

Gemeinsam mit Dirk Zimmermann vom Naturpark pflanzen die Schüler der Katholischen Grundschule Hallenberg behutsam die Setzlinge in den Boden. (foto: naturpark)

Der Wald in Südwestfalen verändert sich. Vermehrte Stürme, lange Trockenperioden in den Sommern und nicht zuletzt Schädlinge wie der Borkenkäfer haben die Waldbestände geschwächt und in Mitleidenschaft gezogen.

(Pressemitteilung Naturpark Sauerland Rothaargebirge)

Ein Thema, mit dem sich auch die Schüler*innen der Kath. Grundschule Hallenberg, eine von mittlerweile sieben NaturparkSchulen des Naturparks Sauerland Rothaargebirge, in den letzten Wochen intensiv beschäftigt haben. Zum Abschluss stand jetzt eine gemeinsame Pflanzaktion im nahegelegenen Kommunalwald auf dem Programm, um selbst einen kleinen Beitrag zur Wiederaufforstung zu leisten.

„Wir haben uns bei der Auswahl bewusst für Baumarten entschieden, die eine höhere Trockenstresstoleranz aufweisen“, betont Markus Genster, Waldpädagoge der Stadt Hallenberg. Er hat sich im Rahmen der schulischen Umweltbildung in den letzten Wochen gemeinsam mit den Kindern der Klasse 3a schrittweise dem Thema genähert und das Grundwissen vermittelt. „Die Kahlfläche soll veranschaulichen, welche Baumarten in Zukunft das Sauerland prägen könnten“, so Genster weiter.

Deshalb sind gleich eine ganze Reihe verschiedenster Sorten mit im Gepäck, die an diesem Tag auf dem rund 1 Hektar großen Areal unterhalb des Heidkopfes von den Schülern eingepflanzt werden. Neben bekannten Arten wie Douglasie oder Baumhasel sind das u.a. auch Mammutbaum, Hybrid-Nuss oder Winterlinde. Aber ehe die Bäume gepflanzt werden können, gilt es erst einmal kräftig anzupacken und die notwendigen Löcher ins Erdreich zu graben. Das ist Dank der großen Begeisterung der Schüler*innen aber sehr schnell erledigt.

Auch die Bürgermeister Eppner und Fuhrmann halfen mit. (foto: naturpark)

„Aktionen wie diese bleiben bei den Kindern natürlich ganz besonders in Erinnerung“, erläutert Bernd Fuhrmann, Vorsitzender des Naturparks Sauerland Rothaargebirge, der im Rahmen seines Antrittsbesuches beim neuen Bürgermeister Hallenbergs, Enrico Eppner vorbeischaute und beide auch gleich Hand anlegten. „Wir sind begeistert, mit welchem Enthusiasmus die Schüler hier bei der Sache sind und sich diesem so wichtigen Thema widmen“, ergänzte Bürgermeister Eppner.

Arbeit erledigt. Verdiente Pause. (foto: naturpark)

Ein Konzept, das aufgeht und genau zum Leitbild des Naturparks passt, das Thema Umweltbildung mit Leben zu füllen und zu einem echten Erlebnis werden zu lassen. Nach getaner Arbeit darf zum Abschluss natürlich die obligatorische Frühstückspause inmitten der Natur nicht fehlen. „Die haben sich die Kinder aber auch redlich verdient“, betont Benno Hildebrand, Lehrer der Klasse 3a.

Naturpark-Schulen:
In einer Naturpark-Schule werden wichtige Themen wie Natur und Landschaft, regionale Kultur und Handwerk, Land- und Forstwirtschaft regelmäßig im Alltag, auf Exkursionen oder an Projekttagen behandelt. Die Schüler*innen lernen auf diese Art ihre Region noch intensiver kennen und werden für sie begeistert. Im Mittelpunkt der Projekte stehen die bewusste Auseinandersetzung des Einzelnen mit der Natur sowie die Sensibilisierung für natürliche Kreisläufe im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.

 

Schöne Aussichten: Neue Webcams auf dem Kahlen Asten und an der Kappe.

Einweihung am Astenturm: v.l.n.r.: Peter Niesczeri und Sven-Lucas Deimel (Sauerland
Camera), Jürgen Lins (Verkehrsverein Neuastenberg e.V.), Julian Pape (Wetterportal Sauerland), Georg Schmitz (Naturpark Sauerland Rothaargebirge e.V.)

Es war noch zu Zeiten des alten „Türmers“, Gerd Deimel, als eine etwas eingestaubte Kamera den Vorplatz des Astenturms beobachtete. Viel von der Landschaft konnte man damals auch nicht erkennen, immerhin aber einschätzen, ob es denn in 841 m Höhe schon schneite.

(Pressemitteilung Naturpark Sauerland Rothaargebirge e.V.)

Nach Abschied der Türmerfamilie Deimel war aber auch dies Ende der 2000er-Jahre Geschichte; zahlreiche Webcams zeigen seitdem die Verhältnisse vor allem in den Skigebieten rund um den Kahlen Asten, nicht aber den Blick vom bekanntesten Berg Westdeutschlands.

Dieser „Mangel“ konnte aber nach vielen Gesprächen, Ortsterminen und Verhandlungen vor kurzem behoben werden. Meinolf und Julian Pape vom Wetterportal Sauerland nahmen sich der Sache an und konnten gemeinsam mit dem Naturpark Sauerland Rothaargebirge eine neue Webcam auf dem Astenturm realisieren. Die Kosten von rund 3.000 € wurden unter den Partnern geteilt.

Mit dem Verkehrsverein Neuastenberg/Lenneplätze e.V. konnte ein weiterer Sponsor gefunden werden, welcher nun die Kosten für Betrieb des Bilderservers und Support übernimmt. Interessant deshalb, weil die Kamera vom Astenturm in südwestliche Richtung über den Naturpark Sauerland Rothaargebirge blickt und so Neuastenberg und Lenneplätze als erste Orte auf dem Rothaarkamm ins beste Licht rückt.

Aufnahme der Asten-Webcam

Damit aber nicht genug. Da der Blick vom Astenturm in Richtung Winterberg zwar schön, die Stadt aber doch ein Stück weg ist, wurde die eigentlich dort geplante zweite Foto-Webcam auf die Winterberger Kappe verlagert. Hardy Diemel vom Bobhaus erklärte sich bereit, die Kamera zu beherbergen; realisiert wurde sie gemeinsam mit dem Verkehrsverein Winterberg e.V. und der Winterberg Wirtschaft- und Tourismus GmbH.

Der Blick reicht nun vom Winterberger Skigebiet und der St. Georg-Schanze über das Stadtzentrum mit Kirche und Oversum bis zum Kreuzberg und in die Medebacher Bucht hinein.

Blick von der Kappe Richtung Winterberg

Umgesetzt werden konnten diese beiden Projekte mit dem Team von Sauerland-Camera. Bereits seit einigen Jahren hat man sich dort den hochauflösenden Foto-Webcams verschrieben. Das Team bietet die Möglichkeit an, hochwertige Spiegelreflexkameras zu Webcams umzubauen und so messerscharfe Aufnahme selbst in der Nacht zu ermöglichen. Da die Bilder alle 10 Minuten gespeichert werden und ins Bild zudem aktuelle Wetterdaten eingeblendet sind, entsteht so ein unschätzbares Wetter- und Landschaftsarchiv.

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Abzurufen sind die Aufnahmen über die Plattformen www.wetter-sauerland.de, www.sauerland.camera und die Website des Naturparks www.npsr.de.

 

Teilsanierung des Wanderparkplatzes Albrechtsplatz


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Der Wanderparkplatz Albrechtsplatz ist seit vielen Jahren in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Der Naturpark Sauerland Rothaargebirge hat daher einen örtlichen Tiefbauunternehmer beauftragt, die Flächen neu zu asphaltieren beziehungsweise neu zu gestalten.

(Pressemitteilung Naturpark Sauerland Rothaargebirge)

Mit dieser Maßnahme soll auch die Qualität unserer Wanderregion im Rahmen des 119. Deutschen Wandertages besonders herausgestellt werden.

Die Arbeiten am Wanderparkplatz beginnen am Dienstag, den 21. Mai 2019 und werden voraussichtlich drei Wochen dauern. In dieser Zeit steht der Wanderparkplatz für Einheimische und Gäste leider nicht zur Verfügung.

Der Naturpark Sauerland Rothaargebirge bittet um Verständnis für die kurzzeitige Beeinträchtigung.

Pressemitteilung: Ministerin Heinen-Esser eröffnet Naturpark-Infozentrum in Medebach

Prominenz beim obligatorischen Durchschneiden des roten Bandes (v.l.n.r.) MdL Matthias Kerkhoff, Landrat Dr. Karl Schneider, Vorsitzender Bernd Fuhrmann, Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Bürgermeister Thomas Grosche (foto: naturpark)

Medebach/Naturpark Sauerland Rothaargebirge: Der Naturpark Sauerland Rothaargebirge hat vor vier Tagen in Medebach sein zweites von insgesamt sechs geplanten Infozentren eröffnet.

„Ich freue mich, heute das zweite von insgesamt sechs Infozentren des Naturparks Sauerland Rothaargebirge hier in Medebach eröffnen zu können. Bürgerinformation und Umweltbildung in einem international so wichtigen Gebiet wie dem Europäischen Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht liegen mir ganz besonders am Herzen, denn nur das; was der Mensch kennt, kann er auch wertschätzen“, so die Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser im Rahmen der feierlichen Eröffnung des Infozentrums.

Der Vorsitzende des Naturparks Sauerland Rothaargebirge, Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann, ergänzte: „Unser besonderer Dank gilt allen, die sich für dieses Infozentrum stark gemacht haben. Besonders hervorzuheben ist das Engagement bei den Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden im Naturpark. Mit diesem und den weiteren Infozentren können wir nun den Naturpark in der Fläche erfahrbar und erlebbar machen.“

Zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft fanden sich im neuen Infozentrum des Naturparks Sauerland Rothaargebirge ein, darunter Bürgermeister Thomas Grosche, der die Ministerin im Rathaus in das goldene Buch der Stadt Medebach schreiben ließ. Auch Landrat Dr. Karl Schneider würdigte mit Grußwort den nächsten Schritt des Naturparks.

Besonders freuten sich die Verantwortlichen darüber, dass die Umweltministerin des Landes NRW, Frau Ursula Heinen-Esser den Weg nach Medebach angetreten hatte, um sich persönlich von der Verwendung der Landesmittel, die u.a. in die Erstellung von sechs Infozentren geflossen sind, zu überzeugen. Sie lobte den Naturpark ausdrücklich für die bisherige Entwicklung.

Das Infozentrum in Medebach wird in Zukunft gemeinsam mit den weiteren Infozentren in Bad Berleburg, Burbach, Hemer, Lennestadt/Kirchhundem und Meinerzhagen, die zentrale Rolle bei der sichtbaren Vermarktung des jüngsten und größten Naturparks in Nordrhein-Westfalen übernehmen.

Besucher des Infozentrums können sich ab sofort über den Naturpark Sauerland Rothaargebirge informieren. Möglich macht das ein interaktiver Tisch mit integriertem Touchscreen. Neben Fakten rund um die Arbeit des Naturparks, seine Landschaft und die vielfältigen Aufgaben gibt dort es auch Wissenswertes zu weiteren Zielen im Naturpark – den Naturpark-Juwelen.

Kinder und Erwachsene können sich darüber hinaus mit Spielen wie „Finde zwei gleiche“ und „Schiebepuzzle“ die Zeit vertreiben oder in einem Quiz ihr Wissen über die Region unter Beweis stellen. Daneben gibt es noch eine interaktive Wand, die sich dem Europäischen Vogelschutzgebiet Medebacher Bucht und Naturerlebnissen vor Ort widmet.

Hintergrund Landeswettbewerb Naturpark.2018.NRW
Die Eröffnung erfolgt im Rahmen des Gewinnerprojekts des Landeswettbewerbes Naturpark.2018.Nordrhein-Westfalen. Alle drei Jahre lobt die Landesregierung den Wettbewerb der Naturparke aus. Der Naturpark Sauerland Rothaargebirge konnte auf Anhieb nach seiner Gründung 2015 mit seinem Konzept „Neue Naturschatzinsel in Nordrhein-Westfalen“ den 1. Platz beim Wettbewerb erzielen. Die Umsetzung erfolgte mit Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen.

Naturparke Diemelsee und Sauerland Rothaargebirge erhalten Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Das Foto zeigt von links nach rechts: ein Schaf und dann Prof. Werner Wahmhoff, DBU, Staatsministerin Priska Hinz, Hess. Umweltministerium, Thomas Schröder, Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung Naturpark Diemelsee, Thomas Trachte, Verbandsvorsteher Zweckverband Naturpark Diemelsee, Dr. Karl Schneider, Landrat Hochsauerlandkreis, Prof. Eckhard Jedicke, Projektkoordinator (Foto: Naturpark Diemelsee)

Schmallenberg/Kassel. (pm) Die Naturparke Diemelsee und Sauerland Rothaargebirge sind für ihr gemeinsames Projekt „Bergheiden im Rothaargebirge“ mit der Auszeichnung „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ geehrt worden. Die Verantwortlichen der Vereinten Nationen würdigten damit den vorbildlichen Einsatz zum Erhalt der seltenen Bergheideflächen im Grenzgebiet zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen.

(Pressemitteilung des Naturpark Sauerland Rothaargebirge e.V.)

Der Natur auf der Spur waren schon zu Beginn des Hessentages am vergangenen Freitag hunderte Besucher, um das Areal mit den verschiedenen Umweltbildungseinrichtungen und -Institutionen zu bestaunen. In der gemütlichen Schäferhütte der Naturparke konnten sich die Besucher über das Bergheiden-Projekt und die Naturparkarbeit informieren. Der Naturpark Diemelsee als Projektträger, hatte sich an seinem Infostand auch „vierbeinige Landschaftspfleger“ in Form von Coburger Fuchsschafen zur Verstärkung geholt, um zu zeigen wie wichtig diese für den Erhalt der Bergheiden sind.

Staatsministerin Priska Hinz überreichte die Auszeichnung und betonte in ihrer Ansprache die Besonderheit des Projektes für die Region. Thomas Schröder und Thomas Trachte (beide Zweckverband Naturpark Diemelsee), bedankten sich für die Auszeichnung und lobten die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Projektpartner über die Landesgrenzen hinaus. Dr. Karl Schneider (Landrat des Hochsauerlandkreises) verwies auf die Einzigartigkeit der Bergheidenlandschaft und hob die enorme Wichtigkeit für den Artenschutz sowie den Tourismus der Region hervor. Dass ein Projekt wie dieses mit dem Engagement alle Beteiligten aktiv gegen das weltweite Artensterben gegensteuern könne, erläuterte Professor Werner Wahmhoff von der Deutschen Bundesumweltstiftung.

Neben den behördlichen Ehrengästen waren mit Birgit Sude und Steffen Schierholz auch zwei Schäfer aus der Projektregion vor Ort, die den Anwesenden kurz ihre Arbeit sowie die selbst ausgebildeten Hütehunde vorstellten. Gemeinsam mit ihren beiden altdeutschen Schäferhunden führen sie Schafsherden durch die Bergheiden, um die vorhandenen Flächen zu pflegen und wiederherzustellen. Eine Arbeit, die ohne das immense Fachwissen und ein inniges Verhältnis zwischen Mensch und Tier kaum möglich wäre.

Ziel des Bergheiden-Projekts ist es, dauerhaft den weiteren Rückgang an Bergheideflächen zu stoppen, den Zustand der verbliebenen Flächen zu verbessern und den Erhalt der montanen Zwergstrauchheiden im Projektgebiet auch zukünftig zu sichern.

Unterstützt wird das Projekt zusätzlich von der Biologischen Station im Hochsauerlandkreis, der Universität Osnabrück sowie Professor Eckhard Jedicke von der Hochschule Geisenheim und weiteren ehrenamtlichen (Verein für Natur- und Vogelschutz im HSK und des NABU Waldeck-Frankenberg) und hauptamtlichen (untere und obere Naturschutzbehörden) Akteuren.

Gemeinsam den Naturpark entwickeln: Sowohl bei den Naturpark-Versammlungen als auch online sind die Ideen der Bürgerinnen und Bürger gefragt

Die Kommunalvertreter trafen sich bereits zu einem Fachforum in Attendorn (Foto: Bernd Strotkemper, NPSR)

Schmallenberg. (naturpark_pm) Auf dem Weg zum Naturparkplan baut der Naturpark Sauerland Rothaargebirge auf die aktive Einbindung der Bevölkerung.

In zwei öffentlichen Naturpark-Versammlungen unter dem Motto „Naturpark – mach mit!“ haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich mit ihren Ideen und Vorstellungen in die Entwicklung des Naturparkplans und somit die zukünftige Ausrichtung des Naturparks einzubringen.

„Wir definieren uns selbst als Mitmach-Naturpark und wollen diesem Anspruch vor allem bei der strategischen Ausrichtung für die nächsten 10 Jahre unserer Arbeit gerecht werden“, betont Bernd Fuhrmann, Vorsitzender des Naturparks, die Wichtigkeit der Naturpark-Plenen. „Uns ist es besonders wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger in der Region sich aktiv einbringen können – ob bei den Plenen oder digital im Netz.“

Die Plenen finden am Montag, 28. Mai, in der Abtei Königsmünster in Meschede sowie am Dienstag, 29. Mai, in der Weißen Villa in Kreuztal jeweils von 19:00 bis 21:30 Uhr statt.

Neben der inhaltlichen Arbeit am zukünftigen Naturparkplan bieten sie zudem im Rahmen eines Naturpark-Marktplatzes mit etwa acht bis zwölf Ständen die Möglichkeit, sich über aktuelle Projekte und die Arbeit der Naturpark-Partner zu informieren.

Parallel dazu ist für Interessierte noch bis zum 1. Juni die Beteiligung im Rahmen einer Onlinebefragung[1] auf der Internetseite des Naturparks Sauerland Rothaargebirge[2] möglich. „Mit den unterschiedlichen Partizipationsmöglichkeiten sollen möglichst viele Personen animiert werden, sich in die zukünftige Entwicklung einzubinden“, so der Geschäftsführer des Naturparks, Detlef Lins. „Jeder soll sich angesprochen fühlen, mit seinen Ideen und Projektvorschlägen an der Gestaltung des Naturparkplans partizipieren zu können.“

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Zur Info: Seit Sommer 2017 wird durch eine interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft – bestehend aus der ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH (Köln), dem Landschaftsarchitekturbüro Hoff (Essen) und dem Institut für Regionalentwicklung (IfR) (Marl) – ein Naturparkplan für den Naturpark Sauerland Rothaargebirge erarbeitet. Unter Beteiligung regionaler Akteure sollen so ein Orientierungsrahmen für die zukünftige Arbeit des Naturparks mit einer gemeinsamen strategischen Zielvorstellung entstehen und Leitprojekte sowie Maßnahmen zu deren Umsetzung entwickelt werden.

[1] http://www.naturpark-sauerland-rothaargebirge.de/Naturparkplan-Onlinebefragung

[2] http://www.naturpark-sauerland-rothaargebirge.de/