
Als ich am 31. Januar den Blogbeitrag „Kassel/Pforzheim – zwei Radfahrer von Autofahrer*innen getötet“ schrieb, hatte der verstorbene Radfahrer für mich noch keinen Namen und kein Gesicht.
„Das Geisterrad an der Ehlener Straße“ weiterlesendas Sauerland und mehr

Als ich am 31. Januar den Blogbeitrag „Kassel/Pforzheim – zwei Radfahrer von Autofahrer*innen getötet“ schrieb, hatte der verstorbene Radfahrer für mich noch keinen Namen und kein Gesicht.
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Da ich heute Morgen ein paar Dinge in Winterberg erledigen musste, bin ich mit dem Fahrrad den Umweg über Altastenberg und Neuastenberg gefahren und habe mit dem Smartphone Fotos einiger Skipisten geknipst. Spoiler: zu Beginn der Bob- und Skeleton WM in Winterberg sieht es im Hochsauerland alles andere als winterlich aus.


Ich konnte meinen Augen heute Nachmittag kaum glauben, als ich sah, wie viele, vor allem niederländische und belgische Skifahrer*innen sich auf der Kunstschneepiste am Rauhen Busch tummelten, während andere Abfahrten im vorfrühlingshaften Grün verwaist waren.
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Während ich die Bilder meiner Vorfrühlingsradtouren am Montag/Dienstag sortiere und mir einen launigen Texteinstieg überlege, erreichen mich über Mastodon traurige Meldungen bzw. Tröts. Zwei Radfahrer wurden unabhängig voneinander am Dienstagabend durch Autofahrer*innen getötet, der eine bei Kassel, der andere bei Neuhausen im Enzkreis/Pforzheim.
Die Polizei stellt die Unfälle folgendermaßen dar:
„Kassel/Pforzheim – zwei Radfahrer von Autofahrer*innen getötet.“ weiterlesenAuf Antrag der SBL-Kreistagsfraktion stand in dieser Woche ein “Bericht aus der Gesellschafterversammlung der Bobbahngesellschaft SZW GmbH” auf der Tagesordnung des Wirtschaftsausschusses des HSK.
(Bericht der Sauerländer Bürgerliste)
Dadurch wurde öffentlich, dass an der Bobbahn in Winterberg mehrere große Investitionen anstehen. So soll die elektroakustische Anlage (ELA), mit der u.a. die BesucherInnen an der Bahn informiert werden, für 1,1 Mio Euro erneuert werden. 830.000 Euro sind für die Sanierung von Ammoniakanlage des Kühlsystems eingeplant.
Weiterer, noch nicht bezifferter Investitionsbedarf besteht durch Leckagen an Leitungen, für den Blitzschutz und an einer Rodel-Startanlage.
Um dies zu finanzieren, sollen für zunächst 2 Jahre die Tilgungen der Darlehen, die die beiden Gesellschafter der Bobbahn gewährt haben, ausgesetzt werden. Gesellschafter sind je zur Hälfte der Hochsauerlandkreis und die Stadt Winterberg. Die Summe dieser Darlehen betrug zu Beginn des Jahres 1,264 Mio Euro. Die Gesellschafter zahlen für den Betrieb des Bobbahn außerdem einen jährlichen Zuschuss, der für 2023 mit 1,38 Mio Euro veranschlagt war.
Ich bin gerne unterwegs, und diesmal haben wir uns das Allgäu rund um Hindelang, sorry Bad Hindelang, vorgenommen. In Marburg, welches bekanntlich auf dem Weg in die Alpen liegt, habe ich eine kleine Pause eingelegt. Ein paar Schritte, ein Foto und weiter ging es.
Auch an und in den Alpen ist es drückend warm. Die Luft ist schwül und der Dunst vernebelt die Fotos. Den Schleier bekommt auch die Photosoftware nicht komplett herausgerechnet.
Gleich am ersten Tag haben wir uns eine Wanderung zum Schrecksee auf 1813 Meter Höhe herausgesucht. Die 900 Meter Anstieg bei molligen Temperaturen waren nicht allzu schlimm. Bis auf ein flacheres Mittelstück führt der Weg kompromisslos nach oben. Hoch geht es immer irgendwie.
Die Kühe auf dem Wanderweg sind harmlos, die Rangelei auf dem Foto ging schnell vorüber. Die Tiere wichen uns Wandernden zügig aus.
Zur Mittagszeit erreichten wir den See, leider ohne Badesachen. Andere Wandernde waren besser ausgerüstet und hielten es im Badeanzug bzw. mit Badehose wenigstens ein paar Minuten im kalten Bergwasser aus. Ganz Mutige sind auf die Insel hinüber geschwommen.
Nach den Anstrengungen des Aufstiegs, folgten für mich die weitaus größeren Mühen des Abstiegs. Die Wege waren voller Schotter und Steine, und wenn ich auf einem solchen Untergrund steil hinunter steigen muss, schlottern mir die Beine. Die Sonnencreme lief vermischt mit Schweiß in meine Augen und brannte fürchterlich. Bergab musste ich mich ausschließlich auf den Untergrund konzentrieren, während die geübten „Bergziegen“ locker an mir vorbei huschten. Kein Blick blieb für die Landschaft.
Mit Geröll werde ich mich in diesem Leben nicht mehr anfreunden.
Ein kleiner Abendspaziergang am Schmantel in Winterberg hat mich daran erinnert, was mir in der Hochzeit der Corona-Pandemie am besten gefallen hat: episch lange Spaziergänge über Feld und Flur, aber auch durch die Straßenschluchten und Parks der großen Städte. Im Herbst werde ich meine Best-Of-Covid-Trails erneut besuchen. Ob Covid dann zurück sein wird? Egal! Hauptsache wandern.
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Nach knapp zweijähriger Vorbereitung, Planung und Umsetzung zieht der Arbeitskreis Host Town im Rahmen der Special Olympics World Games positive Bilanz: zahlreiche Aktivitäten mit Kindergärten, Schulen, Vereinen und ein vielfältiges Programm für die Delegationen aus Hongkong, Andorra und Burundi mit vielen schönen Begegnungen in Winterberg, Olsberg und Meschede zählen zu den Highlights.
(Pressemitteilung HSK)
Mit dem Fackellauf als unvergleichliches, interkommunales Event im Kreisgebiet ist bereits im Mai der Startschuss für die Host Town-Tage gefallen. Rund 120 Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Behinderung unterschiedlichen Alters, zahlreiche Akteure, engagierte und freiwillige Helfer und viele Besucherinnen und Besucher haben dazu beigetragen, dass der Leitgedanke „Vielfalt im HSK“ und das Special Olympics-Motto „Zusammen unschlagbar“ gelebt wurden.
Während der Besuchstage der Delegationen aus Burundi, Andorra und Hongkong wurde das gehalten, was versprochen wurde: vielfältige Möglichkeiten, Land und Leute kennenzulernen und zu trainieren. Durchweg zufriedene Gesichter war das Fazit dieser besonderen Tage. Während der olympischen Spiele waren einige HSK-Vertreterinnen und Vertreter vor Ort in Berlin. So haben beispielsweise Olsbergs Bürgermeister, Winterbergs Wirtschaftsförderer und CDU-Fraktionsvorsitzender, der ehrenamtliche Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung des HSK, Arnsbergs Inklusionsbeaftragte, mehrere Volonteers, ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger oder Zuschauerinnen und Zuschauer die Spiele live mitverfolg und die Athletinnen und Athleten aus aller Welt kräftig angefeuert. Bis heute stehen alle Host Town-Verantwortlichen mit ihren Delegationen in Austausch; zumeist über Online-Messanger-Dienste.
Das längste Sport-Banner des HSK
Zur Begrüßung der olympischen Delegationen wurde das 60 Banner starke „Das längste Sport-Banner des HSK“ erstmalig in den Städten Winterberg, Olsberg und Meschede präsentiert. Zum Rad-Rennen „Deutschland-Tour“, die am 25. August durch den Hochsauerlandkreis geführt wurde, wurde das HSK-Sport-Banner erstmalig zusammenhängend am höchsten Punkt, in Winterberg, präsentiert. Das Rad-Rennen wurde durch alle drei ehemalige Host Towns geführt.
In Meschede werden die gestalteten Banner, die keine weitere Verwendung bei den Gestaltern finden, nachhaltig weiterverwertet und in den Caritas Werkstätten zu Taschen verarbeitet.
Kino-Veranstaltung
Am 23. Oktober findet ab 18:00 Uhr im Josef-Prior-Saal des Josefsheims Bigge die „Vielfalt bewegt den HSK….sagt DANKESCHÖN“-Veranstaltung statt. Eingeladen sind alle, die am Host Town-Projekt beteiligt waren oder sich verbunden fühlen oder beim Fackellauf mitgemacht haben.
Nachhaltige Projekte
Durch das Host Town-Programm sind vor Ort in den HSK-Kommunen zahlreiche Ideen entstanden, die weiterentwickelt werden: so legt die Stadt Winterberg den Fokus auf inklusive Veranstaltungen, in Meschede bestehen auch über das Host Town-Programm hinaus inklusive Projekte mit den Schulen und ein inklusives Sportfest soll fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt werden und das Josefsheim Bigge nimmt weiter an zahlreichen sportlichen Wettkämpfen von Special Olympics teil und plant ein größeres Sport-Inklusions Projekt im Sozialraum Olsberg.
Gewinnspiel
Unter allen Einsendungen verlosen wir tolle Preise: ein Special Olympics-Sport-Trikot, eine Kappe der Mescheder Torfabrik und ein „Vielfalt bewegt den HSK“-Turnbeutel. Dazu muss folgende Frage beantwortet werden: In welcher deutschen Stadt fanden die Special Olympics World Games statt?
Einsendungen möglich bis zum 8. September 2023 per Email an: katrin.mette-coolen(at)hochsauerlandkreis.de
Fotos zum HSK-Projekt gibt es auf dem Instagram-Kanal von „Vielfalt bewegt den HSK“: https://www.instagram.com/p/Cr742taNK28/
Ich will noch nachtragen, wie es mir am Sonntag bei der Auftakt-Radtour für das Stadtradeln 2023 in Winterberg ergangen ist. Die Tour war zugleich Abschluss des letztjährigen Stadtradelns. Was da alles meiner Meinung nach schief gelaufen war, hatte ich ausführlich hier im Blog beschrieben und will es nun auch dabei belassen.
Zum Abschluss der Saison 2022 wurden vor dem Start die Teams mit den meisten Kilometern ausgezeichnet. Die Reihenfolge der drei fleißigsten Radler*innen: 1. Team Silbach, 2. Team Beckmann, 3. offenes Team. Insgesamt vier Tonnen CO2 wurden „vermieden“, wenn man das Radfahren als Alternative zum Auto berechnet. 35% waren weiblich, 59% männlich und der Rest irgendetwas anderes bzw. ohne Angabe. Im Vergleich mit sämtlichen Teilnehmer*innen am Stadtradeln in Deutschland (44% w, 48% m), war Winterberg männerdominierter.
Die Radtour selbst war ziemlich cool. Mit Bürgermeister Michael Beckmann und ca. 20 Radler*innen ging es vom Rathaus zur Ruhrquelle, weiter den Ruhrtalradweg nach Niedersfeld, Getränkestopp beim Jubiläumsfest des örtlichen Fußballvereins, Hillebachsee, Grönebach, zurück zum Dumel.
Vorher hatte ich noch gedacht: Och, wieder so ein halb-offizieller Termin, Bürgermeister und wer weiß, was sonst noch passiert, aber es war eine sehr lockere Runde.
Als Sahnehäubchen konnte ich mir einen neuen Fahrradhelm einstecken. Den gab es für die meisten Kilometer in 2022. Wäre ich ein gieriger Materialist, würde ich sagen: hat sich auch in dieser Hinsicht gelohnt.

Ab Morgen bleiben noch zwei Wochen Stadtradeln 2023. Wenn nur das Wetter beständiger wäre.