Die Niederlande und Nordrhein-Westfalen in der EU: Zusammen sind wir stark

Ich würde mir wünschen, dass die Niederländer unsere Radwege bauen. (grafik: it.nrw)

Düsseldorf (IT.NRW). Die Niederlande sind nicht nur der bedeutendste Handelspartner Nordrhein-Westfalens, sondern weisen auch eine ähnliche Wirtschaftsleistung wie NRW auf: Das nordrhein-westfälische Bruttoinlandsprodukt (zu laufenden Marktpreisen) war im Jahr 2016 mit 672 Milliarden Euro nahezu so hoch wie das der Niederlande (703 Milliarden Euro).

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, würde NRW – wenn es ein eigener Mitgliedsstaat der Europäischen Union wäre – hinter den Niederlanden auf Platz sieben der wirtschaftsstärksten EU-Staaten liegen.

Zusammen kämen die Niederlande und Nordrhein-Westfalen im Jahr 2016 auf ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1 375 Milliarden Euro, was 9,2 Prozent des BIP der Europäischen Union entspräche.

Im Vergleich mit anderen Mitgliedsstaaten der EU würden sie damit auf Platz fünf stehen. Höhere Anteile an der Wirtschaftsleistung der EU wiesen 2016 nur Deutschland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und Italien auf.

6,8 Prozent der Bevölkerung der EU lebten Anfang 2017 in den Niederlanden und in Nordrhein-Westfalen. Als Mitgliedsstaat würde NRW mit seinen 17,9 Millionen Einwohnern auf Platz acht – die Niederlande mit 17,1 Millionen Menschen auf Platz neun der bevölkerungsreichsten EU-Länder liegen.

Die Niederlande (2 756 km) und NRW (2 223 km) verfügten 2016 zusammen über ein Autobahnnetz von nahezu 5 000 Kilometern. Damit hätten sie hinter Spanien, Deutschland, Frankreich und Italien das fünftlängste Autobahnnetz in der EU.

Umleitung: Vom R1 entlang der Fulda über Sprache, AfD, historische Denkmäler und den Klimawandel zu den Revier-Fotografien von Albert Renger-Patzsch und mehr ….

Melsungen an der Fulda, im Vordergrund das Rathaus, haben wir am Sonntag mit dem Rad besucht. (foto: zoom)

Das Wetter ist zur Zeit fantastisch und für das Radfahren sogar besser geeignet als im Sommer. Am Sonntag hat uns eine kleine Tour auf dem R1 von Kassel nach Melsungen gebracht.

Obwohl die Strecke entlang der Fulda verläuft, haben wir es geschafft, uns zu verfahren und uns orientierungslos auf einem Berg wiederzufinden.

Ein zufällig vorbeifahrender Mountainbiker konnte uns schließlich den Weg zurück auf den R1 weisen. Der unfreiwillige Umweg hatte einen großen Mehrwert, nämlich einen fantastischen Ausblick über das Fuldatal.

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Doch was ist in der Zeit in den Nachbarblogs und anderen Websites passiert?

Anatol Stefanowitsch: Unsere Sprache ist weniger diskriminierend geworden … planetinterview

Christoph Butterwegge: „Die Agenda 2010 war ein Nährboden für den Rechtspopulismus“ … zeitonline

Climate change: We have 12 years to limit climate change catastrophe, warns UN … guardian

IPCC Sonderbericht zu 1,5 Grad Erwärmung: Es lohnt sich, die SPM (Zusammenfassung für Entscheidungsträger) und FAQs (häufig gestellte Fragen) zu lesen, bevor man sich meinungsstark über den Nutzen oder die Auswirkungen dieses Berichts äußert … scilogs

Naziszene-Vernetzungen im Nordosten: Die Zahl der Rechtsextremisten in Mecklenburg-Vorpommern ist leicht angestiegen, knapp die Hälfte davon gilt als gewaltorientiert – zu beobachten ist zunehmend der Aufbau eigener Wirtschaftsstrukturen insbesondere aus NPD-Kreisen … bnr

AfD – keine Alternative für Juden! Gemeinsame Erklärung jüdischer Verbände gegen die Gründung der Bundesvereinigung „Juden in der AfD“ … doppelwacholder

Auf ein Neues mit Ex-Kanzler Schröder: Die Kaste der Politiker zerfällt in drei Gruppen: die Standardvariante ohne Mandat, die Prämiumvariante mit Mandat und die Oldtimer, die einmal ein Mandat hatten. Sie alle verbindet eines: Sie brauchen Öffentlichkeit, um sich zur Geltung zu bringen. Sie hilft ihnen, prominent zu werden und zu bleiben. Einer deckt alle drei Kategorien von Politikern ab: der Ex-SPD-Chef und Ex-Kanzler Schröder … postvonhorn

“Vergangenheit” entfernen: Debatten über staatliche Erinnerungsorte. Wie sollen Regierungen mit den Forderungen, historische Denkmäler zu entfernen und Erinnerungsorte umzubenennen, umgehen? Welche Rolle könnte Geschichtsbewusstsein in diesen Debatten spielen? … publicHistory

USA: Abschusserlaubnis für private Drohnen. Nach einem neuen Gesetz wird es für US-Behörden künftig erheblich leichter, unbemannte Flugobjekte abzuschießen, wenn sie als gefährlich angesehen werden … netzpolitik

Brett Kavanaugh has lied his way onto the Supreme Court: The House has a duty to do what the Senate has failed to do: investigate this shameful jurist and hold him to account … nation

Dinslakens Menschen bewegte in der 40. Woche 2018: Wolfsgebiet Kreis Wesel, Feinstaub … fotoaufnahme

Stadt Bochum steigt im Kulturranking zum vierten Mal in Folge: jetzt auf Platz 12 von 30 Städten in ganz Deutschland … pottblog

Wie eine späte Heimkehr: Essener Ruhr Museum zeigt stilbildende Revier-Fotografien von Albert Renger-Patzsch … revierpassagen

„Der Andere“ von Anton Svensson: Nach “Der Vater” von Anton Svensson kam jetzt “Der Andere” zur Tage. Ein Thriller Buch welches Lust versprühte gelesen zu werden aber es nur auf den ersten Seiten schaffte ein Thriller zu bleiben … rebrob

Sorgenkind ÖPNV: Hier geht es um eine Anfrage der Sauerländer Bürgerliste (SBL/FW) vom 18.08.2018 zur Einstellung der Buslinie S80 (Brilon – Paderborn) und die Antworten der Kreisverwaltung und des Nahverkehrsverbunds Paderborn/Höxter … sbl

Landesstatistiker ermitteln erstmals einen bereinigten Gender Pay Gap: Frauen verdienten 2014 in NRW 5,3 Prozent weniger als Männer

Düsseldorf (IT.NRW). Die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern lagen laut dem erstmals für Nordrhein-Westfalen ermittelten bereinigten Gender Pay Gap bei 5,3 Prozent.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, haben Frauen in vergleichbaren Tätigkeiten und mit vergleichbaren Qualifikationen durchschnittlich 1,08 Euro weniger pro Stunde verdient als Männer.

Der bereinigte Gender Pay Gap für NRW wurde auf der Basis von Daten der Verdienststrukturerhebung 2014 ermittelt und lag um 17,8 Prozentpunkte unter dem unbereinigten Gender Pay Gap (23,1 Prozent).

Die ungleiche Verteilung von Frauen und Männern auf Wirtschaftszweige und Berufe hatte mit 6,1 Prozent den größten Einfluss auf den unbereinigten Gender Pay Gap.

Unterschiedliche Arbeitsplatzanforderungen an Qualifikation und Führungskompetenzen sowie die stärkere Konzentration von Frauen auf Teilzeit- und geringfügige Beschäftigung waren weitere wichtige Faktoren zur Erklärung des geschlechtsspezifischen Verdienstabstands.

Tabelle und Zahlen: it.nrw

Bei den vorliegenden Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Höhe des bereinigten Gender Pay Gap von Art und Anzahl der in die Analyse einbezogenen Faktoren abhängig ist. Er würde möglicherweise geringer ausfallen, wenn weitere lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten.

Ein Besuch auf dem Jüdischen Friedhof Willebadessen: Familie Stern

Ausschnitt aus der Informationstafel am Jüdischen Friedhof in Willebadessen (Autor: Ansgar Holzknecht)

Vor knapp einer Woche hatte ich von meinem Besuch in Willebadessen, samt Schmetterlingspfad und Jüdischem Friedhof hier im Blog berichtet und auf die hervorragende Informationstafel neben dem Friedhof hingewiesen.

Der Autor, Herr Ansgar Holzknecht, hat mir die Tafel inzwischen auch als PDF zur Verfügung gestellt. Vielleicht kann sie anderen lokalen Geschichtsgruppen als Vorbild dienen. Ich möchte einige Teile hier im Blog vorstellen, was aber niemanden davon abhalten sollte, selbst einmal Willebadessen und die historischen Orte zu besuchen.

Der Text über die Familie Stern:

Bendix Stern (gest. 1897) und Friederike, geb. Rose: kleine Landwirtschaft und ein Kolonialwarengeschäft. Nach einem Brand 1893 bauen sie ein massives Backsteinhaus in der Lange Str. Nr. 73, heute Nr. 24. Nach der Reichspogromnacht 1938 muss das Geschäft aufgrund einer Anordnung der Wirtschaftskammer mangels „volkswirtschaftlichen Interesses“ aufgegeben werden. Während des Krieges wird das Haus mit franz. Kriegsgefangenen belegt.

Kinder: Moritz 1874 – 1933, Julius 1881 – 1939 und Rosa 1886 – 1942.

  • Julius heiratet die Nichtjüdin Mathilde und wohnt mit Familie in Berlin. Als Postbeamter bekommt er 1933 Berufsverbot. Er sucht Schutz in Willebadessen bei Schwester Rosa. Nach mehrtägiger GESTAPO-Vernehmung und Hitlers Rede am 30.01.1939 über die Vernichtung der jüd. Rasse in Europa begeht er Selbstmord auf dem Dachboden des elterlichen Hauses.
  • Rosa wird nach Zwangsaufgabe des Geschäftes Hausgehilfin in Warburg. Im März 1942 wird sie mit 1000 Juden aus dem Gestapoleitbezirk Münster ins Ghetto nach Warschau deportiert, wo sie noch im selben Jahr stirbt.
  • Viktor Stern, ( Sohn von Julius und Mathilde und Tante Rosas Neffe) wird ähnlich seinem Vater von der Berliner Verkehrsgesellschaft „gemäß Gesetz und Verordnung“ ebenfalls 1933 gekündigt. 1935 Militärdienst in Minden, aber als Halbjude 1937 unehrenhaft entlassen. 1937 Heirat mit Resi Markhoff aus Willebadessen, das er oft besucht. Als Kraftwagenführer (seit Nov 37) „wegen behördlicher Abnahme des Führerscheins“ April 1939 entlassen. 1939 bis 41 Hausinspektor; 194143 Arbeiter. Am 29. Juni 43 mit Frau Resi und den Kindern Manfred und Denny von Berlin nach Theresienstadt und von dort nach Auschwitz deportiert. Resi Stern und ihre zwei kleinen Kinder wurden dort ermordet. Der Vater Viktor Stern überlebt im Außenlager Golleschau und dann die „Todesmärsche“ vor den nahenden Russen. Er konnte zuletzt dem „Dachauer Todesmarsch“ entfliehen, wurde von den Amerikanern in einer Behelfskrankenstation gepflegt und war 1948 wieder bedingt arbeitsfähig. Viktor hat wirklich „alles“ durchgemacht!!!
  • Viktor kehrte nach dem Krieg wiederholt nach Willebadessen zurück, um alte Freunde zu besuchen. Er starb 1987 bei München. – Sein Bruder Heinrich mit Frau Hedva fand in Palästina in der Kibbuzbewegung neue Heimat. – Sein Bruder Bernhard überlebte den Krieg mit seiner „arischen“ Frau Lizbet und seiner evang. Mutter Mathilde in Berlin.
  • Viktor hatte aus einer späteren Ehe noch einen Sohn Henry (*1971). Dieser schrieb zum Abitur eine „Facharbeit“ über das Familienschicksal. Er lebt als Journalist in Bayern.

Der Kölner Stadt-Anzeiger versagt im Hochsauerland: Teich statt Bergsee – billig zusammen getackerter Artikel.

Das ist nicht der Bergsee, sondern der Teich hinter Hotel Marleen. Wikimedia – kostet nix, aber doof, wenn man nicht weiß, was man da billig in die Zeitung hebt. (screenshot)

Im Kölner Stadt-Anzeiger sind heute in einem Artikel von Ina Henrichs „Zehn außergewöhnliche Orte und Lieblingsplätze in NRW“ beschrieben worden. Zur Bebilderung hat man/frau sich üppig bei Wikimedia bedient, leider nicht zum Vorteil der Berichterstattung, was ich anhand von Punkt 7 „Verdon am Meisterstein“ erläutere.

Vorbemerkung: Unsere Familie besteht aus Experten in doppelter Hinsicht. Wir haben den Gorges du Verdon mit dem Fahrrad durchfahren/durchlitten und wohnen heute am Meisterstein, den wir wie unsere Westentasche kennen.

Im Text des Kölner Stadt-Anzeigers heißt es:

„Ein französisches Postkarten-Panorama: dichter Wald, klares Wasser, ein Traum für Wanderer und Taucher. Die Augen ein wenig zusammenkneifend, sieht man sich doch am Rande einer der Schluchten in der Provence stehen. Das findet Jordan auch. Dafür muss man nicht weit fahren. Nur bis nach Siedlinghausen in Winterberg. Der Bergsee liegt am Berg Meisterstein und ist ein Überbleibsel des Schieferabbaus.“

Gorges du Verdon = Steinbruchsee am Meisterstein? Könnte man zur Not zusammenzwingen, wenn der/die LeserIn weiß, dass bei solchen Artikeln der Mindestübertreibungsfaktor x 100 herausgerechnet werden muss.

Das Bild zeigt allerdings nicht den Bergsee am Meisterstein, sondern einen Teich hinter dem heutigen Hotel Marleen im Ort Siedlinghausen.
Da schwimmen die Enten, da streunen Rentner, Katzen und Hunde, aber von Schlucht, dichtem Wald und klarem Wasser wird der/die LeserIn des Kölner Stadt-Anzeigers dort nichts bemerken.

Das Bild -billig von Wikimedia- ist im Zusammenhang mit dem Text falsch.

Lustigerweise hätten die Kölner „Sauerlandspezialisten“ das merken können, wenn sie einfach dem Link gefolgt wären, den sie selbst unter das Bild gesetzt haben:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Siedlinghausen_DSCN8753WP.jpg

Dort hätte die rheinische Redaktion folgende Beschreibung gefunden: „Siedlinghausen, backyard with pond of hotel Marleen“ und irgendwer beim Kölner Stadt-Anzeiger wird doch wohl Englisch sprechen, oder?

So kommt es, wenn man seine Artikel zusammentackert, ohne zu lesen und zu wissen, was man da gemacht hat.

Der Kölner Stadtanzeiger sollte lieber über Köln als über Siedlinghausen und den Gorges du Verdon schreiben … und Bilder vor dem Druck genauer angucken, prüfen und verstehen oder besser noch: selber fotografieren – da weißt du, was du hast, auch wenn es Geld kostet.

Pausenbild: Duisburg Innenhafen

Der Duisburger Innenhafen hat mich teilweise an die Hamburger Hafencity erinnert. (foto: zoom)

Die Architektur rund um den Duisburger Innenhafen hat mich heute Abend sehr stark an die Gestaltung der Hamburger Hafencity erinnert.

Brandneue Bürogebäude einerseits und umgewidmete alte Fabrikgebäude andererseits. Dort die Speicherstadt, hier die Küppersmühle, aber halt stopp: Der Duisburger Innenhafen ist in seinen Kernbereichen wesentlich intimer als die Hafencity. Die überall gleiche Systemgastronomie, ob in Hamburg, Duisburg oder anderswo, mag langweilen, aber hier, rund um den Duisburger Innenhafen, drängen sich die Restaurants und Gäste. Die Atmosphäre ist dicht, die Entfernung zur Innenstadt ist fußläufig.

Die Gestaltung der Flächen und Gebäude oszilliert zwischen moderner Perfektion und Industriebrachenkultur, wesentlich offener als die steril versteinerte Hamburger Monströsität.

Nun ja, das ist nur ein erster Eindruck, und vielleicht verfliegt schon morgen meine Euphorie.

 

Kommunalwahl im Jahr 2020: Sperrklausel ist erledigt

Nun hat auch die NRW-Landesregierung eingesehen, dass es bei der nächsten Kommunalwahl im Jahr 2020 keine 2,5-Prozent-Sperrklausel geben wird.

(Der Artikel ist zuerst gestern auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Am 22.05.2018 hat sie den Entwurf für ein “Gesetz zur Änderung des Kommunalwahlgesetzes und weiterer wahlrechtlicher Vorschriften” vorgelegt.

Damit soll die im Mai 2016 in § 33 des Kommunalwahlgesetzes eingefügte Sperrklausel wieder gestrichen werden. Dies geschieht allerdings nicht freiwillig, sondern aufgrund mehrerer Urteile, die der Landesverfassungsgerichtshof am 21.11.2017 gefällt hat.

Insgesamt 9 kleinere Parteien und Wählergruppen hatten in Münster gegen die Sperrklausel getagt, darunter auch die SBL.

In den Erläuterungen zu § 33 der neuen Gesetzesfassung heisst es nun:

“Durch die klarstellende Änderung des Absatzes 1 wird der vor Einführung der 2,5 %-Sperrklausel bestehende Rechtszustand für Räte und Kreistage wieder hergestellt. Parteien und Wählergruppen, die weniger als 2,5 % der Gesamtstimmenzahl erhalten haben, werden auch weiterhin bei’ der Sitzverteilung ‘berücksichtigt. Ihre Stimmen werden bei der Bildung der bereinigten Gesamtstimmenzahl mitgezählt, sofern für sie eine Reserveliste (nicht nur ein Wahlbezirksvorschlag) zugelassen worden ist.”

Der gesamte Gesetzentwurf ist hier nachzulesen.

Umleitung: von der SPD als Häufchen Elend über die Proteste gegen das neue Polizeigesetz zur Qualität der Gewässer im Hochsauerlandkreis

Exponate in der Ausstellung „Kohle weg?!“ auf Ebene 2 des Dortmunder U: #Keine Armut in verschiedenen Sprachen (foto: zoom)

NRW-SPD: Nur noch ein Häufchen Elend … postvonhorn

Regenbogenpresse: Funke will weiter Wolf bleiben, aber für Schaf gehalten werden … uebermedien

Wie kann man kontroverse Diskussionen im Blog-Kommentarteil sinnvoll gestalten?: Ein Meta-Beitrag zum Umgang mit Kommentaren auf “Relativ einfach” … scilogs

Hayden Whites praktisches Erbe: Der kontroverse und zugleich äußerst einflussreiche Historiker Hayden White ist im März diesen Jahres verstorben. Whites Theorie über den poetischen Charakter der Geschichtsschreibung hat Historiker gezwungen, das Verhältnis zwischen Geschichte und Fiktion zu überdenken … publicHistory

München: 40.000 protestieren gegen neues Polizeigesetz … netzpolitik

Der Roboter, dein Freund und Helfer: Abteilung “Neue Arbeitswelten” in der Dortmunder DASA umgekrempelt … revierpassagen

Qualität der Gewässer im Hochsauerlandkreis: Aus Sicht der Kreistagsfraktion Sauerländer Bürgerliste (SBL/FW) bestehen vielerlei Gründe, sich Sorgen um die Qualität der Gewässer im Hochsauerlandkreis zu machen … sbl

Fahrkarten? Geh mir aus der Sonne! Auf dem Emscher-Weg Richtung Recklinghausen

Das Display des Fahrkartenautomaten liegt in der Sonne – ich kann das Display nicht  lesen. (foto: zoom)

Ich habe sowieso schon Probleme, die Menüführung der Ticketautomaten zu verstehen, und jetzt liegt der Fahrkartenautomat der Bahn in der prallen Sonne.

Eigentlich bin ich erleichtert, weil ich nun eine Ausrede habe, die Fahrkarte für mein Rad und mich im Zug bei der Schaffnerin zu erwerben.

Von Dortmund-Hörde ging es mit dem Rad nach Recklinghausen. Am Anfang ganz gemütlich, zu einem großen Teil auf dem Emscher-Weg.

Mengeder Heide an der Emscher (foto: zoom)

Für den Deusenberg links von der Emscher hätte ich mein Mountainbike benötigt. Also weiter.

Die Halde Deusenberg wird bei der nächsten Tour besichtigt. (foto: zoom)

Der Emscherweg hat mich von Hörde bis zum  Hof Emschertal überzeugt, danach waren bis Henrichenburg viele Abschnitte gesperrt und die Umleitungen schlecht bis gar nicht ausgeschildert.

Auch der Radweg entlang des Rhein-Herne Kanals wurde hinter Henrichenburg umgebaut und war nicht befahrbar.

Rhabarberkuchen und Kaffee im Hof Emschertal (foto: zoom)

Schade, denn eigentlich wollte ich mich entlang des Kanals Recklinghausen nähern.

Der Radweg an der Hauptstraße war zwar am Anfang sehr gut, wurde dann aber immer schlechter. Außerdem verbrachte ich im letzten Abschnitt mehr Zeit an roten Ampeln stehend als auf dem Rad radelnd.

An der Streckenführung muss ich bis zur nächsten Recklinghausen-Tour noch einiges verbessern.

Falls sich jemand fragt, was mich nach Recklinghausen zieht, sei verraten, dass es die  Ruhrfestspiele sind, und  es geht gleich mit dem Besuch der alten Dame los.

 

 

Sauerländer Bürgerliste (SBL/FW) fordert Wiedereinsetzung der Stabsstelle für Umweltkriminalität

Landesumweltministerin Schulze-Föcking hat die vor 14 Jahren gegründete Stabsstelle für Umweltkriminalität aufgelöst. Dabei weist die polizeiliche Kriminalstatistik NRW für das Jahr 2017 3465 Straftaten im Umwelt- und Verbraucherschutzbereich auf. Dazu kommen noch die Straftaten nach dem Bundesnaturschutz-, Tierschutz-, Bundesjagd- sowie Pflanzenschutzgesetz.

(Der Artikel ist zuerst auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Nach Recherchen des WDR ist die Stabsstelle für Umweltkriminalität – anders als behauptet – sehr wohl an der Aufklärung von Umweltverbrechen beteiligt gewesen. Als Beispiele nennt der WDR den Envio-Skandal in Dortmund, illegale Abfall-Importe, Dioxin in Futtermitteln und ein Kerosin-Leck bei Shell. Also befasste sich die Stabsstelle offenbar nicht nur mit „Kleinigkeiten“ wie dem Greifvogelschutz oder der Bekämpfung des illegalen Handels mit seltenen Arten.

Nach Auffassung der SBL/FW-Fraktion ist die Entscheidung der Ministerin, die Stabsstelle für Umweltkriminalität aufzulösen, falsch. Für ihre Kritik gibt es mindestens zwei Gründe:

  1. Die Aufklärung von Umweltstraftaten wird jetzt womöglich nicht mehr mit dem bisherigen Nachdruck forciert.
  2. Die Entscheidung für die Abwicklung der Stabsstelle kann als Zeichen gedeutet werden, dass unsere Landesregierung und unsere Behörden Umweltstraftaten nicht ernst genug nehmen oder sogar als nicht existent erachten.

Daher forderte die SBL-Fraktion am 24.04.2018 mit einem an Landrat Dr. Karl Schneider gerichteten Schreiben, der Kreistag des Hochsauerlandkreises solle bei seiner nächsten Sitzung (die voraussichtlich am 06.07.2018 ist) folgendes beschließen:

Der Kreistag des Hochsauerlandkreises appelliert an die Landesregierung, die Stabsstelle für Umweltkriminalität mit allen bisherigen Mitarbeiter/innen und allen früheren Befugnissen und Zuständigkeiten umgehend wiedereinzusetzen