Landesstatistiker ermitteln erstmals einen bereinigten Gender Pay Gap: Frauen verdienten 2014 in NRW 5,3 Prozent weniger als Männer

Düsseldorf (IT.NRW). Die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern lagen laut dem erstmals für Nordrhein-Westfalen ermittelten bereinigten Gender Pay Gap bei 5,3 Prozent.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, haben Frauen in vergleichbaren Tätigkeiten und mit vergleichbaren Qualifikationen durchschnittlich 1,08 Euro weniger pro Stunde verdient als Männer.

Der bereinigte Gender Pay Gap für NRW wurde auf der Basis von Daten der Verdienststrukturerhebung 2014 ermittelt und lag um 17,8 Prozentpunkte unter dem unbereinigten Gender Pay Gap (23,1 Prozent).

Die ungleiche Verteilung von Frauen und Männern auf Wirtschaftszweige und Berufe hatte mit 6,1 Prozent den größten Einfluss auf den unbereinigten Gender Pay Gap.

Unterschiedliche Arbeitsplatzanforderungen an Qualifikation und Führungskompetenzen sowie die stärkere Konzentration von Frauen auf Teilzeit- und geringfügige Beschäftigung waren weitere wichtige Faktoren zur Erklärung des geschlechtsspezifischen Verdienstabstands.

Tabelle und Zahlen: it.nrw

Bei den vorliegenden Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Höhe des bereinigten Gender Pay Gap von Art und Anzahl der in die Analyse einbezogenen Faktoren abhängig ist. Er würde möglicherweise geringer ausfallen, wenn weitere lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten.

Neuer Medienkonzentrationsbericht der LfM: Medienvielfalt hat in Nordrhein-Westfalen deutlich abgenommen – Tageszeitungen und Lokal-TV besonders betroffen

Coverbild. Zum Bericht auf die Grafik klicken. (quelle: lfm)
Coverbild. Zum Bericht auf die Grafik klicken. (quelle: lfm)

Düsseldorf. (lfm_pm) Die Medienvielfalt in Nordrhein-Westfalen hat in den letzten Jahren dramatisch abgenommen, besonders bei Tageszeitungen und beim privaten Lokalfernsehen. Dies ist das zentrale Ergebnis des neuen Berichtes zur Medienkonzentration 2015, den die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) heute in Düsseldorf veröffentlicht hat.

Bei den Tageszeitungen ist die verkaufte Auflage seit 2002 um 1,6 Mio. Exemplare auf 3,4 Mio zurückgegangen. Die Zahl der Tageszeitungen verringerte sich von 40 auf 38 Titel. Der Zeitungsmarkt NRW hat in Bezug auf die Angebotsstruktur in wenigen Jahren quasi im Zeitraffer einen Konzentrationsprozess durchgemacht wie andere Flächenländer zum Teil über Jahrzehnte. Unter anderem durch Zusammenlegung und der Schließung von Redaktionen hat Nordrhein-Westfalen einen Monopolisierungsgrad erreicht, der weitgehend jenem in anderen Flächenländern entspricht. In 2015 konnten 46,1 Prozent der Bevölkerung nicht mehr zwischen Zeitungen mit unterschiedlicher Lokalberichterstattung wählen. Das sind gut acht Mio. Einwohner. In 2012, dem Zeitpunkt des letzten LfM-Berichtes, waren es noch fünf Mio. Einwohner gewesen.

Auch beim privaten Lokal-TV reduzierten sich die Angebote deutlich. Von ehemals sieben lokalen Fernsehsendern sind nach dem Ende von Köln TV nur noch drei Anbieter übriggeblieben. Mit NRW TV hat nun auch der einzige private landesweite Sender Insolvenz angemeldet.

Einen Vielfaltsgewinn belegt der neue LfM-Konzentrationsbericht allein bei den insgesamt 93 lokaljournalistischen Onlineangeboten, die unabhängig von sonstigen Medienunternehmen gegründet wurden.

LfM-Direktor Jürgen Brautmeier sagte, diese Online-Portale seien derzeit der einzige Hoffnungsschimmer für eine größere Vielfalt der lokalen Berichterstattung in NRW. “Jeder Marktzutritt ist uns im Sinne der Vielfalt willkommen, auch wenn die journalistischen Produkte anfangs noch nicht immer vollkommen sein mögen. Mit `Vor Ort NRW´, der LfM-Stiftung für Lokaljournalismus, ist nun organisatorisch auch eine Förderinstitution geschaffen. Umfassender Lokaljournalismus ist personalintensiv und kann nur gelingen, wenn sich die ökonomischen Rahmenbedingungen dauerhaft verbessern.”

Der Bericht zur Medienkonzentration 2015 ist im Auftrag der LfM vom Forschungsinstitut Formatt in Dortmund unter der wissenschaftlichen Leitung von Horst Röper erstellt worden. Er ist hier abrufbar.

Der Bericht 2012 kann hier abgerufen werden.

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Die LfM hat zur Dokumentation ihrer unterschiedlichen Tätigkeitsfelder nach § 88 LMG NRW den gesetzlichen Auftrag, einen Bericht zur Medienkonzentration, zur Programmbeobachtung und Programmbeschwerden, zur Reichweite und dem Empfang der regionalen Fensterprogramme und einen Medienkompetenzbericht vorzulegen. Darüber hinaus veröffentlicht sie regelmäßig einen Geschäftsbericht/Jahresabschluss, einen Bericht über ihre Beteiligungen und Mitgliedschaften sowie einen Tätigkeitsbericht der Datenschutzbeauftragten.

Nach Schleswig-Holstein: steht in NRW das Ergebnis bereits fest?

Die voraussichtliche Sitzverteilung in Schleswig-Holstein (screenshot: zoom)
Die voraussichtliche Sitzverteilung in Schleswig-Holstein (screenshot: zoom)

In Schleswig-Holstein wird es ein Koalition aus SPD, Grünen und SSW geben.

Die FDP (-6,8%) und die Linke (-3,8%) haben massiv verloren, die Piraten (+6,6% ) und die SPD (+4,6%) gewonnen. Der Rest der Parteien schippert um den Null-Meridian.

Die Linke wird nicht im Landtag vertreten sein.

Schlimm ist die niedrige Wahlbeteiligung von unter 60 Prozent.

Es wird, falls nicht noch ein Drama passiert, eine Koalition aus SPD, Grünen und SSW gezimmert, was zahlenpolitisch betrachtet völlig in Ordnung geht.

Für Nordrhein-Westfalen erwarte ich kaum andere Verhältnisse.

Die Linke wird rausfliegen, was ich übrigens bedauere. Die Piraten werden rein kommen,  was ich begrüße.

Die CDU wird Stimmen verlieren, die FDP wird massiv verlieren, aber es trotzdem in den Landtag schaffen.

Die Grünen werden in NRW wahrscheinlich mäßig abschneiden, weil sie wenig eigenes Profil gezeigt haben.

Die SPD wird zulegen. Ob es aber für eine Koalition mit den Grünen reicht, ist nicht sicher.

Lindner hat sich schon angebiedert, daher denke ich wird “Rot, Grün” oder “Rot, Grün, Gelb” kommen und als Notausgang “Große Koalition”.

Soweit meine Glaskugel, “echt” kommt in etwas weniger als 7 Tagen. Ich lasse mich übrigens gerne von der Realität widerlegen.