Thema Rechtsextremismus: neue Angebote der Bundeszentrale für politische Bildung

Ein gelborangenes Pappplakat auf einer Demo. Oben ein schwarzer Springerstiefel der kleine Strichmenschen zertritt. Darunter der Text:
NAZI-MACHTHABER
LASSEN SICH
NICHT MEHR
ABWÄHLEN

Rechtsextremismus setze so die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) liberale Demokratien weltweit unter Druck. Das Dossier Rechtsextremismus der bpb geht den ökonomischen, kulturellen und politischen Ursachen dieses Phänomens auf den Grund.

Im InfoPool Rechtsextremismus befassen sich die Autoren eines Essays mit dem wachsenden Antisemitismus, der Jüdinnen und Juden in Deutschland bedroht. Die Werkstatt zeigt auf, wie rechtsextreme Akteure auf Social Media Geschichte umdeuten und wie digitale Quellenkritik im Unterricht dem begegnen kann.

WERKSTATT
Geschichtsrevisionismus digital: Wie rechtsextreme Akteure auf Social Media Geschichte umdeuten

Geschichtsrevisionismus verharmlost NS-Verbrechen durch Verfälschung historischer Fakten. In den sozialen Medien erreichen diese Narrative Millionen – und gefährden Erinnerungskultur und Demokratie.

Zum Angebot:
https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/574498/geschichtsrevisionismus-digital-wie-rechtsextreme-akteure-auf-social-media-geschichte-umdeuten/

INFOPOOL RECHTSEXTREMISMUS
Antisemitismus als zunehmende Gefahr für jüdische Communities

Ein Essay über die angespannte Situation, unter der jüdische Menschen in Deutschland leben und den Erhalt des demokratischen Systems in Zeiten eines wiedererstarkenden Antisemitismus.

Zum Angebot:
https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/infopool-rechtsextremismus/575145/nicht-nur-von-rechtsextremen-antisemitismus-als-zunehmende-gefahr-fuer-juedische-communities/

RECHTSEXTREMISMUS
Ursachen des Rechtsextremismus

Rechtsextremismus setzt Demokratien weltweit unter Druck. Für den Aufschwung gibt es nicht die eine Ursache: Welche Erklärungsansätze eine Rolle spielen, fasst die Professorin Susanne Rippl zusammen.

Zum Angebot:
https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/575346/ursachen-des-rechtsextremismus/

Heute jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz

Impulse für die digitale Bildungsarbeit

Die geöffnete weiß-graue Schublade eines Archivschranks. Darin sind hintereinander viele  braunorangene Karteikarten mit getippten Angaben. Eine weißliche Karteikarte liegt zur Veranschaulichung vornan horizontal über den senkrechten anderen Karten. Man kann noch einzelne Wörter wie "kommunistischer" lesen.
Die Zentrale Namenkartei (ZNK) ist ein wichtiges Archivsystem der Arolsen Archives. Sie umfasst rund 50 Millionen Hinweiskarten, die Informationen zu etwa 17,5 Millionen Menschen enthalten. Die ZNK war über viele Jahrzehnte das wichtigste Arbeitsmittel bei der Suche nach Informationen über NS-Opfer und deren Schicksale. (Bild: ArolsenArchives)

Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Mit dem Gedenktag wird an die Verbrechen des Holocaust erinnert. Zugleich stellt sich die Frage, wie Erinnerung heute gestaltet und historisches Lernen gelingen kann.

(Der Artikel beruht auf einem Newsletter der Arolsen Archives)

Junge Menschen eignen sich Wissen zunehmend über digitale Formate und soziale Medien an. Daher ist es wichtig, Erinnerungskultur auch in diesen digitalen Lebenswelten zu verankern und pädagogisch zu begleiten.

Die Arolsen Archives stellen Bildungsangebote vor, die Pädagog*innen konkrete Möglichkeiten bieten, digitale Inhalte zum Thema Shoah im Unterricht einzusetzen – als zeitgemäßen Einstieg und Anlass für vertiefende, kritische Reflexion.

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#everynamecounts-Challenge zum Holocaust-Gedenktag 2026

Freiwillige können an Menschen erinnern, die aus Belgien und Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden

Grafik: Arolsen Archives

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Auch 81 Jahre später ist die Aufarbeitung der historischen Quellen und die Dokumentation der Namen der Ermordeten noch nicht abgeschlossen. Um die Erinnerung an jedes einzelne Schicksal zu bewahren, rufen die Arolsen Archives zum kommenden Holocaust-Gedenktag zur Challenge #everynamecounts auf.

Ziel ist es, gemeinsam noch nicht digitalisierte Informationen von rund 58.000 Dokumenten zu erfassen. Im Fokus stehen in diesem Jahr Dokumente vom Archivdienst für Kriegsopfer aus dem Belgischen Staatsarchiv.

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Umleitung: USA, Trump, Halemba, Lübeck, Hanau, Haskala, Blut und Spiele, die Abonnementsfalle, Oral History, Tolkien und mehr

Spaziergang am späten Nachmittag im Hochsauerland (foto: zoom)

Ökonom über die USA unter Trump: „Das System ist gekippt“ … taz

AfD-Abgeordneter Halemba vor Gericht: Neonazi-Song, Drohkulisse, NS-Funde … Belltower

Ein ungeklärter Mord und der Kampf um Erinnerung: 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag in Lübeck … AmadeuAntonioStiftung

Hanau-Überlebender Ibrahim Akku? stirbt an Spätfolgen des Terroranschlags: Ibrahim Akku? ist mit 70 Jahren an den Folgen des rassistischen Anschlags von Hanau vor sechs Jahren gestorben. Er kämpfte gegen Einsamkeit und das Vergessenwerden und sagte: „Ich wünsche mir, dass Menschen einander nicht töten“ … RobertsBlog

Haskala: Die jüdische Aufklärung und ihre Bedeutung … JCOM

US-Einwanderungsbehörde: Mit Palantir und Paragon auf Migrantenjagd … Netzpolitik

Die Abonnementsfalle (Satire): Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten … zynaesthesie

Blut und Spiele: Mixed Martial Arts als reaktionärer Code … GeschichteDerGegenwart

Oral History als „deutsches Gedächtnis“: FernUni-Archiv als Forschungsdatenzentrum akkreditiert … Doppelwacholder

J.R.R. Tolkien – the Bovadium Fragments: Es gibt Bücher, die sollte es nicht geben und die neuste Veröffentlichung von J.R.R. Tolkien gehört dazu … Schmalenstroer

Digitale Souveränität in Zeiten unzuverlässiger Partner: Es wird Zeit, dass wir eines meiner wichtigsten Themen noch mal aufgreifen: Digitale Souveränität.  Anlass dafür ist, dass die USA gerade mal eben ein Staatsoberhaupt entführt haben, unter Einsatz des Militärs, um Öl zu bekommen. Und neben Canada steht ja noch das zu Dänemark gehörende Grönland auf der „will haben“-Liste des US-Präsidenten … UnkreativerWeblog

Stichworte oder: Was man so mithört „Was kann ich gegen Sie tun?“revierpassagen

Umleitung: von rechtsextremen Vorfällen in Hamburg über Komoot und Paypal zum Erlebnis in Brilon-Wald und mehr

Hafenfleet in Hamburg am 5. Dezember 2025 (foto: zoom)

Hamburg 2025: Rechtsextreme Vorfälle, AfD-Mobilisierung und zivilgesellschaftliche Antworten … belltower

NSU-Prozess gegen Susann Eminger: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen … endstationrechts

Energiewende: Kein Platz für Erneuerbare? … klimareporter

Komoot: Wie Kapital die Community in die Irre führt … netzpolitik

Klarnamen im Netz: Das Thema Identifikationspflicht im Netz gewinnt wieder an Fahrt. Seit Jahren wird sie  immer wieder diskutiert. Klingt erst einmal für einige charmant und nachvollziehbar, wird aber „so“ schnell nicht kommen … robertsblog

Digitale Gewalt gegen die HateAid-Chefinnen gezielt an Weihnachten 2025: Vor vier Jahren erlebten meine Frau Zehra & ich zum Jahreswechsel 2021 / 2022 einen brutalen Angriff auf unsere Integrität und Familie … scilogs

Warum ich meinen Paypal-Acccount gelöscht habe: Das Problem ist, dass Paypal mich kein Geld kostet. Das bedeutet, dass Geld muss woanders herkommen … unkreativ

Hoffnungslauf: ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu, eine weitere Runde zwischen ungläubigem Staunen, was wir als Wirklichkeit sehen, und dunklem Fatalismus angesichts der Bestätigung, dass auch das nicht von Dauer sein dürfte … zynaesthesie

Angebot für Familienforschung oder zur Dortmunder Stadtgeschichte: Das Stadtarchiv Dortmund stellt auf dem Portal „Archive in NRW“ rund 80.000 digitalisierte Namensverzeichnisse online. Das neue Angebot richtet sich an alle, die sich für Familienforschung oder Dortmunder Stadtgeschichte interessieren – unabhängig von Ort und Zeit … nordstadtblogger

Wow, ein Erlebnis in Brilon-Wald! Nachmittags losgefahren zum Wandern, wohin? Ach, gehen wir mal von Brilon-Wald los. Oh, wo ist denn der Parkplatz am Bahnhof? Wow, die Metallübergänge zu den Bahnsteigen sind ja fertig! Lass uns mal rübergehen … brilonblog (27.12.2025)

Frohe Fest- und Feiertage

Dazu ein paar spontane und eklektische Gedanken

Drei Weihnachtsmänner – drei Wünsche frei (archivfoto: zoom)

Ich wünsche allen Leser*innen geruhsame Fest- und Feiertage. Welches Fest ihr auch immer feiert oder auch nicht, bleibt bzw. werdet gesund und stabil.

Mögen eure drei Wünsche in Erfüllung gehen.

Unsere Gesellschaft ist multireligiös und in vielen Teilen auch agnostisch/atheistisch.

Hauptsache, wir schlagen uns die Köpfe nicht ein und bleiben friedlich. Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit wären eine gute Grundlage. Die Realität aus Rassimus, sozialer Ungleichheit, Fossilismus und Krieg in Europa sieht leider anders aus.

Nun denn – ob Weihnachten, Chanukka, Ida-Ezi, Zardusht-no Diso, oder was auch immer, genießt die Tage. Viele müssen arbeiten. Es gibt Welten außerhalb von uns selbst. Seid empathisch. Krokodilstränen machen die Hungernden nicht satt und die Armen nicht reich.

Als Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt wurde, habe ich eine Wette mit mir selbst abgeschlossen: Wird Trump das Jahr 2025 überstehen?

Er hat noch acht Tage. Ein bösartiger Narziss mit psychopathischen Zügen – in einer funktionierenden Demokratie säße Trump schon lange hinter Gittern. An den Schalthebeln der Macht kann er allerdings noch viel Unheil anrichten. Möge er lautlos und schadstofffrei implodieren und die US-amerikanische Gesellschaft rechtzeitig zur Besinnung kommen.

BTW: wenn wir mit dem Finger auf die USA zeigen, zeigen drei Finger auf uns zurück.

Umleitung: Nazi-Schmierereien im HSK, Kampf gegen Rechtsextremismus, AfD, Abschiebung in Osnabrück und mehr

Das Bild passt zufällig zum Thema Umleitung: Baustelle am Alsterfleet in Hamburg (foto: zoom)

Rechtsradikalismus im Hochsauerland: Kurz vor Weihnachten sorgt eine Serie von Sachbeschädigungen und rechtsradikalen Graffiti in Siedlinghausen für Entsetzen. Polizei und Staatsschutz sind eingeschaltet … sauerlandkurier

Ermüdungserscheinungen vor einem Jahr der Entscheidungen: Statt Strategie, Haltung und politischem Willen im Kampf gegen Rechtsextremismus zu beweisen, haben die ersten schon aufgegeben. Dabei ist Gegenwehr so wichtig wie nie … belltower

Die AfD als „fünfte Kolonne“ autoritärer Regierungen? In Europa sollen „patriotische Parteien“ durch die Trump-Regierung gefördert werden, zumindest wird eine solche Praxis in einem neuen Strategiepapier vorgeschlagen. Wird die AfD dadurch „objektiv“ zu einer „fünften Kolonne“ der Trump-Regierung? … endstationrechts

Wie AfD-Historiker den deutschen Überfall auf Polen umdeuten: Mythen und bewusste Falschdarstellungen über die Ursachen des Zweiten Weltkriegs bilden einen zentralen Bestandteil geschichtsrevisionistischer Argumentationen. Besonders verbreitet ist die Behauptung, der deutsche Überfall auf Polen sei in Wahrheit ein von Polen provozierter Krieg gewesen … geschichtestattmythen

Osnabrück: Landkreis schiebt integrierte Pflegerin ab … robertsblog

Entsorgung im öffentlichen Raum (Satire): Kein Tag vergeht, ohne dass der Stadtbewohner an allerlei gut einsehbaren Plätzen im Straßenbild von Kisten und Kästen voller Konvolut angefallen wird … zynaesthesie

Die Zeiten ändern sich: Neue Chefin im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte … revierpassagen

Mit dem LLM zum WriterDeck aus Papier: In den letzten beiden Blogbeiträgen habe ich über meinen Versuch geschrieben, ein möglichst portables Schreibsetup zu erlangen und über KI-Modelle, die mittlerweile brauchbare Ergebnisse in der Transkription historischer Handschriften liefern … schmalenstroer

Friedrich Merz gelingt die Quadratur des Kreises

Mit Migrationsfeindlichkeit gute Fachkräfte schnell nach Deutschland holen

Laien und Mathe-Profis haben sich an der Quadratur des Kreises versucht. (Grafik: nach Alexei Kouprianov, https://de.wikipedia.org/wiki/Quadratur_des_Kreises#/media/Datei:01_Quadratur_des_Kreises-Einleitungsbild.svg)

Wie der Sauerlandkurier am 29. November berichtete, skizzierte Bundeskanzler Friedrich Merz in einer Rede vor der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft die Lösung eines Problems, an dem schon Generationen von Mathematiker*innen scheiterten: die Quadratur des Kreises.

„Wir wollen wieder führendes Industrieland sein“, habe Merz gesagt, und weiter: „Ich tue alles dafür, das Rückgrat unserer Volkswirtschaft zu stärken.“ 

Der neue und schnelle Kurs der Regierung im Hinblick auf die irreguläre Migration habe seit den Sommerferien bereits Früchte getragen, so der Bericht im Sauerlandkurier. Aufgrund der Grenzkontrollen sei ein Rückgang von 60 Prozent zu verzeichnen: „Wir müssen noch stärker abschieben, wenn sich nicht integriert wird. Deutschland darf nicht überfordert werden, das ist eine gesellschaftliche Frage.“

Nachdem Merz sein migrationsfeindliches Konzept beworben habe, hättee er betont, dass es wichtig sei, gute Fachkräfte schnell nach Deutschland zu holen, jedoch ohne in das Sozialsystem einzuwandern. Die Trennung von Arbeitswelt und Sozialsystem werde über das anspruchsvolle IT-Projekt, die neue digitale Plattform „Work and Stay“, komplett getrennt. Deutschland müsse für die klugen Köpfe dieser Welt attraktiv sein.

Und somit ist die Quadratur des Kreises von Merz perfekt angedacht:

Liebe gut qualifizierte Fachkräfte, bitte kommt in unser fremdenfeindliches Land, um zu arbeiten. Wir schaffen es nämlich nicht mehr selber. Aber wehe ihr wollt gleichzeitig soziale Sicherheit. Bleibt bloß weg von unseren Sozialsystemen.

Ihr werdet das schon verstehen, denn ihr seid ja „die klugen Köpfe dieser Welt“.

Ausstellungstipp: Blutiger Boden – die Tatorte des NSU

Eine Ausstellung von Regina Schmeken im Altonaer Museum

Süleyman Tasköprü wurde am 27. Juni 2001 in seinem Lebensmittelladen in der Schützenstraße in Altona von zwei Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) ermordet. Er war eines von zehn Todesopfern einer brutalen Anschlagsserie, die zwischen 2000 und 2007 in acht deutschen Städten von Mitgliedern des NSU verübt wurde.

(Infotext nach dem Ausstellungsflyer)

Die Opfer waren neun Männer türkischer und griechischer Abstammung sowie eine Polizistin. Bei zwei Sprengstoffanschlägen des NSU in Köln gab es zudem viele Verletzte und Schwerverletzte.

Das Altonaer Museum und die Fotokünstlerin Regina Schmeken erinnern mit dieser Ausstellung an Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kiliç, Mehmet Turgut, Ismail Yasar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubasik, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter.

„Ausstellungstipp: Blutiger Boden – die Tatorte des NSU“ weiterlesen

Austellungstipp: Philip Montgomery, American Cycles in den Hamburger Deichtorhallen

Eingang zum provisorischen Museumsgebäude (foto: zoom)

Falls ihr in der nächsten Zeit zufällig in Hamburg vorbeikommt, schaut euch die Ausstellung American Cycles an. Der Fotograf Philip Montgmery (Mexiko/USA) zeigt in fünf Themenblöcken mit über 100 Schwarz-Weiß-Bildern die Umbrüche in der US-amerikanischen Gesellschaft von 2014 bis heute.

Jedes Foto erzählt seine eigene kleine Geschichte und derer gibt es viele: Drogentote, Rassismus, Klimawandel (Brände, Stürme und Fluten), Gefängnissystem, Razzien, Wohnungsnot (bitter: Chrismas Eviction), Demonstrationen, Kunst, Medien, Politik und ihre Akteure …

Im Inneren des temporären Hauses der Photographie (foto:zoom)

Die Themenkreise lauten Fragmente der Gegenwart, Risse und Allianzen, Kontrollräume, Nervöse Systeme, American Mirror.

Ja, auch Trump, seine Ermöglicher*innen und Anhänger*innen kommen selbstverständlich vor. Aber schon beim Betrachten der Milizversammlung von bewaffneten Teilnehmern auf einem offenen Feld, diesem disziplinierten Schauspiel bewaffneter Bereitschaft, ahnt man, dass die Probleme der US-amerikanischen Gesellschaft historisch tiefer liegen als im gegenwärtigen Autoritarismus/Faschismus des Trump-Systems.

Der provisorische Container-Bau von außen (foto: zoom)

Einige Bilder und Texte kann man sich vor dem Ausstellungsbesuch auf der Website des Museums anschauen: https://www.deichtorhallen.de/de/ausstellungen/philip-montgomery/

Zwei nebeneinander gehängte Fotos möchte ich kurz vorstellen.

Photo Nr. 28 und Nr. 29: Constance Wynn und George Floyd Square (foto: zoom)

Auf dem kleinen Bild oben links ist Constance Wynn am Wahltag 2024 im vorderen Wohnzimmer ihres Hauses in Wilkes-Barre, das von ihrem Urgroßvater erbaut wurde, zu sehen. Wynns Vorfahren entkamen der Sklaverei, indem sie vor dem Bürgerkrieg nach Pennsylvania flohen. „Das macht mir Angst“, sagte Constance Wynn. „Ich muss verstehen, was er [Donald Trump] vorhat.“

Speedway, George Floyd Square, Minneapolis, Minnesota, June 2020 lautet der Titel des größeren Fotos. Auch wenn sich die Proteste gegen rassistische Gewalt und für Gleichberechtigung nach dem Mord an George Floyd durch Derek Chauvin , einen weißen Polizisten, weltweit ausbreiteten, blieb die Verkehrskreuzung, an der er in Minneapolis starb, das Epizentrum der Bewegung. Demonstrant*innen besetzten den Bereich monatelang, auch während des Prozesses gegen Chauvin, in dem er im April 2021 für schuldig befunden wurde. Montgomery belichtet die Details dieses Versammlungsortes, an dem Menschen sich auf Sofas ausruhen, sowie das Dach der Speedway-Tankstelle auf der anderen Straßenseite, wo die Tage seit Floyds Tod gezählt wurden.

Beide Beschreibungen habe ich dem unverzichtbaren Booklet entnommen, welches kostenlos am Ticket-Schalter ausliegt. Es enthält weiterführende Informationen zu den einzelnen Bereichen und Bildern der Ausstellung. Für mich war es zum Verständnis unverzichtbar.

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