Francis Fulton-Smith (li.) und Michael Kronauge (re.) eröffnen die „Impressionen des Seins“. (foto: zoom)
Vor anderthalb Wochen eröffneten der Schauspieler und Maler Francis Fulton-Smith sowie der ehemalige Hallenberger Bürgermeister Michael Kronauge die neue Austellung „Impressionen des Seins“ im Kump unter Federführung der Walentowski Galerien und dem Förderverein für Kultur, Brauchtum und Heimatpflege Hallenberg.
Alles „Offizielle“ ist hier im Blog schon in der Pressemitteilung und Einladung der Stadt Hallenberg beschrieben. Ich werde es hier nicht wiederholen, sondern:
Den kennt ihr, oder? Wenn nicht, hat die Deutschlehrerin etwas falsch gemacht. (foto: zoom)
Wie kommt der Schauspieler Francis Fulton-Smith als Maler von Sylt in den Hallenberger Kump?
Ganz vorne fängt die Geschichte 2013 mit einem Urlaub des damaligen Hallenberger Bürgermeisters Michael Kronauge auf der Insel Sylt an. Ein Otto Konzert habe er besuchen wollen. „Es war voll, heiß. Es war die Hölle.“
Am Eingang habe er mit einem älteren Mann gesprochen, den er für den Manager von Otto gehalten habe. Es war allerdings der Chef der Walentowski Galerien mit Sitz in Werl gewesen. Wie dem auch sei, habe er, der Bürgermeister, dem Künstlerbetreuer Walentowski vom wunderbaren Kump in Hallenberg, diesem tollen Gebäude, erzählt, so überzeugend, dass die Galerien Walentowski regelmäßig Ausstellungen in Hallenberg anbieten. Frank Zander, Otto, Udo Lindenberg, jetzt Francis Fulton-Smith, und einige habe ich bestimmt noch vergessen.
Inzwischen ist der Senior verstorben und sein Sohn Christoph besuchte zur Eröffnung zum ersten Mal den Hallenberger Kump.
Wie aber wird man vom Schauspieler zum bildenden Künstler?
Francis Fulton Smith erzählt wie er zum Malen gekommen sei. Viel geraucht habe er früher. Als aber seine Frau schwanger geworden sei, habe er die Zigaretten durch ein Sketchbook ersetzt. Zeichnungen in den Drehpausen haben die Nervosität gemildert.
Auf Sylt (!) habe er Christoph Walentowski getroffen, der habe seine Skizzen gesehen und gesagt: Du musst richtige Bilder malen!
Was muss ich dafür machen?
Na, Bilder malen!
Wie viele?
Achthundert!
Oh je!
Und dann habe er losgemalt, Nächte hindurch, vor dem Lockdown eher dunkel, im Lockdown farbig und frech.
Kokoschkas Liebe (foto: zoom)
Noch habe er keinen eigenen Stil entwickelt, „aber schauen Sie selbst, ob Sie sehen, wann die Bilder entstanden sind. Die Kunst hat viele Ausdruckformen“.
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Die Bilder von Francis Fulton-Smith kann man sich noch bis zum 10. Juni im Infozentrum Kump ansehen und auch kaufen.
ÖFFNUNGSZEITEN Montag, Mittwoch, Samstag: 10 bis 13 Uhr Donnerstag und Freitag: 10 bis 16 Uhr und Sonntag: 14 bis 16 Uhr
An den Feiertagen und am Wahlsonntag ist die Ausstellung geschlossen.
„Ga‘agua“ bedeutet auf Hebräisch Sehnsucht. Die Almagors – Regisseur und Dramaturgin des TEATRON THEATERs – präsentieren gemeinsam mit dem Musiker Silas Eifler jüdische Geschichten, Gedanken zur jüdischen Philosophie und hebräische Gesänge und Lieder über die Sehnsucht.
Das Gefühl der Sehnsucht ist besonders ausgeprägt in Texten und Liedern aus dem jüdischen Kulturkreis. Sie spiegeln die Alles umfassende Sehnsucht nach einer besseren Zeit wider, nach einer heilen Welt und nach Frieden und Zuversicht.
In ganz persönlicher Atmosphäre laden Ursula und Yehuda Almagor ihr Publikum zu einem literarisch-musikalischen Abend ein, der unterschiedliche Facetten dieses Gefühls beleuchtet und Einblick in andere kulturelle Welten eröffnet.
Fernseh-Dr. Christian Kleist alias Francis Fulton-Smith greift zu Leinwand und Pinsel. (foto: presse)
Egal ob Acryl, Aquarell, Kohle oder Collagen – die Bilder des Künstlers Francis Fulton-Smith überzeugen mit Feinheit, Detailverliebtheit und Präzision. Die Spezialität des Halbbriten sind dabei Porträts und Landschaften.
(Pressemitteilung der Stadt Hallenberg/Infozentrum Kump)
Unübersehbar beeinflusst werden seine „Kunst-Babys“, wie er seine ausdruckstarken Werke nennt, von seiner Arbeit als Schauspieler: Zwischen Abbildungen seiner Vorbilder finden sich verschiedene Szenen aus dem Filmbetrieb.
Nicht schwer zu erkennen: Sir Charles Spencer alias Charly Chaplin (pressefoto)
Bekannt ist Fulton-Smith, der 1966 als Sohn einer deutschen Fremdsprachen-korrespondentin und eines britischen Jazzmusikers in München geboren wurde, hauptsächlich aus dem Fernsehen: Seit Beginn seiner Karriere ist er in mehr als 60 Fernseh-Produktionen in Erscheinung getreten. Zu seinen prominentesten Rollen gehört die des Dr. Christian Kleist in der ARD-Serie „Familie Dr. Kleist“. Der Halbbrite brilliert aber auch in anspruchsvollen Filmen: Im Jahr 2014 erhielt er einen Bambi für seine Darstellung des ehemaligen Bundesverteidigungsministers Franz Josef Strauß im Fernseh-Drama „Die Spiegel-Affäre“.
Sein Handwerk hat der Schauspieler an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule in München gelernt, die er 1990 erfolgreich abschloss. Danach spielte er einige Jahre an verschiedenen Theatern, darunter am Staatstheater Braunschweig und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Insgesamt hat Fulton-Smith in den vergangenen zwanzig Jahren mehr als 150 Rollen übernommen.
Liebe, Freiheit und Magie – ich vermisse Oh Yoko (pressefoto)
An die Öffentlichkeit trat Fulton-Smith als Maler erst 2019, als er in der Hamburger Europa- Passage in den Walentowski-Galerien eine Ausstellung mit Werken eröffnete, die er bis dato noch niemandem gezeigt hatte. Viele seiner Werke entstehen nachts als Ausgleich zu den Dreharbeiten oder in Drehpausen, in denen er sich seinem Sketchbuch widmet. Die Arbeiten sind dabei eine Ergänzung zu seiner Filmtätigkeit, in denen Fulton-Smith mit verschiedenen Techniken und einer individuellen Farbgebung seine Empfindungen wiedergibt.
Ganz ausgelastet scheint Fulton-Smith mit seinen Tätigkeiten als Schauspieler und Maler aber nicht zu sein: 2017 veröffentlichte er das Buch „Loving se Germans“, in dem er mit viel Humor sowohl den Deutschen als auch den Engländern den Spiegel vorhält. Darüber hinaus ist er Kinderpate für World Vision Deutschland und Sonderbotschafter für die SOS-Kinderdörfer.
Nach den Ausstellungen mit Otto Waalkes, Udo Lindenberg und Frank Zander ist dies die vierte Ausstellung in Zusammenarbeit mit den Walentowski Galerien aus Werl, die nach Hallenberg kommt.
Wir freuen uns, dass Francis Fulton-Smith persönlich in den Kump kommt, um die Ausstellung zu eröffnen. Herzliche Einladung dazu. Lassen Sie sich von der Vielfalt seiner Kunst überraschen und feiern Sie mit uns einen schönen Ausstellungsbeginn.
Danke an die Stadt Hallenberg und an die Sparkasse Hochsauerland für die Unterstützung bei der Ausstellung.
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Francis Fulton-Smith – Impressionen des Seins
Vom 29. April bis 10. Juni 2022 im Infozentrum Kump
Veranstalter: Kunst & Kump im Förderverein für Kultur, Brauchtum und Heimatpflege Hallenberg
ÖFFNUNGSZEITEN Montag, Mittwoch, Samstag: 10 bis 13 Uhr Donnerstag und Freitag: 10 bis 16 Uhr und Sonntag: 14 bis 16 Uhr An den Feiertagen und am Wahlsonntag ist die Ausstellung geschlossen.
AUSSTELLUNGSORT Infozentrum Kump, 59969 Hallenberg, Petrusstr. 2 Weitere Informationen: www.kump-hallenberg.de
Am letzten Abend kam ein Biber (oder ist es eine Nutria? kA) . (foto: zoom)
Am letzten Abend unseres Aufenthalts hat das urbane Ökosystem noch einmal alles gegeben, was Mitte April drin ist. Biber, Sonnenuntergang, Vogelgezwitscher und eine Spiegelung in der Leine.
Wenn man die richtige Stadt erwischt, ist die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen bei weitem höher als beispielsweise bei uns im Hochsauerland.
Als ich heute ein letztes Mal durch die wunderbaren Stadtbuchenwälder Hannovers geradelt bin, ist mir der elende Zustand der Sauerländer Monokulturen noch einmal schmerzlich bewusst geworden.
Ok, die Kirschen in Nachbars Garten schmecken immer am besten, aber ich kann es drehen wie ich’s will: Schöner ist das Sauerland in den 25 Jahren, die ich nun schon dort oben lebe, nicht geworden.
Abend an der Leine (foto: zoom)
Schluss mit der Nestbeschmutzung. Vielleicht entwickelt sich das Hochsauerland in den nächsten 25 Jahren zu einem wunderbaren, lebenswerten Fleckchen Erde mit richtigen Radwegen und einem schönen Wald. Ich bin skeptisch, aber das darf man ja sein, woll?
Das Geburtshaus von Hannah Arendt, Lindener Marktplatz Nr. 2. (foto: zoom)
Ehrlich gesagt hatte ich mich bis heute nicht mit der Tatsache, dass Hannah Arendt am 14. Oktober 1906 in Linden geboren wurde, befasst.
Eher zufällig bin ich auf der anderen Seite der Leine über den Hannah-Arendt-Platz gestolpert.
Straßenschild am Hannah-Arendt-Platz in Hannover (foto: zoom)
Und da stand es: „in Hannover-Linden geboren[…]“. Linden gehört zwar erst seit 1920 zu Hannover, aber so genau hätte es nicht aufs Schild gepasst.
Neugierig habe ich mich auf die Suche gemacht und ziemlich leicht das Geburtshaus am Lindener Marktplatz gefunden.
Dort gibt es zwei Hinweise auf Hannah Arendt am bzw. um das Gebäude. Einmal eine sogenannte Stadttafel. Sie wurde am 4. Dezember 2015, Arendts 40. Todestag, gemeinsam von Oberbürgermeister Stefan Schostok mit dem damaligen Jugend- und Sozialdezernenten Thomas Walter enthüllt [1].
Die Tafel ist auf dem Bild oben links neben den Markisen unter dem Apotheken-A zu erkennen. Noch weiter unten links findet man die Hausnummer „2“ links an der Tür über den Klingeln.
Die Stadttafel heute (foto: zoom)
Der zweite Hinweis auf Hannah Arendt ist ein Fassaden-Portrait, das man durch einen Seiteneingang von der Falkenstraße aus erreichen könnte, wenn die Tür nicht verschlossen wäre. So musste ich durch die schmutzigen Türscheiben fotografieren.
Das Wandbild ist gelungen, der Spruch problematisch (foto: zoom)
Auf seiner Website schildert der Hannoveraner Grafitti- Künstler BeNeR1 die Entstehungsgeschichte[2]:
„Es gibt einen Seiteneingang von der Falkenstraße aus, der auf einen Hinterhof führt. Diesen wollte die Eigentümergemeinschaft schon lange verschönern. Nach einigen Treffen und vielen Entwurfsvorschlägen stand das endgültige Motiv dann fest und ich machte mich an die Umsetzung.
Im Tunnel malte ich regionale Motive aus Linden, unter anderem den Nachtwächterbrunnen auf dem Marktplatz, den Lichtenbergplatz und das Haus selbst nach einem historischen Foto aus den 20er-Jahren. Diese kleineren Gemälde enstanden in Mischtechnik, dass heißt mit Sprühdose, Airbrush-Pistole und sogar Acrylfarbe.
Das große Portrait von Hannah Arendt im Innenhof entstand gemeinsam mit meinem Atelier-Partner Kevin Lasner von KOarts ausschließlich mit Sprühdosen. Neben das Bildnis malten wir ein bekanntes Zitat von Hannah Arendt:
„Niemand hat das Recht zu gehorchen.“
Leider ist das Zitat ein weit verbreitetes Falschzitat[3]. Es liest sich wieder einmal zu schön, um wahr zu sein.
Die ganze Erklärung lest bitte im Blog „Zitatforschung„. Hier ein Ausschnitt:
„Niemand hat das Recht zu gehorchen.“ Hannah Arendt (angeblich)
„Dieses entstellte Zitat stammt aus einem Radio-Gespräch Hannah Arendts mit Joachim Fest aus dem Jahr 1964 und ist ein Falschzitat, weil ein entscheidendes Wort fehlt.“
Richtig wäre: „Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen bei Kant.“
„In dem Interview geht es unter anderem um die Dummheit des sonst intelligenten Adolf Eichmann, wenn er behauptet, er habe sein Leben lang die Moralvorschriften Immanuel Kants befolgt, Kants Pflichtbegriff zu seiner Richtschnur gemacht und aus Pflicht den Befehlen seiner Vorgesetzten gehorcht.“[3]
Hierbei belasse ich es zunächst. Stadtspaziergänge sind anstrengender als Landradtouren (siehe gestern).
Heute Abend am Krähenstein, dem Käppelchen mit dem elektrischen Kreuz. (foto: zoom)
Die NRW-CDU zerlegt sich im Wahlkampf: Fünf Wochen vor der NRW-Wahl wird der Wahlkampf plötzlich spannend. Nicht, weil Konzepte der schwarz-gelben Koalition die Wähler bewegen oder die Konzepte der Opposition die Landesregierung in Bedrängnis bringen. Für Spannung sorgt die Regierungspartei CDU … postvonhorn
Putin verstehen: Vladimir Putin galt als Demokrat und bewunderte Augusto Pinochet. Nachdem er sich ins Präsidentenamt trickste, beginnt er mit einer Seilschaft hartgesottener KGB-Leute, Russland zur autokratischen Despotie umzuwandeln … misik
Zur Wahl in Frankreich: Haben Demokratien ein eingebautes False-Balance-Problem? … scilogs
Parlamentarische Demokratie (Satire): „Jetzt sagen Sie mir mal ganz ehrlich: wen soll man denn heute noch wählen?“ „Die Frage ist doch wohl eher, ob man überhaupt noch wählen soll.“ „Also da bin ich ganz entschieden dafür – es gibt Länder, da gehen Menschen bei Lebensgefahr auf die Straße und demonstrieren für freie Wahlen.“ … zynaesthesie
Louise Zietz und die Harburger Gummiarbeiterinnen: 1901 – war das der erste großindustrielle Massenstreik von Frauen in Deutschland? … harbuch
Spähsoftware: EU-Kommission offenbar Ziel von Staatstrojanern … netzpolitik
Didacta wettert gegen Open-Source: Der „Didacta-Verband“ beschwert sich über landeseigene Open-Source-Lösungen an Schulen. Angebliche „Markteingriffe“ würden das Bildungssystem gefährden. Sehen da etwa ein paar IT-Großkonzerne ihre Pfründe bedroht? … digitalcourage
Digitallehre, quo vadis? Als ich heute morgen ein kleines Stück über den Campus fuhr, war nicht zu übersehen, dass sich die Kölner Universität vorgenommen hat, dieses heute startende Semester anders zu gestalten als die vergangenen vier. Bahnen und Wege waren so voll, wie ich sie schon seit über zwei Jahren nicht mehr gesehen hatte … texperimentales
Hochkarätige Graffiti- und Street-Art: „Hall of Fame“ an der nördlichen Speicherstraße in Dortmund eröffnet … nordstadtblogger
Die Kunst kann keinen Krieg beenden: Ich bin verwirrt, weil sich mir Fragen aufdrängen. Die wichtigste Frage ist wohl die, ob die Kunst in Kriegszeiten „rein“ bleiben kann. Ich möchte es absichtlich mal auf die Spitze treiben und fragen: „Reicht es, ,Imagine‘ zu singen?“ … revierpassagen
Regierungspräsident Hans-Josef Vogel: “Der Ausbau Erneuerbarer Energien liegt im überragenden öffentlichen Interesse”: RP Vogel hat im März in einem Brief an die Landrätinnen und an die Bürgermeisterinnen im Regierungsbezirk Arnsberg eine radikale Wende in der kommunalen Energiepolitik gefordert … sbl
Punk-Ska-Latin: Am Donnerstag, 26. Mai 2022 (Christi-Himmelfahrt), spielen die ARGIES in der Rockkneipe TRÖTE in Meschede. (foto: wkm)
Die Toten Hosen nahmen 1991 den Song „Carnival in Rio“ mit dem legendären Posträuber Ronnie Biggs auf, und gingen sechs Jahre später auf große Südamerika-Tour. Dort trafen sie dann in Argentinien die ARGIES, eine Punk-Ska-Latin-Band die hervorragend als Support in ihr Programm passte. Auf Einladung der Hosen wurde daraus eine wunderbare Freundschaft mit mehreren gemeinsamen Gigs in Deutschland.
In regelmäßigen Abständen besuchen die Argentinier nun Europa, und machen immer wieder einen Abstecher nach Deutschland. Am Donnerstag, 26. Mai 2022 (Christi-Himmelfahrt), spielen die ARGIES auf persönlichen Wunsch nach Jahren erneut in der Rockkneipe TRÖTE in Meschede am Winziger Platz 3.
„Jake & The Jukeboxguys“. Die Rede ist von INCEST – eine Mescheder Punkrockband aus den 90ern. Die 4 Freunde aus Meschede: Tim Hesse, Jens Schneider, Kai Kroggel und Dennis Jäger werden als Support die Stimmung anheizen.
Damit nicht genug: Wenn ab 20 Uhr die Türen geöffnet werden, erwartet alle Fans noch die einzige Band aus Meschede, die seit ihrer Gründung in der gleichen Besetzung zusammen spielt, heute unter dem Namen „Jake & The Jukeboxguys“. Die Rede ist von INCEST – eine Mescheder Punkrockband aus den 90ern. Die 4 Freunde aus Meschede: Tim Hesse, Jens Schneider, Kai Kroggel und Dennis Jäger werden als Support die Stimmung anheizen, für jede Menge Spaß sorgen und freuen sich darauf, mit dem Publikum und den Argies wieder ein paar Bier trinken zu können.
Der Auftritt wird organisiert vom WKM, und ist für INCEST eine Rückkehr zu alten Wurzeln. Damals hat der Werkkreis Kultur Meschede jungen Bands bereits eine Plattform geboten, und dadurch viele Formationen überregional bekannt gemacht. Hinzu kommt auch der Auftrittsort: Die „TRÖTE“, dass Wohnzimmer der 4 Jungs! Hier wurden etliche Konzerte zelebriert und gleichzeitig passt es, dass INCEST bzw. JAKE & THE JUKEBOXGUYS in diesem Jahr ihr 27- jähriges Bandjubiläum feiern. Pandemiebedingt um zwei Jahre nach hinten verschoben, dafür aber mit voller Punkrock-Wucht.
Übrigens: Der Name „Argies“ leitet sich von dem englischen Schimpfwort für „Argentinier“ ab, dass vor allem während des Falklandkriegs 1982 von der britischen Boulevardpresse verwendet wurde. Weit davon entfernt Nationalisten zu sein, verbindet ihr Name die Band, deren Mitglieder sich selbst als Internationalisten definieren, zusammen mit entwerteten Minderheiten und ausgegrenzten Menschen weltweit.
Karten gibt es für 15 € im Vorverkauf nur in der TRÖTE (T. 0291-58311), oder unter Vorbestellung WKMeschede@gmail.com. An der Abendkasse kosten die Tickets 20 €. Aufgrund der reduzierten Platzkapazität wird allerdings empfohlen sich rechtzeitig eine Karte zu sichern.
Die zum Zeitpunkt des Konzerts gültigen gesetzlichen Regelungen zum Konzert werden in der Presse kurz vorher bekanntgegeben, oder sind (s.o.) zu erfragen.
Die Planungen laufen auf Hochtouren: Das Organisationsteam von Henne in Flammen zusammen mit Schirmherr Dr. Karl Schneider. (foto: hsk)
Die St. Georgs-Schützenbruderschaft Meschede lädt am Samstag, 7. Mai, zum beliebten Fest „Henne in Flammen“ ein. Der Hennepark am Mescheder Kreishaus wandelt sich ab 16 Uhr zu einem Lichtermeer aus Licht-, Leucht-und Feuerelementen. Das Besondere in diesem Jahr: Es wird erstmals eine inklusive Veranstaltung. Für das neue Veranstaltungsformat hat Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises, die Schirmherrschaft übernommen.
Gemeinsam mit dem Sozialwerk St. Georg, dem Caritasverband Meschede, der Lebenshilfe Hochsauerlandkreis, dem Mescheder Kinderhort, der EUTB Brilon, der BIV-Meschede und der Behinderten-Interessen-Vertretung des Hochsauerlandkreises organisiert die St. Georg Schützenbruderschaft ein buntes Fest für Jung und Alt – für Menschen mit und ohne Behinderungen. „Henne in Flammen“ wird vollständig als barrierefrei und integrative Veranstaltung durchgeführt. Es werden ein Infopoint, Pflegezelt, barrierefreie Theken (und keine hohen Bierwagen) und Behindertentoiletten geben. Ferner werden Piktogramme und QR Codes an den Ausstellungselementen sowie Beschreibungen für Hörbehinderte und Blinde angeboten und es wird ein Rundgang-Leitsystem erstellt.
Ein riesiges Drachenboot, ein dampfspeiender Vulkan oder ein tanzender Eimer: Die Gäste können sich auf Werke von Künstlern mit und ohne Handicap freuen. Musikalisch wird die Coverband Unlimited „Henne in Flammen“ begleiten.
Protesttag und Protestmarsch zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Außerdem wird ein Protesttag und ein Protestmarsch zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung stattfinden. Los geht es bereits am Freitag, den 06. Mai. Um 10 Uhr laden die Veranstalter zum Protestmarsch durch die Innenstadt ein. Treffpunkt ist am Bahnhof. Von 11 bis 14 Uhr sind in der Ruhrstraße am Stadtrelief Info- und Mitmachstände geplant.
Während sich Tobias Bäcker (rechts) auf die Moderation vorbereitet, versucht die Technik (links) den CDU-Politiker Klaus Kaiser auf den Monitor zu bekommen. (foto: zoom)
Für das MediaLAB.NRW habe ich am vergangenen Freitag den letzten Stopp der Roadshow „CREATIVE.Spaces exploring Good Work“ in Neheim besucht. Oder ohne kreatives Denglish: Ich hatte als Blogger eine Einladung, wusste nicht, was auf mich zukommen sollte, kannte weder Kaiserhaus noch das Kunst-Werk und hatte Zeit. Wenn es sein musste, auch zur Vernetzung.
Das KUNST-WERK am Kaiserhaus in Arnsberg hatte alle Interessierten eingeladen, gemeinsam zu diskutieren, wie die Kultur- und Kreativwirtschaft die Standortattraktivität steigern und Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften unterstützen könne.
Die Problemstellung für Arnsberg/Neheim
Den Mangel an Fach- und Führungskräften aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland bekämen vor allem mittelständische Unternehmen zu spüren, die nicht in so attraktiven Metropolen wie beispielsweise Hamburg, Berlin, Köln, Düsseldorf, Frankfurt oder München säßen.
Südwestfalen zähle allerdings zu den stärksten Industrieregionen Deutschlands. Dabei litten viele der in Arnsberg ansässigen Unternehmen unter dem Fachkräftemangel und seien dankbar, wenn lokale kreative Netzwerke wie das KUNST-WERK am Kaiserhaus mit seinem vielfältigen Programm zur Attraktivität des Standortes beitragen.
Führung durch die Räume der alten Leuchten-Fabrik (foto: zoom)
In den alten Industriehallen der Kaiser-Leuchten angesiedelt, kooperieren Kreative unterschiedlicher Disziplinen unter einem Dach. Die KUNST-WERKer:innen öffnen ihre Atelier-, Büro- und Studiotüren für verschiedene Anlässe und laden zu Workshops, Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerten und Lesungen ein. So wird ein wichtiger Begegnungsort nicht nur für Arnsberger:innen geschaffen.
Welche Fragen stellen sich?
Vor der Diskussion, die Stühle im Corona-Abstand (foto: zoom)
Doch was hat sich durch die Corona-Pandemie für die Arbeit im KUNST-WERK verändert? Welche neuen Konzepte braucht es, um auch zukünftig mit der lokalen Wirtschaft zu kooperieren und sie dabei zu unterstützen, Fachkräfte an den Standort zu binden? Was macht ein attraktives Umfeld aus, und wie kann die Kultur- und Kreativwirtschaft dazu beitragen, es zu stärken?
Wer war dabei?
Über diese Fragen haben unter der Moderation von Tobias Bäcker (startklar a+b GmbH) Klaus Kaiser (Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen), Kirsten Minkel (Kulturbüro Arnsberg), Christoph Meinschäfer (KUNST-WERK), Petra Ohlmeyer (Wesco), Dirk Pietz (Trilux) und Lars Morgenbrot (Smart City Arnsberg) in einer offenen Diskussion mit dem Publikum gesprochen. Klaus Kaiser befand sich in Quarantäne und wurde per Livestream hinzugeschaltet.
Roman Babik am Klavier (foto: zoom)
Im Anschluss gab es noch ein kleines Konzert vom Musiker Roman Babik, dazu bei Snacks und Drinks Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und zum Austausch.
Das Fazit
Die Künstler:innen, Kreativen und Unternehmen, die sich im Kunst-Werk angesiedelt haben können nicht von Luft und Liebe leben. Ihre Dienstleistung ist das kulturelle Angebot: Ausstellungen, Konzerte, Workshops, Räume für und Zusammenarbeit mit Schulklassen, Firmenevents. Sie erhoffen sich Unterstützung von Politik (Land NRW, Stadt Arnsberg) und auch von den großen Wirtschaftsunternehmen in der Stadt. Ohne attraktive Kultur könne man gerade die hochqualifizierten Mitarbeiter:innen nur schwer halten. Die Stadt will den Förderrahmen weiter ausbauen. Im Grunde genommen waren sich an diesem Samstag alle einig, dass es nur so ginge.
Ob die Diskussion, die Gespräche und Vernetzungen eine positive materielle Wirkung haben, wird man ernsthaft erst nach einigen Jahren sehen.
Was man zum Leben braucht oder was will uns das Bild sagen? (foto: zoom)
Mein kleines perönliches Fazit
Persönlich habe ich ein äußerst interessantes Gebäude mit großartigen Projekten kennengelernt. Allein, um die Galerie BOGEN gründlicher zu erforschen, hätte ich den ganzen Nachmittag gebraucht. Andauernd musste ich kleine Gespräche abbrechen und dem nächsten Punkt nachzueilen, um doch wiederum das nächste Referat zu verpassen.
Ich werde sicher wiederkommen.
Vielleicht am 21. Mai zur Kunstausstellung Granate von Rebekka Schulte im BOGEN oder, falls es die Pandemie erlaubt, zum Konzert von Bobby Sparks am 14. Mai.
Singer-Songwriter, Soundtüftler Martin Meinschäfer an seinem „Arbeitsplatz“. Ich müsse unbedingt zum Konzert von Bobby Sparks kommen. (foto: zoom)
Der Mann sei ein Hammer, meint Martin Meinschäfer, der am Samstag hinter seinem riesigen Mischpult saß und ansonsten selbst als Musiker und Songriter unterwegs ist.
Der Name des mehrfachen Grammy-Gewinners Bobby Sparks, Gründungs-Mitglied bei der Kultband „Snarky Puppy“, sei vielleicht nicht jedem sofort geläufig, aber das werde sich bald ändern.
Bobby spielte live und im Studio mit vielen Weltstars:
Prince, Herbie Hancock, Stanley Clarke, George Duke, Tower of Power, Marcus Miller, D’Angelo, Lauryn Hill, Ray Charles, George Benson, Dave Koz, Lalah Hathaway, Roy Hargrove, Al Jarreau, Les McCann, Rahsaan Patterson, Poogie Bell, Dean Brown, Snarky Puppy, Kirk Whalum, David Sanborn, Nicolas Payton, usw.
Seine Alben vereinigten eine Vielzahl verschiedener Musikstile. Die Einflüsse von Bernie Worrell, P-Funk, George Duke, Stevie Wonder, D’Angelo, Dizzy Gillespie und anderen wichtigen Wegbegleitern auf Sparks langer musikalischer Reise kann man in seinen Projekten deutlich erkennen.
Also auf zum Kunst-Werk in Neheim. Zum Appetit anregen, durch die Website blättern:
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