Wie kommt der Schauspieler Francis Fulton-Smith als Maler von Sylt in den Hallenberger Kump?

Francis Fulton-Smith (li.) und Michael Kronauge (re.) eröffnen die „Impressionen des Seins“. (foto: zoom)

Vor anderthalb Wochen eröffneten der Schauspieler und Maler Francis Fulton-Smith sowie der ehemalige Hallenberger Bürgermeister Michael Kronauge die neue Austellung „Impressionen des Seins“ im Kump unter Federführung der Walentowski Galerien und dem Förderverein für Kultur, Brauchtum und Heimatpflege Hallenberg.

Alles „Offizielle“ ist hier im Blog schon in der Pressemitteilung und Einladung der Stadt Hallenberg beschrieben. Ich werde es hier nicht wiederholen, sondern:

https://www.schiebener.net/wordpress/francis-fulton-smith-impressionen-des-seins-einladung-zur-vernissage-am-freitag-29-april-2022-um-19-uhr/

Den kennt ihr, oder? Wenn nicht, hat die Deutschlehrerin etwas falsch gemacht. (foto: zoom)

Wie kommt der Schauspieler Francis Fulton-Smith als Maler von Sylt in den Hallenberger Kump?

Ganz vorne fängt die Geschichte 2013 mit einem Urlaub des damaligen Hallenberger Bürgermeisters Michael Kronauge auf der Insel Sylt an. Ein Otto Konzert habe er besuchen wollen. „Es war voll, heiß. Es war die Hölle.“

Am Eingang habe er mit einem älteren Mann gesprochen, den er für den Manager von Otto gehalten habe. Es war allerdings der Chef der Walentowski Galerien mit Sitz in Werl gewesen. Wie dem auch sei, habe er, der Bürgermeister, dem Künstlerbetreuer Walentowski vom wunderbaren Kump in Hallenberg, diesem tollen Gebäude, erzählt, so überzeugend, dass die Galerien Walentowski regelmäßig Ausstellungen in Hallenberg anbieten. Frank Zander, Otto, Udo Lindenberg, jetzt Francis Fulton-Smith, und einige habe ich bestimmt noch vergessen.

Inzwischen ist der Senior verstorben und sein Sohn Christoph besuchte zur Eröffnung zum ersten Mal den Hallenberger Kump.

Wie aber wird man vom Schauspieler zum bildenden Künstler?

Francis Fulton Smith erzählt wie er zum Malen gekommen sei. Viel geraucht habe er früher. Als aber seine Frau schwanger geworden sei, habe er die Zigaretten durch ein Sketchbook ersetzt. Zeichnungen in den Drehpausen haben die Nervosität gemildert.

Auf Sylt (!) habe er Christoph Walentowski getroffen, der habe seine Skizzen gesehen und gesagt: Du musst richtige Bilder malen!

Was muss ich dafür machen?

Na, Bilder malen!

Wie viele?

Achthundert!

Oh je!

Und dann habe er losgemalt, Nächte hindurch, vor dem Lockdown eher dunkel, im Lockdown farbig und frech.

Kokoschkas Liebe (foto: zoom)

Noch habe er keinen eigenen Stil entwickelt, „aber schauen Sie selbst, ob Sie sehen, wann die Bilder entstanden sind. Die Kunst hat viele Ausdruckformen“.

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Die Bilder von Francis Fulton-Smith kann man sich noch bis zum 10. Juni im Infozentrum Kump ansehen und auch kaufen.

ÖFFNUNGSZEITEN
Montag, Mittwoch, Samstag: 10 bis 13 Uhr
Donnerstag und Freitag: 10 bis 16 Uhr und
Sonntag: 14 bis 16 Uhr

An den Feiertagen und am Wahlsonntag ist die
Ausstellung geschlossen.