Klimakrise: Die Atomlobby wittert Morgenluft

Ach, waren das herrliche Zeiten. Tolle Reisen, prima Atomkraftwerke und böse Windräder (Archiv, Ausriss WP 2004: zoom)

Wer sich aufmerksam lesend in den sozialen Netzwerken bewegt, aber auch wer meinungsbildende Zeitungen wie den Spiegel oder die Zeit (Papier oder digital)  konsumiert, nimmt den „anschwellenden Bocksgesang“ der Atomlobby wahr.

Gegner*innen der regenerativen Energien haben lange Zeit den Klimawandel mit Unterstützung unwissenschaftlicher Lobbyorganisationen  und Vereine wie EIKE und Vernunftkraft schlichtweg geleugnet.

Seit klar wird – nicht zuletzt durch das Insistieren der jungen Klimabewegung auf Wissenschaft und Fakten – , dass der Klimawandel eine Tatsache ist, gewinnt eine neue alte Lobbyorganisation verstärkt in den Medien auf – die Atomlobby.

Ihre Argumentation im Kern: ok, Klimawandel gibt es, aber Windräder und andere erneuerbare Energieanlagen sind Mist [Platzhalter für alles]. Einzig Atomkraftwerke seien stabile und CO2-freie Energielieferanten.

Mit dieser Linie können die Gegner der Windenergieanlagen weiter gegen die „Verspargelung der Landschaft“ anrennen.

In einem Spendenaufruf von „ausgestrahlt“ wird die Situation folgendermaßen beschrieben:

„Die öffentliche Debatte um die Atomenergie nimmt gefährliche Formen an. Eine Gruppe von Atom-Fans, meist Beschäftigte aus der Atombranche, hat sich im Verein „Nuklearia“ zusammengeschlossen und streitet mit Vehemenz für eine Neubewertung der Atomkraft in Zeiten des Klimawandels. Sie bedienen sich dabei der Mär vom neuen Reaktor, der angeblich sicher sei und angeblich allen Atommüll verbrenne. Den gibt es zwar nicht, wie ja im aktuellen .ausgestrahlt-Magazin nachzulesen ist. Aber das stört Nuklearia nicht.

Ein Problem: Diese falsche aber einfache Geschichte sorgt sowohl in der Klimadebatte als auch in der Atommüll-Debatte für Verwirrung: Könnten neue sichere AKW das Klima retten? Könnten neue Reaktoren ein tiefengeologisches Atommüll-Lager überflüssig machen? Gerade bei manchen jungen Leuten kommen diese Märchen erschreckend gut an.

Ein weiteres Problem: Die Medien lieben Menschen, die gegen den Mainstream argumentieren. Und da in Deutschland derzeit der Atomausstieg noch (!) Mainstream ist, räumen sie denjenigen viel Platz ein, die es anders sehen und das Blaue vom Himmel versprechen. Nuklearia-Vertreter*innen bekamen etwa ein großes Interview auf „Spiegel Online“ oder einen ganzseitigen Gastbeitrag in der „Zeit“.

Ein drittes Problem: Die Mitglieder von Nuklearia, zum Teil Ingenieur*innen oder Naturwissenschaftler*innen, sind extrem aktiv in den sozialen Medien (Facebook, Twitter, YouTube), in den Kommentar-Funktionen unter Artikeln von Online-Medien und auf den Leser*innenbrief-Seiten der Zeitungen. Ihre von Halbwahrheiten dominierte technische Argumentation ist für Laien schwer zu durchschauen oder gar zu widerlegen.“

Ein Redakteur der Deister-Weser-Zeitung (Dewezet), Regionalzeitung um das AKW Grohnde, habe Gespräche mit Menschen geführt, die in den Kommentaren unter seinen Online-Artikeln Pro oder Contra Atom argumentiert haben.

Zitat:

„Einer, der sich ebenfalls kräftig zu Wort meldete: Rainer Reelfs. Kaum einer weiß, dass er stellvertretender Vorsitzender des Vereins Nuklearia ist, der kräftig für die Kernenergie wirbt. Inzwischen dauert es manchmal nur wenige Minuten, bis der Diplom-Ingenieur als einer der ersten die Debatten nach Veröffentlichung eines Dewezet-Beitrages zum AKW auf Facebook eröffnet. (…)

Der Nuklearia-Sprecher sieht sich in seinem Ziel bestätigt. Das Thema Kernenergie ‚kommt aus der Tabuzone heraus‘, beobachtet er selbst die Tendenz, dass sich die Einstellung zu der umstrittenen Technik wieder wandelt. ‚Ich habe das Gefühl, dass wir die Faktenhoheit zurückgewinnen.‘ (…) Ohne es empirisch zu belegen, zeichnet die Entwicklung auf, dass die Befürworter zeitweise die Oberhand gewinnen. (…)

Einer, der im Frühjahr die Stimme gegen das AKW erhob, war Marcel M. – 30 Kommentare überwiegend von Befürwortern folgten. Selbst wenn er ebenfalls versucht, mit fundierten Erkenntnissen aus der Wissenschaft zu argumentieren: Marcel M. stand auf verlorenem Posten. (…) ‚Es ist aber sehr anstrengend, zeit- und nervraubend‘, meint Marcel M. über die Debatten. (…)

Reelfs unterscheidet zwischen drei Gruppen, wie er sagt. Die ‚Hardcore-Gegner‘, die für keine Argumente empfänglich seien, die zunehmende Zahl derer, die der Kernkraft positiv gegenüberstünde, und ‚die große Masse, die keine klare Meinung hat, sich aber oft von Medienberichten leiten lässt.‘ Die Unschlüssigen will Reelfs erreichen, wie er sagt. ‚Und ich habe das Gefühl, dass sich die Stimmung dreht.‘“

Auch auf Twitter witterten Atomenergiebefürworter Morgenluft. „ausgestrahlt“ zitiert:

„Für die meisten Antis ist der Drops mit den AKW gelutscht, und nicht wir sind stärker, sondern die älter & lahmer geworden.“

Leider sei diese Einschätzung nicht ganz von der Hand zu weisen: „Einige atomkritische Menschen denken ja wirklich, der Atomausstieg sei unumkehrbar. Sie kümmern sich inzwischen nicht mehr groß um die Atom-Debatte, sondern engagieren sich in anderen (nicht weniger wichtigen) Politikbereichen.“

Was bedeutet das für die Alt und müde gewordenen AKW-Gegner*innen und die anderen jungen und älteren Streiter*innen gegen die Klimakrise?

Ganz einfach – das gleiche, was wir beim Thema „Klimawandel“ gemacht haben: Fragen stellen, sich informieren, Antworten finden, sich informieren, sich informieren …

Ein guter Einstieg kann die Website „ausgestrahlt“ sein.

Guckt mal!

ADL International Leadership Award Presented to Sacha Baron Cohen at Never Is Now 2019: Facebook ‚greatest propaganda machine in history‘

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=ymaWq5yZIYM

Wer am Wochenende nur 30 Minuten Zeit hat sollte diese Rede von Sascha Baron Cohen ansehen (s.o) oder auch lesen (s.u.).

Das Transkript zum Lesen gibt es beim Guardian:

Read Sacha Baron Cohen’s scathing attack on Facebook in full: ‚greatest propaganda machine in history‘

https://www.theguardian.com/technology/2019/nov/22/sacha-baron-cohen-facebook-propaganda?

„Sehr geehrter Herr Georg Friedrich von Preußen! Mein Name ist Israel Kaunatjike …“

(Screenshot: http://hohenzollern.lol)

„Sehr geehrter Herr Georg Friedrich von Preußen!

Mein Name ist Israel Kaunatjike. Als königliche Hoheit bist Du ja ,grundsätzlich geehrt’, wenn man Dich auf Kaiser Wilhelm II. anspricht. Wie schön! Zu ihm habe ich auch ein besonderes Verhältnis.

Auf seinen Befehl wurden meine Vorfahren, die Herero, ermordet. 80% meines Volkes mußte sterben. Dein Ururopa ließ meine Vorfahren in die Wüste treiben und Konzentrationslager errichten. Meine Vorfahren mußten die Schädel ermordeter Gefangener auskochen und das Fleisch mit Glasscherben abschaben. Dann wurden die Schädel an das Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin geschickt. Dort wurden sie genutzt, um die ,Rassenlehre’ zu entwickeln; darauf Grund auch Millionen später von Deutschland Juden ermordet wurden.

Die Überreste meiner Vorfahren sind immer noch in Deutschland: in Museen, ,Wissenschaftlichen Sammlungen’.

Ich finde es gut, daß Du, Prinz Georg Friedrich, jetzt eine ,Entschädigung’ von Deutschland verlangst. Wir fordern nämlich auch ,Entschädigung’. Aber mit uns will Deutschland irgendwie nicht verhandeln. Mit Ihnen schon. Gut. Bei Ihnen geht es um jede Menge Geld. Ich fände für’s Erste schon eine Entschuldigung für den Völkermord angemessen und daß Deutschland alle meine Vorfahren zurückgibt.

Prinz Georg Friedrich! Danke. Du öffnest Türen. Wirst Du entschädigt, dann müßte das erst recht für die Herero gelten. Danke, daß Du mit uns für Gerechtigkeit kämpfst. Schau doch ’mal auf Hohenzollern.lol. Und danke, danke, danke für Deine Eier aus Stahl.“

Mehr auf http://hohenzollern.lol

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siehe dazu auch meinen (Nadja Thelen-Khoder) Artikel:

Geschichte und geheime Gutachten und Dokumente

Männer und Macht – die Lokalredaktionen unserer Medien: „Männerzeitung Westfalenpost“

Phallus impudicus (deutsch: unzüchtiger Penis), botanisch: Gemeiner Stinkmorchel : Pilz des Jahres 2020 (foto: zoom)

Als ich heute die Meldung las, dass Finanzminister Olaf Scholz (SPD) Vereinen, die keine Frauen aufnehmen, den Status einer gemeinnützigen Organisation aberkennen wolle, habe ich mich schon ein wenig gefreut.

Ginge es doch den männerbündischen Schützenvereinen an den Kragen, die mit „Glaube, Sitte, Heimat“, Frauen und Nicht-Katholik*innen an den Rand drängen.

Nach 22 Jahren Sauerland rege ich mich komischerweise über Schützenvereine nicht mehr auf. Sollen sie doch. Ich bin sowieso nicht dabei. Ein Fehler vielleicht, weil die Vereine den Anspruch haben, die Kultur und das soziale Leben des Ortes zu durchdringen.

Lange Rede kurzer Sinn. Als ich über meine 22jährige Nichtmitgliedschaft in einem Schützenverein nachdachte, kam mir etwas anderes in den Sinn.

Ich ärgere mich oft über unsere lokale Presse – wer tut das nicht – und manchmal hatte ich da so eine Ahnung, dass die Art der Berichterstattung auch mit dem Personal zu tun habe könnte.

Kurz und schlecht: Nicht nur die Schützenvereine, sondern auch die Redaktionsleitungen sowie die Ressorts der Westfalenpost, unserer Lokalpresse, sind eine einzige Männerdomäne.

Ich habe nachgeschaut: Voll fett bis auf EINE Frau in Wetter Männer, Männer, Männer, denen ich auch das Titelbild gewidmet habe.

Chefredaktion

Chefredakteur:
Dr. Jost Lübben

Stellvertreter:
Torsten Berninghaus

Mitglied der Chefredaktion:
Klaus Theine (Lokalredaktionen)

Produktion/Leiter Titelredaktion
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Politik
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Reportage:
Joachim Karpa

Wirtschaft:
Jens Helmecke

Leserdialog:
Thorsten Keim

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Balve
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Ennepe-Ruhr Süd
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Schwelm:
NN
Sport: Heinz-Gerhard Lützenberger

Ennepetal:
NN

Hagen
Redaktionsleiter: Michael Koch

Sport: Axel Gaiser, Rainer Hofeditz

Hohenlimburg
Redaktionsleiter: Michael Koch

Menden/Märkischer Kreis
Redaktionsleiter: Thomas Hagemann

Sport: Franz Schoo

Meschede
Redaktionsleiter: Oliver Eickhoff

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Redaktionsleiter: Martin Haselhorst

Sport: Rainer Göbel, Stefan Knepper

Olpe
Redaktionsleiter: Herbert Kranz

Sport: Lothar Linke

Attendorn:
NN

Lennestadt:
NN

Schmallenberg
Redaktionsleiter: Oliver Eickhoff

Siegen
Redaktionsleiter: Steffen Schwab

Sport: Lutz Großmann

Sundern
Redaktionsleiter: Martin Haselhorst

Warstein/Kreis Soest
Redaktionsleiter: Thorsten Streber

Sport: Tim Cordes

Wetter
Redaktionsleitung: Susanne Schlenga

Winterberg
Redaktionsleiter: Boris Schopper

Nachbemerkung: Ich hatte heute Nachmittag kurz überlegt, ob ich irgendein digitales Angebot der Westfalenpost abonnieren solle. Das hat sich heute Abend erledigt.

Zum 26. Oktober: „Ein Abgrund von Landesverrat“

Der Spiegel (abfotografiert von nadja thelen-khoder)

Heute vor 57 Jahren besetzte die Polizei die Redaktion des Nachrichtenmagazins „DER SPIEGEL“ und verhaftete mehrere Redakteure. Der Herausgeber Rudolf Augstein stellte sich am nächsten Tag der Polizei und blieb für 103 Tage in Untersuchungshaft, Conrad Ahlers wurde als stellvertretender Chefredakteur auf einen Anruf des damaligen Bundesverteidigungsministers Franz-Josef Strauß im Spanien Francos verhaftet.

„Dieses Vorgehen ,etwas außerhalb der Legalität’ – so Bundesinnenminister Hermann Höcherl – führt zu einer schweren Regierungskrise“ (1), zumal der Herr Minister auch noch das Parlament belog und behauptete, mit der Verhaftung „nichts, im buchstäblichen Sinne nichts“ zu tun gehabt zu haben (a.a.O.).

Ausgelöst wurde dieser „massive Eingriff in die Pressefreiheit“ (a.a.O.) durch eine Anzeige wegen „Landesverrats“ von Friedrich August Freiherr von der Heydte (2), und ich kann nur immer wieder meiner Verwunderung darüber Ausdruck verleihen. Wie ist es nur möglich, daß so viele Menschen diesen Riesen nicht kennen? Von der Staatsaffäre, die wir „Spiegelaffäre“ zu nennen gewohnt sind, ist so manches Mal die Rede, aber von dem „General-Anzeiger“ (3) fast nie (auch in dem oben zitierten Artikel nicht).

Als vor vier Jahren gegen André Meister und Markus Beckedahl von „Netzpolitik.org“ ebenfalls der Vorwurf des „Landesverrats“ erhoben wurde, schrieb Gerhard Baum: „Dieser Vorwurf ist angesichts der veröffentlichten Tatsachen absurd. Netzpolitik.org bemüht sich um Aufklärung von möglicherweise gesetz- und verfassungswidrigen Praktiken der Nachrichtendienste. Das Ziel ist die öffentliche Diskussion“ (4).

Und um die geht es mir hier auch. Wie kommt es, daß so selten von Friedrich August Freiherr von der Heydte und seinen zahlreichen Aktivitäten gesprochen wird?

Orden und ihre Bedeutung …

In seinen Lebenserinnerungen schreibt der Freiherr: „Die ganze ,Spiegel-Affäre’ zeigte, daß in der Bundesrepublik das militärische Geheimnis keinen allzu großen Wert hatte – ein Faktum, das spätere Verfahren wegen Spionage oder sonstiger Geheimnisverletzungen nur bestätigen. Manchmal schien es, als sei das deutsche Volk für die Wahrung eines Geheimnisses noch nicht reif genug …“ (5). Mir scheint es vielmehr, als schleppten sich manche Geheimnisse „von Geschlechte zu Geschlechte wie eine ew’ge Krankheit fort“ (aus Goethes „Faust“).

So kennen auch viele das „Centro Europeo de Documentación e Información (CEDI)“(6) nicht, obwohl sich bei jährlichen Kongressen, vorzugsweise im „Escorial“ und im „Vaille de los Caídos“ (7), dort hoch- und höchstrangige Vertreter vieler Staaten [Militärs, Politiker, Verleger, Bankiers und Staatsoberhäupter wie Franco, Juan Carlos, Otto von Habsburg, Salazar und eben Friedrich August Freiherr von der Heydte (8) und sein Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß] versammelten.

„20 años/années/years/Jahre C.E.D.I.“ heißt die Festschrift von Georg von Gaupp-Berghausen, die 1971 in Madrid erschien und mit ihren zahlreichen Photos die intensive Zusammenarbeit höchster bundesdeutscher Politiker und Militärs mit Spanien „unter Franco“ im wahrsten Sinne des Wortes veranschaulicht (9).

Er war begeistert von Dr. Gerhard Krolls „Grundlagen abendländischer Erneuerung. Das Manifest der Abendländischen Aktion“ (München 1951) und schrieb am 19.10.1953 an den spanischen Außenminister Martín Artajo: „España es la conciencia católica de Europa” [„Spanien ist das katholische Gewissen Europas” (8)].

Das Landgerichts in Würzburg urteilte (zu 3/14 über ihn) am 20.1.1965: „Zweifellos werden derartige von der Abendländischen Aktion vertretene Gedankengänge gefährlich, wenn sie von Menschen in Besitz genommen werden, die … durch Sturz der bestehenden Ordnung ihr Gedankengut verwirklichen wollen“ (10).

Anmerkungen:

(1) siehe Grau, Andreas: Spiegel-Affäre, in: Lebendiges Museum Online, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, http://www.hdg.de/lemo/kapitel/geteiltes-deutschland-modernisierung/bundesrepublik-im-wandel/spiegel-affaere.html, abgerufen am 26.10.2019

(2) https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_August_Freiherr_von_der_Heydte

(3) „Der General-Anzeiger“, Titelgeschichte des SPIEGEL 47/1962 vom 21.11.1962 zur „Spiegel-Affäre“, S. 55-66: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45124776.html

(4) https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/gastkommentar-von-gerhart-baum-zu-netzpolitik-org-a-1046240.html

(5) Friedrich August Freiherr von der Heydte: „ ,Muß ich sterben, will ich fallen…’.Ein ,Zeitzeuge’ erinnert sich“, Berg am See 1987 (Vowinckel), S. 212

(6) https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4isches_Dokumentations-_und_Informationszentrum

(7) „Die schönste Sprache der Welt. ,Asociación para Recuperación de la Memória Histórica’“ auf https://www.schiebener.net/wordpress/wp-content/uploads/2019/10/194.-Die-sch%C3%B6nste-Sprache-der-Welt.pdf

(8) „Von ,Kriegsauszeichnungen und –beförderungen’. ,Kirchliches Amtsblatt für die Erzdiözese Paderborn’ vom 4.12.1944“ auf http://www.hpgrumpe.de/ns_verbrechen_an_zwangsarbeitern_suttrop,_warstein,_meschede/193_Von_Kriegsauszeichnungen_und_-befoerderungen.pdf

(9) siehe auch Birgit Aschmann: „ ,Treue Freunde …’. Westdeutschland und Spanien 1945-1963“, Stuttgart 1999; darin u.a. 5.4.3 „Die Abendländische Aktion und das CEDI“, S. 425-435)

(10) http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46169649.html

„Aus „Der Freiherr und der Citoyen“, Sieben Bücher auf http://berufsverbote.de/tl_files/HR/Freiherr-Citoyen1.pdf bis http://berufsverbote.de/tl_files/HR/Freiherr-Citoyen7.pdf
– mit vielen Zitaten aus Büchern und Zeitungsartikeln über bzw. von Friedrich August Freiherr von der Heydte

 

Gute Nacht … für alle Wäsche!

Persil … (foto: zoom)

Das von mir erwartete Hochdruckgebiet hat sich heute nicht sehen lassen.

Der Tag ist vorbei. Auf dem Nachhauseweg sind wir an dieser Retro-Reklamesäule im Strandhinterland von Travemünde entlang gekommen.

Was soll sie signalisieren? Vielleicht fällt es mir im Traum ein.

Gute Nacht!

Titel der Woche: konkret in Travemünde

Die Oktober-konkret als Titel der Woche bei Edeka (foto: zoom)
Als ich heute beim neuen Edeka in der Travemünder Steppjacken-Flaniermeile „Vorderreihe“ meinen Vorrat an Brot und Käse aufstockte, traute ich meinen Augen nicht.

Die Oktober-Ausgabe der Monatszeitschrift „konkret“ starrte mich als „Titel der Woche“ aus dem Illustrierten-Regal an.

Ein ganzer Stapel „Antideutscher Propaganda“ nur wenige hundert Meter entfernt vom Priwall und dem eisernen Vorhang. Auf dem Titel der braune West-Import in den nahen Osten. Alter kalter Kaffee.

Kaffee und Schokolade hatten meine Eltern stets zu Weihnachten in die Ostzone geschickt. Ich konnte verstehen, dass dies der Ost-Verwandtschaft schmeckte, besser als mir später die Karo-Zigaretten. Ich bin bei den Gauloises Caporal geblieben.

Als die Mauer fiel, haben viele Ostdeutsche Verwandte gemerkt, dass die Wessis ihren Kaffee auch nur mit Wasser kochten. Vielleicht nicht sofort, aber irgendwann sickerte es ein, dass der reiche Onkel aus der BRD häufig auch nur ein armes lohnabhängiges Schwein war und nicht die Macht besaß, die er oft „nach drüben“ vorspiegelte.

Hoffentlich geht es dem braunen Wessi-Onkel Höcke ähnlich; hoffentlich recht bald, bevor er in den Ost- und Westzonengehirnen weiteres Unheil anrichten kann.

Allzu viele historische Irrtümer können wir Deutschen uns nicht mehr leisten.

Merksatz: Selbst Zichorien-Kaffee ist ehrlicher als der Faschist Höcke!

Umleitung: Gefunden am Ende des Regenbogens – vom letzten Dreck der Deutschstunde bis zur katastrophalen Katarstimmung

Blick aus dem Fenster – zum Ende des Regenbogens (foto: zoom)

Der letzte Dreck: Marit Hofmann über den Film »Deutschstunde« von Christian Schwochow … konkret

Mimmi-ism: Medienschicksal, Binge-Watching und der Überdruß am Serienglück … endoplast

Franziskus: Glocken läuten am 4.10. für den christlich-islamischen Dialog … scilogs

Dat Gulden Bild Onser Vrouwen: unmittelbare Begegnung mit einer Schnittstelle von christlichem Orient und Okzident als Inbegriff der ottonischen Herrschaftskultur … paralipomena

Datenschutz: Extinction Rebellion nimmt umstrittenen Fragebogen vom Netz … netzpolitik

„Katarstrophale Katarstimmung“ oder: Bloß nicht auch noch eine Fußball-WM im Wüstenstaat! … revierpassagen

„Goldener Herbst im Sauerland“ – Dirk Wiese schreibt Fotowettbewerb aus.

Beispielfoto (Quelle: Dirk Wiese/SPD)

Waldspaziergänge, Kastanien sammeln, Kürbisse schnitzen und natürlich Drachen steigen lassen. Das ist der Herbst im Sauerland. Auch die Herbstmonate bieten in der Sauerländer Landschaft jede Menge Möglichkeiten für abwechslungsreiche Aktivitäten. Unter dem Motto: „Goldener Herbst im Sauerland“ ruft der heimische Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese wie schon in den vergangenen Jahren zu einem Fotowettbewerb über das Sauerland auf.

(Pressemitteilung Dirk Wiese/SPD)

Entsprechend des diesjährigen Mottos geht es diesmal nicht um Schützenfest und Fachwerkhäuser, sondern es ist eine fotografische Darstellung des herbstlichen Sauerlandes gefragt. Was ist besonders schön an der Heimat im Herbst? Wie und wo zeigt sich das Sauerland von seiner besten Seite?

Bei der Umsetzung sind alle Freiheiten gegeben: Möglich sind originelle Schnappschüsse, atmosphärische Inszenierungen und Collagen… Auf die Kreativität kommt es an, daher sind alle Techniken erlaubt: Smartphone, Spiegelreflex, Computer und Fotogramm. Hauptsache die Bilder sind originell, vermitteln eine interessante Stimmung und zeigen das Sauerland.

Den Gewinnern winken attraktive Preise. Die zwei besten Aufnahmen aus dem Wahlkreis werden ab Frühjahr im Wahlkreisbüro von Dirk Wiese ausgestellt. Außerdem winkt den zwei Gewinnern eine viertägige Reise nach Berlin für jeweils zwei Personen im nächsten Jahr.

Die Bilder können an folgende Adresse geschickt werden:

Dirk Wiese, MdB
Platz der Republik 1
11011 Berlin
dirk.wiese@bundestag.de

Einsendeschluss ist der 15. November 2019. Dirk Wiese freut sich auf mehr Sauerland in Berlin.

Sehet: Ein Mensch! Greta Thunbergs Rede beim UN-Klimagipfel

Sehet: Ein Mensch! Klick führt zur Rede auf Youtube. (screenshot: Nadja Thelen-Khoder)
(Abschrift der Übersetzung des Videos auf You Tube mit kleinsten Veränderungen
von Nadja Thelen-Khoder)

„Das ist alles falsch. Ich sollte nicht hier sein. Ich sollte auf der anderen Seite des Ozeans wieder in der Schule sein. Doch Ihr sucht Hoffnung bei uns Jugendlichen. Wie könnt Ihr es wagen? Ihr habt meine Träume gestohlen und meine Kindheit mit Euren leeren Worten. Und dabei bin ich noch eine der Glücklichen.

Die Menschen leiden, sie sterben, ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Beginn eines Massensterbens – und alles, worüber Ihr sprechen könnt, sind Geld und Märchen von ewigem Wirtschaftswachstum. Wie könnt Ihr es wagen?

Die Wissenschaft ist seit mehr als 30 Jahren glasklar. Wie könnt Ihr es wagen wegzuschauen und jetzt hier zu sagen, daß Ihr genug tut, wenn die notwendige Politik und Lösungen noch immer nicht in Sicht sind?

Ihr sagt, daß Ihr uns hört und die Dringlichkeit versteht. Aber egal, wie traurig und wütend ich bin – ich will das nicht glauben. Denn wenn Ihr die Situation wirklich verstehen und trotzdem weiter nicht handeln würdet, dann wäret Ihr böse – und das will ich nicht glauben!

Die beliebte Idee, unsere Emissionen in zehn Jahren zu halbieren, gibt uns nur eine 50%ige Chance, unter 1,5 Grad zu bleiben – und das Risiko, irreversible Kettenreaktionen auszulösen, die sich der Kontrolle des Menschen entziehen.

50% mögen für Euch akzeptabel sein, aber diese Zahlen enthalten keine Kipp-Punkte, kaum Feedback-Schleifen, nicht die zusätzliche Erwärmung versteckt durch giftige Luftverschmutzung und auch nicht Aspekte wie Fairness und Klimagerechtigkeit.

Ihr verlaßt Euch außerdem darauf, daß meine Generation mit Technologien, die es kaum gibt, Hunderte von Milliarden Tonnen CO2 aus der Luft saugt. Deshalb sind 50% einfach nicht akzeptabel – für uns, die mit den Folgen leben müssen!

Um eine 67%ige Chance zu haben, unter einem globalen Temperaturanstieg von 1,5 Grad zu bleiben, hatte die Welt laut Weltklimarat am 1. Januar 2018 im besten Fall noch 420 Giga-Tonnen CO2 über, die sie noch ausstoßen kann. Heute liegt diese Zahl unter 350 Giga-Tonnen. Wie könnt Ihr es wagen, so zu tun, als ob dies mit Mitteln wie bisher und einigen technischen Lösungen gelöst werden kann?

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=SfCUcDAlSKk

 
Bei den heuitigen Emissionswerten wird das verbleibende CO2-Budget in weniger als 8,5 Jahren vollständig aufgebraucht sein. Es werden heute keine Lösungen oder Pläne entsprechend dieser Zahlen vorgestellt, weil diese Zahlen zu unangenehm sind und Ihr noch nicht reif genug seid, um zu sagen, wie es ist. Ihr versagt vor uns.

Aber junge Leute fangen an, Euren Verrat zu sehen. Die Augen aller künftigen Generationen sind auf Euch gerichtet. Und wenn Ihr uns im Stich lasst, werden wir Euch niemals vergeben.

Damit werdet Ihr nicht durchkommen. Genau hier, genau jetzt ziehen wir die Grenze. Die Welt erwacht, und es kommt eine Veränderung, ob Ihr es wollt oder nicht. Danke!“