1965. Fritz Bauer und das Standesamt Niederhagen in Wewelsburg bei Paderborn

„Den bisherigen Erfahrungen entsprechend muß damit gerechnet werden, daß das Standesamt Niederhagen jährlich mindestens etwa 800 Sterbefälle – im Jahre 1942 = 884 Fälle – zu beurkunden hat.“

Bürens Bürgermeister an den Regierungspräsidenten in Minden am 4.3.1943 [1]

Das schrieb der Bürgermeister von Büren am 4.3.1943 über den Landrat an den Regierungspräsidenten in Minden. Das „Standesamt Niederhagen“ war zum 1.1.1943 ausschließlich für die Gefangenen des „Konzentrationslagers Niederhagen“ in Wewelsburg bei Paderborn eingerichtet worden, wo seit November 1942 die Toten im extra gebauten lagereigenen Krematorium verbrannt wurden [2] (vorher in Dortmund, Bielefeld, Bochum und Berlin [3]).

Warum schrieb Bürens Bürgermeister von „jährlich mindestens etwa 800 Sterbefälle – im Jahre 1942 = 884 Fälle“?

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Umleitung: Kornkreise, Flüchtende, US-Präsidentschaftswahlen, Reden über Journalismus, Fräuleinwunder und mehr

Alte Scheune in Beringhausen (foto: zoom)

Kornkreise, Aliens und Antisemitismus? Ein langjähriges Vorstandsmitglied der verbotenen „Artgemeinschaft“ und eine deutsche Pionierin des extrem rechten Anastasia-Kultes referieren in Nordhessen vor vermeintlich unpolitischen Esoterikern … endstationrechts

Wieder ein offenes Rennen um die US-Präsidentschaft: Mit Kamala Harris hat die Demokratische Partei nun eine Kandidatin, die nicht nur im Lager der Demokratischen Partei für Enthusiasmus und hohe Bereitschaft zum Engagement sorgt … derrechterand

Streit um ARD, ZDF und Co.: Wir müssen über Journalismus für alle reden … netzpolitik

Von Flucht und Flüchtenden: hier wird nur die schwachsinnige Politik der #noafd hofiert und salonfähig gemacht. Die den Menschen schadet, der Wirtschaft und am Ende ganz Deutschland … unkreativ

Fräuleinwunder (Satire): „… als eines der Hauptanliegen in der Koalition mit der AfD sehe. Bundeskanzler Merz werde durch ein Gesetz ‚Fräulein‘ als verbindliche Anrede für jede noch nicht verheiratete im Sinne der deutschen Leitkultur weibliche Person festsetzen und in…“ … zynaesthesie

Max Winter – In der Branntweinschänke (1900): Heute geht es mit Max Winter in die Brandweinschänken des Wiens im Jahr 1900. Max Winter (1870-1937) war Österreicher, Reporter, Journalist, Schriftsteller, später Politiker und einer der Pioniere der Sozialreportage im deutschsprachigen Raum … schmalenstroer

Dortmunder Museum Ostwall: Künstlerinnen endlich aufwerten … revierpassagen

Ein kurzer Gedanke zum Jahrestag des Massakers der Hamas am 7. Oktober 2023

Bring them home – bringt sie nach Hause zurück. Rally calling for the release of the Israeli abductees in the Gaza Strip, Gedera, 28 October 2023 – Forderung nach Freilassung der israelischen Geiseln in einem Ort in Zentral-Israel. (Foto: Nizzan Cohen, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bring_Them_Home_Gedera_03.jpg)

Israel ist für Juden die einzige und unersetzliche Lebensversicherung. Nur mit Israel im Rücken wird aus dem 2000 Jahre lang heimatlosen, unterdrückten und ausgegrenzten Juden ein freier Mensch.

Das Zitat habe einem Artikel von Leeor Engländer in der Jüdischen Allgemeine entnommen: https://www.juedische-allgemeine.de/israel/die-neuen-alten-grenzen-der-solidaritaet/

Der Autor stellt die rhetorische Frage, ob man erstaunt über den aktuellen Judenhass sei und empfiehlt, Jean Amérys sechzig Jahre alte Texte zu lesen.

„Wer nur ein einziges Buch lesen möchte, um die andauernde Kritik an Israel – oder drastischer ausgedrückt, den aktuellen Israelhass auf der Straße, im Internet und in den Feuilletons zu verstehen, der muss dieses Buch lesen. Auch wer nur ein einziges Buch lesen möchte, um den unausweichlichen Zusammenhang von Antisemitismus und Antizionismus zu verstehen, der lese dieses Buch.“ (ebda.)

Nach der Lektüre des Beitrags von Leeor Engländer, habe ich mir das Buch von Jean Améry, Der neue Antisemitismus, unverzüglich in der Bibliothek meines Vertrauens reservieren lassen. Kaufen kann man es für 18 Euro in der Buchhandlung eures eigenen Vertrauens.

Mehr habe ich heute nicht zu sagen. Die Lage im Nahen Osten stresst mich, allerdings nicht vergleichbar mit dem furchbaren Leiden von Israelis und Palestinensern in den Krisen- und Kriegsgebieten des Nahen Ostens.

Vielleicht eines noch: man kann ein politischer Feind Netanjahus sein und trotzdem ein Freund Israels bleiben. Das beweisen nahezu täglich die vielen Israelis, die seit Monaten in ihrem Land gegen die eigene Regierung demonstrieren.

Nachtrag:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=-QbQWtYe194



Umleitung: Gefahr AfD, völkische Sprache, Vorratsdatenspeicherung, Klimastatistik, Screams before Silence, Kolonialzeit in Westfalen und mehr

Stockrosen in verschiedenen Stadien (fotos: zoom)

Die AfD und ihr Gefahrenpotential: Die AfD wird in einem neuen journalistischen Buch thematisiert: „Angriff auf Deutschland“ von Michael Kraske und Dirk Laabs. Eine bedenkliche Entwicklung wird anhand vieler einzelner Fakten veranschaulicht … endstationrechts

Schöner Tod und Unwertes Leben. Sachsen und Thüringen: Einige Hinweise zur völkisch-nationalen Sprache und Programmatik … archivalia

SPD-Abgeordnete wollen Koalitionsvertrag brechen: Die SPD im Bundestag fordert Vorratsdatenspeicherung und biometrische Überwachung. Das haben die Abgeordneten auf ihrer Fraktionsklausur beschlossen. Beide Vorhaben widersprechen dem Koalitionsvertrag … netzpolitik

Klimastatistik für schwache Nerven: Die neue Statistik der globalen Treibhausgas-Emissionen ist umfassend und zeigt die große Lücke zwischen klimapolitischen Absichten und Realität. Dennoch unterschätzen die Angaben das wahre Ausmaß des Problems … klimareporter

Urlaub in der Leistungsgesellschaft: Erbringen Sie in diesem Sommer ausreichend „Erholungsleistung“, wie das von die herrschende Ideologie von Ihnen fordert? … misik

Auswanderungsland (Satire): „Warum sollten Sie sich das aussuchen dürfen? Sie verschwinden jetzt mit dem nächsten Flieger, wenn Sie Glück haben, ist ihre Familie dabei, und dann schauen Sie sich mal ein bisschen die Welt an. Sie kennen nichts anderes als dieses Land hier? Ja, das war zu erwarten. Sie sind ja Deutscher … zynaesthesie

Aufführung im Dortmunder U musste aufgrund von Protesten abgebrochen werden: Dokumentarfilm „Screams before silence“ sollte die sexualisierte Gewalt der Hamas thematisieren … nordstadtblogger

Kolonialzeit – Auch Westfalen war vielfach verstrickt: Manche Zeitgenossen mögen gleich abwinken: Was soll denn Westfalen mit Kolonialismus zu tun haben? Berlin oder Hamburg, ja. Aber „wir“? Nun, beim genaueren Hinschauen zeigt sich: eine ganze Menge, bis hinein in lokale Verästelungen – und bis in rassistische Abgründe, die immer noch nachwirken … revierpassagen

Solidarität mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.


Geschichtsrevisionismus und Diskriminierung stoppen!


„Solidarität mit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora“ [1]


(Pressemitteilung 26. August 2024, 15 Uhr [2])

Mit großer Sorge beobachten wir die Zunahme von Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Stigmatisierung und Diffamierung von Minderheiten wie auch Gewalttaten haben längst erschreckende Ausmaße erreicht.

Dieses bedrohliche Anwachsen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit basiert häufig auf rechtsextremen, völkisch-nationalistischen Vorstellungen von Politik und Gesellschaft, die mit revisionistischen Geschichtsbildern verbunden sind. Solche verzerrten und verfälschenden Geschichtsbilder weisen zum Teil neonationalsozialistische Schattierungen auf. Der besorgniserregende Erfolg rechtsextremer Parteien und Gruppierungen gefährdet unsere vielfältige Kultur- und Erinnerungslandschaft; und nicht nur das: Sie gefährden die Grundfesten unserer auf Menschenwürde, Diversität und Gleichberechtigung basierenden freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

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Jugendliche entdecken jüdisches Leben im Sauerland

HSK bietet 5-tägiges Herbstferien-Freizeitprogramm an

Auch das Sauerlandmuseum werden die Jugendlichen besuchen. (archivfoto: zoom)

Unter dem Motto „Erinnern für die Zukunft – Auf den Spuren jüdischen Lebens im Sauerland Früher & Heute“ bietet der HSK vom 21. bis zum 25. Oktober Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren eine fünftägige Herbstferienfreizeit an.

(Pressemitteilung HSK)

Die Teilnehmer werden geschichtsträchtige Orte wie die Wewelsburg bei Paderborn und das Sauerland-Museum in Arnsberg besuchen und die Vergangenheit und die Gegenwart des jüdischen Lebens im Sauerland unter die Lupe nehmen.

In diesem Zusammenhang werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch mit den Themen Rechtsextremismus und Diskriminierung beschäftigen. Dabei wird der Spaßfaktor wird natürlich nicht zu kurz kommen. Bei Outdoorspielen, im Escaperoom oder bei einem geplanten Lagerfeuer können sich die Jugendlichen austauschen und anfreunden.

Übernachtet wird in der Jugendherberge direkt am Sorpesee. Die Teilnahme am Ferienprogramm kostet 220 Euro pro Person: Essen, Trinken und alle Aktionen inklusive. Anmeldung und weitere Informationen unter Jugendfoerderung@hochsauerlandkreis.de, Telefon: 0291/945949 oder www.young-hsk.de.

Eröffnung der Ausstellung „STOPP. ZUHÖREN. BEGEGNEN.“

Eine künstlerische Intervention zu Geschichte und Gegenwart von Erinnern und Handeln zu rechter Gewalt in Nordrhein-Westfalen am 23. Juni 2024 um 12.00 Uhr
Mehmet-Kubasik[*]-Platz in Dortmund

Veranstaltungsplakat (FORENA)

Die Kunst-Ausstellung „STOPP. ZUHÖREN. BEGEGNEN.“ ist ein Moment der Intervention im öffentlichen Raum. Sie erzählt eine Geschichte von Widerstand und Resilienz im Kontext des Erinnerns an rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Nordrhein-Westfalen nach 1945.

Sie besteht aus einer temporären öffentlichen Skulptur der Künstlerin Cana Bilir-Meier (http://www.canabilirmeier.com), der Kunstkuratorin Chana Boekle und der Grafikerin Silvia Troian sowie einer Sound-Installation der Künstlerin Talya Feldman (https://www.talyafeldman.net) und des Sounddesigners Carlos Ángel Luppi mit Aufnahmen von Ozan Ata Canani, Berivan Kaya und Microphone Mafia.

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Vortrag Katrin Himmler: „Rassismus ohne Rassen“

Kostenfreies Angebot im Sauerland-Museum

Hochsauerlandkreis. Auf Einladung des Arnsberger Sauerland-Museums und des „Arbeitskreis für Dorfgeschichte Niedereimer“ hält die Politikwissenschaftlerin Katrin Himmler einen Vortrag im Blauen Haus des Sauerland-Museums, in dem es um die Ziele der „Neuen Rechten“ und ihre Anknüpfungspunkte zum Nationalsozialismus geht.

Erklärtes Ziel der „Neuen Rechten“ ist es, die demokratische Gesellschaft im Kern zu verändern. Dafür nutzen sie u. a. die Stimmung der „Wutbürger“ und unterwanderten in den letzten Jahren immer wieder erfolgreich die Proteste von „Querdenkern“ oder „Pegida“.

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Auf zur Wasserkuppe Tag 3: Rotenburg – Tann in der Rhön

Eigentlich geht es ja nur im mittleren Teil nach Osten, sonst eher nach Süden. (Screenshot)

Die Idee hinter diesem Tageabschnitt war es, so schnell wie möglich vom Fulda-Radweg abzubiegen und nach Osten in die Rhön hinein zu radeln. Ursprünglich wollte ich noch bis Fulda weiter und dann von dort aus zur Wasserkuppe, aber immer nur am Fluss entlang reisen kann auch ermüdend sein. Außerdem hatte ich die Strecke von Kassel bis Fulda schon einmal (2019) mit dem Rad zurückgelegt – hin mit Gegenwind. Der Wind hatte damals ausnahmsweise nicht gedreht und so waren wir Richtung Kassel mit Rückenwind auf unseren Rädern zurück geflogen.

Lange Rede, kurzer Sinn: bei Friedlos, nördlich von Bad Hersfeld, sind wir auf den D4/R7 nach Osten abgebogen, um dann in einem Bogen das Ziel Tann/Rhön zu erreichen.

Grauer Himmel, trockener Tag – ideales Radwetter.

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Pazifismus ist Liebe zum Leben: Fundamentalopposition gegen das Programm Krieg

Redebeitrag von Peter Bürger (Theologe, freier Publizist) zum Kölner Ostermarsch am 30. März 2024

Die Evolution des Menschen (Bild: wikimedia)

Liebe Mitmenschen,

liebe Freundinnen und Freunde in der Friedensbewegung:

Schalom-Salaam – diesen Gruß wider den Hass habt vor allem ihr Kölner seit letztem Oktober ins Land NRW geschickt. Als Düsseldorfer rede ich heute auch deshalb gerne im geliebten Köln, weil hier ein Sozialdemokrat lebt, der zwar kein Pazifist ist, aber uns Pazifisten mit Respekt begegnet und vor allem einen klaren Verstand behalten hat.

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