#everynamecounts-Challenge zum Holocaust-Gedenktag 2026

Freiwillige können an Menschen erinnern, die aus Belgien und Frankreich nach Auschwitz deportiert wurden

Grafik: Arolsen Archives

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Auch 81 Jahre später ist die Aufarbeitung der historischen Quellen und die Dokumentation der Namen der Ermordeten noch nicht abgeschlossen. Um die Erinnerung an jedes einzelne Schicksal zu bewahren, rufen die Arolsen Archives zum kommenden Holocaust-Gedenktag zur Challenge #everynamecounts auf.

Ziel ist es, gemeinsam noch nicht digitalisierte Informationen von rund 58.000 Dokumenten zu erfassen. Im Fokus stehen in diesem Jahr Dokumente vom Archivdienst für Kriegsopfer aus dem Belgischen Staatsarchiv.

„#everynamecounts-Challenge zum Holocaust-Gedenktag 2026“ weiterlesen

Fundstücke: Alte Liebe rostet doch

„Liebesschlösser“ an einem Brückengeländer im Rombergpark (foto: zoom)

Was ich mich Anblick der unzähligen sogenannten „Liebesschlösser“ an den Brücken dieser Welt häufig denke: „Euer Schloss ist verrostet. Seid ihr noch zusammen?“

Ich werde es wahrscheinlich nie erfahren, es sei denn, irgendein schlauer Mensch schreibt demnächst seine Dissertation über dieses Thema.

Falls du schon an dieser wissenschaftlichen Studie strickst, bitte ich um einen statistischen Vergleich mit denjenigen Paaren, die KEINE Schlösser an Brückengeländer anbringen.

Es wäre gerade zu Beginn einer Beziehung wichtig zu wissen, ob Schlösser die Verbindung verlängern oder verkürzen.

Danke im Voraus und Gute Nacht!

Winterkonzert der Mescheder Wind-Band

Von Schlagwerk-Solo bis Filmmusik

Lädt ein zum Winterkonzert 2026 : die Mescheder Windband. (Foto: Musikschule HSK)

Mit einem abwechslungsreichen Programm lädt die Mescheder Wind-Band am Samstag, 7. Februar um 19.00 Uhr zum traditionellen Winterkonzert in die Stadthalle Meschede ein.

(Pressemitteilung HSK)

Das sinfonische Blasorchester der Musikschule des Hochsauerlandkreises unter der Leitung von Markus Hengesbach präsentiert ein facettenreiches Programm zwischen modernen Originalkompositionen und anspruchsvollen Bearbeitungen klassischer Werke.

„Winterkonzert der Mescheder Wind-Band“ weiterlesen

Armut, Reichtum, neoliberale Gier & soziale Gerechtigkeit (neue Oxfam Studie 2026)

Umwelt – Ökologie und soziale Gerechtigkeit: Ohne soziale Gerechtigkeit ist Nachhaltigkeit nicht zu erreichen

Grafik: mitwelt.org

Das Problem ist nicht nur die Gier der Konzerne und Milliardäre. Das Problem sind die „Wir erlauben Konzernen & Milliardären immer alles-Parteien und Medien“. In Deutschland sind dies vor allem CDU, CSU, FDP, AfD und die Springerpresse. Zorn gegen Unrecht entsteht nicht, solange es die Superreichen, die BILD-Zeitung und marktradikale, libertäre und rechte Parteien schaffen, dass die Menschen nach oben buckeln und nach unten treten.

(Übernahme eines Artikels von Axel Mayer: https://www.mitwelt.org/armut-reichtum-gier-neoliberalismus-soziale-gerechtigkeit)

Beginnen wir mit einer schwierigen Aufgabe. Stellen Sie sich eine Milliarde Dollar oder Euro vor. Eine Milliarde sind tausend Millionen. Denken Sie an eine Milliarde Kügelchen mit einem Durchmesser von einem Millimeter. Aneinandergereiht würden die Kügelchen eine Kette von einer Milliarde Millimeter oder 1000 Kilometer ergeben, etwas länger als die Entfernung von München nach Rom.

Öl- & Gas: Die Profite der Klimakatastrophenverantwortlichen

„Einer auf Weltbank-Daten basierenden wissenschaftlichen Studie von 2022 zufolge haben allein die Öl- und Gaskonzerne und die Petrostaaten von 1970 bis 2020 inflationsbereinigt etwa eine Billion US-Dollar pro Jahr Gewinn gemacht. Knapp drei Milliarden Dollar pro Tag. Jeden Tag, fünfzig Jahre lang. Gewinn, nicht Umsatz. Am meisten verdienten die Konzerne in den letzten 20 Jahren. 2022 stellten sie einen neuen Rekord auf.“ schreibt der Spiegel

Armut, Reichtum und die demokratiegefährdende Macht der Konzerne, Milliardäre und West-Oligarchen (Grafik: mitwelt.org)
Ergebnisse des Oxfam Berichts 2026: (Eine Milliarde sind tausend Millionen)
  • Rekord-Reichtum: Im Jahr 2025 ist das Vermögen von Milliardär*innen um 2,5 Billionen US-Dollar gewachsen – auf den Rekordwert von 18,3 Billionen US-Dollar.
  • Die ärmere Hälfte: Dieser Anstieg in nur einem Jahr entspricht fast dem gesamten Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung, das sind mehr als vier Milliarden Menschen.
  • +80 Prozent: Seit 2020 ist das Vermögen von Milliardär*innen inflationsbereinigt um mehr als 80 Prozent gestiegen.
  • 4 Sekunden: In vier Sekunden verdient Elon Musk, der reichste Mann der Welt, so viel wie ein Mensch im weltweiten Durchschnitt in einem Jahr.
  • Fast die Hälfte der Weltbevölkerung – 3,77 Milliarden Menschen – leben in Armut, also von weniger als 8,30 US-Dollar pro Tag.
  • Rund 2,3 Milliarden Menschen sind von moderater oder schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen. Diese Zahl stieg zwischen 2015 und 2024 um 42,6 Prozent.
Auch in Deutschland wächst der Superreichtum:
  • 2025 ist die Gesamtzahl der Milliardär*innen um ein Drittel auf 172 gestiegen. Deutschland hat die viertmeisten Milliardär*innen weltweit.
  • Ein*e deutsche*r Milliardär*in verdient in weniger als anderthalb Stunden das durchschnittliche Jahreseinkommen in Deutschland.
  • Das Gesamtvermögen aller deutschen Milliardär*innen stieg 2025 inflationsbereinigt um 30 Prozent auf 840,2 Milliarden US-Dollar.

Quelle: Oxfam – Bericht zur sozialen Ungleichheit 2026

Was blüht denn dort im Januar?

Diese Pflanzen wuchsen drinnen und blühten nicht: Kakteen im Schauhaus (Foto: zoom)

Als ich jüngst im Bekannt*innenkreis erzählte, dass ich Mitte Januar blühende Pflanze im Rombergpark gesehen hätte, erntete ich müdes Erstaunen: „Kenn‘ ich nicht! Wo ist denn der Rombergpark?“

Die Pflanze war anscheinend noch uninteressanter. Also der Reihe nach. Zuerst der Park, dann die Pflanze.

Der Rombergpark ist nicht weit entfernt vom Westfalenpark und liegt neben dem Zoo (siehe auch https://www.schiebener.net/wordpress/dortmund-2-x-2/). Der Eintritt ist frei. Das Gelände ist hügelig und darauf sind zu finden: Bäume & Arboretum, Blütenpflanzen & Botanischer Garten, kleine Bäche, Teiche, Cafés, Ausstellungspavillions, ein Pflanzenschauhaus …

Ich habe bestimmt noch etwas vergessen, aber ihr werdet eure eigenen Entdeckungen machen. Hier findet ihr den Rombergpark:

https://www.openstreetmap.org/?mlat=51.47832&mlon=7.46729#map=15/51.47832/7.46729


Größere Karte anzeigen

Der Park lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Im Winter ist es dort naturgemäß etwas übersichtlicher als in den anderen Jahreszeiten.

Zumindest eine blühende Pflanzenart habe ich draußen in einem Beet vor dem Café Orchidee entdeckt. Wenn ich mich nicht täusche, handelt es sich um eine orientalische Nieswurz.

Sollte ich mich nicht täuschen, habe ich eine Lenzrose fotografiert (Foto: zoom)

Die Orientalische Nieswurz (Helleborus orientalis), Lenzrose oder Frühlings-Christrose ist eine Art der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist in der Türkei und dem Kaukasus beheimatet.

Die restlichen Informationen findet ihr bei Wikipedia oder auch mit Hilfe eurer Suchmaschine auf den zahlreichen Websites von Gärtnereien und Baumschulen.

Sollte ich mich bei der Pflanzenbestimmung vertan haben, schreibt es mir in die Kommentare.

Kluge Kaufleute bauen vor

Warum die Wirtschaft Umweltbelange nicht ignorieren darf

Blick auf das Forschungsgelände des UFZ am Forschungsstandort in Leipzig. (Bild: André Künzelmann / UFZ)

Der aktuelle Global Risks Report, den das Weltwirtschaftsform am 14. Januar veröffentlicht hat, analysiert globale Risiken anhand verschiedener Zeiträume, um Entscheidungsträgern dabei zu helfen, aktuelle Krisen und längerfristige Prioritäten gegeneinander abzuwägen. Er zeigt, dass „Extremwetter“, „Artensterben“ und „kritische Veränderungen der Erdsysteme“ langfristig über die nächsten 10 Jahre als größte Gefahren für die Welt angesehen werden. Doch im Ranking für die nächsten 2 Jahre sind genau diese Umweltgefahren nach hinten gerutscht: „kritische Veränderungen der Erdsysteme“ um 7 Plätze, „Biodiversitätsverlust“ um 5 Plätze, „Umweltverschmutzung“ um 3 Plätze. Verdrängt wurden sie wenig überraschend von geopolitischen, aber auch wirtschaftlichen Risiken wie „Inflation“ oder „Rezession“. Diese Prioritätensetzung Richtung Wirtschaft ist zu kurzfristig gedacht, scheibt Prof. Katrin Böhning-Gaese in ihrem Statement. Die Umwelt nicht zu beachten, erhöhe vielleicht jetzt die Gewinne, langfristig steige jedoch das unternehmerische Risiko.

(Pressemitteilung UFZ)

Deutschlands Wirtschaft schwächelt. Gründe gibt es dafür viele: Ein tiefgreifender Strukturwandel in der Automobilbranche, geopolitische Verschiebungen und neue Zölle – das sind einige der Faktoren, mit denen deutsche Firmen zu kämpfen haben. Entsprechend steht die Wirtschaft derzeit besonders im Fokus. Daran ist nichts auszusetzen. Allerdings dürfen darüber die Themen Umwelt, Natur und Nachhaltigkeit nicht aus dem Blick geraten. Genau diese Gefahr besteht aber, denn es ist verführerisch, in einen „First-things-first“-Modus zu verfallen, das eine als Pflicht, das andere als Kür zu betrachten. Nach dem Motto: Läuft die Wirtschaft erst wieder, dann kümmern wir uns um die Umwelt. Genau diese Haltung scheint sich in wachsenden Teil von Wirtschaft, Politik und, wie aus Umfragen hervorgeht, auch der Gesellschaft festzusetzen. Ist das wirklich klug?

„Kluge Kaufleute bauen vor“ weiterlesen

Ich + Ich – Vielleicht ganz. Ein Porträt innerer Welten

78 großformatige Fotografien von 35 Menschen, die sich offen mit ihrer psychischen Erkrankung auseinandersetzen ab 29. Januar im LenneAtelier Schmallenberg

Die Fotografien stehen für sich. Sie sollen keine Antworten liefern, sondern Wahrnehmung ermöglichen. (Bild: © Esther Posala)

Ein Blick, ein Innehalten – und manchmal dieser Moment, in dem etwas anklingt, das man selbst kennt, ohne es benennen zu müssen. Die Ausstellung „Ich + Ich – Vielleicht ganz. Ein Porträt innerer Welten“ lädt dazu ein, sich auf genau solche Begegnungen einzulassen. Vom 29. Januar bis 25. Februar 2026 ist sie im LenneAtelier in Schmallenberg zu sehen.

(Der Beitrag wurde mit Genehmigung des Sozialwerk St. Georg übernommen: https://www.sozialwerk-st-georg.de/aktuelles/ich-ich-vielleicht-ganz-ein-portraet-innerer-welten.html Dort sind weitere interessante und berührende Porträts zu entdecken.)

Gezeigt werden 78 großformatige Fotografien von 35 Menschen, die sich offen mit ihrer psychischen Erkrankung auseinandersetzen und sich bewusst haben porträtieren lassen. Die Bilder erzählen von Verletzlichkeit und Stärke, von Rückzug und Präsenz – ohne zu erklären, ohne festzuschreiben.

Initiiert und begleitet wurde das Projekt von Anne Möx, Projektleiterin im Bildungsatelier des Sozialwerks St. Georg. Für die fotografische Umsetzung arbeitete sie mit der externen Fotografin und Künstlerin Esther Posala zusammen, deren Bildsprache die Ausstellung maßgeblich prägt. Anne Möx beschreibt den Ausgangspunkt des Projekts als den Wunsch, „Räume zu schaffen, in denen Menschen sich zeigen können – ohne erklärt zu werden“.

Bilder statt Zuschreibungen

Die Ausstellung verzichtet bewusst auf begleitende Texte, Namen oder Diagnosen. Die Fotografien stehen für sich. Sie sollen keine Antworten liefern, sondern Wahrnehmung ermöglichen. Anne Möx versteht die Bilder als Einladung, eigene Gefühle und Assoziationen zuzulassen. Die Emotionen, die sichtbar werden – Unsicherheit, Offenheit, Stolz oder Zurückhaltung – seien keine besonderen, sondern zutiefst menschliche Erfahrungen.

Die Bildsprache von Esther Posala arbeitet mit Spiegelungen, Unschärfen sowie Licht und Schatten. Sie schafft Nähe, ohne zu vereinnahmen. Immer wieder, so berichtet Anne Möx, entstehe beim Betrachten der Eindruck, Menschen neu zu sehen – auch solche, die man zu kennen glaubt. Genau darin liege eine besondere Kraft der Ausstellung.

Das Projekt hatte eine lange Vorbereitungszeit. Bereits vor anderthalb Jahren begann der offene Aufruf zur Teilnahme. Das Interesse war groß – größer, als es die vorhandenen Ressourcen zuließen. Letztlich entschieden sich 35 Menschen für eine Teilnahme, darunter Menschen mit Assistenzbedarf aus dem Sozialwerk St. Georg ebenso wie externe Teilnehmende.

Vor den Fototerminen standen intensive Gespräche. Es ging um persönliche Geschichten, um Grenzen, um die Frage, wie viel Sichtbarkeit sich gut anfühlt. Für Anne Möx ist dieser Prozess ein zentraler Bestandteil des Projekts. Viele Teilnehmende hätten beim ersten Blick auf die fertigen Fotografien innegehalten, seien berührt oder überrascht gewesen und hätten sich selbst anders wahrgenommen als erwartet.

Kunst als Brücke

Erstmals öffentlich gezeigt wurden die Fotografien im Mai 2025 im Rahmen des Fotofestivals Schmallenberg, verbunden mit einem Gesprächsabend zu psychischer Gesundheit, Kunst und gesellschaftlicher Teilhabe. Nach Einschätzung von Anne Möx nahmen rund 50 Besucher:innen an diesem Abend teil. Der Austausch sei offen und intensiv gewesen – getragen von dem Wunsch, ins Gespräch zu kommen.

Dass die Ausstellung nun erneut in einem öffentlichen Kunstraum gezeigt wird, ist bewusst gewählt. Für Anne Möx gehört es zum Gedanken von Inklusion, bestehende kulturelle Orte zu nutzen und keine Sonderräume zu schaffen. Kunst kann Brücken bauen, weil sie nicht erklärt, sondern berührt.

Möglich wurde das Projekt durch Kooperationen und Förderung, unter anderem durch Aktion Mensch. In Schmallenberg arbeitet das Projekt zudem mit der Stadt Schmallenberg zusammen, die im Rahmen des Programms Dritter OrtRäume für Kunst und Begegnung eröffnet.

Begleitend zur Ausstellung finden mehrere Veranstaltungen statt, die Austausch und Vertiefung ermöglichen:

  • Ausstellungseröffnung
    Donnerstag, 29. Januar 2026, 18:00 Uhr
  • „Für die Seele sorgen – aber wie?“
    Offenes Atelier und Gespräche zur Seelsorge
    Donnerstag, 5. Februar 2026, 18:00 Uhr
    mit Susanne Fabri und Anne Möx
  • Porträtkunst – Offenes Atelier
    Freitag, 20. Februar 2026, 18:00 Uhr
    mit Esther Posala und Sandra Ritter

Öffnungszeiten der Ausstellung:
mittwochs, freitags, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr

Ort:
LenneAtelier
Unter der Stadtmauer 4
57392 Schmallenberg

Weltliteratur live: Salman Rushdie mit neuem Buch bei der lit.COLOGNE

Salman Rushdie (Foto: ©2023 Rachel Eliza Griffiths)

Wenige Wochen vor Festivalbeginn ergänzt die lit.COLOGNE ihre 26. Edition um ein weiteres literarisches Highlight: Salman Rushdie – international gefeierter und mit zahlreichen Preisen ausgezeichneter Weltliterat – präsentiert sein jüngstes und von der Kritik hochgelobtes Werk Die elfte Stunde.

(Pressemitteilung lit.Cologne)

Am 20. März kommt er für einen von nur wenigen exklusiven Deutschlandterminen nach Köln. Es liest Ulrich Noethen. Tickets sind ab heute erhältlich. Für weitere, stark nachgefragte Lesungen wurden Zusatzveranstaltungen eingerichtet.

„Weltliteratur live: Salman Rushdie mit neuem Buch bei der lit.COLOGNE“ weiterlesen

Davos: 67 zivilgesellschaftliche Organisationen kritisieren Weltwirtschaftsforum in internationaler Erklärung

Protestwanderung gegen das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos (Foto: Robin Wood/Julian Smaluhn)

Eine Koalition von 67 zivilgesellschaftlichen Organisationen aus über 26 Ländern kritisiert das Weltwirtschaftsforum als Symbol für ein autoritäres Wirtschaftssystem, das die Welt in Kriege, soziale und ökologische Krisen treibt. In einer internationalen Erklärung fordern sie, das Weltwirtschaftsforum mit solidarischen Alternativen wie dem Weltsozialforum zu ersetzen und eine grundlegende Demokratisierung der Weltwirtschaft mit einem Ende der Ausbeutung von Mensch und Natur. 

Max Voegtli von StrikeWEF kritisiert: „Wir lehnen das Weltwirtschaftsforum als Symbol einer autoritären Wirtschaft ab, die nur wenigen dient und diejenigen ausschließt, die Tag für Tag hart arbeiten und von den Krisen der heutigen Zeit betroffen sind: Kriege, Klimakatastrophen und soziale Prekarität.“

„Wir fordern eine grundlegende Demokratisierung der Weltwirtschaft und eine Umverteilung des Reichtums, um unsere krassen globalen Ungleichheiten zu bekämpfen“, erläutert Thomas Eberhardt-Köster von Attac Deutschland. 

Massa Koné, einer der Hauptorganisatoren des Weltsozialforums 2026, betont: „Wir setzen uns für alternative solidarische globale Foren ein, die von und für die Menschen organisiert werden. Das Weltsozialforum 2026 in Benin wird die Menschen befähigen, sich für eine gerechtere Gestaltung der Lebensgrundlagen selbst zu organisieren.“

Die Erklärung wurde initiiert von den Organisatoren des Weltsozialforums 2026 (dem westafrikanischen Netzwerk für Land- und Wassergerechtigkeit „La Convergence Globale des Luttes de Terre et de l’Eau – L’Afrique de Ouest”), den deutschen Organisationen WEED – Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung und Attac, der transnationalen Bewegung Afrique-Europe-Interact sowie vom Schweizer Bündnis StrikeWEF, das die diesjährigen Proteste in Davos organisiert. 

Die vollständige Erklärung auf Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch:

Erklärung gegen das Weltwirtschaftsforum 2026

Die Genossin Sonne ist im Dortmunder U untergegangen

Rolltreppenschacht im Dortmunder U. An den Geländern Werbung für die Ausstellung „Genossin Sonne“ (foto: zoom)

Gestern ist die Ausstellung Genossin Sonne im Dortmunder U zu Ende gegangen. Siehe dazu auch hier im Blog: https://www.schiebener.net/wordpress/dortmund-2-x-2/

Zu sehen waren künstlerischen Arbeiten und Theorien, die versuchten, den Kosmos und insbesondere die Aktivität der Sonne, Energielieferant für Leben auf der Erde, mit sozialen und politischen Bewegungen in Verbindung zu bringen.

Jetzt müssen wir halt ohne Genossin Sonne und esoterische Revolutionstheorien weitermachen.

Es gibt genug zu tun: Klimakrise, Wirtschaftskrisen, Autoritarismus, Fossilismus, weltweiter Rechtsruck, Kriege …

Nicht resignieren! Die Sonne geht heute unter, aber morgen auch wieder auf.