Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität: „Extrem jung, extrem rechts“

Öffentlicher Vortrag am 24. April 2026, 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr im Gemeindehaus der evangelischen Kirche, Schützenstr.4, 59872 Meschede

Logo des Bündnis für Demokratie und Solidarität

Die Entwicklung ist alarmierend: 2025 registrierte die Polizei bundesweit 41.072 politisch rechts motivierte Straftaten, darunter 1.521 Gewaltdelikte. Mehr als 3.500 dieser Taten wurden von Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren verübt – ein deutlicher Hinweis darauf, wie stark sich extrem rechte Einstellungen und Aktionsformen inzwischen unter jungen Menschen ausbreiten.

(Pressemitteilung Bündnis Demokratie)

Diese Entwicklung zeigt sich nicht nur in Statistiken, sondern auch im Alltag: Immer mehr sehr junge Menschen beteiligen sich an Aktionen der Neonazi-Szene, gründen eigene, extrem rechts einzuordnende Gruppen oder treten in Schulen provokativ als „stramm rechts“ auf – mit entsprechender Kleidung, Symbolik und gezielter Einschüchterung.

Auch bei Wahlen wächst die Zustimmung zu extrem rechten Parteien bei Jung- und Erstwählenden deutlich. Besonders besorgniserregend ist die Rolle Sozialer Medien. Sie sind zentrale Orte der Kontaktaufnahme, Radikalisierung und Vernetzung in die extrem rechte Szene. Auf Plattformen wie TikTok werden brutalste neonazistische, rassistische, antisemitische und NS-verherrlichende Inhalte oft in einem Jugend nahen Gewand verbreitet – scheinbar harmlos, tatsächlich aber hochwirksam. So entstehen digitale Erlebnisräume, in denen extrem rechte Ideologien normalisiert und junge Menschen Schritt für Schritt an menschenfeindliche Weltbilder herangeführt werden.

Der Vortrag gibt Einblick in die aktuelle Forschung zur extrem rechten Jugend. Die Referentin stellt exemplarisch Akteure aus NRW vor, beschreibt ihre Aktivitäten und zeigt konkrete Beispiele aus Sozialen Medien. Abschließend präsentiert sie eine Einschätzung der Lage sowie Vorschläge für zivilgesellschaftliche Interventionen – als Impuls für Information, Austausch und gemeinsame Handlungsperspektiven.

Die Referentin Sabine Reimann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der Hochschule Düsseldorf und in Forschung, Lehre sowie historisch-politischer Bildung tätig.

Gemeinsam mit Fabian Virchow veröffentlichte sie den Sammelband „Und damit kam die Angst …“, Der rechtsterroristische Anschlag am S-Bahnhof Düsseldorf-Wehrhahn (Berlin: Metropol, 2025).

Buchtitel Reimann/Virchow

Keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt ist frei.

Veranstalter ist das Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V.

Der Vortrag findet um 19 Uhr, nach der Mitgliederversammlung des Bündnisses (17-19 Uhr) am selben Ort (Gemeindehaus der evangelischen Kirche, Schützenstr.4, 59872 Meschede) statt.

„Die Toten von Meschede“ – Abendveranstaltung der vhs HSK

LWL-Historiker Dr. Marcus Weidner stellt Ergebnisse seiner mehrjährigen Forschung vor

Dr. Marcus Weidner, Historiker am LWL-Institut für Regionalgeschichte in Münster, referiert zu den Ergebnissen seiner mehrjährigen Studie am Dienstag, 9. September, 19 Uhr im Bürgerzentrum Alte Synagoge in Meschede. (Foto: LWL)

„Die Toten von Meschede. Ein Kriegsendphaseverbrechen im März 1945: Rekonstruktion, Strafverfolgung, Erinnerungen“ ist Titel eines Buches, das Dr. Marcus Weidner, Historiker am Institut für Regionalgeschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Dienstag, 09. September, 19 Uhr bis 20.30 Uhr im Bürgerzentrum „Alte Synagoge“ in Meschede vorstellen wird. Eingeladen dazu hat die Volkshochschule Hochsauerlandkreis, Fachbereich für Gesellschaft und Politik, mit Unterstützung des Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V. Der Eintritt zu der Veranstaltung beträgt sechs Euro.

(Pressemitteilung HSK)

Das Buch präsentiert das Ergebnis einer mehrjährigen Studie, in der Dr. Weidner eines der schwerwiegendsten Kriegsendphaseverbrechen im damaligen Deutschen Reich aufgearbeitet hat.

 Vor 80 Jahren, zwischen dem 21. und 23. März 1945, ermordeten Angehörige der ,,Division zur Vergeltung”, die aus SS- und Wehrmachtsoldaten bestand, im Arnsberger Wald bei Warstein, Suttrop (Kreis Soest) und Eversberg (Hochsauerland-kreis) insgesamt 208 osteuropäische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter – Erwachsene, Jugendliche, Kinder und einen Säugling.

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Update: Der Kurs „Jetzt wird’s politisch – Red’ mit!“ fällt leider aus

„Heimatcheck“ – Positionen der Parteien zum erstplatzierten Wahlthema „Sicherheit und Sauberkeit“

Grafik: Veranstalter

Der Kurs fällt leider aus!

Demokratie lebt vom politischen Gespräch, von Diskussionen und Debatten. Standpunkte auszutauschen, sachlich zu bleiben, zuzuhören und nicht sofort emotional oder abwertend zu reagieren – das braucht eine Gesellschaft, die sich entschieden hat, demokratisch und sachorientiert nach bestmöglichen Lösungen zu suchen und diese gemeinsam zu erarbeiten. Jede Gemeinschaft sollte das politische Gespräch pflegen und kultivieren, denn funktionierende Koalitionen sind in einer Demokratie unabdingbar.

(Pressemitteilung Mescheder Bündnis)

In diesem Rollenspiel wird ein aktuelles politisches Thema diskutiert. Die Teilnehmenden schlüpfen in eine zugeloste politische Rolle und argumentieren auf Grundlage des jeweiligen Grundsatzprogramms „ihrer“ Partei. Je nach Teilnehmendenzahl kann auch eine Beobachterrolle für die abschließende Reflexion eingenommen werden.

Thema:
„Heimatcheck“ – Positionen der Parteien zum erstplatzierten Wahlthema „Sicherheit und Sauberkeit“. Zur Diskussion stehen außerdem Instrumente der Meinungsbildung und Themenplatzierung vor Wahlen.

Termin: 08.09.2025, 18:00 – 20:15 Uhr
Ort: VHS Meschede, Ruhrstraße 26
Gebühr: 5 € Teilnahmegebühr
Anmeldeseite VHS: https://www.vhs-hsk.de/kurse/politik-gesellschaft-umwelt/kurs/Jetzt-wirds-politisch-Red-mit/252-100101

Alle politisch Interessierten sind herzlich eingeladen.

In Kooperation mit dem Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V.

„Die Demokratie verteidigen und stärken – Eine wichtige Aufgabe für uns alle“

Vortrag von Prof. Dr. rer. pol. Fabian Virchow (Hochschule Düsseldorf) mit anschließender Diskussion am 28. März um 19 Uhr im ev. Gemeindehaus Meschede

Das Logo des Mescheder Bündnisses (foto: zoom)

Das Mescheder Bündnis für Demokratie und Solidarität e.V. lädt am Freitag, 28.03 2025, um 19 Uhr in das Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde, Schützenstraße 6, Meschede zu einem öffentlichen Vortrag mit anschließender Diskussion ein. Referent ist Prof. Dr. rer. pol. Fabian Virchow von der Hochschule Düsseldorf.

(Mitteilung Mescheder Bündnis)

In den letzten Jahren waren demokratische Werte und Prinzipien weltweit immer mehr bedroht, auch hier in Deutschland. Politische Entwicklungen, gesellschaftliche Herausforderungen und das Aufkommen populistischer Bewegungen setzen die Grundlagen unserer Demokratie unter Druck. Dieser Druck ist nicht nur oberflächlich, sondern betrifft tiefgehend, wie wir als Gesellschaft politische Teilhabe, individuelle Freiheiten und respektvollen Austausch gestalten.

In einer Zeit, in der unsere demokratischen Errungenschaften auf die Probe gestellt werden, ist es wichtiger denn je, sich der Zerbrechlichkeit unseres Systems bewusst zu werden. Demokratie ist kein Selbstläufer – sie erfordert Schutz, Pflege und Weiterentwicklung. Populistische und autoritäre Tendenzen gewinnen immer mehr Zulauf, was das Vertrauen in demokratische Institutionen schwächen kann und zu einer Entfremdung von der Politik führt.

Es ist an der Zeit, sich dieser Entwicklung zu stellen und aktiv dafür einzutreten, unsere Demokratie zu verteidigen und zu stärken. Jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten, sei es durch die Teilnahme an Wahlen, den Dialog mit anderen oder das Engagement für politische Bildung und den Schutz von Minderheitenrechten.

Der respektvolle Umgang mit unterschiedlichen Meinungen und der Einsatz für den Erhalt der Rechtsstaatlichkeit sind wesentliche Bausteine einer lebendigen Demokratie. Diese Aufgabe betrifft uns alle, denn Demokratie ist ein kontinuierlicher Prozess, der sich an die Herausforderungen einer immer komplexeren Welt anpassen muss.

Der Vortrag findet im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Mescheder Bündnisses statt.

Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.