Umleitung: Vieles bewegt mich, nicht alles ist drin. Rechtspopulismus, Nazis, Antisemitismus, Flüchtlinge und mehr.

Und wieder ein wunderbarer Sommertag im November. Fahrradwetter pur. (foto: zoom)
Und wieder ein wunderbarer Sommertag im November. Fahrradwetter pur. (foto: zoom)

Heute war ein wunderbarer „Sommertag“ im November, also das Fahrrad wieder rausholen und über Winterberg, Züschen (Bild), Hallenberg, Wunderthausen nach Girkhausen touren. Bis Hallenberg war auf dem Bahntrassenradweg alles easy, aber dann kam der endlos scheinende Aufstieg zur Pastorenwiese. Kann ja nicht immer nur bergab gehen. Wieder etwas gelernt. Muskelkater, aber die Welt dreht sich weiter:

Die Stunde der Wirklichkeitsverdreher: Ob Innenminister Thomas de Maizière oder Lehrer Jürgen Mannke: In Deutschland bedienen immer mehr Menschen die Vorurteile, aus denen sich der Erfolg von Populisten speist. Sie alle machen sich schuldig … spon

Terror von rechts – im völkischen Dschihad: Einzeltäter, die sich als Teil einer Bewegung verstehen, als politische Soldaten: Die Anschläge von Köln und Trollhättan in Schweden zeigen den Vernichtungswillen sowie die Brutalität des Rechtsterrorismus. Die Attentäter wähnen sich in einer Art völkischen Dschihad … blpb

Verfassungsschutz hilft Neonazi: V-Mann-Führer löscht belastendes Material aus dem Internet und behindert Ermittlungen des BKA … correktiv

Antisemitismus nach Auschwitz: Aufstand gegen die Moderne … publikative

Hans Mommsen gestorben: Der Historiker zählte zu den wichtigsten Wissenschaftlern der Nachkriegszeit … juedischeallgemeine

Aufarbeitung der NS-Zeit: Wie Nazis im Innenministerium Karriere machten … deutschlandfunk

„Die derzeitige Rhetorik der CSU trägt zur Verrohung bei“: Der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch über den oft diskriminierenden Sprachgebrauch bei der sogenannten „Flüchtlingsdebatte“ … telepolis

„Völker sind niemals gewandert“: Europa wird von einer Völkerwanderung durchgerüttelt: So begründen viele Asylkritiker ihre Furcht vor den aktuellen Flüchtlingsströmen. Doch sie liegen falsch. Eine Völkerwanderung gibt es nicht – und hat es nie gegeben. Es sind immer kleine Gruppen, die vor Krieg und Vernichtung fliehen … berlinerzeitung

Flüchtlinge – sind die Medien selbst: Bei meinen Recherchen in Tansania im Juli habe ich es hautnah mitbekommen, wie schwierig es ist, im aktuellen Berichtsturnus der öffentlich rechtlichen Anstalten über die Ursachen und Hintergründe von Flucht einen Bericht zu platzieren … ruhrnalist

Schriftsteller des PEN zur Asylpolitik: Gegen ein engherziges Europa … revierpassagen

Endlich ein Asylkompromiss: Alle auf dem Zaun? … jurga

Ein vorbestrafter Betrüger unterwandert den „Train of Hope Dortmund“: Mitglieder haben früheren Vereins-Vize angezeigt … nordstadtblogger

Hagener Energieversorger Enervie: Kein Geld für neue Rohre. 100 Jahre alte Gas- und Wasserleitungen bleiben in der Erde … doppelwacholder

Medien und Macher – Korruption? Ein Nachmittag in der VIP-Loge. Vor ein paar Jahren habe ich mal einen blöden Fehler gemacht. Kurz vor dem Wochenende rief ein Pressesprecher an, den ich ganz gut kannte, weil er privat mit einem Kollegen befreundet war. … operationharakiri

Mnozil Brass in Konzerthalle Olsberg: Der Sauerland-Herbst ist gerade zu Ende gegangen, da tauchen die Vermissten doch noch auf: Mnozil Brass aus Österreich kommen am Freitag, 04.12.2015 in die Konzerthalle Olsberg (20.00 Uhr | Einlass 19.00 Uhr) … neheimsnetz

Lockfütterung? Wenn ein Wanderer im Wald über Kastanien stolpert … sbl

In Köln verdient der Chef der Kreissparkasse viermal so viel wie die Bundeskanzlerin. Wie sieht es bei uns aus? Mitmachen beim CrowdNewsroom von CORRECT!V …

Die Sparkasse in Meschede 2012 (archiv: zoom)
Die Sparkasse in Meschede 2012 (archiv: zoom)

Die aktuelle Recherche von CORRECT!V will die bundesdeutschen Sparkassen durchleuchten. Der Sparkassen­-Welt drohe ein perfekter Sturm, heißt es auf der Website des CrowdNewsrooms.

Die goldenen Zeiten für die Sparkassen seien vorbei. Viele Sparkassen schütteten keinen Gewinn mehr an Städte und Gemeinden aus. Zum Teil müssten die Kommunen die Verluste mit Steuergeldern ausgleichen.

Auf ihre Privilegien würden die Sparkassen­-Chefs aber nicht verzichten – viele verdienen mehr als die Bundeskanzlerin und freuten sich über lukrative Renten.

Zitat:

Kein Journalist der Welt kann allein die Geschäftsberichte von 414 Sparkassen auswerten, darin Auffälligkeiten entdecken und auswerten. Das geht nur im Team. Deshalb haben wir eine virtuelle Redaktion aufgebaut, den CORRECT!V CrowdNewsroom.

Wenn ihr unserer Einladung zur Recherche folgt, erklären wir euch Schritt für Schritt, wie man als Journalist/in arbeitet, wie man Quellen überprüft, Belege herbeischafft und im konkreten Fall: Wo man in einem Sparkassen-Geschäftsbericht die interessanten Informationen findet. Zum Beispiel über Vorstandsgehälter, Luxusrenten und faule Kredite.

CORRECT!V und F.A.Z. werden diese Informationen in einer öffentlich zugänglichen Datenbank zusammenführen. Nur so kannst Du sehen, ob Deine Sparkasse vor Ort bessere oder schlechtere Konditionen bietet als der Durchschnitt. Ob sie Verlust macht und deshalb zu einer Belastung für Deine Stadt werden kann. Oder ob die Sparkassen-Chefs bei Dir vor Ort ein außergewöhnlich hohes Gehalt oder Luxusrenten beziehen. Journalismus und Recherche sind ein Handwerk. Bei diesem Sparkassen-Projekt könnt ihr beides lernen. Warum also nicht gleich unsere Tutorials anschauen – und dann den Geschäftsbericht Deiner Sparkasse durchforsten?

Die eigene Sparkasse kann man hier zu „durchforsten“ beginnen:
https://crowdnewsroom.org/mitmachen/

Für uns im HSK wäre dies die Sparkasse Hochsauerland:
https://crowdnewsroom.org/sparkassen/sparkasse/sparkasse_hochsauerland/

Ich finde den Ansatz sehr interessant. Daher habe ich mich gestern Abend beim CrowdNewsroom angemeldet und mir die kurzen Lehrfilme über den Journalismus, das Recherchieren und die Auskunftsrechte von Journalisten und Bürgern angeschaut.

Grundkurs Journalismus

Sparkassen Recherche

Warum Behörden Auskunft geben müssen

Die Filme habe ich alle „geschafft“, also angesehen und verstanden; dann allerdings war nach einem normalen Arbeitstag Schluss mit meiner Aufnahmefähigkeit. Zum Wochenende werde ich die verlinkten Materialien durchstöbern.

Mir hat es gefallen, dass ich von der F.A.Z.  und CORRECT!V nicht nur vereinnahmt werden soll, sondern mir auch eine Menge Zucker (Infos, Wissen und Handlungskompetenz) gegeben wird.

Inhaltlich reizt mich die Sparkasse Hochsauerland, weil Sie mit Millionen-Krediten im Oversum-Projekt drin steckt, während der Bürgermeister gleichzeitig Mitglied in den Gremien der Sparkasse ist.

Das Gehalt des Sparkassen-Chefs Hochsauerland scheint auf den ersten Blick nicht in den Spitzenregionen zu liegen. Im Jahr 2011 waren es 290.000 Euro, bei einer Bilanzsumme von 106.200.000 Euro:

http://tool.handelsblatt.com/tabelle/index.php?id=124&so=1a&pc=25&po=25

Der Mescheder hat damals „nur“ 241.100 Euro verdient.

Vielleicht hat der/die ein oder andere HSKler*in Lust bei der lokalen Sparkassen-Recherche mitzumachen.

Anmeldung hier: https://crowdnewsroom.org/accounts/signup/

Ich jedenfalls werde mich ab dem Wochenende etwas weiter in die Links und Datenblätter vertiefen.

Schmerlenbacher Appell: Freie und offene Lernmaterialien für Flüchtlinge – Offener Brief von OER-Initiativen an die öffentliche Hand

Gruppenbild beim Treffen der OER-Initiativen in Schmerlenbach am 31.10.2015. (foto: OER-Initiativen)
Gruppenbild beim Treffen der OER-Initiativen in Schmerlenbach am 31.10.2015. (foto: OER-Initiativen)

Schmerlenbach. (pm) Bildung ist ein Schlüssel zur Integration von Flüchtlingen. Für das Gelingen spielen professionelle, ehrenamtliche und non-formale Bildungsangebote eine zentrale Rolle.

Die Unterzeichner begrüßen, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein entsprechendes Maßnahmenpaket im Umfang von 130 Millionen Euro angekündigt hat. Auch andere Akteure der öffentlichen Hand sind und werden aktiv, insbesondere um Lernmaterialien für Flüchtlinge entwickeln zu lassen.

Um die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit entsprechender Maßnahmen zu gewährleisten, fordern die Unterzeichner:

Von der öffentlichen Hand geförderte Lernmaterialien müssen offen lizenziert sein!

Materialien mit einer freien Lizenz, sogenannte Open Educational Resources (OER) haben in den letzten Jahren in immer mehr Bereichen Einzug gehalten und werden von UNESCO, OECD, EU-Kommission und auch vom BMBF befürwortet. Wenn Lernmaterialien mit öffentlichen Geldern und für Zwecke des Gemeinwohls finanziert werden, müssen die Hürden für die Nutzung so niedrig wie möglich liegen. Die Grundprinzipien von OER  unterstützen das.

Konkret ermöglichen OER zahlreiche Vorteile:

  • Zugang zu Lernmaterialien für alle,
  • Beseitigung von urheberrechtlichen Einschränkungen und Unsicherheiten zu Nutzung, Kopieren, Veränderung und Weitergabe von Materialien,
  • Anpassbarkeit von Materialien an die Bedürfnisse vor Ort,
  • Verbesserung der Qualität durch Weiterentwicklung und Weitergabe („Wikipedia-Prinzip“),
  • Senkung der Kosten für die Nutzung entsprechender Angebote.

Zu Lernangeboten zählen Materialien auf Papier und in digitaler Form, insbesondere auch Lernplattformen, Programme und Apps. Die Unterzeichner sehen folgende konkrete Bedingungen, die an die Mittelvergabe für die Entwicklung von Lernmaterialien gekoppelt werden sollten:

  • Die Lernangebote sollen ohne Hürden zugänglich, also offen, frei und kostenlos im Internet zu finden sein.
  • Die Lernangebote sollen unter einer Lizenz veröffentlicht werden, die im Sinne der Open Definition offen und frei ist.
  • Alle Lernangebote sollen in bearbeitbaren Dateiformaten (bei Software als Quelltext) zur Verfügung gestellt werden, so dass eine Weiterentwicklung möglich ist.

Ferner regen die Unterzeichner an, auf transparente Mittelvergabe zu achten und etablierte Akteure und bestehende Materialien aus dem Bereich OER einzubinden.

Ein Beispiel für den Einsatz von Open Educational Resources für Flüchtlinge ist zum-willkommen.de, ein offenes Portal für den Deutschunterricht mit Flüchtlingen und Asylsuchenden.

Für Anmerkungen, Rückfragen und weiteren Austausch, stehen wir sehr gerne zur Verfügung.

 

Schmerlenbach am 1.11.2015

—————————————–

BIMS e.V. | Bündnis freie Bildung | Comenius Institut e.V. – rpi-virtuell.net | edu-sharing NETWORK e.V. | J&K – Jöran und Konsorten | lernox | medialepfade.org – Verein für Medienbildung | oncampus | open-educational-resources.de – Transferstelle für OER | Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. | refugeephrasebook.de | Schulbuch-o-mat | Serlo | Siemens Stiftung | teachSam.de | Technologiestiftung Berlin | tutory.de | Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.

Kontakt: Karl Kirst und Jöran Muuß-Merholz, kontakt@oer-fuer-fluechtlinge.de

—————————————–

Diese Erklärung entstand am 31.10.2015 beim Treffen von OER-Initiativen in Schmerlenbach bei Aschaffenburg.

Wir freuen uns über die Unterstützung dieser Erklärung durch ihre Weiterverbreitung, durch eigene Erklärungen im gleichen Sinne und durch Unterstützung jeglicher Art, die in der Schmerlenbacher Erklärung formulierten Zielsetzungen zu verwirklichen.

Die Erklärung (ohne Unterschriften und Logos) steht unter der Lizenz CC 0.

Die Urheber freuen sich, wenn bei der Weitergabe auf den Ursprungsort www.oer-fuer-fluechtlinge.de verwiesen. wird.

Umleitung: Antisemitismus, Rechtsterrorismus, Europa, Zensur durch Innenministerium, Flüchtlinge, Nachdenkseiten, Geschichte und mehr.

Das Große Bildchen - startpunkt für Wanderer, Läufer und Mountainbiker (foto: zoom)
Das Große Bildchen – Startpunkt für Wanderer, Läufer und Mountainbiker (foto: zoom)

Amadeu Antonio Stiftung: Broschüre zum Umgang mit antisemitischen Verschwörungstheorien … amadeuantoniostiftung

Hamburg: Universität eröffnet jüdisches Zentrum … juedischeallgemeine

E-Mail von Bernhard Becker: Brief an einen arabischen Freund … jurga

Zum Tod von Arno Gruen: Warum sind wir so gerne gehorsam? … dradio

Terror von rechts – im völkischen Dschihad: Der Rechtsterrorismus kommt ohne Bekennerschreiben aus – die Tat ist seine Botschaft; dies gilt für den Anschlag in Köln und auch für den rassistischen Anschlag auf eine Schule in Schweden, bei dem in der vergangenen Woche drei Menschen starben … pbbrandenburg

Das Elend des Pegida-Journalismus: Wer eine „Ablehungskultur“ herbeischreibt, muss sich über Pirincci nicht wundern. Und auch nicht, dass dann einmal jemand zusticht … misik

Köln bereitet Hogesa eine Pleite: Über 10.000 Nazigegner haben sich gegen 1.000 Rechte versammelt. Eine Wiederholung der Straßenschlachten des letzten Jahres ist ausgefallen … taz

Ist Europa noch zu retten? Die europäische Idee gründet in hohen Werten wie Freiheit und Gleichheit. Die europäische Wirklichkeit jedoch sieht anders aus, meint der Sozialphilosoph Oskar Negt … haz

Zensur durch das Innenministerium: Vorläufiges Vertriebsverbot der Sammelpublikation „Ökonomie und Gesellschaft“ (Bundeszentrale für politische Bildung) durch das Bundesministerium des Innern … dgs

Wolfgang Lieb in eigener Sache: Ich habe mich schweren Herzens entschlossen, nicht mehr für die NachDenkSeiten zu arbeiten … nachdenkseiten

Dies ist kein Sozialkonstruktivismus: Erschüttert es wohl das Weltbild, wenn man Fakten erfährt, die diesem widersprechen? In der Regel nicht. In der Regel erschüttert es die “Fakten” … erbloggtes

Renten: Wie Zuwanderung ein Problem löste, das nie existierte … wiesaussieht

Narrative der digitalen Public History mit Fotografien: Wenn es soziale Medien verstreuten Gemeinschaften heutzutage ermöglichen, sich online wieder miteinander zu verbinden und ihre Erinnerungen zu teilen, dann kann uns ein Verständnis dafür, wie normale Menschen diese Medien benutzen und mit Geschichte spielen, viel darüber sagen, welche Vergangenheiten für unsere Gegenwart wichtig sind … publicHistory

Programmhinweis: In einem Gastbeitrag für EDIT beschreibt Michael Schmalenstroer, wie er Mediawiki als eine Art öffentlichen Notizzettel und Zettelkasten benutzt … schmalenstroer

Herbst der Rebellion? Die rätselhafte Explosion in der Buxtehuder Straße 104 am 7.3.1955 … harbuch

Ziehen Sie das Geld Ihrer Mitarbeiter ein: „Machen Sie sich ruhig unbeliebt bei Ihren Leuten. Vertrauen und gutes Betriebsklima werden überschätzt.“ … charly&friends

Die Hartz-IV Diktatur: Eine ehemalige Arbeitsvermittlerin klagt an Mittwoch, 28. Oktober 2015, 19:00 Uhr
Gewerkschaftshaus Hagen, Körnerstr. 43, 1. Etage … doppelwacholder

„Eine Familie“ und „Besessen“: zwei alptraumhafte Stücke in Dortmund … revierpassagen

Neheimer Kuriositäten: Schwebebahn Neheim – Möhnetalsperre, U-Bahn in Neheim, Pizza-Brücke … neheimsnetz

Winterberg: Flüchtlinge im Irish Pup[sic!] – „Jungs haben Chance verdient“ … westfalenpost

Westfalenpost Brilon, Meschede, Warstein: Auflage sinkt weiter

Mit den gedruckten Zeitungen geht es abwärts. (screenshot)
Mit den gedruckten Zeitungen geht es seit Jahren abwärts. Hier die Westfalenpost/WR im Raum Brilon, Meschede, Warstein. (screenshot)

Die neuen Zahlen der Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. sind seit heute online.

Die Auflage und Abonnentenzahl der Westfalenpost im Raum Brilon, Meschede, Warstein -dazu gehört mit seiner Außenredaktion auch Winterberg- kennt seit Jahren, auch in diesem Quartal,  nur eine Richtung: abwärts.

In den letzen drei Jahren haben die Tageszeitungen des ehemaligen WAZ-Konzerns, jetzt FUNKE-Mediengruppe, in unserem Raum (Bri/Mes/Wa) 4.742 Abonnentinnen und Abonnenten verloren. Von 32.743 ging es runter auf 28.001. Das sind über den Dreijahreszeitraum 2012/2015 14,48% Verlust.

Man kann den Trend über die drei Jahre aufsplitten:

3/20012 bis 3/2013: -5,60%

3/2013 bis 3/2014: -4,71%

3/2014 bis 3/2015: -4,93%

In der IVW-Statistik fehlt die Nahaufnahme. Dass heißt, wir können nicht die Standorte Brilon (+Winterberg), Meschede und Warstein untereinander vergleichen. Diese Zahlen besitzt nur die FUNKE-Mediengruppe selbst.

Selbstverständlich werden die Leitungen der einzelnen Redaktionen über die feineren Statistiken Bescheid wissen.

Wie dem auch sei, scheinen die gedruckten Zeitungen ihrem Tod entgegenzutrudeln, allerdings zur Zeit dabei immer noch so viel Profit abzuwerfen, dass sie erscheinen können.

Auffällig ist die erhöhte Präsenz der Westfalenpost-Ausgaben in den sozialen Medien (vor allen Dingen Facebook) im vergangenen Jahr. Hier scheint ein Umsteuern von Seiten des Verlags stattzufinden.

Wie sich das auf die Rendite des Verlags und die Arbeitsbedingungen der Redakteure vor Ort auswirkt, kann ich nicht beurteilen.

Die journalistische Qualität hat sich nach meinem Gefühl im Schneckentempo vom CDU-Blatt weg entwickelt. Investigativer Journalismus spielt allerdings kaum eine Rolle.

Umleitung: VW, Hass, Flüchtlinge, Drohnenpiloten, Fußballmuseum Dortmund und die Abstimmungen der heimischen Bundestagsabgeordneten zu Asyl und VDS.

Kunst im Draht. Angler in der Ruhr am Zufluss der Henne. (foto: zoom)
Kunst, Draht, Stein, Wasser. Angler in der Ruhr am Zufluss der Henne. (foto: zoom)

VW sitzt auf einem Scherbenhaufen: Er wird von Tag zu Tag teurer. Um ihn bezahlen zu können, planen die neuen Führungsspitzen, drastisch zu sparen … postvonhorn

Meinungsfreiheit versus Hetze: Wer Hass sät, wird Gewalt ernten … faz

Der Anschlag von Köln und „Pegida“: Vereint im Hass auf Flüchtlinge und das System … gensing

Attentat auf Henriette Reker: Einer hat zugestochen, das Messer geführt haben viele … taz

Neonazi, Hooligan, Wutbürger: NRWs brauner Sumpf … welt

Flüchtlingsdebatte: Wie Menschen gegeneinander ausgespielt werden … dradio

Asylgegner und Asylbefürworter: Eins der Unwörter, das mir in der Berichterstattung über Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte bisher entgangen ist, ist das Wort Asylbefürworter … sprachlog

Hagen – Was stört mich mein Geschwätz von gestern? René Röspel stimmt Einschränkung des Asylrechts zu … doppelwacholder

Patrick Sensburg(CDU) und Dirk Wiese (SPD): stimmen für Verschärfung des Asylrechts … bundestag

Patrick Sensburg(CDU) und Dirk Wiese (SPD): stimmen für die Vorratsdatenspeicherung … bundestag

Der brave Herr Höcke: Was für ein Auftritt – mit Deutschland-Flagge als Ärmelschoner und starrem Blick aufs tausendjährige Reich! … monitor

„Drohnenpiloten sind Menschenjäger“: Live-Blog aus dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss … netzpolitik

Dorftrottel – der Ruf der Lokaljournalisten: Also was tun, wenn die Leute sich nicht mehr für die Lokalberichterstattung interessieren? Vollkommen klar: Wir verkaufen zwei Seiten mehr … charly&friend und operationharakiri

Fußballmuseum Dortmund: Dortmunds Weihestätte des deutschen Fußballs – Eröffnung zum etwas ungünstigen Zeitpunkt … revierpassagen

Wer kann wie Integrationshelfer/in werden? Da gibt es immer noch ein paar Fragezeichen … sbl

PM: WelcomeNews – Viersprachige Plattform für direkten Kontakt zwischen Flüchtlingen und Einheimischen in Essen

So sieht die Tauschbörse für Flüchtlinge und Helfer*innen im Internet aus. (screenshot: zoom)
So sieht die Tauschbörse für Flüchtlinge und Einheimische im Internet aus.  Zur Website: Klicken! (screenshot: zoom)

Wir geben hier die Essener Idee einer kostenlosen und vielsprachigen Kleinanzeigenbörse für Flüchtlinge ungefiltert weiter. Vielleicht gibt sie Aktiven in anderen Orten Anregungen.

Liebe Redakteurinnen und Redakteure, liebe Freunde des Unperfekthauses,

vor noch nicht ganz 4 Wochen hatten wir im kleinen Kreis unter Engagierten die Idee vorgestellt, jetzt ist sie einsatzbereit:

Es gibt ganz viele Flüchtlinge, die Hilfe brauchen und ganz viele Einheimische, die helfen wollen. Doch die in der Flüchtlingshilfe Aktiven schaffen es allein wegen der Menge schon nicht, dazwischen immer zu vermitteln. Wir haben deshalb ein „4 sprachiges Kleinanzeigen-Forum“ vorgeschlagen, bei dem Einheimische in Deutsch und Flüchtlinge z.B. in Arabisch Kleinanzeigen platzieren können, die dann von Übersetzern immer kurzfristig in die jeweils anderen Sprachen übersetzt werden. (Wir brauchen noch mehr Übersetzer!!!)

Stephan Lampel, Melanie Berg und Heiko Salmon haben von dieser Grundidee ausgehend innerhalb kürzester Zeit ein funktionsfähiges System geschaffen, und wir würden uns freuen, wenn sie helfen, das bekannt zu machen:

www.welcomenews.de

Warum ein „Kleinanzeigen-Forum“? Flüchtlinge haben alle Smartphones, und Kleinanzeigen sind ein auf der ganzen Welt bekanntes Medium, bei dem man nichts mehr erklären muss. Ausserdem ist dieses Format unglaublich universell: Von „Wer hat Winterkleidung für mich (L)?“ bis hin zu „Wir würden gern 2 Flüchtlinge zum Adventskaffee einladen“ oder „Biete Mitfahrgelegenheit zum Deutschkurs“ ist alles möglich, und beide Seiten können es sofort ohne Einweisung nutzen.

Mehr siehe hier…

Bitte helfen Sie, dieses Angebot publik zu machen. Die Betreiber sind gern bereit, das System auch für andere Städte zu starten. Kontakt bitte nur über info@welcomenews.de

Danke, liebe Grüße
Reinhard Wiesemann

Piraten PM: Freifunk Community Summit 2015 in Arnsberg

Peter Prinz Bildungszentrum: Mehr als 30 Teilnehmer aus ganz Deutschland tauschten ihre Erfahrungen aus und diskutierten aktuelle Problemstellungen. (foto: piraten)
Peter Prinz Bildungszentrum: Mehr als 30 Teilnehmer aus ganz Deutschland tauschen Erfahrungen aus und diskutierten aktuelle Problemstellungen. (foto: piraten)

Arnsberg. (piraten_pm) Am vergangenen Wochenende fand im Peter Prinz Bildungszentrum in Arnsberg das Freifunk Community Summit 2015 statt. Mehr als 30 Teilnehmer aus ganz Deutschland tauschten ihre Erfahrungen aus und diskutierten aktuelle Problemstellungen.

Das Freifunknetz wächst deutschlandweit zurzeit sehr stark. Immer mehr Bürger engagieren sich und teilen ihren Internetanschluss mit der
Gemeinschaft. Auch die Versorgung von immer mehr Flüchtlingsunterkünften beschäftigt die Freifunker aktuell sehr stark. Dadurch sind einige technische Herausforderungen zu bewältigen, für welche verschiedene Lösungsstrategien erörtert wurden.

Ein sehr umfangreicher Vortrag [1] zum Aufbau des Backbone – des  Rückgrats des Freifunk Rheinland e.V. – erklärte den Teilnehmern die aktuelle Situation und wie die Leistungsfähigkeit des Netzes kontinuierlich verbessert wurde. Danach begab man sich bei sonnigem Herbstwetter zum Arnsberger Glockenturm, um die dortige Freifunk-Installation zu besichtigen.

Anschließend konnten die Freifunker im Biergarten des „Alten Backhaus“ in der Sonne das Arnsberger Freifunknetz in der Praxis testen.

Am Samstagabend stattete auch Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel der Veranstaltung einen Besuch ab[2] und sicherte seine weitere Unterstützung für Freifunk in der Stadt Arnsberg zu.

„Freifunk ist eine Bürgerbewegung, welche sich gegenüber den Konzernen als Alternative darstellt und Bürger miteinander vernetzt“,  so Bürgermeister Vogel im Gespräch mit Vorstandsmitgliedern des Freifunk Rheinland e.V.

Ein Vortrag von Philipp aus Berlin zum Entwicklung des Freifunknetzes in Berlin und eine Diskussionsrunde über die Vereinsstruktur am Sonntag rundeten die gelungene Veranstaltung ab.

Auch im nächsten Jahr wird es wieder ein Freifunk Community Summit in Arnsberg geben. Wir laden jetzt schon herzlich dazu ein.

Videos:
[1] https://www.youtube.com/watch?v=ytxqJRHoqdg
[2] https://www.youtube.com/watch?v=Vb9PNpWG_Eg

Umleitung: Vom Holstentor ins Sauerland und dazwischen interessant.

Das Holstentor in Lübeck vom Turmm der St. Petri Kirche (foto: zoom)
Das Holstentor in Lübeck vom Turm der St. Petri Kirche aus gesehen (foto: zoom)

Wichtig ist im Labor: Die Moritat vom Textplagiat und seiner medizinischen Anwendung … causaschavan

Das Kolosseum! Was bleibt noch übrig von der historischen Bildung? Die Ziele der Reformen des Geschichtsunterrichts in Rußland waren Förderung des Interesses an Geschichte, die Ausbildung des kritischen Denkens und die Entstehung von fundiertem Wissen über die Geschichte Rußlands und Weltgeschichte … publicHistory

Hamburg und neue Wege auf der Elbinsel: 25 km Altweibersommer. Dieser Bericht liefert ein Blitzlicht auf eine der faszinierenden Hamburger Zwischenwelten, von denen es so viele gibt. Die Autorin hat ihre Fahrt im Norden begonnen, da sie in Winterhude wohnt. Von Harburg lässt sich diese Tour natürlich auch von Süden aus machen … harbuch

Rot-Blau in Wien? Warum diese Gefahr nicht völlig auszuschließen ist … misik

Angela Merkel: Lady Diana im Kanzleramt … wiesaussieht

Leise Stimmen jenseits der Klischees: Die Flüchtlings- als Glaubenskrise unter (vielen) Muslimen … scilogs

Islamismus bizarr? Salafisten werben IS-Kämpfer! So viele Fragen hätte ich, lieber Thomas de Maiziere: Also, sind jetzt die geflüchteten Menschen Islamisten, die von hiesigen Islamisten nochmal angeworben werden? … gensing

Kulturkämpfe: Ein Kampf der Kulturen tobt in unserem Land. Nicht so sehr zwischen Christen und Muslimen oder Abend– und Morgenland, sondern vielmehr unter Politiker/innen, die sich darin überschlagen, ständig neue Komposita mit dem Zweitglied –kultur zu erfinden und in Pokémon-Manier gegeneinander in den Kampf zu schicken … sprachlog

Charly freut sich: Übrigens… dickes Lob von Funke … charly&friends

Für die Benachteiligten schreiben: Die Werkstatt Dortmund im „Werkkreis Literatur der Arbeitswelt“ – eine Erinnerung … revierpassagen

Hagen am Mittwoch, 14. Oktober, von 16 bis 17 Uhr: VHS-Führung durch die Andachtshalle des Krematoriums in Delstern … doppelwacholder

Hochsauerland: Womit sich die Mitglieder des Kreistags beschäftigen … sbl

Nordhessen: Das Zeitungssterben geht weiter.

Korbach: Bald kein Durchblick mehr? Zeitungssterben in Nordhessen.(fotoarchiv: Klaus Beuermann)
Korbach: Bald kein Durchblick mehr? Zeitungssterben in Nordhessen. (fotoarchiv: Klaus Beuermann)

Im benachbarten Landkreis Waldeck-Frankenberg wurde die „Waldeckische Allgemeine“ (Lokalausgabe der HNA) zum 31.03.2015 eingestellt; darüber hatten wir Anfang Februar berichtet.

Jetzt folgte der nächste Schritt[1]: Von der noch verbliebenen (Waldeckische Landeszeitung/Frankenberger Zeitung) WLZ/FZ wurde zum 30.09.2015 die FZ eingestellt.

Für den Raum Frankenberg gibt es somit keinen Lokalteil mehr (s.a. http://www.wlz-online.de)

Die WLZ übernimmt seit 01.10.2015 die überregionalen Teile von der
HNA.

Einige (alte) Infos dazu:

http://hessen.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++0a6ab86e-ac77-11e4-9fad-525400248a66
http://www.wlz-online.de/landkreis/soll-herbst-eingestellt-werden-5379921.html

Neuere Infos haben wir im Netz noch nicht gefunden, insbesondere nicht
zur Einstellung des überregionalen Seiten der WLZ und deren Ersatz durch
Zulieferungen der HNA.

[1] (Vielen Dank an Reinhard Loos für den Hinweis. Dieser Beitrag beruht auf seinen Informationen.)