Neue Quartalszahlen: Westfalenpost verliert weitere Abonnenten. Vergleichbarkeit eingeschränkt.

Die Stunde Null für die Westfalenpost Brilon/Meschede (screenshot: ivw)

Seit gestern sind die neuen Vierteljahreszahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (ivw) online.

Die Westfalenpost im Verbreitungsgebiet Brilon und Meschede hat 22.247 Abonnenten, ePaper eingeschlossen. Das ist ein Verlust von über zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Leider lässt sich die Auflage der Westfalenpost in unserem Verbreitungsgebiet nicht mehr einfach mit den vorhergehende Quartalen vergleichen, weil mit der Schließung der Redaktion Warstein aus der „Funke-Medien-G Mesch/Bril/WA“ die „Funke-Medien-G Mesch/Bril“ geworden ist.

So sah es vor der Schließung der Lokalredaktion Warstein aus. Der letzte verfügbare Stichtag im Vergleich zum Vorjahr. (screenshot: ivw)

Für die Westfalenpost Meschede/Brilon beginnt mit dem ersten Quartal 2019 eine Stunde Null, die online von den Quartalen der Westfalenpost Meschede/Brilon/Warstein abgekoppelt ist.

Leider weiß ich zur Zeit nicht sicher, welcher Statistik die LeserInnen der Westfalenpost im Gebiet um Warstein zugeschlagen werden. Ich gehe erst einmal davon aus, dass sie weiterhin dem Gebiet Brilon/Meschede angehören. Es sei denn, Warstein würde nun plötzlich redaktionell von Arnsberg betreut.

Unter dieser Voraussetzung hätte die Westfalenpost in genannten Gebiet vom letzten Quartal 2017 zum letzten Quartal 2018 5,32% Abonnenten verloren, in absoluten Zahlen 1.350 Abos in einem Vierteljahr.

Die neuen Abo-Zahlen der WP im ersten Quartal betragen 22.247 im Vergleich zum letzten Quartal 2018 mit 24.049 wäre dies ein Verlust von absolut 1.802 AbonnentInnen oder prozentual 7,49%.

Im Vergleich zu 1/2018 betrüge der Verlust absolut 2878 AbonnentInnen, prozentual 11,45%, unter der Voraussetzung der Vergleichbarkeit von Brilon/Meschede mit Brilon/Meschede/Warstein.

Wie man’s auch wendet und dreht, die Westfalenpost verliert, wobei ich die ePaper NICHT herausgerechnet habe.

Es scheint der Westfalenpost nichts zu nutzen, dass sie sich mehr und mehr digital hinter Bezahlschranken versteckt und auch als Print-Version in der Öffentlichkeit kaum noch wahrzunehmen ist.

Anders als die WP setzt beispielsweise die Hessische Niedersächsische Allgemeine (HNA) auf offensives öffentlichen Auftreten, sowohl im Print (siehe Bild unten) als auch digital.

Auf meiner Radtour durch Hessen (hier: Fritzlar)  war die HNA in allen Städten in der Öffentlichkeit präsent. (foto: zoom)

Die Verbreitung der HNA ist um 4,15% gestiegen, die Abo-Zahlen sind innerhalb eines Jahres um 2,76% gesunken.

Welche Strategie wird sich auf Dauer auszahlen?

19.04.1974: Miles Davis veröffentlicht „Big Fun“-LP

Big Fun von Miles Davis enthält Aufnahmen aus dem Zeitraum November 1969 bis Juni 1972. Das in 1974 ursprünglich als Doppel-LP veröffentlichte Album wurde seinerzeit vom „Jazz-Journalismus“ weitestgehend ignoriert, galt gar als „Resteverwertung“ in Form eines „Compilation Albums“.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=cFOLt9kSbTw

.
Im August 2000 erschien Big Fun als um 4 Tracks erweiterte Doppel-CD … – und wurde von den „Großkopferten“ völlig neu beurteilt.

One of the less-remembered, underappreciated releases in Miles’ discography, revamped for the new century and ready to open some ears.
All About Jazz – 01.06.2001

Die Vinyl-Scheibe steht seit Herbst 1974 in meinem Regal und wird mit „big fun“ regelmäßig gelüftet … – erwähnte Doppel-CD in 2006 oder 2007 zufällig auf nem Flohmarkt in Gent geschossen.

btw:
Gent ist immer ne Reise wert 😉

100 Jahre Waldorfschule 2019: Ist der SWR ein Fall für den Rundfunkrat?

Das zweite Goetheanum in Dornach (1928 bis heute), Südansicht (foto: „Wladyslaw“, wikimedia, (CC BY-SA 3.0))

Der „Deutschlandfunk Kultur“ ist nicht der einzige öffentlich-rechtliche Sender, der für die Waldorfschule wirbt, beeindruckend auch der SWR mit dem Beitrag: „100 Jahre Waldorfschule: Steiners Erben im Aufbruch“, in dem der “Waldorf-Werber” Jost Schieren einen großen Auftritt hat.

(Der Artikel erschien zuerst beim „Humanistischen Pressedienst“, unter dem Titel „SWR, das ‚SuperWaldorfRadio’?“)

Kein Wort vom SWR dazu, dass die „Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft“, wo Professor Jost Schieren „Waldorfpädagogik“ lehrt und Dekan ist, eine ANTHROPOSOPHISCHE Einrichtung ist, Zitat SWR:

„Moderne Hirnforschung bestätigt Steiner

Viele Waldorfpädagogen empfinden es als ermutigend, dass die moderne Hirnforschung mit ihren neuesten Erkenntnissen das Waldorf-Konzept bestätige, sagt Professor Jost Schieren, Schulpädagoge an der Alanus Hochschule in Alftern bei Bonn. Die gleichberechtigte Förderung von intellektuell-kognitiven, künstlerisch-kreativen und handwerklich-praktischen Fähigkeiten etwa werde heute von Neurologen als moderne und effiziente Wissensvermittlung definiert, so Schieren.

Die Waldorfpädagogik habe die Bedeutung des Körperlichen erkannt, noch bevor über die Hirnforschung nun so genannte Embodiment-Aspekte an die konventionellen Erziehungswissenschaften herangetragen würden: „Wir haben eine Bildung, die lange Jahre, Jahrzehnte immer nur den Kopf adressiert hat. Steiner selbst hat mal formuliert: Der Leib ist nicht nur dafür da, den Kopf in die Schule zu tragen.“ Dementsprechend habe die Waldorfpädagogik das Leibliche von Anfang an ernst genommen, sagt Schieren.“

Hat Rudolf Steiner das wirklich „selbst formuliert“, wie Jost Schieren behauptet: „Der Leib ist nicht nur dafür da, den Kopf in die Schule zu tragen.“? Oder hat sich Schieren da einmal mehr einen Waldorf-Werbespruch gebastelt? Sicher ist, dass Steiner über den „Kopf“ sagt: „Er sitzt auf dem Körper wie ein Parasit darauf und benimmt sich auch wie ein Parasit.“ Heißt: der Kopf ist gar nicht so wichtig, wie die „materialistische“ Wissenschaft behauptet …

Wer jetzt wegrennt, hat etwas für sein Denkvermögen getan, Zitat Steiner:

„Das Schließen, das Schlüsse bilden, hängt nun zusammen mit den Beinen und Füßen. Natürlich werden Sie heute ausgelacht, wenn Sie einem Psychologen sagen, man schließt mit den Beinen, mit den Füßen, aber das letztere ist doch die Wahrheit, und würden wir als Mensch nicht auf Beine und Füße hin organisiert sein, würden wir eben nicht Schlüsse bilden können. Die Sache ist so: Vorstellen tun wir mit dem Ätherleib, und der hat seinen Rückhalt an der Hauptesorganisation, aber urteilen tun wir – also in ursprünglicher elementarer Weise – mit dem astralischen Leib, und der hat seinen Rückhalt an Armen und Händen für das Urteilen. Schließen mit den Beinen und Füßen, denn schließen tun wir mit dem Ich, das hat dabei Rückhalt an den Beinen und Füßen.“

Hat „die moderne Hirnforschung bestätigt“ …

Auch Professor „Heiner Barz“ wird nicht vom SWR vorgestellt – seine in Kooperation mit der anthroposophischen „Alanus Hochschule“ erstellte Studie „Bildungserfahrungen an Waldorfschulen: Empirische Studie zu Schulqualität und Lernerfahrungen“ wurde vom „Bund der Freien Waldorfschulen“ und der anthroposophischen „Software AG Stiftung“ finanziell gefördert, Zitat SWR:

„Empirische Studien, wie die des Düsseldorfer Bildungsforschers Heiner Barz, belegen zudem: Waldorfschüler gehen lieber in die Schule als andere, schneiden in den Pisa-Studien häufig besser ab als die Regelschüler.“

Ist das noch Journalismus? Oder ein Fall für den „Rundfunkrat“?

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Weitere Artikel zu „100 Jahre Waldorfschule 2019“:

“Alan Poseners Waldorf-Propaganda im Deutschlandfunk Kultur“, von Andreas Lichte
“100 Jahre Pädagogik aus dem Esoterik-Baukasten“, von Andreas Lichte
“Staatlich anerkannte Reinkarnation“, von Andreas Lichte
“Die Waldorfschule als Bekenntnisschule“, von Prof. Klaus Prange

Was tun bei diesem Mistwetter? Podcast hören! Ewald Lienen im Tischgespräch bei WDR 5

Vom Lesesessel aus beobachtet: trotz Regen und Kälte startet die Natur auf unserer Terrasse. Ich bleibe drinnen und höre Podcasts. (foto: zoom)

Ich mache es kurz, denn ihr sollt hören. Vielleicht kennt noch jemand den jungen Ewald Lienen, Fußballer bei Borussia Mönchengladbach, politisch engagiert. Die klaffende Beinwunde damals, dann Lienen der Friedensaktivist.

Irgendwann ist er aus meinem Wahrnehmungshorizont verschwunden. Heute ist Ewald Lienen Technischer Direktor beim FC St. Pauli.

Während ich hier schreibe, fallen mir doch wieder Details aus der Vergangenheit ein, aber die erzählt der Ewald Lienen besser und lebendiger im Gespräch mit Gesa Rünker, gestern auf WDR 5 und jetzt im Podcast.

Zum Glück gibt es diese Podcasts, und so höre ich in diesem Moment die Sendung nach:

https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/tischgespraech/ewald-lienen-140.html

Würde mich freuen, wenn ihr es mir nachmacht und einen Kommentar zum Gespräch hinterlasst.

Oh, wird gerade wirklich gut …

Umleitung: von rechter Gewalt über den Klimawandel zu RWE-Aktien und mehr …

Wo du im Hochsauerland stehst, gehst oder fährst, das nächste Kreuz ist nicht fern, hier auf dem Kahlen Asten. (foto zoom)

Rechte Gewalt im Osten steigt an: Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung der Opferberatungsstellen hervor. Sie warnen vor einer weiteren Zunahme der Gewalt vor den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen in diesem Jahr … bnr

Um die Deutsche Bank und die Commerzbank steht es schlecht: Bundesfinanzminister Scholz (SPD) möchte ihren Verfall stoppen. Sie sollen sich zusammenschließen … postvonhorn

Weitere Kürzungen beim Zeitungskonzern Funke: Der Funke springt über – der Essener Zeitungskonzern Funke wird offenbar weit mehr Stellen kürzen als angenommen. Allein in NRW sind 300 Personen betroffen … taz

Klimawandel: Wie viel CO2 kann Deutschland noch ausstoßen? … scilogs

„Der Mann war ein Hochstapler“: Mein Urgroßonkel Max Lücke … harbuch

Klassenfahrt an den Main #dhd2019: Da ich keinen eigenen Beitrag hatte, dem ich bang entgegenfiebern musste, konnte ich mich voll auf den Besuch von Sessions, Panels und AGs konzentrieren sowie nach Belieben alte Kontakte pflegen und neue aufnehmen … texperimentales

Chancen, Risiken und Nebenwirkungen der digitalen Kultur: eine Diskussion in Dortmund … revierpassagen

Billie Eilish: Popmusik als Bergsteigen über Seelenabgründen … endoplast

Herrenreiter mit Dyskalkulie in Hagen: FDP beantragt im Rat Dreizügigkeit des Albrecht-Dürer-Gymnasiums … doppelwacholder

LWL erwägt Verkauf von fast 5 Mio RWE-Aktien: Einige wenige Kommunen und ein Verband besitzen etwa 1% der RWE-Aktien oder mehr: Neben dem Hochsauerlandkreis sind dies die Städte Essen und Dortmund sowie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe mit Sitz in Münster … sbl

Ein Experiment mit der Weidelsburg

Die Weidelsburg bei Ippinghausen, oben die Fahne, an der ich gleich stehen werde. (foto: zoom)

Die Weidelsburg auf dem Weidelsberg bei Wolfhagen-Ippinghausen habe ich auf dem Weg von Korbach nach Kassel jahrelang nicht bemerkt, in den letzten Monaten schließlich aus den Augenwinkeln wahrgenommen und zuletzt zu meinem Projekt gemacht.

Am Sonntag bin ich in Ippinghausen abgebogen und habe es nicht bereut. Eine wuchtige Ruine, von deren Turm man bei entsprechendem Wetter einen freien Blick in alle Himmelsrichtungen hat.

Ich habe gestanden und gestaunt.

Verzeiht die Bildkomposition. Der Fahnenmast und Fahnenmann gehören eigentlich nach links. (foto: zoom)

Ich hätte jetzt noch ein paar Bilder und Geschichten auf der Platte, aber in der Überschrift steht das Wort „Experiment“. In einem weiteren Blogbeitrag werde ich über die Geschichte und Gegenwart der Burg berichten.

„Gegenwart“ bedeutet beispielsweise, dass es auf der Burg eine Bewirtung gibt, nämlich genau dann, wenn der Fahnenmann auf dem Bild rechts seine Fahne gehisst hat.

Ihr seht auf dem Bild, dass am vergangenen Sonntag kein Bier auf der Burg floss. Vor dem 15. April soll dort auch nichts fließen.

Wie kommt man an diesen interessanten Ort?

Experiment! Open Street Map, statt Google. Kommt das bei euch an?


Größere Karte anzeigen

Wer mit dem Auto anreist, muss vom Parkplatz aus den letzten Kilometer zu Fuß gehen. Am Schluss wird es steil. Keineswegs barrierefrei.

Zehn Jahre UN-Behindertenrechtskonvention – Ist Deutschland rollstuhlgerechter geworden?

Barrierefreiheit im Friedrichstadt-Palast++ November 2017 in Berlin (Berlin). (c) Friedrichstadt-Palast, Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de

Vor zehn Jahren trat in Deutschland am 26. März 2009 die Behindertenrechtskonvention, die die Rechte von Menschen mit Behinderung verankert, in Kraft. Barrierefreie Zugänglichkeit zu schaffen ist darin eine wichtige Verpflichtung der unterzeichnenden Vertragsstaaten.

Die Berliner Sozialhelden, Betreiber der Online-Karte Wheelmap.org, haben verglichen, ob und wie sich die Rollstuhlgerechtigkeit der Orte auf Wheelmap.org in Deutschland in den letzten Jahren entwickelt hat. Sie wollten untersuchen, ob tatsächlich Verbesserungen eingetreten sind. Die Datenbasis dazu stellten die ca. 490.000 Bewertungen dar, die in Deutschland auf Wheelmap.org mithilfe der Community über die letzten Jahre zusammengekommen und stetig mehr geworden sind.

 

Wie schneiden die einzelnen Bundesländer ab? (Grafik: Sozialhelden)

Auch die Stadt Olsberg-Bigge ist in der Online-Karte von Wheelmap.org mit einigen mehr oder weniger behindertengerechten Geschäften, Gebäuden, öffentlichen Einrichtungen usw. verzeichnet. Das Josefsheim Bigge beherbergt eine große Zahl von behinderten Menschen, die hier zum Stadtbild gehören.

„Willst du dich für mehr Barrierefreiheit engagieren? Dann werde Wheelmap Botschafter oder Botschafterin! Hier findest du einige Vorschläge, was du als Botschafter*in tun kannst. Wir freuen uns aber natürlich auch, wenn du andere Ideen hast, wie du dich engagieren kannst. Melde dich einfach bei uns!“

Hier anmelden: https://news.wheelmap.org/wheelmap-botschafter/

Die Sozialhelden haben sich den aktuellen Stand in den Bundesländern und in den Landeshauptstädten angeschaut und verglichen, was es in den letzten fünf Jahren für eine Entwicklung auf Landesebene gab.

Der Anteil der rollstuhlgerechten Orte ist dabei nur leicht gestiegen.

Raul Krauthausen, Aktivist und Wheelmap.org-Gründer:

“Es ist schön, dass wir in den meisten Bundesländern einen positiven Trend sehen, aber Verbesserungen von durchschnittlich 6 Prozent innerhalb von 5 Jahren ist noch ausbaufähig. Hier müssen öffentliche Hand und Privatwirtschaft mehr Verantwortung übernehmen, um auch der UN-Behindertenrechtskonvention gerecht zu werden.”

Den vollen Beitrag, der Analyse samt Infografiken findet man unter https://news.wheelmap.org/10-jahre-un-brk-ist-deutschland-rollstuhlgerechter-geworden/

Darüber hinaus werden morgen auf dem Twitter- und Facebook-Kanal von Wheelmap.org Zahlen und Infografiken veröffentlichen.

Umleitung: Endlich mal wieder Blogs besuchen …

Der Eiserne Steg über den Main: „Segelnd auf weindunklem Meer hin zu Menschen anderer Sprache“ (foto: zoom)

Paramilitärische braune Kundgebung: Rund 60 Anhänger des „III. Wegs“ sind am Samstag durch Mettmann im niederbergischen Land marschiert … bnr

Mark Hollis: Die Kunst des Weglassens und des Verschwindens … endoplast

Eine Kernfrage für Europas Zukunft: Wie viele Klosorten braucht Deutschland? … postvonhorn

Des Kaiser neue Kleider: Wehret den Lügen in der Klimadebatte … scilogs

#FridaysForFuture – Wir haben nichts zu verlieren, außer unsere Zukunft! „Vergangenen Freitag, am 15. März, demonstrierten in Neheim über 300 Schüler als Teil der Fridays for Future-Bewegung für mehr Klimaschutz und ein Ende der Stillstands-Politik der Bundesregierung. Folgende Worte richtete ich an die jungen Demonstranten, die an diesem Tag gemeinsam mit etwa 1, 4 Millionen Schülern in über 100 Nationen ein deutliches Zeichen setzten.“ … demokraTIEFsinn

Restitution und historische Urteilskraft: Vor einigen Tagen übergab in einer feierlichen Zeremonie die baden-württembergische Kultusministerin die bisher im Stuttgarter Linden-Museum aufbewahrte Bibel und Peitsche Hendrik Witboois an den Staat Namibia … publicHistory

Die radikale Linke in Harburg-Wilhelmsburg: Nachdem der erste Teil des Nachtrags zum Buch „Die radikale Linke…“ neue Aktenfunde zur Revolutionszeit 1918-1923 beleuchtete und der zweite Teil sich der inneren (organisatorischen und ideologischen) Weiterentwicklung der Harburg-Wilhelmsburger KPD widmete, soll der abschließende dritte Teil nun das Verhältnis der KPD zur SPD in den Blick nehmen … harbuch

Geschichte Geschichte von Marko Demantowsky: Geschichtspropaganda und Aktivistenbewegung in der SBZ und frühen DDR … paralipomena

Klassischer Journalismus von Egon Erwin Kisch: Es ist einfach eine schöne und interessante Sammlung an Texten: Egon Erwin Kisch hat im Jahr 1923 das Buch „Klassischer Journalismus – die Meisterwerke der Zeitung“ herausgegeben … schmalenstroer

Das Problem Verfassungsschutz hat eine lange Geschichte: Der Verfassungsschutz hat eine lange Tradition, rechte Gewalt zu vertuschen und zu verharmlosen. Doch das Problem sind nicht die vielen Skandale, sondern der Geheimdienst selbst … netzpolitik

Zeitungskrise: Mit Edelfedern gekitzelt … charly&friends

Ob die RP das ernst meint? Ich habe vor einer Weile aufgegeben, die Rheinische Post regelmäßig zu lesen … unkreativ

„Kein Wunder“: ein enttäuschender Roman von Frank Goosen .. revierpassagen

Hagen: Kersting schließt Ende März. Buchhandlung gibt nach 130 Jahren auf … doppelwacholder

Politikerverdienste – nicht immer transparent: Was erzielen Landräte an “Nebeneinnahmen”? … sbl

Kommentar: Schülerdemonstrationen gegen die Klimapolitik und Merkels Heuchelei

In der „Heute“-Sendung vom 2. März wurden A. Merkels jüngste Äußerungen zu den Schülerdemonstrationen gegen die Klimapolitik der Regierung zitiert. Frau Merkel begrüßte und lobte in ihrer Erklärung ausdrücklich diese Demonstrationen. Was sagt man dazu? Nichts als pure Heuchelei!

Denn: Noch Mitte Februar hatte die Regierungschefin lt. der Bürgerbewegung „Campact“ die streikenden Schülerinnen und Schüler sogar verunglimpft, indem sie suggerierte, diese wären von russischen Kräften gesteuert! Und kein einziger Journalist verliert ein Wörtchen dazu, niemand konfrontiert sie mit ihren Widersprüchen; ja man muß unterstellen, daß auch gar kein Wille vorhanden ist, diese unglaubwürdige, Merkel-typische Kehrtwende öffentlich zu geißeln.

Wir wissen ja seit langem nur allzu gut, daß die Opportunistin Merkel ihr Fähnchen immer nach dem Winde dreht. Sobald sie nämlich spürt, daß Initiativen von NGO`s, Umweltverbänden oder Bürgerbewegungen bei der Mehrheit der Bevölkerung auf ein positives Echo stoßen, wird sie plötzlich selbst aktiv, kommt quasi wie der Geist aus der Flasche und springt auf deren Zug auf, ohne mit dem Uranliegen der Protestierenden auch nur etwas im Sinn zu haben. Plötzlich findet Frau Merkel das alles ganz toll.

Mittlerweile beurteile ich diese einst „mächtigste Frau der Welt“ sogar noch negativer als es in meinen bisher veröffentlichten Internetbeiträgen zum Ausdruck kommt.

Nichts hat sich an meiner Auffassung geändert, daß diese Kanzlerin von Politikern, Journalisten oder auch so genannten Prominenten aus Sport und Gesellschaft nach wie vor maßlos überschätzt wird. Dennoch wird sie von ca. 90 Prozent der Medien unterstützt. Kaum ein Journalist besitzt die Courage an Merkel und ihrer Politik, die überreichlich Angriffsfläche bietet, massive Kritik zu üben. Was aus dem Kanzleramt an Nachrichten durchsickert, wird von den Medienvertretern meist in Reinform übernommen, bleibt unkommentiert, anstatt diese Meldungen, dort wo es angebracht ist, herber Kritik zu unterziehen. Z. B. was die sachfremden und unqualifizierten Aussagen der Kanzlerin zum Dieselskandal betrifft. Aber genau diese Kritik scheuen die Journalisten womöglich aus Angst um ihren Arbeitsplatz, wenn sie sich zu weit aus dem Fenster lehnen.

Frankfurt vom Tag zur Nacht: Banken, Banken, Banken und eine Anmerkung zu „Green Book“

Frankfurt als architektonischer Eintopf – Blick über die die Innenstadt (foto: zoom)

Der letzte kleine Beitrag über unsere Karnevalsflucht nach Frankfurt hat ein paar Reaktionen in den Kommentaren hervorgerufen.

Als ich heute das von der Tagesschau verwendetete bleiche Bild sah, habe ich gedacht, dass mein „Blick aus dem Fenster“ doch nicht so schlecht ist, wie ich es selbst gemacht habe.

Sei’s drum.

Die Frankfurter Innenstadt ist ein architektonisches Gewusel: alt, neu, pseudo-alt, pseudo neu – alles ist wild durcheinander neben den Main gewürfelt.

Auf der dem Bankenviertel gegenüberliegenden Restaurant-Terrasse einer bekannten kränkelnden Kaufhauskette gab es einen „Selfie-Point“. Dort wechselten sich im Minutentakt die Besucher ab, um sich mit den Bankenhochhäusern im Hintergrund allein oder in der Gruppe zu porträtieren. Schöne Menschen ohne Ende.

Ich habe mich für den Sonnenuntergang entschieden.

Sonnenuntergang hinter dem Bankenturm (foto: zoom)

Als sich die Nacht über Frankfurt senkte, sprang mir aufdringlich der Euro vor die Kamera. Ich musste draufhalten.

Später haben wir uns im Kino „Green Book“ angeschaut. Originalfassung ohne Untertitel. Dafür mag ich die großen Städte.

Der Euro in Frankfurt (foto: zoom)

„Green Book“ war für mich weißen Mann sehr unterhaltsam, obwohl ich die Szene in der Bar der Schwarzen eher rassistisch fand. Ein hochgebildeter klassischer schwarzer Pianist findet unter „seinesgleichen“ spontan von Chopin zum Blues.

Hmmhh!?