Umleitung: Von Crystal Bridges zurück zum Bürgerbegehren in Siedlinghausen und mehr …

Überraschung: das Crystal Bridges Museum in Bentonville/Arkansas. (foto: zoom)
Überraschung: das Crystal Bridges Museum in Bentonville/Arkansas. (foto: zoom)

Sam Walton war der Gründer der Wal Mart Kette. Das ist das eine: Darüber hinaus hat er das „Crystal Bridges Museum of American Art“ gestiftet. Das ist das andere. Falls ihr zufällig in Bentonville vorbeikommt, solltet ihr euch diese hervorragend kuratierte Sammlung amerikanischer Kunst durch die Jahrhunderte unbedingt anschauen. Es lohnt sich … CrystalBridges

Hurra, hurra, das Spektrogramm ist wieder da! Heute gibt’s Spracherkennungssoftware, eine Stoppuhr, ein paar Übersetzungprobleme und einen tragischen Fall quasi kollektiven moralischen Versagens in der Linguistik … sprachlog

Amoklauf in München: Stimmen der Hetze vom rechten Rand … fr

Schulschließungen I: Siedlinghausen will Bürgerbegehren … derwesten

Schulschließungen II: Die Stadt Winterberg hat sich zur Anmeldung des Bürgerbegehrens aus Siedlinghausen in Sachen Schulstandort geäußert … derwesten

Ein neuer Tiefpunkt: Überall in Deutschland toben momentan Debatten um Straßennamen. In tausenden Städten und Dörfern gibt es noch Straßen, die nach Antisemiten und Naziunterstützern benannt sind … schmalenstroer

Hagen – „Khebez Dawle“ und „Siska“ beim Muschelsalat: Kaum in Griechenland nach kräftezehrender Reise über das Mittelmeer angekommen, verteilte die syrische Psychedelic-Rock-Combo am Strand von Lesbos ihre CDs an Urlauber … doppelwacholder

Wie sieht es mit der “Jugendkultur” im HSK aus? Für die nächste Sitzung des Kulturausschusses hat die SBL/FW-Fraktion einen Antrag zur Tagesordnung gestellt … sbl

Ein Verleger-Witz: Das wichtigste ist die Qualität … charly&friends

Otto -„I’m the Viper“- was in Hallenberg … cool. In kurzen Sätzen mit acht Bildern.

Bürgermeister Michael Kronauge erinnert sich an seine erste Otto-Schallplatte. (fotos: zoom)
Bürgermeister Michael Kronauge erinnert sich an seine erste Otto-Schallplatte. (fotos: zoom)
Hallenberg: „Otto – Die Ausstellung“ im Kump wurde heute von Otto Waalkes persönlich um 17 Uhr eröffnet.

Vor drei Jahren hatte der Hallenberger Bürgermeister Michael Kronauge den Galeristen Walentowski, der die Ausstellungen von Otto kuratiert, zufällig im Urlaub auf Sylt kennengelernt. Brechend voll sei die Otto Waalkes Ausstellung dort auf der Insel gewesen.

Ob man nicht auch einmal im Hallenberger Kump …?

Wo ist Otto? Der Kump platzte heute aus allen Nähten.
Wo ist Otto? Der Kump platzte heute aus allen Nähten.

Drei Jahre später. Der Hallenberger Kump platzt aus allen Nähten. Mehr als 500 Besucherinnen drängeln sich um die „Kultur-Location“. Nicht alle auf einmal. Um 17 Uhr zuerst die geladenen Gäste und ab 17.45 nach und nach die vielen Otto-Fans, die draußen an den Sperrgittern ausgeharrt hatten.

Medienauftrieb. Otto erklärt sein Werk.
Medienauftrieb. Otto erklärt sein Werk.

Fernsehen, Print und Blogger – der Medienandrang war enorm. Am Montag wird die WDR-Lokalzeit einen Bericht bringen. Otto erklärt Werk und Einflüsse. Immerhin habe er an der Kunsthochschule in Hamburg studiert und parallel zum Studium das Blödeln begonnen.

Selfies und mehr. Otto handhabte die Medien-Ansprüche souverän.
Selfies und mehr. Otto handhabte die Medien-Ansprüche souverän.

Selfies, Autogrammwünsche, Fotos fürs Familienalbum – ich habe selten eine so lockeren Medienprofi wie Otto Waalkes heute im Kump gesehen.

Hamburg, meine Liebe ... nun ja ...
Hamburg, meine Liebe … nun ja …

Die Bilder von Otto Waalkes kosten Pi mal Daumen um die 700 Euro. Vor der Tür parkten auch einige Porsches. Ich gönne es Otto und der Galerie.

Er hat's einfach drauf ...
Er hat’s einfach drauf …

Wenn ich ein Lieblingsbild vom heutigen Nachmittag habe, dann ist es dieses.

Danke sehr aber auch ....
Danke sehr aber auch ….

Ohne Worte …

Ostfriese trifft Südwestfalen
Ostfriese trifft Südwestfalen

„Wenn sich jemand wundert, wie ich es schaffe, die großen Künstler und Ausstellungen ins kleine Hallenberg zu holen, habe ich eine einfache Antwort: Du musst sie nur fragen. Die meisten kommen dann. So einfach ist das.“ (Michael Kronauge, Bürgermeister)

Zum Schluss die Auflösung der Überschrift „Otto – I am the Viper“, übrigens meine eigene früheste Erinnerung an die ganze Blödelzeit von damals:

Hallenberg: „Otto – Die Ausstellung“ im Kump wird von Otto Waalkes persönlich am 16. Juli um 17 Uhr eröffnet.

Ebbi Rot - Udo 50 x 65 cm (bild: otto waalkes/Walentowski-Galerien)
Ebbi Rot – Udo 50 x 65 cm (bild: otto waalkes/Walentowski-Galerien)

Hallenberg. (kump_pm) „Otto – Die Ausstellung“ im Kump wird vom 3. Juli auf den 16. Juli verschoben. Otto Waalkes kommt persönlich zur Eröffnung nach Hallenberg.

Das Büro von Otto Waalkes hat mitgeteilt, daß Otto wegen der Promotion- Tour für den neuen Ice Age Film am ursprünglich vereinbaren Termin leider nicht nach Hallenberg kommen kann. In „Ice Age 5 -Kollision voraus“ spricht Otto erneut das Faultier Sid.

Da Otto bei der Ausstellungseröffnung aber gerne dabei sein möchte, wurde ein neuer Termin gefunden: Am Samstag, 16. Juli um 17.00 Uhr wird Otto in den Kump kommen und „Otto – Die Ausstellung“ persönlich eröffnen.

Die Ausstellung wird von den Walentowski-Galerien ausgerichtet. Die Walentowski Galerien, mit dem Stammhaus in Werl, betreiben heute 11 Galerien in ganz Deutschland. In der Ausstellung sind ca. 40 Originalgemälde von Otto Waalkes ausgestellt. Alle Bilder sind käuflich zu erwerben.

Bürgermeister Michael Kronauge: „Es freut mich ungemein, dass wir einen neuen Termin gefunden haben und dass Otto persönlich nach Hallenberg kommt.“

Die Ausstellung im Infozentrum Kump läuft bis Sonntag 7. August.

Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag
9.30 Uhr bis 12.30 Uhr und 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr

Mittwoch
geschlossen

Samstag
9.30 Uhr bis 12.30 Uhr

Sonntag
14.30 Uhr bis 16.30 Uhr

Lohberg100 – Done!

Am vergangenen Samstag in der Neutorgalerie in Dinslaken: Lohberg100 - die Austellung (foto: zoom)
Am vergangenen Freitag in der Neutorgalerie in Dinslaken: Lohberg100 – die Austellung (foto: zoom)

Ich weiß gar nicht, wie es eigentlich gewesen ist. Eines Tages folgte mir Lohberg100 auf Instagram und ich folgte zurück. Aber vielleicht war es auch umgekehrt. Ein interessantes Porträt nach dem anderen erschien, und ich musste sie einfach liken und herzen. Tolle Schwarz-Weiss-Bilder.

Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass hinter Lohberg100 ein Projekt stand.

100 Lohberger im Alter von 1 bis 100 sollten fotografiert und mit kurzen Anmerkungen vorgestellt werden.

Warum eigentlich Lohberg?

Lohberg100 porträtiert Bewohner des Dinslakener Stadtteils Lohberg, der als sozialer Brennpunkt und Sammelbecken für Salafisten in Verruf geraten ist. Auf 100 Bildern zeigt das Projekt 100 Menschen im Alter von 1 bis 100. Jedes Alter mit einem eigenen Porträt, vom Kleinkind bis zur Urgroßmutter. 100 Menschen zeigen ihr Gesicht, ihr Umfeld und erzählen von ihren Lebenswünschen. Lohberg100 taucht ein in einen Stadtteil und das Leben seiner Bewohner. Initiiert hat das Projekt der Verein Forum Lohberg e.V.

Hier hatte ich das alles schon mal erklärt: http://www.schiebener.net/wordpress/aergerlich-ich-verpasse-eine-ausstellungseroeffnung-lohberg100/

Die Idee fand ich einfach nur gut. Ein Stadtteil wehrt sich gegen seine Reduzierung auf „Salafisten“, „Lohberger-Brigade“, „IS-Rekrutierungs-Viertel“.

Ich kenne Lohberg. Lohberg hat eine Teil meines eigenen Lebens begleitet. Eine Bergarbeitersiedlung neben der gleichnamigen Zeche. Die Zeche war der Kirchturm meiner Kindheit und Jugend. Sie war ewig. Immer da. Der Fußballverein VfB Lohberg. Die Häuser mit dem Ruß-geschwärzten Putz. Der stinkende Dreckskanal neben der Möllebek. Passfotos haben wir beim Fotografen in Lohberg machen lassen.

„Passfotos machen lassen“ stand für mich als Kind auf der gleichen Stufe wie der Zahnarzt. „Guck mal, da kommt gleich das Vögelchen!“, sagte der Fotograf. Es kann allerdings auch eine Fotografin gewesen sein.

Zahnärzte und Passfotografen waren geschlechtslose Wesen, die mir Lebenszeit raubten und Weh taten. Der eine durch den Bohrer, der andere durch das Still-Sitzen.

Lohberg. Ich bin später durch die Straßen gejoggt und manchmal mit dem Fahrrad entlang der Koks-, Hauer-, Steiger-, Schlepper-, Graben und Stollenstraße geschlichen.

Oh, oh … diese Jung-Türken. Fahren die eigentlich alle schwarze Autos der Marke Mercedes? Der Rassist in mir.

Irgendwann stand die Zeche still. Als ich die Wohnung meiner Eltern leer räumen musste -Eltern leben ewig, denkt man als Kind- schaute ich aus dem Hochhaus auf den Förderturm.

Später habe ich bei der Ruhrtriennale „Accatone“ in der riesigen Kohlenmischhalle gesehen.

Lohberg. Zur Ausstellung bin ich mit dem Rad angereist. Meine Planung ist hier nachzulesen: http://www.schiebener.net/wordpress/die-mini-radtour-ist-fertig-geplant-winterberg-bochum-dinslaken-habt-ihr-noch-tipps/

Ich habe mir alle 100 Bilder angeguckt, und dann noch einmal, und dann habe ich mich in die Massagesessel (2€) im ersten Stock der Neutorgalerie in Blickweite der Ausstellung gesetzt und nachgedacht.

Dumme Gedanken. Sind das wirklich 100 Bilder? Nachgezählt. Stimmt. Von 90 bis 99 alle Lebenssalter vorhanden? Check!

Kenne ich eigentlich jemanden? Es könnte sein, dass ich meinen alten Kunstlehrer und einen Klassenkameraden entdeckt habe. Es könnte sein. Ich bin mir noch nicht sicher.

Zurück in den Massagesessel. Auf Instagram an Lohberg100 geschrieben:

„Inhaltlich geht mir eine eine unausgereifte Idee durch den Kopf. Die Frage, was die Ursache für den „Lohberger Salafismus“ ist, wird ja nicht thematisiert. Ist auch ok, weil anderer Fokus. Habt ihr dazu schon mal etwas gemacht?“

Lohberg100 war ein sehr gutes Ziel für meine Radtour – ein Stadtteil mit Zukunft.

Umleitung: vom Klimawandel über den Glauben zur Geschichte. Snowden-Archiv, Störerhaftung, rechte Talkshowgäste und mehr.

Stehplätze frei: Bobbahn Offseason (foto: zoom)
Stehplätze frei: Bobbahn Offseason (foto: zoom)

Climate change: April breaks global temperature record, marking seven months of new highs … guardian

Michael Blume in Natur des Glaubens: Deutsch, atheistisch, türkeistämmig – Web-Interview mit Cem Erkisi … scilogs

Die langsame Rückkehr des Diktators: Porfirio Díaz ist ein Bösewicht der Geschichte,[2] dessen Erscheinungsbild in der Gegenwart äußerst erfolgreich rehabilitiert wurde. Díaz war ein Diktator … publicHistory

Erinnerungskultur, Geschichtswissenschaft: Erinnerung und Verdrängung zugleich … Geschichte ist

Masterarbeit von Charlotte Jahnz, Kapitel I, Einleitung: Ich hatte ja etwas versprochen und da ich in nicht allzu ferner Zukunft mit Moritz zur MA podcasten werde, gibt es heute schon mal die Einleitung (bei der die Quelle mir einen wunderbaren Scherz erlaubte) … CharlotteJahnz

Ethische Säuberung: Dass eine deutsche Staatsbürgerin mit kurdischem Migrationshintergrund dem Landtag von Baden-Württemberg als Präsidentin vorsteht, nennt die AfD-Abgeordnete Christina Baum einen Beweis für die Islamisierung des Abendlandes und den Genozid am deutschen Volk … zynaesthesie

NSA-Skandal: „The Intercept“ öffnet das Snowden-Archiv … zeit

Interview zu Störerhaftung und Abmahnungen: „Wir haben ein Problem mit der Anwendung des Gesetzes durch unsere Gerichte“ … netzpolitik

Rechte Talkshowgäste: Wie Pyromanen in der Streichholzfabrik … spiegel

Werbung hinterrücks? – Och nö … revierpassagen

Dinslakens Menschen: bewegte in der 19. Woche 2016: Schatzkammer-Bau, Stadthalle, Bauzaun, WLAN gestartet, Asphalt am Sonntag, Lohberg100, Mein Tipp, Rückblick … andreashaab

63. Volksradfahren in Mülheim an der Ruhr: eine Collage aus Bildern der 25km-Tour beim 63. Volksradfahren in Mülheim an der Ruhr zu Christi Himmelfahrt 2016 … wahlheimat.ruhr

Filmfestival zur Zukunft der Arbeit im Dortmunder U: Zur Eröffnung kommt Bundesministerin Andrea Nahles … nordstadtblogger

Spannender Vortrag zu Hagens Nachkriegsgeschichte: Warum gab es viele alte Nazi-Seilschaften in Hagen nach dem Krieg? Eine der spannenden Fragen, die am Mittwoch in einer Diskussion zur Nachkriegszeit in Hagen beleuchtet werden … doppelwacholder

Rechtsruck auch in der HSK-CDU? Was für die SPD der “Seeheimer Kreis”, ist für die CDU/CSU der “Berliner Kreis”. Aus beiden (noch) großen Bundestagsfraktionen haben sich jeweils als konservativ bekennende Abgeordnete zu solch einem “Kreis” zusammengeschlossen … sbl

Siedlinghausen – „Schließung ohne Not“: Offener Brief von ehemaligen Lehrerinnen und Lehrern zur befürchteten Schulschließung … derwesten

Teilnehmer für UTOPIA gesucht. Ein neues Theaterprojekt mit und für junge Menschen ab 17/18 Jahren.

Theater kann und soll auch jung und wild sein. (grafik: teatron)
Theater kann und soll auch jung und wild sein. (grafik: teatron)

Arnsberg. (teatron_pm) Unter dem Arbeitstitel „Utopia“ startet das neue Theaterprojekt des TEATRON THEATERs mit jungen Menschen ab 17/18 Jahren aus der Region Sauerland.

In drei Schnupper-Workshops in Meschede-Eversberg, Sundern-Allendorf und Arnsberg sind alte und neue Teilnehmer/innen eingeladen, erste Ideen auszutauschen und in ersten Theaterübungen die Arbeit mit dem TEATRON-Team kennenzulernen.

18.6.2016 Schnupper-Workshop 1, 11-14 Uhr,

Der BOGEN, Möhnestraße 59, 59755 Arnsberg

19.6.2016 Schnupper-Workshop 2, 11-14 Uhr,

Kulturtrichter in der Alten Molkerei Allendorf,

Allendorfer Str. 34, 59846 Sundern

25.6.2016 Schnupper-Workshop 3, 11-14 Uhr,

Markes Haus Meschede Eversberg

Mittelstraße 2, 59876 Meschede-Eversberg

Im letzten Jahr begeisterte bereits die junge TEATRON-Truppe unter dem Namen „Junge Wilde“ mit ihrer spannenden Collage zum Thema „Empört euch“, die mit Schauspiel, Gesang und Tanz eine Analyse der bestehenden Gesellschaft und den Lebensbedingungen von jungen Menschen darstellte.

Aus dieser Arbeit sollen nun im zweiten Schritt unter dem Arbeitstitel „Utopia“ neue Perspektiven und Zukunftsvisionen entworfen werden, und das mit viel Phantasie, Spaß und Kreativität.

Alle interessierten jungen Leute sind herzlich eingeladen mitzumachen!

Die Teilnahme am vorigen Projekt ist keineswegs notwendig, sondern neue Leute sind ausdrücklich willkommen, gern auch mit Migrationshintergrund.

Die Teilnahme ist kostenlos. Regelmäßige Teilnahme an den Proben ist jedoch verpflichtend. Als besonderes Highlight in diesem Jahr wird eine öffentliche Probe im Rahmen des Kunstsommers Arnsbergs stattfinden.

Anmeldung zu den Schnupper-Workshops unter: info@teatron-theater.de oder 02931-22969

Weitere verbindliche Termine bei Projektteilnahme:

2.-3.7.2016 11-14 Uhr, 15-18 Uhr

23.-24.7.2016 11-14 Uhr, 15-18 Uhr

8.-14.8.2016 Mi-Fr 17-20 Uhr; Sa-So 15-20 Uhr

27.-28.8.2016 11-14 Uhr, 15-18 Uhr

3.-4.9.2016 11-14 Uhr, 15-18 Uhr

10.-11.9.2016 11-14 Uhr, 15-18 Uhr

15.9. 2016 Generalprobe

16.9.2016 Premiere, Kulturschmiede Arnsberg, 20 Uhr

17., 18.9.2016 Vorstellungen, Kulturschmiede Arnsberg, 20 Uhr

23.-25.9.2016 Vorstellungen/Wiederaufnahme, Kulturschmiede Arnsberg

Einzelproben nach Absprache.

 

Ärgerlich! Ich verpasse eine Ausstellungseröffnung: Lohberg100

 Bahri Veysel Haciimamoglu, 40 Bahri ist gebürtiger Lohberger. Für seinen Stadtteil setzt er sich schon seit Jahren ein, etwa im evangelischen Jugendhaus oder im Vorstand der SPD Nord. Inzwischen arbeitet er als Pädagoge. Die Zeit für soziales Engagement ist knapp geworden, seitdem er einen kleinen Sohn hat. Wunsch: “Ich wünsche mir Gesundheit für jeden Menschen und das Lohberg aus dem Salafistenfokus heraus kommt.” Fotografiert von Martin Büttner
Bahri Veysel Haciimamoglu, 40 – Bahri ist gebürtiger Lohberger. Für seinen Stadtteil setzt er sich schon seit Jahren ein, etwa im evangelischen Jugendhaus oder im Vorstand der SPD Nord. Inzwischen arbeitet er als Pädagoge. Die Zeit für soziales Engagement ist knapp geworden, seitdem er einen kleinen Sohn hat. Wunsch: “Ich wünsche mir Gesundheit für jeden Menschen und das Lohberg aus dem Salafistenfokus heraus kommt.” (Fotografiert von Martin Büttner)

Lohberg100 porträtiert Bewohner des Dinslakener Stadtteils Lohberg, der als sozialer Brennpunkt und Sammelbecken für Salafisten in Verruf geraten ist.

Auf 100 Bildern zeigt das Projekt 100 Menschen im Alter von 1 bis 100. Jedes Alter mit einem eigenen Porträt, vom Kleinkind bis zur Urgroßmutter. 100 Menschen zeigen ihr Gesicht, ihr Umfeld und erzählen von ihren Lebenswünschen. Lohberg100 taucht ein in einen Stadtteil und das Leben seiner Bewohner. Initiiert hat das Projekt der Verein Forum Lohberg e.V.

Eröffnet wird die Ausstellung am 12. Mai mit einem großen Fest im Ledigenheim Lohberg. Dazu sind alle Beteiligten eingeladen, um sich kennenzulernen. Für die Öffentlichkeit sind die Bilder hier noch bis einschließlich Montag zu sehen. Nach Pfingsten wandern die 100 Porträts in die Neutor Galerie. Später sollen sie auch als Wanderausstellung in anderen Städten zu sehen sein.

Menschen im Alter von 1 bis 100, vom Kleinkind bis zum Senior. Alle haben etwas mit dem Stadtteil zu tun. Manche, weil sie hier leben und arbeiten, andere, weil sie hier Freunde, Verwandte und Erinnerungen haben.

„Salafisten, Kriminalität, Ghettoisierung“, all das ist immer wieder zu hören, wenn über Lohberg gesprochen wird. Aber dieses Bild entspricht nicht der Wirklichkeit. „Wir wollen das wahre Gesicht des Stadtteils zeigen, indem wir seine Menschen porträtieren“, erklärt Janet Rauch vom Forum Lohberg.

Facebook: www.facebook.com/ledigenheim

Instagram: www.instagram.com/lohberg100/

Um zwei Wochen verlängert: „Riefenstahls Blick auf die Welt ist antihuman, gefühllos, anti-aufklärerisch, todesgeil und faschistisch“ (Georg Seeßlen)

Eine Sternreportage aus dem Jahre 1949 brachte Riefenstahl auf das "Nuba-Projekt". Hier die Bilder des Magnum-Fotografen Georg Rodger. (foto: zoom)
Eine Sternreportage aus dem Jahre 1949 mit Bildern des Magnum-Fotografen Georg Rodger brachte Riefenstahl auf das „Nuba-Projekt“.  „…eine klare Linie von Olympiaden, Bergwelten, Reichsparteitagen zu Nuba-Kämpfen und Korallenriffen“ (Georg Seesslen). (foto: zoom)

Die „Mythos Riefenstahl Ausstellung“ im Hallenberger Kump wird um zwei Wochen bis voraussichtlich Sonntag, den 8. Mai 2016 verlängert, so Bürgermeister Michael Kronauge, der auch heute wieder die Besucher der Ausstellung persönlich empfing.

Am 10. April hatte ich mir die ersten vier Teile in Ruhe angeschaut. Die mit viel Text gespickten Informationstafeln sollte man in Ruhe studieren, um, falls man kein Vorwissen hat, halbwegs zu verstehen, wie die Bilder und Filme der Leni Riefenstahl einzuordnen sind.

Meinen kleinen Bericht vom ersten Besuch kann man hier nachlesen.

Heute habe ich mir den letzten Teil „Ausklang: die Nuba“ in Ruhe angeschaut. Einen Bruch ihrer sich dem Faschismus/Nationalsozialismus  andienenden Kunst oder wie Georg Seeßlen es in einem taz Artikel aus dem Jahr 2002 nennt „bösen Kitsch, technisch verstärkten Kitsch, maßlosen Kitsch“ konnte ich nicht erkennen.

Leni Riefenstahl ist sich auch nach 1945 treu geblieben. Susan Sontag hat in ihrem sehr empfehlenswerten Essay „Fascinating Fascism“ für die New York Review of Books die Kontinuität der Riefenstahlschen Ästhetik beschrieben:

„Although the Nuba are black, not Aryan, Riefenstahl’s portrait of them is consistent with some of the larger themes of Nazi ideology: the contrast between the clean and the impure, the incorruptible and the defiled, the physical and the mental, the joyful and the critical.“

Georg Seeßlen führt den Gedanken folgendermaßen aus:

„Da führt eine klare Linie von Olympiaden, Bergwelten, Reichsparteitagen zu Nuba-Kämpfen und Korallenriffen. Und immer, immer wieder hat Leni Riefenstahl dabei erbarmungslos das menschliche und natürliche „Material“, das sie zur Herstellung ihrer „reinen“ Schönheit benötigte, kaputtgemacht. Auch da führt der Weg von Zigeunern, die aus dem Konzentrationslager vor die Kamera und wieder zurück gelangt sein mochten, zu einem „Naturvolk“, in dem la[sic!] Riefenstahl ihre begehrte Art des Urfaschismus zu erkennen meinte und das sie mit Glasperlen für die gewünschte Darstellung der Kampf- und Liebesrituale bezahlte, um kurz darauf die Korruption der armen Nuba-Völker zu beklagen. Unmoralische Bilder erkennt man, wenn man sie schon anders nicht erkennt, auch am unmoralischen Prozess ihrer Herstellung.“

Ich wiederhole mich jetzt und schreibe erneut:

„Hingehen, lesen, gucken und selber denken!“

Mythos Leni Riefenstahl
Fotografie. Film. Dokumentation.
31.März bis neu! 8. Mai 2016
Infozentrum Kump, Petrusstr. 2 , 59969 Hallenberg
Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 10.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr
Samstag 10.00 - 12.00 Uhr, Sonntag 14.00 bis 16.00 Uhr
Eintritt frei.