Die Ziegen weiden wieder am Krähenstein (foto: zoom)
Gestern Abend bin ich zu einer Mini-Radtour aufgebrochen. Bis zum Krähenstein waren es trotz Umwegs durch die Schlade 3,95 km.
Nachdem mich die Ziegen neugierig angeschaut hatten, biss mir eine von ihnen in die Hosentasche. Weder mein Portemonnaie noch der Objektivdeckel waren essbar und so ließen sie mich in Ruhe zum Kreuz hinauf und wieder hinunter klettern. Grass und Blätter rupfen war interessanter und leckerer.
Widersprüchliche Politik gefährdet 152.483 neue Solarmodule auf Wohngebäuden in Arnsberg, Sundern und Ense
Am 17. Juli hat das Bundeswirtschaftsministerium neue Pläne zum Förderstopp für private PV-Anlagen ab 2027 veröffentlicht. Diese sorgen – gerade in Kombination mit der NRW- Solarpflicht – auch bei uns in Arnsberg, Sundern und Ense für große Verunsicherung. Für den Kreisverband Arnsberg im Verband Wohneigentum NRW e. V. ist klar: Diese widersprüchliche Politik sorgt bei Wohneigentümerinnen und -eigentümern für Unverständnis und Frust.
(Pressemitteilung des KV Arnsberg im Verband Wohneigentum NRW e. V.)
Das ist besonders ärgerlich. Denn auch hier bei uns im Kreisverband Arnsberg, der die Städte Arnsberg und Sundern und die Gemeinde Ense umfasst, schlummert noch ein enormes Potenzial für den Ausbau der Photovoltaik: Allein auf bislang ungenutzten Dächern von Wohngebäuden könnten in den drei genannten Kommunen noch bis zu 152.483 Solarmodule installiert werden. Das entspricht – wie der Verband Wohneigentum NRW e. V. ausgerechnet hat – einer Fläche von 12 Fußballfeldern, auf der theoretisch Sonnenstrom für mehr als 76.277 3-Personen-Haushalte produziert werden könnte.
Die Handelsmann-(und Frau- und Kind-) Figurengruppe heute neben dem Schrottcontainer (foto: zoom)
Als ich heute mit dem Fahrrad den steilen Weg zum Rauhen Busch hinauf fuhr, traute ich meinen Augen nicht. Eingezäunt stand dort neben dem Container des Entsorgungsunternehmens Lobbe der Winterberger Handelsmann mit Frau und Kind.
Sollte der frischgebackene Lobbe-ist nicht auf dem Marktplatz stehen?
…das Herzstück der Altstadt am Marktplatz Untere Pforte. Einst zogen die Winterberger als sogenannte Kiepenkerle bis nach Holland, um ihr karges Einkommen mit handgemachten Holz- und Eisenwaren aufzubessern. Heute erinnert dieses beeindruckende Denkmal an den fleißigen Berufsstand vergangener Jahrhunderte. Erlebe den Kaufmann in typischer Tracht mit Hut, Mantel und schwerem Warenbündel hautnah. Der Platz ist ein lebendiger Begegnungsort mit gemütlicher Gastronomie, was ihn zu einem idealen Ausflugsziel im Sauerland macht. Schnapp dir deine Kamera, denn die Statue gilt als beliebtes Fotomotiv. Verbinde deinen Ausflug mit einem entspannten Stadtbummel und tauche in die spannende Geschichte dieser Sehenswürdigkeit in Winterberg ein.
Screenshot der Winterberger Website von heute 20.30 Uhr
„Schnapp dir deine Kamera, denn die Statue gilt als beliebtes Fotomotiv.“
Das beliebte Fotomotiv steht, wie auf dem Bild von heute Abend zu sehen ist, nicht mehr auf seinem Platz. Das „Herzstück der Altstadt am Marktplatz Untere Pforte“ sei vor ungefähr ein bis zwei Monaten abgebaut worden, sagte mir eine Mitarbeiterin der Restaurationskette.
Dort, inmitten der Außengastronomie, müsste der Handelsmann mit Frau und Kind eigentlich stehen. (foto: zoom)
Wäre ich heute nicht zufälligerweise am Lobbe-Container vorbeigeradelt und hätte sich mir in der Nachmittagshitze nicht der (müde) Kalauer vom Handelsmann als Lobbe-isten aufgezwungen, wer weiß ob ich im gastronomischen Gewusel an der Unteren Pforte das Fehlen „dieses beindruckende[n] Denkmal[s]“ bemerkt hätte.
Oder noch flacher: Jetzt ist er platt, der Handelsmann am Extrablatt.
Proliferation – Atomwaffengefahr im ziemlich Nahen Osten
Nicht autorisiertes, sinngemäßes Vorwort des französischen Staatspräsidenten Macron aus dem Februar 2020: „Ohne zivile Atomenergie gibt es keine militärische Nutzung der Technologie – und ohne militärische Nutzung gibt es auch keine Atomenergie“.
Grafik: mitwelt.org
Gegen den Iran wird gerade ein Krieg um Rohstoffe und ein Atomkraftwaffenkrieg geführt. In der westlichen Welt wird befürchtet, dass die autoritär geführte Theokratie mithilfe der zivilen Nutzung der Atomkraft in den Besitz von Atomwaffen kommen könnte. Jetzt will die Trump-Regierung der „guten, nützlichen“ Autokratie Saudi-Arabien beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms helfen. Auch die Lieferung einer Urananreicherungsanlage in die Kriegsregion ist möglich.
Obwohl weltweit seit Jahren mehr Atomkraftwerke stillgelegt als neu gebaut werden, will jetzt auch Saudi-Arabien eigene AKW und eine Urananreicherungsanlage.
Tschernobyl, Fukushima, radioaktive Emissionen im Normalbetrieb und Atommüll, der eine Million Jahre strahlt, haben die Gefahren der Atomkraftnutzung aufgezeigt.
Die größte Gefahr der Nutzung der Atomkraft ist allerdings die Proliferation, die Entwicklung von Atomwaffen mithilfe der zivilen Atomkraft. Schon heute wäre ein in die Ecke gedrängter Iran in der Lage, Raketen und Drohnen mit „schmutzigen, radioaktiven Bomben“ auszustatten. Der Nahe Osten ist jetzt schon ein Pulverfass.
Das Fahrrad am Wanderparkplatz Nekropole abgestellt (foto: zoom)
Von Kirchditmold über Harleshausen mit dem „Bio-Bike“ die Ahnatalstraße zum Wanderparkplatz Nekropole hinauf – ganz schön anstrengend. Die Straße scheint gegen Ende stetig steiler zu werden. Die Totenstadt am Blauen See im Habichtswald kannte ich bis Ende letzter Woche noch nicht.
Ich habe das Fahrrad am Baum abgeschlossen, mich mit Hilfe der Wandertafel orientiert und die großen Grabdenkmäler auf der kleinen 1,5-km-Runde zu Fuß erkundet.
Orientierung. Der Rundweg um den blauen See (rechts) ist nicht sehr lang (ca. 1,5 km) (foto: zoom)
Bei Wikipedia lese ich: Die Künstler-Nekropole ist ein Friedhof, eine Parkanlage und ein Kunstwerk des öffentlichen Raums mit Wanderweg im Gebiet des Kasseler Stadtteils Harleshausen. Geschaffen wurde die Nekropole von documenta-Künstlern, die sich zu Lebzeiten testamentarisch verpflichten, sich dort beerdigen zu lassen. Der documenta-Künstler Harry Kramer initiierte mit ihr eine neue Ausdrucksform der Kunst im öffentlichen Raum.
Gleich am Anfang des Wegs steht das Denkmal für Manfred Schneckenburger (2021), entworfen von Ugo Dossi.
Am 3. Dezember 2019 starb Manfred Schneckenburger zwei Tage nach seinem 81. Geburtstag in Köln. Am 18. Juni 2021 wurde in der Nekropole am Blauen See dieses Denkmal für den zweifachen documenta-Leiter eingeweiht.
Denkmal für Manfred Schneckenburger (2021) entworfen von Ugo Dossi (foto: zoom)
Wenn man auf die Skulptur blickt, soll in ihrem Umriss das Profil Manfred Schneckenburgers erscheinen. Mir ist dieses Vexierbild verschlossen geblieben.
Das Klever Tor in Xanten (Bild: Hans Peter Schaefer/wikimedia)
Die Siedler-Gemeinschaft Müschede im Verband Wohneigentum wird auch in 2026 wieder eine Siedlerfahrt durchführen.
(Pressemitteilung SGM)
Am Samstag, dem 26.09.2026, geht es um 08.00 Uhr von der Müscheder Schützenhalle aus mit dem Bus in die beindruckende niederrheinische Stadt Xanten.
Die Fahrt beinhaltet umfangreiche Inklusivleistungen wie Busfahrt, Führung durch den imposanten Dom St. Viktor, Fahrt mit dem Bimmelbähnchen „Nibelungen-Express“ entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt und eine 2-stündige Schifffahrt mit der MS Domspatz über die Xantener Seen einschließlich Mittagessen. Dabei wird auch ausreichend Zeit zum Bummeln, Shoppen u. a. sein.
Auf einer Brücke in der Karlsaue, klein im Hintergrund die Orangerie (foto: zoom)
Bei warmem Wetter ist ein Fahrrad das ideale Fortbewegungsmittel in der Stadt: Fahrtwind und eine relativ hohe Fluchtgeschwindigkeit von überhitzten Asphaltplätzen an schattige Orte.
Das Kasseler Auebad war überfüllt, aber in der Karlsaue ließ es sich entspannt – trotz Warnungen vor den Raupen des Eichenprozessionsspinners – radeln.
In der Caricatura habe ich die Ausstellung „Haben Juden nichts zu lachen?“ ganz allein für mich gehabt. Internationale Cartoonist*innen geben Einblick in jüdisches Leben, positionieren sich gegen Antisemitismus und schauen auf die Lage in Nahost.
Beeilt euch! Die Präsentation jüdischen und nichtjüdischen Humors läuft nur noch bis zum 19. Juli 2026 und regt zum Nachdenken an.
Großer Aufsteller am Eingang zur Ausstellung (foto: zoom)
Kassel, Fulda, Spitzhacke – von hier aus kommt man mit dem Rad bequem zum HoPla
„Wie vom Himmel gefallen, steckt am Ufer der Fulda eine zwölf Meter hohe Spitzhacke im Boden, als hätte sie der gigantische Herkules im hohen Bogen bergab in die Stadt geschleudert. Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen schufen das überdimensionale Werkzeug als Beitrag zur documenta 7 im Jahr 1982.“
Weiter geht es zur Universitätsbibliothek. Zur Fahrradkultur gehört für mich unbedingt ein gutes Buch.
Erste Informationen zur Gründung der Universität 1971 als Gesamthochschule am Holländischen Platz (HoPla) kann man bei Wikipedia finden.
Der Eingangsbereich der Universitätsbibliothek Kassel (foto: zoom)
Die Tunnel unter der riesigen Verkehrskreuzung am HoPla gelten als Hall of Fame und ich schaue mir regelmäßig die Graffiti an.
Eines von vielen Wandbildern in den Tunneln unter dem HoPla (foto: zoom)
Mehr kann ich gerade nicht berichten, weil um 11 Uhr das Fridericianum öffnet.
Heute steht die Ausstellung „CATHERINE OPIE – THE PAUSE THAT DREAMS AGAINST ERASURE“ auf dem Kultur-Radtour-Programm. Sie ist ebenfalls nur noch bis zum 19. Juli 2026 zu sehen. Die Ankündigung liest sich sehr interessant: https://fridericianum.org/de/ausstellungen/catherine-opie/
Computer aus! Auf’s Rad! Hinunter in die Innenstadt!
Ein Lesebuch der Schalom-Bibliothek – in Kooperation mit Frieden wagen e.V., dem ‚Kuratorium Abrahamskrone‘ und dem Ökumenischem Institut für Friedenstheologie
Buchumschlag, Vorderseite
Friedensbotschaften der Hebräischen Bibel – Erster Band. Ein Lesebuch der Schalom-Bibliothek. Herausgegeben von Peter Bürger. (edition pace ? Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien, 17). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6963-6247-8; Paperback; 448 Seiten; 16,99 Euro). – Leseprobe mit Inhaltsverzeichnis & Direktbestellmöglichkeit hier beim Verlag der gedruckten Buchausgabe: https://buchshop.bod.de/friedensbotschaften-der-hebraeischen-bibel-erster-band-9783696362478
Nach den Lesebüchern zur „Friedensliebe der Rabbiner“ und zu „Gewalt und Kriegstheologie“ im sog. ‚Alten Testament‘ liegt jetzt auch der angekündigte Erste Band zu den „Friedensbotschaften der Hebräischen Bibel“ vor. Diese Eröffnung einer neuen Sammlung der Schalom-Bibliothek gewährt vor allem Einblicke in die friedenstheologische Bibellektüre (AT) von Christinnen und Christen.
(Redaktion schalom-bibliothek.org / Text Peter Bürger)
Die Forschungsbeiträge, Essays und Predigten im Lesebuch stammen von Peter Bürger, Klara Butting, Friedrich Erich Dobberahn, Ulrich Duchrow, Matthias-W. Engelke, Antje Heider-Rottwilm, Margot Käßmann, Rainer Kessler, Ansgar Moenikes, Thomas Nauerth, Orna Pilz (Reform-Rabbinerin), Ruth Poser, Salomé Richir-Haldemann, Franz Segbers, Egon Spiegel, Anja Vollendorf, Marie-Noëlle von der Recke und Bärbel Wartenberg-Potter.
Im Gegensatz zu den vorhergehenden Publikationen des Projektes sind Frauen im Kreis der Autor:innen gut vertreten. Es ist in den Auslegungen auch ein besonderes Augenmerk den Frauengestalten der Bibel gewidmet.
Ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di (Dirk) auf dem Podium (foto: zoom)
Unter dem Motto Politik für die Menschen – Wir sind das Sauerland demonstrierten am vergangenen Freitag die IG Metall, ver.di und weitere DGB-Gewerkschaften auf dem Marktplatz in Arnsberg-Neheim gegen den momentan stattfindenden Sozialabbau, für einen starken Sozialstaat.
Ein starker Sozialstaat, so die Gewerkschaften sei kein Luxus. Er sei Grundlage für Würde, Demokratie, Produktivität, Sicherheit und Leistung.
Eltern, Sozialstaat, Zukunft, Ausbildung – unsere Zukunft werde heute gestaltet
Justus, Matz und Marie (12, 10, 14): Familien brauchen Zeit (foto: zoom)
Auch auf der Rednerbühne waren Justus, Matz und Marie. Ihre Forderungen: Familien brauchen Zeit und auch wir, die Kinder und Jugendlichen, wollen noch eine sozial sichere Zukunft haben.
Ein Vertreter von ver.di betonte, dass das Thema Sozialstaat alle Generationen angehe: „Ich bin richtig sauer, wenn die Kleinsten der Kleinen hier mit Tränen in den Augen stehen“
So könnte ein Ortseingangsschild aussehen, hat sich das Mescheder Friedensforum überlegt. (Foto: MFF)
Das Mescheder Friedensforum (MFF), ein Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern, die sich für friedliche Konfliktlösungen engagieren, hat am vergangenen Freitag kurzerhand Meschede zu einer „Stadt des Friedens“ ausgerufen. Der Ortseingang wurde (symbolisch und vorübergehend) mit einer entsprechenden Ergänzung versehen.
(Pressemitteilung MFF)
Zuvor hatten die Mescheder Friedensfreund*innen an ihrem mittlerweile achten Infostand Hunderte Flugblätter verteilt und über die bundesweite wie über die örtliche Vorbereitung auf den Kriegsfall informiert. „Der Operationsplan Deutschland und seine Bedeutung in den Kommunen sind vielen Menschen immer noch unbekannt“, so die Friedensaktivist*innen. „Dabei wäre auch Meschede erheblich davon betroffen.“
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