Selbst bei 2 Grad Erwärmung sind extreme globale Klimafolgen möglich

Studie unter UFZ-Federführung verdeutlicht Notwendigkeit ambitionierter Klimaschutzmaßnahmen

Ernteausfälle durch Dürre (Foto: André Künzelmann / UFZ)

Extreme klimatische Auswirkungen auf Menschen und Umwelt werden häufig mit sehr hohen globalen Erwärmungsniveaus von drei oder vier Grad Celsius in Verbindung gebracht. Eine neue Studie unter Federführung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) zeigt, dass diese Annahme zu kurz greift. Denn auch eine moderate Erwärmung von 2 Grad Celsius könnte erhebliche Klimarisiken für Sektoren mit besonderer gesellschaftlicher und ökologischer Bedeutung mit sich bringen, etwa Starkniederschläge in dicht besiedelten Regionen, Dürren in wichtigen Agrargebieten und extreme Feuerwetterbedingungen in Wäldern. Dies unterstreicht, wie dringlich schnelle Klimaschutzmaßnahmen sind, um die Risiken zu begrenzen. Die Studie ist im Fachmagazin Nature veröffentlicht.

(Pressemitteilung UFZ)

Weil Klimamodelle immer noch erhebliche Unsicherheiten aufweisen, lässt sich nicht ausschließen, dass sich das Klima dramatischer entwickelt als erwartet. „Im Sinne einer verantwortungsvollen Risikobewertung sollten wir deshalb über die wahrscheinlichsten Entwicklungen hinausblicken und auch extreme Szenarien berücksichtigen, die schwerwiegende gesellschaftliche oder ökologische Folgen haben könnten“, sagt Erstautor und UFZ-Klimaforscher Dr. Emanuele Bevacqua.

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W.I.M: Wenders in Motion

Im Lauf der Zeit – eine Wim Wenders Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum

Exponat am Eingang zur Ausstellung (foto: zoom)

Vom 11. März bis zum 18. Oktober 2026 ist im DFF, dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum in Frankfurt am Main, eine sehr interessante Ausstellung über den Filmemacher Wim Wenders zu sehen.

Ich habe W.I.M. Im Lauf der Zeit am Samstagnachmittag besucht und gedacht, dass ich in zwei Stunden alles gesehen und aufgenommen haben sollte – ein Irrtum. Als das Museum um 18 Uhr schloss, hatte ich höchstens die Hälfte bewältigt.

Mit Hilfe eines Audio-Guides konnte man sich die Lebens- und Filmgeschichte von Wenders, die er persönlich auf Deutsch oder wahlweise Englisch eingelesen hat, an den einzelnen Stationen anhören.

Musik spielte für den jungen Wim Wenders eine große Rolle (foto: zoom)

Die vielen erzählten Geschichten waren an sich schon interessante Miniaturen. Es hätte gereicht, mich in eine dunkle Ecke zu verziehen und auf einem bequemen Sitz, den Guide von vorn bis hinten durchzuhören. Aber dann sind dort noch die vielen Bilder, Filmausschnitte, Texttafeln und Figuren zu entdecken.

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Umleitung: Krieg, Öl, Gas, Rechtsextreme, Demokratie, Satire, Filterblasen sowie Musik von Frauen

Seid umschlungen Millionen: Spaziergang am Mainufer in Frankfurt (foto: zoom)

Krieg, Öl und Gas: Die Preise für Sprit, Heizöl und Gas explodieren, und alle sind überrascht. Seit 50 Jahren immer wieder dasselbe: Es gibt Krieg und der Ölpreis explodiert. Trotzdem kaufen wir weiter Verbrenner und bauen neue fossile Heizungen ein. Wann werden wir schlau? … klimareporter

Wenn Rechtsextreme über Demokratieförderung entscheiden: Die AfD entwickelt Strategien, um die Förderung von Demokratieprojekten zu beeinflussen … belltower

Politikverständnis (Satire): „… auch Altkanzler Schröder dem scheidenden Ministerpräsidenten Schweitzer Mut zugesprochen habe. Erstens sei das Ergebnis sehr viel besser als in Baden-Württemberg gewesen, wo die SPD nur 5,5% erreicht habe, zweitens habe er nicht gegen eine Frau verloren, und drittens gebe es genug Möglichkeiten, um in der Wirtschaft als…“ … zynaesthesie

Ausstellung „Breaking Bubbles“ auf dem Campus Stadt im Dortmunder U: Kunst- und Journalistikstudierende der TU Dortmund möchten Filterblasen durchbrechen … nordstadtblogger

Öffnung neuer Horizonte: Musik von Frauen beim Essener Festival „her:voice“ … revierpassagen



„Alt werden – gesund und aktiv“

Einladung zu den Winterberger Gesundheitstagen

Liebe Seniorinnen und Senioren!

Je älter wir werden, desto wichtiger wird die Gesundheit. Sie ist für die meisten von uns das kostbarste Gut, das wir haben, der größte Wunsch zum Geburtstag oder zum neuen Jahr. 

(Pressemitteilung Seniorenbeirat Winterberg)

Der Seniorenbeirat der Stadt möchte Sie in Kooperation mit dem St. Franziskus-Hospital Winterberg zu den diesjährigen Gesundheitstagen herzlich einladen. Lassen Sie sich motivieren, gesünder und aktiver älter zu werden!

Auch in diesem Jahr konnten wir ausgezeichnete Expertinnen und Experten für unsere Nachmittagsveranstaltungen gewinnen.

Diese werden Ihnen wertvolle Informationen vermitteln, Ratschläge geben und Fragen beantworten:

  • Bin ich deprimiert oder schon depressiv?
  • Warum ist es so gut, dass wir in unserem Krankenhaus eine neurogeriatrische Fachabteilung haben?
  • Kann man sich vor Krebserkrankungen schützen?
  • Warum wird die Blase im Laufe des Lebens immer ungeduldiger?
  • Und die Mitmach-Aktion: Was kann ich für meinen Rücken tun? 
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Marburger Sammelsurium zum Wochenende

Blick von der Lahnbrücke auf das Grüner Wehr und die Marburger Innenstadt (foto: zoom)

Am Dienstag war der Himmel über Marburg noch grau. Zum x-ten Mal bin ich auf dem Hirsefeldstieg über der Lahn stehen geblieben und habe zum n-ten Mal ein Foto aus der immergleichen Perspektive geknipst – diesmal ohne Wolkenformationen.

K2 hatte uns geraten, wir sollten doch mal ins Café Die Pause gehen und nicht immer nur zu Vetter oder zum Café Roter Stern.

Das Café hatte am Dienstag leider geschlossen. (foto: zoom)

Dienstags geschlossen – also doch wieder Quiche und Kaffee bei Vetter. Gewohnheiten wollen gepflegt werden.

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Kalendarischer Frühlingsbeginn – heute 15:45 MEZ

Spaziergang in der Ruhraue (foto: zoom)

Seit heute dürfen wir auch offiziell in den Frühling starten, denn der kalendarische Frühlingsanfang ist der Moment, an dem Tag und Nacht genau gleich lang sind.

Dieses Phänomen wird als Tagundnachtgleiche bezeichnet: die Sonne steht senkrecht über dem Äquator.

Der so bestimmte Zeitpunkt wird auch astronomischer Frühlingsbeginn genannt und fällt in der Regel auf den 19., 20. oder 21. März.

Im Jahr 2026 hat der kalendarische Frühling am 20. März um 15:45 Uhr MEZ begonnen.

Auch wenn sich das Wetter schon seit Wochen frühlingshaft anfühlt, hält sich die Blütenpracht in der Ruhraue bei Olsberg/Bigge noch in Grenzen.

Neben der Temperatur ist auch die Länge des Tages ein Faktor, der den Beginn der Blüte in der Pflanzenwelt bestimmt.

Beim Spaziergang waren heute die üblichen Verdächtigen zu sehen: Buschwindröschen, Scharbockskraut und Kirschpflaume.

Frühlingsbeginn: Blüten in der Ruhraue (foto: zoom)

Paradox: morgen und übermorgen findet am Poppenberg in Winterberg der Snowboard Weltcup statt. Viele Grüße vom Klimawandel.

Informeller Austausch der Seniorenbeiräte von Städten und Gemeinden im Hochsauerlandkreis

Treffen der Seniorinnen und Senioren im Kreishaus Meschede. (Pressefoto)

Am 17.03.2026 trafen sich die Vertreter*innen der Seniorenbeiräte von Arnsberg, Brilon, Meschede, Sundern und Winterberg turnusgemäß im Kreishaus in Meschede, um sich in informeller Runde über ihre jeweiligen Aktivitäten auszutauschen.

(Pressemitteilung Seniorenbeiräte)

Frau Benitha Beckmann von der Fachstelle „Zukunft Alter“ der Stadt Arnsberg hielt einen Impulsvortrag zum Thema „Einsamkeit“. Wissenschaftliche Studien, so Benitha Beckmann, belegten, dass 8,3% der über 50-jährigen unter Einsamkeit leiden.

Da diese Einsamkeit auch zu Depressionen und somit zu schweren gesundheitlichen Schäden führen könne, gelte es, dem Alleinsein durch soziale, politische und wirtschaftliche Teilhabe zu begegnen. Dazu bedürfe es jedoch einer ganzheitlichen systematischen Umsetzung: Präventive Hausbesuche, die Förderung des lebenslangen Lernens durch gruppendynamische Aktivitäten sowie regelmäßige Zusammenkünfte mit Gleichgesinnten, um das Gefühl des „Abgehängtseins“ zu bekämpfen und den Anschluss am gesellschaftlichen Leben wiederherzustellen.

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Quo vadis, Internet? Resozialisierung der Sozialen Netzwerke

Leben wir in einer düsteren Welt voller Manipulationen? (Grafik AI-generiert: Chris Köster)

Das erste Mal

“Der Teleschirm empfing und sendete gleichzeitig.” (George Orwell, 1984)

Ich erinnere mich noch genau an meine erste Berührung mit dem Internet. Vor etwa 30 Jahren saß ich vor meinem Computer und hatte gerade das von einem Freund gebraucht gekaufte 9600baud-Modem an die serielle Schnittstelle angeschlossen. Die AOL-Software, die damals fast jeder Ausgabe der PC-Welt-Zeitschrift als Diskette beilag, war auf dem Windows 95 System installiert.

(Ein Gastbeitrag von Chris Köster, Olsberg – rzgierskopp)

Nun stand ich vor der Qual der (Ein-)Wahl: Ist Dortmund der günstigere Einwahlknoten, den ich mein Modem wählen lassen soll, oder Paderborn? Egal – beides war ein Ferngespräch.

Die Verbindungskosten in den Einwahlknoten wurden als Telefongespräch über die Telekom-Rechnung bezahlt und betrugen ca. 9,- DM/Stunde.

Die Nutzung des “Providers” AOL (America online) kostete zusätzlich 9,- DM monatliche Grundgebühr UND etwa 6,- DM pro Stunde (Hauptzeit)/etwa 3,- DM pro Stunde (Nebenzeit/Nacht).

Das Modem spielte seine dissonante Melodie und – die Spannung erreichte ihren Höhepunkt, als ich merkte: „Ich bin drin!„.

Was jetzt? Was macht man im Internet denn eigentlich? Dieser Moment war alles andere als entspannt, denn das Bewusstsein über die nun tickende Gebührenuhr (etwa 25 Pfennig pro Minute) sorgte bei einem Schüler, der den Eltern die Ausgaben für diesen Anruf würde erklären müssen, für ein unterschwelliges Unwohlsein.

Die unterbewusste Hektik wurde jedoch von Neugierde vertrieben, als ich mich unbeholfen durch die AOL-Software klickte.

Bei Chat blieb ich hängen – Der Klick auf den Menüpunkt öffnete eine Übersicht einiger Chatrooms von denen ich wahllos einen öffnete.

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Zwei Stimmen – eine Botschaft: Kaffeekonzert in Schmallenberg zur Unterstützung der Ukraine

Sämtliche Spenden fließen direkt in Hilfsprojekte für zerstörte Orte im Frontgebiet der Ukraine.

Kaffeekonzert, Frieden beginnt bei dir und mir, Sonntag, 29. März 2026, 16 Uhr, Christuskirche Schmallenberg, Werper Str. 3 (Veranstaltungsplakat)

Nach dem Abendkonzert im Kulturbahnhof Linie 73 am 27. März in Olsberg laden Marieke Sleurink & Band zwei Tage später, am Sonntag, dem 29. März, um 16:00 Uhr gemeinsam mit dem Musiker Raimund Fischer zum Solidaritätskonzert für die Ukraine in Schmallenberg ein.

Marieke Sleurink spielt mit ihrer Band frische, kraftvolle Lieder, die sie selbst schreibt und gemeinsam mit ihrem Mann arrangiert. In den vergangenen Monaten hat sie für ihr deutsches Publikum weitere Lieder aus dem Niederländischen übersetzt. Ihre Leidenschaft für das Theater und die Nähe zum Publikum sind dabei spürbar. Sie liebt es, gelebten und erfahrenen Glauben in Text und Musik zu verwandeln.

Raimund Fischers Lieder bewegen sich thematisch oft in ähnlichen Räumen, erzählen jedoch eher. Mit Gitarre und E-Piano spannt er den Bogen von biblischen Texten über biographische Szenen bis hin zu politischen Botschaften. Poetisch und gefühlvoll bringt er zur Sprache, was ihn bewegt und trägt.

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Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede: Überlebenskampf und Widerstand im KZ

Vortrag von Dr. Ulrich Schneider, Kassel

Veranstaltungsplakat. Oberes Drittel Abbildung eines Lagerzauns mit Wachturm. In der Mittel Weiß auf Blau Text:

Solidarität und Widerstand
von Häftlingen am Beispiel 
des KZ Buchenwald

Vortrag von
Dr. Ulrich Schneider
Kassel

Unten Weiß auf dunkelrot
Links Zeichnung der Alten Synagoge von vorn stilisiert

Rechts Veranstaltungsdetails wie im Artikel
Veranstaltungsplakat

In der NS-Zeit wurden Hunderttausende Menschen in Konzentrationslagern eingekerkert, misshandelt, gequält und ermordet. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass in vielen Lagern die Häftlinge für ihr Überleben geheime Gruppen aufgebaut haben, um dem Terror der Wachmannschaften widerstehen zu können.

Im KZ Buchenwald entstand unter den Bedingungen der Haft ein internationales Lagerkomitee, in dem politische Häftlinge aus verschiedenen Ländern gemeinsam um ihr Überleben gekämpft haben.

Dr. Ulrich Schneider, Autor mehrerer Bücher zur NS-Verfolgung und dem KZ Buchenwald, konnte noch Überlebende befragen und wird über diese fast vergessene Form der Solidarität und des Lagerwiderstandes sprechen.

Vortrag: Donnerstag, 26. März 2026, 19 Uhr
Bürgerzentrum Alte Synagoge Meschede
Eintritt frei