Funke schließt Westfalenpost-Redaktion Warstein. Der Ausstieg aus dem Print-Journalismus wird beschleunigt.

Das war vor Jahren, der WAZ-Axt zum Opfer gefallen: Westfälische Rundschau – Hochhauswerbung in Dortmund. (archiv: zoom)

Die Funke Mediengruppe, zu der auch unsere heimische Westfalenpost gehört, hat erneut die Axt aus der Folterkammer der Betriebswirtschaft geholt: die Druckerei in Essen (120 Mitarbeiter) wird geschlossen, in NRW soll die Warsteiner Lokalausgabe (Fünf feste Mitarbeiter) der “Westfalenpost” wegfallen.

„Dahinter steckt blinde Profitgier. Um ihre Renditeziele zu erreichen, werden reihenweise Menschen auf die Straße gesetzt. Der Schein des Aufbruchs in Wertschätzung der Mitarbeiter durch die Geschäftsführung in der neuen Firmenzentrale in Essen trügt.“ Der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes NRW (DJV-NRW) Frank Stach hat die Geschäftsführung der Funke Mediengruppe mit scharfen Worten für die heute bekannt gegebenen Abbaupläne kritisiert[1].

Das heute von der Funke Mediengruppe vorgelegte Sparprogramm sehe vor, in NRW erneut 10 Prozent der Stellen an den drei Funke Titeln in NRW einzusparen. Die Redaktion der Westfalenpost in Warstein mit fünf fest angestellten Mitarbeitern solle ganz geschlossen werden. Die Ausbildung der Volontäre in der Medienakademie-Ruhr wird für ein Jahr ausgesetzt. Komplett schließen will der Konzern das Essener Druckhaus mit 120 Mitarbeitern.

„Damit setzt der Konzern die alte, verhängnisvolle Politik des Personalabbaus fort, die bereits hunderte Arbeitsplätze gekostet hat“, betont DJV-NRW Geschäftsführer Volkmar Kah. Die Konzentration auf Sparmaßnahmen als Geschäftsmodell konterkariere Funkes Anspruch, sich im digitalen Zukunftsmarkt einen guten Platz zu sichern. „Der kontinuierliche Abbau der Belegschaft und der Aufbau neuer, personalintensiver Online- Projekte schließen sich gegenseitig aus.“

„Wir erkennen, dass das Print-Geschäftsfeld weniger profitabel geworden ist“, so Kah. Die Funke Manager handelten ohne Konzept. Weiterer Personalabbau sei keine Lösung. Funke müsse jetzt schnell die angekündigte Neuausrichtung auf digitale Medien umsetzen. „Dieses Ziel kann nur mit einer ausreichenden Zahl an hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erreicht werden. Der Stellenplan der Funke Mediengruppe ist aber schon jetzt auf Kante genäht, die Redaktionen sind am Limit.“

Kah fordert die Gesellschafter und Geschäftsführer der Funke Mediengruppe auf, ihrer sozialen Verpflichtung gerecht zu werden und dafür Sorge zu tragen, dass der angekündigte Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolge.

Die Funke Mediengruppe hatte bereits 2008 ca. 300 von 900 redaktionellen Stellen in NRW abgebaut, 2013 wurden alle 120 Stellen der Westfälischen Rundschau gestrichen. Die Westfälische Rundschau rangiert seitdem in der Kategorie „Zombie-Blätter“, d.h. eine Zeitung ohne eigene Redaktion. Während die Mediengruppe am Personal spart, kauft sie fleißig weitere Zeitungen und Zeitschriften ein, alleine 2013 für insgesamt 920 Millionen Euro. Weitere Käufe sind aktuell angekündigt.

Betroffene DJV-Mitglieder der Funke-Titel in NRW können sich mit Fragen jederzeit an den DJV wenden.

Kontakt: Beate Krämer, Pressereferentin, 0211 233 99-200

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[1] https://www.djv-nrw.de/startseite/info/aktuell/online-meldungen/details/article/funke-mediengruppe-handelt-immer-noch-ohne-zukunftsstrategie.html

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Defekt201310
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Umleitung: Google, Merkels Agenda des Schreckens, SPD und Revier, Schavan erledigt, unwürdiger Nienhaus, Brüderles Hormone und die Geisterklinik.

Großstadtdschungel um 1990 (foto: chris)
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Google-Bildersuche, Re-Design und Urheberrecht: Praxistaugliche Spielregeln für Bilder im Netz, kurz zusammengefasst … heikerost

Merkels Agenda des Schreckens: Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos redete die Kanzlerin endlich einmal Klartext und stellte die Grundzüge ihrer Agenda für Europa vor … nachdenkseiten

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Schavan ist erledigt: Subtile Hinweise aus den Tiefen der Seele … erbloggtes

Doping: Hat der Fußball nicht genug Geld für Blutkontrollen? … wazrechercheblog

WAZ-Kahlschlag mit unwürdigen Sekunden: in diesen Sekunden sagt Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe und Vorsitzender des Zeitungsverlegerverbandes NRW, folgende Sätze: “Ja natürlich, damit muss man auch Mitarbeiter überraschen. Das können Sie ja nicht vorher, schon gar nicht als Medienunternehmen, über fünf Stufen abstimmen, weil das wird ja dann sofort öffentlich.” … charly&friends

Brüderles Hormone: Männliche Bündnisfälle … ruhrbarone

Sexismus und der #Aufschrei bei Twitter: Das Schreien der Lämmer … fraumeike

Der #Aufschrei der Herde: “Es dürfte lange her sein, dass ein Artikel des Stern derart viel Aufmerksamkeit erregt hat, wie “Der Herrenwitz” von Laura Himmelreich über Anzüglichkeiten des FDP-Politikers Rainer Brüderle an einer Hotelbar …” … internetlaw

“Himmlische Juwelen”: Donna Leons Krimi auf den Spuren eines Barock-Komponisten … revierpassagen

Norbert Killewald: “Inklusion muss jetzt vor Ort geplant werden!” … neheimsnetz

Akten raus aus der Geisterklinik: Nach Jahren ist der Spuk in der verlassenen Veramed-Klinik in Meschede vorbei … derwesten_I und derwesten_II

Umleitung: Sexuelle Selbstbestimmung, Selbstreflexiver Monolog bei Wein mit Schatz, WAZ Redaktionsschließungen, rechte Burschenschaften sowie ein bisschen Pott und mehr.

Neulich im Hochsauerland war mehr Blau als heute, eine Woche später (foto: zoom)
Neulich im Hochsauerland war mehr Blau als heute, eine Woche später. (foto: zoom)

Sexuelle Selbstbestimmung: Werden die Abtreibungsgegner mächtiger? … hpd

Selbstreflexiver Monolog bei Wein mit Schatz: Der Intellektuelle als solcher … jurga

Piraten oder so: Über die typische Freiwahrheits-Piraten-Psyche oder über “INTP” … wilddueck

FDP zu stark beschädigt? Fraktionschef Brüderle erklärt, Parteichef Rösler werde nach der Niedersachsen-Wahl gestürzt … postvonhorn

Aus den Amtsstuben: müssen Bürgermeister ihr Sparkassen-Geld an die Stadt abgeben? … wazrechercheblog

Redaktionsschließungen I: Auf der Demo gegen die Rundschau-Demontage … revierpassagen

Redaktionsschließungen II: Zuspruch tut gut … charly&friends

Redaktionsschließungen III: Protest gegen Kahlschlag bei “Westfälischer Rundschau” – Dienstag nächste Betriebsversammlung … newsroom

Redaktionsschließungen IV: Westfälische Rundschau (WR): Demo gegen die Redaktionsschließung der WAZ-Mediengruppe / Live-Ticker … pottblog

Redaktionsschließungen V: WR-Demo in Dortmund – Wütende Journalisten und heuchelnde Politiker … ruhrbarone

Burschenschaften: “Rhenania Salingi” weiter auf Rechtsaußenkurs … nrwrechtsaussen

Gütersloh: Bürger und E-Mails – eine Bedrohung? … blickpunktGT

Ein bisschen Pott: blinder Liebesbrief … heimatPOTTential

SPD vor Ort: Demografischer Wandel in ländlichen Regionen … neheimsnetz

CDU im HSK: Kandidat Sensburg mit 97 Prozent der Stimmen gewählt … derwesten

Umleitung: kleiner Nachschlag zu WAZ, Datenschutz, Erdgas und Loudness

WAZ – gewagte Thesen? Gleichbleibende Qualität trotz 300 abgebauter Stellen? Eine Studie zu den Tageszeitungen der WAZ forscht an der Realität vorbei … Die Leser jedenfalls haben sich ihr eigenes Urteil über die Folgen des personellen Kahlschlags gebildet: Vom vierten Quartal 2008 bis zum dritten Quartal 2010 sank die von Montag bis Samstag verkaufte Gesamtauflage der WAZ-Gruppe in NRW von 860.675 auf 787.211 Exemplare – ein Minus von 8,54 Prozent … journalist

Datenschutz: Ein Netizen entdeckt den Wunsch nach Privatsphäre … heise

Loudness War: Warum sich heutige CD’s und mp3’s wie Einheitsbrei anhören … freankis

Erdgas in NRW: die Suche soll beginnen … derWesten

Leseempfehlung: WAZ – Abnehmen mit Essen. Ein Bericht (auch) aus dem Hochsauerland

WP in Meschede, die WR ist hier inzwischen abgewickelt (archiv: zoom)
WP in Meschede, die WR ist inzwischen abgewickelt (archiv: zoom)

Gestern ist ein Bericht im Berliner Tagesspiegel erschienen, dessen Lektüre wir allen Leserinnen und Lesern der Westfalenpost und Westfälischen Rundschau im Hochsauerland und anderswo ans Herz legen.

Der Autor, Thomas Gehringer, bilanziert den Stellenabbau beim WAZ Konzern. Dreihundert Redakteure mussten die WAZ-Zeitungen verlassen. Redaktionsstandorte wurden geschlossen. Eine dieser Redaktionen war die Westfälische Rundschau in Meschede, einer der Redakteure war Wilfried Gundel:

“Frühjahr 2009: Der Letzte macht das Licht aus. Der Letzte, das ist Wilfried Gundel, 57 Jahre alt, davon 35 Jahre Lokalredakteur der „Westfälischen Rundschau“ in Meschede, einer gut 30 000 Einwohner zählenden Kleinstadt im Hochsauerlandkreis. „Abwicklungsbeauftragter“ und „Nachlassverwalter“ nennt sich Gundel scherz- und schmerzhaft. Die Redaktionsräume sind verlassen, vor kurzem hat die Lokalredaktion die letzten Seiten produziert. Nun sitzt Gundel allein zwischen Kartons und Ordnern, sichtet alte Foto-Abzüge, sortiert aus und ist nicht sehr gut auf die Zentrale im 75 Kilometer entfernten Dortmund zu sprechen: „Die Besuche aus der Chefredaktion konnte man an einer Hand abzählen.“ …”
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Vielen Dank für den Hinweis an doppelwacholder.

WAZ-Konzern: Der Personalabbau geht weiter

WP in Meschede, die WR ist hier inzweischen abgewickelt

Nach dem Personalabbau im redaktionellen Bereich, wird nun auch der kaufmännische Teil der WAZ KG geschrumpft. Skeptiker der Branche sehen das Ende des Prsonalabbaus noch längst nicht in Sicht. So wird schon über die Zusammenlegung der WAZ-Titel zu einer einzigen Marke spekuliert. Ein Relaunch des Internetportals kurz vor dem Abgang von Geschäftsführerin Katharina Borchert, die mit ihrem Online Projekt tiefrote Zahlen geschrieben hat, nährt außerdem Vermutungen, dass die “WAZ-Axt” schon bald den Westen personell ausschlachten wird.

Hier ein Auszug aus der Meldung im WAZ-Protestblog der Mediengewerkschaften:

Der Personalabbau in der WAZ-Mediengruppe geht weiter: 113 Mitarbeiter aus dem Anzeigenverkauf und dem kaufmännischen Bereich in der WAZ KG und bei den MedienSales@Service GmbHs verlieren ihre Arbeitsplätze. Diese schlechten Nachrichten verkündeten am Freitag letzter Woche der Personalvorstand der WAZ-Mediengruppe, Joachim Kopatzki und der Hauptanzeigenleiter Oliver Nothelfer auf einer Informationsveranstaltung für die  betroffenen Abteilungen.

Nur wenige Stunden zuvor waren den Betriebsräten der Unternehmen die Hiobsbotschaft übermittelt worden. „Fassungslos” so eine Teilnehmerin der Versammlung, nahmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Ausführungen zur Kenntnis. … weiterlesen