Anhaltende Trockenheit: Hochsauerlandkreis untersagt mit Allgemeinverfügung Entnahmen von Wasser aus Oberflächengewässern

Allgemeinverfügung gilt ab 15. Juli

Symbolfoto: Im Dezember war die Namenlose noch ein reißendes Gewässer (foto: zoom)

Hochsauerlandkreis. Der Hochsauerlandkreis erlässt am Montag, 14. Juli, eine Allgemeinverfügung, die es im gesamten Kreisgebiet untersagt, Wasser aus Oberflächengewässern zu entnehmen. Die Verfügung tritt am 15. Juli in Kraft und bleibt bis zum 31. Oktober bestehen.

(Pressemitteilung HSK)

Grund hierfür ist die anhaltende Trockenheit, durch die sich in den Gewässern im Hochsauerlandkreis niedrige Wasserstände eingestellt haben. Auch die Niederschläge der vergangenen Tage haben nicht dafür gesorgt, dass sich die Situation entspannt.

„Anhaltende Trockenheit: Hochsauerlandkreis untersagt mit Allgemeinverfügung Entnahmen von Wasser aus Oberflächengewässern“ weiterlesen

Sauerländer Bürgerliste (SBL) kandidiert erneut für den Kreistag

Die Spitzenkandidaten des SBL v.l.: Dietmar Schwalm, Annette Loos, Ahmet Arslan, Lutz Wendland, Gerd Stüttgen (Foto: SBL)

Seit 2006 ist die Wählergruppe SBL ununterbrochen im Kreistag vertreten. In sämtlichen Ausschüssen des HSK arbeiten Sachkundige Bürgerinnen und Bürger der SBL mit. Die Sauerländer Bürgerliste unterhält Kontakte mit zahlreichen Organisationen (NGOs), vor allem zu Umwelt-, Verkehrs- und sozialen Themen.

(Pressemitteilung SBL)

Auch bei der Kommunalwahl am 14.09.2025 tritt die Sauerländer Bürgerliste wieder in allen 27 Wahlbezirken des HSK an. Auf den vorderen Plätzen der Reserveliste stehen mit Gerd Stüttgen (Arnsberg), Annette Loos (Brilon) und Lutz Wendland (Meschede) drei aktuelle Ratsmitglieder und der Gewerkschafter Dietmar Schwalm, der ebenso wie Lutz Wendland auch dem jetzigen Kreistag angehört. Um das Amt des Landrats bewirbt sich Dr. Ahmet Arslan aus Meschede.

„Sauerländer Bürgerliste (SBL) kandidiert erneut für den Kreistag“ weiterlesen

Ab- und Einbiegen im Hochsauerland: Hypothenuse statt Katheten

Fruges Straße/Ruhrufer in Olsberg. Violette Linie: Ich (Fußgänger), rote Linie: so fahren sie, grüne Linie: so sollten sie fahren (Foto & Kritzelei: zoom)

Nicht jede/r Autofahrer*in im Hochsauerland biegt so merkwürdig ab, wie ich es mit der roten Linie auf dem Bild andeute, aber doch einige von ihnen.

Sie fahren, wie im Beispiel oben, auf der gedachten Hypothenuse (rot), statt einen ungefähren 90°-Bogen um die gedachten Katheten eines Dreiecks zu fahren.

„Ab- und Einbiegen im Hochsauerland: Hypothenuse statt Katheten“ weiterlesen

Robin Wood: Keine Einfallschneise für den Handel mit Holz aus Entwaldung und Waldschädigung!

Minister Rainer soll auf pünktliche Umsetzung der EU-Verordnung gegen globale Entwaldung drängen

Die Wälder der Welt stehen in Flammen, aber die EU-Verordnung gegen Entwaldung soll verwässert werden- Protestaktion vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin (Foto: ROBIN WOOD/SMaluhn)

„Alois, es brennt! EUDR retten, Wälder schützen“ – ein Banner mit dieser Forderung haben ROBIN WOOD-Aktivist*innen am Donnerstag frühmorgens zwischen zwei Fahnenmasten vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin aufgespannt.

(Pressemitteilung Robin Wood)

Am Boden demonstrierten weitere Umweltschützer*innen mit Flammen aus Pappe. Angesichts der eskalierenden Klimakrise und zunehmender Waldbrände weltweit fordern sie Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer auf, sich für die EU-Verordnung gegen globale Entwaldung (EUDR) stark zu machen – ohne weitere Verzögerungen und inhaltliche Abschwächungen. Kommenden Montag trifft sich Rainer in Brüssel mit den weiteren EU-Agrarminister*innen zur letzten Ratssitzung vor der parlamentarischen Sommerpause.

„Robin Wood: Keine Einfallschneise für den Handel mit Holz aus Entwaldung und Waldschädigung!“ weiterlesen

Sauerländer Bürgerliste Arnsberg hat alle Arnsberger Wahlbezirke besetzt

Gerd Stüttgen: „Für Arnsberg weiterhin soziale, ökologische und vor allem demokratische Politik machen“

Das Gruppenfoto zeigt von links nach rechts: Guido Schulte, Mouhamed Diallo, Gerd Stüttgen, Petra Stüttgen, Dietmar Schwalm. Die Kandidat*innen Verena Brüggemann und Miguel Lopes siehe Einzelfotos. (Bild: SBL)

Vor fünf Jahren hat die Sauerländer Bürgerliste (SBL), eine Wählergruppe die es nur im HSK gibt, bei der Kommunalwahl erstmalig für den Rat der Stadt Arnsberg kandidiert. Die SBL konnte mit dem ehemaligen Sozialdemokraten Gerd Stüttgen erfolgreich einen Vertreter in den Stadtrat entsenden.

In den vergangenen fünf Jahren engagierte sich die SBL Arnsberg mit sozialen und ökologischen Themen sowie Oppositionsarbeit gegen die Ratsmehrheit (CDU/Grüne).

„Sauerländer Bürgerliste Arnsberg hat alle Arnsberger Wahlbezirke besetzt“ weiterlesen

Hochsauerlandkreis: „Stadtradeln 2025“ mit Teilnahmerekord

3369 Aktive Radelnde Teilnehmer, 278 Teams

Die Klima-Bündnis-Kampagne „Stadtradeln 2025“ wurde im HSK mit Teilnahmerekord beendet. (Archivfoto: Klima-Bündnis/Felix Krammer)

Die drei Wochen Stadtradeln und der Nachtragezeitraum sind inzwischen abgelaufen. In den 21 Tagen haben sich 278 Teams zusammengeschlossen und den Focus auf umweltfreundliche Mobilität gelegt. Insgesamt haben 3369 aktive Radelnde teilgenommen und 866.576 Kilometer erradelt. Die gleiche Strecke mit dem PKW hätte unsere Atmosphäre mit immerhin 142 Tonnen CO2 belastet.

Spitzenreiter im Hochsauerlandkreis ist in diesem Jahr die Stadt Arnsberg mit 198.865 gefahrenen Kilometern. Gefolgt von Sundern mit 152.165 gefahrenen Kilometern. Auf Platz drei liegt Brilon mit 113.067 gefahrenen Kilometern.

Erstplatziert mit 26.655 Kilometern in der Kategorie Bürgerengagement/Ortsteile ist das Team „Krähen-Radler“ aus Herdringen, gefolgt vom Team „Allendorf radelt“ mit 22.127 Kilometern. Platz 3: Team „Häggerke on Tour“ aus Winterberg mit 13.998 km.

„Hochsauerlandkreis: „Stadtradeln 2025“ mit Teilnahmerekord“ weiterlesen

NRWRadtour und WDR 4 Sommer Open Air: Erst Radfahren, dann Feiern!

(Grafik: © WDR/kom3)

Im Juli schon was vor? Vom 17. bis 20. Juli 2025 bieten die NRWRadtour und das WDR 4 Sommer Open Air wieder ein einzigartiges Programm aus Fahrraderlebnis und kostenlosen Konzert-Highlights.

(Pressemitteilung WDR)

Die NRWRadtour startet am 17. Juli am ehemaligen Landesgartenschaugelände Neulandpark in Leverkusen. Von dort geht es über Bergisch Gladbach zum Schokoladenmuseum nach Köln. Die zweite Etappe am 18. Juli ist ein Rundweg mit Start und Ende am Schokoladenmuseum im Kölner Rheinauhafen. Die Mittagspause bietet einen Badestopp am Strandbad des Otto-Maigler-Sees in Hürth. Die dritte Etappe (19. Juli) führt rheinabwärts nach Dormagen mit Zwischenstopp an der Zollfeste Zons. Monheim am Rhein ist die letzte Station auf der vierten Etappe von Neuss zurück nach Leverkusen. Hier endet die Tour – bei bester Verpflegung und traumhaftem Ambiente an der Marienburg.

„NRWRadtour und WDR 4 Sommer Open Air: Erst Radfahren, dann Feiern!“ weiterlesen

Brücke oder Berg? Skywalk oder Hohe Pön?

Skywalk links, Kahle Pön rechts. Geschätzte direkte (Luftlinie) Entfernung < 4km (Karte: Openstreetmap, Kringel: zoom)

Eigentlich habe ich schon auf einer dreistufigen Trittleiter Höhenangst. Trotzdem haben wir todesmutig unseren Freund*innen aus dem Flachland am Rhein einen gemeinsamen Spaziergang über den sogenannten Skywalk bei Willingen spendiert.

Das vordergründige Motiv war ein Geburtstag. Meine Angst habe ich durch Neugier überlistet. In ca. vier Kilometer Entfernung (Luftlinie) von der Hängebrücke liegt einer meiner Lieblingsorte zum Wandern oder Spazieren gehen, die Hohe bzw. Kahle Pön (siehe Karte).

Hintergründig wollte ich einen kostenpflichtigen Ausblick (Viewpoint) mit der Umsonst-Landschaft (einige Viewpoints) vergleichen. Bietet mir die Brücke über dem Strycktal irgendeinen Mehrwert, den ich mir am Kassenautomaten erkaufen muss?

Hängebrücke (rechts) und Skischanze (links) (foto: zoom)

Die besten Fotoperspektiven hat man imho von außerhalb des Kassenautomaten, aber ich will ja sehen, was an der Werbesprache der Betreiber-Website dran ist.

„Brücke oder Berg? Skywalk oder Hohe Pön?“ weiterlesen

Fünf Schritte zu einer gelungenen Renaturierung

Ein interdisziplinäres Forschungsteam gibt Tipps, wie sich die EU-weit vorgeschriebene Wiederherstellung und Verbesserung von Ökosystemen erfolgreich umsetzen lässt

Renaturierungsmaßnahmen wie das Anpflanzen von Hecken verbessern die Bedingungen für verschiedene Tierarten und fördern so die biologische Vielfalt. (Foto: André Künzelmann / UFZ)

Verteidigung, Wettbewerbsfähigkeit und ökonomisches Wachstum stehen derzeit in Europa ganz oben auf der politischen Tagesordnung. Angesichts dieser Herausforderungen aber droht ein anderes wichtiges Thema aus dem Blick zu geraten: Der Schutz der biologischen Vielfalt und damit unserer Lebensgrundlagen. Dabei bietet die neue EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur eigentlich gute Chancen, in diesem Bereich voranzukommen. Im Fachjournal „Restoration Ecology“ plädieren Fachleute von drei deutschen Politikberatungsgremien nachdrücklich dafür, diese Möglichkeiten auch zu nutzen. Wie aber kann das gelingen? Das Team, zu dem auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) gehören, hat dafür fünf Erfolgsfaktoren identifiziert.

(Pressemitteilung UFZ)

Egal, ob man auf Wälder, Flüsse oder Felder und Wiesen schaut: Viele Ökosysteme in Europa sind in keinem guten Zustand. Und trotz aller Schutzbemühungen nimmt die biologische Vielfalt weiter ab. Fachleute aber haben durchaus die Hoffnung, dass sich das ändern könnte. Denn mit der „Verordnung zur Wiederherstellung der Natur“ (Nature Restoration Regulation / NRR) hat die EU ein ehrgeiziges Regelwerk verabschiedet, das im August 2024 in Kraft getreten ist. Ziel dieser Verordnung ist, die biologische Vielfalt in Europa langfristig wieder zu erhöhen und die Natur widerstandsfähiger gegen den Klimawandel und andere Belastungen zu machen. Dazu müssen geschädigte Ökosysteme wiederhergestellt und in einen guten Zustand versetzt werden. Auch sollen gezielt die Bedingungen für bestimmte Artengruppen, zum Beispiel für Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge verbessert werden. Diese Insekten eignen sich auch gut als Indikatoren, um den Zustand von Ökosystemen zu messen. In nationalen Wiederherstellungsplänen müssen nun alle Mitgliedsstaaten festlegen, wie sie die in der Verordnung formulierten Ziele erreichen wollen. Den Entwurf dafür müssen sie bis zum 1. September 2026 bei der EU-Kommission vorlegen.

„Fünf Schritte zu einer gelungenen Renaturierung“ weiterlesen