Heike Adami in der Galerie Eifel Kunst: Eine Familiengeschichte des 21. Jahrhunderts im israelisch-palästinensischen Gebiet

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Galerie Eifel Kunst,

zur Lesung mit der Augsburgerin Heike Adami lade ich Sie /Euch in die Galerie Eifel Kunst ein. Am Sonntag, dem 22. Oktober 2017 liest die Autorin aus ihrem neuen Buch DIE UN-VOLLENDETE.

Eine Familiengeschichte des 21. Jahrhunderts im israelisch-palästinensischen Gebiet

Heike Adami, Jahrgang 1963, lebt und arbeitet in Augsburg. Über einen Umweg fand sie die Freude am Schreiben, der sie sich seit 2010 mit Liebe widmet. Sie schreibt authentische Romane mit Recherche vor Ort. Ihr persönlicher Bezug zu ihren Büchern, schenken dem Leser das Gefühl, die Geschichte im Moment des Lesens selbst zu erleben.

Wer bei UN-VOLLENDETE, das in Palästina spielt, an Beethovens 9. Sinfonie denkt, liegt hier genau richtig. Und wer an die Vereinten Nationen denkt, ebenfalls. Beide Namen bilden den Hintergrund der Geschichte von drei jungen Männern, die gemeinsam durch Palästina und Israel touren und einem Geheimnis auf der Spur sind. Mit Bashar, dem arabisch-stämmigen Amerikaner, Abdul, dem Sohn des Palästinenser-Präsidenten und Jonah, dem israelischen Elitesoldaten, treffen drei Kulturen aufeinander, die politisch nicht kontroverser sein könnten. Explosiv die Stimmung der ersten Begegnungen, hitzig die Diskussionen über Geschichte und Gegenwart des »gelobten Landes«.

Die beiden Cousins, der halbjüdische Jonah und der muslimische Bashar, treffen sich an der Grünen Linie. Sie erleben den Nah-Ost-Konflikt hautnah.

Ein authentischer Roman. Ein Roman, in dem Realität und Fantasie, Vergangenheit und Gegenwart so verknüpft sind, dass sich Friede zum Leitmotiv der Welt entwickeln kann.

Ein Roman, der mit völkerverständigenden Aspekten gespickt ist. Die Kraft aus dem 4. Satz Beethovens Neunter Symphonie, verbunden mit Fußball in einer dramatischen Familiengeschichte an der „Grünen Linie“, möge den Leser zum Nachdenken anregen und eine neue Vision auf den Weg zum Frieden zeigen.

Die UN-VOLLENDETE basiert auf Heike Adamis Familienkonstellation, mit jüdischen und muslimischen Enkeln. Intensive Recherche vor Ort verleiht dem Buch eine noch würzigere Authentizität.

Die Lesung findet am 22. Oktober 2017, um 15 Uhr in der Galerie Eifel Kunst, Schleidener Straße 1, 53937 Gemünd statt. Der Eintritt ist frei.

Herzliche Grüße

Marita Rauchberger

Galerie Eifel Kunst

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Meine Laufstrecke um die Ennert Anfang November. (foto: zoom)

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Aus Anlass des Netanjahu-Besuchs: Zweistaatenlösung oder Krieg

israelpalaestinazeichenDonnerstag, 6. Dezember 2012. Am Montag hatte ich noch einmal einen Artikel vom 20. September 2011 zum Nahostkonflikt gepostet und auf meine Homepage gestellt. Das Problem bei Texten „aus dem Archiv“: Zusammenhänge, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung allgemein präsent waren, erschließen sich mit der Zeit nicht mehr so ohne weiteres. Ein Freund und Kollege hat mich in Frageform auf diesen Umstand hingewiesen. Im Folgenden meine Antwort an ihn – in geringfügig modifizierter (anonymisierter) Form.

Vor 15 Monaten, also im September letzten Jahres, erschien es mir nicht nötig zu erwähnen, worauf sich Merkel frühzeitig festgelegt hatte. Heute erscheint diese Unterlassung verständlicherweise als ein Fehler.

Also: Merkel hatte sich und damit die Bundesregierung und damit die Bundesrepublik Deutschland früh auf ein Nein zum Antrag der PA, also Abbas´ Fatah (PLO), festgelegt. Im Text hatte ich erwähnt, dass es sich um einen Antrag auf Vollmitgliedschaft in der Vollversammlung der Vereinten Nationen handelte. „Aus Anlass des Netanjahu-Besuchs: Zweistaatenlösung oder Krieg“ weiterlesen

“Solidarität mit Gaza – Freiheit für Palästina” – Anmerkungen zur heutigen Demonstration in Dortmund

Die Demonstration der "Allianz palästinensischer Gemeinschaft" vor dem Dortmunder Hauptbahnhof. (foto: zoom)
Die Demonstration der "Allianz palästinensischer Gemeinschaft" vor dem Dortmunder Hauptbahnhof. (fotos: zoom)

Dortmund am Samstag, den 24. November 2012, am Hauptbahnhof. Einige Hundert Palästinenser möchten ihren „Unmut gegenüber dem militärischen Angriff im Gazastreifen aussprechen“. So heißt es auf dem Flugblatt der „Allianz palästinensischer Gemeinschaft, Gemeinden und Vereine in NRW“, die zu der Demonstration aufgerufen hatte.

Sie alle, also die Gemeinschaft, Gemeinden und Vereine, haben sich „verbündet, um unsere Kultur und Traditionen zu bewahren und diese an unsere Kinder weiterzugeben“.

Und Deutschland, so steht dort geschrieben, ist „ihre Heimat“. Richtig: die palästinensischen Kinder sind hier geboren, gehen hier zur Schule, also ist „Deutschland – ihre Heimat“.

Es ist nur etwas überraschend, dass die palästinensische „Allianz“ hier ein Heimatverständnis pflegt, wie er unter aufgeklärten Menschen üblich ist, verwenden die Palästinenser doch ansonsten einen Heimatbegriff, der mittlerweile auch beim (deutschen) Bund der Vertriebenen aus der Mode zu kommen droht. Aber so ist das. Es bestehen halt Vorurteile über „die“ Palästinenser, die sich die „Allianz“ auszuräumen vorgenommen hat. Beispielsweise so: „Nicht jeder Palästinenser hat eine Rakete“. Aber manche eben schon, worüber wir allerdings in diesem Flugblatt nichts erfahren. Dafür aber, dass „jedes palästinensische Kind für die israelische Armee eine potentielle Zielscheibe geworden“ ist.

Bei flüchtiger Lektüre könnte sich dies mit unserem Bild decken, dass wir aus der Tagesschau gewonnen hatten. Und ganz nebenbei wird dann mit dem Wort „Zielscheibe“ unterstellt, dass Kinder, also palästinensische Zivilisten, die Ziele der israelischen Angriffe gewesen seien.

Die Sprüche vom Lautsprecherwagen sind aggressiv: "Netanjahu ist - ein Mörder und Faschist" und "Frauenmörder, Kindermörder"
Die Sprüche vom Lautsprecherwagen sind aggressiv: "Netanjahu ist ... ein Mörder und Faschist" - "Frauenmörder, Kindermörder"

Unterschlagen wird, dass die Raketenangriffe der Hamas und der anderen palästinensischen Milizen unbestritten auf Zivilisten zielen, und dass sie von Abschussrampen ausgehen, die ganz bewusst in Wohngebieten aufgestellt sind. Nicht jeder Palästinenser hat eine Rakete, wohl wahr. Aber jeder, der eine hat, benutzt die Kinder als menschliche Schutzschilde, um möglichst unbehelligt auf Kinder auf der anderen Seite der Grenze feuern zu können. Egal übrigens, ob jüdische oder palästinensische Kinder.

„Dieses barbarische Vorgehen…“ – heißt es im Flugblatt. Gemeint ist selbstverständlich „der militärische Angriff Israels“. Lassen wir das! Inzwischen haben sich erfreulicherweise „die Seiten“ auf eine Waffenruhe verständigt, die auch weitgehend eingehalten wird. Es versteht sich, dass nicht alle palästinensischen Kleinstgruppen am Raketenabschießen gehindert werden können. Sei´s drum: die Waffen schweigen.

Aber die „Allianz palästinensischer Gemeinschaft, Gemeinden und Vereine in NRW“ hatte nun einmal ihre Demonstration und Kundgebung bereits angemeldet. Und die Forderungen bleiben ja bestehen. Schau’n wir mal!

Die Bundesregierung wird aufgefordert – es folgen Spiegelstriche, und es beginnt mit der „Aufhebung der unwürdigen Gazablockade“. Vernünftige Forderung, möchte man meinen; allein: der Adressat dieser Forderung. Ist es wirklich allein mit Sprachproblemen zu erklären, dass die palästinensische „Allianz“ hier so stark daneben greift? Okay, womit sonst? Nehmen wir also an, dass gemeint ist, dass sich die deutsche Regierung dafür einsetzen soll, dass die Blockade aufgehoben wird! Womit jedoch das Problem aufgeworfen wird, dass sie – genau wie jede andere Bundesregierung zuvor – sich längst genau dafür einsetzt. Lassen wir das!

Nächster Spiegelstrich: „einen sofortigen Stopp der Waffenlieferung an Israel“. Ist klar, gefolgt von: „sich für eine glaubwürdige und nachhaltige Friedenspolitik einzusetzen“. Das ist jetzt nicht ganz so klar. Die Bundesregierung soll sich einsetzen, nur: bei wem?

Bei den Israelis, die, so steht es im Flugblatt, von „Mordlust und Aggression gegenüber den Palästinensern“ getrieben sind? Bei einem Staat, der eine Armee mit „Tötungswahn“ unterhält? Das kann doch gar nichts bringen! Wo aber soll sich die deutsche Regierung dann „für eine glaubwürdige und nachhaltige Friedenspolitik einsetzen“? Doch wohl nicht auf der anderen Seite, bei den glaubwürdigen und nachhaltigen Friedenspolitik der Hamas?

Nächster und letzter Spiegelstrich: „die Anerkennung des Staates in den Grenzen von 1967 mit Jerusalem als Hauptstadt“.

Herrje! Auf den Transparenten steht „Freiheit für Palästina!“ Und dann das! Ein „Staat in den Grenzen von 1967“. Eigentlich nett, dass Rücksicht genommen wird auf die deutsche Gesellschaft, in der ein Spiegelstrich „Israel von der Landkarte radieren“ (immer noch?) nicht so richtig vermittelbar ist. Aber stattdessen ein „Staat in den Grenzen von 1967“? Welcher Staat sollte das wohl sein? Zur Erinnerung: bis 1967 gehörte der Gazastreifen zu Ägypten und das Westjordanland zu Jordanien. Überhaupt ist der Begriff „Palästinenser“ erst ab 1967 allmählich entstanden. Nun gut, seien wir nicht kleinlich. Begreifen wir dies als Plädoyer der „Allianz“ für eine Zweistaatenlösung!