Guten Morgen! Die Aussichten für diese Woche…

Abfalleimer am Rundweg durch das Naturschutzgebiet Südlicher Priwall (foto: zoom)

Gestern sind wir bei Sturm, Gewitter und heftigen Regenschauern ins Sauerland zurückgekehrt. Welch‘ ein Empfang!

Heute Morgen sieht die Lage schon wesentlich entspannter aus. Momentan scheint sogar die Sonne und die Herbstblätter funkeln im Licht.

Die erste Ladung Urlaubswäsche ist bereits gewaschen und hängt zum Trocknen an der Leine. Jetzt muss im Kopf aufgeräumt werden. Siedlinghausen, Hamburg, Travemünde, Kassel… überall interessante Details und Eindrücke. Parallel zu unseren Spaziergängen, Radtouren und Begegnungen mit alten Freund*innen und Verwandten drehte sich die große Weltpolitik weiter.

Serbien und Brasilien sind weit voneinander entfernt. In dem einen europäischen Land krallte sich ein Autokrat an die Macht, in Südamerika wollte der Sohn eines rechtsradikalen Autokraten mit Hilfe von Meta, Musk und Trump an die Fleischtöpfe der Macht. Die Wahlergebnisse habe ich erleichtert zur Kenntnis genommen. Während Vucic seine Niederlage zügig eingeräumt hat, scheint Bolsenaro das Trump-Playbook von der gestohlenen Wahl durchspielen zu wollen.

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Umleitung: Nazi-Kontinuitäten, KGB, Ukraine, Faschismus, Brandmauer, GerechtigkeitsCheck24 und mehr

Nebel am Morgen (foto: zoom)

Das Vermächtnis von Reinhard Strecker: Er zeigte die Kontinuitäten des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik auf. Nun ist Reinhard Strecker verstorben. Wegen seiner Arbeit wurde er von gleich zwei deutschen Geheimdiensten beschattet … fragdenstaat

Die Schaffung des „ukrainischen Nationalisten“: Der KGB und die Konstruktion eines Feindbildes … geschichtedergegenwart

Die Ankunft des Endzeit-Faschismus: Die Leugnung der Klimakatastrophe ist nicht bloß ein bizarrer Spleen von Rechtsextremisten wie Herbert Kickl und Co. … misik

Umkreisen, umwerben und anbiedern – #Schutthaufen: Im Licht ihrer steigenden Umfragewerte wird die AfD von BSW und Teilen der FDP und CDU umworben. Nach dem erwartbaren Fall der Brandmauer kommt die Einbindung der AfD in Regierungsverantwortung … derrechterand

Freiwillige wollen öffentliche Daten in Sachsen-Anhalt sichern: In Sachsen-Anhalt steht die Machtübernahme durch eine als rechtsextrem eingestufte Partei bevor. Das Projekt „Safeguarding Research and Culture“ will nun vorsorglich Daten sichern und ruft zur Mithilfe auf. Vorbild sind ähnliche Aktionen zur Datenrettung aus den USA … netzpolitik

Niederlande beenden stationäre Grenzkontrollen: Eingeführt hatte die festen Kontrollen am 9. Dezember 2024 die damalige Asylministerin Marjolein Faber von der niederländischen Rechtsaußenpartei PVV um den Vorsitzenden Geert Wilders. Ziel war es, den Zustrom von Asylsuchenden zu begrenzen und die niederländische Asylverwaltung zu entlasten. Die Maßnahme wurde mehrfach verlängert. Genützt hat sie – das ist das Ergebnis nach fast zwei Jahren – praktisch nichts … robertsblog

GerechtigkeitsCheck24 (Satire): „… das Gerechtigkeitsempfinden der Deutschen in vielen Punkten gestört sei. Der Kanzler wolle daher mit der Arbeit der Bundesregierung das Augenmerk auch jenseits der Parteipolitik auf die…“ … zynaesthesie

Schöne Bilder – gute Bilder: Dortmunder Augenblicke sind wirklich sehenswert … dortmunderaugenblicke

Verblüffend schlüssig: Wie die KI alte Songlisten durchforstet … revierpassagen

Vom achtsamen Mörder bis zur „Schachnovelle“: Freie Theatergruppe im Kino des Dortmunder U – AustroPott zeigt in der neuen Spielzeit vier Stücke … nordstadtblogger

Die Winterberger Ukraine-Hilfe geht weiter

In dieser Woche wurde der 18. Transport-LKW fertig gestellt

In Siedlinghausen wird der Anhänger beladen. (Foto: Jan van Egmond)

„Wir hatten eine gute Truppe zum Helfen“, sagt Jan van Egmond vom Leitungsteam des Winterberger Solidarvereins Kipepeo e.V. Ein wenig stolz weist er darauf hin, dass es schon der 18. Hilfstransport in die vom russischen Angriffskrieg überzogene Ukraine sei.

Diesmal wurde der LKW samt Anhänger mit Spenden des letzten Monats beladen, vor allen Dingen mit Bettwäsche, Decken, Handtüchern, Kleidung, Medikamenten und Hygieneartikeln.

„Unsere Partnerverein „Gora Dobra“ in Lviv wird die Sachen an Heime, Krankenhäuser und in die Notgebiete weiterverteilen“, so Jan van Egmond.

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Winterberg: Der 17. Hilfstransport in die Ukraine steht zur Abfahrt nach Lviv bereit

Update: Der Transport hat Lviv erreicht (kurzes Video siehe unten)

Fast geschafft! Voll beladen fährt der Lastwagen mit Hänger nach Lviv. (foto: zoom)

Der 17. Hilfstransport des Winterberger Solidarvereins Kipepeo e. V. ist erneut für den Partnerverein „Gora Dobra U. A.“ in Lviv bestimmt. Von dort aus werden die Spenden in die Ukraine weiterverteilt – dorthin, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Gestern wurde der LKW samt Anhänger mit einer engagierten Gruppe von Ukrainerinnen und Ukrainern aus Winterberg, Siedlinghausen und Umgebung zügig beladen.

„Wir hatten so viel gesammelt, dass dieses Mal nicht alles mitkam”, so Jan van Egmond aus dem Leitungsteam von Kipepeo. Die Ladung für den nächsten Transport steht also schon bereit.

Derzeit besteht vor allem Bedarf an Medikamenten, medizinischen Hilfsmitteln, Hygieneartikeln und weiteren Gütern, die insbesondere in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen benötigt werden.

Nach einem Aufruf des Gesundheitsamtes Hochsauerlandkreis haben sich einige neue Einrichtungen dem Spenderkreis angeschlossen.

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Kipepeo e.V. und Gora Dobra stellen im Rathaus Winterberg ihre UKRAINE-Hilfsprojekte vor

Jan van Egmond (links) berichtete von seiner achten Hilfsreise in die Ukraine. Oksana Andriievska (Winterberg) und Tanya Emelyanenko (Ukraine) referierten über die Arbeit der Hilfsorganisationen.

Am vergangenen Mittwochnachmittag haben Jan van Egmond und Oksana Andriievska (Kipepeo e.V.) sowie Tanya Emelyanenko (Gora Dobra) ihre Ukraine-Hilfsprojekte im Rathaus Winterberg vorgestellt. Anlass war die einwöchige Hilfsreise von Jan van Egmond (Kipepeo), die er gemeinsam mit dem Kölner Musiker Andrew Joy Anfang Februar unternommen hatte.

Mit Bildern, Blumen und bunten Stoffen präsentierten die Winterberger Ukrainerinnen ihre traditionellen Mohnkuchen.

Bilder, Filme, kleine Vorträge, Akkordeonmusik, ukrainische Mohnkuchen und Gespräche mit den Aktiven aus der Flüchtlingshilfe zeigten die vielen Facetten an Hilfe für das von Putins Russland mit Krieg überzogene Land sehr eindrücklich und aus erster Hand auf.

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Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine

Tag 6: Unser letzter Tag in der Ukraine. Auf nach Leshkiv!

„Das Wichtigste wäre allerdings das Gefühl, nicht vergessen zu werden“

Auf dem Weg nach Leshkiv

Jan van Egmond und Andrew Joy sind für Kipepeo fair und sozial e.V. zu einer neuen Hilfsreise vom 1. bis 8. Februar in die Ukraine aufgebrochen. Sie berichten hier täglich über ihre Erlebnisse.

Wir sind unseren letzten Tag in der Ukraine unterwegs. Wir machen eine Reise zu einem Heim, und was für ein Heim!

Unser Ziel ist heute das Psychoneurologische Internat in Leshkiv.

Ein dreigeschossiger Gebäuderiegel. Der Putz ist gelb-ockerfarben. Alter Schnee um das Haus herum. Fahrspuren im Schnee.
Das Heim im Schnee, fernab von anderen menschlichen Siedlungen, Orten und Städten

In April 2023 waren wir schon einmal hier. Damals gab es ein Sponsor-Konzert des gemischten Pop-Chors Singing Circle aus Winterberg. Aus den Erlösen dieses Konzerts konnten Hilfsgüter für das Heim angeschafft werden.

Wir hatten die Reise von damals über die letzten 25 Kilometer kaputter Straßen noch gut in Erinnerung. Das Tauwetter heute und die teilweise noch vereiste Strecke weckte diese alten Erinnerungen. Aber auch heute werden wir, aller Hindernisse zum Trotz, das Ziel mit unserem vollgeladenen Caddy erreichen.

Ein Mann und eine Frau entladen ein Auto. Die geöffnete Heckklappe zeigt blaue Säcke. Schnee. Links ein hellockerfabenes Gebäude. Links ein Mann der etwas in sein Smartphone eingibt.
Beim Ausladen unserer Hilfsgüter
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Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine

Tag 5: Zukunftsmusik!?

„Das Wichtigste wäre allerdings das Gefühl, nicht vergessen zu werden“

Der Rucksack Nr. 529 ist beim Arzt an der Front angekommen

Jan van Egmond und Andrew Joy sind für Kipepeo fair und sozial e.V. zu einer neuen Hilfsreise vom 1. bis 8. Februar in die Ukraine aufgebrochen. Sie berichten hier täglich über ihre Erlebnisse.

Heute verlief unser Tag ganz anders als die vorherigen Tage dieser Woche. Zum ersten Mal während unserer Reise besuchten wir eine kulturelle Veranstaltung in der Ukraine. Ein Konzert der Musikschulen in der Philharmonie von Lviv.

(Jan van Egmond und Andrew Joy)

Weil Andrew Joy mehr als 40 Jahre Musiker bei der Kölner Philharmonie war, hatten wir die Idee, ein Konzert in der Philharmonie Lviv zu besuchen.

Ein wunderbares Konzert in der Philharmonie in Lviv

Das Lied im Video, von dem wir alle die Melodie kennen, stammt übrigens von einem ukrainischen Komponisten.

Besser konnten wir es mit dieser Veranstaltung nicht treffen: Wir waren mehr als angetan beim Anschauen und Anhören so vieler talentierter junger Menschen. Nach allem, was wir in dieser Woche erlebt hatten, tat uns die hervorragende Musik sehr gut.

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Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine

Tag 4:   Höhen und Tiefen

„Das Wichtigste wäre allerdings das Gefühl, nicht vergessen zu werden“

Wieder unterwegs. Ein Ziel: Das Psychoneurological Internat in Horokhiv (s.u.). Zum Glück gibt es Navis. (Alle Fotos und Filme: Jan van Egmond, Andrew Joy & Friends)

Jan van Egmond und Andrew Joy sind für Kipepeo fair und sozial e.V. zu einer neuen Hilfsreise vom 1. bis 8. Februar in die Ukraine aufgebrochen. Sie berichten hier täglich über ihre Erlebnisse.

Welch ein Tag, mit so vielen unterschiedlichen  Begegnungen! Unser Kopf musste zuerst einmal alles in Ruhe verarbeiten, bevor wir mit der Beschreibung beginnen konnten.

(Jan van Egmond und Andrew Joy)

Unser erstes Reiseziel ist heute Yoshipivka, ein kleines Heim für alte Menschen, welches Gerda und Jan schon sechs Mal besucht hatten. Für Jan ist es heute der siebte Besuch.

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Die achte Hilfsreise in die Region Lviv, Ukraine

Tag 3:   Interessante und lebendige Begegnungen

„Das Wichtigste wäre allerdings das Gefühl, nicht vergessen zu werden“

Ein Tisch mit zwei großen weißen Tellern. Darauf jeweils drei Spiegeleier, drei Fleischscheiben, Tomaten, Gurken, Salat. Ein Korb mit geschnittenem Baguette, Kaffee, Wasser, Messer, Gabel
Ein ereignisreicher Tag beginnt mit einem kräftigen Frühstück in der Villa Zenko. (Sämtliche Fotos in diesem Beitrag: Jan van Egmond, Andrew Joy & Friends)

Jan van Egmond und Andrew Joy sind für Kipepeo fair und sozial e.V. zu einer neuen Hilfsreise vom 1. bis 8. Februar in die Ukraine aufgebrochen. Sie berichten hier täglich über ihre Erlebnisse.

In unserer Pension, Villa Zenko, ist es angenehm ruhig. Täglich wird uns hier ein gutes Frühstück zubereitet. Denis und Tanya holen uns schon früh ab.  Sie haben vorher im Lager Gora Dobra den Caddy mit Sachen, welche wir heute verteilen möchten, vollgeladen.

(Jan van Egmond & Andrew Joy)

Im Zentrum von Lviv finden wir unseren Weg zum University Hospital Danylo Halytskyl of Lviv .  Das Krankenhaus ist nach einem bedeutendem Freiheitskämpfer in der Geschichte von Lviv benannt. Der Stadt hat schon viele Kriege erlebt und überlebt. Das allein ist schon eine eigene Geschichte wert.

Das Gebäude, in dem sich das Krankenhaus heute befindet, wurde ca. 1880 gebaut, in der Zeit, in der Lviv zur Habsburgermonarchie gehörte. Von 1941 bis 1944 unter deutscher Besatzung war es Hauptquartier der Gestapo. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es zum Krankenhaus umgewandelt.

Das Gebäude mitten im Zentrum von Lviv hat Flair, aber ist es ist alt und in viele Teilen renovierungsbedürftig.

Es hat aber auch modernere Bereiche, mit medizinischen Geräten, die teilweise durch Europäische Länder oder Stiftungen gespendet wurden.

Gruppenfoto im Büroraum einer Klinik: m, m, f, f, m, f, m

Gelöste Atmosphäre. Einige tragen Plastiküberzüge an den Straßenschuhen
Andrew Joy (2. v. l.) und Jan van Egmond (3. v. r.) werden herzlich willkommen geheißen.
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