Umleitung: Meteorologen werden von Wissenschaftsleugnern angegriffen, CDU & FDP arbeiten mit AfD zusammen, Zeitgeist „Radikalisierung“, Denunziation, Antisemitismus und mehr…

Ob es ausreicht, Nazi-Sticker zu überkleben? Die vielen Tabubrüche der CDU machen mir Angst. Nazi-Denke breitet sich vermehrt in der bürgerlichen Mitte aus. Was tun? (foto: zoom)

Fernseh-Meteorologen kämpfen um die Wahrheit: Weil sie über die Zusammenhänge von Wetter und Klimakrise aufklären, sehen sie sich immer häufiger Angriffen von Wissenschaftsleugnern ausgesetzt … tagesschau

Zusammenarbeit von CDU, FDP und Nazis*: Mit den Stimmen von CDU, AfD und FDP hat der thüringische Landtag eine Steuersenkung beschlossen – und damit die rot-rot-grüne Regierung überstimmt … tagesschau

Brandmauer bröckelt in Thüringen: AfD verhilft CDU zu Steuersenkung … taz

Zeitgeist „Radikalisierung“: Wissen, Denken, Fühlen, Wut … endoplast

„Stört den Schwaan“: Musikfestival nach rechten Drohungen abgesagt … endstationrechts

Warum klingt der Familienname Blume jüdisch? Es war früh klar, dass es dem bayerischen Staatsminister und populistischen Bierzeltredner Hubert Aiwanger zunächst gelingen würde, in der Flugblatt-Affäre eine Täter-Opfer-Umkehr vorzunehmen … scilogs

Beschwerdebriefe aus Münchner Archiven: „… so muß ich hierzu leider nochmals auf den heutigen Antisemitismus hinweisen“ … hypotheses

Freitag ist wieder globaler Klimastreik – Motto: #EndFossilFuels: „Fridays For Future Dortmund“ fordert rasche Umsetzung lokaler Klimaschutzmaßnahmen … nordstadtblogger

Hochwasser (Satire): „… als linksfaschistische Scheißdreckschweine bezeichnet habe, die den Arsch offen hätten. Die Empfehlung, sich nicht mutwillig in überflutete Gebiete zu begeben, könne nur von einer grünen Verbotspartei kommen, der Aiwanger mit dem Maßkrug persönlich ihre ökoterroristischen…“ … zynaesthesie


  • Das Nazi-Netzwerk um den Faschisten Höcke hat personell und politisch maßgeblichen Einfluß auf die AfD bzw. in der AfD. Die Thüringer AfD wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.

Ärgerliche Polizeimeldungen

Es kam zu einem Mord
Es kam zu einem Raub
Es kam zu einem Unfall
Es kam zu einem Zusammenstoß
Es kam zu ….

Gestern kam es zu einer Polizeimeldung. Ein blöder Satz, denn natürlich hat jemand diese Meldung geschrieben. Das unpersönliche Personalpronomen „es“ ist völlig unnötig, denn wir wissen, dass die Pressestelle, genauer eine Pressereferentin der Polizei , wir kennen oft sogar den Namen, den Text verfasst hat.

Nun aber zur ärgerlichen Polizeimeldung:


POL-HSK: Zusammenstoß zwischen Auto und Fahrrad

Am Montagmorgen kam es im Kreisverkehr K5 / Schwester-Haberilla-Straße / Hauptstraße zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fahrrad. Ein 22-Jährige Autofahrer aus Sundern kollidierte mit einem 32-Jährigen E-Bike-Fahrer aus Sundern. Bei dem Unfall wurde der 32-Jährige schwer verletzt. Er wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/65847/5601132

Der ganze Text ergibt nur dann einen Sinn, wenn noch ein weiterer Satz hinzugefügt würde. Dieser Satz müsste sinngemäß aussagen, dass die Polizei überhaupt nicht wisse, wie der Unfall geschehen ist. Nur dann wäre die Aussage „Am Montagmorgen kam es im Kreisverkehr K5 / Schwester-Haberilla-Straße / Hauptstraße zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fahrrad“ zu rechtfertigen, aber dann muss die Polizeipresse dies auch ausdrücklich betonen.

Ansonsten sollte der Unfallhergang geschildert werden. Was ist passiert? Wer hat Schuld? Was weiß die Polizei nach den Ermittlungen am Unfallort, was weiß sie (noch) nicht? Werden gegebenenfalls Zeuginnen oder Zeugen gesucht? Welcher der beiden Männer hat welche Verkehrsregeln missachtet? Hat der Radfahrer oder der Autofahrer dem anderen die Vorfahrt genommen? Waren beide im Kreisverkehr oder nur einer? Hat einer der beiden oder haben gar beide Fahrfehler gemacht? Und so weiter und so fort…

Es geht hier immerhin um einen Unfall zwischen einem „gepanzerten“ (Autofahrer) und einem sehr verletzbaren (Radfahrer) Verkehrsteilnehmer. Häufig genug ist nach einem Unfall die oder der schwächere Verkehrteilnehmer*in schwer verletzt oder tot.

Ich bin selbst in beiden Rollen im Hochsauerland unterwegs und möchte meine Lehren aus den Unfallberichten der Polizei ziehen. In diesem Fall: worauf muss ich in Situationen am Kreisverkehr besonders achten, um als Autofahrer oder als Radfahrer einen ähnlichen Unfall zu vermeiden.

Was mir nicht hilft, ist ein Satz der Art „kam es zu einem Unfall zwischen einem Auto und einem Fahrrad“.

Wie der Tag begann

Die erste Herde wurde um 8.15 von der Alm auf den Viehscheid-Platz hinunter geführt. (foto: zoom)

Die Maßbierkrüge waren schon gefüllt, bevor die ersten Rinder von den Almen auf den Viehscheid-Platz geführt wurden. Wir sind heute Morgen in ein uns bislang unbekanntes Spektakel hineingestolpert.

In den Wochen vom 8. September bis zum 03. Oktober 2023 herrscht Hochsaison im Allgäu – es ist Viehscheid. In rund 30 Orten entlang der Alpenkette zwischen Bodensee und den Königsschlössern kehren rund 30.000 Rinder von den saftigen Bergweiden der Allgäuer Alpen ins Tal zurück und werden von mindestens doppelt so vielen Besuchern erwartet.

https://www.allgaeu.de/kultur/typisch-allgaeu/brauchtum/viehscheid

In den meisten Ortschaften, so auch heute in Bad Hindelang, wird ein großes Festzelt aufgestellt, dazu Verkaufsstände und Jahrmarktsbuden. Am Scheidplatz, so heißt es weiter auf der oben zitierten Website, werden die einzelnen Tiere zunächst von der Herde geschieden und ihren Besitzer*innen zurückgegeben. Danach träfen sich die Viehhirten mit den Bauern (Bäuerinnen?) in den Zelten, wo sie den Abschluss des Bergsommers mit den Besucher*innen feiern würden.

Was im Festzelt passiert, haben wir nicht weiter überprüft, allein die Musik schallt zu unserer Ferienwohnung hoch.

„Skandal (Skandal)
Im Sperrbezirk
Skandal (Skandal)
Im Sperrbezirk
Skandal
Skandal um Rosi“,

wird gerade die Spider Murphy Gang gecovert. Ich habe das Gefühl, den Feiernden geht es gut.

Statt unsere Köpfe über die Maßbierkrüge zu beugen, haben wir die gestrigen Qualen auf individuelle Weise kompensiert. Ein therapeutischer Spaziergang um den Visalpsee der eine, ein noch anstrengender Aufstieg der andere, und passend tönt, während ich diesen Satz schreibe, aus dem Festzelt „Highway to hell“. Die Bayern machen nicht nur Blasmusik.

Die moderate Wanderung um den Visalpsee war alles andere als höllisch. Guckt mal:

Still und stumm liegt der See…. (foto: zoom)

So still und stumm, wie ich es in der Bildunterschrift behaupte, lag der Visalpsee allerdings nicht zwischen den Bergen. Der Rundweg ist leicht zu bewältigen und nicht weit vom Fremdenverkehrsort Tannheim entfernt. So wuselten jede Menge Radfahrer*innen und Fußgänger*innen um das Gewässer.

Alles Weitere später. Ich kann die Band nicht mehr hören. Das Viehscheid-Fest scheint vorbei.

Prosit und Gute Nacht!


Hier fort, dort da…

Zwischenstation in Marburg (foto: zoom)

Ich bin gerne unterwegs, und diesmal haben wir uns das Allgäu rund um Hindelang, sorry Bad Hindelang, vorgenommen. In Marburg, welches bekanntlich auf dem Weg in die Alpen liegt, habe ich eine kleine Pause eingelegt. Ein paar Schritte, ein Foto und weiter ging es.

Fast, aber auch nur fast wie im Sauerland. Am Abend auf dem Balkon in Hindelang. (foto: zoom)

Auch an und in den Alpen ist es drückend warm. Die Luft ist schwül und der Dunst vernebelt die Fotos. Den Schleier bekommt auch die Photosoftware nicht komplett herausgerechnet.

Blick zurück ins Tal (foto: zoom)

Gleich am ersten Tag haben wir uns eine Wanderung zum Schrecksee auf 1813 Meter Höhe herausgesucht. Die 900 Meter Anstieg bei molligen Temperaturen waren nicht allzu schlimm. Bis auf ein flacheres Mittelstück führt der Weg kompromisslos nach oben. Hoch geht es immer irgendwie.

Rangeleien auf dem Wanderweg (foto: zoom)

Die Kühe auf dem Wanderweg sind harmlos, die Rangelei auf dem Foto ging schnell vorüber. Die Tiere wichen uns Wandernden zügig aus.

Am Ziel, der Schrecksee (foto: zoom)

Zur Mittagszeit erreichten wir den See, leider ohne Badesachen. Andere Wandernde waren besser ausgerüstet und hielten es im Badeanzug bzw. mit Badehose wenigstens ein paar Minuten im kalten Bergwasser aus. Ganz Mutige sind auf die Insel hinüber geschwommen.

Nach den Anstrengungen des Aufstiegs, folgten für mich die weitaus größeren Mühen des Abstiegs. Die Wege waren voller Schotter und Steine, und wenn ich auf einem solchen Untergrund steil hinunter steigen muss, schlottern mir die Beine. Die Sonnencreme lief vermischt mit Schweiß in meine Augen und brannte fürchterlich. Bergab musste ich mich ausschließlich auf den Untergrund konzentrieren, während die geübten „Bergziegen“ locker an mir vorbei huschten. Kein Blick blieb für die Landschaft.

Mit Geröll werde ich mich in diesem Leben nicht mehr anfreunden.

Umleitung: Germany is staring at the end of its economic model und mehr…

Abends am Schmantel in Winterberg (foto: zoom)

Ein kleiner Abendspaziergang am Schmantel in Winterberg hat mich daran erinnert, was mir in der Hochzeit der Corona-Pandemie am besten gefallen hat: episch lange Spaziergänge über Feld und Flur, aber auch durch die Straßenschluchten und Parks der großen Städte. Im Herbst werde ich meine Best-Of-Covid-Trails erneut besuchen. Ob Covid dann zurück sein wird? Egal! Hauptsache wandern.

And now for something completely different:

Germany is staring at the end of its economic model: The war in Ukraine and its repercussions, compounded by structural problems such as an ageing population and a lack of investment, spell the end of the boom … elpais

„Wir sind kein Strombettler“: Warum Deutschland so viel Strom importiert … ntv

How climate change will hit snow levels across Europe’s ski resorts: declining snow cover as a result of climate change is disrupting ski resorts across the continent, dramatically increasing the number of days where no skiing is possible … carbonbrief

AfD-Wähler: Wer zum AfD-Milieu zählt, der sollte vor allem nicht die AfD wählen … zeitonline

Helferlein (Satire): „Und dann bestimmen wir endlich wieder, was Deutschland ist!“ „Sehr richtig!“ „Wir lassen uns von diesen Drecksjuden doch nicht vorschreiben, wie unser Land auszusehen hat!“ „Entschuldigung, meinten Sie nicht: von den Grünen?“ „Wo ist denn da der Unterschied?“ … zynaesthesie

Kommunikations-Overkill: Über das „Zuviel“ in faktenausgedörrten Zeiten. Wie bei George Orwell haben – diesmal rechtslastige – Demagogen weltweit, vor allem aber in westlichen Demokratien, Begriffe umgedeutet und informationelles Chaos verbreitet. Zu jeder seriösen These gibt es eine alternative Lügenthese … endoplast

Zerrieben im Streit um Asyl: Vor 40 Jahren starb Cemal Kemal Altun, weil die BRD ihn an das Regime ausliefern wollte, das ihn verfolgte. Sein Schicksal politisierte damals viele … taz

NRW I: Entnazifizierungsakten online … siwi

NRW II: Etat-Kürzungen im Sport … doppelwacholder

Dortmund: Fußballturnier der Religionen lädt Angehörige jeden Glaubens in den Hoeschpark … nordstadtblogger

Vom Dosenaufreißer bis zum Propeller: Schau zur Archäologie der Moderne in Herne … revierpassagen

Lüneburg aus Gründen – eine Kunstsammlung

Blick vom Wasserturm, viel Fachwerk (foto: zoom)

Man kann das Zentrum von Lüneburg als Open-Air-Fachwerk-Erlebnis-Shopping-Areal erkunden. Cafés, Eisdielen und Restaurants (auch vegan) gibt es reichlich, und wer noch Bilder für seinen Instagram-Kanal benötigt, wird ebenfalls fündig werden; dafür sorgen die Ilmenau und der Losegraben mir ihren pittoresken Szenerien. Wasser, Brücken, Mühlen, Fachwerk – alles fußläufig (viel Kopfsteinpflaster) vorhanden; dazu sieben Museen und der großartige Blick vom alten Wasserturm.

Hängen geblieben bin ich in der Kunstsammlung Henning J. Claassen. Um es für mich auf den Punkt zu bringen, ist das die ganz, ganz kleine Schwester des Louisana Museums für moderne Kunst nördlich von Kopenhagen.

Eingang zur Ausstellung (foto: zoom)

Der nüchterne und lichte Stil der Bild- und Skulpturenpräsentation hat mir gefallen. Die Exponate sind vielfältig oder eklektisch im positiven Sinn. Picasso, Gerhard Richter, Neo Rauch, Andy Warhol, David Hockney, Banksy, Sam Jinks, Niki de Saint Phalle, … insgesamt 140 Werke, kurzweilig und unterhaltend präsentiert.

Für die Austellungsetage sollte man sich zwei Stunden Zeit nehmen, plus eine halbe Stunde im Museumscafé zur Nachbesprechung.

Die Stille am Morgen passt zu meinen Hobbies. (foto: zoom)

Der Eintrittspreis ist moderat. Wer Zeit und keine Lust auf Heimatmuseen hat, kann sich anschauen, was ein Lüneburger Millionär und Unternehmer in aller Welt zusammengetragen hat.

Am Ende im Museumscafé (foto: zoom)

Die ganze Geschichte kann man auf der Website des Museum erfahren. Schaut euch dort um:

https://www.kunstsammlung-henningjclaassen.de/

Wenn euch das nicht gefällt, müsst ihr doch ins Salzmuseum. Oder ihr macht beides.

Elterngeld im HSK online beantragen

Screenshot Familienportal www.familienportal.nrw/elterngeld

Ab sofort kann das Elterngeld im Hochsauerlandkreis online beantragt werden. Möglich ist dies über den Link www.familienportal.nrw/elterngeld des Familienportals NRW. Der Zugang zu der Leistung wird damit erleichtert und der bürokratische Aufwand reduziert. Der Antrag wird digital zum Hochsauerlandkreis übertragen und dann bearbeitet, Papieranträge sind auch weiterhin möglich.

(Pressemitteilung HSK)

Informationen zum Elterngeld und die Ansprechpartnerinnen sind unter www.hochsauerlandkreis.de, Stichwort Elterngeld, zu finden wie auch die Verlinkungen zum Familienportal NRW.

Ein digitaler Antragsassistent führt Schritt für Schritt durch das Online-Antragsformular und prüft, ob die eingegebenen Daten gültig und ausreichend sind. Zudem wird eine individuelle Unterlagenliste generiert. Bereits vor der Geburt kann der Online-Antrag in Ruhe vorbereitet und gespeichert werden. Zum Schluss wird eine individuelle Übersicht der erforderlichen weiteren Nachweise generiert. Diese Nachweise müssen im Anschluss zusammen mit dem Unterschriftsbogen nur noch ausgedruckt, unterschrieben und an die Elterngeldstelle des Hochsauerlandkreises geschickt werden. In einer weiteren Ausbaustufe soll auch dieser Schritt digital möglich werden.

Für die einfache digitale Antragstellung ist eine Bund.ID erforderlich, bei der Antragstellung wird alles entsprechend erklärt. Bei der bund.ID handelt es sich um einen zentralen Zugang zu allen Verwaltungen in Deutschland mit höchstem Schutz für die privaten Daten. Weitere Infos unter: id.bund.de/de.