EINLADUNG zum Kinofilm „Die UNBEUGSAMEN“

Sonntag 8. März, 17 Uhr, Filmtheater Winterberg

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=fRH_MEM7q9o

Filmtrailer von DIE UNBEUGSAMEN

Der Verein KIPEPEO fair und sozial e.V. lädt gemeinsam mit dem Filmtheater Winterberg zu einer Veranstaltung zum Weltfrauentag am 8. März 2026 ein.

Frauen sind in kommunalen Vertretungen und Spitzenämtern immer noch deutlich unterrepräsentiert. Im Hochsauerlandkreis beträgt der Frauenanteil in der Bevölkerung etwas über 50 Prozent, der Anteil in den Kommunalparlamenten jedoch nur zwischen rund 12 und knapp 30 Prozent.

Frauen sollen auch im HSK und nicht nur am Weltfrauentag zu politischem Engagement ermutigt werden. Dazu könnten „DIE UNBEUGSAMEN“ beitragen.

„DIE UNBEUGSAMEN erzählt die Geschichte der Frauen in der Bonner Republik, die sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen gegen erfolgsbesessene und amtstrunkene Männer wie echte Pionierinnen erkämpfen mussten. Unerschrocken, ehrgeizig und mit unendlicher Geduld verfolgten sie ihren Weg und trotzten Vorurteilen und sexueller Diskriminierung. Politikerinnen von damals kommen heute zu Wort. Ihre Erinnerungen sind zugleich komisch und bitter, absurd und bisweilen erschreckend aktuell…“ (Quelle: Filmtheater Winterberg)

Nicht nur Frauen, sondern auch Männer sind ausdrücklich erwünscht. Der Verein Kipepeo und das Filmtheater freuen über zahlreiche Kinobesucher*innen.

Plätze können bis 05.03.2026 telefonisch unter 02981/ 7385 oder online auf der Website des Filmtheaters Winterberg (https://www.filmtheater-winterberg.de/detail/85946/Die%20Unbeugsamen) reserviert werden. Der Eintritt beträgt 10 Euro.

Das Kino befindet sich in der Nuhnestraße 2, 59955 Winterberg.

100 Jahre Hans Frankenthal

Stiftung Auschwitz-Komitee schreibt Hans-Frankenthal-Preis 2026 aus

Zum Interview siehe auch: https://www.schiebener.net/wordpress/27-januar-1945-jahrestag-der-befreiung-des-kz-auschwitz/ Am Anfang ist der Ton etwas durcheinander. Das ändert sich nach ca. 50 Sekunden.

Am 15. Juni 1926 wurde Hans Frankenthal in einer alteingesessenen jüdischen Familie in Schmallenberg im Sauerland geboren. Dieses Jahr würde er hundert Jahre alt werden.

Für die diesjährige Verleihung des mit 5.000 Euro dotierten nach Hans Frankenthal benannten Preises können Vorschläge und Bewerbungen bis zum 8. Mai 2026 eingereicht werden. Die Ausschreibung richtet sich an Gruppen, Initiativen und Institutionen, die im Sinne der Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung Aufklärungs-, politische und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten.

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Massive Baumfällungen im Stadtgebiet sorgen für Unruhe und Unverständnis in Olsberg

Sauerländer Bürgerliste (SBL) fordert Aufklärung über Baumfällungen und Gutachter-Standards im HSK

Olsberg / Meschede. Die massiven Baumfällungen im Stadtgebiet von Olsberg sorgen weiterhin für erhebliche Unruhe und Unverständnis. Im Zentrum der Kritik steht die Entscheidung des Stadtrates, insgesamt 27 ortsbildprägende Bäume fällen zu lassen – trotz massiver fachlicher Bedenken. Die SBL-Fraktion hat nun einen umfassenden Antrag an den Kreisumweltausschuss gestellt, um die Rolle der Aufsichtsbehörden und die Qualität der zugrunde liegenden Gutachten kritisch zu hinterfragen.

(Der Text folgt im Wesentlichen einem Artikel der Sauerländer Bürgerliste.)

Widersprüchliche Gutachten und zweifelhafte Methoden 
Anlass für die Initiative sind Berichte über eklatante Widersprüche bei der Zustandsbewertung der Bäume. Während die Stadtverwaltung sich auf die Einschätzung eigener Fachleute beruft, die eine akute Gefahr für die Verkehrssicherheit sehen, hagelt es Kritik von externen Experten. Ein renommierter Gutachter attackierte den Ratsbeschluss offen und bezeichnete die geplanten Fällungen als fachlich nicht nachvollziehbar. Dennoch weigerte sich die Ratsmehrheit in Olsberg beharrlich, eine unabhängige Zweitmeinung einzuholen, und schuf stattdessen Fakten.

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Spaziergänge im Hochsauerland

Heute fällt das Wandern wegen Glatteis aus

Buchenwald. Kahl. Die Buche im Vordergrund ist mit Bumschwämmen besetzt. Brauen Blätter auf dem Waldboden. Ganz wenig Schnee.
Baumschwämme (leider etwas unscharf) im Buchenwald (foto: zoom)

Heute Morgen ist es eisglatt in Siedlinghausen. Bei Temperaturen um 0 °C gefriert der Regen augenblicklich auf den Gehwegplatten. Kein guter Tag um spazieren zu gehen.

In den letzten Tagen war ich rund um Winterberg und Olsberg im Wald unterwegs.

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Kipepeo e.V. und Gora Dobra stellen im Rathaus Winterberg ihre UKRAINE-Hilfsprojekte vor

Jan van Egmond (links) berichtete von seiner achten Hilfsreise in die Ukraine. Oksana Andriievska (Winterberg) und Tanya Emelyanenko (Ukraine) referierten über die Arbeit der Hilfsorganisationen.

Am vergangenen Mittwochnachmittag haben Jan van Egmond und Oksana Andriievska (Kipepeo e.V.) sowie Tanya Emelyanenko (Gora Dobra) ihre Ukraine-Hilfsprojekte im Rathaus Winterberg vorgestellt. Anlass war die einwöchige Hilfsreise von Jan van Egmond (Kipepeo), die er gemeinsam mit dem Kölner Musiker Andrew Joy Anfang Februar unternommen hatte.

Mit Bildern, Blumen und bunten Stoffen präsentierten die Winterberger Ukrainerinnen ihre traditionellen Mohnkuchen.

Bilder, Filme, kleine Vorträge, Akkordeonmusik, ukrainische Mohnkuchen und Gespräche mit den Aktiven aus der Flüchtlingshilfe zeigten die vielen Facetten an Hilfe für das von Putins Russland mit Krieg überzogene Land sehr eindrücklich und aus erster Hand auf.

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Abendspaziergang am Eggenberg

Eine kleine Kapelle liegt zwischen Bäumen im Wald. Direkt vor der Kapelle rechts ist eine weiße Bank. Der Schnee zwischen den Bäumen ist löchrig; brauen Flecken mit Wiese. GAnz vorn rechts steht noch eine braune Holzbank, mit Flechten überzogen.
Die Kapelle Maria zur Gilgegaike in der Nähe des Parkplatzes Krämerhöhe (foto: zoom)

Wie schnell sich doch innerhalb einer halben Stunde vor Sonnenuntergang das Licht verändert.

Gerade noch lag die Kapelle Maria zur Gilgaike im grellen Sonnnenlicht, das Blau des Himmels bleich hinter den Bäumen, da erglühte der Holzpolter auf der Höhe.

Ein breiter Holzpolter im Abendlicht. Davor ein schmaler Streifen Schnee, Dahinter fünf große, schlanke, kahle Bäume. Dann folg der Wald und der blaue Abendhimmel.
Ein Holzpolter auf der Höhe „Am Eggenberg“ (foto: zoom)

Vor dem dunklen, satten Blau im Osten schienen die hoch aufragenden Bäume um ihre zersägten ehemaligen Mitbewohner des Waldes ihre Häupter zu neigen.

Ehe ich mich versah, ging die Sonne auf der anderen Seite des Tals hinter dem Bergkamm unter.

Die Jagdkanzel habe ich um 17:11 Uhr aufgenommen. Der offizieller Sonnenuntergang war heute 17:29 und das Tal lag schon länger im Schatten.

Eine Jagdkanzel ragt in den dunklen Abendhimmel. Am Fuß der Treppe ist noch ein Teil der untergehenden Sonne zu sehen.
Jagdkanzel im Gegenlicht der untergehenden Sonne (foto: zoom)

Wie man auf den Bildern erahnen kann, liegt zwar Schnee auf den Höhen, aber er ist alt und verharscht. In den Fahrspuren und Fußpfaden ist der Schnee geschmolzen und dann wieder vereist. Es ist nicht angenehm hier herzugehen.

Wandern kann man momentan am besten auf geräumten Wegen und in den meist grünen Tälern.

Den Jogger, der sich zur gleichen Zeit wie ich auf der Krämerhöhe herumtrieb, habe ich heute bedauert. Aber vielleicht hat er im Gegensatz zu mir seinen Weg gefunden.

Phänologischer Vorfrühling

Die Schneeglöckchen blühen in Siedlinghausen vor der Haustür. (foto: zoom)

Hiermit erkläre ich gemeinsam mit den Schneeglöckchen vor unserer Haustür den Beginn des phänologischen Vorfrühlings. Der heutige Tag hat auch von den Temperaturen her alles gegeben, um Lust auf den kommenden Erst- und Vollfrühling zu machen.

Meteorologischer (1. März) und kalendarischer (20. März) Frühling stehen noch aus, aber die Tage sind im Vergleich zu Mitte Januar schon fühlbar länger geworden.

Beim Einkaufen in Olsberg zeigte unser Thermometer nachmittags satte 10 °C. Rennradfahrer*innen kamen uns auf der L 742 entgegen. Auch die Alltagsradler*innen waren zum Einkaufen unterwegs.

Der Vorfrühling beginnt mit der Blüte von Hasel, Märzenbecher und Schneeglöckchen, er endet mit Blüte der Salweide. Ob sich der Winter noch einmal meldet?

Nachlesen:

https://www.dwd.de/DE/leistungen/phaeno_uhr/phaenouhr.html

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/pflanzen/pflanzenwissen/jahreszeiten.html

Podcast: „Ein anderer Westen erlebt seine Renaissance“

USA-Experte Prof. Dr. Mischa Honeck über Trump und den Trumpismus

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=xeo1YRqqsxI
Sebastian Mense spricht mit dem USA-Experten Prof. Dr. Mischa Honeck von der Uni KAssel

Am 20. Januar 2025, also vor etwas mehr als einem Jahr, wurde Donald Trump (erneut) ins Amt des US-Präsidenten eingeführt. Der Kasseler Professor Mischa Honeck sieht im „Trumpismus“ mehr als eine Erscheinung des 21. Jahrhunderts.

(Quelle: https://www.uni-kassel.de/uni/aktuelles-aus-der-universitaet/meldung-startseite/2026/01/16/ein-anderer-westen-erlebt-seine-renaissance.html)

Die Vorstellung eines „anderen Westens“ reiche 100 Jahre zurück. Das verleihe der Bedrohung für liberale Gesellschaften eine ganz andere Tiefe – aber die Erfolgsmethode Trumps habe auch Grenzen.

Ich habe mir den Podcast mit großem Interesse angehört. Mischa Honeck spricht viele Punkte an, die mir auch schon seit längerem durch den Kopf gehen, allerdings nicht so klar und analytisch ausformuliert.

Dass Trump nicht strategisch denkt, sondern aus einer Art Machtbesoffenheit, kann man wohl annehmen. Die Krise der liberalen Gesellschaft und Demokratie spielt sich nicht allein in den USA ab und verschränkt sich durchaus mit weltweiten rechten und rechtsextremen Strömungen, die auch in Europa ihren Nährboden finden.

Die Entdemokratisierung und Faschisierung ist auch bei uns eine Gefahr, aber noch keine ausgemachte Sache (Fait accompli).

Aber das ist jetzt schon teilweise meine eigene Interpretation des Gesprächs, welches Sebastian Mense mit Mischa Honeck geführt hat. Der Inhalt passt grob zu den Kommentaren unter dem Blogbeitrag: Ab morgen ist der NRW-Appell zum AfD-Verbot online.

Gönnt euch die gut 18 Minuten Podcast der Uni Kassel.

Ab ins Museum: The China Moment

Innenraum des Cafés Lange. Der Name steht auf einem großen ovalen Schild, welches sich in einem Spiegel über den Sitzbänken rechts spiegelt.

Weiße Decke mit "Kronleuchtern" und geziegelte Wände.
Vor dem Museumsbesuch ist Kaffee Pflicht (foto: zoom)

Ich möchte euch auf eine kleine Ausstellung im Herzen Kassels Appetit machen. Nein, es ist nicht irgendeine Documenta, sondern The China Moment in den Räumen des Kasseler Kunstvereins, direkt links neben dem Eingang zum Fridericianum, am Friedrichsplatz 18.

Dorthin lädt das documenta Institut zu seiner ersten Forschungsausstellung ein. Auf deren Website heißt es:


Mit The China Moment widmet sich das documenta Institut einer entscheidenden Phase der zeitgenössischen chinesischen Kunst. In den 1980ern begann eine Zeit tiefgreifender politischer und wirtschaftlicher Veränderungen. Geprägt von den Reformen Deng Xiaopings entstand eine neue künstlerische Sprache, die Individualität, gesellschaftliche Teilhabe und humanistische Perspektiven miteinander verband. Gleichzeitig boten Chinas Öffnung und die zunehmende internationale Vernetzung neue Räume für künstlerische Experimente und den Austausch mit globalen Diskursen über Individualismus und soziale Transformation. Die Ausstellung zeigt, wie Kunst gesellschaftliche Entwicklungen nicht nur reflektierte, sondern oft antizipierte. Sie macht sichtbar, wie sich die Beziehungen zwischen Individuum, Staat und Gesellschaft verschoben und welche sozialen Energien, kollektiven Experimente und individuellen Selbstentwürfe in dieser Zeit entstanden

https://www.documenta-institut.de/de/veranstaltungen/the-china-moment-contextualizing-individualism-in-chinese-contemporary-art-

Wir sind eher zufällig in die China-Ausstellung geraten. Eigentlich wollten wir uns die ebenfalls sehenswerten großformatigen Bilder der 1985 in Harare, Simbabwe, geborenen Künstlerin Portia Zvavahera im Friedericianum ansehen, doch dann hat uns China „getriggert“. Portia Zvavahera bleibt aber unbedingt in unserem Kulturkalender.


Lifaßsäule vor einem großen Gebäude mit Wandmalerei links. 

An der Litfaßsäule ist das Plakat The China Moment fast über die ganze Höhe angebracht.
Eine Litfaßsäule mit der Ankündigung von „The China Moment“ am Friedrichsplatz, Kasssel (foto: zoom)

The China Moment ist eine sehr vielfältige, vielschichtige Ausstellung, bestehend aus Fotografien, Bildern, Filmen, Installationen und Performances. Meine subjektive Brille, die Idee, mit der ich durch die Ausstellung streifte, war das Verhältnis von Mensch und Masse in einer sich rasant beschleunigenden Gesellschaft, deren politische Verfasstheit unserer westlichen Demokratie sehr fremd zu sein scheint.

Willkürlich habe ich ein paar Exponate herausgegriffen. Diese habe ich mit dem Smartphone fotografiert. Die Texte sind den beschreibenden Tafeln der Ausstellung entnommen.

Los geht’s!

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