Proliferation – Atomwaffengefahr im ziemlich Nahen Osten
Nicht autorisiertes, sinngemäßes Vorwort des französischen Staatspräsidenten Macron aus dem Februar 2020:
„Ohne zivile Atomenergie gibt es keine militärische Nutzung der Technologie – und ohne militärische Nutzung gibt es auch keine Atomenergie“.
Gegen den Iran wird gerade ein Krieg um Rohstoffe und ein Atomkraftwaffenkrieg geführt. In der westlichen Welt wird befürchtet, dass die autoritär geführte Theokratie mithilfe der zivilen Nutzung der Atomkraft in den Besitz von Atomwaffen kommen könnte. Jetzt will die Trump-Regierung der „guten, nützlichen“ Autokratie Saudi-Arabien beim Aufbau eines zivilen Atomprogramms helfen. Auch die Lieferung einer Urananreicherungsanlage in die Kriegsregion ist möglich.
(Gastbeitrag Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein)
Obwohl weltweit seit Jahren mehr Atomkraftwerke stillgelegt als neu gebaut werden, will jetzt auch Saudi-Arabien eigene AKW und eine Urananreicherungsanlage.
Tschernobyl, Fukushima, radioaktive Emissionen im Normalbetrieb und Atommüll, der eine Million Jahre strahlt, haben die Gefahren der Atomkraftnutzung aufgezeigt.
Die größte Gefahr der Nutzung der Atomkraft ist allerdings die Proliferation, die Entwicklung von Atomwaffen mithilfe der zivilen Atomkraft. Schon heute wäre ein in die Ecke gedrängter Iran in der Lage, Raketen und Drohnen mit „schmutzigen, radioaktiven Bomben“ auszustatten. Der Nahe Osten ist jetzt schon ein Pulverfass.
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