Fundstück: Sprache

@ZDF Journalismus heißt sagen, was ist.

Bei Mastodon habe ich einen Beitrag gefunden, den ich euch nicht vorenthalten will. Die Autor*in fordert das ZDF, aber damit implizit uns alle, dazu auf, sorgfältiger mit der politischen Sprache umzugehen.

Vielleicht fallen euch ja noch weitere Beispiele für hasenfüßigen Journalismus und feige Phrasen, nicht nur beim ZDF, ein.

Also:

Engagement gegen Diskriminierung statt „Wokeness“.

Grundrechtswidrige Deportationen statt „Remigration“.

Völkisch-extremistische Hetze statt „umstrittene Äußerungen“.

Grundrechtswidrige Parolen statt „Provokationen“.

Geschlechtergerechtigkeit statt „Genderwahn“.

Geschlechtergerechte Sprache statt „Gendern“ oder „Gendersprache“.

Aufklärung und Meinungsfreiheit statt „LGBTI-Propaganda“ oder „Transgender-Ideologie“.

Dann kommen endlich Sätze heraus, die sagen, was wirklich passiert:

„X erklärt das Engagement gegen Ungerechtigkeit für gefährlicher als Terrorismus.“

„Y sagt der vom Grundgesetz vorgeschriebenen Gleichbehandlung den Kampf an.“

„Z schafft die Meinungsfreiheit für Minderheiten ab.“

Rechte Kampfbegriffe und Framings lassen antidemokratische Haltungen gut klingen. Hört auf, sie nachzuplappern, außer um sie zu demaskieren. Sonst seid ihr nicht neutral, sondern ein aktiver Teil der rechtsextremen Diskursverschiebung, die gerade unsere Demokratie aushebelt.

PS: Nein, ein paar Anführungszeichen ersetzen nicht euren Job.

Quelle: https://eldritch.cafe/@der_zaunfink/117405861067503432

Freie Termine in der Gedächtnissprechstunde Arnsberg, Brilon, Meschede und Winterberg im November und Dezember

Dr. med. Hanxleden, ehemaliger Chefarzt der Geriatrie im St. Johannes-Hospitals des Klinikums Hochsauerland (Pressefoto)

Seit November 2024 bietet das HSK-Gesundheitsamt in Zusammenarbeit mit Dr. med. Hanxleden, dem ehemaligen Chefarzt der Geriatrie im St. Johannes-Hospitals des Klinikums Hochsauerland, eine Gedächtnissprechstunde an.

(Pressemitteilung HSK)

Das Angebot ist kostenlos und findet in allen drei Kreishäusern (Meschede, Arnsberg, Brilon) sowie Winterberg statt.

Menschen mit Verdacht auf eine dementielle Erkrankung und deren Angehörige können so wohnortnahe Unterstützung und Beratung bekommen. Die Sprechstunde ist vertraulich, kostenlos und trägerunabhängig, also neutral.

Dr. Hanxleden und das Team der Gedächtnissprechstunde hoffen, durch das gezielte Hilfs-, Beratungs- und Vermittlungsangebot Angehörige entlasten und die Lebensqualität von Erkrankten steigern zu können. Ein weiteres, wichtiges Anliegen ist es, die mögliche Demenzerkrankung so früh wie möglich zu erkennen.

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Lesehinweis: Die Zeit der Hemmungen ist vorbei

René Martens kommentiert beim MDR die Medienberichterstattung

Die einen sagen, die Nazis seien human gewesen, jedenfalls verglichen mit der Hamas. Die anderen suggerieren, unter den KZ-Häftlingen habe es auch Schuldige gegeben. Die Verharmlosung des Nationalsozialismus ist in den etablierten Medien angekommen.

Alles lesen: https://www.mdr.de/altpapier/hape-kerkeling-ulf-poschardt-,das-altpapier-nationalsozialismus-verharmlosung-medien-100.html

40 Jahre Sandoz-Unfall / Schweizerhalle Basel – Was haben wir daraus gelernt?

Grafik: mitwelt.org

Als am 1. November 1986 in Schweizerhalle bei Basel die Chemiefabrik von Sandoz brannte und das Ökosystem des Rheins vom Löschwasser „chemisch gereinigt“ wurde, war der Oberrhein besonders stark betroffen. Kurz nach Mitternacht ging im Basler Industriegebiet Schweizerhalle der Feueralarm los. Die schlecht geschützte Lagerhalle 956 der Chemiefirma Sandoz, in der 1350 Tonnen extrem giftiger Unkrautvernichter und Insektizide (Neusprech: „Pflanzenschutzmittel“) lagerten, brannte.

(Gastbeitrag Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein)

Die Umweltkatastrophe wurde von den Schweizer Behörden tagelang kleingeredet. Tatsächlich kam es zu einem verheerenden Fischsterben im Rhein. Tonnenweise tote Fische trieben den Rhein hinunter, auf einer Länge von 400 km wurde die gesamte Aalpopulation ausgelöscht. 30 Tonnen hochgiftige Substanzen gelangten mit dem Löschwasser in den Fluss, auf rund 400 Kilometern kam es zu einem verheerenden Fischsterben. Deutsche Chemieunternehmen wie Hoechst, Bayer und BASF nutzten die Basler Katastrophe, um zeitnah nach dem Unfall ebenfalls giftige Stoffe im Rhein zu „entsorgen“, schrieb die TAZ.

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Briloner Bürgerliste: Mängel in der Radinfrastruktur?

Sogenannte Drängelgitter auf Radwegen: Schutz oder ärgerliches Hindernis? (Foto: BBL)

Die Briloner Bürgerliste (BBL) hat eine Umfrage gestartet. Sie möchte von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt wissen, wo diese Mängel in der Radinfostruktruktur ihrer Stadt sehen.

Es geht der BBL dabei insbesondere um folgende fünf Punkte:

  • Welche Lücken gibt es in Brilon bei der Wegeführung für Radfahrende? 
  • Wo haben Radwege Qualitätsmängel?
  • Wo gibt es Hindernisse wie z.B. „Drängelgitter“?
  • Wo sind Kreuzungen unsicher?
  • Wo gibt es andere besondere Gefahrenpunkte?

Mit diesen und möglichen weiteren Problemen für den Radverkehr und die Radverkehrsinfrastruktur in Brilon will sich die BBL-Fraktion noch mehr als bisher befassen.

Meldungen, Anregungen und Vorschläge an:
radverkehr@briloner-buergerliste.de

Oder hier in die Kommentare schreiben.

Fundstücke aus der Geschichte: Die Enteignung der Familie des Musikers Billy Joel zur NS-Zeit

Wie Josef Neckermann von der „Arisierung“ der jüdischen Textilmanufaktur Karl Joel profitierte

Das Ehepaar Joel befindet sich ausgerechnet an Bord des Passagierschiffs St. Louis, das auf dem Weg nach Kuba nach einer mehrwöchigen Irrfahrt nach Europa zurückkehren muss. (Quelle: United States Holocaust Memorial Museum, Bildnummer 88358, Wikimedia Commons, Public Domain.)

Anfang der 1930er Jahre zählte die Nürnberger Wäschemanufaktur Karl Joel zu den Großen der Branche. Im Zuge der systematischen Verdrängung von Jüdinnen und Juden aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben im Nationalsozialismus musste Karl Amson Joel, Großvater des bekannten US-Musikers Billy Joel, seinen Betrieb weit unter Wert verkaufen – an den Versandhändler Josef Neckermann. Das Schicksal der Joels zeigt, wie nichtjüdische Firmen von der Verfolgung und Enteignung jüdischer Familien profitierten.

(Zitiert aus den Arolsen Archives)

Ein paar Zeilen zu Josef Neckermann: „Neckermann war zum 1. Oktober 1933 der Reiterstaffel der SA beigetreten, am 14. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.516.510).

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Guckst Du: Sehkraft erhalten – Aktionstag am 14. Oktober 

U.a. unkomplizierter Zugang zu einer HbA1c-Messung (Blutzuckerspiegel)

Plakat zum Aktionstag

Auf Initiative des Seniorenbeirats der Stadt Winterberg laden die lokalen Augenoptikergeschäfte sowie die Franziskus-Apotheke zu einem Aktionstag am 14. Oktober 2026 ein.

(Pressemitteilung Seniorenbeirat Winterberg)

Die 25. Kampagne der bundesweiten Woche des Sehens verfolgt zwei wesentliche Ziele: Zum einen soll mehr Aufmerksamkeit auf die Vermeidung und Behandlung von Augenerkrankungen gelenkt werden. Zum anderen geht es daraum, die Belange blinder und sehbehinderter Menschen stärken in den Fokus zu rücken. Denn wie wertvoll gutes Sehen ist, wird häufig erst dann Realität, wenn die eigene Sehkraft nachläßt.

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Pausenbild: Lörmecketurm

Früher war mehr Wald. (foto: zoom)

In alten Zeiten bin ich gern vom Wanderparkplatz auf dem Stimmstamm zum Lörmecketurm spazieren gegangen. Auf der Website der Naturfreunde lese ich: „Die hügeligen Landschaftsformen der Nadel- und Laubwälder des Arnsberger Waldes sind immer wieder von herrlichen Tälern mit plätschernden Bächen unterbrochen.“

Das war einmal. Heute sind große Teile des Waldes verschwunden. Klimakrise. Der breite geschotterte Forstweg zum Turm gefällt mir nicht mehr. Ein gewisse Ödnis ist auf der Hochebene östlich des Stimmstamms spürbar.

In Blickrichtung Stimmstamm ist noch eine ganze Menge Wald zu sehen. (foto: zoom)

Früher lief ich tatsächlich durch einen lauschigen Wald, besser Forst oder Wirtschaftswald. Der Lörmecketurm mit seiner wie Mikadostäbe verdrehten Baustammstruktur tauchte im letzten Moment – nur noch wenige Meter waren zu durchmessen – wie aus dem Nichts auf einer Lichtung auf. Ein „Oh!-Moment“. Da stand er plötzlich jedes Mal unerwartet vor mir und der Aufstieg konnte beginnen.

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Hitze in NRW: Knapp 20.000 Sterbefälle im Juni 2026 bedeuten Rekordwert

  • In keinem Juni seit Beginn der Betrachtung 1977 starben so viele Menschen in NRW
  • Rund 22 % mehr Sterbefälle als im Juni 2025
  • Bottrop, Herne und Solingen verzeichneten die meisten Sterbefälle je 100.000 Einwohner/-innen – Münster, Kreis Steinfurt und Kreis Borken die wenigsten

Düsseldorf (IT.NRW). Im Juni 2026 starben in NRW 19.954 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Daten mitteilt, lag die Zahl der Sterbefälle damit um 22 % höher als im Juni 2025 mit 16.396 Gestorbenen. Auch mit Blick auf einen längeren Vergleichszeitraum bleiben die Zahlen aus 2026 ein Höchstwert: In keinem anderen Juni seit Beginn der Erhebung in ihrer derzeitigen Form im Jahr 1977 wurden mehr Sterbefälle verzeichnet.

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Über 90 Prozent wollen besseres ÖPNV-Angebot

VCD veröffentlicht Umfrage-Ergebnisse zu Bus und Bahn in Deutschland

Hamburg-Dammtor. Kommt er oder kommt er nicht? Wenn der ICE ausfällt ist zwar die Zugbindung aufgehoben, aber die Fahrradplätze in einem anderen ICE sind dann häufig schon ausgebucht. (foto: zoom)

Der ökologische Verkehrsclub VCD hat rund 7.500 Menschen in ganz Deutschland befragt, wie sie das ÖPNV-Angebot einschätzen, womit sie zufrieden sind und was dringend besser werden muss. Jetzt hat der Verband die Ergebnisse dieses Online-Checks veröffentlicht. Über 90 Prozent der Befragten glauben demnach, dass mehr Menschen Bus und Bahn nutzen würden, wenn das Angebot besser wäre. Als wichtigste Kriterien nennen sie gute Erreichbarkeit, ein dichter Takt und verlässliche Abfahrtszeiten. Der VCD fordert Konsequenzen für die ÖPNV-Finanzierung. 

(Pressemitteilung VCD)

Berlin, 27. September 2026. „Damit Deutschland seine Klimaziele erreicht, müssen mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen – das ist unstrittig“, sagt Alexander Kaas Elias, der ÖPNV-Experte des ökologischen Verkehrsclubs VCD. „Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen jetzt, wie das gelingen kann: Durch ein besseres Angebot, also durch gute Erreichbarkeit, einen dichten Takt und mehr Verlässlichkeit.“

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