Hitzesommer 2026 – Klima – Klimawandel Oberrhein, Südbaden & Freiburg

Nicht nur in Süddeutschland – der Oberrhein ist überall!

Grafik: Axel Mayer, Mitwelt Stiftung

Im Hitzesommer 2022 gab es in Deutschland 8.173 und in Europa 61.672 hitzebedingte Todesfälle (Quelle: Studie Nature Medicine). Das Hitze-Jahr 2026 könnte noch verheerender werden. Warum gibt es keine Debatte zu den Tätern, warum werden die Umweltverbrechen der Fossilisten, Klimawandelleugner, der Kohle-, Öl- und Gasindustrie und ihrer Lobbyisten nicht bestraft? Während in Deutschland Umwelt-Aktive nach Protesten im Gefängnis sitzen, verdient die Öl- und Gasindustrie Milliarden am (beendeten) Iran-Krieg.

(Ein Gastbeitrag von Axel Meyer, Mitwelt Stiftung Oberrhein)

Die Hitzesommer und das Wetter der letzten Jahre brachten eine Vorahnung des Klimawandels am Oberrhein, in Südbaden & Freiburg und waren geprägt von vielen Extremwetterereignissen. Große Hitze, drückende Schwüle, heftige Gewitter, Starkregen, lange Trockenphasen, trocken fallende Gewässer, Temperaturschwankungen … brachten Mensch und Natur in Stress und Einbußen in der Landwirtschaft. Der Oberrhein und Südbaden gelten als Deutschlands Hitzeregion Nummer eins. Zwischen Vogesen und Schwarzwald staut sich die Wärme, was die Region zum Hotspot für extreme Sommertemperaturen, zahlreiche „Heiße Tage“ und anhaltende Trockenheit macht. Gleichzeitig bekämpfen Klimawandelleugner, Rechtspopulisten und industrienahe Bürgerinitiativen auch in Südbaden die dringend notwendige Energiewende und die zukunftsfähigen umweltfreundlichen Energien.

Nicht nur am Oberrhein: schon am frühen Morgen schaltete der Hitzewarner an unserem Briefkasten im Schatten auf Rot. Siehe auch meinen Bericht vom 18. Juli 2025 hier im Blog. (foto: zoom)
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Hitzefrei

Das Blog macht Pause

Windenergieanlage bei Einhaus (foto: zoom)

Nicht nur, aber auch wegen der Hitzewelle macht das Blog Pause.

Ich bin nicht für die momentan herrschende hohen Temperaturen gemacht. Priorität haben die alltäglichen Verpflichtungen und Aufgaben im Offline.

Blick auf Remblinghausen (foto: zoom)

Ich stelle euch noch eine paar Fotos vom letzten Samstag vor. Danach habe ich sowohl das Stadtradeln einen Tag vor dem offiziellen Ende am 21. Juni als auch das Fotografieren eingestellt.

Da drunter muss ich her – hilft ja alles nix.

Nächste Woche soll es etwas abkühlen. Bis spätestens dahin .

Bleibt Cool!

Der Sommer kommt: abends auf dem Kahlen Asten

Abends auf dem Kahlen Asten (foto: zoom)

Es wird in den nächsten Tage auch im Hochsauerland sehr warm. In Winterberg sollen die Temperaturen morgen auf 31 Grad Celsius klettern. Für die einen heißt es „endlich Sommer“, für die anderen „Vorsicht Hitze!“.

Der Kahle Asten ist bei hohen Temperaturen am Abend ein angenehmer Ort, um bspw. spazieren zu gehen. Wer geduldig ist, kann auf den Sonnenuntergang warten. Bequeme Bänke stehen bereit.

Der längste Tag ist in diesem Jahr der 21. Juni. Die Sonne geht dann in Winterberg um 5:10 Uhr auf und um 21:46 Uhr wieder unter. Rechnet mal aus, wieviele Stunden und Minuten das sind. Von da an dann geht es wieder bergab – sagen die Pessimist*innen.

Für die Optimist*innen geht es erst richtig los: der exakte Sommeranfang ist am 21. Juni um 10:24 Uhr. Dann erreicht die Sonne ihren höchsten Stand. Der kalendarische Sommer nimmt Fahrt auf.

Kirche ist bunt – zumindest wenn es um die Bestuhlung geht

Die „AiRlebniskirche“ in Amecke

Blick in den Innenraum einer Kirche Richtung Altar. Links und rechts Stuhlreihen mit rot, grün und blau gepolstertem Gestühl. Der Boden ist schwarz, die Wände sind weiß.
Rot, Grün, Blau – nicht nur die Bestuhling macht die „AiRlebniskirche“ bund. (Foto: Norbert Kremser)

Es war eine Zufallsbegegnung. Bei einer Fahrt zum Sorpesee kamen wir vom Parkplatz her an der katholischen Kirche St. Hubertus in Amecke vorbei.

(Gastbeitrag Norbert Kremser)

Das Schild draußen „AiRlebniskirche“ machte neugierig. Also führte der Weg direkt ins Innere. Welch eine Überraschung! Die Bestuhlung – statt der üblichen Kirchenbänke – nicht im einheitlichen Grau oder Schwarz, sondern in bunten Farben. Das macht Eindruck. So kann oder so soll es sein. Dass – typisch für eine Lichterkirche – auch die Beleuchtung über ein mediales System bunt gesteuert werden kann, sei ehrlicherweise auch noch erwähnt. Also: Nicht nur die Bestuhlung macht die Kirche bunt.

Gemeinsam Forschen – Bürgerinnen und Bürger richtig in die Forschung einbinden

Deutschsprachiges Handbuch zu Citizen Science erschienen

(Grafik: Springer)

Citizen Science gewinnt im Wissenschaftsbetrieb in Deutschland, der Schweiz und Österreich an Bedeutung. Soziale Medien, Apps oder mobile Sensorik eröffnen neue Möglichkeiten, interessierte Bürgerinnen und Bürger aktiv an Forschung zu beteiligen. Allerdings fehlte bislang ein praxistauglicher Überblick über Strategien, Strukturen, Arbeitsprozesse, Potenziale und Grenzen von Citizen-Science-Projekten. Diese Lücke schließt das Open-Access-Handbuch „Citizen Science – Gemeinsam forschen!, das ein Gremium von Herausgeber:innen verschiedenster Institutionen veröffentlicht hat, darunter das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv).

(Pressemitteilung UFZ)

Aktuell gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr als 300 Citizen-Science-Projekte, Tendenz steigend. Viele der Vorhaben sind in den Natur-, Gesundheits- und Umweltwissenschaften angesiedelt, doch auch in den Geistes- und Kulturwissenschaften hat bürgerwissenschaftliche Forschung eine lange Tradition, etwa in Museen, Bibliotheken, Archiven und Wissenschaftsläden. Und auch das gesellschaftliche Interesse an der Teilhabe an Wissenschaft ist groß: So vermeldet das Wissenschaftsbarometer 2024, dass in Deutschland 43 Prozentder Befragten gerne einmal in einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt mitforschen würden. Damit offenbart sich ein riesiges Potenzial, bei der Beschaffung dringend benötigter Forschungsdaten mitzuhelfen. Prof. Aletta Bonn, eine der Herausgeberinnen des Buchs und Biologin an UFZ / iDiv / Universität Jena, sieht darüber hinaus weitere Mehrwerte, etwa den Bildungsaspekt. „Bei den Teilnehmenden entwickelt sich durch die Einbindung in die Forschung oft ein deutlich vertiefteres Verständnis als beispielsweise durch einen Vortrag und sie ändern möglicherweise ihr Umweltverhalten. Zudem wird das Vertrauen in die Wissenschaft gestärkt“, sagt sie.

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„Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden“


Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Schäfer, Theodor Ziegler und viele Unterstützer:innen haben eine „Ökumenische Friedensschrift – 2026“ vorgelegt

Ralf Becker / Karen Hinrichs / Heinrich Schäfer / Theodor Ziegler:
Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden. – Eine ökumenische Friedensschrift, 2026. (edition pace : Sonderband der Reihe). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6963-9825-5; Paperback; 128 Seiten; 7,99 Euro).
https://buchshop.bod.de/wer-frieden-will-muss-mit-dem-feind-reden-ralf-becker-9783696398255

Umschlag der Friedensschrift

Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Schäfer, Theodor Ziegler und viele Unterstützer:innen (Organisationen, Einzelpersonen) haben eine „Ökumenische Friedensschrift – 2026“ vorgelegt. In Kooperation mit dem Ökumenischen Institut für Friedentheologie wird sie als Buchband in der Reihe „edition pace“ herausgegeben; die zuerst erschienene Internetfassung kann frei aufgerufen und verbreitet werden (siehe unten am Schluss dieses Textes).

(Gastbeitrag edition pace)

Orientierung an der Bergpredigt

Kann man sich heute noch an der Bergpredigt orientieren? Ja, sagen die Autor:innen dieser Friedensschrift. Denn die Bergpredigt ist kompatibel mit der modernen Friedensforschung. Besonders das Konzept der Friedenslogik zeigt Wege auf, wie Konflikte mit Mitteln der Diplomatie und der zivilen Konfliktlösung gelöst und Kriege verhindert werden könnten. Eine kenntnisreiche Analyse der negativen Rolle des Westens bei der Eskalation im Ukrainekrieg macht exemplarisch deutlich, dass der „Balken im eigenen Auge“ auf politischer Ebene zu oft die Sicht verstellt.
Diese ökumenische Friedensschrift gibt Christ:innen und Humanist:innen eine klare friedensethische Orientierung. Sie fordert dazu auf, in Zeiten massiver Aufrüstung unmissverständlich für militärische Abrüstung und für den Beitritt aller Staaten zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag einzutreten. Gerade die Kirchen können eine starke, klare Stimme für Frieden sein und am Aufbau einer Kultur des Friedens mitwirken.

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Stadtradeln: Königswege und lausige Pfade

Auf der Höhe zwischen Ramsbeck, Wasserfall und Heinrichsdorf (foto: zoom)

Mit Ausnahme des letzten Jahres habe ich seit 2022 stets beim dreiwöchigen Stadtradeln in Winterberg mitgemacht. Ich bin jeweils über 1000 km geradelt, um möglichst viele Straßenradtouren zu absolvieren: Nebenstraßen, asphaltierte Wirtschaftswege und gut zu befahrene Forstwege.

Für das Freizeitradeln habe ich mir inzwischen viele entspannte Runden rund um Winterberg und darüber hinaus zusammengebastelt. Allein bei den Alltagsradwegen hapert es noch. So vermisse ich seit über zwei Jahrzehnten einen Radweg zwischen Siedlinghausen und Olsberg. Die Bahnstrecke führt durch das sogenannte Negertal, die Landstraße 742 schlängelt sich nebenher durch eine wunderschöne Landschaft. Leider herrscht auf der Straße im Alltag viel Verkehr.

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Rund drei Viertel der im Jahr 2025 errichteten Wohngebäude heizen mit Wärmepumpen

Grafik: Destatis
  • Anteil von Wärmepumpen als hauptsächliche Heizung binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt – von 31,4 % im Jahr 2015 auf zuletzt 73,6 %
  • Baugenehmigungen: 83,0 % der 2025 genehmigten Wohngebäude sollen hauptsächlich mit Wärmepumpen heizen
  • Gasheizungen haben einen Anteil von 10,5 % an den fertiggestellten und 2,2 % an den genehmigten Wohngebäuden

(Pressemitteilung: Destatis)

WIESBADEN – Ein immer größerer Teil neuer Wohngebäude wird mit Hilfe von Wärmepumpen beheizt. Knapp drei Viertel (73,6 %) der rund 58 900 im Jahr 2025 fertiggestellten Wohngebäude in Deutschland nutzen hauptsächlich Wärmepumpen zur Erzeugung der Heizenergie. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Gegenüber dem Jahr 2024 mit 69,4 % der rund 76 100 fertiggestellten Wohngebäude ist der Anteil weiter gestiegen. Binnen zehn Jahren hat er sich mehr als verdoppelt: 2015 waren Wärmepumpen in 31,4 % der 105 600 fertiggestellten Wohngebäude die hauptsächliche Heiztechnik. Wärmepumpen nutzen zum Heizen Geo- und Umweltthermie, die zu den erneuerbaren Energiequellen zählen.

Wärmepumpen kommen vor allem in Ein- und Zweifamilienhäusern zum Einsatz: In 77,9 % aller 2025 fertiggestellten Einfamilienhäuser und in 78,4 % der neugebauten Zweifamilienhäuser wurde hauptsächlich eine Wärmepumpe zur Erzeugung der Heizenergie genutzt. Deutlich seltener war deren Einsatz in Neubauten mit drei oder mehr Wohnungen (52,7 %).

In vier von fünf neuen Wohngebäuden werden erneuerbare Energiequellen zum Heizen genutzt

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Landrat Thomas Grosche radelt zur Arbeit: Infrastruktur-Check auf dem Ruhrtalradweg

3317 aktive Fahrer sammeln für Stadtradeln bereits über 362.000 Kilometer

Landrat Thomas Grosche und HSK-Radverkehrsbeauftragter Christoph Hester sind gestern mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. (Foto: HSK)

Hochsauerlandkreis. Ein klares Bekenntnis zum klimafreundlichen Pendeln und zur Verbesserung der Radinfrastruktur: Landrat Thomas Grosche ist gestern gemeinsam mit dem HSK-Radverkehrsbeauftragten Christoph Hester auf dem Fahrrad zur Arbeit gefahren.

Thomas Grosche startete in Küstelberg und traf in Niedersfeld am Ruhrtalradweg den Radverkehrsbeauftragten Christoph Hester. Gemeinsam radelten sie rund 30 km über den Ruhrtalradweg zum Kreishaus Meschede.

Ziel der Fahrt war nicht nur das Sammeln von Kilometern in der Stadtradeln-App, sondern auch eine praktische Bestandsaufnahme der Verkehrssituation und der aktuellen Radinfrastruktur.

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Fossile Baustelle Wärmenetze: Klimaschutz sichern, Ressourcen schützen

BUND-Studie benennt politische Leitplanken für den nachhaltigen Umbau

Klimafreundliches, bezahlbares und krisensicheres Heizen gelingt nur mit einer verlässlichen Abkehr von Gas und Öl und dem zügigen Umstieg auf erneuerbare Wärmequellen. Das gilt auch für die rund 3.800 Wärmenetze in Deutschland. Wie der Umbau gelingen kann, zeigt die vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute vorgestellte Studie „Dekarbonisierung von Wärmenetzen – Politische Leitplanken für eine erfolgreiche Transformation“.

(Pressemitteilung BUND/weitere Infos: https://www.bund.net/energiewende/waermewende/kommunale-waermeplanung/)

Im Auftrag des BUND hat das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) untersucht, welche Rolle Wärmenetze in der klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2045 spielen und welche Anpassungen in der Förderung und bei Gesetzen der ökologisch tragfähige Aus- und Umbau der Wärmenetze braucht. Das zentrale Ergebnis der Studie: Zwar werden die allermeisten Gebäude auch zukünftig individuell beheizt werden. Einschlägige Energieszenarien gehen aber davon aus, dass die Bedeutung von Wärmenetzen in der Wärmeversorgung stark zunimmt. Und der Handlungsdruck ist massiv: Fast drei Viertel der Wärme in Wärmenetzen wird fossil erzeugt.

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