„Da machst du dir keinen Begriff von“, hieß es früher oftmals in den Gesprächen von Eltern und Großeltern, als ich selbst noch ein kleiner Junge war. Begriffe machen wir Menschen uns von etwas, das neu ist und für das wir noch keinen Namen haben. So nannten unsere Vorfahren vor fast 150 Jahren die ersten motorisierten Kutschen „Automobil“. „Auto“ wurde vom griechischen Wort „autos“ = „selbst“ abgeleitet, während „mobil“ vom lateinischen „mobilis“ = „beweglich“ stammt.
(Ein Beitrag von Detlef Träbert)
Ein heutiger neuer Begriff ist die „Künstliche Intelligenz“, abgekürzt „KI“. Doch diese Bezeichnung ist sachlich genauso falsch wie „Automobil“. Während Autos ja nicht von selbst fahren, aber in ihrer Entstehungszeit so wirkten, weil weder Tier noch Mensch sie ziehen, ist die KI keine Intelligenz wie die menschliche.
Intelligenz ist ein Wesenszug von Lebewesen, sich kreativ mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. KI tut das zwar auch, aber nicht von alleine. Sie muss erstens programmiert werden und braucht zweitens Strom, also eine nicht natürliche Form von Energie. Ihre Leistung ist abhängig von den sie programmierenden Menschen. So kann sie sich durchaus selbstständig machen, wenn die Programmierung sie nicht perfekt kontrolliert, wie Berichte in der jüngsten Zeit mehrfach bestätigt haben. Aber sie braucht sehr viel Strom, der bislang noch endlich ist. Wird der Stecker gezogen, kommen die ausgelösten Prozesse zum Stillstand.
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