Hörtipp: Zwischen Fulda und Forschung

„Argentinien und Chile werden den Golf als Rohstoff-Großmacht ablösen“

Symbolbild für Wissen und Wissenschaft: Hauptstandort der Universitätsbibliothek Kassel am HoPla (archivfoto: zoom)

Ich empfehle ein kurzes und prägnantes Interview mit dem Kasseler Wissenschaftler Hans-Jürgen Burchardt.

Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt ist Co-Leiter des Käte-Hamburger-Kollegs „Rohstoffwelten“ in Kassel.

Er erklärt, warum die Dekarbonisierung der Welt das globale Mächteverhältnis fundamental verändern wird – und welche Rolle der Wissenschaftsstandort Kassel bei der Erforschung dieser Veränderung spielt.

Hier geht es zur Podcast-Website der Uni Kassel:

https://uni-kassel-im-o-ton.podigee.io/12-argentinien-und-chile-werden-den-golf-als-rohstoff-grossmacht-ablosen

Netzfund: Deutschlandfahne

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=UcuwSRWX5aU

Einige sagen, sie lieben Deutschland, und wettern dann gegen E-Autos, Wärmepumpen und Windkraft.

So bleiben wir aber abhängig von Öl-, Gas- und Kohleimporten und überweisen Milliarden ins Ausland. Wer Zukunftstechnologien bekämpft und damit seinem Land schadet, sollte die Deutschlandfahne wegpacken.

eine Kolumne von Volker Quaschning

Hier weiterlesen: https://klimareporter.de/deutschland/quaschning-erklaert-deutschlandfahne

Windkraft versus Naturschutz: Landrat wiegelt ab – Naturschutzbeirat und Gerichte legen Finger in die Wunde

„Ja zur Energiewende, aber mit Augenmaß, Transparenz und strikter Einhaltung des Naturschutzes“

Symbolbild: Windenergieanlagen auf dem Olsberger Mannstein. Die SBL/FWG-Fraktion fordert beim Ausbau der Windenergie im Sauerland konsequenten Klimaschutz mit dem Naturschutz und nicht dagegen. (archiv: zoom)

Die SBL/FWG-Fraktion fordert beim Ausbau der Windenergie im Sauerland„konsequenten Klimaschutz mit dem Naturschutz und nicht dagegen.“ Allerdings zeige die Antwort des Landrats auf ihre jüngste Anfrage, dass die Kreisverwaltung zu beschönigenden Ausflüchten zu neigen scheine, während vor Ort vollendete Tatsachen geschaffen würden und Gerichte die Genehmigungspraxis des Hochsauerlandkreises (HSK) reihenweise kassierten.

(Nach einem Bericht auf der Website der SBL-Fraktion)

Die SBL-Kreistagsabgeordnete Annette Loos hatte am 19. April 2026 eine detaillierte Anfrage zu den massiven Naturschutzverstößen beim Bau von Windkraftanlagen – insbesondere im Aupketal bei Arnsberg-Moosfelde – sowie zu den juristischen Niederlagen des Kreises vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster eingereicht.

Die nun vorliegende Antwort der Kreisverwaltung lasse, so die SBL/FWG, tief blicken.

Skandal im Aupketal: „Genehmigt“, aber rechtswidrig umgesetzt?
Bezüglich der rücksichtslosen Baumaßnahmen im Aupketal stelle der Landrat zwar klar, dass die Maßnahmen „zum Zeitpunkt der jeweiligen Durchführung genehmigt waren“, aber diese formale Absicherung kaschiere ein, so die SBL/FWG, massives Vollzugsdefizit.

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Hochsauerlandkreis: Neue VHS-Leiterin und frisch gedrucktes Programm für Herbst 2026

Auch Alltagsthemen wie Wärmepumpen, Fotovoltaikanlagen oder Smartphone und Tablet-Nutzung im Angebot

Susi Frank ist seit dem 01. August 2026 neue Leiterin der Volkshochschule des Hochsauerlandkreises. (Pressefoto: HSK)

Die Volkshochschule des Hochsauerlandkreises hat eine neue Leiterin: Seit dem 01. August 2026 leitet Susi Frank die VHS HSK und ist zuständig für den Fachbereich Kulturelle Bildung.

(Pressemitteilung HSK)

Nach ihrem Studium der Geschichte und einem Volontariat im Sauerland-Museum in Arnsberg übernahm sie im Jahr 2020 die Leitung des Archivs des Hochsauerlandkreises. „Die VHS ist ein Ort, an dem Menschen unabhängig von Alter und Lebensweg Neues lernen und sich weiterentwickeln möchten. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team Bewährtes fortzuführen und zugleich neue Impulse für die Zukunft der VHS zu setzen“, sagt Susi Frank, neue Leiterin der Volkshochschule Hochsauerlandkreis (VHS HSK).

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Wo bleibt die Zuversicht?

Leben in diesen Zeiten – eine Anleitung in 90 Minuten

Lebensphilosophie Live: Referent Norbert Kremser vermittelte in Winterberg viele kluge Gedanken, Anstöße und Einsichten zum Thema „Zuversicht“. (foto: zoom)

Die Kulturgruppe KuKuK hatte am Donnerstag, 20. August, zu einem Vortrag zum Thema „Zuversicht! – Wie leben in Zeiten wie diesen?“ eingeladen.

Referent Norbert Kremser gab den mehr als 30 Zuhörer*innen philosophische, psychologische und auch theologische Hinweise, um das eigene Leben zuversichtlicher zu gestalten. Es ginge, so Norbert Kremser, an diesem Abend darum, einen anderen Blick auf das Leben zu bekommen und in die Lage versetzt zu werden, danach zu handeln.

Als Bildungsreferent und Krankenhausseelsorger verfügt der studierte Theologe über viele Zugänge zu lebenspraktischen und philosophischen Fragen.

Persönlich habe ich Norbert über die Winterberger Klima-Initiative kennengelernt. Ehrenamtlich engagiert er sich als Bürgerbusfahrer und ist auch im Ruhestand vor allem in der kirchlichen Bildungsarbeit (St. Bonifatius, Elkeringhausen) tätig. Ein wacher, warmherziger, aber auch analytischer Geist, der mich oft mit seinem Lesepensum überrascht.

Soweit die Vorrede.

Wir fürchten immer noch den Säbelzahntiger, evolutionär seien wir auf Negatives fixiert. „Machen Sie sich nicht zum Steinzeitmenschen!“, mahnt Norbert Kremser.

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Netzwerktreffen in Medebach: Integration von Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte

Einladungsplakat

Im Rahmen der Fortschreibung des Integrationskonzeptes des Hochsauerlandkreises laden die kommmunalen Integrationsmanagerinnen des Hochsauerlandkreises herzlich zu einem gemeinsamen Netzwerktreffen bezogen auf die Städte Medebach, Winterberg und Hallenberg ein.

Termin: Dienstag, 08.09.2026

Uhrzeit:17:00 Uhr – ca. 18:30 Uhr

Ort: Ratssaal Rathaus Medebach – Österstraße 1, 59964 Medebach

Ziel des Netzwerktreffens ist es, die aktuelle Situation der Integration von Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte aus Sicht der lokalen Akteur*innen zu betrachten. Im gemeinsamen Austausch sollen die Herausforderungen, bestehende Angebote sowie Handlungsbedarfe in den verschiedenen Lebensbereichen identifiziert werden.

Die Ergebnisse des Netzwerktreffens fließen in die Überarbeitung des Integrationskonzeptes des Hochsauerlandkreises ein und dienen als wichtige Vorbereitung und Impulse. Die Erfahrungen und Einschätzungen aktiver Bürgerinnen und Bürger sind für diesen Prozess von großer Bedeutung!

Rückfragen und Anmeldungen zum Netzwerktreffen bis zum 01.09.2026 an corinna.rensing@hochsauerlandkreis.de.

Winterberg: Keine Sommerferien für die Ukraine-Hilfe

Die solidarische Arbeit des Sozialvereins Kipepeo e.V. geht weiter

Humanitäre Hilfe Korbach: Ein Krankenwagen für die Ukraine

Sommerferien 2026. Normalerweise eine ruhige Zeit bei Vereinen, auch bei Kipepeo e.V. Für die Ukraine-Hilfe traf das in diesem Sommer jedoch nicht zu. Hier ereigneten sich ganz wunderbare Dinge.

(Ein Bericht von Jan van Egmond, Kipepeo e.V.)

Am 8. Juli beluden wir mit einer Gruppe von Helferinnen und Helfern in Winterberg-Siedlinghausen den 18. Lkw mit Hilfsgütern.

Ende Mai fuhr das in Siedlinghausen ausgemusterte Feuerwehrauto in Richtung Ukraine. Das war sehr schön, aber dieses Fahrzeug war damals nicht ganz komplett. Es fehlten die Schläuche. Sie waren als Ausstattung für das neue Winterberger Feuerwehrauto im Sauerland geblieben.

Wir haben uns daher riesig gefreut, als wir die Zusage für 64 hochwertige Feuerwehrschläuche von einem Hersteller-Unternehmen aus Marsberg erhielten.

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Von Brandstiftern, Öl-, Gas-, Kohle und Biedermännern

Grafik: mitwelt.org

Die Auswirkungen des menschen- und konzerngemachten Klimawandels werden immer deutlicher. Menschen sterben in Hitzesommern, Flüsse trocknen aus, Extremwetterlagen nehmen zu. Eine der Folgen der Klimakatastrophe sind Feuer und extreme Waldbrände

(Gastbeitrag Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein)

Waldbrände im Klimawandel
Waldbrände gab es immer schon. Doch im Klimawandel sind sie länger andauernd und vielerorts extremer. Steigende Temperaturen, häufigere Hitzewellen, Dürren und ausgetrocknete Böden entziehen der Vegetation Feuchtigkeit und schaffen ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Mega-Feuern. Der IPCC stellt fest, dass der Klimawandel bereits die Feuerwettersaison verlängert hat und für zahlreiche Regionen eine weitere Zunahme des Feuerrisikos erwartet wird. Besonders gefährdet sind unter anderem der Mittelmeerraum, Australien, der Westen Nordamerikas, der Amazonas und boreale Wälder, aber auch Europa und Deutschland werden nicht verschont.

Berichte über Brandstifter und Brandstiftung füllen die Medien.
Es gibt tatsächlich Brandstiftung aus Dummheit und Brandlegung aus Bosheit. Doch auch ein gelegtes Feuer braucht geeignete Bedingungen für Ausbreitung und Intensität. Der Klimawandel selbst ist kein Zünder, sondern ein massiver Risiko- und Brandverstärker. Doch die intensive Berichterstattung über die Brandstifter lenkt vom Grundproblem des Klimawandels und von der Verantwortung der Fossil-Industrie ab. Hier spielen auch Fake-News von konzernnahen fossilen Klimawandelleugnern eine zunehmende Rolle.

Über die Verantwortlichen für die zunehmend heftigeren Brände wird selten berichtet.
Die fossile Industrie (Öl-, Gas, Kohle …) und ihre Lobbyisten in Politik und Medien tragen die zentrale Verantwortung für den konzern- und menschengemachten Klimawandel und damit auch für die Waldbrände. Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Folgen der Erderhitzung waren in Teilen der Branche früh bekannt. Dennoch wurden Risiken aggressiv heruntergespielt, Zweifel an der Klimawissenschaft gefördert und politische Maßnahmen gegen steigende Emissionen behindert. Bis heute investiert die Branche weltweit in neue Öl-, Gas- und Kohleprojekte und in die Kampagnen der Klimawandelleugner und Energiewendegegner. Sie unterstützt rechtslibertäre Fossil-Lobbyisten in der Politik und sie lässt von Lobby-Bürgerinitiativen die Energiewende bekämpfen. Damit trägt sie wesentlich dazu bei, dass die Abhängigkeit von fossilen Energien fortbesteht. Ihre Verantwortung betrifft daher nicht nur vergangene Emissionen, sondern auch heutige Geschäftsentscheidungen. Eine Begrenzung der Klimakrise erfordert den schnellen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas. Während Wälder brennen und Menschen an den Folgen des konzern- und menschengemachten Klimawandels sterben, macht die Fossil-Industrie unvorstellbare Übergewinne. Diese Summen müssen, auch zur Schadensregulierung, endlich abgeschöpft werden.

Max Frischs Parabel „Biedermann und die Brandstifter“ zeigt, wie ein wohlhabender Bürger Brandstifter in sein Haus aufnimmt, obwohl er deren Absichten erkennt. Aus Bequemlichkeit, Angst und Selbsttäuschung verdrängt Biedermann die Wahrheit – und ermöglicht so seine eigene Katastrophe. Wir haben die fossilen Brandstifter nicht nur ins Haus geholt, wir haben sie auch unendlich reich gemacht und verharren im Zustand der Apokalypse-Blindheit. Die Umweltbewegung muss endlich anfangen, die Brandstifter, Klimatäter und Klimawandel-Verantwortlichen laut und öffentlich zu benennen.

Autor: Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Immer noch kaputt: die Windharfe auf der Niedersfelder Hochheide

Update: Antwort der Winterberg Touristik

Die erste Station des „Goldenen Pfads“ (foto: zoom)

Der Goldenen Pfad ist eine esoterische Installation auf der Niedersfelder Hochheide und wird von der Winterberger Touristik als Landschaftstherapiepfad sehr stark beworben. Die aufwändig gestaltete Station 10 (Windharfe) ist seit Jahren kaputt.

Die losen Drähte der Windharfe sollen eigentlich (gestrafft) als Saiten dienen und mit Hilfe des Windes Töne erzeugen (foto: zoom)

Anfang diesen Jahres dokumentierte ich den Zustand hier im Blog. Außerdem hatte ich bei der Stadt Winterberg (Pressestelle) nachgefragt, die mich wiederum auf die Winterberg Touristik verwies. Bei der Tourist-Info gab ich daraufhin ebenfalls am Counter persönlich Bescheid.

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