Seid umschlungen Millionen: Spaziergang am Mainufer in Frankfurt (foto: zoom)
Krieg, Öl und Gas: Die Preise für Sprit, Heizöl und Gas explodieren, und alle sind überrascht. Seit 50 Jahren immer wieder dasselbe: Es gibt Krieg und der Ölpreis explodiert. Trotzdem kaufen wir weiter Verbrenner und bauen neue fossile Heizungen ein. Wann werden wir schlau? … klimareporter
Wenn Rechtsextreme über Demokratieförderung entscheiden: Die AfD entwickelt Strategien, um die Förderung von Demokratieprojekten zu beeinflussen … belltower
Politikverständnis (Satire): „… auch Altkanzler Schröder dem scheidenden Ministerpräsidenten Schweitzer Mut zugesprochen habe. Erstens sei das Ergebnis sehr viel besser als in Baden-Württemberg gewesen, wo die SPD nur 5,5% erreicht habe, zweitens habe er nicht gegen eine Frau verloren, und drittens gebe es genug Möglichkeiten, um in der Wirtschaft als…“ … zynaesthesie
Ausstellung „Breaking Bubbles“ auf dem Campus Stadt im Dortmunder U: Kunst- und Journalistikstudierende der TU Dortmund möchten Filterblasen durchbrechen … nordstadtblogger
Öffnung neuer Horizonte: Musik von Frauen beim Essener Festival „her:voice“ … revierpassagen
Spaziergang am späten Nachmittag im Hochsauerland (foto: zoom)
Ökonom über die USA unter Trump: „Das System ist gekippt“ … taz
AfD-Abgeordneter Halemba vor Gericht: Neonazi-Song, Drohkulisse, NS-Funde … Belltower
Ein ungeklärter Mord und der Kampf um Erinnerung: 30 Jahre nach dem rassistischen Brandanschlag in Lübeck … AmadeuAntonioStiftung
Hanau-Überlebender Ibrahim Akku? stirbt an Spätfolgen des Terroranschlags: Ibrahim Akku? ist mit 70 Jahren an den Folgen des rassistischen Anschlags von Hanau vor sechs Jahren gestorben. Er kämpfte gegen Einsamkeit und das Vergessenwerden und sagte: „Ich wünsche mir, dass Menschen einander nicht töten“ … RobertsBlog
Haskala: Die jüdische Aufklärung und ihre Bedeutung … JCOM
US-Einwanderungsbehörde: Mit Palantir und Paragon auf Migrantenjagd … Netzpolitik
Die Abonnementsfalle (Satire): Mein Name ist Gernulf Olzheimer und dies ist das Weblog aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten … zynaesthesie
Oral History als „deutsches Gedächtnis“: FernUni-Archiv als Forschungsdatenzentrum akkreditiert … Doppelwacholder
J.R.R. Tolkien – the Bovadium Fragments: Es gibt Bücher, die sollte es nicht geben und die neuste Veröffentlichung von J.R.R. Tolkien gehört dazu … Schmalenstroer
Digitale Souveränität in Zeiten unzuverlässiger Partner: Es wird Zeit, dass wir eines meiner wichtigsten Themen noch mal aufgreifen: Digitale Souveränität. Anlass dafür ist, dass die USA gerade mal eben ein Staatsoberhaupt entführt haben, unter Einsatz des Militärs, um Öl zu bekommen. Und neben Canada steht ja noch das zu Dänemark gehörende Grönland auf der „will haben“-Liste des US-Präsidenten … UnkreativerWeblog
Stichworte oder: Was man so mithört „Was kann ich gegen Sie tun?“ … revierpassagen
Aktueller Einschub: „Venezuelas Machthaber ist gestürzt, damit hat Donald Trump den US-Imperialismus mit Wucht nach Lateinamerika zurückgebracht“ schreibt der Spiegel.
US-Medien zufolge kam es in mehreren Städten zu Protesten gegen den Militäreinsatz, darunter in New York, Los Angeles und Washington. In Chicago protestierten Demonstranten der „New York Times“ zufolge unter anderem mit Transparenten, auf denen stand „Kein Blut für Öl“ oder „Hände weg von Lateinamerika“. Vor dem Weißen Haus war auf Plakaten zu lesen „Trump ist ein Kriegsverbrecher“ sowie „Kein US-Krieg gegen Venezuela“.
Es gibt erschreckend viele Diktaturen und Diktatoren auf dieser Welt. Laut Demokratieindex leben 35,9 % der Menschen in einer Diktatur. Im Demokratieindex des Economist belegte Venezuela Platz 142 von 167 Ländern und wurde als autoritäres Regime eingestuft. »Unsere Freunde« in der »guten Diktatur Saudi-Arabien« landen auf Platz 148 nach Venezuela.
(Der Artikel ist gestern bei mitwelt.org erschienen und wird mit Erlaubnis des Autors hier übernommen.)
Doch in den USA gibt es, ähnlich wie auch bei der Bewertung in Deutschland, die »guten, nützlichen« Diktaturen, die unterstützt, mit Waffen beliefert, mit denen Handel betrieben wird und bei denen die Medien über Menschenrechtsverletzungen großzügig hinwegschauen.
Erneuerbare Energien wurden in Eigentümerhaushalten (6,9 Prozent) häufiger als primärer Heizenergieträge eingesetzt als in Mieterhaushalten (2,7 Prozent). Unabhängig vom Eigentumsverhältnis heizten knapp zwei Drittel der Haushalte vorrangig mit Gas.
Grafik: IT.NRW
Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2022 haben 4,4 Prozent der nordrhein-westfälischen Privathaushalte überwiegend mit erneuerbaren Energien wie Erd- oder anderer Umweltwärme, Holz, sonstiger Biomasse oder Solarenergie geheizt.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus 2022 mitteilt, sind Gas und Öl für nordrhein-westfälische Privathaushalte weiterhin die dominierenden Energieträger zur Wohnungsbeheizung: 62,6 Prozent der Haushalte heizten 2022 überwiegend mit Gas – weitere 14,2 Prozent mit Heizöl. An dritter Stelle der Heizenergiearten stand Fernwärme, über die 13,4 Prozent der Haushalte in NRW 2022 ihre Heizenergie bezogen. Weitere 5,2 Prozent heizten vorrangig mit Strom (ohne Wärmepumpen). Kohle bzw. Briketts spielen in privaten Haushalten als Hauptenergieträger zu Heizzwecken nahezu keine Rolle mehr.
Bald auch Metalle? Steinbruch im Hochsauerland. (archiv: zoom)
Goldgräberstimmung macht sich anscheinend in Deutschland breit. Das Handelsblatt hat in der Ausgabe vom 01/02. April 2011 (Fr/Sa-Ausgabe) den Artikel „Die Stunde der Schatzsucher“, Autor Sven Prange, veröffentlicht.
„Erdgas, Öl, Kupfer, Lithium und Silber: In der gesamten Republik entstehen neue Bergwerke. Die hohen Preise versprechen ein Milliardengeschäft – und nähren den Traum der Wirtschaft von einer unabhängigen Rohstoffversorgung.“
Es folgen zwei lange Seiten eines eher unkritischen Berichts mit einer Tabelle über die Vorkommen und der Bergbauregionen:
… Die weißen Monster-Trucks, die Thomas Lautsch an diesem Frühjahrsvormittag durch Spremberg in der Lausitz lotst, bringen die Hoffnung auf ein großes Geschäft … Lautschs Mutterkonzern, die US-Rohstoffholding Minera, vermutet riesige Kupfervorkommen unter der Stadt … von Sven Prange Die weißen Monster-Trucks, die Thomas Lautsch an diesem Frühjahrsvormittag durch Spremberg in der Lausitz lotst, bringen die Hoffnung auf ein großes Geschäft … Lautschs Mutterkonzern, die US-Rohstoffholding Minera, vermutet riesige Kupfervorkommen unter der Stadt … Nach den ersten Auswertungen sagt Lautsch: „Jetzt wissen wir, dass die Vorkommen in so einer Konzentration vorliegen, dass der Abbau klappen kann.“
Vorausgesetzt das ist kein Aprilscherz, können wir vielleicht damit rechnen, dass in oder um Brilon demnächst wieder nach Kupfer, Blei, Zink und Silber gebuddelt wird und zwar nach der sogenannten unkonventionellen Methode.
Der Autor sieht ein Problem: „Vor allem in Westdeutschland protestieren Anwohner sofort los, sobald ein Bergbauprojekt bekannt wird. Die Kommunalpolitik schwankt oftmals zwischen zögern und zugreifen. In NRW etwa denkt die neue Landesregierung derzeit über ein Bohrverbot nach, weil Anwohner Umweltrisiken fürchten, in Sachsen dagegen ermuntert die Staatsregierung Konzerne förmlich, endlich wieder abzubauen.“
Mehr als 50 Prozent aller in Deutschland geförderten Rohstoffe würden Unternehmen aus dem Ausland gehören. „Es war noch nie so leicht, bei deutschen Banken Kapital für Bergbauprojekte zu bekommen“, schreibt Sven Prange vom Handelsblatt.
Das Interview von Evelyn Roll mit Ulrich Wickert in der Pfingstwochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung ist zwar auch eine Promotion für die Kriminalromane des ehemaligen Tagesthemensprechers Wickert, aber Wickert und Roll schaffen es, die unfassbaren Vorgänge im Golf von Mexiko begreifbar zu machen.
Aus abstrakten 800.000 Tonnen Öl wird eine 20 Zentimeter dicke Ölschicht, in der Wickert anschaulich und elend eine Kormoran verrecken lässt.
Der Betroffenheitsjournalismus von Wickert und Roll hat genau hier und heute seine Berechtigung:
Ich habe mir einen Ölteppich immer als einen ganz dünnen Film vorgestellt.
Nein! Dieser war zehn bis zwanzig Zentimeter dick. Und dann kommt ein Kormoran geflogen und setzt sich auf diesen Ölteppich, will wieder hochfliegen … jetzt aber klebt das Öl an ihm und macht ihn schwer. Außerdem verklebt das Zeug seine Flügel. Er hebt also nur mit großer Mühe wieder ab … (Wickert über ein Tankerunglück 1978 in der Bretagne)
Warum wird Ihnen schlecht?
Wenn ich daran denke, wieviel Geld BP jetzt dafür ausgibt, die Welt zu täuschen und die Leute zu beruhigen! … Die PR-Lady von BP latscht jetzt nicht mehr im Zweiteiler im Hauptquartier rum, sondern ist im Overall vor Ort: Wir sind da! Wir kämpfen gegen die Ölpest! …
Wickert und Roll. Ich weiß nicht, ob die beiden wirklich ein Interview geführt oder einfach eine Kollage erstellt haben. Egal. Das Ding ist gut.
Leider habe habe ich das ganzseitige Stück nicht auf den Internet-Seiten der Süddeutschen Zeitung gefunden. Auch der Perlentaucher erwähnt es lediglich, bietet aber keinen Link.
Schade!
Der Print liegt auf meinem Tisch.
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