Pausenbild: ein deutscher Urlaub

Normalerweise ist die Fußgängerbrücke voller fotografierender Menschen. (foto: zoom)

Ramsau. Hohe Berge, malerische Kirche, ein Flußlauf, Bäume, Brücke – fertig ist das Urlaubsbild. Der Himmel ist bedeckt, die Wolken hängen an den Bergspitzen.

Es fehlt ein blauer Himmel, aber das kann sich im Verlauf der Woche noch ändern. Sonst kaufe ich mir eine Postkarte. Auf dem Bild die Ramsauer Ache, hinter der Brücke die Kirche St. Sebastian und ein Bergstock an der Grenze zu Österreich, dessen Spitzen viele Namen tragen: Eisberg, Edelweißlahnerkopf, Prünzelkopf, Predigtstuhl, Steintalhörn,… Unterscheiden kann ich sie (noch?) nicht.

Spiegelung im Hintersee

Nach neunstündiger Autofahrt ein kleiner Spaziergang um den Hintersee und schlechtes Essen in einem nahegelegenen Restaurant. Die anderen Feriengäste hatten uns gewarnt.

Auf der Website der Gemeinde Ramsau wird die Geschichte mit sehr großem Pinsel grob skizziert. Zum Einstieg lese ich bei Wikipedia:

Das für den Ort zuständige Bezirksamt Berchtesgaden wurde 1939 in Landkreis Berchtesgaden mit gleichem Zuständigkeitsbereich umbenannt.

Paul Giesler (1895–1945), erst Gauleiter der NSDAP von Westfalen-Süd und München-Oberbayern, dann bayerischer Ministerpräsident und gemäß Hitlers politischem Testament ab dem 30. April 1945 Nachfolger von Heinrich Himmler als Reichsminister des Innern, hat am 2. Mai 1945 im Zauberwald nahe beim Hintersee seine Frau erschossen. Dem sei angeblich ein mit seiner Frau und seiner Schwiegermutter gemeinschaftlich versuchter Suizid mit Schlafmitteln vorangegangen. Auch ein möglicherweise zweiter Suizidversuch nach der Tötung seiner Frau missriet: Durch einen Kopfschuss schwerverwundet, wurde Giesler in ein Lazarett im Bischofswieser Gemeindeteil Stanggaß gebracht, wo er einige Tage später laut Sterbebuch der Katholischen Pfarrei Berchtesgaden am 8. Mai 1945 starb. Doch insgesamt sind die Angaben zu Gieslers Todesumständen widersprüchlich und ungesichert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ramsau_bei_Berchtesgaden

Der Wetterbericht sagt Regen voraus. Egal. Wir werden irgendwo hingehen. Ausflugsziele sind auf den Umgebungskarten zu Genüge markiert.

Klausbachtaler Hängebrücke
hört sich interessant und regenfest an.

Erst mal ankommen.



Das war der „Vatertag“ – ein Foto und zwei Gedanken zu Uvalde.

Portrait zweier netter Wesen in Heggen bei Meschede. (foto: zoom)

Was hat der „Vatertag“ mit zwei Pferden zu tun? Genau so viel wie ich den „Vatertag“ zelebriere, nämlich gar nicht(s).

Als ich heute mit dem Rad von Remblinghausen die Runde über Löllinghausen, Beringhausen und Heggen nach Meschede fuhr, standen die Pferde am Wegrand und wollten fotografiert werden.

Mit der kleinen Display-Kamera – ich hättte lieber einen Sucher – ist mir seltsamerweise doch noch eine Aufnahme geglückt.

Weil ich gerade den Artikel zu den Depressionswochen im Hochsauerland veröffentlicht habe, will ich mit einem optimistischen Bild in den Schlaf finden, zumal die Nachrichtenlage mich nicht begeistert.

Mitte der 90er Jahre sind wir auf dem Weg von Dallas zum Big Bend National Park auch durch Uvalde gefahren, immer dem Highway 90 nach Westen über Del Rio folgend.

In Uvalde haben wir meines Wissens nicht angehalten oder übernachtet. Die Landschaft hatte mir gefallen. Ich war ein Fan der west-texanischen Leere und Aufgeräumtheit.

Zur Zeit bin ich unendlich traurig. Wieder ein Massaker und wieder soll nichts passieren. Was für ein Land, in dem die Abtreibung von befruchteten Eizellen als Mord gilt, während Kinder schulklassenweise ermordet werden.

In den USA herrscht ein stiller Bürgerkrieg. Warum?

„Wochen gegen Depression“ vom 30. Mai bis zum 10. Juni 2022. Das Bündnis gegen Depression Hochsauerlandkreis lädt zu zahlreichen Angeboten ein.

Dr. Karl Schneider, Landrat Hochsauerlandkreis (r.) und Christian Rademacher, Leiter Sozialpsychiatrischer Dienst Gesundheitsamt Hochsauerlandkreis. Foto: Pressestelle HSK

Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit gehören zu den häufigsten und folgenschwersten Erkrankungsarten der heutigen Gesellschaft. Jährlich sind ca. 18 Millionen erwachsene Menschen in Deutschland von einer psychischen Erkrankung betroffen.

(Pressemitteilung HSK)

Das Bündnis gegen Depression Hochsauerlandkreis hat vor diesem Hintergrund die „Wochen gegen Depression“ ins Leben gerufen, in welchen im ganzen Kreisgebiet Veranstaltungen rund um das Thema Depression und psychische Gesundheit stattfinden.

Depression kann jeden treffen.  Depression hat viele Gesichter. Depression ist behandelbar.

Diese drei Botschaften sind leitend für die „Wochen gegen Depression“ vom 30. Mai 2022 bis 10. Juni 2022. In diesem Zeitraum finden verschiedene Informationsveranstaltungen und Aktionen zum Thema Depression statt.

Im Kern der Aktionswochen steht ein kabarettistischer Vortrag von Dr. Manfred Lütz am 2. Juni 2022, welcher als Psychiater, Psychotherapeut und Theologe sein Programm „Neue Irre! Eine heitere Seelenkunde“ ab 18 Uhr in der Stadthalle Meschede präsentiert. Die Benefizveranstaltung wird von den Rotary und Lions sowie weiteren Serviceclubs aus der Region unterstützt. Der Erlös aus dem Kartenverkauf kommt dem Bündnis gegen Depression im Hochsauerlandkreis zu Gunsten. Die Karten sind zu einem Preis von 20€ an bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse erhältlich.

Darüber hinaus findet eine Vielzahl an kostenfreien Angeboten im Hochsauerlandkreis statt. So gibt es Informationsveranstaltungen, Kreativangebote, Mitmach-Aktionen, Cafés und Achtsamkeitstrainings.  

Ausführliches Programmheft als PDF:


„Wir sind überwältigt von der tollen Resonanz auf die Idee, rund um den Vortrag von Dr. Manfred Lütz eine Aktionswoche gegen Depression zu organisieren. Es haben sich so viele Institutionen zurückgemeldet, dass wir die Angebote über zwei Wochen verteilen. Ein herzliches Dankeschön an die Kontakt- und Beratungsstellen im Hochsauerlandkreis, die Sucht und Drogenberatung des Caritasverbandes Brilon, das LWL-Klinikum Marsberg, das Klinikum Hochsauerland, das Sozialwerk St. Georg, die Beratungsstelle für Eltern, Kindern und Jugendliche des Caritasverbandes Meschede, die GAB Hochsauerland und den Förderkreis Psychische Gesundheit für die Ausgestaltung toller Aktionen“, erklärt Christian Rademacher (Leiter Sozialpsychiatrischer Dienst, Gesundheitsamt Hochsauerlandkreis).

Das Bündnis gegen Depression Hochsauerlandkreis lädt dazu ein, an den Angeboten teilzunehmen. Eine detaillierte Übersicht über das Programm finden Sie auf der Internetseite des Hochsauerlandkreises (www.hochsauerlandkreis.de) oder auf der Seite der Stiftung Deutsche Depressionshilfe:

https://www.deutsche-depressionshilfe.de/news-bgd/details/wochen-gegen-depression

Über das Bündnis:

Das Bündnis gegen Depression im Hochsauerlandkreis ist ein Netzwerk aus vielen lokalen Akteurinnen und Akteuren im Gesundheitswesen und steht unter der Schirmherrschaft des Landrates Dr. Karl Schneider.

Das Bündnis ist Mitglied im Deutschen Bündnis gegen Depression e.V. unter dem Dach der StiftungDeutsche Depressionshilfe und hat für das Jahr 2022 eine Förderung der Deutschen Bahn Stiftung und der Stiftung Deutsche Depressionshilfe erhalten. Über 80 Regionen und Städte engagieren sich deutschlandweit auf lokaler Ebene für die Aufklärung der Öffentlichkeit über Depressionen und eine Verbesserung der Versorgungsstruktur und Lebenssituation von Menschen mit Depression.

Kontakt für Rückfragen:

Christian Rademacher

Leiter Sozialpsychiatrischer Dienst
Gesundheitsamt Hochsauerlandkreis

Telefon: 0291 94 1469

Christian.Rademacher(at)hochsauerlandkreis.de

 Übersicht:

  MO 30.5.22
14:00 – 17:00 Uhr
ohne Anmeldung
Kostenbeitrag für Verzehr  
  Genuss-Café mit Achtsamkeitsangebot
Kontakt- und Beratungsstelle (LWL-Wohnverbund Marsberg)Ambulantes Zentrum Haus Kleffner
Hauptstraße 64, 34431 Marsberg  
  DI 31.5.22
ab 15:30 Uhr
ohne Anmeldung
kostenfrei  
 Informationsveranstaltung für Jugendliche ab Klasse 9:

Ist das noch normal? Depression bei Jugendlichen verstehen
Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Caritasverbandes Meschede e.V.Aula des Gymnasiums der Benediktiner
Klosterberg 7, 59872 Meschede  
  DI 31.5.22
ab 18:30 Uhr 
mit Anmeldung
kostenfrei  
  Vortrag „Depression – eine heilbare Volkskrankheit“  Veranstalter: Klinikum Hochsauerland Kreishaus Meschede (Raum F1)
Steinstraße 27, 59872 Meschede  
  DI 31.5.22
ab 19:00 Uhr 
ohne Anmeldung
kostenfrei  
  Vortrag „Depression – eine heilbare Volkskrankheit“  Veranstalter: LWL-Klinikum Marsberg, Ärztliche Direktion LWL-Klinikum Marsberg, Festsaal (Haus 07)
Weist 45, 34431 Marsberg  
  MI 1.6.2214:00 – 16:00 Uhr
mit Anmeldung
kostenfrei  
  „Mut machen“: offene Sprechstunde mit Kreativangebot
Sozialwerk St. GeorgPluspunkt St. Georg Meschede
Zeughausstraße 10, 59872 Meschede  
  MI 1.6.22
17:00 – 18:30 Uhr
ohne Anmeldung
kostenfrei  
  Informationsveranstaltung:
Sucht und Depression – Eine Krankheit kommt selten alleine

Sucht- und Drogenberatung des Caritasverbandes Brilon e.V.Kreishaus Meschede (Raum F1)
Steinstraße 27, 59872 Meschede  
  DO 2.6.22ab
18:00 Uhr
20€ Eintritt  
  Kabarettistischer Vortrag mit Dr. Manfred Lütz: Neue Irre! Eine heitere Seelenkunde.
Benefizveranstaltung der Rotary und Lions sowie weiterer Serviceclubs aus der Region
Tickets an Vorverkaufsstellen und der Abendkasse erhältlichStadthalle Meschede
Winziger Platz 10a, 59872 Meschede  
  FR 3.6.2211:00 – 13:00 Uhr
mit  Anmeldung
kostenfrei  
  Einführungskurs Soziales Kompetenztraining
Sozialpsychiatrischer Dienst, Gesundheitsamt HochsauerlandkreisKreishaus Meschede (Raum F2/F3)
Steinstraße 27, 59872 Meschede  
  DI 7.6.22
15:00 – 17:00 Uhr
ohne Anmeldung
kostenfrei  
  Informationsveranstaltung und Café
Sozialwerk St. GeorgHaus Schmallenberg
Breite Wiese 22, 57382 Schmallenberg

Umleitung: vom „Harburger Blutmontag“ zur Fällung von Naturdenkmalen

Die Bilder verändern sich. Stück für Stück weniger Wald. Hier auf der Silbacher Seite des Hillekopfs. (foto: zoom)

Neues zum „Harburger Blutmontag“ 1920: Im Heimfelder Kiez gescheitert … harbuch

»Wild, Wald und Pferde«: Das »Ostpreußische Landesmuseum« in Lüneburg gibt sich geläutert, die revanchistischen Wurzeln seien gekappt. Doch das Museum ist weiter fest in der Hand der »Vertriebenen« – und in einem Förderverein haben Rechte das Sagen … derrechterand

Etablierte Medien als Feindbild: Der Verfassungsschutzbericht für 2021 aus Berlin widmet sich erstmals ausführlich dem Umstand, dass etablierte Medien für Delegitimierer und Feinde des demokratischen Systems immer mehr zur Angriffsfläche werden. Dies geschieht inzwischen auch durch körperliche Gewalt etwa auf Demonstrationen und durch das Schüren von Hass und Misstrauen mit dem Begriff „Lügenpresse“. … endstationrechts

NRW-SPD: Wie konnte das nur passieren? Nur mickrige 26,7 Prozent erreichte die NRW-SPD am Sonntag. Es war das schlechteste Ergebnis, das sie jemals bei einer NRW-Wahl erzielte. Wie um alles in der Welt konnte das nur passieren? Die Partei hatte doch die besten Voraussetzungen, die jüngste Landtagswahl zu gewinnen … postvonhorn

Die sozialen Medien sind real: Filmreife Tötungsfantasie … gedankensplitter

Jahrzehntelanger Einsatz gegen soziale Ungleichheit: Der Nachlass von Fasia Jansen liegt jetzt im Archiv des Fritz-Hüser-Instituts in Dortmund … nordstadtblogger

Höhepunkt zur Halbzeit: Angela Winkler und Joachim Meyerhoff begeistern das Publikum der Ruhrfestspiele … revierpassagen

Städtebündnis: „NRW muss dieses Jahr die Altschuldenfrage lösen“ … doppelwacholder

Fällung von Naturdenkmalen nur noch nach Gutachten: Wir hatten hier schon mehrfach darüber berichtet, dass eine etwa 200 Jahre alte prächtige Eiche, die auf der Liste der Naturdenkmale stand, im März 2022 gefällt wurde … sbl

Vortragsreihe „Brennpunkt Heimat“: Heimatbund Brilon zu Gast im Sauerland-Museum

In unserem Briefkasten

Unter dem Motto „Brennpunkt Heimat“ lädt das Sauerland-Museum in diesem Jahr die verschiedenen Heimatvereine aus dem Hochsauerlandkreis ein, ihre Arbeit in einer Vortragsreihe vorzustellen.

Den Anfang macht der Briloner Heimatbund – Semper Idem e.V. gemeinsam mit dem Museum Haus Hövener.

In ihrem Vortrag stellen Winfried Dickel vom Heimatbund Brilon und Carsten Schlömer (Museum Haus Hövener) das Projekt „Geschichtserlebnispark Brilon und die 16 Dörfer“ vor und zeichnen exemplarisch Fördermöglichkeiten solcher Projekte auf.

Das aus dem Projekt entstandene Portal ist digital und analog wie ein aufgeschlagenes Buch zur Geschichte, Geologie, Geografie und vielem mehr zu erfahren. Analog geschieht die Vermittlung durch diverse Stadtführungen, Radtouren, Themenführungen, Dorfrundgänge und durch über 250 Informationsschilder an geschichtsträchtigen Gebäuden der Stadt und der Dörfer sowie an besonderen Stellen in der Natur.

Digital sind die Forschungsergebnisse in einem interaktiven Stadtmodell und einer App zu den Dörfern abrufbar. Der Vortrag findet am Dienstag, den 31. Mai 2022, um 18 Uhr, im Blauen Haus des Sauerland-Museums statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen und Anmeldungen telefonisch unter 02931/94-4444, per E-Mail an sauerlandmuseum@hochsauerlandkreis.de oder auf der Homepage www.sauerland-museum.de

Tägliche Corona-Berichterstattung des Hochsauerlandkreises läuft zum Monatsende aus – Daten weiterhin abrufbar

Quelle: CDC https://phil.cdc.gov/Details.aspx?pid=23312 (Bild: Alissa Eckert, MSMI, Dan Higgins, MAMS)

Die Corona-Pandemie begleitet seit über zwei Jahren unseren Alltag. Seither hat die Pressestelle des Hochsauerlandkreises zunächst täglich und dann werktäglich über die aktuellen Fallzahlen und Entwicklungen per Presse-Info und auf Facebook berichtet. Dieser Service läuft zum Monatsende aus.

(Pressemitteilung HSK)

Damit schließt sich der Hochsauerlandkreis dem Vorgehen anderer Kommunen und Kreise an. So beenden auch der Märkische Kreis und der Kreis Soest zum 1. Juni die Corona-Berichterstattung, die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein haben bereits zum 1. Mai aufgehört.

Hintergrund für den Verzicht auf eine eigene Berichterstattung durch den Kreis ist, dass das Infektionsgeschehen weitestgehend keine Auswirkungen mehr auf das öffentliche Leben hat. Zudem sind weder von den täglichen Fallzahlen noch von der 7-Tages-Inzidenz Maßnahmen abhängig. Darüber hinaus geht die Zahl der Tests weiter zurück, so dass die Datenbasis für die Berichterstattung immer unsicherer wird. Damit ist aus Sicht des Kreises durch die Veröffentlichung kein Mehrwert mehr für die Menschen im Hochsauerlandkreis gegeben.

Wer sich trotzdem gerne weiter über die tägliche Entwicklung auf dem Laufenden halten will, kann dies über das Dashboard des Kreises oder die Website des Landeszentrums Gesundheit NRW tun:

https://gis.hochsauerlandkreis.de/u/covid19

https://www.lzg.nrw.de/inf_schutz/corona_meldelage/index.html

Dort werden auch künftig für den Hochsauerlandkreis u.a. die täglich gemeldeten laborbestätigen Fälle, die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der aktuell Infizierten und Genesenen, der Verstorbenen sowie Verlaufskurven und separate Diagramme zu den Werten verschiedener Altersgruppen dargestellt.

Sollte sich durch neue Entwicklungen, wie z.B. das Auftauchen einer neuen Variante, die Relevanz einer lokalen Berichterstattung wieder erhöhen, kann die Kreisverwaltung die tägliche Berichterstattung jederzeit wieder aufnehmen.

Radfahrer:innen absteigen… fotografieren und ein wenig plaudern.

Der Storch im Schilf oder doch ein Reiher? (foto: zoom)

Ich lege mich erst einmal auf Storch fest. In den ganzen pandemischen Jahren hatte ich es nicht geschafft, am Stausee in Olsberg vorbeizuschauen um dieses Wandgraffito zu fotografieren.

Jetzt ist es erledigt. Das Bild ist ganz hübsch und hat auch noch eine andere Seite. Die ist dann weiter unten zu finden.

Die Pandemie hat vielleicht mehr verändert als vielen von uns bewusst ist. Immer weniger höre ich den Slogan „Wir wollen unser altes Leben zurück!“, vielleicht weil uns dämmert, dass wir es, ob im Guten oder Bösen, nicht mehr wiederbekommen werden.

Zum Guten zähle ich die neue Aufmerksamkeit für die kleinen und großen Dinge des Lebens. Ich habe das Hochsauerland regelrecht abgescannt und aufgesaugt. Die Langeweile war gar nicht so eintönig wie befürchtet. Ein bisschen a la Pippi Langstrumpf als Sachensucher:in durch die Welt ziehen, wobei man den Begriff Sachen nicht so eng sehen sollte. Klar dürfen es auch Steine oder Kastanien sein, aber ich meine eher Orte, Wege, Menschen und schon habe ich Pippi Langstrumpf hinter mir gelassen.

Was gab es ohne Ansteckungsgefahr zu entdecken? Vogelstimmen, Blütenpflanzen, neue Rezepte, Bücher, Berge, Spazier- und Radwege, Mathematik und Statistik, Parks und noch mehr Parks, Graffiti und Architektur, Städte und nicht zuletzt die Menschen, mit denen man sich trifft – draußen, beim Spazieren gehen, an der frischen Luft – und die Gedanken werden frei.

Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass es ein Leben ohne Restaurant- und Kneipenbesuche geben könnte.

Vieles ist möglich und manches muss auch nicht.

Das Böse lünckert um die Ecke oder ist schon da. Klimakatastrophe, Krieg und Viren. Alte und neue Armut. Dummheit, Gier und Empathielosigkeit. Rassismus und Klassismus.

Es wird nicht einfacher für unsere Kinder. Wir haben es nicht geschafft.

Wird ihn der Storch erwischen?

Vielleicht können wir noch ein wenig helfen? Auf die alten Tage wieder politisch aktiver werden? Zwei FFF-Demos stehen inzwischen auf der Haben-Seite. Reicht das am Ende des Tages? Was tun?

Neue Dürre-Benchmark für Europa

Das Dürreereignis zwischen 2018 und 2020 war das heftigste seit mehr als 250 Jahren

Charakterisierung großer Dürreereignisse in den letzten 250 Jahren in Europa. (a) Mittlere Fläche und Dauer von Dürren im Zeitraum 1766 bis 2020 auf Basis von Modellsimulationen. Die Größe der Kreise entspricht der Gesamtintensität der Dürren. (b) Zeitliche Entwicklung der Intensität der Dürren. Das Ereignis 2018-2020 weist im Vergleich zu allen anderen Ereignissen über die gesamte Zeit die größte Dürreintensität auf. (c-e) Die Karten zeigen die Verteilung der durchschnittlichen Dürredauer in Monaten während drei großer Dürreereignisse. Die Diagramme in den Karten zeigen, wie groß die räumliche Ausprägung im Verlauf der jeweiligen Dürreperiode war.
Foto: UFZ

Es waren Tage, Monate und Jahre, die vielen im Gedächtnis blieben: die Dürreperiode zwischen 2018 und 2020. Einem von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) angeführten internationalen Forscherteam ist es nun gelungen, die Dimension dieses Ereignisses historisch einzuordnen. Demnach hat sich seit Mitte des 18. Jahrhunderts keine Dürre so großflächig über Europa ausgebreitet und fiel kein Temperaturanstieg während einer Dürreperiode so groß aus. Das macht die Jahre 2018 bis 2020 zum neuen Vergleichsmaßstab für Dürren. Weil diese in Zukunft häufiger auftreten könnten, empfehlen die Wissenschaftler dringend, geeignete, regional angepasste Maßnahmen gegen die Wasserknappheit zu entwickeln und umzusetzen.

(Pressemitteilung Helmholtz Zentrum für Umweltforschung)

Verdorrte Wiesen und Äcker, ausgetrocknete Bäche, abgestorbene Wälder, zurückgefahrene Kraftwerke – die Dürrejahre 2018, 2019 und 2020 waren außergewöhnlich und hatten substanzielle Auswirkungen auf Natur und Wirtschaft. Doch wie sie in ihrer historischen Dimension einzuordnen sind, war bislang unklar. Nun steht fest: „Die Dürreperiode 2018 bis 2020 ist die neue Benchmark für Dürren in Europa“, sagt Dr. Oldrich Rakovec, UFZ-Modellierer und Hauptautor des in der Zeitschrift Earth’s Future der American Geophysical Union veröffentlichten Papers. Belegen können das die Wissenschaftler anhand einer Vielzahl von Fakten, die sie durch die Rekonstruktion historischer Dürren bis ins Jahr 1766 erhielten und deren Ausmaße sie mit der Dürre 2018 bis 2020 verglichen. 

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Rot-Grün-Gelb: Der Kanzler zaudert, die Grünen tun, was sie können, und die FDP bremst.

Unterfinanziert, aufs Abstellgleis geschoben, kaputtgespart: Die umwelt- und
klimafreundliche Eisenbahn – von der Politik im Stich gelassen! (fotos: knoppik)

Nach etwas mehr als 5 Monaten Regierungszeit gibt die Koalition kein einheitliches Bild ab. Die Stärke des sozialdemokratischen Bundeskanzlers liegt in seiner Führungsschwäche. Er agiert zögerlich und unentschlossen, hat laut „Bild-Zeitung“ den Fuß halb auf der Bremse, halb auf dem Gaspedal. Olaf Scholz vertraut darauf, daß seine ruhige hanseatische Art von der Bevölkerung positiv aufgenommen und mit guter Politik gleichgesetzt wird. Darin ist er seiner Vorgängerin Angela Merkel sehr ähnlich.


Die Wirklichkeit sieht aber so aus, daß jeder in der Koalition versucht, seine eigenen Vorstellungen durchzusetzen. Für den Kanzler wird es deshalb immer schwerer, seine Regierung zusammenzuhalten. Ich sehe weder eine gemeinsame Linie, noch eine ressortübergreifende Strategie, welche auf die großen Zukunftsthemen, sprich die soziale Frage und die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen als übergeordnetes Ziel ausgerichtet wäre.

Der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP entspricht nicht den Anforderungen an eine ökologisch-soziale Politikwende. Die Ökopartei mit Robert Habeck, A. Baerbock, Cem Özdemir und Steffi Lemke haben durch ihre Nachgiebigkeit gegenüber den Wünschen der FDP den Grundstein dafür gelegt, daß der seit langem überfällige Kurswechsel wieder nicht stattfindet. Bündnis 90/Die Grünen beharren im Gegensatz zu damaliger Zeit längst nicht mehr auf ihren Forderungen; sie stellen keine Bedingungen für eine Regierungsbeteiligung.

Heutzutage ist es leider gängige Praxis, daß nahezu alle Parteien miteinander koalieren, egal ob das inhaltlich zusammenpasst oder nicht. Die gewaltigen Herausforderungen Klima-, Umwelt- und Naturschutz, Soziales und Friedenssicherung können jedoch nur dann erfolgreich gemeistert werden, wenn dieses sehr ehrgeizige Zukunftsprojekt von allen drei Parteien getragen wird. Das ist eindeutig nicht der Fall. Das Grundproblem ist: SPD und Grüne haben sich in der FDP den falschen Partner ausgesucht. Das gilt besonders für die Ökopartei. Man sollte eigentlich wissen, daß anders als die LINKEN die FDP für eine ökologisch-soziale Wende nicht gewonnen werden kann. Die FDP ist ihrem Ruf als politischer Arm der Lobbyisten bisher stets treu geblieben. Nach wie vor besteht eine große Nähe zu Reichen und besser Verdienenden, also den Privilegierten in unserer Gesellschaft, denen sie sich traditionell eng verbunden fühlt. Gleiches trifft natürlich auch auf die CDU/CSU zu.

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Granate. Rebekka Schulte. Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 21. Mai, um 19 Uhr in Der Bogen Neheim.

Fast ein Symbolbild zum Veranstaltungsort: Rebecca Schulte unter einem Bogen. (Pressefoto)

Granate.
Rebekka Schulte
21. Mai bis 18. Juni
donnerstags von 17.00 bis 20.00 Uhr
samstags von 14.00 bis 18.00 Uhr
in Der Bogen
Eröffnung Samstag 21. Mai 19.00 Uhr
Es spricht Lisa Schorr, Mainz

(Pressemitteilung)

Die Künstlerin Rebekka Schulte und Der Bogen in Neheim
Pit Schrage vom Bogen in Neheim war es, der auf die Künstlerin Rebekka Schulte aufmerksam wurde, als er sich mit der Galerie r8m befasste, die von Robert Scholz in Köln geführt wird und Schulte vertritt. 2004 waren Schrage und Scholz sich im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellung „Artischocke“ im Museum Wilhelm-Morgner in Soest begegnet.

Schrage ist von Schultes Arbeiten fasziniert. „Fantastisch. Spontan. Überhaupt nicht beliebig.“ So beschreibt er seine Reaktion auf ihre Werke und beschloss, sie für eine Ausstellung in die Werkstattgalerie der Künstlervereinigung einzuladen,
auch weil er Parallelen zur eigenen Arbeitsweise entdeckt und sieht. Sie sagte zu. Schulte zeigt in der Ausstellung Granate. aktuelle Arbeiten. In der kommenden Woche wird sie vor Ort, in der Werkstattgalerie, arbeiten und die letzten Werke für den Raum erarbeiten.

Ausgelöst durch eine scheinbar banale Handlung nimmt das Tun Fahrt auf…

Granate.
Ausgelöst durch eine scheinbar banale Handlung nimmt das Tun Fahrt auf underreicht eine Weite, mit der sie selbst nicht gerechnet hatte, doch wohl ahnte. Anfang März aß Schulte an ihrem Tisch in ihrem Atelier sitzend einen Granatapfel und vertiefte sich in die Farbigkeit. Ließ sich treiben und intensiv antreiben, folgte den zeichnerischen und malerischen Impulsen und den Kräften, die dieser
Moment mit sich brachte. Bis zu vier Meter breite Zeichnungen entstanden. In ihrer abstrakten, gestischen Arbeitsweise werden Aspekte wie Körperlichkeit, Zeit und die Reflektion aktueller Geschehnisse sichtbar.

In ihrem unmittelbaren Tun taten sich Untergründe auf, lebendig tief. Begründungen fanden statt. Der Granatapfel steht kulturgeschichtlich als Symbol für das Leben und die Fruchtbarkeit, aber auch für Macht, Blut und Tod. Granate. In der Werkstattgalerie zeigt Schulte aktuelle Arbeiten.

Hoffentlich habe ich hier den Granatapfel nicht mit der Granate verwechselt.

Granatapfel. Grenadine. Granada. Granate. New hot shit in berry. 2022

Die KünstlerInnengruppe Der Bogen, der schon seit 1980 besteht, schreibt es sich auf die Fahne individuelle, eigene Künstlerpositionen zu stärken, zu fördern und zu zeigen und der Region sichtbar zu machen. Die Ausstellungen inmitten der umliegenden Künstlerateliers befruchten und inspirieren zum Austausch und regen an.

Die Künstlergruppe Der Bogen
Der Bogen ist eine in Arnsberg-Neheim ansässige Künstlergruppe, welche die
Zusammenarbeit von Künstlern und Laien fördert.

Neben dem Kunstsommer Arnsberg und der Literarischen Gesellschaft Arnsberg handelt es sich um eine Institution für Kultur im nördlichen Sauerland.

Die Gruppe besteht seit der Gründung 1980 in wechselnder Besetzung. Ziel war es, Künstlern Arbeitsräume und eine gemeinsame Basis zu geben.

Im alten Fabrikgebäude von Kaiser-Leuchten haben sieben Künstler ihre Ateliers. Außerdem wird eine 360 m² große Werkstattgalerie sowie ein kleines Theater betrieben. Zusätzlich wird ein Gastatelier vergeben.

Veranstaltungen wie Ausstellungen, Tanztheater, Theater, Soirees und
Dichterlesungen bilden den Rahmen für den Kontakt zu interessierten Bürgern – regelmäßige Beteiligung am Arnsberger Kunstsommer.

Künstler, Schauspieler und Literaten wie Andrascz Weigoni, Kwang Sung Park, Werner Cee, Joachim Paul, Stephan Kampwirth, Karoline Eichhorn, Paul Faßnacht
und Bjarne Mädel hatten dort Ausstellungen, spielten Theater oder hielten Vorträge.