Umleitung: Nobelpreis Physik, Kritik an Pelletheizungen, intellektuelle Rechtsextremisten, Mord am Hellweg und mehr…

Historische Gedenktafel am Ortseingang von Rheinsberg/BB (foto: zoom)

Nobelpreis für Physik 2022: Beantwortung einer Frage aus der ganz frühen Quantenphysik … scilogs

Kritik an Pelletheizungen: „Nichts verbrennt dreckiger und klimaschädlicher als Holz“ … ntv

Intellektuelle Rechtsextremisten streben „Kulturrevolution von rechts“ an: Die Neue Rechte eint die Auffassung von einem „geistigen Kampf“, der einen „angestrebten politischen Umsturz ideologisch vorausdenken und vorbereiten“ und autoritär-nationalistische Vorstellungen in reale Politik umsetzen soll … endstationrechts

Kaminer, Mikich, Subotic· und Co. in Dortmund: Vorverkauf für das LesArt.Festival ist gestartet … nordstadtblogger

Aktuell ist ein „neues“ Social-Media-Angebot in aller Munde: Eine Kritik an VERO, die ein ganz anderes Problem aufdeckt … unkreativ

Impressionismus und Fotografie: zwei Wege in die Moderne … revierpassagen

Mord am Hellweg: Politische Krimi-Nacht am Sonntag in Hagen … doppelwacholder

Es gibt sie wieder – die offene Live-Session in der Mescheder TRÖTE

Offenes Mikro in der Tröte. (foto: wkm)

Unter dem Titel “Newcomer Forum Kultur” startet der WERKKREIS KULTUR MESCHEDE zur Belebung der Mescheder Kulturszene eine neue Veranstaltungsreihe.

(Pressemitteilung Werkkreis Kultur Meschede)

An jedem dritten Donnerstag im Monat wird es verschiedene öffentliche Veranstaltungen geben. Jedes Event wird zu Beginn einen “Supporter” haben, also einen Künstler, eine Band oder Gruppe, um den Gig zu eröffnen und durch das Programm zu führen.

Startschuss ist  bei freiem Eintritt am Donnerstag, 20.10.22 ab 20 Uhr im Kellerlokal Tröte am Winziger Platz 3.

Dann können wieder Musiker & Bands auftreten und sich präsentieren. Es soll aber auch eine Plattform für Musiker entstehen, um sich untereinander auszutauschen, zusammen zu spielen und frei miteinander zu “jammen”. Eine PA und ein Drumset sind vorhanden. Bands/Musiker brauchen nur noch ihre eigenen Instrumente mitbringen. Supported wird das erste Event durch die Mescheder Band “INCEST / Jake & The Jukeboxguys”, sowie “Buenos NoJazz“.

Könnte „Immer weiter“ ein Lebensmotto sein?

An der Straße des Friedens in Röbel/Müritz (foto: zoom)

Reise-Steno: Neubrandenburg, Waren/Müritz, Röbel/Müritz, Rheinsberg. Nur ein paar Bilder, und dann ist es schon wieder Zeit, den Computer herunterzufahren.

Die Windmühle in Röbel hatten wir heute gar nicht auf dem Plan, doch dann wurde die Besichtigung unverhofft zum kleinen Highlight des Tages.

Die restaurierte Windmühle in Röbel – heute ein kleines, aber feines Museum (foto: zoom)

Ein engagierter Mitarbeiter des örtlichen Natur- und Heimatvereins hat uns über die Geschichte der Mühle erzählt.

Die Windmühle auf dem ehemaligen Burgberg wurde als Galerieholländermühle zwischen 1802 und 1825 erbaut und 2006 aufwändig restauriert. Sie hatte seit 1479 mehrere Bockwindmühlen als Vorgänger und war zuletzt zwischen 1929 und 1990 als Jugendherberge genutzt worden. Danach stand sie lange leer. Die Stadtvertretung ließ sie 2005/2006 umfassend sanieren. Ein Verkauf zur Nutzung im Gastronomie- bzw. Beherbergungsbereich konnte nicht realisiert werden.

Der Bund für Natur und Heimat „Müritz-Elde“ e.V. setzte sich für eine öffentliche Nutzung ein und pachtete die Mühle 2008. Seitdem wird sie von Mai bis Oktober für Ausstellungen genutzt, in denen Hobbykünstler aus Röbel und Umgebung ihre Fotografien oder Malereien zeigen.

Aktuell interessant die Ausstellung „Vor 100 Jahren“: Im Erdgeschoss ist Mecklenburg in schwarzweiß zu sehen. Die ausdrucksstarken Photographien Karl Eschenburgs entstanden mit seiner 9 x 12-cm-Plattenkamera. Gestochen scharfe Bilder in einer unglaublichen Auflösung.

Auch ein Blick aus den zahlreichen Fenstern lohnte sich.

Blick auf Röbel durch eines der vielen Mühlenfenster (foto: zoom)

Röbel werde ich auf jeden Fall, nicht nur wegen der Mühle, auf dem Reisewiedervorlagezettel vermerken.

Leider hatten wir nicht viel Zeit – eine der Todsünden des Reisens – , denn wir waren auf dem Weg nach Rheinsberg, ja genau dem Rheinsberg von dem Kurt Tucholsky in seinem Bilderbuch für Verliebte erzählt.

Kurz vor Sonnenuntergang haben wir unser Tagesziel erreicht: Schloss Rheinsberg.

Die Seele baumeln lassen. Schloss Rheinsberg im Abendlicht (foto: zoom)

Die anderen 90 % des Tages, zumindest einen Teil davon, muss ich später erzählen. Reisen macht müde. Gute Nacht!

Bye, bye Wohnbrikett und See

Blick über den Tollensesee (foto:zoom)

Das war’s mit Neubrandenburg und dem Tollensesee. Viele Gegensätze und Widersprüche, aber wo gibt es das nicht?

Wenn ich irgendwelche Orte in Deutschland, Europa und der Welt besuche, stelle ich mir relativ schnell die Frage: Möchtest du hier wohnen? Eine Art Hilfsfrage oder Krücke, um meine Eindrücke zu sortieren.

Die Antworten dauern oft, so auch heute, sehr lange.

Erst mal weg.

Der 3. Oktober: Prost aus Neubrandenburg

Fein dosiertes Feiertagsbier (foto: zoom)

Zum Tag der deutschen Einheit habe ich mir ein Lübzer Pils ohne Umdrehungen in der alten DDR gegönnt. Ok, es sind die neuen Bundesländer. Aber aus welchem Grund sollte man den Osten Deutschlands nach mehr als drei Jahrzehnten immer noch „neu“ nennen?

Höhepunkt des heutigen Tages war im wahrsten Sinne des Wortes die Aussichtsplattform des Hauses der Kultur und Bildung (HKB). Aus einer Höhe von mehr als 50 Metern kann man seinen Blick über Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern schweifen lassen.

Das HKB von unten betrachtet. (foto: zoom)

Ein Aufzug bringt die Besucher*innen zur gut gesicherten Terrasse auf der 15. Etage des „Kulturfingers“.

Blickrichtung Tollensesee (foto: zoom)

Ähnlich wie gestern bin ich auch heute voller Eindrücke, die ich allerdings mangels Zeit nicht weiter schildern kann. Vielleicht noch ein Bild vom Spaziergang entlang der alten Stadtmauer um die Kernstadt …

Alte Stadtmauer mit Wieckhäusern (foto: zoom)

… und das Bild einer Siedlung außerhalb der Stadtmauern.

Hier stand früher eine Plattenbausiedlung. (foto: zoom)

Gute Nacht!

Pausenbild vom Tollensesee

Der Anleger Alt-Rehse am Tollensesee (foto: zoom)

Vom Hochsauerlandkreis nach Mecklenburg-Vorpommern ist es kein Katzensprung, aber am Sonntag vor dem 3. Oktober sind die Autobahnen leer. Einzig um Berlin wurde der Verkehr etwas nervöser und es gab hier und da einen Crash und in der Folge einen kleinen Stau.

Trotz der langen Fahrt haben wir um den Tollensesee herum ein paar interessante Orte entdeckt. Ein kleiner Bericht soll in den nächsten Tagen folgen. Soviel sei schon verraten: bei Alt-Rehse geht es um ein Dorf mit düsterer Geschichte, in dem die deutsche Ärzteschaft auf die Massenmorde durch die sogenannte Euthanasie vorbereitet und geschult wurde und dessen verstörende Architektur sich bis in die Gegenwart vererbt hat.

Für heute Abend muss der Sonnenuntergang über dem Tollensesee reichen.

Sonnenuntergang über dem Tollensesee (foto: zoom)

Das Abitur am Berufskolleg – ein möglicher Weg zum Ziel

Neugierde und Spaß an Problemen sind auch im Berufskolleg von Vorteil: Schüler*innen bei Messversuchen. (Foto: BK am Eichholz)

Am Montag, 24. Oktober, laden die fünf Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs im HSK um 18 Uhr zu einem Infoabend in das Berufskolleg am Eichholz ein. Zwei weitere Termine finden an den folgenden Tagen Dienstag und Mittwoch in den Berufskollegs Brilon und Meschede statt.

(Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)

Für viele Jugendliche mit einem Mittlerem Schulabschluss mit Qualifikationsvermerk stellt sich die Frage, ob sie eine Ausbildung beginnen oder doch weiter zur Schule gehen. Sollte der Wunsch bestehen, das Abitur zu erwerben, denken immer noch wenige an das Berufliche Gymnasium. Doch auch das Berufskolleg bietet Deutschlands höchsten Bildungsabschluss erfolgreich an. Im Jahr 2020 haben in NRW 32,8% des Abiturjahrgangs den Abschluss am Berufskolleg erworben.

Circa 500 Schülerinnen und Schüler haben den Neuanfang gesucht und besuchen derzeit das Berufliche Gymnasium an einem der fünf Berufskollegs im HSK. Das Interesse am Abitur mit beruflichen Kenntnissen steigt stetig.

Fakt ist: An einem Beruflichen Gymnasium starten alle neu und die Lehrkräfte sind darauf eingestellt, den Lernenden den Einstieg in die Oberstufe mit ihren gymnasialen Anforderungen zu erleichtern. Dass die Lehrkräfte völlig unvoreingenommen ihren neuen Schülerinnen und Schülern begegnen können, wird oftmals als ein großer Vorteil empfunden. So auch von Chris, der sich auf einen Neuanfang mit vielen verschiedenen Schülerinnen und Schülern aus den verschiedenen Schulen im Umkreis gefreut hat. „Mir gefällt die Vielfalt an Schülern, die ich hier stärker als am Gymnasium wahrnehme“, ergänzt Konstantin, ein Schüler des BKaE. Der Schulwechsel und die damit verbundene „andere“ Lernatmosphäre, der Unterricht im Klassenverband und ein stärkerer Bezug zur Arbeitswelt werden stets als positiv empfunden.

Jedes der fünf Berufskollegs hat ein bis drei berufliche Schwerpunkte im Angebot. Diese liegen in den Bereichen Maschinenbautechnik, Erziehungswissenschaften, Sport, Ernährung, Gesundheit, Ingenieurwissenschaften oder Wirtschaft und Verwaltung. In dieser Auswahl steckt ein großer Vorteil für die künftigen Abiturientinnen und Abiturienten: Sie können sich ganz nach ihrem persönlichen Interesse für einen der Schwerpunkte entscheiden. Daraus resultiert eine höhere Lernbereitschaft und die Lernenden treffen in ihrer neuen Klasse auf Mitschülerinnen und Mitschüler mit gleichen Interessen. Das verbindet.

Leichter ist das Abitur am Berufskolleg aber nicht. Auch hier warten am Ende die Abschlussprüfungen des Zentralabiturs auf die Absolventinnen und Absolventen. Im Beruflichen Gymnasium werden fachwissenschaftliche Kenntnisse vermittelt und die verschiedenen Kompetenzen gefördert, die für das Erlangen der Allgemeinen Hochschulreife Voraussetzung sind. Darüber hinaus ist es für das Berufliche Gymnasium ein typisches Anliegen immer auch echte Bezüge zur Arbeitswelt herzustellen und sehr realitätsbezogen zu unterrichten. Denn neben der Allgemeinen Hochschulreife erwerben die Lernenden bereits elementare berufliche Kenntnisse im gewählten Schwerpunkt.

Die Schülerinnen und Schüler können in den drei Jahren bis zum Erwerb ihres Abiturs ausführlich prüfen, ob sie die schulisch eingeschlagene Richtung beruflich – in einer Ausbildung oder in einem Studium – weiter verfolgen wollen oder nicht. Wenn die Jugendlichen in der Fachrichtung bleiben möchten, weil sich der Berufswunsch in der Zeit bis zum Abitur weiter konkretisiert hat, kann schon begründeter die genaue Studienausrichtung gewählt werden. Auch Ausbildungsbetriebe wissen die mit dem Abitur gleichzeitig erworbenen beruflichen Kenntnisse ihrer Auszubildenden zu schätzen. Dank der beruflichen Vorkenntnisse aus der Schule werden Ausbildung oder Studium deutlich leichter fallen.

An drei Informationsveranstaltungen können sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 10, oder auch der Klasse 9 am Gymnasium, und ihre Eltern über die Angebote der Beruflichen Gymnasien des HSK genauer informieren:

  • Montag, 24.10.2022, Ort: Berufskolleg am Eichholz, Féauxweg 24, 59821 Arnsberg
  • Dienstag, 25.10.22, Ort: Berufskolleg Brilon, Zur Jakobuslinde 30, 59929 Brilon
  • Mittwoch, 26.10.22, Ort: Berufskolleg Meschede, Dünnefeldweg 5, 59872 Meschede

Veranstaltungsbeginn ist jeweils um 18:00 Uhr.

Neben allgemeinen Informationen werden an allen drei Abenden die Schwerpunkte

  • Technik (Maschinenbautechnik) (BK Berliner Platz),
  • Wirtschaft und Verwaltung (BK Berliner Platz, BK Brilon)
  • Gesundheit (BK am Eichholz),
  • Erziehungswissenschaften (BK am Eichholz),
  • Ingenieurwissenschaften (BK Meschede)
  • Freizeitsportleiter/in (BK Olsberg)
  • Erzieher/in (BK Olsberg)
  • Ernährung (BK Olsberg)

vorgestellt. Eine persönliche Beratung ist ebenfalls möglich.

Radfahren im Hochsauerland: Höhen und Tiefen. Bislang schlechte Beteiligung beim Fahrradklima-Test des ADFC.

Auf der Höhe zwischen Altastenberg und Großem Bildchen. Klein im Hintergrund Siedlinghausen. (foto: zoom)

Heute war noch einmal wunderbares Fahrradwetter. Raus mit dem Rad – hier im Hochsauerland ist es meist das E-Bike – und auf zur Abschlussfahrt zum Fledermaustunnel bei Bromskirchen, dem ersten hessischen Ort hinter der Grenze zu Hallenberg (NRW).

Da ich der Einfachheit halber hin und zurück den gleichen Weg genommen habe, in Stichworten den Hinweg: Siedlinghausen, Großes Bildchen, Altastenberg, Winterberg, Züschen, Hallenberg, Fledermaustunnel. 2 x 35 km = 70 km.

Bis Winterberg geht es über die Straße, danach über den Bahntrassenweg bis Hallenberg und den Radweg von Hallenberg bis zum Fledermaustunnel. Der Bahntrassenradweg ist die Sahnestrecke.

Schönes Wetter, schöne Strecke – es hat Spaß gemacht.

Vom 10. August bis zum 30. August hatte ich mich zusammen mit 154 Radler*innen an der Aktion Stadtradeln – Winterberg beteiligt. Wir 155 Radelnde haben in den drei Wochen in 19 Teams insgesamt 31.654 km auf dem Rad zurückgelegt. Ich selbst habe auf 30 Radtouren insgesamt 1094 km beigesteuert und alle meine Lieblingsstrecken rund um Siedlinghausen befahren. Mein persönliches Ziel war es, sämtliche Höhen und Tiefen auf diesen Strecken auszuloten, wobei sich die beiden Qualitäten sowohl auf die Geographie als auch auf das Fahrvergnügen beziehen.

Beispiel: Geographische Höhen wären der Kahle Asten oder die Windräder bei Einhaus, zu den schönsten Strecken zähle ich den oben genannten Bahntrassenweg, den Ederradweg, den Möhneradweg sowie die Bahntrassen des Sauerlandradrings. Geographische Tiefen findet man in den Flusstälern und an den Stauseeen, die Tiefen des Fahrvergnügens liegen direkt unter den Reifen. Es sind Straßen, die sich durch Schlaglöcher, Spalten, Aufrisse in einem Zustand befinden, die ich früher in Deutschland nicht für möglich gehalten hätte. Hierzu gehören die Landstraßen zwischen Siedlinghausen und Großem Bildchen, sowie die Straße zwischen Mollseifen und Züschen. Hier wächst sogar schon Gras in den Asphaltaufbrüchen. Was ich weiterhin nicht mag, sind die grob geschotterten Forst- und Wirtschaftswege, die als Radtourenwege ausgezeichnet sind. Hierzu gehört die Verbindung zwischen Siedlinghausen und Winterberg parallel zur L 740 und der Teil des Ruhrtalradwegs zwiab B 480 bis Anfang Niedersfeld und dann wieder Ende Niedersfeld bis Haus Wildenstein (Überquerung B 480).

Für das Alltagsradeln gibt es nur wenige, eigentlich keine vernünftigen Radwege. Die Straße nach Olsberg hat weder Radweg noch einen abgeteilten Radstreifen. Kürzlich ist bei Brilon auf der B 251 ein 26-jähriger Radfahrer von einem LKW getötet worden. Nun – der LKW hat das nicht alleine gemacht. Er wurde von einem Fahrer oder Fahrerin gesteuert. Diese Radfahrerschutzstreifen können sehr leicht zu Unfall- bzw. Todesstreifen werden. Sie sind oft schmal und die Autofahrer*innen halten oft nicht mehr genügend Abstand. Zwischen Siedlinghausen und Winterberg gibt es wenigstens den geschotterten, aber unangenehm zu befahrenden, Wirtschaftsweg, der darüber hinaus viele Schlaglöcher aufweist.

Am 30. August hatte ich eine Pressemitteilung des Hochsauerlandkreises über den ADFC-Fahrradklima-Test 2022 im Blog veröffentlicht. Vom 1. September bis 30. November 2022 könnten Radfahrerinnen und Radfahrer erneut das Fahrradklima vor ihrer Haustür bewerten. Dabei werde dieses Mal ein besonderer Fokus auf den ländlichen Raum gelegt, denn auch dort wünschten sich die Menschen die Möglichkeit, ihren Alltag mit dem Rad sicher und komfortabel zu gestalten.

Der Radverkehrsbeauftragte des Hochsauerlandkreises, Christoph Hester, rief die Bürger auf, zahlreich an der Abstimmung teilzunehmen.

Bis zum 29. September haben sich gerade einmal 7 Winterberger*innen an der Umfrage beteiligt. Ich denke, dass die Stadt Winterberg eine große Verantwortung für diese bislang miese Beteiligung hat, denn es wäre doch naheliegend, wenn die Stadt die Beteiligten am Stadtradeln mobilisierte, entweder durch einen Hinweis an alle in der Stadtradeln-APP oder durch direktes Anschreiben, sowie Pressemitteilung und Veröffentlichung in den stadteigenen Medien. Da ginge bestimmt mehr.

Ich kehre um und sehe das Licht am Ende des Fledermaustunnels. (foto: zoom)

Ich hoffe jedenfalls, dass der Ruf des Radverkehrsbeauftragten Hochsauerlandkreis bei den Bürgermeister*innen nicht ungehört verhallt.

Hier geht es übrigens auch ohne Aufforderung des Bürgermeisters zur Fahrradklima-Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs:
https://fahrradklima-test.adfc.de/teilnahme




Landgericht beginnt Vorverfahren gegen den Ex-Papst

Grafik-Tool: wortwolken.com

Essen, 26.09.2022. Das Landgericht Traunstein hat ein zivilrechtliches Vorverfahren in einem Missbrauchsfall der katholischen Kirche eingeleitet. Die Feststellungsklage vor einem Zivilgericht richtet sich auch gegen Papst Emeritus Benedikt XIV., dem eine Mitverantwortung vorgeworfen wird.

(Pressemitteilung von CORRECTIV)

Das Landgericht Traunstein beginnt das Vorverfahren für eine Feststellungsklage gegen den Papst Emeritus Benedikt XVI. sowie gegen das Erzbistum München und Freising, den Kardinal Friedrich Wetter und den ehemaligen Priester Peter H. zu. CORRECTIV, dem Bayerischen Rundfunk und der Zeit liegen Unterlagen vor, wonach der ehemalige Papst Benedikt XVI. eine „Notfrist“ von einem Monat hat, die anderen Beklagten von zwei Wochen haben, um „die Absicht der Vereidigung anzuzeigen“.

Im Juni hatte der Berliner Rechtsanwalt Andreas Schulz für ein Opfer des notorischen Missbrauchstäters Peter H. aus der oberbayerischen Gemeinde Engelsberg/Garching an der Alz die zivilrechtliche Feststellungsklage eingereicht, wie CORRECTIV, BR und Zeit exklusiv berichteten.

Der Anwalt will für seinen Mandanten erreichen, dass das Gericht den „Ersatz eines entstandenen Schadens” in einem Zivilprozess feststellt, der durch den Missbrauch verursacht wurde. Damit würde vor einem weltlichen Gericht über die Verantwortung innerhalb der Kirche entschieden, auch wenn Fälle des Missbrauchs schon verjährt sind.

Der ehemalige Priester H. hatte in den 1990er Jahren den Kläger sexuell missbraucht. Der Kläger war Messdiener bei dem Täter H., der die Tat in einem geheimen Kirchenurteil bereits eingestanden hatte. In dem Urteil wurde dem Ex-Papst zudem eine Pflichtverletzung vorgeworfen.

Erzbistum setzte verurteilten Täter als Priester ein

H., der ursprünglich aus dem Bistum Essen stammt, wurde bereits wegen Kindesmissbrauch 1980 von Essen nach München versetzt, durfte aber weiter in Gemeinden mit Kindern tätig sein. Zu der Zeit der Versetzung war Joseph Ratzinger Erzbischof von München und für die Versetzung in die bayerische Gemeinde mitverantwortlich.

Recherchen zeigten, dass H. auch in der bayerischen Gemeinde bis in die 1990er Jahre Jugendliche missbraucht hat. Da die bisher bekannten Taten strafrechtlich verjährt sind, geht es in diesem Zivilprozess nun um die Anerkennung des entstandenen Schadens und damit um die Mitverantwortung der Bischöfe. 

Ein Missbrauchsgutachten, das das Erzbistum München in Auftrag gegeben hatte, stellte im Januar für die damaligen Verantwortlichen des Erzbistums München und Freising sowie für den Kardinal Wetter „Beihilfe zum sexuellen Missbrauch“ fest. Ratzinger ließ damals über seine Anwälte mitteilen, dass er auch als Erzbischof von München und Freising nichts von der Vorgeschichte des Priester H. gewusst habe. 

Sollte die Frist versäumt werden, kann das Gericht auf Antrag des Klägers ein „Versäumnisurteil“ verhängen. Vor dem Landgericht besteht Anwaltspflicht, daher müssen sich die Beklagten von einem Anwalt vertreten lassen.


Über CORRECTIV
CORRECTIV wurde 2014 gegründet und ist das erste spendenfinanzierte Recherchezentrum in Deutschland. Als vielfach ausgezeichnetes Medium steht CORRECTIV für investigativen Journalismus. Die Redaktion bringt systematische Missstände ans Licht und will Veränderung anstoßen. Mit unabhängigen Recherchen und Faktenchecks schafft sie das informative Fundament für Debatten und Meinungsbildung und stärkt eine demokratische und offene Zivilgesellschaft.

Impfstellen in Schmallenberg und Brilon öffnen. Impfen von 18 bis 19 Uhr auch ohne Termin.

Die Koordinierende COVID-Impfeinheit macht den Bürgern und Bürgerinnen wieder ein umfassendes Impfangebot gegen COVID-19. Dazu wurden stationäre Impfstellen in Brilon und Schmallenberg eröffnet. Alle Impfstoffe sind inzwischen verfügbar. Der Hochsauerlandkreis möchte Bürgerinnen und Bürgern damit einen umfassenden Schutz ermöglichen.

(Pressemitteilung Hochsauerlandkreis)

In der nächsten Woche wird das Impfen entsprechend der aktuellen Erlasslage am Dienstag, 04. Oktober und am Mittwoch, 05. Oktober in Schmallenberg, Oststr. 3a, von 15-19 Uhr angeboten.

Die stationäre Impfstelle in Brilon, Steinweg 5,  öffnet am Donnerstag, 6. Oktober und am Freitag, 7. Oktober, von 15-19 Uhr.

Für die Hauptzeiten von 15-18 Uhr können online Termine über das Buchungsportal auf www.hochsauerlandkreis.de gebucht werden. In der Zeit von 18-19 Uhr ist das Impfen ohne Termin möglich.

Das Angebot richtet sich an alle Impfwilligen ab 5 Jahre. Es werden alle Impfungen gemäß STIKO-Empfehlung von der Erst- bis zur 2. Auffrischungsimpfung angeboten. Als Impfstoffe sind BionTech, Moderna, Novavax und Valneva vorrätig. Auch die auf die Omikron-Variante BA1 und BA4/BA5 angepassten Impfstoffe stehen gemäß STIKO-Empfehlung zur Verfügung.

Mitzubringen sind Personalausweis, Impfausweis und Gesundheitskarte bzw. die Impfmappe mit den Unterlagen der bisherigen Impfungen. Weitere Informationen und Impftermine finden Sie unter www.hochsauerlandkreis.de.

Außerdem steht die Hotline unter 0291/ 946500 für Fragen zur Verfügung.