Verlängerung der Autobahn A46 ab Nuttlar bis in den Norden von Brilon: „Erfreuliche Untätigkeit“

Überblick über die zahlreichen tangierten Naturschutz-, FFH-, Vogelschutz- und Wasserschutzgebiete (Grafik: siehe den Link im Text)

Untätigkeit von Behörden ist meist ein großes Ärgernis. Aber es gibt auch Ausnahmen. So ist es für die Planung der B7n, also die Verlängerung der Autobahn A46 ab Nuttlar bis in den Norden von Brilon. Hierfür hatte die Landesstraßenbauverwaltung nach einem langen Dialogprozess angekündigt, bis zum 31. März dem Bund eine konkrete Trassenführung vorzuschlagen. Diese sollte am 30.03.2022 öffentlich vorgestellt werden.

(Der Artikel ist in ähnlicher Form zuerst auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Doch zwei Tage vorher, am 28.03.2022, kam der Rückzug: Dann teilte die Straßenbaubehörde mit:

„Über zwei von vier Abschnitten der B7n müssen verschiedene Varianten abgewägt werden, um eine Vorzugsvariante zu erstellen. Dafür braucht Straßen.NRW mehr Zeit als ursprünglich gedacht. Darum wird die für Mittwoch, 30. März 2022, geplante öffentliche Veranstaltung verschoben. Den neuen Termin für die Vorstellung der Vorzugsvariante und des Abwägungsprozesses wird Straßen.NRW in einigen Wochen bekanntgeben.“
https://www.strassen.nrw.de/de/meldung/b7n-komplexe-abwaegung-fuer-die-vorzugsvariante-strassen-nrw-braucht-mehr-zeit.html

Aus den „einigen Wochen“ sind inzwischen mehr als 15 geworden. Und das ist in diesem Fall gut so.

Denn mit den zuletzt diskutierten Trassenvarianten sind zwei große Probleme verbunden:
– Sie sind viel zu teuer.
– Mit ihnen sind erhebliche Umweltschäden verbunden. Einen Überblick über die zahlreichen tangierten Naturschutz-, FFH-, Vogelschutz- und Wasserschutzgebiete bietet diese Karte:
https://www.strassen.nrw.de/de/b7n-neubau-zwischen-bestwig-nuttlar-und-brilon-medien-downloads.html?file=files/a_snrw-2022/dokumente/01_planen-und-bauen/02_Bundes-und-Landesstrassen_doc/B7n%3A%20Neubau%20Bestwig-Nuttlar%20und%20Brilon%20-%20dokumente/SNRW_B7n_Bestwig_Nuttlar-Brilon-Karte-Schutzgebiete.pdf&cid=38776

Und bei den Kosten scheint sich die Behörde erheblich verrechnet zu haben, denn bei realistischer Betrachtung sind die Bau- und Unterhaltungskosten deutlich höher als der Nutzen. Zuletzt hatte die Landesstraßenbauverwaltung in ihren Kostenaufstellungen sämtliche Planungs- und Brückenunterhaltungskosten „vergessen“. Darauf wies der Vertreter der SBL beim zu diesemProjekt eingerichteten „Politischen Begleitkreis“ im März hin. Die Bürgerliste hatte daher eine alternative Route vorgeschlagen, die weitgehend auf den bisher genutzten Trassen verläuft, mit viel weniger Umweltschäden und Kosten. Bisher gab es dafür keine Unterstützung, vielleicht wegen der gegenläufigen Interessen einiger Grundstückseigentümer?

Es besteht die Hoffnung, dass in der langen Pause ein Umdenken einsetzt.

NRW: Aktualisierter Unfallatlas zeigt jetzt auch Unfallschwerpunkte für das Jahr 2021

Der Unfallatlas bietet einen räumlich tief gegliederten Überblick über die Zahl der Unfälle mit Personenschaden nach Straßenabschnitten sowie nach einzelnen Unfallstellen.

Die Darstellung der Unfallstatistik in Köln (Grafik: IT.NRW)

Düsseldorf (IT.NRW). Auf welchen Straßen in Nordrhein-Westfalen ereigneten sich besonders viele Verkehrsunfälle? Wo gab es Unfälle mit Verkehrstoten? Wo sind Fahrradunfälle besonders häufig?

(Pressemitteilung IT.NRW)

Diese und weitere Fragen beantwortet der interaktive Unfallatlas der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden die im Unfallatlas visualisierten Unfalldaten jetzt mit den Ergebnissen des Jahres 2021 aktualisiert. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ist in NRW im Jahr 2021 im Vergleich zu 2019 um 11,6 Prozent auf 54 339 gesunken (2019: 61 471).

Die Anwendung „Unfallatlas” steht kostenlos zur Verfügung.

Als Unfallschwerpunkte in Nordrhein-Westfalen hat das Statistische Landesamt mithilfe des Unfallatlas für das Jahr 2021 z. B. in Köln die Kreuzung Aachener Straße/Innere Kanalstraße/Universitätsstraße sowie den Bereich Zülpicher Straße (Mensa)/Zülpicher Wall identifiziert. In Bonn kam es im Bereich Hauptbahnhof in Höhe Poststraße vermehrt zu Verkehrsunfällen. Bei Unfällen mit Fahrradbeteiligung fielen Schwerpunkte in Aachen im Bereich Boxgraben/Krakaustraße/Stephanstraße, in Bonn im Bereich Am Hauptbahnhof, Höhe Poststraße und in Köln im Bereich Aachener Straße/Innere Kanalstraße/Universitätsstraße sowie im Bereich Zülpicher Straße (Mensa)/Zülpicher Wall auf.

Weitere Unfallschwerpunkte in nordrhein-westfälischen Städten

Der Unfallatlas bietet einen räumlich tief gegliederten Überblick über die Zahl der Unfälle mit Personenschaden nach Straßenabschnitten sowie nach einzelnen Unfallstellen. Die Nutzer können selbst auswählen, ob alle oder nur Unfälle mit Beteiligung bestimmter Verkehrsmittel angezeigt werden sollen. Zu jedem Unfall sind Zusatzinformationen z. B. darüber verfügbar, ob es sich um einen Unfall mit Verkehrstoten, Schwer- oder Leichtverletzten gehandelt hat. Die Unfalldaten stehen zum Download auch im shape- bzw. csv-Format zur Verfügung.

Die im Unfallatlas visualisierten Unfalldaten stammen aus der Statistik der Straßenverkehrsunfälle, die auf den Meldungen der Polizei basiert. Im Vergleich zu 2019 ist die Zahl der Unfälle mit Personenschaden in NRW um 11,6 Prozent auf 54 339 gesunken (2019: 61 471). Die NRW-weit höchste Unfallzahl mit Personenschaden gab es im Jahr 2021 mit 4 371 Unfällen in Köln. Umgerechnet auf die Bevölkerung ereigneten sich die meisten Unfälle mit Personenschaden mit 6,1 Unfällen je 1 000 Einwohner in Heimbach (Kreis Düren). Die niedrigste Unfallhäufigkeit gab es hier in Schlangen im Kreis Lippe (1,1 Unfälle je 1 000 Einwohner).

PDF-Download:

Unfallschwerpunkte aller Verkehrsteilnehmer in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2021

Datenbanken:

  • Ergebnisse der Statistik der Straßenverkehrsunfälle für die Städte und Gemeinden in NRW in der Landesdatenbank NRW
  • Ergebnisse Statistik der Straßenverkehrsunfälle für NRW im Jahresvergleich in der Landesdatenbank NRW

Will die Deutsche Bahn den Fahrkartenverkauf im ländlichen Raum verhindern?

Vergittert – hier die Deutsche Bahn in Meschede (archiv: zoom)

Für viele Kundinnen und Kunden der Deutschen Bahn (DB) sind digitale Angebote für den Erwerb von Fahrkarten gut geeignet. Aber es gibt auch viele Fahrgäste, die lieber eine persönliche Beratung haben möchten. Für sie sind die Agenturen in Bahnhöfen und die Reisebüros mit DB-Lizenz die richtige Adresse.

(Der Artikel ist zuerst auf der Website der Sauerländer Bürgerliste erschienen.)

Noch ist das so, aber zum Jahresende könnte diese Möglichkeit weitgehend wegfallen. Dann könnte es Fahrkartenschalter fast nur noch in den “Reisecentern” in den Bahnhöfen der großen Städte geben; dort werden sie von der DB selbst betrieben.

Denn nachdem die DB die Konditionen für die Agenturen und Reisebüros in den letzten Jahren stetig verschlechtert hat, wurde nun zum nächsten Jahreswechsel ein weiterer radikaler Schnitt angekündigt. Die DB Vertrieb GmbH beendet die bisherigen Verträge und führt 2023 ein neues Agenturmodell ein. Reisebüros mit DB-Lizenz “ohne Vertriebspflichten” erhalten ab 2023 keine Provisionszahlungen mehr. Reisebüros mit DB-Lizenz, die eine Verpflichtung aus einem Verkehrsvertrag erfüllen, d.h. an einem Standort eine von einem Aufgabenträger geforderte Leistung im personenbedienten Vertrieb erbringen, erhalten danach künftig eine Provision von nur noch fünf Prozent auf Fernverkehrsangebote.

Bisher erhalten die verbliebenen Agenturen ohne Verkehrsvertrag noch bis zu sechs Prozent Provision, künftig wird der Vertrieb nicht mehr bezahlt.

Vom Deutschen Reiseverband hagelt es Kritik. “Mit dem ab Januar 2023 beabsichtigten neuen Agenturmodell wolle der Staatskonzern einem Großteil der Reisebüros, die noch eine DB-Lizenz zum Verkauf von Fahrkarten haben, die komplette Vergütung streichen, kritisiert der Deutsche Reiseverband (DRV). Das sei “insbesondere mit Blick auf den Klimaschutz beim Reisen eine strategisch komplett falsche Entscheidung”.

Die Bahn werbe intensiv damit, im Fernverkehr klimaneutral unterwegs zu sein und könnte insbesondere bei Urlaubsreisen nach Österreich, Italien und Frankreich eine sehr große Rolle spielen, betont der DRV, der als größter Tourismusverband viele tausend Reisebüros, Veranstalter und Dienstleister vertritt.”

https://www.countervor9.de/vertrieb/bahn-streicht-die-provision-fuer-reisebueros-komplett

“Dass die DB ausgerechnet jetzt, wo auch Urlaubsreisen mit der Bahn aufgrund von Klimaschutz-Überlegungen stärker nachgefragt werden, den Zugang zu den Reisebüros versperrt, „ist nicht nachvollziehbar und falsch”. Der DRV fordert, dass die aufsichtführenden Bundesministerien Finanzen, Verkehr und Wirtschaft im Dialog mit der Tourismuskoordinatorin Claudia Müller prüfen sollten, ob das Management der Bahn hier eine richtige und zukunftsweisende Entscheidung getroffen hat”.

Siehe: https://www.tn-deutschland.com/entscheidung-gegen-den-klimaschutz-bahn-fuehrt-null-provision-ein/

Seit 1. Juli gibt es im Bahnhof Marsberg keinen Fahrkartenverkauf mehr. Eine andere Bahnagentur, die bereit war, das Angebot in Marsberg aufrecht zu erhalten, wird das unter diesen Bedingungen nicht tun. Auch die anderen Verkaufsstellen im Kreisgebiet sind nun stark gefährdet.

Die Sauerländer Bürgerliste (SBL) will daher die politischen Gremien im Kreisgebiet auffordern, sich für den Erhalt des persönlichen Fahrkartenverkaufs einzusetzen. Dieser sei ein wichtiger Teil der Verkehrsinfrastruktur.

Umleitung: Krieg, Buch, Depression, Mastodon, Fußball & Literatur, Bahn, Verbraucherzentrale und erneut ein Unfall im Bikepark Winterberg.

Heute Morgen um 7:45 Uhr in Niedersorpe. Wer als Radfahrer im Hochsauerland den Motorrädern ein Schnippchen schlagen will, sollte losfahren, bevor die Biker gefrühstückt haben. Danach kann es nicht nur im Sorpetal ungemütlich werden. (foto: zoom)

Scholz: Mit Putin oder gegen ihn? … postvonhorn

Buchpräsentation: Das große Beginnergefühl – Wien, Berlin, Stroheim, Kassel … misik

Depressionen sind keine Einbildung: Für Außenstehende sind Depressionen oft schwer nachzuvollziehen. Für die Betroffenen ist es schwierig zu erklären was mit ihnen los ist. Was wirklich im Gehirn passiert und wieso eine Depression mehr ist als nur ein bisschen Traurigkeit … scilogs

Mastodon – Fazit nach 2 Monaten: Im April haben ich mich bei Mastodon angemeldet und dieses Schritt bis heute nicht bereut. Ganz im Gegenteil, ich habe dort mein Social-Media-Zuhause gefunden. Tolle Menschen, Interaktion ohne Ende, gute Diskussionen und eine interessante Timeline, die nicht von einem Algorithmus gesteuert wird … jansenspott

Ein gelungener Pass ist wie ein gelungener Satz: Was Fußball und Literatur verbindet … revierpassagen

Von elektrischen Zügen und elektrischen Autos: Kaum gibt es ein billiges Ticket für die Züge, da kaufen sich Millionen Menschen(!) eines. Der sonst typische Pfingststau wird zu einem Bahnstau und alle gucken irritiert … unkreativ

Verbraucherzentrale startet Online-Angebot für Fragen rund um Energie: Steigende Energiepreise und der Wunsch vieler Verbraucher nach klimafreundlichen Lösungen führen aktuell der Verbraucherzentrale NRW zu einer großen Nachfrage nach Energieberatung. Um möglichst viele Ratsuchende kompetent und kurzfristig zu informieren, startet nun ein neues Online-Beratungsformat … doppelwacholder

Gefährliches Hobby: Erneut Unfall im Bikepark Winterberg … polizeihsk

Mit 9 + 3 nach Arnsberg und zurück…

Einsames Warten auf dem Bahnsteig in Siedlinghausen. (foto: zoom)

Am letzten Sonnabend habe ich mir ein 9-Euro-Ticket plus 3-Euro-Fahrradtagesticket online gekauft und bin mit Smartphone und Fahrrad nach Arnsberg gereist.

Passend zum Ticket hatte der Zug aus Winterberg neun Minuten Verspätung, aber das ist für die Deutsche Bahn heutzutage fast überpünktlich.

Die Bahn war moderat belegt, da ich antizyklisch aus Winterberg wegfuhr.

Der Plan war es, einen Freund in Arnberg zu treffen und von dort einen kleinen Ausflug mit dem Rad zu machen. Da wir uns lange nicht gesehen haten, sollte es eine Quatsch-, Tratsch-, und Entdeckerrunde werden.

Die Radtour mit klassizistischen Gartenhäusern, Gedenkstein für ermorderte Polizisten, eine Himmelstour sowie Kaffee und Kuchen an der alten Tankstelle in Wickede haben wir wunderbar abgespult.

Durch den Filter gejagt: das hübschere der beiden Gartenhäuschen. (foto: zoom)

Zu den Bürgergärten mit ihren Gartenhäuschen gibt es bei der Stadt Arnsberg eine recht informative Seite:

https://www.arnsberg.de/denkmale/buergergaerten/index.php

Vor Ort befinden sich darüber hinaus zwei Informationstafeln, die den Inhalt der Website widerspiegeln.

Geschichte der Bürgergärten und der Gartenhäuser

Zum Vergrößern auf das Bild klicken. (foto: zoom)

Die klassizistischen Gartenhäuschen

Grundriss und Lage im Bürgergarten (foto: zoom)

Ich war schon häufig in Arnsberg, die Bürgergärten hatte ich aber bislang noch nicht entdeckt. Dabei sind sie nicht weit vom Arnsberger Zentrum entfernt und liegen auch nahe am Ruhrtalradweg.

Auf der weiteren Fahrt kamen wir dann noch am Gedenkstein für die 1979 von einem belgischen 18-jährigen Militärangehörigen ermordeten Polizisten vorbei.

Die Geschichte könnt ihr auf der Tafel lesen.

Zum Vergrößern auf das Bild klicken (foto: zoom)

Soweit der „offizielle“ Teil des Ausflugs. Die Klatsch- und Tratschgeschichten sind mir leider alle wieder entfallen, sonst hätte ich sie hier genüsslich ausgebreitet. 😉

Die Rückfahrt mit dem Zug von Arnsberg wurde etwas chaotisch. Online, auf der Bahn-App, war alles im Lot, aber am Bahnhof selbst wurden Verspätungen durchgesagt.

„Wer weiß, ob die Züge am Ende nicht ganz ausfallen“, habe ich mir gesagt und bin mit Schwung nach Meschede weitergeradelt. Dort traf die letzte Bahn des Tages mit 20 Minuten Verspätung ein und hat mich mit nach Siedlinghausen genommen.

Zur Not hätte ich die letzten Kilometer mit dem Rad herunter- bzw. hinauf trampeln können, aber wenn ich schon das 9-Euro-plus Fahrradtagesticket auf dem Smartphone habe, will ich es auch ausnutzen.

Seither habe ich das Ticket nicht mehr verwendet, obwohl ich gerne nach Kassel gefahren wäre. Doch zwischen Warburg und Bahnhof Wilhelmshöhe ist zur Zeit SEV (Schienenersatzverkehr), und ich weiß nicht, ob ich mich in der ansteigenden Corona-Welle gerne in einen Bus setzen möchte, dessen Auslastung ich nicht einschätzen kann.

Die Bahnfahrt am Sonntag hat mir eine Kachel auf der Corona-Warn-App eingebracht. Waren es die Nasenpimmel oder die blauen OP-Masken?

Wieso haben so wenige Menschen nach über zwei Jahren Pandemie noch nicht gelernt, dass OP-Masken keine FFP2-Masken sind und auch weniger Schutz bieten? Oder ist es eine Frage des Geldbeutels?

Aber Corona ist eine andere Geschichte.

Umleitung: Rechtsextreme in Sicherheitsbehörden, Wahlmanipulation, Falschmeldungen über das Coronavirus, Klimawandel und mehr…

Unter unseren Füßen (foto: zoom)

Über 300 Rechtsextreme in Sicherheitsbehörden: Fälle von AfD und „Querdenker“ fehlen meist noch … endstationrechts

Scholz: Blindgänger oder noch Notnagel? … postvonhorn

Neue LfM-Studie: Zunehmende Sorge vor Wahlmanipulation durch Desinformation … nordstadtblogger

„Das große Beginnergefühl“ – aus den Notizbüchern: Keine zwei Wochen mehr bis zum Erscheinen meines Buches „Das große Beginnergefühl“, salopp gesagt eine linke Geschichte der kulturellen Moderne … misik

Wie man Falschmeldungen über das Coronavirus erkennt: Jetzt, wo es zum Coronavirus selbst wenig Dramatisches zu berichten gibt, verlagert sich die Diskussion wiederholt auf die Sicherheit der Impfstoffe. So ging es im Januar erst um die Meldung, die Impfungen würden die Sterblichkeit erhöhen … scilogs

Gothaer Bekenntnisse: Gestern hab ich kurz tagesthemen eingeschaltet. Und hab mich gewundert… da stand Deniz Yücel in einem Seniorenheim und war umgeben von wild gestikulierenden Bewohnern… es hat etwas gedauert, bis ich verstanden hab, was ich da eigentlich sah: der PEN tagte in Gotha … prinzessinnenreporter

Klimawandel? Welcher Klimawandel? Seit Jahren schon predige ich, dass wir auch in unserer Region genau auf das Grundwasser achten müssen. Insbesondere den Verbrauch, aber auch die Nitratbelastung oder eben das fehlende „Nachwachsen“ durch Dürren … unkreativ

„Nichts ist, das ewig sei“: Bewegender Film über Detroit, Bochum und die Vergänglichkeit … revierpassagen

EU-Pläne einfach erklärt: Warum die Chatkontrolle Grundrechte bedroht … netzpolitik

Zügig an Hagen vorbei: Bahnverbindung Richtung Siegen wird weiter gekappt – Lichtblick auf der Volmetalbahn … doppelwacholder

Wieder im Lande … there ain’t no Cure for the Sauerland Blues

Pause an den Windrädern bei Einhaus (foto: zoom)

Nach den entspannten Tagen in Hannover können wir unsere Räder wieder im Hochsauerland rollen lassen. Das Wetter ist fantastisch, der Himmel ist blau und die Höhenunterschiede macht der kleine Akku im Vorderrohr wett.

Der Kauf eines EBikes war eine der besten Entscheidungen der vergangenen zwei Jahre. Der Bewegungsradius pro Zeit ist fast doppelt so hoch wie bei meinem Rad ohne Elektromotor. Es sind verschiedene Welten, und das kann ich für mich beurteilen, weil ich mein altes Fahrrad ohne E immer noch benutze. Nur nicht gerade, um mal eben 90 Kilometer am Morgen durch das Sauerland zu radeln.

Dabei ist mir kurz vor Wennemen der alte Eddy Cochran Titel durch den Kopf gegangen, und der Summertime-Blues verwandelte sich in den Sauerland-Blues.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=1C38Zevwyx4

Mich wundert immer, wie wenige Windräder es bei uns trotz günstiger Bedingungen für WEAs gibt. Die Zahl der fetten Elektroautos hat in den letzten beiden Jahren enorm zugenommen, aber „Windräder – Nein Danke“.

Platz wäre vorhanden, aber der Widerstand gegen Windräder scheint enorm. Ich kenne keine/n Lokalpolitiker:in, der oder die sich traut, offen für Windenergie im Hochsauerland einzutreten, dabei ist die Klimakatastrophe die Krise des 21. Jahrhunderts.

Vielleicht sind die Klimakatastrophenleugner:innen und Windkraftgegner:innen auch gar nicht so viele, sondern nur lauter und vernetzter als die FFF-Freunde?

Gerade als ich wieder Trübsal blasen wollte, spülte mir der Zufall ein Doktor-Whatson-Video auf den Bildschirm. Sehr optimistisch wird dort der Weg zu einem klimaneutralen Deutschland im Jahr 2045 skizziert. Deutschland müsse (und könne) klimaneutral werden. Aber, wie werde es konkret aussehen mit unserer Stromversorgung im Jahr 2045? Wie erzeugen wir Strom mit erneuerbaren Energien, aber ohne Blackout?

Ich habe es mir angeschaut. Ja, da geht was.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=mbI5WJ_Kv0Y&t=835s

Schwerer LKW Unfall auf der L 776 zwischen Gellinghausen und Bad Fredeburg

Tödlicher Unfall auf der L 776 bei Gellinghausen: Der Fahrer des Lkw starb noch am Unfallort. (Fotos: Feuerwehr Schmallenberg)

Am Freitag, den 01.04.2022 kam es gegen 13:20 Uhr auf der L 776 vor dem Abzweig Osterwald aus Gellinghausen in Fahrrichtung Bad Fredeburg gesehen zu einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Mercedes Sprinter und einem 7,5 t LKW.

(Pressemitteilung Freiwillige Feuerwehr Stadt Schmallenberg)

Beide Fahrzeuge wurden dabei massiv deformiert und die beiden Fahrer schwerst eingeklemmt und verletzt. Zu der Einsatzstelle rückten die Löschgruppen Bödefeld und Oberhenneborn und der Löschzug Bad Fredeburg aus.

Parallel wurden von den vorhandenen 3 Hilfeleistungslöschfahrzeugen die eingeklemmten Fahrer mit hydraulischem Rettungsgerät unter gleichzeitiger Versorgung und Stabilisierung durch den Rettungsdienst und den Notarzt befreit.

Durch den Einsatzleiter, den stv. Leiter der Feuerwehr Kaiser wurden 2 Rettungshubschrauber angefordert. Dabei konnte der RTH Christof 8 aus Lünen wetterbedingt die Einsatzstelle nicht erreichen, während Christof 25 aus Siegen in unmittelbarer Nähe landen konnte.

Kurz nach der Befreiung der Fahrer verstarb der Fahrer der 7,5 t- LKW aufgrund seiner massiven Verletzungen noch an der Unfallstelle.

Der RTH Christof 25 übernahm den anderen Patienten, musste aber wetterbedingt bereits in Meschede am dortigen Krankenhaus landen.

Die L 776 musste während der Rettungsarbeiten und der anschließenden polizeilichen Unfallaufnahme für Stunden gesperrt werden. Außerdem sind durch den Landesbetrieb Straßen NRW vor einer Freigabe der Fahrbahn umfangreiche Reinigungsarbeiten wegen ausgelaufener Betriebsstoffe erforderlich.

Die Einsatzkräfte hatten nach dem Einsatz Gelegenheit zu einem Gespräch mit der PSU-Gruppe (Pycho-Soziale-Unterstützung).

Bürger können Nahmobilitätskonzept mitgestalten – Christoph Hester neuer Radverkehrsbeauftragter des HSK

„Das Fahrrad anstelle des KFZ zu nutzen bedeutet Klimaschutz, Gesundheitsförderung und Erhöhung der Lebensqualität im HSK“, so der neue Radverkehrsbeauftragte des HSK, Christoph Hester. (foto: hsk)

Der Hochsauerlandkreis will fahrradfreundlicher werden, deshalb ist jetzt die Meinung der Bürgerinnen und Bürger gefragt. Ab Freitag, 1. April, startet die Kreisverwaltung unter www.hsk-mobil.de eine vierwöchige Umfrage und lädt dazu alle Bürger ein, sich zu beteiligen.

Wie viele Menschen im HSK das Fahrrad als Verkehrsmittel nutzen, wie groß und wo der Bedarf an Netzverdichtung und Optimierung bestehender Radwege ist und wie das Zusammenspiel von Radfahren und dem ÖPNV funktioniert, dass soll in einer online-basierten Bürgerbefragung ermittelt werden.

Mobilität bewegt uns alle und wird auch für den Hochsauerlandkreis zukünftig eine entscheidende Rolle spielen. Mit dem im November 2021 verabschiedeten Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz (FaNaG NRW) bekommt der Radverkehr in NRW einen noch höheren Stellenwert. Der Hochsauerlandkreis möchte die Attraktivität und Leistungsfähigkeit des Nahverkehrs, wozu der Rad- und Fußverkehr zählt, weiter fördern und erhöhen.

Aus diesem Grund hat der Hochsauerlandkreis das Planungsbüro LK-Argus aus Kassel mit der Erstellung eines kreisweiten Nahmobilitätskonzeptes beauftragt. Ziel ist, ein alltagsfähiges Radverkehrsnetz zwischen den Kommunen des Kreises und seinen Nachbarkommunen zu entwickeln. Die Erarbeitung des Konzeptes erfolgt in einem breit angelegten Prozess, der die zwölf Städte und Gemeinden ebenso einbindet, wie die interessierte Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange. Ein bedeutender Partner auf diesem Gebiet ist dazu Straßen.NRW.

Christoph Hester ist seit dem 01. März 2022 Radverkehrsbeauftragter des Hochsauerlandkreises. Seine Aufgabe ist es zunächst die Erstellung des Nahmobilitätskonzeptes zu begleiten und zu steuern. Der 41-jährige Dipl.-Ing. für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung war zuvor Regionalmanager des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge und Ingenieur in der Unteren Naturschutzbehörde und ist jetzt die neue Schnittstelle zwischen den Belangen der Städte und Gemeinden und dem beauftragten Planungsbüro. Ebenfalls koordiniert er die Abwicklung des Förderprozesses mit der Bezirksregierung.

Qualitativ hochwertige, sicher und gut funktionierende Radwege sind notwendig, damit das Alltagradfahren im HSK insgesamt ein besseres Image bekommt. „Das Fahrrad anstelle des KFZ zu nutzen bedeutet Klimaschutz, Gesundheitsförderung und Erhöhung der Lebensqualität im HSK“, so Christoph Hester. Daher nutzt er gerne mal die 20 Kilometer lange Strecke von seinem Wohnort Olsberg-Wulmeringhausen bis zum Kreishaus Meschede mit dem Rad. „Ich würde mich über eine hohe Bürgerbeteiligung im Rahmen unserer Befragung freuen. Nur so können wir das Thema Radfahren im HSK gemeinsam vorantreiben und qualitativ fördern“, sagt Hester.

Fragen und Anregungen nimmt Christoph Hester unter 0291/942442 oder christoph.hester(at)hochsauerlandkreis.de entgegen.

Umleitung: Tankrabatt, Klimakrise und Krieg, Pandemie-Fehler, soziale Kälte, Lennebad, Krankheit und Kreativität, Fliegen und Verkehrswende im HSK

Am Radweg bei Wennemen – klimafreundliche Fortbewegung (foto: zoom)

Kritik an Plänen des Finanzministers: Tankrabatt – klimaschädlich und unsozial … klimareporter

Q&A: Übers Klima sprechen in Zeiten des Krieges – ist das möglich? Und wie kann es aussehen? … klimafakten

Corona-Krise: Acht vermeidbare Pandemie-Fehler und was wir noch daraus lernen könnten … scilogs

Soziale Kälte: „… sich an die Bundesbürger gewandt habe, um die europäischen Werte im täglichen Miteinander zu vertreten. Gauck habe gefordert, dass Frieren für die Freiheit eine durchaus zumutbare…“ … zynaesthesie

Gewonnen und doch verloren: Sanierung des Lennebades bei der Abstimmung gescheitert … doppelwacholder

Psychische Krankheit und Kreativität: Westfälisches Projekt nimmt „Outsider“-Literatur in den Blick … revierpassagen

Wenn einer eine Reise reist: Vor ein paar Tagen hatte ich mich, auf meine bekannt zurückhaltende Art, über das Fliegen geärgert … unkreativ

Verkehrswende im Hochsauerlandkreis: Vorstellung der Arbeiten für die Fahrrad- und Nahmobilitätskonzeption … sbl